Archive for Oktober 2011

Die notwendigen Komponenten für einen Großausbruch der Emotionellen Pest

27. Oktober 2011

Es ist hilfreich, genau nachzuverfolgen wie Eruptionen der Emotionellen Pest (z.B. die Occupy Wall Street-Bewegung, die sich in unserem Land ausbreitet) anfangen und sich entwickeln. Es gibt drei Komponenten:

  1. Eine bestimmte Anzahl von Arbeitslosen und Nichtvermittelbaren, sowie einige gutwillige idealistische Liberale, sind erforderlich, um einen legitimen Beweggrund für den Ausbruch und die „kritische Energie“ für die Bewegung zu liefern.
  2. Knallharte linke Ideologen sind notwendig, um das Geschehen zu inszenieren: sie tragen die notwendige Anregung bei, um die Energie der Leute zu mobilisieren und so auszurichten, daß es nach einem spontanen Aufstand aussieht.
  3. Wie in allen ähnlichen Pest-Attacken ist ein geeignetes Angriffsziel bzw. Opfer erforderlich, so daß pestkranke Individuen ihren irrationalen Haß, der aus ihrer zerstörerischen mittleren Schicht stammt, konzentrieren und fokussieren können. In diesem Fall gehören zu den Opfern die reichen Kapitalisten der Wall Street und andere, die willkürlich als „die Reichen“ gebrandmarkt werden. Die Wahl von Wall Street als Angriffsziel stellt den Versuch seitens der Organisatoren dar, einen ideologischen Klassenkampf zwischen den „Besitzenden“ und den „Habenichtsen“ anzustoßen.

Die wahre Funktion der „Proteste“ ist persönliche Rache an denjenigen zum Ausdruck zu bringen, denen es besser geht als den Protestierenden und auch die wirtschaftliche Aktivität der Nation zu behindern und letztlich lahmzulegen. Stillschweigend zeigt Präsident Obama seine Zustimmung, indem er sie nicht öffentlich verurteilt. Er wird von der daraus resultierenden politischen Agitation für den Präsidentschaftswahlkampf 2012 profitieren, weil er eine angemessene Entfernung zu den Beteiligten aufrechterhält und er nicht mit ihnen identifiziert wird.

Die Occupy Wall Street-Bewegung ist kein isoliertes Ereignis. Die Täter planen bereits künftige Demonstrationen. Aus historischer Sicht kann es als die erste Welle in einem systematischen Prozeß betrachtet werden, die amerikanische Wirtschaft an vielen Fronten zu lähmen und zu zerstören.

Die Beziehung zwischen dem echten liberalen und dem pseudo-liberalen Charakter

22. Oktober 2011

In der heutigen anti-autoritären Ära ist es besonders nützlich, die Dynamik der sozialen Beziehung zwischen dem echten liberalen und dem pseudo-liberalen/kommunistischen Charakter zu verstehen. Man glaubt gemeinhin, daß Liberale und Pseudo-Liberale identisch sind. Diejenigen, die links stehen, glauben ebenfalls, daß sie ehrlich das gleiche politische Ziel, eine bessere Welt herbeizuführen, teilen. Diese gefährlichen Fehleinschätzungen stammen aus oberflächlichen Ähnlichkeiten zwischen diesen beiden sehr unterschiedlichen sozio-politischen Charaktertypen. In der Tat instrumentalisiert der Pseudo-Liberale dieses verbreitete Mißverständnis und mißbraucht die idealistischen Vorstellungen des wahren Liberalen, um seine eigene sozialistische gesellschaftspolitische Agenda voranzubringen. Lenin verstand sehr gut die politische Rolle des liberalen Charakters bei der Erleichterung einer kommunistischen Machtübernahme in Europa. Er verwies auf die Liberalen als „nützliche Idioten“.

