Posts Tagged ‘Arbeitsmoral’

Blogeinträge Februar 2012

27. Februar 2012

Das Porträt eines politischen Halbgotts

Laut dem Random House Dictionary ist ein Halbgott mehr als ein bloßer Mensch. Er ist ein vergöttlichter Sterblicher. Viele Politiker scheinen Halbgötter zu sein, solange sie sich für ein öffentliches Amt bewerben, aber sobald die Wahl vorbei ist, hören sie auf sich so zu benehmen, egal ob sie gewonnen oder verloren haben. Hingegen findet sich beim echten politischen Halbgott eine Zusammenstellung dauerhafter Merkmale, die einzigartig ist:

  1. Es gibt bei ihm keine Geschichte einer stabilen und beständigen Arbeitsfunktion vor dem Eintritt in die Politik.
  2. Politik ist ein Ersatz für wirkliche Arbeit.
  3. Seine politische Mission ist vollkommen eigennützig auf seine bereits bestehende ideologische Weltsicht ausgerichtet.
  4. Vorrangig sind sein Haß auf die etablierte Weltordnung und sein Bedürfnis, sie mit grandiosen Plänen eines Himmels auf Erden zu ändern.
  5. Er ist von der Unfehlbarkeit seines Glaubenssystems überzeugt.
  6. Der Erfolg seiner Kampagne basiert darauf, daß er den Wählern alles und jedes verspricht, einzig und allein um Macht über sie auszuüben.

Diese Strategie wurde entworfen, um die starke Identifizierung des Halbgotts mit den Wählern zu zementieren. Nachdem er mit dieser Strategie Erfolg hat, erreicht der Halbgott einen gottähnlichen Status. In den Augen der Bevölkerung kann er nichts falsch machen. Halbgötter tauchen auf beiden Seiten des politischen Spektrums auf. In der heutigen anti-autoritären Gesellschaft mit der deutlichen Verschiebung des politischen Mainstreams nach links von der Mitte, ist es wahrscheinlicher, daß Halbgötter von der politischen Linken her erscheinen. Barack Obama ist ein aktuelles Beispiel für das Auftreten eines Halbgottes, der von der politischen Linken her kommt.

Bevor er in die Politik ging, wählte Obama eine Arbeit als politischer Aktivist. Laut seiner Frau Michelle war Obama ein Gemeindeaktivist, der erkundete, inwiefern Politik zur Durchsetzung von [sozialen] Veränderungen brauchbar sei. „Die Lösung für jedes Problem“, so ein Journalist, der Obamas Projekte untersuchte, „war die Verteilung staatlicher Mittel.“ Bis er 1996 Vollzeitparlamentarier wurde, lag Obamas Arbeitsschwerpunkt bei ACORN, der größten radikalen Organisation in den Vereinigten Staaten. Sein Glaubenssystem ist unfehlbar, da es vollständig aus seinem hochentwickelten Intellekt hervorgeht. Auf dem Höhepunkt seiner Wahlkampagne verkündete er: „Wir sind diejenigen, auf die wir gewartet haben.“ Kurz vor seinem Eintritt in das Weiße Haus sagte er in einem Augenblick des Freimuts: „Wir stehen fünf Tage vor einer grundlegenden Umwandelung der Vereinigten Staaten von Amerika.“ Während seiner Wahlkampagne appellierte er an die Wählerschaft in ihrer Gesamtheit und versprach, daß, werde er zum Präsidenten gewählt, er der politischen Spaltung, die Amerika zerreißt, endlich ein Ende setzen werde. Nachdem er gewählt war, tat er jedoch genau das Gegenteil. Sogleich ging er daran, dem amerikanischen Volk seine sozialistische Gesundheitsagenda (Obama Care) aufzuzwingen (die, wie er später sagte, nur zum Wohle aller sei) und die Macht und die Finanzkraft der Zentralregierung auf Kosten des Privatsektors dramatisch zu vergrößern.

Auf internationaler Ebene stellt er seine offene Verachtung für die amerikanische Politik und generell für das hart arbeitende, anständige amerikanische Volk zur Schau. Ergebnis dieser Haltung ist eine Zurechtweisung der Amerikaner. Als Taktik der Emotionellen Pest ist es ein Versuch, unbewußte Schuldgefühle und eine Lähmung hervorzurufen und den Amerikanern das Gefühl zu vermitteln, daß, was auch immer sie auch tun, es irgendwie falsch ist. Ihm zufolge haben die Amerikaner ihre Gepflogenheiten zu ändern. Wenn sie ihm doch nur folgen würden, denn Präsident Obama sei als einziger in der Lage die Amerikaner von den bösen Taten ihrer Vergangenheit zu erlösen. Er ist auch als einziger in der Lage, allen Amerikanern die Illusion wirtschaftlicher Sicherheit zu vermitteln, während er sie zur gleichen Zeit immer abhängiger macht und unter die Kontrolle der Zentralregierung stellt, der Leute wie er vorstehen.

Das Problem, dem wie gegenüberstehen, ist nicht der politische Halbgott. Es ist die Hilflosigkeit der gepanzerten Menschen, die es Halbgöttern ermöglicht, regelmäßig auf dem sozialen Schauplatz zu erscheinen. Das politische Zusammenwirken des Halbgottes mit hilflosen, sozial abhängigen Menschen, die emotional den Kontakt mit sich selbst verloren haben, ermöglicht es dem Halbgott zu existieren.

 

Was ist falsch an der Denkweise der Teenager?

In einem kürzlich im Wall Street Journal (28.-29. Jan., 2012) erschienenen Artikel mit dem Titel „What’s Wrong With The Teenage Mind?“ schreibt Alison Gopnik, Professor für Psychologie an der University of California, Berkeley, viele der Probleme, die heutige Jugendliche mit der Bewältigung der Welt haben, dem Gehirn der Jugendlichen zu. Frau Gopnik versucht das Verhalten von Teenagern mittels lokalisierter Nervenbahnen im Gehirn zu verstehen, etwa „Belohnungszentren“ und „Kontrolsystemen“, die bestimmten Verhaltensfunktionen zugrundeliegen.

