Das unerkannte schrittweise Eindringen der Emotionellen Pest in das persönliche und soziale Leben

Wie kann die Existenz der Emotionellen Pest als einer sozial zerstörerischen Krankheit des Menschen erkannt werden, wenn die biologische Bedeutung von Emotionen bei der Regulierung des menschlichen Soziallebens nicht allgemein anerkannt wird?

Eine wichtige Funktion der zerstörerischen Wirkung der Pest auf das soziale Leben besteht darin, die Bedeutung von Emotionen für die Regulierung des menschlichen Soziallebens zu leugnen und zu beseitigen. Die Psychiatrie hat erfolgreich ihren Teil dazu beigetragen, indem sie das naturwissenschaftliche, funktionelle Verständnis des menschlichen Gefühlslebens, das die medizinische Orgonomie bietet, ignoriert und die emotionalen Störungen der Menschen ausschließlich mit pharmakologischen Mitteln behandelt.

Infolge der Vernebelungsaktion der Pest glaubt die Masse der Menschen heute, daß ihre persönlichen emotionalen Probleme unbedeutend sind und ausschließlich auf biochemische Störungen im Gehirn zurückzuführen sind. Diese allgemein unerkannte Folge des mechanistischen Denkens ist ein Symptom für das Wirken der Emotionellen Pest im alltäglichen Leben der Menschen. Sie fördert bei den Menschen die Illusion, daß sie für die emotional begründeten persönlichen und sozialen Probleme, die ihr individuelles und gesellschaftliches Leben bestimmen, keine Verantwortung tragen. Sie verstärkt den bereits vorhandenen hohen Grad an okularer Panzerung der Menschen, der sie daran hindert, das emotionale Geschehen in ihnen selbst und in der heutigen Welt zu sehen.Der erste Schritt besteht darin, den Menschen aus einer naturwissenschaftlichen Perspektive die Bedeutung der Emotionen für ihr Leben zu vermitteln. Dann ist es möglich, den zweiten Schritt zu tun, nämlich die Existenz und Funktionsweise der Emotionellen Pest zu erkennen. Die Praxis der psychotropen Medikation funktioniert in vielen Fällen auf die entgegengesetzte Art und Weise, d.h. als Abwehr, um der Erkenntnis der persönlich begründeten emotionalen Probleme der Menschen zu entgehen, und den Glauben zu verbreiten, daß Medikamente die Antwort auf die Probleme der Menschen sind.

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