Posts Tagged ‘Drogen’

Sollte Marihuana legalisiert werden?

13. August 2017

Um bewerten zu können, ob Marihuana einen zerstörerischen Einfluß auf das menschliche Leben hat, ist ein bio-psychiatrisches Verständnis der Unterscheidung zwischen Emotionen und Sensationen und der Wirkung der Droge auf sie vonnöten. Marihuana blockiert selektiv die Wahrnehmung von Emotionen, aber nicht die Wahrnehmung von Sensationen. Auf diese Weise versetzt die Droge den Konsumenten in einen chronischen Zustand der emotionalen Ahnungslosigkeit. Infolgedessen ist der Konsument vom Erleben von Angst und anderen schmerzlich störenden Emotionen entlastet. Diese selektive betäubende Wirkung auf die Emotionen verursacht das populäre Mißverständnis, daß Marihuana nur eine Freizeitdroge ist und nicht gesundheitsschädlich. In der Tat hat es die Wirkung, das emotionale Leben des Konsumenten zu beseitigen, weshalb es so zerstörerisch ist für das menschliche Leben.

Der Mythos, Marihuana sei harmlos, verkennt die zugrundeliegenden emotionalen und gesellschaftlichen Konsequenzen der universellen Störung der menschlichen Sexualität; den Konflikt, der sich aus dem sexuellen Drang der Jugendlichen ergibt, der auf ihren Panzer in der heutigen anti-autoritären Gesellschaftsordnung trifft. Der Konflikt führt zu der weitverbreiteten sexuellen Unzufriedenheit und zu sozialen Störungen, die uns bei Menschen heute immer mehr entgegentreten. Das ist der Grund, warum sie auf Drogen wie Marihuana zurückgreifen.

Angesichts dessen, kombiniert mit den in der Welt weitverbreiteten öffentlichen Fehlinformationen über die Sexualfunktion selbst, ist es heutezutage für jeden jungen Menschen unmöglich, echte Orientierung über die sexuellen Probleme in seinem persönlichen Leben zu finden. Diese weitverbreitete Unwissenheit seitens der breiten Öffentlichkeit verschärft das sexuell bedingte Elend der Menschen und trägt dazu bei, daß sie ihre eigenen Wege suchen, um ihr Leiden zu lindern. Durch die Dämpfung von Emotionen, setzt Marihuana dem sexuellen Elend des Konsumenten ein Ende und bietet ihm ein Ersatzleben, das frei ist von emotionalem Schmerz. Aber die Droge macht dies zu dem Preis, daß sie den Betroffenen vom emotionalen Kontakt mit seinem biologischen Kern abschneidet. Dieses Problem ist der zugrundeliegende, unausgesprochene Grund, warum ein großes Segment der Öffentlichkeit und der Gesetzgeber die Legalisierung von Marihuana voranbringt. Es ist eine Manifestation der Emotionellen Pest.

Ausweichen vor und Unwissenheit über den sexuellen Hintergrund der Probleme, die mit Marihuana und anderen Drogen verbunden sind, hält die Menschen davon ab, sie effektiv anzugehen. Das macht Marihuana zu einem politischen Nebenschauplatz – ein weiteres Symptom der Emotionellen Pest.

Die Verschärfung des Marihuana-Problems ist eine weitere Manifestation unserer anti-autoritären Gesellschaftsordnung. Die Droge versetzt den Benutzer in einen Zustand der emotionalen Ahnungslosigkeit in seinen Beziehungen mit wichtigen Menschen in seinem Leben einschließlich jenen, die eine Autoritätsstellung innehaben. Es versetzt den Konsumenten in einen angstfreien Zustand von Lockerheit, Selbstzufriedenheit und macht ihn schutzlos, wenn es zu gefährlichen Situationen kommt. Abgeschnitten von seinen Emotionen und ahnungslos über die vielen zerstörerischen Ereignisse, die sich um ihn herum zutragen, bleibt er im Überlebenskampf der Gnade seines Intellekts ausgeliefert.

Um die Verwirrung zu verschärfen, werden die stark zerstörerischen medizinischen und psychiatrischen Nebenwirkungen der Droge von der Öffentlichkeit und den Medien ständig ignoriert.

Die Kräfte der Emotionellen Pest agitieren aktiv für die Legalisierung dieser hochzerstörerischen Substanz, damit sie der Öffentlichkeit leicht zugänglich ist. Ein todsicheres Indiz dafür, daß die Emotionelle Pest in dieser Schlacht um die Legalisierung von Marihuana operiert, ist damit gegeben, daß „du verdammt bist, wenn du dagegen bist und du verdammt bist, wenn du dafür bist“. Egal welche Entscheidung über das Marihuana-Problem getroffen wird, man fühlt sich mattgesetzt. Wenn die Droge nicht legalisiert wird, wird ein riesiger Schwarzmarkt mit allen möglichen sozialen und kriminellen Konsequenzen geschaffen. Wenn sie legalisiert wird, wird die Botschaft vermittelt, daß sie harmlos ist und auf dem freien Markt zur Verfügung gestellt werden sollte. Beim ersten Kurs funktioniert die Gesellschaft autoritär, was zu einer vorhersehbaren Rebellion der linksindoktrinierten Jugend führt. Beim letzteren Kurs funktioniert die Gesellschaft in einer anti-autoritären Weise und vernachlässigt die rationale Führung und Erziehung, die die Menschen dringend über die Schädlichkeit dieser Substanz benötigen.