Diese Beziehung zwischen dem echten Liberalen und dem Pseudo-Liberalen/Kommunisten wird von der gegenwärtigen Occupy Wall Street-Bewegung illustriert. Der echte Liberale protestiert zu Recht gegen die kriminellen Praktiken von Leuten in der Finanz- und Geschäftswelt, die vor kurzem sichtbar wurden. In Gestalt des pseudo-liberalen Charakters, der so tut, als sei er ein echter Liberaler, verbreitet die Emotionelle Pest ihr Gift mit denselben abgenutzten Anti-Wall Street, antikapitalistischen Patentlösungen, mit denen der pseudo-liberale Charakter schon seit Ewigkeiten hausieren geht. Das Ergebnis ist, daß die rationalen Bedenken des echten Liberalen, hinsichtlich der Korruption in der Wirtschaft, wirkungslos verhallen. Die Emotionelle Pest lähmt das rationale Denken. Wenn sie nicht erkennt, daß Occupy Wall Street ein Ausbruch der Emotionellen Pest ist, kann die Öffentlichkeit deren gesellschaftlicher Destruktivität nicht effektiv Einhalt gebieten.

Protestbewegungen damals und heute

20. Oktober 2011

Historisch gesehen gibt es einen wichtigen Unterschied zwischen der Protestbewegung der 1960er Jahre und der aktuellen Protestbewegung Occupy Wall Street. Das kann auf die Transformation der Gesellschaft von autoritär zu anti-autoritär zurückgeführt werden, die sich um diese Zeit herum ereignete. Beide Protestbewegungen entstammen einer schweren Störung in den zwei grundlegenden Funktionen des menschlichen Lebens, Sexualität und Arbeit.

Die Demonstranten der 60er Jahre war ein Produkt der autoritären Gesellschaftsordnung. Anfangs waren sie eine sehr idealistische Gruppe junger Menschen, die sexuelle Freiheit (eine Kernfunktion) wollten und die die Fesseln der konventionellen Moral loswerden wollten. Tragischerweise endete die Bewegung in einer Katastrophe: individuell, weil die meisten dieser Jugendlichen emotional zu gestört waren, um sexuelles Glück zu finden, und sozial, weil die Bewegung von linken Ideologen übernommen und für politische Zwecke mißbraucht wurde. Dies waren die Gründe für das Scheitern der sogenannten sexuellen Revolution.

Im Gegensatz dazu sind die heutigen Demonstranten Produkt der anti-autoritären Gesellschaftsordnung nach den 60er Jahren. Unfähig die enorme Freiheit und den Chancenreichtum, die ihnen Amerika bietet, zu nutzen, streben sie das genaue Gegenteil an. Viele von ihnen weisen eine schwere Störung in ihrer Arbeitsfunktion auf, denn der Gedanke sich das, was sie haben wollen, zu erarbeiten, scheint ihnen nie zu kommen. Stattdessen wollen sie die Sicherheit einer Rundumversorgung durch die Regierung. In krassem Gegensatz zu den früheren Protestierenden ist Sicherheit für sie wichtiger als Freiheit. Aus diesem Grund sind eine große Mehrheit dieser Demonstranten linke Ideologen.

Die Wall-Street-Demonstranten sind ein emotional weit kränkerer Haufen als die Demonstranten der Vergangenheit. Da sie keinen Kontakt mit ihrem Kern haben, kommt die Energie hinter ihrem Protest ausschließlich aus ihrer mittleren Schicht in Gestalt von görenhafter Destruktivität. Das letzte, was diese Demonstranten benötigen, ist, sie in ihrem kindischen Verhalten zu ermutigen. Das ist genau das, was die Obama-Administration zu tun scheint. Wenn sich die wirtschaftlichen Bedingungen weiter verschlechtern, wie sie es höchstwahrscheinlich tun werden, wenn Obama 2012 wiedergewählt wird, hat diese Gruppe das Potential sogar noch mehr sozialen Schaden anzurichten, indem sie ihre Behinderung des öffentlichen Lebens eskaliert.

Der Wirtschaftsplan der Obama-Administration

15. Oktober 2011

Um das gesellschaftliche Geschehen wirklich verstehen zu können, muß man die Auswirkungen bzw. die Folgen dieses Geschehens im Auge haben, d.h. man muß funktionell denken. Präsident Obamas Wirtschaftsstrategie ist für jeden einfach zu durchschauen, der sorgfältig die Folgen dieser Politik im Auge behält. Sich aus vier Teilen zusammensetzend, stammen die ersten drei aus seiner sekundären destruktiven Schicht, der vierte aus seiner oberflächlichen Schicht bzw. der Fassade.

