Posts Tagged ‘Faschismus’

Kann ISIS besiegt werden?

27. März 2017

Bevor der islamische Faschismus in Form von ISIS ausgelöscht werden kann, muß man zuerst wissen, wie er entsteht. Bewaffnet mit den Erkenntnissen der soziopolitischen Charakterologie ist es möglich zu verstehen, wie islamisch-faschistische Staaten scheinbar aus dem Nichts hervorbrechen und wie sich aus der endemischen Form der Emotionellen Pest in moslemischen Familien eine soziale Epidemie entwickeln konnte.

Folgende soziale Bedingungen sind notwendige Voraussetzungen:

  1. Das Familienleben, aus dem der islamische Faschismus hervorgeht, muß streng autoritär und stark sexualablehnend sein.
  2. Die an der Macht befindliche Regierung muß schwach und verwundbar sein. Die Lebensbedingungen müssen verzweifelt sein mit zerbrochenen autoritären Familien, menschlichem Leid, unsicheren Arbeitsmöglichkeiten und einem hohen Angstpegel in der Bevölkerung.
  3. Es muß eine starke Sehnsucht nach einem besseren Leben in einem Großteil der jüngeren Bevölkerung vorhanden sein, das wegen der Anwesenheit von Panzer nicht praktisch erreichbar ist. Diese sozialen Bedingungen sind der Nährboden für eine hochenergetische, sexuell frustrierte, unberechenbare Jugend, die ihre Unzufriedenheit nach außen richtet und nach einer höheren sozialen Sache Ausschau hält, um für sie zu kämpfen. Sie sind das Rohmaterial, das bereit steht, von fanatischen Ideologen des Dschihad indoktriniert zu werden, von denen viele in der anti-autoritären westlichen Gesellschaft erzogen worden sind und die mit Haß auf das reagieren, was sie als deren sexuelle Verderbtheit betrachten.
  4. Die uneingeschränkte Freiheit der Menschen, die in der freien Welt leben, ist für viele junge Moslems, die unter sexuell repressiven sozialen Bedingungen aufgewachsen sind, emotional schwer zu ertragen und wird von ihnen als Provokation empfunden.
  5. Der charismatische islamisch-faschistische Führer steht bereit, die Erregung zu bieten und zu fokussieren, die diese jungen Männer verzweifelt suchen. Der Ideologe leitet die aufgestauten Gefühle der Jugendlichen mit ihrer Sehnsucht nach einem besseren Leben um in den mörderischen Haß auf das ausgewählte Opfer.

Ohne diese Faktoren zu berücksichtigen, kann sich der Umgang mit dem Problem ISIS nur um die Beseitigung von Symptomen durch das Ausmerzen einzelner moslemischer Terroristen drehen, nicht um das Angehen der zugrundeliegenden Krankheit, die Emotionelle Pest der sexuell frustrierten moslemischen Jugendlichen.

Das Identifizieren von moslemischen Terroristen durch Erstellen eines Charakterprofils

19. Juli 2015

Angesichts von Massentötungen können die Leute leicht getäuscht werden, weil sie sich in der Regel ausschließlich auf das oberflächliche Verhalten des Killers konzentrieren. Dies geschah vor kurzem, als ein Moslem in Tennessee bei einem Amoklauf vier Marines ermordete. Ein Klassenkamerad des Killers, mit dem er befreundet gewesen war, sagte, daß ihn die Nachricht schockiert habe und er sie kaum glauben könne, da der Mörder im Umgang kontaktfreudig gewesen sei und viele Freunde gehabt habe.

Aus funktioneller Warte wissen wir, daß es Moslems aller Art gibt. Am einen Ende des Spektrums finden sich die mit einer Haltung des Leben und Leben lassen. Am anderen finden sich jene, die sich selbst als politische Moslems sehen und deren Loyalität dem Islam gilt. Die erstere Gruppe kennt und respektiert den Unterschied zwischen religiösem und weltlichem Recht.

Die letztere Gruppe ist emotional zu krank, um die Chancen zu nutzen, die das Leben in einem freien Land wie Amerika bietet. Daher würde diese Gruppe, darunter übrigens auch nicht-arabische Moslems, lieber, indem sie Allahs Geboten folgen, in eine bessere, jenseitige Welt übergehen. Diese persönlichen Gefühle bedingen ihre politische Ideologie, d.h. die moslemische Religion mit dem Staat zu identifizieren und daß es der Verantwortung aller wahren Moslems unterliege, zu expandieren und die Welt zu erobern, indem sie, falls erforderlich, alle Ungläubigen töten. Der islamischen Staat bzw. ISIS ist dafür ein Beispiel.

