Posts Tagged ‘arabischer Frühling’

Willkommen in der Welt des Islam

11. Juni 2017

Solange die autoritäre Gesellschaftsordnung in der westlichen Welt intakt war (vor etwa 1960), war die moslemische Welt im Mittleren Osten mit sich selbst in Frieden und lebte harmonisch mit der nicht-moslemischen Welt.

Die Invasion der Sowjetunion in Afghanistan im Jahr 1979 setzte dem ein Ende, als die gottlose Ideologie des Kommunismus auf die fromm-religiöse, streng autoritäre moslemische Welt stieß. Um das Land von den Sowjets zu befreien, traten die Führer Amerikas in eine quasi militärische Allianz mit den moslemischen Führern Afghanistans, wie beispielsweise Osama bin Laden, von dem man damals annahm, er sei Amerika freundlich gesonnen. Amerikas Invasion des Irak mit dem Ziel den Tyrannen Saddam Hussein zu beseitigen, war eine weitere militärische Operation, die die gesellschaftliche Unruhe in den Ländern des Mittleren Ostens verschärfte.

Wichtiger als diese militärischen Übergriffe war jedoch die kulturelle Invasion durch das westliche anti-autoritäre Leben und die Auswirkungen, die es auf das Leben der Menschen im Mittleren Osten hatte. Das heutige „alles ist erlaubt“ der westlichen Gesellschaft wirkt als chronische emotionale Reizung der sexuell unterdrückten Menschen der moslemischen Welt. Um die Sache noch schlimmer zu machen, sind die Menschen im Westen ahnungslos darüber, wie sich ihre uneingeschränkten „freien“ Lebensformen auf unterdrückte Kulturen weltweit auswirken. Deshalb kann man ohne Verständnis der Gründe für die Verwandlung der westlichen Gesellschaft unmöglich wissen, was derzeit im Mittleren Osten geschieht und warum es zu dem kulturellen Zusammenstoß zwischen den beiden Welten kommen mußte.

Im Westen führte die Verlagerung des soziopolitischen Spektrums nach links zum Zusammenbruch der gesellschaftlichen Ordnung und ihren traditionellen Lebensweisen, vor allem was die Lockerung der sexuellen Sitten betrifft. Diese Verschiebung nach links breitete sich allmählich aus und verursachte weltweit soziale Unruhen.

Die Mehrheit der Menschen in der moslemischen Welt gehört charakterologisch in unterschiedlichem Grade von der Mitte aus gesehen nach ganz rechts. Von daher war die permissive, anti-autoritäre Haltung der westlichen Menschen auf der politischen Linken für moslemische Menschen noch schwerer zu ertragen, noch provokanter und noch schockierender als sie es selbst für andere, konservative Westler war.

Die anti-autoritäre Transformation hatte auch eine mächtige destabilisierende Wirkung auf die Politik der islamischen Nationen. In einigen Ländern (Ägypten und Libyen) wurden dank des arabischen Frühlings starre autoritäre Regierungen dominoartig umgestoßen, nur um durch neue Regime derselben oder schlimmerer Art ersetzt zu werden, während in anderen (Syrien und Iran) die Staaten, die während der autoritären Kolonialzeit entstanden waren, weitgehend nach totalitären Leitlinien reorganisiert wurden.

Der weitverbreitete Zerfall moslemischer Gesellschaften im Mittleren Osten brachte eine Flut von arabischen Einwanderern nach Europa und Amerika, von denen viele aus zerrütteten Familien kamen. Der soziale Aufruhr und die Angst in den westlichen Ländern, die aus dieser Zwangsmigration resultierten, war nicht einfach „die Folge des Versagens einer Kultur, die Kräfte der Moderne zu überwinden oder zu verdauen“.

Der Schlüssel zum Begreifen dessen, was passiert ist, einschließlich des Problems des islamischen Terrorismus, ist zunächst ein Verständnis für die spezifischen sozio-politischen Charakterstrukturen der Betroffenen.

Linke Provokateure in den europäischen Ländern provozierten eine sehr labile Lage, indem sie moslemische Einwanderer und die islamische Lebensweise beleidigten. Als Reaktion auf die Bedrohung von links, reagierten die Moslems auf eine Weise, die für Menschen auf der politischen rechten Seite charakteristisch ist – aus dem Bauch heraus. Die Intensität dieser Reaktion hing davon ab, wie weit rechts die Moslems im soziopolitischen Spektrum verortet waren. Die konservativen Moslems unmittelbar rechts des Zentrums paßten sich an und lebten ruhig in getrennten Gemeinden gemäß ihrer Ethnie. Weiter rechts waren die reaktionären Moslems ängstlicher und durch das herausgefordert, was sich um sie herum abspielte. Sie hatten ihren Platz in den strengen Regeln des Islam gefunden und kämpften darum, ihre traditionellen Gepflogenheiten starr zu bewahren. Sie nahmen die nicht-moslemischen Menschen als Bedrohung für ihre Lebensweise wahr und isolierten sich, um sich besser dagegen verteidigen zu können. Viele reagierten mit einem verdeckten Haß auf die Westler. Ihre reaktionäre Struktur führte sie dazu islamische Extremisten passiv oder aktiv zu unterstützen.

Für den islamischen Faschisten auf der extremen Rechten ist das weltliche Gesetz des islamischen Staates untrennbar mit dem religiösen islamischen Recht verbunden. Die Gefühle des islamischen Faschisten werden durch seine Wahrnehmung der westlichen gesellschaftlichen Schwäche und Degeneration verstärkt. Entsprechend ihrer Ideologie befindet sich die moslemische Welt in einem Zustand des ewigen Krieges mit den Ungläubigen weltweit. Als erster Schritt in ihrem großen Plan wollen die Dschihadisten des Islamischen Staates Irak und Al-Sham (ISIS), der in „der islamische Staat“ umbenannt wurde, ihre Kontrolle über den sunnitischen Teil des Irak festigen. Sie fordern, daß dschihadistische Gruppen weltweit ISIS‘ harte Linie übernehmen und sich dem globalen Krieg gegen die Ungläubigen anschließen.

Das ultimative Ziel des islamischen Faschisten ist es, alle demokratischen Institutionen zu zerstören und die Moslems unter einem Kalifat zu vereinen, das von einem politischen und religiösen Führer geleitet wird, der in der Nachfolge von Mohammed selbst steht. Wenn dieses Kalifat jemals Wirklichkeit werden würde, wäre das Leben der Moslems unter der kompletten Kontrolle dieses faschistischen Führers.

Auf globaler Ebene haben die islamischen Faschisten der politischen extremen Rechten in der moslemischen Welt und die Pseudo-Liberalen/Kommunisten auf der äußersten Linken in der westlichen Welt als gemeinsames Ziel die Zerstörung des menschlichen Lebens. Beide sind emotionell pestkranke Charaktere an den Grenzen des soziopolitischen Spektrums. Obwohl sie das gleiche Ziel teilen, funktionieren sie unterschiedlich. Westliche Führer auf der linken Seite säen ihren Samen des Hasses und der Zerstörung verdeckt und handeln subversiv. Sie schwächen Amerikas militärische Macht und untergraben passiv seine Stellung als Führer der freien Welt. Ihr Ziel ist es Amerika im Inneren zu schwächen und gleichzeitig totalitäre Regime, die Amerika politisch feindlich gesonnen sind, durch diplomatische Aktivitäten zu unterstützen. Islamische faschistische Führer auf der rechten Seite sind aggressiv und ungeduldig. Ihre impulsiven Handlungen sind oft schädlich für das Erreichen ihres Ziels.

Die folgende Tabelle faßt die weitreichenden kulturellen Unterschiede und die Grundlagen für den ideologischen Zusammenstoß zwischen der westlichen und der islamischen Welt zusammen:

Westliche Welt Islamische Welt
starr anti-autoritär starr autoritär
Emanzipation der Frau Unterwerfung der Frau
der Mainstream liegt weit links vom Zentrum der Mainstream liegt weit rechts vom Zentrum
sexuell unbefriedigt sexuell unterdrückt
begrüßt Hemmungslosigkeit widersteht Wandel
das Individuum wird über den Staat gestellt der Islam wird über das Individuum gestellt
intellektueller Panzer überwiegt muskulärer Panzer überwiegt
agrarisch/industrielle Ökonomie Stammes- und agrarische Ökonomie
Emotionelle Pest von links Emotionelle Pest von rechts
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Das sexuelle Elend der arabischen Welt

14. Februar 2016

Mit dem gleichen Titel erschien ein Artikel in der Sonntags-Ausgabe der New York Times vom 12. Februar. Der Autor schreibt über den extremen Autoritarismus in der arabischen Welt, die dortige Erniedrigung der Frauen und die zerstörerischen emotionalen, einschließlich sexuellen, Folgen für die Menschen. Er verweist auf die destabilisierenden Auswirkungen der arabischen Medien. Beeinflußt von den westlichen Medien präsentieren sie der arabischen Jugend die verheißungsvollen Körper libanesischer Sängerinnen und Tänzerinnen. Das Internet und die religiösen Fernsehsendungen begeben sich oft hinab in die sekundäre, destruktive Schicht des gepanzerten Menschen, eine Art Porno-Islamismus.

Intuitiv versteht er, daß die treibende Kraft hinter den Selbstmordattentätern in ihrem frustrierten sexuellen Verlangen steckt. Selbstmord wird mit der phantasierten orgastischen Freisetzung gleichgesetzt.

Der Zusammenbruch des sozialen Systems, das sich derzeit in den Ländern des Nahen Ostens abspielt, begann zunächst im Westen um 1960 herum, als sich die westliche Gesellschaft vom Autoritären zum Antiautoritären hin wandelte. Das wurde verkündigt als die „sexuelle Revolution“. Als sie sich im Jahr 2011 in Gestalt des Arabischen Frühlings auf den Nahen Osten ausdehnte, erhoffte man sich, das trage Freiheit und Glück in die arabische Welt. Tatsächlich bewirkte es das genaue Gegenteil. Es mündete in der Hölle auf Erden, die wir heute sehen. Dies ist ein anschauliches Beispiel dafür, daß gepanzerte Menschen unfähig sind, mit dem Maß an Freiheit zu leben, die sie auf mystische Weise als Geschenk von ihren Führern herbeisehnen. In dem Maße, in dem sie individuell gepanzert sind, brauchen sie ihre gepanzerten gesellschaftlichen Verhältnisse um überleben zu können. Das sexuelle Chaos, das sich in der arabischen Welt vorfindet, ist qualitativ das gleiche, jedoch quantitativ schlimmer als das, was man im Westen vorfindet.

Bevor es echte Fortschritte im Nahen Osten und anderswo geben kann, muß man eine Unterscheidung treffen zwischen dem Gefühl echter Liebe, die sich vom Panzer ungehindert aus dem biologischen Kern heraus entfaltet („gesunder Sex“) und der Unfähigkeit der Menschen diese Gefühle zu erfahren aufgrund ihres gepanzerten Zustandes („kranker Sex“). Ohne das Treffen dieser Unterscheidung und dem Umgang mit ihren Folgen, werden alle „Freiheitsbewegungen“, wo immer sie auch in Erscheinung treten, fehlgehen.

Blogeinträge März-November 2013

11. November 2013

Der Niedergang des Zweiparteiensystems in Amerika

Das Zweiparteiensystem in Amerika, das seit Beginn der amerikanischen Nation besteht, nähert sich seinem Zusammenbruch. Zum Wahldebakel der Republican Party vom November 2012 veröffentlichte das Republican National Committee (RNC) einen Bericht, dessen Schlußfolgerung zufolge drastische Änderungen vorgenommen werden müßten, ohne die „es für die Republicans in naher Zukunft immer schwieriger sein wird, noch eine Präsidentschaftswahl zu gewinnen“. Der Bericht beschreibt die Partei als „ideologisch erstarrt, sie klammert sich noch an die Zeit Ronald Reagans, ist unfähig eine größere Wählerschaft anzusprechen und wird von den Wählern zunehmend so eingeschätzt, daß sie gleichgültig gegenüber dem Daseinskampf der Durchschnittsbevölkerung ist“. Der Bericht kritisiert die Partei, weil diese nicht eine „umfassende Migrationsreform“ zu ihrer Sache gemacht hat, nicht mehr Hilfe für die wirtschaftlichen Bedürfnisse der Bevölkerung bereitgestellt hat und in sozialen Fragen gegenüber Minderheiten nicht „integrativ und einladend“ aufgetreten ist.

Der Bericht betrachtet das Geschehen vom November aus einer politischen und nicht aus einer bio-sozialen Perspektive. Er betrachtet es aus Sicht der sozialen Symptome und nicht aus der der zugrundeliegenden sozialen Bewegung, aus der heraus sich das oberflächliche Geschehen ergibt. Aus bio-sozialer Sicht gab es eine deutliche Verschiebung nach links im politischen Mainstream, die um 1960 herum ihren Anfang nahm. Teilweise äußerte sich dies durch einen Anstieg der Abhängigkeit der Menschen von der Regierung (Fürsorgementalität), Kollektivismus, mechanistisches Denken und die Nutzung des Intellekts als Abwehr gegen Gefühle. Das Ziel ist individuelle Autorität zu beseitigen und durch kollektive Autorität des „Großen Bruders“ zu ersetzen. Wie ein sozialer Tsunami zerstörte diese Welle linksextremer Politik in den 1960er Jahren zunächst die Democratic Party und bewegt sich jetzt weiter nach rechts und ist dabei das zu zerstören, was von der Republican Party noch annehmbar ist.

Um die Wählerschaft für sich zu gewinnen, empfiehlt die Arbeitsgruppe des RNC nichts weniger als eine Kapitulation vor der politischen Linken, indem sie bei der gleichen sozialistischen Agenda mitzieht, die derzeit von der Democratic Party verwirklicht wird. Diese Politik des „Wir auch!“ ist selbstsüchtig und politisch motiviert. Sie bedeutet, daß es keinen wirklichen Unterschied zwischen den beiden Parteien mehr gibt, da sie beide die gleichen sozialistischen Maßnahmen offerieren. Es bedeutet auch, daß es keinerlei echte Opposition in Gestalt von organisierten politischen Parteien mehr gibt, die eine brauchbare Alternative zum von der politischen Linken aktiv ausgebreiteten sozialistischen Ansturm anbieten.

 

Und was die weiblichen Autofahrer in Saudi-Arabien betrifft…

In dem Artikel „The Woman Who Dared to Drive“, der am 23.-24. März 2013 im Wall Street Journal erschien, beschreibt der Autor die harsche Reaktion der herrschenden Regierung der Dynastie der Saud auf eine Frau, Manal al-Sharif, die die übliche Praxis des Königreiches ignorierte, derzufolge Frauen nicht fahren dürfen. Frau al-Sharif wurde verhaftet, für über eine Woche ins Gefängnis gesperrt und erst entlassen, nachdem ihr Vater Saudi-Arabiens König Abdullah persönlich um eine Begnadigung ersuchte und versprach, seiner Tochter zu verbieten, jemals wieder im Königreich zu fahren.