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Ein Musterbeispiel für die Emotionelle Pest: Der Krieg gegen die Drogen

21. Januar 2013

Ein sicherer Hinweis darauf, daß die Emotionelle Pest ihre Hände im Spiel hat, ist, daß du der Dumme bist, egal was immer du tust. Auf die Drogenproblematik übertragen bedeutet das, daß du falsch liegst, wenn du die Drogen legalisierst und noch falscher, wenn du es nicht tust. In der vergangenen autoritären Ära haben Kinder und Jugendliche eher auf Autoritätspersonen gehört. Ihre Rebellion wurde durch ihren Muskel- und Charakterpanzer gezügelt. Wegen der Zerstörung der autoritären Familie ist es bei Kindern und Jugendlichen in der heutigen Gesellschaft wahrscheinlicher, daß sie ihre Rebellion auf subversive Weise ausleben ohne Rücksicht auf die zerstörerischen Auswirkungen auf ihr Leben, da sie davon überzeugt sind „alles zu wissen“. Ohne Autorität, der sie Respekt entgegenbringen, haben sie niemanden, auf den sie hören, und schweben in ständiger Gefahr, in die Drogenkultur hineinzugeraten.

Jene, die Teil der Drogenkultur sind, ob als Konsumenten oder auch als Dealer, sind mit einer emotionalen Krankheit infiziert, einem medizinischen Zustand mit sozio-ökonomischem Hintergrund, der sich in keiner Weise von anderen hochansteckenden und übertragbaren Krankheiten unterscheidet. Das Drogenproblem kann nicht einfach als Krieg gegen einen äußeren Feind betrachtet werden. Die Tendenz Drogen zu verwenden und Profit mit ihnen zu machen, der „Feind“, wohnt in jedem und kann bei jedem ausbrechen, insbesondere bei jungen Menschen. Sie sind gefährdet durch ihre starke Neigung zur Rebellion, ihr Bestreben „dazuzugehören“ und aus finanziellen Gründen. Deshalb müssen ihre Probleme nicht wertend, sondern aus Sicht des medizinischen Epidemiologen als endemische, emotional begründete medizinische Zustände kranker Menschen behandelt werden.

Das Drogenproblem ist ebensosehr ein Problem der Familien der Drogenabhängigen und der sozialen Institutionen, die damit zu tun haben, wie es eines der Konsumenten und der Dealer ist. Der erste Schritt zur Bewältigung des Drogenproblems ist die Aufklärung der Öffentlichkeit. Daß die Leute Drogen wie Marihuana nehmen, liegt darin begründet, daß sie mit deren Hilfe ihren schmerzhaften Emotionen und Gefühlen Einhalt gebieten und/oder sie durch angenehme (euphorische) ersetzen wollen. Konsumenten müssen vor dem Hintergrund behandelt werden, daß sie emotional kranke Menschen sind, die zur Linderung auf chemische Mittel zurückgreifen müssen. Diejenigen, die wirklich Hilfe wollen, und bereit sind sich ihren schmerzhaften Gefühlen zu stellen, müssen auf der Grundlage dieser Erkenntnisse durch qualifizierte psychosoziale Fachkräfte behandelt werden, die selbst emotional gesund sind, so daß sie nicht in die Falle des Wertens tappen. Die Öffentlichkeit muß in der Lage sein funktionell zu denken, nicht moralistisch.

Hartgesottene Drogenhändler sind äußerst destruktive kranke Menschen, die auf kriminelle Weise aus der emotionalen Krankheit anderer kranker Menschen Profit schlagen. Sie müssen abgesondert werden in Gefängnissen. Aus funktioneller Sicht gibt es Gefängnisse, um jene Personen aus der Gesellschaft abzusondern, die nicht fähig sind, ihre sekundären destruktiven Triebe selbständig unter Kontrolle zu bringen. Sie benötigen daher äußere Beschränkungen (Panzer) in Form von Haft.

Wenn man den Drogenkonsumenten von der Warte einer sozialen Krankheit mit medizinischem Hintergrund betrachtet, nicht moralistisch als jemanden, der bestraft werden muß, wird das dazu beitragen, ihm das Stigma zu nehmen. Diese Betrachtungsweise stellt das Ausmaß des Drogenproblems in die richtige Perspektive. Es wird ein langwieriger Prozeß der Vermittlung und der Fruchtbarmachung neuer Erkenntnisse auf allen gesellschaftlichen Ebenen sein, bevor diese destruktive Manifestation der Emotionellen Pest zurückgedrängt sein wird. (Siehe „The War on Drugs: America’s Second Civil War” in meinem Buch The Emotional Plague.)