Daß das Gehirn im Verhalten der Teenager eine Rolle spielt und die Interaktion zwischen dem Teenager und seiner Umwelt für die Art des zur Schau gestellten Verhaltens wichtig ist, ist selbstverständlich. Diese Aussagen über das Gehirn reichen jedoch nicht aus, um das erratische, dysfunktionale Verhalten von vielen Jugendlichen heute zu erklären.

Was unerwähnt bleibt, ist die Wirkung der dramatischen Veränderungen, die mit der Umwandlung der westlichen Gesellschaft von autoritär zu anti-autoritär einhergegangen sind, und die Wirkung des damit verbundenen mechano-mystischen Weltbildes auf das Leben der Menschen, insbesondere aber auf das der Jugendlichen. Der Zusammenbruch der alten autoritären Gesellschaftsordnung und ihrer Untermauerung, der auf Sexualunterdrückung beruhenden autoritären Familie, führte zu einer Gesellschaftsordnung, die sogar noch lebensfeindlicher ist als ihr Vorgänger. Verschlimmert wird die Sache dadurch, daß alles, was die Psychiatrie in der Vergangenheit mühsam zusammengetragen hatte, einschließlich der Erkenntnisse über die psycho-sexuelle Entwicklung des Menschen (deren Störung für einen Gutteil dessen verantwortlich ist, was Jugendliche heute bedrängt), komplett aus der Praxis der Psychiatrie eliminiert worden ist.

In der Tat ist die psychiatrische Praxis von heute zum Zustand von vor 100 Jahren regrediert, als die subjektive Funktionsweise des Geistes eins zu eins mit der objektiven Funktionsweise von bestimmten Hirnarealen gleichgesetzt wurde. Die moderne Psychiatrie ist weiter davon entfernt, die Probleme der Jugendlichen zu verstehen, als sie es damals war. Unterdessen hat sich, dank unserer anti-autoritären Gesellschaftsordnung, der Level an Sozialpathologie, der bei allen, auch bei den Jugendlichen, evident wird, mehr denn je zugespitzt. Diese gesellschaftlichen Entwicklungen können nur als eine direkte Folge des höheren Niveaus an emotionell pestkranker Aktivität in der Welt von heute verstanden werden.

 

Warum es notwendig ist, die Emotionelle Pest als medizinische Krankheit in den Griff zu bekommen

Die Emotionelle Pest wird als zerstörerisches menschliches Verhalten auf dem sozialen Schauplatz definiert. Oft begegne ich Leuten, die fragen, warum es notwendig sei, den Begriff „Emotionelle Pest“ zu benutzen, wenn wir destruktives Verhalten bei Menschen sehen. Da sich die Pest überall manifestiert, warum sie nicht „menschliche Destruktivität“ nennen und es dabei bewenden lassen? Meine Antwort lautet, daß anders als beim Verhalten von gewöhnlichen Neurotikern, das emotionell pestkranke Individuum den Ausdruck des Lebens in anderen nicht tolerieren kann. Wegen dieser Intoleranz ist sein Verhalten darauf ausgerichtet, das Leben anderer auf die eine oder andere Weise zu zerstören. Das Element der Ansteckungsgefahr versetzt die Emotionelle Pest direkt in den Bereich der Medizin als einer legitimen Infektionskrankheit. Daher muß die Pest wie jede andere Infektionskrankheit medizinisch verstanden und behandelt werden.

Stellen Sie sich als Analogie ein Gespräch mit jemandem aus dem 15. Jahrhundert vor, einer Zeit, als ein Drittel der europäischen Bevölkerung durch die Pest ausgerottet wurde, und Sie ihm mitteilen, daß die Krankheit durch einen unsichtbaren Organismus verursacht wird, der in einem Floh lebt, der auf einer Ratte lebt, und die einzige Möglichkeit, die Krankheit auszurotten, sei das Befolgen sanitärer Hygienemaßnahmen. Der Betreffende hätte nicht verstehen können, was da gesagt wird. Das ist die gleiche Situation, die heute gegeben ist, weil die Emotionelle Pest nicht erkannt wird. Wird sie als ernste Gefahr für Menschenleben genannt, begegnen einem Unverständnis und Unglauben. Die heutigen Menschen leben im gleichen Zustand der Unwissenheit und tappen hinsichtlich ihrer Lebensfunktionen, sowohl den gesunden als auch den pathologischen, einschließlich der Emotionellen Pest, genauso im Dunkeln wie im 18. Jahrhundert, als die medizinische Pathologie noch nicht die Quellen von Infektionskrankheiten entdeckt hatte.

 

Eine arbeitsdemokratische Organisation

In einer arbeitsdemokratischen Organisation regeln die natürlichen und systemimmanenten rationalen Beziehungen zwischen Menschen den Arbeitsprozeß. Seit seiner Gründung im Jahr 1968 hat das American College of Orgonomy als arbeitsdemokratische Organisation funktioniert. Im Gegensatz zu formalen Organisationen, die dem Prinzip der zwanghaften Arbeit unterliegen, ist die Beteiligung einer Person an einer arbeitsdemokratischen Organisation vollkommen freiwillig und wird getragen von der Kapazität eine Arbeit zu leisten, die für das Überleben der Unternehmung von vitaler Bedeutung ist.

Gesunde Arbeit stammt aus dem biologischen Kern und wird, vom Panzer unverzerrt, durch die Peripherie ausgedrückt. Sie ist rational, konstruktiv und wird vom Arbeitenden als angenehm empfunden. Es war in der Geschichte des College typisch, daß sobald eine bestimmte Arbeitsfunktion eines Mitgliedes aus welchem Grund auch immer sich zu verschlechtern begann, es aus eigenem Antrieb den Kontakt mit der Organisation verlor. Die Verschlechterung erfolgt in der Regel in Form einer mechanistischen oder mystischen Verzerrung, die sich als Rigidität der ursprünglichen Arbeitsfunktion manifestiert. Dies ist ein deutliches Zeichen, daß die sekundäre destruktive Schicht (der Panzer) des Mitglieds die Fähigkeit zur Arbeit behindert. Später kommt häufig heraus, daß das Mitglied oder die Mitglieder, die gehen, persönliche Gründe hatten, mit denen sie ihr Weggehen rechtfertigen, etwa daß sie besser verstehen, wie sich das College entwickeln soll, oder daß sie eine höhere Vision haben, die sich die Organisation hätte zu eignen machen sollen. Der Grund für ihr Gehen kommt immer erst zum Vorschein, nachdem sie gegangen sind, nie vorher.