Diese Ereignisse machen nur aus einer funktionellen energetischen Perspektive Sinn. Einerseits ist da eine Frau, die ihr Recht wahrnehmen will, ein Kraftfahrzeug zu fahren. Andererseits gibt es eine streng autoritäre Gesellschaftsordnung, die auf der Unterdrückung von Frauen im besonderen und sexueller Unterdrückung im allgemeinen basiert. Die streng autoritäre Ordnung hält ihre Kontrolle über die Menschen aufrecht, indem sie absolute moralische Regeln des sozialen Verhaltens auferlegt. Diese Regeln dienen der Kontrolle von Unmengen von destruktiver Energie, die im Charakter der Menschen und ihrem Muskelpanzer gebunden sind. Dieser Panzer hindert sie daran, ihre natürlichen Gefühle im Sozialleben zum Ausdruck zu bringen. Sobald diese Regeln liberalisiert sind, werden die Schleusen für destruktive menschliche Emotionen geöffnet, was etwas heraufbeschwören wird, das auf einen „arabischen Frühling“ für das Königreich hinausläuft; einer sehr destruktiven und chaotischen Situation, ähnlich der, die vor kurzem viele andere moslemische Nationen in dieser Weltgegend betroffen hat.

Weil die saudiarabische Gesellschaft sich sozio-politisch auf der extremen Rechten befindet, können schwarze Faschisten (emotionell pestkranke Charaktere) auf der rechten Seite das Königreich leicht unterwandern, Kontrolle über dessen Gesellschaftspolitik ausüben und so den Grad seiner sozialen Rigidität weiter erhöhen. Die Lösung für das Problem von Frau al-Sharif ist nicht die Liberalisierung der saudischen Sitten, sondern das Wahrnehmen und das Bewältigen der zugrundeliegenden Emotionellen Pest der saudischen Bevölkerung, die das Problem unvermeidlich macht.

 

Warum wird das Pucken immer beliebter?

In den letzten Jahrzehnten gab es eine Wiederbelebung der Praxis des Puckens von Babys. Ein Beispiel ist ein aktueller Artikel im Wall Street Journal, der die neuesten Informationen zum Pucken für künftige Eltern bereitstellt („A Better Night’s Sleep for All“, 14. Mai 2013). Das Thema Pucken wird dem Thema plötzlicher Kindstod (Sudden Infant Death Syndrome, SIDS) gegenübergestellt. Daraufhin erfolgt eine Korrelation zwischen SIDS-Fällen und einer unsicheren Schlaf-Umgebung. Von dem ausgehend erläutert der Artikel bessere Methoden des Puckens. Als Grund für das Pucken wird angegeben, daß es „einen besseren Schlaf für alle“ gewährleiste.

Der Artikel ist eine typische Manifestation der Emotionellen Pest im Alltagsleben. Das Zusammenbringen von Pucken und SIDS bringt die in Unruhe versetzten Mütter dazu, ihre Kinder zu pucken. Das Pucken wird damit begründet, allen eine gute Nachtruhe zu gewährleisten, um dergestalt diese Praxis mit einer „guten Absicht“ zu rechtfertigen und den Eltern ein gutes Gewissen zu verschaffen. Nichts wird über die Bedeutung der spontanen Bewegungen des Kindes für seine emotionale Gesundheit und natürliche Entwicklung gesagt; nichts darüber, wie schädlich die Einschränkung dieser Bewegungen für den Säugling ist.

Der Grund für die Konjunktur des Puckens ist zweifach: Zunächst einmal sind heutzutage Mütter weniger im emotionalen Kontakt mit sich selbst und brauchen deshalb gute Ratschläge. (Immer mehr „Experten“ bieten sich auf dem Markt an, um sie zu geben.) Zweitens haben in der heutigen anti-autoritären, allzu freizügigen Gesellschaft Menschen weniger Muskelpanzer und sind daher in der Regel ängstlicher, als sie es früher waren. Für viele ist die Geburt eines Kindes mit Angst verbunden und werdende Eltern müssen ihre Ängste unter Kontrolle bringen. Ihre Babys durch Pucken zu panzern, verschafft den Eltern Erleichterung und ein Gefühl der Sicherheit.

Bevor nicht Mütter und Väter in besserem emotionalen Kontakt mit ihren eigenen emotionalen Bedürfnissen und denen ihrer Kinder sind, gibt es keine Hoffnung für eine echte Verbesserung in der Art und Weise, wie mit Neugeborenen und Babys umgegangen wird.

 

Das DSM-Diagnosesystem kann nicht funktionieren

Das Diagnosesystem (DSM-5), das von der American Psychiatric Association veröffentlicht wurde, ist ein symptom-basierter Ansatz zur Diagnose und Behandlung psychischer Störungen. Dieses System ist Resultat des Unvermögens der Psychiater, die Charakterstruktur des Patienten hinter dem Symptom zu erkennen. Aus klinischer Sicht kann jedes Symptom bei jedem Patienten auftreten, weshalb ein symptom-basiertes Diagnosesystem nicht gangbar ist. Die Gesamtheit des Charakters des Patienten bestimmt die Funktion jedweden Symptoms, deswegen ist ein charakter-basiertes Diagnosesystem für die Behandlung von zentraler Bedeutung.

 

Beschneidung: Ein Angriff auf das Neugeborene

Der Artikel „Do the Health Benefits of Neonatal Circumcision Outweigh the Risks?“ im Wall Street Journal vom 17. Juni 2013 erläutert die Vor- und Nachteile der neonatalen Beschneidung. Die Frage der Beschneidung zeigt einen entscheidenden Unterschied zwischen dem funktionellen und dem mechanistischen Ansatz im Umgang mit dem Lebendigen. Das funktionelle Denken sieht eine Handlung nicht in Bezug auf die Absicht des Individuums (Absichten sind subjektiv und häufig fragwürdig), sondern von der objektiven Wirkung her, die sie auf das Lebendige hat. Entsprechend wird eine gegebene Handlung nach ihren lebensfördernden bzw. lebenszerstörenden Gesichtspunkten betrachtet. Dies führt unmittelbar zu einer Einsicht in die Emotionelle Pest, die als das destruktive Verhalten des Menschen im gesellschaftlichen Bereich definiert werden kann.

Der mechanistische Wissenschaftler ist im Umgang mit der menschlichen Destruktivität machtlos. Weil er selbst in intellektuellen, rationalistischen Prozessen gefangen ist, kann er Argumente nicht als Rationalisierungen erkennen, die dazu verwendet werden, den Ausdruck einer sozial zerstörerischen Handlung zu ermöglichen. Der wesentliche Punkt, die barbarische Grausamkeit der Handlung, wird dadurch umgangen.

 

Schizophrenie und Marihuana-Konsum

Die klinische Erfahrung in der medizinischen Orgontherapie zeigt, daß Patienten, die eine schizophrene Charakterstruktur besitzen und Marihuana konsumieren, oft eine psychotische Reaktion entwickeln. Marihuana konsumierende Patienten mit einer nicht-schizophrenen Charakterstruktur werden nicht psychotisch, sondern stumpfen emotional ab und sind unfähig, auf den therapeutischen Prozeß zu reagieren.

In „Pot-Smoking And the Schizophrenia Connection“, ein Artikel im Wall Street Journal vom 2. Juli 2013, werden Belege für „eine deutliche und durchgängige Beziehung zwischen Marihuana-Konsum und der Entwicklung von Schizophrenie und verwandten Erkrankungen“ präsentiert. Der Artikel zitiert weitere Artikel aus der medizinischen Literatur, die die Verbindung zwischen Marihuana und Schizophrenie bestätigen.

Allerdings gibt es ein Segment der Bevölkerung, das Marihuana konsumiert, ohne Schizophrenie zu entwickeln. Um die unterschiedlichen Reaktionen der Menschen auf die gleiche Droge zu verstehen, bedarf es eines besseren Verständnisses des schizophrenen Charakters. Schizophrenie ist Ergebnis von Verdrängung im Augenbereich mit Panik und Spaltung (siehe Der Mensch in der Falle, Seite 212 von Elsworth Baker).

Es gibt jede Menge Abstufungen von Panik und Spaltung in der schizophrenen Bevölkerung. Viele Menschen mit einer schizophrenen Charakterstruktur, die ziemlich normal leben können, können zusammenbrechen und psychotisch werden, wenn die Umwelteinflüsse sie überwältigen. Bei diesen Personen kann Marihuana-Konsum als Stressor wirken und eine psychotische Reaktion auslösen.

 

Obama ist kein Führer, er ist ein Politiker

Als Präsident Obama davon erfuhr, daß die Syrer Giftgasangriffe auf ihr eigenes Volk verüben, hatte er zwei Möglichkeiten: entweder in irgendeiner Weise militärisch zu reagieren oder nichts zu tun und zu Verstehen zu geben, daß es nicht Amerikas Sache sei einzugreifen. Stattdessen gab er seiner Empörung über das zum Ausdruck, was die Syrer getan haben, und schob die Frage nach einer Reaktion auf den Congress ab. Gewisserweise ist das typisch für ihn: er sagte das eine und tat das andere.

Im Endeffekt sagt Obama jetzt, daß „das amerikanische Volk“ Amerika in der Frage führen solle, was zu tun sei, da er der Aufgabe als Führer seines Landes nicht gewachsen sei. Das Problem in die Hände des Congress zu legen, wird daraus eine politische Auseinandersetzung zwischen denjenigen machen, die für eine Reaktion sind und denjenigen, die gar nichts tun wollen. Dies ist ein Beispiel dafür, wie Soziopolitik die Politik vereinnahmt; es verdeckt das ursprüngliche Problem, das Barack Obama als Präsident der Vereinigten Staaten obliegt.

Es ist auch typisch für Obama, sich hinter der sozialen Verwirrung zu verbergen, die er selbst generiert, indem er das Problem politisiert.

 

Von der „Politikwissenschaft“ zu einer Wissenschaft der Politik

Politik besteht heute aus einer wirren Mischung aus irrationalen und rationalen menschlichen Ideen und Trieben. Dieses Sammelsurium wird fälschlicherweise als „Politikwissenschaft” bezeichnet. Mit unseren Einsichten in die Politik aus der orgonomischen Soziologie ist jedoch nunmehr eine echte Wissenschaft der Politik möglich. Es gibt zwei Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, um dies zu erreichen:

  1. Die Fähigkeit natürliche Prozesse funktionell zu erfassen, einschließlich der politischen.
  2. Eine eingehende Kenntnis der sozio-politischen Charakterologie, einschließlich Einblicke in die Emotionelle Pest der Menschheit und der Auswirkung, welche die unterschiedlichen sozio-politischen Charaktere des Menschen auf soziale Prozesse haben.

Diese Anforderungen sind zu erfüllen, um die rationale Funktion der Politik von der Irrationalität und der weitverbreiteten Destruktivität der Gesellschaftspolitik zu trennen.

 

Obamas Liebesaffäre mit den iranischen Islamo-Faschisten

Warum um alles in der Welt umwirbt Barack Obama den Iran, damit dieser über seine Pläne, nukleare Kapazitäten zu entwickeln, in Verhandlungen eingeht, gibt es doch nichts, was bei diesem Unterfangen Obamas für Amerika herausspringen könnte?

Oberflächlich scheint es sich hier einfach um einen narzißtischen Versuch Obamas zu handeln, auf der internationalen Bühne politisch eine gute Figur zu machen und um sein Umfragetief aufzufangen.

Auf einer tieferen, charakterologischen Ebene ist es Ausdruck der Anziehungskraft, die emotionell pestkranke Charaktere von der politischen Linken und der politischen Rechten aufeinander ausüben. Obama, auf der politischen Linken, und Personen auf der politischen Rechten innerhalb des faschistischen Regimes des Iran, haben das gleiche Ziel: Amerika zu Fall zu bringen und die Welt unter ihre Kontrolle zu bringen. Es ist für emotionell pestkranke Charaktere auf der politischen Linken und der Rechten zweckdienlich, sich vorübergehend zusammenzuschließen, um ihr gemeinsames Ziel zu erreichen. (Man erinnere sich des Nichtangriffspakts zwischen Hitler und Stalin 1939.) Sobald diese Zusammenarbeit von Erfolg gekrönt wird, gehen sie wieder ihrer eigenen Wege, um die gesamte freie Welt zu kontrollieren und zu zerstören.

Blogeinträge Februar 2013

27. Februar 2013

Der Mythos des 21. Jahrhunderts

Derzeit greift der Mythos um sich, daß es aus politischer Sicht zwei Arten von Menschen auf der Welt gibt: diejenigen, „die sich kümmern“ und den Benachteiligten helfen wollen, und diejenigen, die sich nur um sich selbst kümmern. Die „Fürsorglichen“ sind durch ihren Glauben gekennzeichnet, daß Menschen und Sozial- und Umweltbedingungen durch Gesetzgebung und politische Programme verbessert werden können. In der heutigen Welt sehen sich diese „Betreuer“ als die „Guten“ voll guter Absichten und dem Wissen, das erforderlich ist, um die Welt zu verbessern. Sie werden nicht mehr Sozialisten genannt, sondern sie sind die „Progressiven“, die der politischen Linken angehören. Da ein großer Teil der Bevölkerung, vor allem Schwarze und Hispanics emotional zu krank sind, um für sich selbst zu sorgen, haben sie ein ausgeprägtes Bedürfnis, daß man sich um sie kümmert und daher fühlen sie sich zu diesen linken Weltverbesserern hingezogen. Der fürsorgliche linke Politiker und die befürsorgte Öffentlichkeit formen eine mächtige hochpathologische politische Allianz.

Umgekehrt werden Menschen, die nicht demonstrativ ihre Sorge „um die Armen“ und kein offenkundiges Verlangen nach sozialen Verbesserungen bekunden, in der Regel von jenen als gefühllos, egoistisch, kalt und nur am persönlichen Vorteil interessiert, betrachtet, die von der links dominierten Weltsicht indoktriniert worden sind. Da sie keine Lösungsansätze für soziale Verbesserungen anbieten kann, sondern nur eine Rückkehr zu den alten Rezepten, wird diese Gruppe automatisch zu den „Bösen“ gezählt, zu jenen, die der politischen Rechten zuzurechnen sind. Dieser verbreitete Mythos der politischen Linken ist ein Beispiel für gepanzertes (moralistisches) Denken, die Moral der politischen Korrektheit. Das Einbringen dieser Vorstellung von richtig und falsch, von gut und böse, basierend auf einigen persönlichen willkürlichen Annahmen, funktioniert als starke ideologische Kraft im Denken des aktuellen Mainstreams der politischen Linken.

Es hat immer Menschen gegeben, die befürsorgt werden wollten. Im Laufe ihrer Geschichte waren die Amerikaner für ihre Fähigkeit bekannt, für sich selbst zu sorgen. Jedoch haben zum ersten Mal in der amerikanischen Geschichte linke Politiker einen Weg gefunden, die unbewußten Bedürfnisse nach Abhängigkeit bei Menschen auf allen gesellschaftlichen Ebenen erfolgreich zu erschließen. Diese Ideologen versprechen den Massen eine materielle Version des Himmels auf Erden, der durch ihre Wirtschafts- und Sozialprogramme erlangt werden könne, und tragischerweise ist die stupide Öffentlichkeit darauf hereingefallen. Eine weitere Schicht von sozialem Panzer in Form des Verleugnens wird über die bereits vorhandene soziale Panzerung gelegt. Dies macht es für die Menschen schwieriger als jemals zuvor zu sehen, was direkt vor ihren Augen wirklich geschieht.