Blogeinträge Januar 2012

26. Januar 2012

Es muß mehr im Leben geben

Die Orgonomie zieht zwei Arten von Menschen an: diejenigen, die sich zu ihr hingezogen fühlen und bei ihr bleiben, und diejenigen, die sich zunächst hingezogen, dann aber von ihr abgestoßen fühlen. Diejenigen, die zur Orgonomie kommen und bei ihr bleiben, teilen ein wichtiges gemeinsames Merkmal. Sie haben ein tiefes Gefühl, daß es mehr im Leben geben müsse als das, was es gemeinhin bietet. Sie sehen dieses Etwas in der Wissenschaft der Orgonomie, einer Wissenschaft, die einen Zugang zur Lebensenergie ermöglicht, einer Wissenschaft, die eine einheitliche und zufriedenstellende Herangehensweise an die innere Welt und die äußere Welt bietet. Im Vergleich dazu haben diejenigen, die zur Orgonomie kommen und sie wieder verlassen, ebenfalls eine Sache gemein. Sie meinen, daß es etwas anderes gibt, das die Wissenschaft der Orgonomie ihnen nicht geboten hat. Für sie ist Orgonomie nur eine von vielen Disziplinen, die der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Sie bleiben über unterschiedlich lange Zeiträume mit der Orgonomie in Kontakt, wenden sich aber früher oder später anderen Aufgaben zu, wobei sie oft kleine Teile der Orgonomie mit sich nehmen.

Der Unterschied zwischen diesen beiden Gruppen ist, daß die erste einen weitgehend unverfälschten Sinn für die Bedeutung ihrer Arbeits- und ihrer Sexualfunktion in ihrem täglichen Leben bewahrt hat. Sie können Freude in der Arbeit und in ihrem persönlichen Leben genießen. Das wurde durch ihre Erfahrungen mit der Orgonomie möglich und sie hegen entsprechend ein Gefühl der Dankbarkeit für die Orgonomen, die ihnen das ermöglicht haben. Die zweite Gruppe hat eine verzerrte, oft mystische Wahrnehmung der Kernfunktionen in ihrem Leben und ihre Vertreter sind deshalb nicht in der Lage, das praktisch zu nutzen, was ihnen die Orgonomie gegeben hat. Da ihnen eine echte Wertschätzung dessen, was sie erhalten haben, abgeht, verlieren sie sich häufig in mystischen Lehren und Praktiken der einen oder anderen Art.

 
Der Kommunismus hat seinen üblen Beigeschmack verloren

Während der Zeit des Kalten Kriegs galt Kommunismus zusammen mit Faschismus als eines der großen Übel der Welt. Mit dem Fall der Sowjetunion und dem Wegfall der Bedrohung für die freie Welt scheint der Kommunismus als böse soziale Kraft bei einer wachsenden Zahl von Menschen an Bedeutung verloren zu haben, obwohl er noch immer aktiv daran arbeitet, die Freiheit in Amerika zu untergraben. Dieses soziale Paradoxon kann nur funktionell verstanden werden. Es resultiert daraus, daß die Menschen zunehmend in der sozialen Oberfläche leben und den Kontakt mit ihrem biologischen Kern verlieren. Infolgedessen können sie nicht im ganzen Umfang die Freiheit nutzen, die das Leben in Amerika noch immer bietet. Sie wissen die Segnungen der Freiheit nicht ganz zu schätzen, weil sie buchstäblich die enorme Menge an Freiheit, die sie tatsächlich haben, nicht ertragen. Anzeichen für diese Intoleranz für Freiheit sind überall zu sehen: von den sinnlosen Aktivitäten der Demonstranten von Occupy Wall Street, der zunehmenden Abhängigkeit aller Segmente der Gesellschaft, die von der Zentralregierung unterstützt werden wollen, die Zunahme der Kriminalität in der Geschäftswelt, welche staatliche Kontrolle der Wirtschaft erfordert, bis zum weitverbreiteten und zunehmenden Bestreben der Bevölkerung Ersatzbefriedigung im Leben zu finden etwa durch Drogen, passive Unterhaltung und so weiter.

Für eine Bevölkerung, die durch diese Anzeichen des gesellschaftlichen Niedergangs geprägt ist, scheinen die Übel des Kommunismus nicht weiter gravierend zu sein. Für diese Menschen ist die Freiheit nicht der kostbare Schatz, zu dem er wird, sobald er ihnen genommen wird.

 
Die Emotionelle Pest benutzt die Wahrheit als Trojanisches Pferd

Es steckt immer ein Körnchen Wahrheit in der Sicht des emotionell pestkranken Individuums und um die Pest begreifen und bekämpfen zu können, ist es wichtig sie so zu sehen, wie sie ist. Diese Wahrheit dient dazu, jedermann zu zeigen, daß die Absichten des pestilenten Individuums rein und über jeden Verdacht erhaben sind und daß das, was es sagt und verkündet, zum Wohle aller gereicht. Ein aktuelles Beispiel dieser Taktik der Pest ist die Erklärung Präsident Obamas gegenüber dem amerikanischen Volk, daß ObamaCare gut für alle sei. Da sie die Wahrheit in den Dienst der Pest stellen, bezeichnet Thomas Sowell linke Ideologen als „die Gesalbten“. Der Funken Wahrheit, der durch ihre Fassade zum Ausdruck kommt, funktioniert wie ein Trojanisches Pferd, um die aus ihrer mittleren Schicht stammende destruktive gesellschaftspolitische Agenda durchzusetzen.

Der Grundgedanke der radikalen Linken ist, daß Amerika seiner Natur nach eine korrupte Nation ist, weil die „Besitzenden“ es von den „Habenichtsen“ genommen hätten und es daher zu einem Klassenkrieg zwischen ihnen kommen müsse, um diese Ungerechtigkeit aus der Welt zu schaffen. Dieser Krieg müsse, wenn notwendig, mit gewalttätigen Aktionen herbeigeführt werden, um die Ungleichheit zu beseitigen, auch wenn Amerika dabei zerstört werden sollte.

