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Obama ist kein Führer, er ist ein Politiker

5. September 2013

Als Präsident Obama davon erfuhr, daß die Syrer Giftgasangriffe auf ihr eigenes Volk verüben, hatte er zwei Möglichkeiten: entweder in irgendeiner Weise militärisch zu reagieren oder nichts zu tun und zu Verstehen zu geben, daß es nicht Amerikas Sache sei einzugreifen. Stattdessen gab er seiner Empörung über das zum Ausdruck, was die Syrer getan haben, und schob die Frage nach einer Reaktion auf den Congress ab. Gewisserweise ist das typisch für ihn: er sagte das eine und tat das andere.

Im Endeffekt sagt Obama jetzt, daß „das amerikanische Volk“ Amerika in der Frage führen solle, was zu tun sei, da er der Aufgabe als Führer seines Landes nicht gewachsen sei. Das Problem in die Hände des Congress zu legen, wird daraus eine politische Auseinandersetzung zwischen denjenigen machen, die für eine Reaktion sind und denjenigen, die gar nichts tun wollen. Dies ist ein Beispiel dafür, wie Soziopolitik die Politik vereinnahmt; es verdeckt das ursprüngliche Problem, das Barack Obama als Präsident der Vereinigten Staaten obliegt.

Es ist auch typisch für Obama, sich hinter der sozialen Verwirrung zu verbergen, die er selbst generiert, indem er das Problem politisiert.