Oft fragen mich Leute, warum diese oder jene Person das College verlassen hat. Die Antwort ist in fast allen Fällen die gleiche. Es ist Ergebnis des Zusammenruchs der spezifischen Arbeitsfunktion des Betreffenden innerhalb des College. Es ist in erster Linie die rationale Arbeitsfunktion der Mitglieder des College, die ihre Fähigkeit stärkt, mit anderen zusammenzuarbeiten und produktiv tätig zu sein.

 

Zwei Möglichkeiten die Wissenschaft der Orgonomie zu zerstören

Gepanzerte Menschen verfügen über zwei Möglichkeiten der Selbsterkenntnis, die die Wissenschaft der Orgonomie bringen kann, zu entgehen. Die erste Methode, offene Unterdrückung, wurde normalerweise vor 1960 verwendet, als die autoritäre Gesellschaftsordnung noch intakt war. Diese Methode beinhaltete zum Teil direkte Angriffe auf Wilhelm Reich und seine Mitarbeiter durch das wissenschaftliche Establishment, die schließlich darin mündeten, daß der große Wissenschaftler im Gefängnis starb und seine Bücher öffentlich verbrannt wurden.

In der heutigen anti-autoritären Gesellschaftsordnung ist fast alles erlaubt. Offene Unterdrückung ist nun nicht mehr notwendig. Sie wurde ersetzt durch eine humanere, „aufgeklärte“ Methode. In Bezug auf psychiatrische Therapien ist jede denkbare Art von Behandlung zulässig und gleichberechtigt, unabhängig von ihrer Wirksamkeit. Das bedeutet, daß sogar die Wissenschaft der Orgonomie und die medizinische Orgontherapie jetzt erlaubt und neben alles mögliche andere gestellt werden können. Diese Betrachtungsweise führt zur Degradierung der Einzigartigkeit der Wissenschaft der Orgonomie und ihrer Therapie, der medizinischen Orgontherapie. Infolgedessen hinterläßt eine Präsentation über die medizinische Orgontherapie bei den meisten Menschen, die nichts von ihr wissen, zwangsläufig das Gefühl, daß sie nichts besonderes ist.

Die Einzigartigkeit der medizinischen Orgontherapie, verabreicht durch einen qualifizierten medizinischen Orgontherapeuten, hat mit ihren qualitativen Unterschieden zu allen anderen Therapieformen zu tun, sowohl was die Vorgehensweise als auch die Ergebnisse der Therapie betrifft. Diese Unterschiede können nicht ausreichend in Worte gefaßt werden. Sie müssen erfahren werden, um verstanden werden zu können.

 

Amerika und Rußland im 21. Jahrhundert

1991 wurde die Kommunistische Partei in Rußland verboten und die Sowjetunion hörte auf zu existieren. Seit dieser Zeit hat Rußland mit seiner kommunistischen Vergangenheit gerungen, um den Schrecken von 70 Jahren totalitärer Herrschaft hinter sich zu lassen. Mit der Wahl von Barack Obama zum Präsidenten der Vereinigten Staaten und zahlreicher hochrangiger sich als echte Liberale ausgebender linker Politiker in den Congress 2008 befindet sich Amerika gerade dabei, kopfüber in die Rolle eines kommunistischen Staates abzugleiten. Die Lage ist noch erschreckender, wenn man bedenkt, daß Amerika unter Ronald Reagan als Präsident das Land war, das nur zwei Jahrzehnte zuvor weitgehend die Verantwortung dafür trug, das sowjetische Regime zu Fall zu bringen. Heute ist Amerika nicht nur völlig wehrlos gegenüber der kommunistischen Bedrohung, sondern steht darüber hinaus in Gefahr selbst zu einem kommunistischen Staat zu werden, ähnlich der früheren Sowjetunion. Wie konnte das geschehen?

Das konventionelle Denken findet keinen Zugang zu der Frage, warum diese gegensätzlichen Strömungen in den beiden Ländern auftreten. Das Phänomen hat mit der hochansteckenden Natur der Emotionellen Pest zu tun: emotionell pestkranken Individuen auf der einen Seite und die emotionale Krankheit der Menschen, die die Pestkranken politisch ausnutzen können, auf der anderen Seite. Die emotionale Krankheit des Menschen umfaßt das Segment der amerikanischen Bevölkerung, das nicht in der Lage ist zu arbeiten und für das eigene wirtschaftliche Überleben Verantwortung zu tragen. Daß ihre Unfähigkeit zu arbeiten, eine echte Krankheit ist, zeigt die Tatsache, daß in Amerika die Möglichkeit zu arbeiten und Erfolg zu haben für jeden leicht zugänglich ist, der bereit ist, die erforderlichen Anstrengungen auf sich zu nehmen. Emotionell pestkranke Individuen, in der Person von linksgerichteten Politikern, versprechen, daß sie diejenigen sind, die sich um die Menschen kümmern. Mittels sozialistischer Gesetzgebung nehmen sie Reichtum von jenen, die produktiv in der Privatwirtschaft arbeiten können, und geben ihn denjenigen, die das nicht können. Nichts wird getan, um die emotional begründeten Arbeitsstörungen der Menschen anzugehen, während der Abstieg in einen sozialistischen Staat ungehindert voranschreitet.