Es stimmt, daß es Korruption in Amerika gibt und daß einige Leute mehr Wohlstand als andere haben, wirtschaftliche Ungleichheiten bestehen. Diese Tatsachen, obwohl wahr, werden verdreht und benutzt, um das Herbeiführen von Amerikas Zerstörung zu rechtfertigen, indem jeder auf das gleiche Niveau reduziert wird. Was an all dem tatsächlich stimmt, ist nicht das, was die Linken Amerika vorwerfen, vielmehr entsprechen ihre Beschuldigungen gegen Amerika ihren eigenen in ihrer destruktiven mittleren Schicht enthaltenen bösen Impulsen. Diese Impulse werden auf die Gutsituierten in Amerika projiziert, um dessen Zerstörung herbeizuführen.

Warum wollen sie Amerika zerstören? Weil die Impulse des Hasses und der Rache, die aus ihrem Inneren stammen und zuerst gegen ihre eigenen Väter gerichtet waren, sich nun im weiteren Sinne gegen alle Autoritäten und maßgebliche Institutionen und auch gegen „die Reichen“ richten, auf daß es niemandem „besser gehe“ als ihnen selbst.

 
Die Occupy-Bewegung erhält sich selbst aufrecht

Die Proteste, die im Sommer 2011 als Occupy Wall Street-Bewegung begannen und sich über unsere Nation wie eine Infektion ausbreiteten, werden für eine längere Zeit anhalten und werden wahrscheinlich gewalttätiger werden. Und dies aus zwei Gründen: Erstens sind sie eine unverhohlene Manifestation der organisierten Emotionellen Pest und zweitens wird die Existenz der Pest und ihrer Arbeitsweise von der Öffentlichkeit noch lange nicht erkannt und verstanden.

Beim angeblichen ausüben ihres Rechts auf Meinungsfreiheit sind die Demonstranten auf eine Taktik gestoßen, die ihnen die Oberhand gegenüber den staatlichen Organen gibt und mit der sie so viel Schaden wie möglich an der amerikanischen Nation und ihrem Wirtschaftssystem anrichten wollen. Sie haben nichts Positives anzubieten und mit der stillschweigenden Unterstützung des amerikanischen Präsidenten ist diese Bewegung nichts anderes als der unverhüllte, sinnlose Ausdruck puren Hasses auf Amerika, der aus der zerstörerischen sekundären Schicht der Protestierenden stammt.

Der Grund dafür, daß diese Protestbewegungen sich selbst erhalten und sich wahrscheinlich intensivieren werden, liegt daran, daß die zuständigen Behörden durch ihre zweideutigen Reaktionen zu einem aktiven Partner geworden sind, der die Bewegung der Demonstranten unterstützt. Sollen die Behörden hart bleiben und eine Eskalation der Gewalt riskieren oder sollen sie Entgegenkommen zeigen und mit den Demonstranten verhandeln? Die hilflosen Ausflüchte der Autoritäten stacheln den Eifer die Protestierenden an und ermutigt sie immer frecher und gewalttätiger zu werden. Die ausführliche Berichterstattung über die Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und den Demonstranten in den Abendnachrichten, was zur Meinungsfreiheit der Medien gehört, erzeugt öffentliches Interesse und sorgt für mehr Verwirrung, was zur weiteren Unterstützung für „die Sache“ der Demonstranten beiträgt.

Das Problem der Protestbewegung liegt außerhalb dieses beschränkten sozialen Rahmens. Bis es Allgemeingut geworden ist, daß das Ausleben persönlicher Probleme in der Politik und der Versuch Lösungen für die Hilflosigkeit und die Unzulänglichkeiten der Menschen in ihr zu finden, nicht die Antwort sind, wird sich nichts zum Besseren wenden.

 
Die eigentliche Ursache für Armut in Amerika

Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern ist die Freiheit und die Möglichkeit, sich Fähigkeiten anzueignen und zu arbeiten, in Amerika noch gegeben. Deshalb sind seit jeher Menschen aus aller Welt nach Amerika geströmt.

Traditionsgemäß arbeiten gesunde Amerikaner und sind unabhängig. Es gab jedoch einen Rückgang an Fleiß, was die Anzahl der in der Arbeitswelt tätigen körperlich gesunden Männer zeigt (siehe „The New American Divide“ von Charles Murray, The Wall Street Journal, 21.-22. Jan. 2012). Obwohl Murray bei seiner Einschätzung der Situation richtig liegt, berührt er nicht die Wurzel des Problems. Die Frage, warum viele Menschen heute nicht die sich bietenden Chancen zu lernen und zu arbeiten ergreifen, wird nie gestellt. Dies ist so, weil die Bedeutung, die die Arbeit bei der Regulierung des gesellschaftlichen Lebens hat, nicht von biologischer Warte gesehen wird und sich entsprechend außerhalb des Rahmens der üblichen Auffassungen befindet. Es fehlt das Verständnis dafür, daß Arbeit eine biologische Funktion ist, die bei einer zunehmenden Anzahl von Amerikanern in Gefahr steht, völlig zerstört zu werden. Die Armut, die es heute in Amerika gibt, ist Ergebnis der Zerstörung der biologische Arbeitsfunktion der Menschen. Das Problem der Armut in den USA ist nicht Ergebnis von wirtschaftlichen Faktoren, etwa Klassenunterschieden, die in der Regel tatsächlich das Ergebnis und nicht die Ursache der Armut sind.