 

Ein Musterbeispiel für die Emotionelle Pest: Der Krieg gegen die Drogen

Ein sicherer Hinweis darauf, daß die Emotionelle Pest ihre Hände im Spiel hat, ist, daß du der Dumme bist, egal was immer du tust. Auf die Drogenproblematik übertragen bedeutet das, daß du falsch liegst, wenn du die Drogen legalisierst und noch falscher, wenn du es nicht tust. In der vergangenen autoritären Ära haben Kinder und Jugendliche eher auf Respektspersonen gehört. Ihre Rebellion wurde durch ihren Muskel- und Charakterpanzer gezügelt. Wegen der Zerstörung der autoritären Familie ist es bei Kindern und Jugendlichen in der heutigen Gesellschaft wahrscheinlicher, daß sie ihre Rebellion auf subversive Weise ausleben ohne Rücksicht auf die zerstörerischen Auswirkungen auf ihr Leben, da sie davon überzeugt sind „alles zu wissen“. Ohne Autorität, der sie Respekt entgegenbringen, haben sie niemanden, auf den sie hören, und schweben in ständiger Gefahr, in die Drogenkultur hineinzugeraten.

Jene, die Teil der Drogenkultur sind, ob als Konsumenten oder auch als Dealer, sind mit einer emotionalen Krankheit infiziert, einem medizinischen Zustand mit sozio-ökonomischem Hintergrund, der sich in keiner Weise von anderen hochansteckenden und übertragbaren Krankheiten unterscheidet. Das Drogenproblem kann nicht einfach als Krieg gegen einen äußeren Feind betrachtet werden. Die Tendenz Drogen zu verwenden und Profit mit ihnen zu machen, der „Feind“, wohnt in jedem und kann bei jedem ausbrechen, insbesondere bei jungen Menschen. Sie sind gefährdet durch ihre starke Neigung zur Rebellion, ihr Bestreben „dazuzugehören“ und aus finanziellen Gründen. Deshalb müssen ihre Probleme nicht wertend, sondern aus Sicht des medizinischen Epidemiologen als endemische, emotional begründete medizinische Zustände kranker Menschen behandelt werden.

Das Drogenproblem ist ebensosehr ein Problem der Familien der Drogenabhängigen und der sozialen Institutionen, die damit zu tun haben, wie es eines der Konsumenten und der Dealer ist. Der erste Schritt zur Bewältigung des Drogenproblems ist die Aufklärung der Öffentlichkeit. Daß die Leute Drogen wie Marihuana nehmen, liegt darin begründet, daß sie mit deren Hilfe ihren schmerzhaften Emotionen und Gefühlen Einhalt gebieten und/oder sie durch angenehme (euphorische) ersetzen wollen. Konsumenten müssen vor dem Hintergrund behandelt werden, daß sie emotional kranke Menschen sind, die zur Linderung auf chemische Mittel zurückgreifen müssen. Diejenigen, die wirklich Hilfe wollen, und bereit sind sich ihren schmerzhaften Gefühlen zu stellen, müssen auf der Grundlage dieser Erkenntnisse durch qualifizierte psychosoziale Fachkräfte behandelt werden, die selbst emotional gesund sind, so daß sie nicht in die Falle des Wertens tappen. Die Öffentlichkeit muß in der Lage sein funktionell zu denken, nicht moralistisch.

Hartgesottene Drogenhändler sind äußerst destruktive kranke Menschen, die auf kriminelle Weise aus der emotionalen Krankheit anderer kranker Menschen Profit schlagen. Sie müssen abgesondert werden in Gefängnissen. Aus funktioneller Sicht gibt es Gefängnisse, um jene Personen aus der Gesellschaft abzusondern, die nicht fähig sind, ihre sekundären destruktiven Triebe selbständig unter Kontrolle zu bringen. Sie benötigen daher äußere Beschränkungen (Panzer) in Form von Haft.

Wenn man den Drogenkonsumenten von der Warte einer sozialen Krankheit mit medizinischem Hintergrund betrachtet, nicht moralistisch als jemanden, der bestraft werden muß, wird das dazu beitragen, ihm das Stigma zu nehmen. Diese Betrachtungsweise stellt das Ausmaß des Drogenproblems in die richtige Perspektive. Es wird ein langwieriger Prozeß der Vermittlung und der Fruchtbarmachung neuer Erkenntnisse auf allen gesellschaftlichen Ebenen sein, bevor diese destruktive Manifestation der Emotionellen Pest zurückgedrängt sein wird. (Siehe „The War on Drugs: America’s Second Civil War” in meinem Buch The Emotional Plague.)

 

Die Stoßrichtung der politischen Agenda von Obamas zweiter Amtszeit

Präsident Obama befindet sich angesichts des anhaltenden Zerfalls der heutigen anti-autoritären Gesellschaft und dem Durchbruch der destruktiven sekundären Schicht auf allen gesellschaftlichen Ebenen, von Schulmassakern bis zur Korruption in der Wall Street, in einer ausgezeichneten strategischen Position, um seine sozialistische Agenda für Amerika weiter zu forcieren. Er zeigt der ganzen Welt, daß individuelle Freiheit in Amerika nicht funktioniert und daß mehr staatliche Regulierung in Form von mehr Gesetzen erforderlich ist, die den Leuten sagen, was sie zu tun und was sie zu lassen haben.

Aber Gesetze halten Menschen nicht davon ab, sie zu brechen. Wegen des ständig wachsenden inneren Drucks ihrer destruktiven sekundären Triebe finden Menschen immer Möglichkeiten, Gesetz zu umgehen und zu brechen. Korruption wird immer die Oberhand erlangen. Es wird doch nur eine weitere Schicht von sozialem Panzer in Form von mehr Gesetzen über diejenigen gelegt, die ohnehin bereits vorhanden sind, und die Freiheiten, die Menschen immer noch haben, werden noch weiter eingeschränkt.

 

Willkommen in der Demokratie im Nahen Osten

In seinem Artikel „A Bleak Anniversary for the Arab Spring“ schreibt Thane Rosenbaum im Wall Street Journal vom 28. Januar 2013, daß der arabische Frühling zwar die Regimes vieler weltlicher Machthaber in den moslemischen Ländern des Nahen Ostens, Nordafrikas und des Persischen Golfs beendet haben mag, jedoch in keinem von ihnen hätten diese Veränderungen die erstrebten zentralen Merkmale einer demokratischen Gesellschaft hervorgebracht.

Es wird nie gefragt, wie man von moslemischen Menschen, die über Jahrhunderte unter extremer autoritärer Herrschaft gelebt haben, erwarten kann, daß sie über Nacht auch nur im entferntesten wie Menschen in einer modernen westlich geprägten Demokratie leben. Diese Frage, die in das Herz der emotionalen Krankheit der Menschen zielt, liegt außerhalb des Rahmens des aktuellen medizinischen und soziologischen Denkens. Ohne Anerkennung der emotionalen Krankheit infolge des individuellen und sozialen Panzers, der Menschen daran hindert, ihr Leben in den Griff zu bekommen und frei und eigenverantwortlich in einer demokratischen Gesellschaft zu funktionieren, kann man nicht verstehen, warum alle Bewegungen des arabischen Frühlings scheitern mußten.

Ohne die Antwort zu kennen, schneidet der Autor diese Unfähigkeit der in moslemischen Ländern lebenden Menschen an, eine demokratische Gesellschaft aufzubauen. Er stellt fest, daß offensichtlich das einzige, was Moslems in der arabischen Welt erreichen können, das begrenzte kurzfristige Ziel ist, sich von ihren aktuellen Unterdrückern zu befreien. Diese kurzsichtige Vision der Welt ist tatsächlich ein Hinweis auf den Schweregrad des okularen Panzers der Massen in der moslemischen Welt; ein biophysischer Zustand, der verhindert, daß sie klar sehen und den Weg heraus finden aus ihrer gegenwärtigen Existenz in der Falle.

 

Die Exposition des amerikanischen Volks gegenüber der kommunistischen Pest

Aus epidemiologischer Sicht ist der Kommunismus eine hochansteckende und invasive bio-soziale Krankheit. Er funktioniert wie ein Virus (Antigen), der die Bevölkerung einer Nation durch Angriffe auf das emotionale Leben der Menschen und ihre Fähigkeit, frei ohne äußere Zwänge zu arbeiten, von innen heraus zerstört. Die Amerikaner befinden sich heute in der großen Gefahr, daß ihr Land durch die kommunistische Bedrohung, organisiert von den Ideologen der Obama-Administration, zerstört wird, weil sie sich nicht bewußt sind, daß eine reale Bedrohung vorliegt. Die Lage ist mit einer Infektion vergleichbar, bei welcher der Organismus nicht in der Lage ist, mittels Bildung von Antikörpern durch sein Immunsystem auf die Bedrohung seines Lebens zu reagieren. Damit diese Reaktion im gesellschaftlichen Bereich auftreten kann, muß sich die Öffentlichkeit in einem Alarmzustand befinden und Angst haben. Aus biophysischer Sicht entspräche dies einem Zustand der generellen emotionalen Kontraktion in der Bevölkerung.

Aber dieser Zustand ist nirgends zu finden! Ganz im Gegenteil befindet sich die amerikanische Bevölkerung heute allgemein in einem Zustand der chronischen Überexpansion. Die Leute sind selbstgefällig, in unterschiedlichem Maße abgelenkt und interessieren sich für alle möglichen anderen Dinge, statt die wirkliche Gefahr für Amerika zu sehen, die sich direkt vor ihren Augen abspielt. Diese Ablenkungen werden für die Profitinteressen der linksinfiltrierten Medien und Unterhaltungsindustrie ausgebeutet. Sie sollen den Anschein erwecken, daß alles so bleibt, wie es ist, auf daß die kommunistische Pest weiter unbemerkt bleibt.

Dieser rasante Abstieg in den Sozialismus wird für absehbare Zeit anhalten. Er läßt sich nur dann teilweise rückgängig machen, wenn eine große Kontraktion die gesamte Gesellschaft erfaßt, begleitet von einem Gefühl von Angst und Terror. Eine Schockwelle dieser Größenordnung ist notwendig, um die einschläfernde Wirkung der Medien auf die Menschen außer Kraft zu setzen und die Massen zur Besinnung zu bringen, sie aus ihrem chronischen Zustand der Selbstvergessenheit zu befreien. Man kann nur hoffen, daß an diesem Punkt der Immunisierungsprozeß gegen die kommunistische Pest Fuß faßt, bevor Amerika völlig zerstört worden ist.

 

Die Anziehung der Pest auf die Linke und die Rechte

Am Dienstag, den 5. Februar 2013, schlug ein Attentatsversuch auf das Leben des Journalisten Lars Hedegaard, Präsident der dänischen Gesellschaft für Pressefreiheit, fehl. Er ist ein scharfer Kritiker des islamischen Suprematismus und der islamischen Scharia im Westen. Vor kurzem hat er eine schwedisch-sprachige Zeitung ins Leben gerufen, die der Einwanderungswelle nach Schweden und Dänemark aus Ländern der Dritten Welt kritisch gegenübersteht und den Islam mißbilligt.

Als Folge seiner Verteidigung von Freiheit, Demokratie, des Rechtsstaatsprinzips und der individuellen und sexuellen Gleichheit wurde Hedegaard von den links-dominierten schwedischen Medien als „Rassist“ verunglimpft, ihm vorgeworfen, den Vorfall erfunden zu haben, um sich als Märtyrer hinzustellen, und gesagt, es sei bedauerlich, daß der Bote kein besserer Schütze gewesen sei.

Es ist ein Charakteristikum der Emotionellen Pest, daß, wenn es um das gemeinsame Interesse der Linken und der Rechten geht, die Pest die Kräfte zusammenführt und gemeinsam gehandelt wird, um ihr Opfer zu zerstören. In diesem Fall sind die schwedischen Mainstream-Medien auf der Linken, die, laut Hedegaard, in der westlichen Welt die wahrscheinlich am meisten politisch korrekten sind, und die islamistischen Fundamentalisten auf der Rechten eines Sinnes.

Wenn es ihr gemeinsames Interesse ist, haben die Kräfte der Emotionellen Pest die Tendenz sich zu verbünden. Das geschieht ganz spontan und tritt ohne bewußte oder böswillige Absichten auf. Es ist eine pathologische Funktion, die ihren Ursprung im biologischen Bereich hat, der destruktiven mittleren Schicht von kranken Menschen. Das kann nur zufriedenstellend verstanden werden, wenn man aus dem mit Moral belasteten Rahmen des konventionellen Denkens heraustritt und die Geschehnisse aus einer funktionellen Perspektive heraus betrachtet.

 

Das Problem die Emotionelle Pest zu erkennen

Die Existenz der Emotionellen Pest hängt davon ab, daß sie von niemandem wahrgenommen wird. Aber warum ist das so? Warum wird diese universelle Krankheit des gepanzerten Menschen nicht gesehen? Das Problem hinter dem mangelnden Verstehen liegt in erster Linie im durch Abwehr bestimmten Denken der Menschen begründet.

Vergleicht man die medizinischen Infektionskrankheiten, wie Tuberkulose, Kinderlähmung oder Cholera, mit der bio-sozialen Infektionskrankheit Emotionelle Pest, wird offensichtlich, daß bei den medizinischen Krankheiten der bakterielle Erreger, der die Infektion verursacht, nicht von der Moral her als „gut“ oder „böse“, „richtig“ oder „falsch“ betrachtet wird. Auch gibt es keine moralischen Betrachtungen darüber, ob der Erreger „darauf aus war“ oder „die Absicht hatte“, die Krankheit zu verursachen. Diese moralistischen Vorstellungen über Infektionskrankheiten waren Bestandteil des Denkens der vergangenen Jahrhunderte. Wenn Menschen heute Infektionskrankheiten moralisch betrachteten, gäbe es die Wissenschaften der Bakteriologie und Virologie nicht und das Wissen über Infektionskrankheiten wäre noch auf dem Stand von vor 300 Jahren.

Aber genau hier stehen die Menschen heute immer noch, wenn es darum geht, zerstörerische menschliche Ideen und Verhaltensweisen zu beurteilen. Sie betrachten sie moralisch als entweder richtig oder falsch, als Produkt entweder von einem tugendhaften oder einem schurkischen Individuum, bzw. als Ergebnis einer Person mit entweder guten oder schlechten Absichten. Diese Ideen sind Beispiele für ein gepanzertes Denken, das der Abwehr dient, und für die moralistischen Ansichten von beinahe jedem, stehe er auf der politisch linken oder rechten Seite.

Weil Wissenschaftler ihren Blick auf die Funktion der medizinischen Krankheitserreger in deren Bezug zum Leben des Wirtsorganismus gerichtet haben, ob sie für diesen schädlich waren oder nicht, blühte die medizinische Wissenschaft. Hinsichtlich sozialer Probleme müssen folgende Fragen gestellt werden: Was ist die Auswirkung, die das Verhalten oder das Denken einer Person auf andere hat, d.h. was ist ihre Funktion? Sind die Konsequenzen, die sie für die Kernfunktionen des Lebens der Menschen haben, abträglich? Wenn man diese Fragen stellt, rückt die Emotionelle Pest als bio-soziale Infektionskrankheit sofort in einen schärferen Fokus und befreit das Problem der Destruktivität des kranken Menschen von der moral-bestimmten Denkweise der Menschen und von der Zwangsjacke der Politik.