  • Teil 1: Schwäche und kontrolliere den privaten Sektor, indem unnötige Hindernisse („Verordnungen“) dem freien Markt in den Weg gelegt werden. Fördere Abhängigkeit von der Regierung durch Erhöhung der Zahl der Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst und indem sie gewerkschaftlich organisiert werden. Die Verlagerung der Macht auf den öffentlichen Sektor hat den Effekt, die politische Macht seiner Präsidentschaft zu vergrößern.
  • Teil 2: Förderung des politischen Aktivismus. Rufe soziale Unruhen und Chaos hervor durch das Einrichten von unrealistischen, undurchführbar Sozialprogrammen, die unweigerlich zu steigender Arbeitslosigkeit und sozialen Unruhen führen. Mobilisiere durch politischen Aktivismus die Gesellschaft, indem du die Menschen gegeneinander und gegen den Kapitalismus aufbringst. Dies erinnert an die Klassenkampf-Taktik der Kommunisten der Vergangenheit. Die antikapitalistische Occupy Wall Street-Bewegung wurde vor kurzem durch eine Rede von Obama höchstpersönlich angestiftet, die er gegen die Finanzinstitute der Wall Street hielt. Das Zerbrechen der gesamten Grundlage von Amerikas wirtschaftlicher Stärke durch die Zerstörung seines Finanzsystems wird mit Verweis auf eine Handvoll von korrupten Geschäftsleuten gerechtfertigt. Machte es nicht mehr Sinn, die Missetäter zu bestrafen, statt das gesamte Finanzsystem des Landes zu zerstören? Soziale Unruhen zu nutzen, um der Regierung die totale Kontrolle zu ermöglichen, war eine weitere wohlbekannte Taktik der alten Kommunisten.
  • Teil 3: „Rette“ das Land aus dem wirtschaftlichen Chaos durch Einführung von noch mehr sozialistischen Programmen.
  • Teil 4: Der demokratische Prozeß selbst wird als Waffe genutzt. Die Obama-Administration gibt vor, daß sie sich aus loyalen Amerikanern zusammensetzt und daß sie all dies tun, weil es im besten Interesse des Landes liegt.

Einer der größten Tragödien in der jüngeren Geschichte ist, daß zwei Jahrzehnte nachdem der Kalte Krieg gegen ein mörderisches sozialistisches Reich gewonnen wurde, jetzt Amerika derselben schrecklichen Krankheit von innerhalb zum Opfer fallen könnte.

Um die Werke Wilhelm Reichs verstehen zu können, muß man die Emotionelle Pest verstehen

13. Oktober 2011

Orgonomie ist die Wissenschaft von der Lebensenergie und die einzige Funktion der Emotionellen Pest ist es, alle Erscheinungsformen des natürlichen Lebens zu zerstören. Aus diesem Grunde können nur jene die Bedeutung der Beiträge Wilhelm Reichs wirklich einschätzen und in den orgonomischen Wissenschaften arbeiten, die die Arbeitsweise der Emotionellen Pest in der heutigen Welt verstehen. Diese Regel gilt nicht nur für die Menschen in der Bevölkerung im allgemeinen, die nur eine oberflächliche Kenntnis von Reichs Arbeit haben, sondern auch für diejenigen, die vermeintlich anerkannte Vertreter seiner Arbeit sind.

In einem von Dr. Elsworth F. Bakers technischen Seminaren für medizinische Orgonomen Mitte der 1960er Jahre berichtete ein Seminarteilnehmer von dem Kontakt, den er mit einem lokalen Radiosender hatte, und daß das uns vielleicht die Chance böte, über Reichs Werk im Radio zu sprechen. Die Themen, die in dem Radiogespräch angeschnitten werden sollten, wurden erwogen. Viele mögliche Themen wurden vorgeschlagen und im Raum herrschte einige Erregung. Als ich schließlich die Emotionelle Pest als eines der Themen des Radiogesprächs vorschlug, verschwand diese Erregung urplötzlich. Es herrschte Totenstille. Es war, als ob ich etwas Schreckliches von mir gegeben hätte, und die ganze Sache wurde fallengelassen. Seitdem sind viele Ärzte, die medizinische Orgonomie praktizierten, gekommen und wieder gegangen. Außer mir arbeitet jede noch lebende Person, die während dieses Seminars anwesend war, nicht mehr als medizinischer Orgonom.

Um diese Zeit herum begann Dr. Baker mit mir über die Notwendigkeit zu sprechen, ein Buch über die Geschichte der Emotionellen Pest zu schreiben.