Ein Großteil der Verwirrung über Moslems ergibt sich aus der Unkenntnis über die unterschiedlichen sozio-politischen Charakter-Typen, die für alle Menschen, einschließlich der Moslems, gelten. Im Gegensatz zu anderen Menschen gehören die meisten Araber wegen ihrer starken familiären Bindungen, ihrer Stammes-Wurzeln und ihrer streng autoritären Erziehung, jedoch in unterschiedlichem Maße auf die rechte Seite des gesellschaftspolitischen Spektrums. Angefangen beim konservativen Araber unmittelbar rechts vom Zentrum folgen dann nach rechts hin der extrem konservative, der reaktionäre und schließlich der faschistische Araber: der islamische Faschist auf der extremen Rechten, der für absoluten Autoritarismus steht.

Indem er sich wie ein loyaler Amerikaner gibt, kann der islamische faschistische Charakter sich in der westlichen Gesellschaft frei bewegen und seine Destruktivität vor aller Augen austragen.

Um diese Personen zu identifizieren, ist die Anwendung der sozio-politischen Charakterologie unerläßlich. Man muß in der Lage sein, in die emotionalen tiefen dieser emotionell pestkranken Charaktere zu blicken, um sie identifizieren zu können. Mit den Kenntnissen, die jetzt zur Verfügung stehen, ist es möglich, ein paßgenaues Profil dieser Personen zu erstellen, bevor sie destruktiv handeln. Dieses Wissen und seine Anwendung findet sich in meinem ersten Buch, The Emotional Plague: The Root of Human Evil.

Die Organisation des schwarz-faschistischen Staates

6. September 2014

Bevor man mit schwarz-faschistischen (islamo-faschistischen) Staaten korrekt umgehen kann, muß man wissen, wie sie entstanden sind. Mit unseren Kenntnissen über das, was gegenwärtig im Nahen Osten geschieht, und gewappnet mit dem Wissen der sozio-politischen Charakterologie können wir verstehen, wie schwarz-faschistische Staaten scheinbar aus dem nichts auftauchen können und wie sich die Pest politisch organisieren und zu einer Epidemie werden kann.

Notwendig sind die folgenden gesellschaftlichen Bedingungen:

  1. Die bestehende soziale Ordnung ist autoritär und stark sexualfeindlich.
  2. Die an der Macht befindliche Regierung ist schwach und verwundbar. Die Lebensbedingungen sind verzweifelt, mit zerrütteten Familien durch Krieg, menschlichem Leid, unsicheren Aussichten auf Arbeit und in der Bevölkerung herrscht ein hohes Angstniveau.
  3. Die instabilen sozialen Bedingungen sind der Nährboden für junge Männer, die sexuell frustriert und voll Energie sind, die ihre Unzufriedenheit nach außen tragen und nach einem höheren sozialen Anliegen suchen, um Sinn in ihrem Leben zu finden.
  4. Der charismatische schwarz-faschistische Anführer dient dazu, das Anliegen anzubieten, nachdem diese jungen Männer suchen. Der Führer leitet die aufgestaute sexuelle Frustration der Jugendlichen in mörderischen ideologischen Haß auf Menschen in der nicht-moslemischen Welt um.

Der faschistische Staat gliedert sich nach dem autoritären Prinzip von Angst und Einschüchterung. Die Anhänger stehen loyal zur islamischen Sache und stimmen mit ihrer zerstörerischen politischen Agenda aus blindem Gehorsam gegenüber den Wünschen des Führers überein. Die Mitglieder schulden demjenigen ihre Treue, der der am meisten gefürchtete, grausamste und am stärksten engagierte Fanatiker ist, der Vertreter Gottes auf Erden. Er ist der mystische Führer der Gruppe, der gefürchtete autoritäre Vater, mit dem sich alle anderen Mitglieder als Terroristen und Mörder identifizieren müssen.

Nachdem die Gruppe in einem religiösen Staat ausreichend organisiert ist, sieht sich die Mehrheit der nicht-gewalttätigen Moslems gezwungen, sich aus Angst um ihr Leben passiv den autoritären, lebens-negativen Gesetzen anzupassen.

Es sind die Menschen

2. April 2012

Über die gesamte Geschichte der Menschheit hinweg haben Menschen gezeigt, daß sie unfähig sind sich selbst zu regieren, sondern eine Autorität brauchen, etwa einen Monarchen oder einen Kleriker, die über sie wacht und für sie sorgt. Dies gilt mehr denn je bei der heutigen anti-autoritären Transformation der westlichen Gesellschaft mit dem gesellschaftlichen Zusammenbruch autoritärer demokratischer Regierungen.