Blogeinträge September/Oktober 2012

21. Oktober 2012

Clint Eastwoods Parodie bei der Republican National Convention

Wenn wegen des individuellen oder des sozialen Panzers die Wahrheit nicht auf ernsthafte Art zum Ausdruck gebracht werden kann, kann sie dennoch auf humorvolle Weise ausgedrückt werden, vor allem in der Politik. Clint Eastwoods Sketch auf der Republican National Convention letzte Woche war ein schlagendes Beispiel. Sie durchbrach die Barriere der Political Correctness. Eastwood führte ein imaginäres Interview mit Barack Obama. Darin forderte Eastwood Obama auf, einige strittige Themen, die seine Politik als Präsident betreffen, zu kommentieren. Was Obama gesagt hat, wissen wir nur von Eastwoods Reaktion darauf, bei der er in seinem charakteristischen ruhigen, nüchternen Stil wiederholt sagt: „Ich kann das nicht mit mir selbst machen.“ [Als Antwort auf: „Fuck you!“]

Die Reaktion des Publikums zeigte, daß es die Bedeutung des Wortwechsels verstand. Er bot nicht nur ein klares Bild von Obamas vollständiger Verachtung für alle, die seine Politik in Frage stellen, sondern auch von seiner unerbittlichen Entschlossenheit sie einseitig durchzupeitschen.

In meinem Buch The Emotional Plague: The Root of Human Evil charakterisiere ich den Pseudo-Liberalen/Kommunisten als jemanden, der seine genitale Rache gegen die Gesellschaft mittels seines Intellekts zum Ausdruck bringt. Dieser zentrale Aspekt von Obamas Charakter und seine Abwehr gegen ihn, seine Rüpelhaftigkeit, wenn er herausgefordert wird, zeigte sich deutlich in Eastwoods humorvollem imaginärem Austausch.

 

Obama 2016: Eine Dokumentation über die Rache eines Mannes

Der bemerkenswerte Dokumentarfilm Obama 2016 ist für jeden, der sehen kann, eine zwingende Beschreibung von Barack Obamas zerstörerischer politischer Agenda für Amerika. Noch erschreckender als der Film selbst sind die vielen Menschen, die Obama nicht so sehen, wie er wirklich ist. Wir wissen, daß Selbstgefälligkeit angesichts drohender Gefahr Symptom eines schwerwiegenden Augenpanzers ist. Die typische Reaktion vieler okular gepanzerter Amerikaner auf Obamas Entwurf des Wechsels ist Leugnung, die hartnäckige Weigerung, die Belege zu sehen und die Sache als das zu erblicken, was sie ist. Viele, darunter auch die Medien, sind komplett zum Narren gehalten worden durch Obamas Darstellung als eines Schwarzen mit einem ansprechenden breiten und freundlichen Lächeln, der einer ahnungslosen, ihn vergötternden weißen amerikanischen Öffentlichkeit nichts zuleide tun kann. Diese trügerische Fassade von Gutartigkeit verdeckt seinen Rachedurst gegen jene Weißen, die von ihm als die „Unterdrücker“ (Kapitalisten, Unternehmer, usw. – der „Kolonialismus“ der Vergangenheit) der Underdogs der Welt eingestuft werden. Seine gesamte politische Agenda ist nichts anderes als ein Versuch, mit vergangenen und gegenwärtigen „Usurpatoren“ abzurechnen, indem er jedermann und jede Nation, ob arm oder reich, auf das gleiche wirtschaftliche Niveau bringt.

Der Film dokumentiert Obamas lebenslange Verbindung mit Kommunisten, angefangen bei seiner Mutter und dem Großvater mütterlicherseits, die Mitglieder der Partei waren, und endet mit seiner engen Beziehung zu Linksradikalen wie Jeremiah Wright unmittelbar vor seiner Präsidentschaftskandidatur. Er dokumentiert auch, daß mit kommunistischen Taktiken der Massenbeeinflussung zum frühestmöglichen Zeitpunkt in der Entwicklung des Kindes begonnen werden muß, will man effektiv sein.

Wie erkennen wir Obamas Destruktivität? Praktisch jede von Obamas innen- und außenpolitischen Initiativen hat letztendlich Amerikas Stärke sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene untergraben.

Da die Existenz der Emotionellen Pest nicht erkannt wird, ist das Element des Bösen nicht unbedingt Teil der Darstellung. Jedoch auch ohne dieses entscheidende Element leistet der Film eine ausgezeichnete Arbeit bei der sachlichen Aufdeckung der Emotionellen Pest, die von der Linkem ausgeht. Der Film ist „ein Muß“ für alle, die Zweifel an Obamas zerstörerischen Absichten haben. Der Film ist voller tiefer Sorge um unsere Ideale und die Zukunft unseres Landes.

 

Kommunismus der amerikanischen Art

Der Kommunismus ist die größte Gefährdung durch die Emotionelle Pest, die dem Westen von innen her droht. Der Islamismus ist für ihn die größte Bedrohung von außen.

Die heutigen Kommunisten haben die Fähigkeit entwickelt, sich ihrer Umgebung durch Imitation zu einem Gutteil anzupassen. Wie Tintenfische sind sie in der Lage das Erscheinungsbild ihrer Umgebungen zu übernehmen, um dadurch ihre wahre Identität zu verbergen. Wegen dieser Fähigkeit zur Mimikry treten sie nicht als die typischen, unheilvoll wirkenden Randelemente auf, mit denen sie noch vor einer Generation identifiziert wurden. Tatsächlich ist es so, daß, je unauffälliger sie sich machen können, je „amerikanisierter“ sie wirken, sie desto wirksamer sind bei der Zerstörung ihrer Opfer aus dem Inneren Amerikas heraus. Aus diesem Grund ist Tarnung eine ihrer zentralen Verteidigungsstrategien. Da sie das äußere Erscheinungsbild eines guten authentischen liberalen Amerikaners angenommen haben, und sie sich selbst als „Progressive“ bezeichnen, ist es angebracht, heutige Kommunisten als Pseudoliberale zu beschreiben.

Die heutigen Pseudoliberalen, die der Democratic Party Amerikas angehören, funktionieren auf genau dieselbe Weise, wie es die Mitglieder der Kommunistischen Partei in der Sowjetunion getan haben. Wie die einstigen Kommunisten besteht die politische Funktion der Pseudoliberalen darin, Kontrolle über die Regierung zu übernehmen, die bestehenden Freiheiten zu beseitigen und schließlich Amerika in eine Diktatur sowjetischen Stils zu verwandeln. Es ist für sie keine Sache der bewußten Wahl. Wie Tintenfische folgen Pseudoliberale in ihrem Verhalten einem strukturellen Zwang. Es liegt nicht in ihrer Macht anders zu funktionieren.

 

Man kann nicht beides haben

Entweder ist freie Meinungsäußerung ein Recht, das von der amerikanischen Verfassung garantiert wird, oder sie ist es nicht. Präsident Obama spricht sich für die Kriminalisierung von jedem aus, der etwas Negatives über den moslemischen Glauben sagt. Auf der anderen Seite sehen sich moslemische Fanatiker im Krieg und sind bereit, alle diejenigen, die nicht konvertieren und bedingungslos dem moslemischen Glauben folgen, zu ermorden.

Für jedermann sichtbar sind die Grenzen gezogen. Die Parallele zur Konfliktsituation, die zwischen der Nazi-Ideologie und der freien Welt in den 1930er Jahren existierte, und dem, was heute geschieht, ist von schmerzlicher Offensichtlichkeit, und doch wollen es nur wenige Menschen sehen. Das Beschwichtigen der Nazis durch die politische Linke veranlaßte Hitler zu dem Glauben, daß er mit seinen militärischen Ambitionen, Europa und die Welt zu erobern, davonkommen werde. Dies führte zu den Schrecken des Zweiten Weltkriegs. Mit dem linksstehenden Obama, der den rechtsstehenden islamischen Fanatikern dieselbe Botschaft vermittelt, ist ein weiteres Rezept für die soziale Katastrophe gegeben.

Da die Emotionelle Pest noch nicht ihren Tribut gefordert und Amerika zerstört hat, wurde der Zweite Weltkrieg gegen die Nazi-Ideologie erfolgreich beendet. Heute, wo die Pest das amerikanische Leben in seinen Grundfesten befallen hat, ist der Ausgang des Krieges gegen die islamistische Ideologie nicht sicher.

Die Fanatiker lassen keinerlei Zweifel hinsichtlich des unversöhnlichen Widerspruchs zwischen ihrem Glaubenssystem und dem des Westens, und hinsichtlich ihres Ziels, die westliche Lebensart zu zerstören. Der Führer der westlichen Welt, Barack Obama, scheint sich dessen nicht bewußt zu sein: Die von der Linken kommende Emotionelle Pest steht heute im Bunde mit der Emotionellen Pest von rechts, folglich konsolidiert sich die Pest auf internationaler Ebene. Ihre Funktion ist es, die Freiheit von Milliarden von Menschen in der westlichen Welt zu zerstören, indem dem menschlichen Leben sowohl von linker als auch von rechter Seite zunehmend die Luft abgedreht wird.

 

„Es breitet sich wie eine Seuche aus“

Die Menschen werden langsam der Existenz der Emotionellen Pest gewahr, auch wenn sie sie nur als Metapher begreifen. In einem Kommentar zu den Demonstrationen gegen die westliche Welt, die sich wie ein Lauffeuer über den Nahen und Mittleren Osten ausbreiten, der sogenannte arabische Frühling, bezeichnete ein Kommentator im Fernsehen (The O’Reilly Factor, 14. September 2012) sie tatsächlich als eine Pest. Dem Kommentator war es offensichtlich, daß die Demonstrationen einer Seuche im medizinischen Sinne ähneln, weil es das Element der Ansteckung von einem Land zum anderen gab.

Bevor eine rationale und effektive Antwort in Angriff genommen werden kann, um die Zerstörungskraft einer beliebigen Manifestation der Emotionellen Pest einzudämmen, muß sie zunächst als physische Krankheit erkannt und behandelt werden, und ihre Arbeitsweise muß klar verstanden werden. Leider sind die Menschen heute noch weit davon entfernt, diesen wichtigen Schritt in ihrem Denken zu vollziehen. Der arabische Frühling ist eine organisierte Attacke, genährt und getragen von einer Grundströmung aus materieller Bedürftigkeit und sexueller Frustration der von Armut betroffenen und sexuell ausgehungerten islamischen Massen. Ihr persönlicher Haß wird erfolgreich genutzt und gegen Amerika und den Westen kanalisiert von erfahrenen emotionell pestkranken Charakteren, die zu radikal-islamischen Organisationen wie al-Qaida gehören.

Diese Kanalisierung ihres Hasses gegen Amerika erfährt eine Verstärkung, wenn der Präsident der Vereinigten Staaten überflüssigerweise sich regelmäßig bei Ländern der Dritten Welt über Unzulänglichkeiten Amerikas entschuldigt. Dadurch zeigt er, daß er absolut kein Verständnis für die Dynamik der Kräfte hat, die zwischen Amerika und den moslemischen Nationen am Wirken ist. Amerika mit Schuld beladen erscheinen zu lassen, versetzt unsere Nation in eine Position der Schwäche (Masochismus) in Bezug auf andere Länder, so daß eine sadomasochistische Beziehung zwischen ihnen etabliert wird. Diese hochpathologische, brisante Beziehung zwischen Amerika und den moslemischen Nationen nährt die Flammen der Emotionellen Pest durch Anregen der unbewußten, sexuell frustrierten, sadistischen Impulse der jüngeren Anhänger des Islams, die dann gegen uns gerichtet werden. Es ist kein Wunder, daß die Moslems sich ermutigt fühlen, unsere Botschaften anzugreifen und die US-Regierung aufzufordern, sich für alle möglichen und unmöglichen Anschuldigungen zu verantworten. Dies ist ein Beispiel dafür, wie die von rechts kommende Emotionelle Pest durch scheinbar unschuldige politische Äußerungen von einem amerikanischen Präsidenten verschärft wird, der politisch deutlich links steht.

 

Willkommen in der Welt des Islam

Um zu verstehen, was sich zwischen der moslemischen Welt und dem Westen abspielt, ist eine Beschäftigung mit der sozio-politischen Charakterologie von entscheidender Bedeutung. Solange im Westen die autoritäre Gesellschaftsordnung intakt war, wurde der Schlaf der moslemischen Welt nicht gestört. Mit der anti-autoritären Umwandlung der westlichen Gesellschaft, die um 1960 herum begann, entwickelten sich langsam eine Polarisierung und ein Kulturkampf zwischen den beiden Welten. Das beruhte auf der anti-autoritären Umwandlung im Westen, die mit tätiger Unterstützung des pseudo-liberalen/kommunistischen Charakters in diesen Ländern zu einer deutlichen Verschiebung weit nach links im sozio-politischen Spektrum führte. Da die moslemische Welt weiterhin weit rechts von der Mitte verharrte, weitete diese Verschiebung die bereits bestehende kulturelle Kluft zwischen ihnen aus: Der Westen verschob sich zur extremen Linken, während die moslemische Welt weiter unverändert auf der extremen Rechten blieb.

Die Linksverschiebung in der westlichen Kultur führte zum Zerfall der sozialen Traditionen in allen Bereichen, insbesondere aber einer Lockerung der Sexualmoral und einem Rückgang der persönlichen Verantwortung. Die permissive Haltung öffnete die Schleusen für das Ausleben aller möglichen sekundären, destruktiven Impulse im Westen. Das umfaßte abfällige, anti-autoritäre Bemerkungen gegen jedwede Form von traditionellen sozialen Institutionen, einschließlich der islamischen Religion.

So wurden gesellschaftliche Bedingungen erzeugt, die den Ausbruch einer emotionell pestkranken Reaktion von globalen Ausmaßen begünstigten. Die moslemische Welt reagierte auf dieses Verhalten des von der Linken dominierten Westens in einer Weise, die von der Rechten zu erwarten ist: aus dem Bauch heraus. Die Moslems antworteten auf die Provokation desto heftiger, je weiter sie charakterologisch rechts standen. Diejenigen, die am weitesten rechts standen, die Schwarzen Faschisten und die Reaktionäre, reagierten explosionsartig auf die Provokation mit der Zerstörung von Gebäuden, die sie als Symbole des westlichen Einflusses betrachteten, während diejenigen, die weniger extremistisch waren, die Konservativen und die extrem Konservativen, weniger militant reagierten. Sie hielten einfach die moslemische Religion und Lebensweise mit friedlichen Mitteln aufrecht.

Mit dem globalen Aspekt der Emotionellen Pest konnten nunmehr die organisierten Elemente der moslemisch-faschistischen Gruppen, wie die extrem rechten Salafisten und al-Qaida, auf den Plan treten, die moslemische Empörung aufwiegeln und die Ausbrüche von einem Land ins andere tragen.