Der Zerfall der Arbeitsfunktion bei den Amerikanern ist direktes Resultat zweier Kräfte:

  1. der Zusammenbruch der autoritären Gesellschaftsordnung führte zum Zerfall der autoritären Familie und
  2. das Einbringen von Drogen in die amerikanische Gesellschaft.

In der autoritären Ära vor 1960 mußten viele Männer mit einer schlechten Arbeitsfunktion auf eine zwanghafte Weise arbeiten, weil der entsprechende soziale Druck auf ihnen lastete. Mit der anti-autoritären Transformation der Gesellschaft ging die traditionelle Rolle der Männer in der Familie als Ehemann, Vater und Ernährer verloren. Es wurden von außen keine derartigen Erwartungen mehr an sie herangetragen, in diesen Rollen zu funktionieren.

Die derzeitige Administration, die allerlei Wohlfahrtsprogramme vorantreibt, verfolgt offensichtlich eine eigennützige Taktik zum Kauf von Wählerstimmen, so daß sie die politische und wirtschaftliche Kontrolle über deren Leben ausüben kann. Erschwerend kommt hinzu, daß Wohlfahrtsprogramme verheerende Auswirkungen auf die Empfänger haben, indem sie den Rest ihrer Selbstachtung und ihrer Arbeitsfähigkeit zerstören und auch durch die Förderung von Anspruchsdenken in jenen emotional abhängigen Menschen, die immer etwas von ihrer Regierung wollen. Als Manifestation der Emotionellen Pest dienen diese Programme dem Vertuschen, daß nichts gegen die eigentliche Ursache für Armut in Amerika (eine Störung in der biologischen Arbeitsfunktion) getan wird und um die Macht derer zu sichern, die davon profitieren.

Blogeinträge Mai/Juni 2011

23. Juni 2011

Die anti-autoritäre Entartung der amerikanischen Colleges

Die anti-autoritäre Gesellschaftsordnung ist in alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens eingedrungen. Nirgendwo mehr als auf dem College-Campus. Der Grund für diese destruktive Wendung der Ereignisse wird nie hinterfragt, denn die Antwort liegt außerhalb des Rahmens des konventionellen mechanistisch-mystischen Denkens. Er hat zu tun mit dem Schub an sexueller Energie in diesen jungen Leuten und, aufgrund ihres Panzers, der Unfähigkeit echte Befriedigung zu erlangen. Die daraus resultierende nicht entladene Sexualenergie verursacht jede Menge von pathologischen Symptomen einschließlich dem sozialen Ausagieren und Unruhestiften auf dem College-Campus. Heute, mehr denn je, wird die emotionale Grundlage dieser Symptome konsequent ignoriert.

In der vergangenen autoritären Ära war die Gesellschaft gut strukturiert. Persönliche Probleme von Individuen wurden auf individueller Ebene von denjenigen behandelt, die dazu autorisiert waren mit ihnen umzugehen. In der anti-autoritären Gesellschaft sind persönliche Probleme zu sozialen Fragen politisiert worden. Sie werden nicht von Einzelpersonen behandelt, sondern von Personengruppen, Ausschüssen und so weiter. Individuelle Autorität wurde durch kollektive Autorität ersetzt. Es ist genau hier, wo die derzeitige Administration ständig als Großer Bruder auftritt, der das Problem „löst“, in diesem Fall durch „Leitlinien“ aus Washington für das, was als ordnungsgemäßes (politisch korrektes) Sozialverhalten auf dem College-Campus betrachtet werden kann.

Dieses Beispiel veranschaulicht die Taktik, die typischerweise von pseudoliberalen/kommunistischen Politikern in ihrem Versuch verwendet wird, Kontrolle über die amerikanischen Gesellschaft zu erlangen: aktuelle soziale Probleme begierig aufgreifen oder, wenn es keine gibt, sie erzeugen und dann eine zentralisierte, staatlich geförderte Lösung bereitstellen.

 
Medizin, die sich an Symptomen orientiert, und Medizin, der es um Heilung geht, im Vergleich

In fast allen Fällen besteht die Herangehensweise des mechanistischen Arztes an die Krankheit in der Konzentration auf und der Beseitigung des störenden Leitsymptoms. Das ist so, weil die zugrundliegende Ursache von Krankheiten wie Krebs, Herzleiden, Schizophrenie und so weiter sich außerhalb seines Kompetenzbereichs befindet. Erschwerend kommt hinzu, daß die meisten erst medizinische Hilfe suchen, nachdem sich offenkundige Anzeichen und Symptome einer Krankheit entwickelt haben, zu einem Zeitpunkt also, zu dem der Krankheitsprozeß bereits unumkehrbar geworden ist und die einzig mögliche Behandlung nur den Symptomen gelten kann. Die beeindruckenden Fortschritte bei Infektionskrankheiten, Operationstechniken und die diagnostische Raffinesse der spezialisierten Zweige der Medizin unterstreichen doch nur, wie weit sich die Medizin in Richtung Mechanisierung entwickelt hat. Medizinische Spezialfächer florieren, weil die Anwendung der mechanistischen Prinzipien auf die medizinische Praxis in Richtung größerer Spezialisierung weist.