 

Zwischen Sozialisten und Kommunisten besteht kein Unterschied mehr

In der vergangenen autoritären Ära, ungefähr vor 1960, wurde die Gesellschaft von Gesetzlichkeit bestimmt. Es war möglich zwischen Kommunisten und Sozialisten zu unterscheiden. Während Sozialisten ihre Absichten preisgaben und offen die Übernahme der Regierung favorisierten, verleugneten die Kommunisten ihre wahren Absichten und gingen dergestalt heimlich (subversiv) vor, um ihr angestrebtes Ziel einer sozialistischen Gesellschaft herbeizuführen. So war es in diesen Tagen relativ einfach, die soziale Gefahr, die von beiden Personentypen ausging, zu erkennen und geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

In der heutigen anti-autoritären Gesellschaft gibt es einen teilweisen Zusammenbruch der Herrschaft des Rechts und soziale Destruktivität aus der sekundären Schicht bricht zunehmend an die gesellschaftliche Oberfläche durch. Beispielsweise sind die meisten Menschen nicht mehr in der Lage, die Destruktivität der Kommunisten zu erkennen, weil diese in den politischen Mainstream vordringen konnten, der sozialen Oberfläche, indem sie sich der Welt als echte Liberale präsentierten. Sie wurden mit „Progressiven“ gleichgesetzt und können jetzt sozialistische Gesetze verabschieden, um die von ihnen erstrebten Ziele strikt innerhalb der Grenzen des Rechtsstaats zu verwirklichen. In der Praxis ist es deshalb nicht mehr notwendig, zwischen dem sozialistischen und dem kommunistischen Modus operandi zu unterscheiden. Sie sind ein und dasselbe.

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Blogeinträge Juli/August 2011

26. August 2011

Die Wirkung des Panzers auf Denkprozesse

Bei gesunden Menschen sind Denkprozesse fließend und können sich Veränderungen der natürlichen (auch sozialen) Rahmenbedingungen anpassen. Dies nennt man funktionelles Denken: so zu denken, wie die Natur funktioniert. Die individuelle Befähigung funktionell zu denken, spiegelt das Fehlen eines Panzers wider, insbesondere im okularen Segment, das die Augen und deren Fortsetzung ins Gehirn umfaßt.

Panzer wirkt sich auf biologische Funktionen so aus, daß diese erstarren, einschließlich der Funktion des Denkens. Statt Denkprozesse der Art und Weise anzupassen, in der die Natur funktioniert, steht gepanzertes Denken im Dienste der Rationalisierung der vorgefaßten Weltsicht des Individuums. Beispiele für gepanzertes Denken in der Politik sind die politischen Ideologien der Linken und der Rechten. Jede dieser Ideologien basiert auf spezifischen Unterschieden bei der Verteilung des individuellen Panzers. In den Naturwissenschaften beherrscht die mechano-mystische Form der gepanzerten Weltsicht das wissenschaftliche Denken. Der mechanistischen Auffassung zufolge funktioniert die ganze Natur nach den mechanischen Gesetzen, die Maschinen bestimmen. Dort wo mechanistisches Denken keine Erklärungen liefert, rekurriert der Wissenschaftler auf mystische Vorstellungen, Ideen ohne sachliche Grundlage, um die Erklärung zu vervollständigen. Mechano-mystisches Denken verzerrt die Natur nicht nur gröblich, sondern, was noch wichtiger ist, dient es als mächtige Abwehr gegen jedweden Versuch, es mit einer funktionellen Sicht der natürlichen Welt zu ersetzen. Heute verteidigt sich das mechanistische Denken in den Naturwissenschaften auf die gleiche bösartige Weise gegen das funktionelle Denken, wie die mystischen Kirchendoktrinen dogmatisch gegen Naturwissenschaftler, „Häretiker“, im 16. und 17. Jahrhundert in Stellung gingen.

 
Unsere funktionsgestörte Ökonomie

Die Vitalität einer Nation hängt von ihrer Fähigkeit ab, sich wirtschaftlich selbst zu regulieren. Das Wohl der Wirtschaft spiegelt die Qualität und Quantität der biologischen Arbeitsfunktion der Menschen wider. Da gepanzerte Menschen in unterschiedlichen Arten und Graden eine Störung in ihrer Arbeitsfunktion aufweisen, muß die Fähigkeit zur Selbstregulierung der nationalen Ökonomie funktionsgestört sein. Ein Zeichen für die Verschlechterung ihrer emotionalen Gesundheit in unserer heutigen anti-autoritären Gesellschaft ist der Rückgang in der Qualität und Quantität der Arbeitskapazität der Menschen. Der Niedergang der amerikanischen Wirtschaft ist eine direkte Folge.

Einige der Anzeichen für die Verschlechterung der Arbeitsfunktion finden sich in den folgenden sozialpathologischen Manifestationen:

  1. Die Zunahme der wirtschaftlichen Hilflosigkeit der Menschen; denjenigen, die in ihrem Überleben von der Regierung abhängen. Dies geschieht entweder direkt mit dem Verteilen von Sozialhilfe oder indirekt durch die Beherrschung des öffentlichen Sektors durch die Gewerkschaften.
  2. Die zunehmende Macht, die Gewerkschaften über das Leben der Arbeitnehmer ausüben.
  3. Die Zunahmen des Anspruchsdenkens, der Erwartungshaltung gegenüber der Regierung in allen Segmenten der Gesellschaft von Privatpersonen bis zu riesigen Konzernen.
  4. Die Anwendung der Affirmative Action am Arbeitsplatz.
  5. Unverantwortliche und betrügerische Kreditpraktiken durch Unternehmen und Regierungschefs, was zur Erosion des öffentlichen Vertrauens in den Markt und in Finanzinstitutionen, wie Banken, führt.

Als Reaktion auf die wirtschaftlichen Schwierigkeiten greift die Regierung ein, um „etwas zu tun“. Gesetze werden erlassen, die neue Ausgaben mit sich bringen, einschließlich Bail-Outs und gesetzlichen Regularien, die überhaupt nichts mit der zugrundeliegenden Quelle der wirtschaftlichen Probleme zu tun haben. An die Stelle der Selbstregulierung in der Privatwirtschaft treten Zwangsverordnungen des öffentlichen Sektors. Diese Politiker sind unfähig zuzugeben, daß sie keine Lösung für die Verbesserung der sozialen Bedingungen haben. Andere, die realistischer sind, wissen, daß sie nichts Besseres anzubieten haben, als den Einfluß der Regierung zurückzudrängen, um die Ordnung wiederherzustellen. Das ist die einzige mögliche rationale Lösung, wenn man berücksichtigt, daß es gemeinhin an einem Verständnis für die biologische Arbeitsfunktion mangelt.