Der faschistische Moslem auf der rechten Seite bekämpft den sich auf der linken Seite befindlichen Pseudo-Liberalen/Kommunisten physisch, da er ihn als Rivalen für die Beherrschung der Welt, die sie beide anstreben, und als Bedrohung für seinen grundlegenden Mystizismus (verzerrter Kontakt zum Kern) betrachtet. Der Pseudo-Liberale/Kommunist strebt seine Lösung vollkommen anders an (durch seinen Intellekt), weil er eine grundlegend mechanistische Charakterstruktur hat (Mangel an Kernkontakt). Beide politischen Extreme haben jedoch das gleiche Ziel. Sie unterscheiden sich nur in den Mitteln zur Erreichung dieses Ziels.

 

Der biologische Ursprung der Political Correctness

Aus soziologischer Sicht wird Political Correctness als ein verzerrter Ausdruck Marxistischer Ideen definiert, die von der Wirtschaft in den Bereich der Kultur übertragen wurden. Da Marxisten und andere Linke fast ausschließlich aus der zerstörerischen sekundären Schicht und der oberflächlichen Schicht ihrer bio-psychischen Struktur heraus leben, folgt daraus, daß aus biologischer Sicht Political Correctness ein Ausdruck der Impulse und Ideen ist, die aus der zerstörerischen zweite Schicht stammen und die gesellschaftlich akzeptabel gemacht werden, indem sie die oberflächliche Schicht passieren (die Nutzung des Intellekts als Abwehr.)

Ein Beispiel für Political Correctness wird in dem Artikel „Muslims, Mormons and Liberals” von Bret Stephens vorgestellt (Wall Street Journal, 18. September 2012). Er beschreibt, wie das Publikum mit schallendem Gelächter reagiert, wenn die Mormonen in dem Broadway-Musical The Book of Mormons verspottet und in obszönen Szenen der Lächerlichkeit preisgegeben werden. Er vergleicht diese Reaktion mit der des empörten liberalen Establishments auf einen Video-Clip des Films Innocence of Muslims, der Beleidigungen gegen die moslemische Religion darstellt. Linke in ganz Amerika bezeichneten das Video als „verwerflich und ekelhaft“ und gaben ihm die alleinige Schuld für die Unruhen in weiten Teilen der moslemischen Welt. Stephens kommt zu dem Schluß, daß es Konsens des amerikanischen Liberalismus sei, das Verspotten der Mormonen und des Mormonismus urkomisch zu finden, aber mit Empörung zu reagieren, wenn man sich über Moslems und den Islam lustig macht. Er stellt die berechtigte Frage in den Raum, ob das nicht damit zu erklären sei, daß „niemand jemals von den Mormonen Schaden zugefügt, geschweige denn getötet wurde, wenn er sich über die Mormonen lustig gemacht hat“.

Ohne, daß er von der sozio-politischen Charakterologie Kenntnis hat, trifft Stephens Frage den Kern der Charakterstruktur aller Linken: Da sie aus ihrer oberflächlichen Schicht (dem Intellekt) heraus agieren, sind sie kaum oder gar nicht in der Lage körperliche Aggression, die aus ihrem biologischen Kern (der auch die willkürliche Muskulatur umfaßt) stammt, zu ertragen und daher sind sie angesichts der von rechts kommenden faschistischen Aufstände der Moslems vor Angst gelähmt und außerstande sich ihnen entschlossen entgegenzustellen. Stattdessen reagieren sie passiv mit Beschwichtigung und Besänftigung, während sie gleichzeitig ihren unbewußten Haß gegen die Autoritäten des Westens auf gutartige Institutionen der Rechten übertragen, wie etwa die Mormonen, die keine Bedrohung darstellen und daher ohne Risiko angegriffen werden können.

Dieses Beispiel soll zeigen, daß, um sozio-politisches Verhalten und Einstellungen und das, was in unserer kranken Welt wirklich los ist, zu verstehen, eine eingehende Kenntnis der sozio-politischen Charakterologie, ihrer biologischen Grundlagen und ihrer Verwurzelung in den Emotionen unerläßlich ist.

 

Die sozialistische Sehnsucht

In seinem am 26. September 2012 in der New York Times erschienenen Artikel „Backlash to the Backlash“ [die Gegenreaktion auf die Gegenreaktion] beschreibt der Kolumnist Thomas Friedman voll Begeisterung die Reaktion der gemäßigten Moslems in der islamischen Welt, die die jüngsten Angriffe von Seiten extremistischer Fanatiker auf den Westen lautstark verdammt haben. Er findet es ermutigend, daß Libyer Schilder hochhalten wie: „Wir wollen Gerechtigkeit für Chris [Stephens]“ (den ermordeten amerikanischen Botschafter in Libyen) oder: „Nie wieder al-Qaida“, und die verlangen, daß die bewaffneten Milizen aufgelöst werden.

Es ist schön und gut, daß der Autor seine hohe Meinung für die moslemische Gegenreaktion zum Ausdruck bringt, sie ist jedoch bei der Verhinderung künftiger Angriffe oder einer Eskalation der Gewalt von keinem Nutzen und erst recht bringt sie uns einem Verständnis dessen nicht näher, was tatsächlich innerhalb der islamischen Länder vorgeht. Friedman ist ein typisches Beispiel der aufrichtigen Sehnsucht des echten Liberalen und des Sozialisten nach einer besseren Welt. Eine Hoffnung, die auf der Illusion beruht, daß alle Menschen dadurch gebessert werden, indem man ein Auge zudrückt, was die sehr realen zerstörerischen Kräfte (die Emotionelle Pest) betrifft, die bei gepanzerten Menschen wirksam werden.

Die Sehnsucht und Hoffnung des Liberalen trägt nichts dazu bei, den Kräften der faschistischen Moslems auf der Rechten Einhalt zu gebieten und sie an der Verfolgung ihrer soziopolitischen Agenda, die Welt mit Gewalt zu unterwerfen, abzuhalten. Auf der Linken appelliert der machthungrige Pseudo-Liberale/Kommunist Barack Obama an diese brachliegenden Wünsche der Liberalen, indem er regelmäßig so tut, als böte er Hoffnung und die Verheißung einer veränderten, einer besseren Welt, die entstünde, wenn er mit seinen Friedensangeboten an die moslemischen Fanatiker erfolgreich sei. Wäre es doch nur so einfach.

 

Die Kultur der Political Correctness und Barack Obama

Politische Korrektheit ist eine Manifestation eines sozial induzierten Augenpanzers, das Ergebnis von Gehirnwäsche, der die Öffentlichkeit von Seiten der extremen Linken ausgesetzt ist. Es ist eine neue Art richtig und falsch, gut und böse zu definieren. Es ist der Ausdruck gleichsam Marxistischer Ideen, die vom Bereich der Ökonomie auf die Soziopolitik übertragen wurden. Die Moral der Political Correctness, die die alte Moral der autoritären Gesellschaftsordnung ersetzt hat, beruht auf der Annahme, daß alles, für das Amerika steht, böse und von Grund auf schlecht ist. Dies war das Glaubenssystem der untergegangenen Sowjetunion.

Ohne es direkt zum Ausdruck zu bringen, ist das auch das Moralsystem von Barack Obama. Wir wissen dies nicht durch das, was Obama sagt, sondern durch das, was er tut. Fast seine gesamte Politik, sowohl was das Inland als auch was das Ausland betrifft, zielt darauf ab, Amerikas Vormachtstellung in der Welt zu untergraben und zu zerstören. Tragischerweise sind die meisten Menschen auf seine Vortäuschung, ein loyaler Amerikaner zu sein, hereingefallen. Sie werden durch sein oberflächliches breites, freundliches Lächeln, seine leeren Worte und seine leicht daher gesagten Ideen hereingelegt. Seine politisch korrekte Fassade, die er ausdrückt, indem er vorgibt, sich um die Armen und Benachteiligten in Amerika zu kümmern, und durch seine Sympathie für alle Araber einschließlich der Fanatiker in der moslemischen Welt, kann kaum seinen zugrundeliegenden Haß gegen Amerika verbergen. Auf der anderen Seite, da die Öffentlichkeit weitgehend von der Moral der Political Correctness indoktriniert worden ist, glauben die Menschen an das Gute in Obama und dies ermöglicht es ihm, vor aller Augen mit seiner Spaltung der Gesellschaft und seiner Destruktivität durchzukommen. Was der Sowjetunion von außen nicht gelang, gelingt dem Pseudoliberalen/Kommunistem aus dem Inneren Amerikas heraus. Die Emotionelle Pest hat die höchsten Ebenen der Bundesregierung befallen.

 

Sozialwissenschaft gegen Soziopolitik

Das meiste, über das in der Soziologie geschrieben wird, ist tatsächlich Soziopolitik. Es geht nicht um genuine Sozialwissenschaft. Das ist so, weil die Soziologie nicht von einer soliden biologischen Grundlage her verstanden wird und weil aus diesem Grund häufig politische Ansätze in die Soziologie eingebracht und fälschlicherweise als Lösungen für soziale Probleme offeriert werden.

Heute geht die Linke noch immer mit den abgenutzten politischen Lösungsansätzen des Sozialismus hausieren, während die Rechte weiterhin dagegen opponiert. Die Öffentlichkeit ist den immer gleichen alten Auseinandersetzungen zwischen der Linken und der Rechten überdrüssig. Viele wollen konkrete Antworten auf die Frage, warum das gesellschaftliche Leben in allen Bereichen degeneriert und was getan werden muß, um die Lage bessern zu können.

In The Emotional Plague und meinem Buch Neither Left Nor Right zeige ich, warum politische Lösungen für soziale Probleme scheitern: weil sie nicht aus den Problemen selbst abgeleitet werden, sondern der Charakterstruktur der gepanzerten Menschen entstammen. Ich erkläre, daß die unterschiedlichen Ideologien der Linken und der Rechten in Wirklichkeit verzerrte Denkweisen von Menschen sind, die der linken und der rechten Seite des sozio-politischen Spektrums angehören.

Um soziale Probleme bewältigen zu können, muß man sich zunächst eine völlig neue Art des Denkens aneignen, die weder der Linken noch der Rechten angehört. Sie wird als funktionelles Denken bezeichnet: so zu denken, wie die Natur funktioniert.

 

Schließlich hat der Kaiser also doch keine Kleider?

Im Artikel „I Too Have Become Disillusioned” der Newsweek von Freitag, dem 12. Oktober 2012, äußern sich Matt Patterson und die Newsweek endlich zu Obama. Das kommt zur rechten Zeit und trifft den Nagel auf den Kopf. Wie viele von Ihnen wissen, hat die Newsweek den Ruf sehr liberal zu sein. Die Tatsache, daß ihr Herausgeber sich bereiterklärte, folgenden Artikel über Obama und jenen, der in der letzten Newsweek erschienen ist, zu drucken, macht dies zu einem wirklich bemerkenswerten Ereignis und selbst zu einer Nachricht. Endlich dringt die Wahrheit über unseren Präsidenten und seine Agenda durch den „Schutzwall“, der von den liberalen Medien um ihn herum aufgerichtet worden ist.

AUCH ICH BIN DESILLUSIONIERT

von Matt Patterson (Newsweek -Kolumnist – Kommentator)

In kommenden Jahren könnten Historiker die Wahl von Barack Obama im Jahre 2008 als unbegreifliches und beunruhigendes Phänomen betrachten; Ergebnis einer erstaunlichen Art von Massenhysterie, die vielleicht mit der Hexenverfolgung im Mittelalter vergleichbar ist. Wie, werden sie fragen, hat ein Mann, der keinerlei beruflichen Erfolge vorweisen kann, so viele betören und zu dem Glauben verleiten können, er könne die größte Volkswirtschaft der Welt lenken, das weltweit mächtigste Militär führen, die folgenreichste Position der Welt ausfüllen?

Stellen Sie sich einen zukünftigen Historiker vor, der Obamas Leben vor dessen Präsidentschaftskandidatur untersucht: in die Welt der Eliteuniversitäten ein- und hindurchgeführt trotz einem Bildungsweg mit mittelmäßigen Noten und Testergebnissen, eine bequeme Nicht-Arbeit als „Community Organizer“, eine kurze Karriere in einem Landesparlament ohne legislative Erfolge (und, angesichts seines häufigen Abstimmens mit „anwesend“, ohne wirklich involviert zu sein) und schließlich eine unbemerkenswerte einzige Amtsperiode im Senat der Vereinigten Staaten, die vollständig seinen präsidialen Ambitionen gewidmet war.

Er hinterließ in der Wissenschaft kein akademisches Vermächtnis, machte als Parlamentarier keinen Gesetzesvorschlag, der seinen Namen trägt. Und dann ist da die Sache mit seinen beunruhigenden Verbindungen: der Haßprediger, der Weiße und Amerika verdammte, aber Jahrzehnte als Obamas „spiritueller Mentor“ fungierte, und ein wahrhaftiger Terrorist, der Obamas Kollege war und als sein politischer Sponsor diente. Es ist leicht, sich vorzustellen, wie ein zukünftiger Historiker das alles überblickt und sich frägt: Wie um alles in der Welt konnte solch ein Mann zum Präsidenten gewählt werden?

Nicht auf die Historie wartend, wandte sich der unvergleichliche Norman Podhoretz vor kurzem dieser Frage im Wall Street Journal zu: Mit Sicherheit hätte kein weißer Kandidat, mit engen Verbindungen mit ausgesprochenen Amerikahassern wie Jeremiah Wright und einem Terroristen ohne Reue wie Bill Ayers, auch nur einen einzigen Tag bestanden. Da Obama jedoch schwarz und damit in den Augen des Liberalismus mit der Berechtigung ausgestattet war, mit Anklägern gegen diverse Ungerechtigkeiten Amerikas Zeit zu verbringen, auch wenn sie ein bißchen extrem waren, wurde bei ihm ein Auge zugedrückt. Lassen Sie das sacken: bei Obama wurde ein Auge zugedrückt – es wurde ein niedrigerer Standard angelegt – wegen der Farbe seiner Haut.

Podhoretz fährt fort: Und überhaupt, was taten diese alten Geschichten zur Sache, wenn er doch so artikuliert und elegant und (wie er selbst gesagt hatte) „nicht bedrohlich“ war, was ihm insgesamt die Chance bot, erster schwarzer Präsident zu werden und damit dem Fluch des Rassismus ein Ende zu setzen?

Podhoretz legt seinen Finger auf das, wie ich denke, bewegende Momentum des Obama-Phänomens – die „Affirmative Action“. Natürlich nicht im juristischen Sinne, aber sicherlich was die stimmungsmäßigen Beweggründe hinter allen Gesetzen und Vorschriften der Affirmative Action betrifft. Sie wurden in erster Linie entwickelt, damit sich Weiße, insbesondere die weißen Liberalen, gut fühlen.

Leider haben Minderheiten häufig zu leiden, damit sich die Weißen selbst auf die Schulter klopfen können. Liberale gewähren routinemäßig Minderheiten Zugang zu Schulen, für die sie nicht qualifiziert sind, übernehmen dann jedoch keine Verantwortung für die unvermeidlichen schlechten Leistungen und hohen Abbruchraten, die daraus folgen. Liberalen ist es egal, ob diese aus Minderheiten stammende Studenten scheitern; Liberale sind nicht da, um Zeuge der emotionalen Verwüstung und des geminderten Selbstwertgefühls zu werden, das aus der rassistischen Politik resultiert, die die Affirmative Action darstellt. Ja, rassistisch. An jemanden einen separaten Standard anzulegen nur wegen der Farbe seiner Haut – das ist Affirmative Action in einer Nußschale. Wenn das kein Rassismus ist, dann ist nichts Rassismus.