Man muß aus diesem mechanistischen Paradigma heraustreten, um eine wirklich Heilung versprechende Vorgehensweise für medizinische (einschließlich psychiatrische) Krankheiten zu finden. Wilhelm Reichs Entdeckung der biopathischen Prädisposition gepanzerter Organismen zu einer Erkrankung bietet genau das. Eine Biopathie ist eine pulsatorische Energiestörung des plasmatischen Systems (bestehend aus dem Autonomen Nervensystem und dem Gefäßsystem) durch das Vorhandensein chronischer Panzerung. Der Ansatz des medizinischen Orgontherapeuten besteht darin, allmählich die pulsatorische Störung zu beseitigen, die dem biopathischen Symptom zugrundeliegt. Eine erfolgreiche Auflösung des Panzers führt nicht nur zu Beseitigung der störenden Symptome, sondern auch zu einer permanenten Verbesserung des Funktionierens und emotionalen Wohlbefindens des Betroffenen. Prävention der Panzerung von Säuglingen und Kindern wäre ein wichtiger, natürlicher, kein mechanisch-künstlicher Schritt zur Verbesserung der Gesundheit und Langlebigkeit in der Allgemeinbevölkerung.

 
Die mechanistische und die mystische Betrachtungsweise der menschlichen Sexualität

Unterschiede in den Weltanschauungen gepanzerter Menschen mit ihrem mechanistischen und mystischen Denken sind in allen Bereichen des menschlichen Lebens offenkundig, einschließlich der menschlichen Sexualität. Wenn mechanistisches oder mystisches Denken auf lebendige Funktionen angewendet wird, kommt es zu Verzerrungen. Es dient der Abwehr, um die Dinge nicht so sehen zu müssen, wie sie wirklich sind. Diese Ansichten entsprechen in der Regel dem Denken der politischen Linken (mechanistisches Denken) und dem der Rechten (mystisches Denken).

Wenn es auf die menschliche Sexualität angewendet wird, scheint das mechanistische Denken in der Lage zu sein, jeden Aspekt der menschlichen Sexualität bis ins kleinste Detail zu untersuchen: vom den verschiedenen Abarten prägenitaler sexueller Aktivitäten bis zu den Hormonen, Neurotransmittern und Gehirnzentren, die beim Sex eine Rolle spielen. Nach all den Studien hat man, wenn überhaupt, wenig Neues über die sexuellen Funktionen des emotionalen Lebens gelernt. Auf der anderen Seite hat das mystische Denken sich auf Begriffe wie „Liebe“, „Energie“ und so weiter konzentriert, die keine physische Grundlage haben.

Beide Betrachtungsweisen beinhalten schwerwiegende Verzerrungen. Sie ignorieren die Existenz der physischen biologischen Energie, die die Grundlage für das Verständnis jeden Aspekts der menschlichen Sexualfunktion bieten kann. Das Wissen über diese Energie, die von Wilhelm Reich um 1940 entdeckt wurde, bleibt weiterhin für jene ein Tabu, die, wegen ihrer gepanzerten Charakterstruktur, mechanistisch oder mystisch denken. Bei seinen bio-elektrischen Versuchen fand Reich, daß die Ladung auf der Hautoberfläche bei Lustzuständen ansteigt und bei Angstzuständen abfällt. Er kam zu dem Schluß, daß eine reale physische Energie in diesen unterschiedlichen emotionalen Zuständen vorhanden ist. Die Gefühle von Lust und Angst entsprechen verschiedenen Bewegungsrichtungen der Energie; vom Zentrum des Organismus zur Peripherie bei Lust, von der Peripherie zum Zentrum bei Angst. Aus klinischen Untersuchungen schloß er, daß der sexuelle Orgasmus in einem relativ ungepanzerten Organismus wie ein Sicherheitsventil funktioniert, d.h. den Energiemetabolismus reguliert und damit das Aufstauen von Energie verhindert, das zu allen möglichen Formen menschlicher Pathologie, medizinisch, sozial und psychologisch, führen kann. Jedoch ist bei den meisten gepanzerten Menschen die regulatorische Funktion des Orgasmus gestört und deshalb können sie seine funktionelle Bedeutung für die Erhaltung von emotionaler und körperlicher Gesundheit nicht erkennen. Die gegenwärtigen mechano-mystischen Ansichten über die menschliche Sexualität sind die unvermeidliche Folge gepanzerten Denkens.

 
Politik verstehen

Um Politik zu verstehen, muß man zunächst funktionell denken und der drei grundlegenden Ebenen der bio-psychischen Struktur des gepanzerten Menschen gewahr sein: der biologische Kern, die destruktive mittlere Schicht und die oberste Schicht, die soziale Fassade. Ansonsten wird man frustriert die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und das Geschehen ignorieren.