 
Der Ursprung der Ideologien der Linken und der Rechten

Um zu verstehen, was an politischen Ideologien falsch ist, muß man zunächst erkennen, wo sie aus biophysischer Sicht richtig liegen. In meinem Blog erklärte ich am 26. Februar 2011, daß die Politik der Linken und der Rechten aus dem grundlegenden Widerspruch in der Struktur aller gepanzerten Menschen entstammt: der Sehnsucht nach Freiheit auf der einen Seite und Angst vor der Freiheit auf der anderen.

Die Ideologie des wahren Liberalen ergibt sich aus und ist Ausdruck der zugrundeliegenden menschlichen Sehnsucht nach Freiheit, Glück und dem Wunsch nach sozialen Verbesserungen. Die Ideologie des wahren Konservativen wird von dem Gefühl bestimmt, daß diese erstrebten Zustände, wenn nicht unrealistisch, so doch zumindest in der Praxis nicht erreichbar sind; jenseits von dem, was die Leute ohnehin schon haben.

Die liberale Ideologie war daher von jeher beliebter und attraktiver für die Massen und das erklärt, warum linksgerichtete Präsidenten der Vergangenheit, wie Wilson, Roosevelt und Kennedy, übermäßig viel Verehrung genossen haben. In der heutigen anti-autoritären Ära sind die sozialen Bedingungen sogar noch schlimmer als zuvor. Viele Menschen, darunter insbesondere auf der politischen Linken, befinden sich in einem Zustand der chronischen Überexpansion und Nichtbefriedigung. Ihre Erwartung, gespeist aus ihrer Hilflosigkeit und Hilfsbedürftigkeit, ständig gesichert und mit materiellen Gütern versorgt zu sein, scheint unauslöschlich. Dieser Bedarf paßt gut zu Präsident Obamas linksextremer Innenpolitik und erklärt seine anhaltende Popularität bei diesem Bevölkerungssegment, selbst wenn sich die sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen verschlechtern.

 
Der Massenmörder von Oslo: Eine Fallstudie über einen faschistischen Charakter

Am 22. Juli 2011 zündete ein 32 Jahre alter Norweger eine Bombe vor Regierungsgebäuden in Oslo und erschoß im Laufe des Tages Dutzende von Jugendlichen in einem Jugendcamp der Arbeiterpartei. Er ermordete insgesamt 76 Menschen.

Berichten zufolge war er durch seine Abneigung gegen die multikulturelle Politik motiviert, die seiner Ansicht nach sein Land auf den Weg zur Islamisierung führe. In seinem 1500-seitigen Manifest 2083: Eine europäische Unabhängigkeitserklärung spricht er von seinem Stolz auf sein „Wikinger-Erbe“ und besteht darauf, daß er „eine islamische Präsenz in Europa nicht akzeptieren“ werde. Er bezeichnet sich selbst als „Justiziar-Ritter und Kommandeur der Tempelritter Europas“, einer Gruppe, von der er behauptet, sie habe ca. 80 Mitglieder. Seine grandiose, mystische Weltsicht scheint von der Geschichte des Mittelalters geprägt zu sein.

Er scheint eine militärische Ausgehuniform entworfen zu haben und will sie zu seinem Gerichtsprozeß tragen. Auch sagte er, daß die Medien präsent sein müßten, um mehr öffentliches Interesse zu generieren. Offenbar war der Zweck des Massakers nicht einfach die Führer der Arbeitspartei zu töten, sondern vielmehr ein Spektakel zu inszenieren, um damit seinem Kreuzzug Leben einzuhauchen. Er nennt dies die Propaganda-Phase seiner Kampagne, in der ihm seiner Vorstellung zufolge „eine Bühne für die ganze Welt“ geboten werde. Durch Mobilisierung der rebellischen Jugend könne er „zig Millionen europäischer Sympathisanten“ für sich gewinnen, „die uns vorbehaltlos unterstützen und an unserer Seite zu kämpfen bereit sind“. Zwei Wochen vor dem Amoklauf hätte ein Nachbar beinahe die Polizei gerufen, als er bemerkte, daß die Fenster im Haus des Attentäters geschwärzt worden waren. Am Morgen vor dem Massaker schrieb er, sich an sich selbst wendend, daß „Du heute unsterblich werden wirst“. Bei seiner Festnahme rief er, seine Taten seien „grausam, aber notwendig“.

Um zu einer Diagnose dieses Individuums zu gelangen, ist es wichtig, zwischen der individuellen und der sozio-politischen Charakterstruktur eines Menschen zu unterscheiden. Als Individuum betrachtet ist dieser Mensch ein paranoid-schizophrener Charakter. Er hat wahnhafte Vorstellungen von Verfolgung und Großartigkeit. Aus sozio-politischer Perspektive ist er ein faschistischer Charakter.

In der sozio-politischen Charakterologie wird untersucht, wie Einzelpersonen es sich nicht nehmen lassen, die Auswirkungen ihrer emotionalen Krankheit anderen in ihrem Umfeld aufzuerlegen. Die Symptome des sozio-politischen Verhaltens des Individuums werden in erster Linie im gesellschaftlichen und politischen Leben ausgedrückt, indem sie dieses beschränken und reglementieren. Vom Betreffenden werden sie jedoch nicht als ich-fremd empfunden, so daß sie heftig und voll Emotionen verteidigt werden. Da es in der gesellschaftspolitischen Arena ausgedrückt wird, kann das Verhalten kategorisiert werden, je nachdem es nach links oder rechts des politischen Spektrums tendiert. Diejenigen, die dem äußersten rechten sozio-politischen Spektrum angehören, bezeichnet man als faschistische Charaktere. Faschisten kämpfen aktiv gegen Linke, da sie sie als Konkurrenz für die Hegemonie sehen, die sie beide anstreben. In diesem Fall waren die Moslems die Sündenböcke, um das mörderische Anliegen zu rechtfertigen.