Und das ist es, was Amerika Obama antat. Zwar war Obama selbst nie von seinem mangelnden Erfolgen beunruhigt, aber warum sollte er es sein? Wie viele angemerkt haben, wurde Obama gesagt, er sei gut genug für die Columbia University trotz mittelmäßiger Noten im Occidental College; ihm wurde gesagt, er sei gut genug für den US-Senat trotz einer mittelmäßigen Bilanz in Illinois; ihm wurde gesagt, er sei gut genug, um Präsident zu sein, obwohl er im Senat keinerlei Spuren hinterlassen hat. Sein ganzes Leben lang, bei jedem Schritt des Weges, wurde Obama gesagt, er sei gut genug für den nächsten Schritt, trotz jeder Menge Belege für das Gegenteil.

Was konnte daraus entstehen, wenn nicht diese Art von leerem Narzißmus, die jedesmal evident wird, wenn Obama spricht? Im Jahre 2008 schwärmten viele, die einräumten, daß es ihm an Qualifikationen für die Exekutive mangele, dennoch von Obamas rednerischen Fähigkeiten, seinem Intellekt und seinem coolen Charakter. Diese Leute – Konservative eingeschlossen – sollten nun zutiefst beschämt sein.

Dieser Mensch denkt und spricht in den denkbar verbrauchtesten Klischees, obwohl er seinen Teleprompter vor sich hat; wenn dieser Souffleur fehlt, kann er kaum denken oder überhaupt sprechen. Nicht ein origineller Gedanke hat jemals seinen Mund verlassen – es ist alles aufgewärmter Marxismus von der Art, die über 100 Jahre hinweg wieder und wieder gescheitert ist. (Ein Beispiel sind seine Reden während der Kampagne von 2012, die fast Wort für Wort seinen Reden von 2008 entsprechen.)

Und was ist mit seinem Charakter? Obama macht ständig alles und jedes für seine Probleme verantwortlich. Bush ist verantwortlich, es war Pech, ich habe diesen Schlamassel übernommen. Erinnern Sie sich daran, daß er den Job wollte, sich um die Aufgabe bewarb. Es ist peinlich, einen Präsidenten zu erleben, der derartig bedacht darauf ist, seine eigene Ohnmacht zur Schau zu stellen, derartig komfortabel mit seiner eigenen Inkompetenz umgeht. (Neulich trat er auf und sagte tatsächlich, niemand hätte irgendetwas tun können, um unsere Wirtschaft und das Land wieder auf Kurs zu bringen.) Aber ehrlich, was hatten wir erwartet? Der Mann war noch nie für irgendetwas verantwortlich, wie können wir also von ihm erwarten verantwortungsvoll zu handeln?

Zusammengefaßt: Unser Präsident ist ein kleingeistiger Mann, der weder das Temperament noch den Intellekt besitzt, um seiner Aufgabe gewachsen zu sein. Wenn Sie das verstehen, und nur, wenn Sie das verstehen, macht die aktuelle Erosion von Freiheit und Wohlstand Sinn. Es konnte nicht anders kommen, mit solch einem Mann im Oval Office.

Blogeinträge März/April 2011

23. April 2011

Die arabische Rebellion und die Emotionelle Pest

Erneut spielt sich das Drama des Konflikts zwischen der Sehnsucht der Menschen frei zu sein und ihrer Angst vor der Freiheit ab, diesmal in Form von Volksaufständen gegen Militärdiktaturen in den arabischen Nationen in Nordafrika und dem Nahen Osten. Es ist eine alte Geschichte, so alt wie die Geschichte der Zivilisation. Wieder einmal sind viele in der freien Welt euphorisch und wünschen den unterdrückten Menschen, daß sie von ihren Unterdrückern befreit werden. Wieder einmal ist niemand in der Lage, die offensichtlichen Fragen zu stellen: Warum werden die Menschen überhaupt unterdrückt? Wie ist es möglich, daß eine Handvoll despotischer Führer Millionen von Menschen versklaven können? Wie kann eine solche Entwicklung in Zukunft verhindert werden? Warum sind die Menschen nur in der Lage die Oberfläche der sozialen Probleme und nicht deren Ursachen zu sehen und mit ihnen umzugehen?

Die Antwort auf diese Fragen hat mit der Existenz des menschlichen Panzers zu tun. Beispielsweise ist es auf ihren gepanzerten Zustand zurückzuführen, daß, wenn die unterdrückten Massen befreit werden, sie nicht in der Lage sind, anders zu funktionieren als zuvor. Die Menschen wollen Freiheit, aber sie haben schreckliche Angst davor frei zu sein. Neue Tyrannen stehen immer bereit und warten darauf, die Kontrolle über sie zu übernehmen, oft mit einer Verschlechterung der sozialen Bedingungen. Dies ist die Wirkungsweise der Emotionellen Pest – das zerstörerische Verhalten der Menschen gegeneinander.

Bis die Menschen ihre Augen öffnen und anfangen, ehrlich auf sich selbst als Ursache ihrer Probleme zu blicken, wird sich der hoffnungslose Kreislauf von sozialer Unterdrückung, gefolgt von der Rebellion des Volkes gegen den Tyrannen, mit zunehmender Härte und wachsendem Verlust von Menschenleben fortsetzen. Diese Aufgabe erfordert, daß Menschen, die Existenz der Emotionellen Pest und ihre verheerenden Auswirkungen auf das menschliche Leben beginnen ernstzunehmen.

 
Die Ausbreitung der anti-autoritären Gesellschaftsordnung auf die moslemische Welt

Die Umwandlung der westlichen Gesellschaft von autoritär zu anti-autoritär nahm um 1960 seinen Anfang. Als Manifestation der Emotionellen Pest war sie teilweise das Ergebnis der sogenannten sexuellen Revolution und dem Nachlassen der autoritären Form der sexuellen Repression. Das Versprechen der neuen anti-autoritären Gesellschaft lautete, größere sexuelle Freiheit und Glück für die jüngere Generation zu bringen. Tatsächlich war das Resultat katastrophal, weil kein Versuch unternommen wurde, zwischen rationaler Autorität, die geschützt werden muß, und zwanghafter bzw. neurotischer Autorität, zu unterscheiden. Viel von dem, was in der autoritären Ordnung von Wert war, wie die Struktur der Familie, wurde zerstört. Hinzu kam der Durchbruch jeder erdenklichen Art von destruktiver sozialer Aktivität. Um das ganze noch schlimmer zu machen, wurde kein Versuch unternommen, auf die Gründe zu blicken, warum die sexuellen Bedürfnisse junger Menschen nicht erfüllt wurden und warum die Bewegung in einem Desaster endete.

Aufgrund der enormen technologischen Fortschritte der westlichen Zivilisation, wie dem Computer und dem Internet, war es nur eine Frage der Zeit, bevor die anti-autoritäre Bewegung mit ihrem geistlosen, mechanischen Bestehen auf bedingungsloser Freiheit für alle Menschen sich vom Westen aus verbreiten und die erstarrten autoritären Staaten der islamischen Welt infizieren würde. Die Revolutionen, die sich derzeit in der gesamten islamischen Welt zutragen, sind nur die erste Welle von dem, was noch kommen wird. Derzeit können nur Vermutungen über die sozialen, ökonomischen und militärischen Folgen dieser Revolutionen angestellt werden, da dies die oberflächlichsten Manifestationen der anti-autoritären Bewegung sind. Sicher ist jedoch, daß die Macht der gestürzten Herrscher von anderen übernommen wird, es aber keine wesentliche Verbesserung der sozialen Bedingungen in islamischen Ländern geben wird, bis die Menschen die zugrundeliegenden biologischen emotionalen Bedürfnisse, insbesondere diejenigen von Neugeborenen, Säuglingen und Kindern erkennen und schützen. Bis dahin werden diese Länder eine potentielle Brutstätte für Tyrannen und Terroristen bleiben.

 
Der Niedergang der modernen Psychiatrie

Mehr als jede andere Disziplin hat die Psychiatrie ihre Autonomie als unabhängiger Zweig der medizinischen Wissenschaften verloren und folglich unterliegt sie jetzt mehr oder weniger vollständig dem Einfluß der Pharma- und Versicherungsindustrie. Der Psychiater ist nicht mehr derjenige, der die Verantwortung für den Patienten trägt. Der Psychiater behandelt heutzutage psychiatrische Symptome wie Angst, Depression etc. mit Medikamenten, während der Psychologe oder Sozialarbeiter den „ganzen Patienten“ behandelt.

Wie kam es zu diesem dramatischen Niedergang dieses einst hochangesehenen Berufs? Der Rückgang in der Qualität der psychiatrischen Versorgung ist direkt verbunden mit dem Versäumnis der Psychiater, die Herkunft und die Funktionen der Emotionen, die psychiatrischen Erkrankungen zugrunde liegen, richtig zu würdigen. Dies führte zwangsläufig zu einer mechanistischen, einseitig am Gehirn orientierten Verzerrung der psychiatrischen Erkrankungen und einem auf Symptomen beruhendem Diagnose- und Behandlungssystem. Die Beseitigung des lästigen Symptoms, nicht die Herstellung emotionaler Gesundheit, wurde zum Ziel der psychiatrischen Behandlung. Der mechanistisch orientierte Psycho-Pharmakologe trat allmählich an die Stelle des Psychotherapeuten als Hauptansprechpartner. Mit dem Einsatz von Medikamenten wird die Energie hinter dem psychiatrisch problematischen Symptom des Patienten blockiert und vom Erleben ferngehalten, doch geschieht dies auf Kosten seines emotionalen Wohlbefindens.
Die mechanistischen Verzerrungen des emotionalen Lebens des Menschen, die wir heute in der Praxis der Psychiatrie sehen, treten nicht aus Mangel an Wissen auf. Sie hätten verhindert werden können, wenn die medizinischen Entdeckungen von Wilhelm Reich, wie die Existenz der biologischen Energie, die Funktion des Panzers und der Orgasmus-Funktion, verstanden und in den vorhandenen Wissensbestand der Psychiatrie integriert worden wären. Tragischerweise war und ist die überwältigende Mehrheit der Psychiater nicht in der Lage funktionell zu denken und die entscheidende Bedeutung dieser Entdeckungen zu erfassen. Sie stehen den Krankheiten der Menschen mit einem sterilen Ansatz gegenüber, der nicht lange aufrechterhalten werden kann, denn die breite Öffentlichkeit und die Psychiatrie selbst werden über kurz oder lang vom aktuellen Stand der Dinge desillusioniert sein und nach einer besseren Alternative für die heutigen Zustände suchen.

 
Was ist zur Demokratisierung der islamischen Ländern erforderlich

In seinem Artikel „Confronting Gadhafi Is Not Enough“ (Wall Street Journal, 19.-20. März, 2011) schreibt der ehemalige britische Premierminister Tony Blair, daß der Grund, warum islamische Länder keinen demokratischen Status erreicht haben, darin zu suchen sei, „daß eine kulturelle und gesellschaftliche Modernisierung in diesen Ländern nicht stattgefunden hat und die echte Religion so pervertiert wurde, daß Fanatiker, keine Demokraten, aus ihr hervorgehen“. Diese Antwort, obzwar korrekt, geht nicht weit genug und verkennt die enorme Tiefe der sozialen Probleme, denen die islamischen Länder gegenüberstehen.

Mein Buch The Emotional Plague: The Root Of Human Evil bezeichnet die Schritte, die unternommen werden müssen, bevor sich eine legitime Form von Demokratie in moslemischen Ländern entwickeln kann. Diese Schritte, die aus den Menschen selbst hervorgehen müssen, sind die folgenden:

  1. Erkennen und gesellschaftliches Sequestrieren emotionell pestkranker Charaktere auf der politischen Linken und Rechten.
  2. Überwindung des Tribalismus.
  3. Frauenemanzipation.
  4. Trennen der islamischen Religion vom Staat.
  5. Beseitigung von sexual-negativen Verhaltensweisen in der Kindererziehung und der haßerfüllten mystischen Indoktrination junger Menschen mit den Grundsätzen des islamischen Fundamentalismus.

Das sind die gewaltigen Aufgaben, für deren Erreichen man auch unter den besten Voraussetzungen Generationen benötigen wird. Trotz der Revolutionen, die derzeit in der ganzen moslemischen Welt stattfinden, ist es illusorisch zu glauben, daß eine legitime Form der Demokratie jemals in moslemischen Ländern hergestellt werden kann. Nachdem sie Jahrhunderte unter starker autoritärer Repression gelebt haben, haben Moslems keine Erfahrung in demokratischer Selbstverwaltung. Die heutigen Tyrannen werden durch andere ersetzt, die wahrscheinlich repressiver sein werden als die gegenwärtigen. Iran ist ein Beispiel. Dem Vorbild Irans folgend bewegt sich die Türkei, eine der wenigen weltlichen islamischen Länder, schnell in Richtung Re-Islamisierung.

Generell muß erkannt werden, daß die Energiequelle der Emotionellen Pest – menschliche Destruktivität gegenüber anderen – und die Bildung jeder Art von totalitärem Staat letztlich in der Hilflosigkeit der Massen begründet ist; in ihrer mystischen Sehnsucht, daß diejenigen, die an der Macht sind, sich um sie kümmern; und in ihrer Frustration aufgrund durchkreuzter Sexualität, die sich durch politische Anliegen westlicher Art schnell in soziale Aufstände umsetzt.

 
Natürliche Autorität, Zwangs-Autorität und Anti-Autorität

Die Emotionelle Pest lebt von der Verwirrung, indem sie immer mehr Verwirrung generiert. Das Durcheinander um die Bedeutung von Autorität ist dafür ein wichtiges Beispiel. Entsprechend gibt es keine allgemeingültige Übereinkunft hinsichtlich der Unterscheidung zwischen der sozialen Funktion rationaler und irrationaler Formen von Autorität.

Um diese Unterscheidung treffen zu können, müssen die drei Schichten der menschlichen bio-psychischen Struktur unterschieden werden: der biologische Kern, die sekundäre destruktive Schicht und die Oberfläche bzw. die äußere Fassade. In gepanzerten Gesellschaften ist natürliche Autorität rar. Sie stammt aus dem biologischen Kern, wird ohne Verzerrung direkt durch die Oberfläche ausgedrückt und dient dazu, gesunde Formen des gesellschaftlichen Lebens aufrechtzuerhalten.

Die Transformation der westlichen Gesellschaft von autoritär zu anti-autoritär ereignete sich um 1960. Die typische Form der Autorität in der autoritären westlichen Gesellschaft der Vergangenheit war die zwanghafte Autorität. Die von ihr ausgehende Repression richtete sich sowohl gegen Impulse aus dem biologischen Kern von Menschen (Gesundheit), als auch gegen pathologische (destruktive) Impulse. Trotz ihrer Mängel hielt die autoritäre Gesellschaftsordnung weitgehend die Autorität von Individuen aufrecht. Der repressive Fokus der Zwangs-Autorität, der je nachdem auf das gesunde oder auf das pathologische Leben gerichtet war, hing von der Rigidität der autoritären Gesellschaft ab.