Daß die Menschen nicht in der Lage sind sich selbst zu regieren, ohne einen Führer, der alles unter sich hat, ist tatsächlich darin begründet, daß sie emotional zu verkrüppelt (gepanzert) sind und daher zur Selbstregulierung nicht fähig sind. Dieses Bedürfnis nach Zwangsregulierung wurde stets davon begleitet, daß die Menschen immer außerhalb ihrer selbst die Quelle ihrer sozialen Probleme suchten und nie nach innen schauten. Diese Tendenz, ihre persönlichen Probleme zu externalisieren, ist jetzt in der stark politisierten anti-autoritären Gesellschaft, in der die Menschen für fast jedes soziale Problem nach politischen Lösungen suchen, ausgeprägter denn je. Wegen der Unterschiede in ihren sozio-politischen Charakterstrukturen (Unterschiede im Panzer) spalten sich die Menschen in zwei ideologische Lager: die politische Linke und die politische Rechte. Infolge geben sie sich gegenseitig die Schuld für die sozialen Probleme.

Mit dem Zerfall der autoritären Gesellschaftsordnung und dem Verschwinden von Autoritäten, auf die sich die Menschen auf lokaler Ebene stützen können, können viele nicht mehr Verantwortung für ihr eigenes Leben tragen. Dies ist der Grund für den Durchbruch von sozial destruktiven Impulsen wie krimineller Impulsivität und Hilflosigkeit in der heutigen anti-autoritären Gesellschaftsordnung. Diese soziale Situation bedingt den Bedarf nach einem Führer, der von oben regiert, ein Auge auf die Menschen hat und sich um sie kümmert. Die Situation ist reif, daß ein säkularer „Erlöser“ auf der sozialen Bühne erscheint. An dieser Stelle erscheint ein kluger Politiker auf der politischen Bühne, der als Legitimation nichts anderes vorzuweisen hat als ein unbeschriebenes Blatt, auf dem die verkrüppelten Massen ihre mystische Sehnsucht projizieren können, daß man sich um sie kümmere und ihnen „Hoffnung“ gäbe. Barack Obama verspricht genau das zu tun.

Es ist nicht nur der machthungrige Politiker, der für die Zerstörung unserer großen Nation verantwortlich zu machen ist. Ebenso wichtig sind die emotional kranken Massen, die unfähig sind produktiv zu arbeiten. Bewußt oder unbewußt übertragen diese Menschen die Macht an den Politiker. Die verbrecherische Gruppe verleiht dem Politiker Macht, indem sie die Notwendigkeit für Regulierungen von Seiten der Zentralregierung schafft, die den Markt behindern, während die hilflose Gruppe dies tut, indem sie auf mystische Weise an die wundertätige Güte des Erlösers und seine Fähigkeit glaubt, für sie alles zu richten und sie zu erlösen. Die verbrecherisch verantwortungslosen und hilflosen Massen der gepanzerten Menschheit, die zu rechtschaffener Arbeit nicht in der Lage sind, sind vor allem dafür verantwortlich zu machen, daß gegenwärtig vor unseren Augen eine ganze Gesellschaft versklavt und ein sozialistischer Staat geschaffen wird.

Blogeinträge Juli/August 2011

26. August 2011

Die Wirkung des Panzers auf Denkprozesse

Bei gesunden Menschen sind Denkprozesse fließend und können sich Veränderungen der natürlichen (auch sozialen) Rahmenbedingungen anpassen. Dies nennt man funktionelles Denken: so zu denken, wie die Natur funktioniert. Die individuelle Befähigung funktionell zu denken, spiegelt das Fehlen eines Panzers wider, insbesondere im okularen Segment, das die Augen und deren Fortsetzung ins Gehirn umfaßt.