Als Beispiel für einen faschistischen Charakter verkörpert dieser Killer die ultimative Rebellion mit reaktionären Ideen. Er ist der sprichwörtliche Kleine Mann, der für absoluten Autoritarismus steht. Er muß von seinem Vater so vollständig niedergeknüppelt worden sein, daß er die fantasierte Autorität der Vaterfigur (die Templer oder das Vaterland) benötigte, um sein Leben zu diktieren und ihm das Placet zum Ausleben seiner Brutalität und seines Hasses, die er nicht mehr länger in Zaun halten konnte, zu geben. Haß auf Moslems, Rassereinheit, Mystik und Automatismus sind alles Symptome, die der orgastischen Impotenz des Faschisten entstammen. Aus gesellschaftlicher Sicht verschärfte die Verwendung der Moslems als Sündenböcke eine sozial bereits angespannte Lage zwischen Moslems und Nicht-Moslems, die sogar noch mehr öffentliches Interesse für seinen Fall erzeugte.

Obwohl er stark gepanzert ist, besitzt der Faschist doch noch immer einen Sinn für das Leben in ihm selbst, kann es aber nur in einer mystischen, verzerrten Weise erleben. Erregt durch unerträgliche Sehnsuchtsempfindungen, die niemals Erfüllung finden können, schlägt er brutal und mörderisch gegen diejenigen zu, die er als lebendig und frei empfindet. Danach rationalisiert er seine Handlungen als mystische Sendung, die gerecht und notwendig sei, um die Reinheit seiner Rasse zu schützen und um die Vorherrschaft über andere weniger reine Rassen aufrechtzuerhalten. Bei der Erreichung seines Ziels läßt er sich durch nichts aufhalten, um diejenigen zu zerstören, die ihn bedrohen oder ihm im Wege stehen.

In diesem Fall zeigt sich, daß zwei Kräfte erforderlich waren: eine stammte aus seinem individuellen Charakter (paranoide Schizophrenie) und die andere aus seinem sozio-politischen (faschistischen) Charakter. Diese Kräfte wirkten zusammen, um dieses tragische Ereignis herbeizuführen.

 
Die Emotionelle Pest, die Quelle der gesellschaftlichen Pathologie, wird nicht erkannt

Der gegenwärtige Stand der Kenntnisse zur Sozialpathologie ähnelt dem Kenntnisstand der medizinischen Pathologie im 17. Jahrhundert, als es wenig oder gar keine wissenschaftlichen Kenntnisse über den Ursprung von Infektions- und anderen Krankheiten gab. Stellen Sie sich vor, Medizin oder Chirurgie auszuüben ohne Kenntnisse von Anatomie, Physiologie, Pathologie und all den anderen Zweigen der Medizin, die zur Diagnose und Behandlung von Erkrankungen notwendig sind. Doch genau das versuchen Soziologen, Ökonomen und Politiker heute zu tun, wenn sie daran gehen, soziale Probleme ohne eine korrekte wissenschaftliche Ausrichtung zu beheben, die unter anderem eine sorgfältige Erhebung der Geschichte des biologischen Ursprungs der gesellschaftlichen Pathologie erfordert. Von den heutigen Politikern zu erwarten, daß sie sich um soziale Probleme kümmern, ist wie einem Barbier Operationsinstrumente in die Hand zu drücken und ihn zu bitten eine Herzoperation durchzuführen.

Besonders zerstörerisch wirkt sich aus, daß die Funktion, die der individuelle und sozio-politische Charakter eines Politikers bei der Bestimmung seiner sozialen und politischen Strategie spielt, nicht verstanden wird. Die Charakterstruktur eines Politikers und nicht die politische Partei, der er angehört, ist der bestimmende Hauptfaktor in seinem politischen Denken und Handeln. Die Unkenntnis der Öffentlichkeit über diese wichtige Tatsache ist der Grund, daß hochrangige Politiker mit einer kommunistischen Charakterstruktur, die sich als echte Demokraten und Mitglieder der Democratic Party gerieren, in der Lage sind, enormen wirtschaftlichen Schaden anzurichten, indem sie der Öffentlichkeit beispielsweise Steuer- und sozialistische Programme aufzwingen. Obzwar es heute vor jedermanns Augen geschieht, durchschaut niemand wirklich diese Imitatoren und ihre Taten. Das ist so, weil die Funktion der sozio-politischen Charakterstruktur des Kommunisten nicht verstanden wird: Ein Kommunist ist ein emotionell pestkranker Charakter auf der extremen Linken. Er ist jemand, der alles Notwendige tun wird, um Amerika zu Fall zu bringen und so alle Formen des gesunden sozialen Lebens weltweit zu zerstören.

Ganz allgemein hat die Emotionelle Pest jeden Teil des gesellschaftlichen und politischen Lebens befallen. Dennoch wird die emotionale Pathologie der gepanzerten Menschenmassen, die zu jedem einzelnen unserer sozialen Probleme beiträgt, konsequent umgangen. Schwerwiegende Beispiele sind beispielsweise die wachsende Abhängigkeit und das Anspruchsdenken der gepanzerten hilflosen Massen und deren Auswirkung auf das produktive Segment der Gesellschaft; die eigennützigen allgegenwärtigen linken Politiker, die bereit sind, die Situation politisch auszunutzen; Politiker auf beiden Seiten des sozio-politischen Spektrums, die versuchen, wirtschaftliche Probleme durch Eingriffe und Kontrolle der Marktkräfte zu lösen und so weiter. Diese wie auch andere soziale Probleme werden weiter eskalieren, bis die Emotionelle Pest erkannt, sequestriert und behandelt worden ist, so wie jede andere ansteckende epidemische Krankheit, die das menschliche Leben befällt.

 
Europas Probleme mit dem Islam

Europas Probleme mit dem Islam sind ein weiteres sozialpathologisches Symptom, das unmöglich zu verstehen ist ohne Kenntnis der sozio-politischen Charakterologie (siehe meinen Blogeintrag Sind moslemische Gesellschaften mit Demokratie vereinbar?).