Die Republicans können 2012 keinen starken Präsidentschaftskandidaten aufbieten

8. Oktober 2011

Das Problem, eine wirksame Opposition gegen Präsident Obama im Jahr 2012 zu finden, erfordert ein Verständnis der Dynamik der ideologischen Kräfte, die gegenwärtig wirksam werden. Die Kräfte auf der linken Seite sind proaktiv. Immer auf der Suche nach sozialistischen Lösungen für soziale Probleme agitiert die Linke ständig im Namen des „Fortschritts“ für den sozialen Wandel. Hinter ihrem Hunger nach Veränderung liegen oft verschleierte Neid- und Haßgefühle gegenüber jenen, denen es besser geht als ihnen. Im Gegensatz dazu sind die Kräfte auf der Rechten reaktiv. Da sie keinerlei „neue Lösungen“ zu bieten haben, geht es ihnen hauptsächlich darum sich der destruktiven Sozialpolitik der Linken zu widersetzen.

In der vergangenen autoritären Ära gab es auf der Linken und der Rechten die gleiche Anzahl von Menschen und die ideologischen Kräfte waren ausgeglichen. In der heutigen anti-autoritären Ära kam es jedoch zu einer Verschiebung des politischen Mainstream nach deutlich links von der Mitte. Diese Verschiebung umfaßt sowohl die breite Bevölkerung als auch die beiden politischen Parteien. Als Ergebnis dominieren gemeinhin politische Lösungen für soziale Fragen trotz der Tatsache, daß es keine gibt. Für einen Kandidaten auf der politischen Rechten ist es deshalb von Nachteil, keine neuen politischen Lösungen für soziale Probleme vorweisen zu können. Alles, was ein verantwortungsvoller Kandidat tun kann, ist das Einstehen für eine Rückkehr zu den altbewährten Methoden der Vergangenheit.

Die weltweite Desillusionierung mit den Politikern und der Politik

3. Oktober 2011

Menschen in der ganzen Welt haben die Nase voll von den Politikern auf beiden Seiten des politischen Spektrums. Die Linke wirft der Rechten vor, für die reichen, gierigen Kapitalisten zu sein und die Rechte beschuldigt die Linke sozialistischer Umtriebe. Beide werfen einander Verdorbenheit vor. Aus Frustration verlieren viele alle Illusionen und geben dem demokratischen Prozeß selbst die Schuld, da er nicht praktikabel sei. In Amerika entstand die Bewegung der Tea Party als Antwort auf diese politische Desillusionierung. Ein Artikel in der New York Times (28. September 2011), mit der Überschrift „Die Verachtung für Wahlen nimmt zu. Aufflammen von Protesten rund um den Globus“, beschreibt eine entsprechende Desillusionierung mit der Politik in der ganzen Welt.

Dieser oder jener Gruppe die Schuld zu geben, ist ein wirksames Mittel, um zu vermeiden, einen Blick auf die Quelle dessen werfen zu müssen, was wirklich vor sich geht. Indem sie mit einer katastrophalen Sozialpolitik nach der anderen aufgewartet hat, weigert sich die Linke zu verstehen, daß Politik nie Lösungen für die sozialen Probleme der Menschheit bieten kann. Die Rechte hat ein Gefühl dafür, daß staatliche Eingriffe soziale Bedingungen nicht verbessern können, aber keine der beiden Gruppen versteht, daß die Quelle der gesellschaftlichen Schwierigkeiten im Menschen selbst zu suchen ist, im destruktiven Sozialverhalten aller gepanzerter Menschen, Politiker und Nicht-Politiker gleichermaßen. Wilhelm Reich identifizierte dieses Verhalten und nannte es die Emotionelle Pest der Menschheit. Die gegenseitigen Anschuldigungen der Linken und der Rechten sind wirklich symptomatisch für die destruktiven sozialen Manifestationen von emotional verkrüppelten Menschen, als da sind der Wunsch nach Macht über andere, soziale Abhängigkeit von anderen und so weiter. Die primäre Funktion der Vorwürfe ist Abwehr, sie sollen die Existenz der Pest verbergen. Diese dramatische Situation ist der Grund dafür, warum sich die sozialen Bedingungen weiterhin verschlechtern, trotz der besten Bemühungen und Wünsche der Menschheit.