Alle politischen Interaktionen sind durch die soziale Fassade vermittelt. Jedoch stammen die meisten politischen Aktivitäten aus der destruktiven mittleren Schicht, während der biologische Kern, die Quelle aller konstruktiven gesellschaftlichen Unterfangen, im gesellschaftlichen Leben überhaupt nicht vertreten ist. Erschwerend kommt hinzu, daß die meisten Menschen in der Politik operieren, als ob es die destruktive mittlere Schicht, die Quelle des Bösen im Menschen, nicht gäbe. Es ist als ob der Kaiser keine Kleider hat: alle politische Aktivität entstamme der sozialen Fassade und könne in einer rationalen, parlamentarischen Weise zufriedenstellend gehandhabt werden. Diese Farce, die vor allem von der politischen Linken vertreten wird, zeitigt weiterhin tragische Folgen, während sich die politische Rechte, die nichts Besseres anzubieten hat, darin findet, dem gleichen Weg zu folgen.

Das ist heute die unglückliche Situation in der Politik. Sie ist der Grund dafür, daß die amerikanische Gesellschaft auseinanderfällt und das Überleben Amerikas, national und international, zunehmend eine Frage des Zufalls wird. Die Leute, die politische Macht besitzen, haben keine Ahnung von der zugrundeliegenden Dynamik der gesunden als auch der destruktiven biologischen Kräfte, die das gesellschaftliche Leben regieren. Darüber hinaus gibt es kein Anzeichen dafür, daß sie auch nur das geringste Interesse hätten, etwas darüber zu erfahren. Das „politische Tagesgeschäft“ ist die Regel.

Die Welt kann von Glück reden, daß das Wissen vorhanden ist, um den gefährlichen Niedergang der gesellschaftlichen Verhältnisse potentiell umkehren zu können. Das Thema Politik wird in meinem Buch Neither Left Nor Right ausgiebig diskutiert.

 
Netanjahus Rede: die Ausnahme, die die Regel bestätigt

In meinem Blogeintrag Politik verstehen (siehe oben) erklärte ich, daß der biologische Kern, die Quelle jedweden konstruktiven gesellschaftlichen Unterfangens, im sozialen Leben überhaupt nicht vertreten ist. Premierminister Benjamin Netanyahus Rede auf der gemeinsamen Sitzung des Congress am 24. Mai 2011 ist die Ausnahme, die die Regel bestätigt.

Netanyahus Betrachtung des arabisch-israelischen Konflikts stammt aus seinem biologischen Kern. Sie ist lebenspositiv und basiert auf dem Recht aller Menschen, Juden und Araber gleichermaßen, in Frieden und Harmonie miteinander zu leben. Dies bedeutet Anerkennung Israels als unabhängigem jüdischem Staat. Seine aggressive Reaktion gegen islamische Terrororganisationen wie die Hamas erweist sich bei der Sicherung des Staates Israel in einer feindlichen Welt effektiver als der Ansatz der Tauben.

Sein Ansatz zeigt, daß er etwas davon versteht, wie die Emotionelle Pest vorgeht. In seiner Rede erklärte er beispielsweise, daß bei jeder Erwähnung von Terroranschlägen gegen Israel, die Welt mit Schweigen reagiert und sich die Aufmerksamkeit auf Israel als dem Schuldigen richtet. Jedoch ist ein intuitives Verstehen der Pest eine Sache, ihrer Destruktivität ein Ende zu setzen eine andere. Die Pest muß allgemein als das erkannt werden, was sie ist. Sie ist eine zerstörerische soziale Kraft, die in jedem gepanzerten Menschen eingebettet ist und, wenn die Bedingungen stimmen, kann sie sich auf jede lebenspositive gesellschaftliche Vision verheerend auswirken, wie die, die Netanyahu vor dem Congress ausgebreitet hat. Die Welt wird wahrscheinlich bald Netanyahus Worte vergessen haben, nachdem die Emotionelle Pest des gepanzerten Menschen ihn vor aller Augen mundtot gemacht hat.

 
Es ist wichtig Angst zu erleben

Das Gefühl der Angst (biophysische Kontraktion) zu erleben, ist eine lebenswichtige Funktion für das Überleben des Individuums und der Gesellschaft. Das gilt für alle Tierarten, einschließlich des Menschen. Wegen dem Vorliegen von Panzerung haben viele Menschen die Fähigkeit verloren, als Reaktion auf Gefahr Angst zu erleben. In ihnen ist sie entweder verzerrt und fühlt sich wie innere Unruhe an oder sie ist überhaupt nicht spürbar. In der Tat befindet sich die heutige anti-autoritäre Gesellschaft in einem Zustand eines chronischen, falschen Gefühls des Wohlbefindens (biophysische Expansion), individuell, wirtschaftlich und politisch.

Innere Unruhe ist das Symptom einer zugrundeliegenden emotionalen Störung. Dies ist der Grund, warum Angst, einschließlich ihrer verzerrten Manifestation, innere Unruhe, fast von jedem um jeden Preis vermieden wird. Da Menschen nicht bereit sind, den Blick nach innen zu richten, um nach der Quelle dessen zu suchen, was sie beunruhigt, sehen sie nach außen und schieben die Schuld für ihre persönlichen emotionalen Probleme externen Quellen zu. Oder sie vermeiden Gefühle völlig und bleiben ohne Kontakt mit sich selbst. Eine Möglichkeit zur Vermeidung von innerer Unruhe ist, jedes unangenehme Gefühl mit Hilfe von Medikamenten oder Drogen auszulöschen. Statt diese chemischen Mittel von sich zu weisen und ihre unangenehmen Gefühle zu tolerieren, was eine gesündere Reaktion wäre, betrachten viele Medikamente und Drogen als Allheilmittel. Die Vermeidungsreaktion der Menschen, was das Erleben von Angst und innerer Unruhe betrifft, ist in der Tat der eigentliche Grund für die Beliebtheit von Marihuana und der Antrieb hinter den politischen Bestrebungen es zu legalisieren.