Die moslemische Gesellschaft ist rigide autoritär. Basierend auf der ausgeprägten sexuellen Unterdrückung von Kindern und Jugendlichen, die Unterwerfung von Frauen, einer stark mystischen Tendenz und Bindung an das moslemische Gesetzessystem (Scharia), das sie über das westliche Recht stellen, gehören die meisten moslemischen Einwanderer in Europa in unterschiedlichem Maße der rechten Seite des sozio-politischen Spektrums an. Von der politischen Mitte bis zur extremen Rechten reichend, umfaßt diese Gruppe Konservative, Erzkonservative, Reaktionäre und Faschisten. Daher ist der politische Mainstream in moslemischen Gesellschaften irgendwo rechts von der Mitte zu verorten.

Im Gegensatz dazu sind die westlichen Gesellschaften heute anti-autoritär. Basierend auf der Abschaffung der männlichen Autorität und der autoritären Familie, der weitverbreiteten Mißachtung jeglicher sozialer Tradition und des Rechts, dazu gehört auch das Vorherrschen sexueller Freizügigkeit und Drogenmißbrauch, verlagerte sich der politische Mainstream in der westlichen Gesellschaft weit nach links von der Mitte. Von der politischen Mitte bis zum Linksextremismus reichend, umfaßt die Linke Liberale, Sozialisten und Pseudo-Liberale/Kommunisten. Verkompliziert wird das ganze dadurch, daß diese Verschiebung nach links zwangläufig zur Polarisierung der europäischen Gesellschaft führte und viele nicht-moslemische Europäer zu den politischen Extremen von Links und Rechts tendieren. Dies sind die wichtigsten zugrundeliegenden bio-sozialen Kräfte, die im kulturellen Konflikt zwischen moslemischen und nicht-moslemischen Europäern wirksam werden.

Jene, die der politischen Rechten zuzurechnen sind, haben eine selektive Haltung gegenüber dem gesellschaftlichen Leben. In dem Maße, in dem Moslems politisch rechts stehen, haben sie Schwierigkeiten sich anzupassen und sind einer Gesellschaft gegenüber intolerant, die von linken Normen dominiert wird. Deshalb isolieren sie sich vom Rest der europäischen Gesellschaft und leben separat gemäß ihrer moslemischen Sitten.

Auf der anderen Seite haben die nicht-moslemischen Europäer, die der politischen Rechten angehören, Schwierigkeiten mit der Lebensweise der Moslems in Europa und reagieren mit Intoleranz. Sie erwarten, daß sich Moslems über Nacht der westlichen Lebensweise anpassen.

Europäer, die der politischen Linken angehören, haben andererseits eine kollektivistische Einstellung zum gesellschaftlichen Leben. Diese Linken gehen sehr weit, um sich selbst anzupassen und die Lebensweise der Moslems in Europa zu tolerieren, einige unterstützen sogar die Scharia für die europäischen Moslems. Durch das Vorhandensein einer großen Zahl von Moslems in Europa verschärft das die Uneinigkeit einer bereits zerrissenen Gesellschaft. Das Massaker in Oslo vor kurzem ist das jüngste Beispiel dieser Polarisierung in der europäischen Gesellschaft.

Es ist unmöglich, das Geschehen, das Verhältnis von europäischen Moslems und nicht-moslemischen Europäern, zu begreifen, ohne zunächst die sozio-politische Charakterstruktur der Beteiligten zu verstehen.

 
Präsident Obamas Tag der Abrechnung

In seinem Artikel „What Happened to Obama? Absolutely Nothing“ (The Wall Street Journal, 13.-14. August 2011) beschreibt Norman Podhoretz Präsident Obama als

ein echtes Produkt der politischen Kultur, die aus einer linken Randgruppe in den frühen 1960er Jahren hervorging und sich bis Ende des Jahrzehnts metastatisch in den Universitäten, den Mainstream-Medien, den großen Kirchen und der Entertainment-Industrie ausgebreitet hatte. Wie ihre kommunistischen Vorfahren der 1930er Jahre waren die Linksradikalen der 60er Jahre davon überzeugt, daß die Vereinigten Staaten derart morsch seien, daß nur eine Revolution sie retten könne.

In der Schlußphase seiner Präsidentschaftskandidatur versprach Obama in einem seltenen Moment der Offenheit: „Wir stehen fünf Tage vor einer grundlegenden Umwandelung der Vereinigten Staaten von Amerika.“ Wieder mit Bezug auf Präsident Obama schließt Podhoretz:

Er ist immer noch der gleiche anti-amerikanische Linke, der er war, bevor er unser Präsident wurde, und das wohlverdiente Versagen einer Politik in In- und Ausland, die aus dieser verwerflichen Gesinnung stammt, ist darauf zurückzuführen, weniger auf seine Unerfahrenheit oder Inkompetenz oder Schwäche oder Dummheit.

Podhoretz versteht intuitiv, daß der Kommunismus ein sozialer Krebs ist, der metastasieren und alle gesellschaftlichen Organisationen zerstören kann. Wenn Podhoretz Kenntnis von der sozio-politischen Charakterologie hätte, würde er sofort erkennen, daß Obama ein pseudo-liberaler/kommunistischer Charakter ist. Es kann keinen Zweifel mehr geben hinsichtlich der sozio-politischen Agenda dieses pseudo-liberalen/kommunistischen Charakters. Sein erklärtes persönliches Ziel ist es, wie ein loyaler Amerikaner zu erscheinen und zu handeln. Seine unausgesprochene politische Agenda besteht darin, Amerika durch einen Prozeß der Sozialisierung in die Knie zu zwingen und gleichzeitig unter die Autorität der Vereinten Nationen zu stellen. Dieses Ziel ähnelt dem erklärten Ziel der untergegangenen Sowjetunion: der internationale Sozialismus.

Obamas Tag der Abrechnung ist der Wahltag 2012, wenn er die linken Ideologen, die ihn 2008 für die Präsidentschaft unterstützt haben, davon überzeugen muß, daß er noch immer der Umwandlung Amerikas in einen sozialistischen Staat verpflichtet ist, und gleichzeitig hat er erneut Millionen wohlmeinender, aber fehlgeleiteter amerikanischer Wähler dahingehend zu täuschen, er sei loyaler Amerikaner.

