Die Emotionelle Pest ist die Krankheit, Inlandsterrorismus ist eines ihrer Symptome

Bei der medizinischen Behandlung einer Krankheit hängt der Erfolg von der genauen Diagnose ab. Unterhalb davon ist die einzig mögliche Behandlung eine symptomatische. Das gleiche Prinzip gilt für die Behandlung von Krankheiten im Bereich der gesellschaftlichen Pathologie. Massenschießereien als Terrorakte zu bezeichnen, ist ungenau, da die pathologische Quelle gemeinhin nicht erkannt wird und es offenbart nicht die wahre Natur des zugrundeliegenden Krankheitsprozesses. Terrorismus ist eines von vielen Symptomen der pathologischen Conditio humana, der Emotionellen Pest, einer sozialen Krankheit von gepanzerten Menschen, die in vielen Formen auf beiden politischen Extremen, zur Linken und zur Rechten, auftreten kann.

Bevor man sich ein Bild davon machen kann, warum diese letzten Ausbrüche der Pest anscheinend von der politischen Rechten kamen, muß man zunächst das funktionelle Verhältnis der Emotionellen Pest verstehen: zwischen dem Schwarzen Faschismus auf der politischen Rechten und dem Roten Faschismus auf der politischen Linken. Schwarze Faschisten reagieren in der Regel mit offener Gewalt auf politische Aktivitäten von links. Daher werden sie als Reaktionäre bezeichnet. Im Gegensatz dazu sind Rote Faschisten in der Regel politische Aktivisten und Provokateure. Ihr Leben wird aktiv damit verbracht, das zu untergraben, was von der alten autoritären Gesellschaftsordnung noch intakt ist. Dies bringt Individuen mit einer schwarz-faschistischen Charakterstruktur dazu, sich zu brutalen Akten hinreißen zu lassen. Der jüngste Anstieg an Massenschießereien von der extremen politischen Rechten ist eine Reaktion auf die jahrzehntelange politische Agitation der politischen Aktivisten der Linken. In funktioneller Hinsicht stehen die gegensätzlichen Kräfte der Linken und der Rechten in einem Widerspruch wechselseitiger Anziehung.

Der Anstieg des politischen Extremismus und die Polarisierung der Politik heute sind Zeichen unserer gegenwärtigen sozialen Auflösung. Es begann in Amerika mit der antiautoritären Transformation und der politischen Verlagerung des sozialen Mainstreams nach links. Diese Verschiebung mußte zwangsläufig eine politische Reaktion der politischen Rechten auslösen, die heute mit der Zunahme der Häufigkeit von Massenschießereien immer deutlicher wird.

Die gegenwärtige chronische gesellschaftliche Situation ähnelt auffallend der akuten Situation in Deutschland nach der Niederlage im Ersten Weltkrieg. Das soziale Chaos und die wirtschaftliche Zerstörung dieser Nation führten zum Befall durch die Emotionelle Pest, dem Roten Faschismus (Kommunismus) von links. Als Reaktion darauf und in dem Versuch, sie auszurotten, kam es zu einer anderen Manifestation der Pest, dem Schwarzen Faschismus (Nazismus) von rechts. Mit dem Werkzeug der sozialen Orgonomie kann möglicherweise verhindert werden, daß sich die Geschichte wiederholt.

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