Eine weitere Möglichkeit störende Gefühle zu vermeiden, liegt in der Verwendung des Intellekts als Abwehr. Bei dieser Lösung werden alle (auch diejenigen, die es darauf abgesehen haben, die Freiheit der Menschen in der ganzen Welt zu zerstören, wenn sie nur die Möglichkeit dazu hätten) als harmlos oder guten Willens betrachtet. Daher sei Angst vor ihnen und entsprechende Verteidigungsmaßnahmen nicht rational oder nicht erforderlich.

Doch ganz im Gegenteil macht die Unfähigkeit Angst zu spüren sowohl Einzelpersonen als auch die Gesellschaft als Ganzes wehrlos. Die Geschichte hat immer wieder gezeigt, daß emotionell pestkranke Menschen früher oder später auftauchen und die Schwachstellen anderer Menschen ausnutzen, um eine Katastrophe auf individueller oder gesellschaftlicher Ebene herbeizuführen.

 
Ersatzkontakt: die Faszination mit dem Bösen

Einem Artikel in USA Today (3. Juni 2011) zufolge sind die beliebtesten Filme dieses Sommers diejenigen, die unterschiedliche Aspekte des Bösen beim Menschen zeigen. Laut einem Filmregisseur, „ist dein Film nur so gut wie sein Bösewicht“.

Die Obsession der Menschen mit bösartigen und schrecken einflößenden Schurken ist nur aus funktioneller energetischer Sicht verständlich. Die, welche von dem Thema fasziniert sind, sind diejenigen, die emotional ausgesprochen kontaktlos sind, was sowohl das innere Erleben als auch die äußere Welt betrifft. Die filmische Darstellung des menschlichen Bösen in einer lebendigen und realistischen Weise zu erleben, ruft Angstgefühle (biophysische Kontraktion) hervor und dient dazu, die Menschen zumindest teilweise, wenn auch verzerrt, mit sich selbst in Kontakt zu bringen. Diese Filme anzuschauen, befriedigt das Bedürfnis der Menschen nach einem zeitweisen Ersatz für emotionalen Kontakt.

 
Der Kollaps des amerikanischen Zweiparteiensystems

Der Kollaps des Zweiparteiensystems begann mit der anti-autoritären Umwandlung der amerikanischen Gesellschaft um 1960 herum. Pseudo-liberalen/kommunistischen Politiker gelang es, die Democratic Party zu infiltrieren und zu übernehmen. Dies verursachte eine Verschiebung im politischen Mainstream Amerikas nach links vom Zentrum. Aufgrund dieser Verschiebung gab es kein Linksaußen mehr in der amerikanischen Politik, nur noch ein Rechtsaußen. Republicans, die politisch rechts standen, reagierten auf diesen Wandel mit der Bildung einer eigenen Partei, der Conservative Party. Politik wurde ideologisch polarisiert. Die Beziehung zwischen Pseudo-Liberalen und Konservativen wurde eine des antagonistischen Gegensatzes.

Die anti-autoritäre Transformation führte zu massiven sozialen Problemen, etwa dem Kollaps der autoritären Familie mit all seinen katastrophalen Folgen. Die Menschen waren hilflos und konnten diesen Zusammenbruch nicht bewältigen. Viele suchten nach Lösungen bei der Politik. Ohne Kenntnis der Tiefe der menschlichen Probleme übernahmen Politiker die Initiative und gaben sich als Befreier aus, die sich um die Bevölkerung kümmerten. Diese Situation führte zur Gesellschaftspolitik. Aber Politiker können niemals Antworten auf die sozialen Probleme der Menschen bereitstellen. Tatsächlich ist es die Hilflosigkeit der Menschen, die ein Großteil ihrer Probleme ausmacht; ihre Unfähigkeit, mit ihren persönlichen und wirtschaftlichen Problemen in einer gesunden Weise umzugehen.

Heute haben immer mehr unabhängige und verantwortungsbewußte Menschen die Nase voll von Politikern und der Politik beider Parteien und deren zusammengeschusterten und von Eigennutz bestimmten Lösungen. Nach einer Harris-Umfrage sank die Zahl der Menschen, die sich selbst als Democrats bzw. Republicans bezeichnen, in den vergangenen Jahrzehnten. Während der gleichen Zeit stieg der Anteil der „unabhängigen“ Wähler. Democrats nahmen von 49 % auf 35 % und Republicans von 31 % auf 28 % ab, während die Unabhängigen von 20 % auf 28 % zunahmen.

Die Tragödie ist, daß es nirgendwo eine Alternative für unzufriedene Wähler gibt. Verzweifelte Politiker kommen mit ständig denselben abgenutzten Lösungen und bieten den abhängigen und hilflosen Massen sozialistische Heilmittel an, während die politische Ernüchterung der Unabhängigen wächst.

Nichts wird sich zum Besseren wenden, bis nicht die Menschen anfangen, die Quelle ihrer Probleme bei sich selbst zu suchen und nicht bei externen Quellen wie der Politik. Dann wird es möglich sein, daß die Menschen sich selbst helfen.