 
Die Unruhen in Großbritannien 2011 aus funktioneller Perspektive

Die Menschen sind nicht in der Lage, den Wald vor lauter Bäumen zu sehen. Aus einer funktionellen Perspektive sind die Plünderungen, der Vandalismus und das psychopathische Verhalten junger Menschen, das derzeit in ganz Großbritannien grassiert, einfach ein weiteres Symptom der Transformation und Degeneration der britischen Gesellschaft von autoritär zu anti-autoritär seit etwa 1960. Eine Hauptfolge der anti-autoritären Gesellschaftsordnung war die Zerstörung der autoritären Familie. Dies führte zu einem anderen zerstörerischen Ereignis, dem Verlust der Kontinuität mit den vergangenen Lebensweisen der Gesellschaft, die traditionell weitergereicht werden von Generation zu Generation. Die wichtigsten von ihnen sind Aufgaben, die mit Arbeitsfertigkeiten und dem Wissenserwerb zu tun haben. Diese Erosion ist der Grund für den allgemeinen Rückgang in den Lernleistungen auf allen Ebenen des Bildungssystems und der biologischen Arbeitsfunktion der Menschen. Zusätzlich zu ihrer bereits vorhandenen sexuellen Frustration führte die Zerstörung dieser beiden lebenswichtigen Funktionen bei diesen Jugendlichen zum Aufstau großer Mengen von emotionalem Druck, der zu den derzeitigen zerstörerischen Ausschreitungen in England geführt hat.

Weder die Politik der Linken, mit ihrer permissiven Haltung und ihren Sozialprogrammen, noch die der Rechten, mit ihrer altmodischen moralistischen Haltung und repressiven Polizeitaktiken, bieten Lösungen. In Wirklichkeit sind sie vergebliche mechanistische und mystische Versuche, den Aufständen als Symptom beizukommen. Leider denken die meisten Menschen in den Bahnen der mechanistisch ausgerichteten Politik der Linken und der mystisch ausgerichteten Politik der Rechten. Man muß fähig sein, aus einer funktionellen, Perspektive heraus gesellschaftliche Ereignisse zu betrachten, um an die Wurzel des Geschehens zu gelangen.

 
Die effektivsten Anti-Kommunisten sind Ex-Kommunisten
Kommunismus/Pseudo-Liberalismus ist eine hochansteckende, sozial übertragbare Krankheit, die sich als rücksichtslose Ideologie äußert. Indem sie sich selbst mit verschiedenen Labels wie „progressiv“, „Neue Linke“, „sozialistisch“ ausweist, kann sie sich extrem gut an sich verändernde gesellschaftliche Bedingungen anpassen und das gesellschaftliche Leben ins Chaos stürzen. Aufgrund der sehr verführerischen, idealistischen Fassade dieser Krankheit sind junge Menschen besonders anfällig für eine Infektion. Sobald die Ansteckung das Individuum ergriffen hat, bestimmt sie weitgehend den Lebenslauf und das Denken.

In seltenen Fällen erholt sich das Individuum von der Krankheit. Wenn dies geschieht, führt die Belastung durch den Kommunismus zu einer erhöhten Widerstandskraft und eine Art Immunität. Diese persönliche Erfahrung mit dem Kommunismus aus erster Hand vermittelt ein klareres Bewußtsein seiner Destruktivität und wie die Erkrankung abläuft, als es jene haben können, die nicht von ihm infiziert worden sind. Aus den Aufzeichnungen genesener Kommunisten gewinnt man den Eindruck, daß ihr Anti-Kommunismus aus dem Bauch heraus kommt und nicht nur von ihrem Intellekt, wie es oft bei Anti-Kommunisten der Fall ist, die nicht infiziert worden sind. Die Genesenen scheinen einen tieferen Sinn für die wahre Quelle der Krankheit zu haben. Aktuelle Beispiele für derartige Überlebende sind David Horowitz und Norman Podhoretz. Es gibt viele andere.

Zum Beispiel schreibt Podhoretz, der Obama mit den Kommunisten der Vergangenheit vergleicht:

… während die Kommunisten in ihrer wahnhaften Vision der Sowjetunion ein Modell für die Art von Gesellschaft vor sich hatten, die jene ersetzen würde, die sie zu zerstören beabsichtigten, wußten die Neuen Linken nur wogegen sie waren: America bzw. „AmeriKa“, wie sie es buchstabierten, um eine Verwandtschaft mit Nazi-Deutschland anzudeuten. Dank der Dekonstruktion der Sowjetunion als totalitärem Alptraum, wußten sie jedoch nicht, wofür sie einstanden. Doch sobald sie das unglaubliche Kunststück zustande gebracht hatten, die Democratic Party zu übernehmen … ließen sie die aussichtslose Hoffnung auf eine Revolution fahren, und fanden im sozialdemokratischen System, das in Schweden am weitesten entwickelt ist, eine Alternative zum amerikanischen Kapitalismus. Für diese bestand eine realistische Möglichkeit durch allmähliche politische Reformen erreicht zu werden … Erst mit dem Auftreten von Barack Obama gelang es den Linken endlich einen der ihren zu nominieren. (The Wall Street Journal, 13.-14. August 2011).

Was ist der Unterschied in der Herangehensweise bei Obamas anti-kommunistischen Kritikern zwischen den genesenen Antikommunisten und denjenigen, die nicht durch den „Immunisierungsprozeß“ gegangen sind? Die meisten Konservativen, die nicht genesene Antikommunisten sind, scheinen in der sozialen Fassade des Rationalismus gefangen zu sein. Ihre Opposition gegen Obamas Politik beruht ausschließlich auf ihrem Urteilsvermögen. Doch obwohl Obamas politische Agenda aus der oberflächlichen Schicht ausgedrückt wird, stammt sie fast ausschließlich aus der destruktiven mittleren Schicht seiner pseudo-liberalen Charakterstruktur. Deshalb kann die Vernunft allein sie nicht bewältigen. Auf der anderen Seite haben exkommunistische Kritiker Obamas, weil sie früher selbst von der Krankheit betroffen waren, ein besseres Gefühl für die destruktive Quelle seiner Politik. Diese Perspektive ist effektiver im Erkennen dessen, was Mr. Obama wirklich ausmacht, und bei seiner öffentlichen Bloßstellung.