Anti-Autoritarismus ist die typische Form von Autorität in den liberalen westlichen Gesellschaften von heute. Er entwickelte sich aus dem Zusammenbruch der autoritären Gesellschaftsordnung der Vergangenheit und deren notwendig gewordene Ersetzung durch eine zentrale (staatliche/kollektive) Autorität. Der Anti-Autoritarismus ist in erster Linie gegen jede Form individueller oder lokaler Autorität und den gesunden Ausdruck aus dem biologischen Kern gerichtet. Er stammt aus und steht im Dienst des Ausdrucks von Impulsen aus der sekundären destruktiven Schicht gepanzerter Menschen. Kontakt zum Kern fehlt vollständig. Die heutige anti-autoritäre Gesellschaftsordnung ist direkt verantwortlich für den qualitativen Zerfall jeder Form des Soziallebens.

 
Das Gehirn ist nicht der Geist: Was von der neuen Landkarte des Gehirns erwartet werden kann und was nicht

Mechanistische Wissenschaftler glauben, daß Gehirn und Geist ein und dasselbe seien. Eine computerisierte Landkarte des menschlichen Gehirns wurde vor kurzem für 55 Millionen US-Dollar erstellt zum Zwecke des Studiums nicht nur organischer Erkrankungen, bei denen das Gehirn eine Rolle spielt, wie Alzheimer und Autismus, sondern auch psychiatrischer Erkrankungen, wie Depression, von denen man annimmt, daß sie dem Gehirn entstammen („Atlas Gives Scientists New View of the Brain”, Wall Street Journal, 13. April 2011).

Diese Landkarte kann nützlich sein, um organische Erkrankungen des Gehirns exakt zu verorten, aber die durchgängige Gleichsetzung des Geistes (Psyche) mit dem Gehirn und nicht mit dem ganzen Körper, der das Gehirn mit umfaßt, ist geradezu zerstörerisch, weil sie die Bühne bereitet hat zur Mechanisierung der psychiatrischen Praxis. Psychiater hoffen, durch ein besseres Verständnis der Physiologie des Gehirns, irgendwie an ein pharmakologisches Heilmittel für psychische Krankheiten zu kommen, das die Hirnfunktionen verändert,.

Diese Auffassung von psychischen Erkrankungen hat den aktuellen beklagenswerten Zustand der psychiatrischen Praxis hervorgebracht, wo Diagnose und Behandlung eines jeden Patienten ausschließlich durch das vorliegende Symptom bestimmt wird. Vom Symptom ausgehend soll ein Medikament hergestellt werden, das, so die Hoffnung, „maßgeschneidert“ ist, um wie nach dem Kochbuch die betreffende „Hirnerkrankung“ zu behandeln.

Da jedoch die psychische Erkrankung Ergebnis einer Störung des gesamten Körpers ist und nicht nur des Gehirns, kann das pharmakologische Ziel niemals erreicht werden, egal wie gut die Gehirnphysiologie verstanden wird. Früher oder später muß die Psychiatrie die Sinnlosigkeit dieses mechano-mystischen Ansatzes einsehen. Sie wird die enormen zerstörerischen Folgen ihrer falschen Denkweise bewältigen und damit anfangen müssen, funktionell zu denken. Was sie erreichen muß, um psychische Störungen effektiv zu behandeln, ist nicht ein besseres psychiatrisches Medikament, sondern ein funktionelles Verständnis der gleichzeitigen Identität und Gegensätzlichkeit von Psyche (Geist) und Soma (Körper), die Gesundheit und Krankheit zugrundliegt.

 
Verschwörungstheorien und die Wirkungsweise der Emotionellen Pest

Mit Verschwörungstheorien versuchen gepanzerte Menschen sich die Existenz der Emotionellen Pest begreiflich zu machen. Jedoch denken Gepanzerte bei sozialen Interaktionen an bewußte Absichten und das ist die Schwäche aller Verschwörungstheorien. Unbeschadet der Stichhaltigkeit der Tatsachen schreiben sie den angeblichen Verschwörern eine Art von arglistigem Vorsatz zu. Damit entgeht ihnen der wesentliche Punkt, daß alles menschliche Verhalten von der individuellen und sozio-politischen Charakterstruktur der jeweiligen Person angetrieben wird. Dieses Verhalten stammt aus unbewußten biologischen Kräften und wird durch sie bestimmt. Sie sitzen tief in der destruktiven sekundären Schicht der gepanzerten Menschen.

Von der Emotionellen Pest befallene Menschen „verschwören“ sich nicht bewußt, um ihre zerstörerischen Handlungen zu organisieren und durchzuführen. Ohne bewußte böse Absichten werden sie spontan voneinander angezogen und arbeiten zusammen, weil sie ein gemeinsames Ziel haben. Die Zusammenarbeit von Hugo Chavez in Venezuela, auf der extremen Linken, und Mahmud Ahmadineschad aus dem Iran, auf der extremen Rechten, zeigt die Tendenz von pestkranken Individuen sich spontan gegen ihren gemeinsamen Feind zu organisieren, der freien Welt (besonders Amerika), obwohl sie gegenüberliegenden Seiten des sozio-politischen Spektrums angehören.

 
Die zunehmende Anzahl von Kindern und Jugendlichen die psychiatrische Betreuung benötigen

Ich begann meine psychiatrische Assistenzzeit 1960. Im Vergleich zu heute stellten Kinder und Jugendliche einen relativ kleinen Teil des psychiatrischen Klientel dar und die Behandlung bestand fast ausschließlich aus irgendeiner Form von Psychotherapie. Die Verwendung von Medikamenten für die Behandlung von Kindern und Jugendlichen war völlig unbekannt. In den folgenden Jahrzehnten wurde immer mehr jungen Menschen die Aufmerksamkeit von Psychiatern zuteil und bei ihrer Behandlung wurden Psychopharmaka eingeführt. Therapie der Wahl für Kinder und Jugendliche sind heute Medikamente, die entwickelt wurden, um das störende Symptom zu unterdrücken.

Die zunehmende Anzahl junger Menschen, die psychiatrische Hilfe benötigen, ist eine der vielen zerstörerischen Folgen der Umwandlung der westlichen Gesellschaft von autoritär zu anti-autoritär. Die autoritäre Gesellschaft der Vergangenheit ruhte auf der autoritären Familie. Basierend auf sexueller Unterdrückung war der Vater der Vollstrecker der Zwangsautorität und vor allem die Mutter war Vermittler des autoritären Moralcodes, der Recht von Unrecht unterscheidet. Aus Sicht der Gesellschaft gab es bei erfolgreicher Unterdrückung ein generelles Gefühl sozialer Stabilität, das sich in Loyalität und Respekt vor Autoritäten und autoritären gesellschaftlichen Institutionen niederschlug.

In der heutigen anti-autoritären Gesellschaftsordnung kam es zu einer Schwächung der autoritären Familie. Wenn man ihr Verhalten betrachtet, sind Eltern emotional nicht in der Lage, für das Aufziehen ihrer Kinder die Verantwortung zu tragen. Die Gesellschaft ist zerrissen. Die alte autoritäre Moral wurde ersetzt durch eine weit größeren Schaden anrichtende Moral, die politische Korrektheit, welche auf Autorität beruht, die von außerhalb der lokalen Autorität der Familie stammt. Die neue Autorität ist qualitativ ganz anders als die alte autoritäre Autorität, da sie aus dem Widerstand der Menschen gegen traditionelle Formen der Autorität besteht. Dies führte zwangsläufig zur zentralisierten bzw. zur kollektiven Autorität. Voller Verachtung für alle Formen der traditionellen Autorität, haben Kinder und Jugendliche zunehmend den Kontakt mit ihrem biologischen Kern und mit traditionellen Werten und Verhaltensweisen verloren, die einst die Gesellschaft zusammengehalten haben. Es gab einen starken Anstieg des Angstpegels, was sich in schweren Aufmerksamkeitsstörungen (Störungen im Kontakt), Hyperaktivität und unterschiedlichen Formen von impulsivem Verhalten manifestiert und nach psychiatrischer Aufmerksamkeit verlangt. Viele dieser Zustände gab es vor 50 Jahren nicht. Leider ist die einzige Behandlungsform, die dem traditionellen Psychiater zur Verfügung steht, die Unterdrückung der Symptome mittels Medikamenten. Die zugrundeliegende Quelle der emotionalen Probleme junger Menschen wird konsequent umgangen.

Hingegen verstehen jene, die vom American College Orgonomy in medizinischer und sozialer Orgonomie ausgebildet worden sind, die destruktiven Veränderungen in der Struktur der Menschen infolge der anti-autoritären Transformation unserer Gesellschaft und können damit umgehen (siehe „The Practice of Medical Orgone Therapy in Anti-authoritarian Society“, Journal of Orgonomy, Vol. 43, No. 2).

Blogeinträge Januar/Februar 2011

26. Februar 2011

Antiquierter Liberalismus ist nicht die Antwort auf den arabischen Rassismus

In seinem Artikel „Egypt’s Prison of Hate” (Wall Street Journal, 4. Januar 2011) befaßt sich Bret Stephens mit dem Massaker an 20 koptischen Kirchgängern zu Silvester 2010/2011 in Alexandria, Ägypten. Die politische Reaktion vieler Anführer der Moslems sah so aus, daß sie einem von Israel unterstützten zionistischen Komplott die Schuld gaben. Stephens empfiehlt den Ägyptern den überkommenen Liberalismus, insbesondere die Verbreitung einer arabischen Übersetzung des Gesamtwerks des liberalen englischen Philosophen John Locke, beginnend mit seinem Brief über die Toleranz.

Leider ist der antiquierte Liberalismus gekommen und wieder gegangen. Diese Lösung ignoriert die entscheidende Rolle, die die sozio-politische Charakterstruktur der Menschen beim aktuellen sozialen Verhalten spielt. Ägypter, die rassistisch sind, und jene Führer, die Greueltaten wie dieses Massaker verteidigen, gehören der äußersten rechten Seite des sozio-politischen Spektrums an. Diese Ägypter dürfen nicht mit der Mehrheit der Menschen im Lande in einen Topf geworfen werden, die mehr zum politischen Zentrum hin tendieren und daher gewaltfrei sind.

Darüber hinaus führt die Förderung liberalen Denkens nicht zur Quelle der enormen Menge an Haß, der tief in der Charakterstruktur aller moslemischen Extremisten eingeschlossen ist. Dieser Haß ist ständig auf der Suche nach Freisetzung in der einen oder anderen Form. Die Quelle dieses Hasses ist der Wunsch nach Rache, die von ihrem persönlichen Leben auf den Dschihad verlagert wird. Die liberale Philosophie, die aus der oberflächlichsten Schicht der menschlichen Struktur entstammt, kann das Reservoir des Hasses dieser Extremisten nicht in Schach halten. Wenn sie nicht erkannt und vom Rest der Gesellschaft isoliert werden, bleibt diese Geißel des destruktiven menschlichen Verhaltens außer Kontrolle.

 
Das Massaker in Tucson

Das folgende ist ein Auszug aus einem Artikel, der in einer kommenden Ausgabe des Journal of Orgonomy erscheinen wird. Er wird hier mit freundlicher Genehmigung des Autors, Edward Chaska, M.D., veröffentlicht.

Unter Bezugnahme auf das Attentat vom 8. Januar 2011, bei dem Jared Lee Loughner auf 20 Menschen schoß, schreibt Dr. Chaska:

Bei der Debatte in den Medien über die Schüsse auf die Kongreßabgeordnete Giffords und neunzehn andere wird die tödliche Wechselwirkung zwischen Marijuana und Geisteskrankheiten übersehen. Als psychiatrischer Berater in einer Drogen- und Rehabilitationseinrichtung sehe ich Dutzende von jungen Männern und Frauen, bei denen sich psychotische und gewalttätige Zustände als Resultat des Gebrauchs von Marijuana und anderen Drogen zeigen. Nach drei oder vier Monaten Behandlung und Marijuana-Abstinenz sind sie oft vollkommen andere Menschen. Marijuana-Konsumenten entwickeln dreimal so häufig eine psychotische Episode und entwickeln doppelt so häufig offensichtliche Symptome von Schizophrenie, im Vergleich zu Menschen, die kein Marijuana rauchen. Sie leiden auch öfter an Angst und Depression. Marijuana hemmt die Entwicklung des Gehirns und stört die natürlichen empathischen Gefühle für andere Menschen.

In Pennsylvania können, dank der Verfechter von „Kinderrechten“, Kinder ab 14 eine psychiatrische bzw. Drogen-und Alkohol-Behandlung ablehnen, auch wenn ihre Eltern auf der Notwendigkeit bestehen. Wenn die Medien jemanden für diese Tragödie verantwortlich machen wollen, brauchen sie nur auf die Marijuana-Lobby und die Verfechter der „Kinderrechte“ blicken, die das Recht der Eltern auf eine Behandlung für ihre Kinder mit psychiatrischen und Drogenproblemen beschneiden wollen.

Mit seiner charakterologischen Ausbildung kann der medizinische Orgonom jene Jugendlichen genau identifizieren und effektiv behandeln, die mit einem Risiko für die Entwicklung psychotischer Symptome behaftet und anfällig für destruktives Verhalten sind, lange bevor sie gewalttätig werden. Loughner, der eine Drogenkarriere vorweist, hat vielleicht vor dem Angriff nicht unter klassischen schizophrenen Symptomen gelitten, aber dennoch wies sein Verhalten darauf hin, daß er die Charakterdiagnose „paranoide Schizophrenie mit impulsiven und mörderischen Tendenzen“ vorwies. Daß er über lange Zeit hinweg Marijuana konsumiert hatte, erhöhte das Risiko einer gewaltsamen psychotischen Reaktion. Die Fähigkeit des medizinischen Orgonomen, eine frühe therapeutische Intervention aufgrund einer genauen Charakterdiagnose durchzuführen, kann dazu beitragen, künftige Tragödien zu verhindern.

 
Das Problem Aggression

Um das Aggressionsproblem lösen zu können, muß zwischen natürlicher, gesunder Aggression (Energie, die vom biologischen Kern stammt und rational ohne Verzerrung ausgedrückt wird) und neurotischer Aggression (Energie, die verzerrt und irrational wird, wenn sie durch den Panzer hindurchgeht) unterschieden werden.

Die Verwirrung, die sich aus diesem Durcheinander ergibt, setzt die Emotionelle Pest in Bewegung. Aufgrund ihrer biophysischen Intoleranz für und Angst vor Aggression, die aus dem biologischen Kern stammt, sind die, die politisch der Linken zuzuordnen sind, schnell dabei, alle Formen von Aggression, ob gesund oder neurotisch, als pathologisch abzutun. Dies erlaubt ihnen, öffentliche Gewalttaten, wie vor kurzem das Massaker in Tucson, zu politisieren, um die politische Rechte zu diskreditieren. Sie setzen automatisch Aggression mit Gewalt gleich und ordnen sie der politischen Rechten zu. Obwohl diejenigen, die rechts stehen, Aggression tolerieren können, unterscheiden sie ebenfalls nicht zwischen ihren beiden Formen. Wenn sie angegriffen werden, geraten sie in die Defensive, bei der ihnen nur bleibt auf den politischen Charakter der Maßnahmen der Linken hinzuweisen. Ohne das Deutlichmachen der Existenz der beiden Formen von Aggression, der gesunden und der kranken, ist die Antwort der Rechten nur teilweise wirksam. Das erleichtert den Ausdruck der Emotionellen Pest und erhöht den politischen Einfluß der Linken.

 
Die politische Strategie der linken Ideologen

Um Sinn in das politische Verhalten der linken Ideologen in Amerika zu bringen, muß man die drei funktionellen Schichten der bio-physischen Struktur der Menschen verstehen. Dies sind: die oberflächliche Schicht bzw. Fassade, die tiefere, sozialschädliche mittlere Schicht und die tiefste Schicht, der biologische Kern.

Da sie keinen Kontakt mit ihrem Kern haben und je nachdem, ob sie politische Macht haben oder nicht, wechseln Ideologen der politischen Linken hin und her zwischen ihrer oberflächlichen Schicht (indem sie die Identität eines echten Liberalen annehmen) und ihrer zerstörerischen, mittleren Schicht und wieder zurück. Als sie politisch nicht an der Macht waren (vor 2008), agierten sie aus ihrer oberflächlichen Schicht heraus und taten so, als wären sie echte Liberale. Sobald sie 2008 an die Macht gelangt waren, zeigten diese fälschlich so genannten (Pseudo-) Liberalen ihre wahre Identität. Vor den Augen einer überraschten Öffentlichkeit ließen sie ihre liberale Fassade hinter sich und agierten unverhohlen vollständig aus ihrer zerstörerischen mittleren Schicht heraus. Sie verpackten ihre sozialistische Agenda als sozialen Fortschritt und zwangen sie der Öffentlichkeit auf, was beweist, daß ihr Ziel die Schwächung und schließliche Zerstörung Amerikas ist, sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene, weshalb sie in der Tat nichts anderes als altmodische Kommunisten sind. Jetzt (2011), wo es ihnen wieder an politischer Vorherrschaft ermangelt, machen sie sich erneut ihre scheinbar gutartige liberale Fassade zu eigen. Die Linke wird solange auf diese Weise auftreten, bis sie wieder die Regierung kontrolliert. Das bezeichnet man als Salamitaktik der Staatskunst; die scheibchenweise Übernahme eines Landes.

Der vorübergehende Rückzug der Linken soll den Anschein erwecken, daß sie dabei sind einzulenken, was Elemente ihrer destruktiven politischen Rhetorik und Ziele betrifft. Da die Öffentlichkeit nur erkennt, was auf der politischen Oberfläche vorgeht, wird das von einigen auf der Rechten als Sieg verbucht werden, aber das ist Wunschdenken. Die geringfügigen Veränderungen in der Fassade der Pseudo-Liberalen/Kommunisten sind nur Berechnung. Ihre Taktik steht immer im Dienst der Erhaltung und Stärkung der politischen Kontrolle über Menschen.

 
Die wahre Bedeutung von „Christus starb für unsere Sünden“

Als ein Eckpfeiler der christlichen Philosophie ist dieser Satz eine Manifestation oder ein Symptom des gepanzerten menschlichen Denkens. Jedes Symptom besteht aus zwei Komponenten, einem Impuls und einer Abwehr. In diesem Fall besteht der Impuls im Versuch des Menschen, sich von seiner Schuld (Sündenhaftigkeit) zu entlasten, indem die Last der Verantwortung auf Christus den Erlöser abgeschoben wird. Die Abwehr besteht im Verbergen des wahren Grundes für den Tod Christi durch mystische Verzerrung. Nach Beseitigen der Verzerrung wäre dieser Satz eindeutig und lautete: „Christus starb wegen der Sündenhaftigkeit des Menschen.“ Wilhelm Reich zeigte in seinem Buch Christusmord, daß Menschen Christus wegen ihrer Sündenhaftigkeit, d.h. aus ihrer Bosheit heraus, ermordet haben, die sich aus der Emotionellen Pest in ihnen ergibt.

 
Es ist die Wahl zwischen schlecht und schlechter

Jeder Versuch von Menschen soziale Probleme politisch zu lösen, führt stets dazu, daß aus einer bestehenden schlechten Situation eine noch schlechtere wird. Der Grund für diese tragische Wendung der Ereignisse ist die eingeschränkte Fähigkeit der Menschen Freiheit zu tolerieren. In ihren politischen Kämpfen wird die Sehnsucht der Menschen nach mehr Freiheit durch ihren eigenen Panzer vereitelt und das verhindert, daß sie tatsächlich in der Lage sind, die Freiheit, die sie sich ersehnen, zu erreichen. Diese Unfähigkeit auf Seiten der Menschen ermöglicht es den Kräften der organisierten Emotionellen Pest routinemäßig die politische Arena zu betreten, das Machtvakuum auszunutzen und ein noch totalitäreres Regime aufzurichten als das, das vorher existierte. Ein schlechter sozialer Zustand verschlimmert sich.

Erneut läuft diese zerstörerische Kette von Ereignissen ab; diesmal manifestiert durch die arabischen Unruhen in den Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas. Demokratie erfordert mehr als freie Wahlen. Nichts wurde aus den Erfahrungen der Vergangenheit gelernt. Zunächst einmal versteht man noch immer nichts von der biophysikalischen Intoleranz der Menschen für Freiheit und den Grund für ihr Gefangensein in der Falle, d.h. ihren gepanzerten Zustand. Das bringt die Kräfte der Emotionellen Pest an die Oberfläche, die in der Struktur von allen Menschen enthalten sind. Diese Kräfte können jede Hoffnung der Menschen, die für ein besseres Leben kämpfen, in noch mehr Verzweiflung verwandeln und sie tun es.

 
Die sozio-politische Dynamik einer Betrugsaktion

Ähnlich wie im Individuum kommt es auch bei einer Betrugsaktion in der sozio-politischen Arena zu einer dynamischen Wechselwirkung zweier Kräfte. Bei zwei Menschen gibt es auf der einen Seite die Person, die emotional oder materiell etwas benötigt, und auf der anderen Seite steht der Betrüger bereit, diesen Bedarf zu „decken“. Ein klassisches Beispiel ist die Beziehung zwischen den Investoren und Bernie Madoff mit seinem Pyramidenspiel.

Die gleiche Beziehung gibt es im sozio-politischen Bereich. Hier sind die beiden Kräfte die emotional verkrüppelten, hilflosen Bürger einerseits, die ein neurotisch begründetes materielles Bedürfnis haben, daß ihnen etwas gegeben wird, und die Freiheitskrämer in der Regierung andererseits, die in der Lage zu sein scheinen, dieses Bedürfnis zu befriedigen, beispielsweise durch Hypothekendarlehen mit niedrigen Zinsen oder durch eine „freie“ Gesundheitsversorgung. Dem einen zu nehmen (dem produktiven, steuerzahlenden Segment der Gesellschaft), um es dem anderen zu geben (das unproduktive, keine Steuern zahlende Segment), ist ein Beispiel für ein riesiges Pyramidenspiel, das von Politikern in der Zentralregierung vor jedermanns Augen betrieben wird. Der Betrug läuft meist unbemerkt ab, weil ein stetig wachsendes Segment der amerikanischen Öffentlichkeit glaubt, daß es versorgt werden muß und diese Verantwortung wird schnell von linksorientierten Politikern beider Parteien übernommen, um aus der Lage Kapital zu schlagen. Am wichtigsten ist dabei, daß diese Sachlage nichts dazu beiträgt die Lebensqualität der Menschen zu verbessern, denen angeblich geholfen wird. Es macht sie von der Regierung nur noch abhängiger, als sie es ohnehin schon waren. Es untergräbt auch weiter den freien Markt, während es den Betrügern, die in der Politik zum gemeinsamen Besten handeln, Geld bringt und ihre Macht steigert.

Man gebietet einem Betrug einhalt, indem man ihn als Betrug bloßstellt.

 
Die biologische Herkunft der politischen Korrektheit

In seinem Artikel „The Origins of Political Correctness“ der in Band 43, Nummer 2 des Journal of Orgonomy erschienen ist, beschreibt Bill Lind die politische Korrektheit als „Krankheit des Jahrhunderts“: der verzerrte Ausdruck Marxistischer Ideen, die von der Ökonomie in kulturelle Begriffe übersetzt wurden. Obwohl von einem historischen Standpunkt aus korrekt, ist sein Verständnis der Ursprünge der politischen Korrektheit auf den mehr oberflächlichen sozio-ökonomischen Bereich begrenzt. Es werden nicht die mächtigen biologischen Kräfte berücksichtigt, die in den Tiefen der Menschen angesiedelt sind und die die politische Korrektheit rasch zur vorherrschenden Form der Moral im Amerika des 21. Jahrhundert gemacht haben.

Die Transformation des sozialen Panzers von autoritär zu anti-autoritär, die um 1960 herum begann, wurde von einer entsprechenden Veränderung in der Struktur der individuellen Panzer begleitet. Vor dieser Zeit war bei den meisten Erwachsenen der Panzer in der Skelettmuskulatur enthalten. Mit der Umwandlung des sozialen Panzers erfolgte bei Jugendlichen eine Verschiebung in der Panzerungsstruktur von der Muskulatur hin zum Gehirn. Der Augenpanzer verstärkte sich auf Kosten des Muskelpanzers in einem großen Teil der erwachsenen Bevölkerung. Diese Verlagerung führte zu einer dramatischen Veränderung in der Art wie Moral erlebt und ausgedrückt wurde.

Die autoritäre Moral der Vergangenheit stammte zu einem Gutteil vom Muskelpanzer. Ihre Funktion war es, die autoritäre Lebensweise zu bewahren. Mit der Verschiebung der individuellen Panzer von der Muskulatur zum Gehirn in einer großen Anzahl von Jugendlichen kam es zu einer qualitativen Änderung der Moral. Autoritäre Moral, mit ihrer absoluten Unterscheidung zwischen Recht und Unrecht beruhend auf dem Fühlen von Emotionen, wurde durch politische Korrektheit ersetzt, dem Ausdruck einer qualitativ anderen Art von Moral, die ihren Ursprung ausschließlich im Gehirn hat.

Die Moral der politischen Korrektheit, deren Funktion es ist, die anti-autoritäre Gesellschaftsordnung über den Autoritarismus triumphieren zu lassen, ist eine hochansteckende und verderbliche Manifestation der Emotionellen Pest, weil sie an den Verstand der Menschen appelliert und gut rationalisiert ist: sie diene dem Gemeinwohl aller.

 
Der Triumph des mechanistischen Denkens in den Sozialwissenschaften

Bei jeder Wissenschaft gehört die Destruktivität des mechanistischen Denkens zu ihren Merkmalen:

  1. Sie ist in einer mechanistischen Art und Weise kausal. Beispielsweise ist alles, was für eine demokratische Gesellschaft getan werden müsse, das Beseitigen des repressiven Regimes. Nichts wird darüber gesagt, was die Bedingungen im sozialen Leben sein müssen, bevor diese Änderung von einer Diktatur zur Demokratie erfolgen kann oder warum überhaupt das repressive Regime an der Macht war.
  2. Die quantitativen Faktoren zum Erreichen einer Demokratie sind die einzigen, die als wichtig erachtet werden; qualitative Faktoren werden ignoriert. Beispielsweise sei es für eine erfolgreiche Revolution nötig, die Mehrheit der Menschen hinter sich zu haben, die gegen das Regime, das an der Macht ist, opponieren. Dabei spiele es keine Rolle, ob diese Personen die gleichen Vorstellungen darüber teilen, was die Ziele der Revolution sind. Diese qualitativen Unterschiede in der sozio-politischen Charakterstruktur der Menschen, die in Wirklichkeit unüberwindbar sein können, sind Dinge, die dann irgendwie später bewältigt werden könnten.
  3. Nur externe Faktoren der Umwelt seien wichtig bei der Bestimmung des menschlichen Verhaltens; interne Faktoren, wie die emotionale Abhängigkeit der Menschen von anderen und ihre Unfähigkeit produktive Arbeit zu leisten, zählen nicht. Dergestalt können die Auswirkungen des Charakterpanzers, die das Denken und Handeln des Menschen in der Gesellschaft beeinflussen, erfolgreich ignoriert werden und die Quelle der menschlichen Destruktivität bleibt fast jedermann verborgen.

Die Geschichte hat immer wieder gezeigt, daß, wenn Diktatoren zu Fall gebracht und Menschen vor der Aufgabe stehen, sich selbst regieren zu müssen, ihre politischen Differenzen, ihre Unfähigkeit rational zu organisieren und ihre persönlichen Probleme an die Oberfläche kommen. Dann verfestigt sich der soziale Panzer noch mehr und die sozialen Bedingungen verschlechtern sich im Vergleich zu vor der Revolution.

 
Warum es niemals zu einem Waffenstillstand zwischen der Linken und der Rechten kommen wird

Politische Ideologie stammt aus dem grundlegenden Widerspruch in der Struktur jedes gepanzerten Menschen: der Sehnsucht nach mehr Freiheit und Glück auf der einen Seite und dem Wunsch nach risikoloser Sicherheit auf der anderen. In Amerika wird die liberale Ideologie bestimmt durch und ist Ausdruck der zugrundeliegenden Hoffnung, die das Versprechen von Freiheit und umfassendem Glück mit sich bringt. Liberale Ideologen haben keinen Sinn für die biophysischen Beschränkungen der Menschen, die in deren gepanzertem Zustand begründet liegen. Die konservative Ideologie wird von der Überzeugung bestimmt, daß diese herbeigesehnten Zustände, wenn nicht unrealistisch, so doch zumindest praktisch nicht erreichbar sind, jenseits dessen, was die Menschen ohnehin schon haben. Deshalb sollten die Menschen sich in Amerika glücklich schätzen und dankbar für das sein, was sie haben.

Aus biophysischer Sicht ergeben sich die ideologischen Unterschiede aus Unterschieden in den Panzerstrukturen der Menschen. Im allgemeinen weisen liberale Charaktere eine größere Mengen an Augenpanzer im Verhältnis zum Muskelpanzer auf. Sie verlassen sich ausschließlich auf ihren Intellekt und sehen die Welt idealistisch, d.h. so, wie sie sie gerne hätten. Diese verzerrte und äußerst destruktive Betrachtungsweise bringt sie dazu, politische und soziale „Lösungen“ auszuhecken, von denen sie fälschlicherweise glauben, sie könnten soziale Probleme beheben. Konservative Charaktere haben eine gegenteilige Panzerstruktur. Im allgemeinen haben sie weniger Augenpanzer und mehr Muskelpanzer. Konservative sind in besserem Kontakt zur Realität und erkennen ihre Grenzen, was die Befähigung betrifft soziale Verbesserung herbeizuführen. Diese biologisch begründeten Unterschiede in der Panzerstruktur erklären die Ideologie der Linken und die der Rechten und sie sind der Grund dafür, warum sie über keine gegebene soziale oder politische Frage einer Meinung sein können.