Panzer wirkt sich auf biologische Funktionen so aus, daß diese erstarren, einschließlich der Funktion des Denkens. Statt Denkprozesse der Art und Weise anzupassen, in der die Natur funktioniert, steht gepanzertes Denken im Dienste der Rationalisierung der vorgefaßten Weltsicht des Individuums. Beispiele für gepanzertes Denken in der Politik sind die politischen Ideologien der Linken und der Rechten. Jede dieser Ideologien basiert auf spezifischen Unterschieden bei der Verteilung des individuellen Panzers. In den Naturwissenschaften beherrscht die mechano-mystische Form der gepanzerten Weltsicht das wissenschaftliche Denken. Der mechanistischen Auffassung zufolge funktioniert die ganze Natur nach den mechanischen Gesetzen, die Maschinen bestimmen. Dort wo mechanistisches Denken keine Erklärungen liefert, rekurriert der Wissenschaftler auf mystische Vorstellungen, Ideen ohne sachliche Grundlage, um die Erklärung zu vervollständigen. Mechano-mystisches Denken verzerrt die Natur nicht nur gröblich, sondern, was noch wichtiger ist, dient es als mächtige Abwehr gegen jedweden Versuch, es mit einer funktionellen Sicht der natürlichen Welt zu ersetzen. Heute verteidigt sich das mechanistische Denken in den Naturwissenschaften auf die gleiche bösartige Weise gegen das funktionelle Denken, wie die mystischen Kirchendoktrinen dogmatisch gegen Naturwissenschaftler, „Häretiker“, im 16. und 17. Jahrhundert in Stellung gingen.

 
Unsere funktionsgestörte Ökonomie

Die Vitalität einer Nation hängt von ihrer Fähigkeit ab, sich wirtschaftlich selbst zu regulieren. Das Wohl der Wirtschaft spiegelt die Qualität und Quantität der biologischen Arbeitsfunktion der Menschen wider. Da gepanzerte Menschen in unterschiedlichen Arten und Graden eine Störung in ihrer Arbeitsfunktion aufweisen, muß die Fähigkeit zur Selbstregulierung der nationalen Ökonomie funktionsgestört sein. Ein Zeichen für die Verschlechterung ihrer emotionalen Gesundheit in unserer heutigen anti-autoritären Gesellschaft ist der Rückgang in der Qualität und Quantität der Arbeitskapazität der Menschen. Der Niedergang der amerikanischen Wirtschaft ist eine direkte Folge.

Einige der Anzeichen für die Verschlechterung der Arbeitsfunktion finden sich in den folgenden sozialpathologischen Manifestationen:

  1. Die Zunahme der wirtschaftlichen Hilflosigkeit der Menschen; denjenigen, die in ihrem Überleben von der Regierung abhängen. Dies geschieht entweder direkt mit dem Verteilen von Sozialhilfe oder indirekt durch die Beherrschung des öffentlichen Sektors durch die Gewerkschaften.
  2. Die zunehmende Macht, die Gewerkschaften über das Leben der Arbeitnehmer ausüben.
  3. Die Zunahmen des Anspruchsdenkens, der Erwartungshaltung gegenüber der Regierung in allen Segmenten der Gesellschaft von Privatpersonen bis zu riesigen Konzernen.
  4. Die Anwendung der Affirmative Action am Arbeitsplatz.
  5. Unverantwortliche und betrügerische Kreditpraktiken durch Unternehmen und Regierungschefs, was zur Erosion des öffentlichen Vertrauens in den Markt und in Finanzinstitutionen, wie Banken, führt.

Als Reaktion auf die wirtschaftlichen Schwierigkeiten greift die Regierung ein, um „etwas zu tun“. Gesetze werden erlassen, die neue Ausgaben mit sich bringen, einschließlich Bail-Outs und gesetzlichen Regularien, die überhaupt nichts mit der zugrundeliegenden Quelle der wirtschaftlichen Probleme zu tun haben. An die Stelle der Selbstregulierung in der Privatwirtschaft treten Zwangsverordnungen des öffentlichen Sektors. Diese Politiker sind unfähig zuzugeben, daß sie keine Lösung für die Verbesserung der sozialen Bedingungen haben. Andere, die realistischer sind, wissen, daß sie nichts Besseres anzubieten haben, als den Einfluß der Regierung zurückzudrängen, um die Ordnung wiederherzustellen. Das ist die einzige mögliche rationale Lösung, wenn man berücksichtigt, daß es gemeinhin an einem Verständnis für die biologische Arbeitsfunktion mangelt.

 
Der Ursprung der Ideologien der Linken und der Rechten

Um zu verstehen, was an politischen Ideologien falsch ist, muß man zunächst erkennen, wo sie aus biophysischer Sicht richtig liegen. In meinem Blog erklärte ich am 26. Februar 2011, daß die Politik der Linken und der Rechten aus dem grundlegenden Widerspruch in der Struktur aller gepanzerten Menschen entstammt: der Sehnsucht nach Freiheit auf der einen Seite und Angst vor der Freiheit auf der anderen.

Die Ideologie des wahren Liberalen ergibt sich aus und ist Ausdruck der zugrundeliegenden menschlichen Sehnsucht nach Freiheit, Glück und dem Wunsch nach sozialen Verbesserungen. Die Ideologie des wahren Konservativen wird von dem Gefühl bestimmt, daß diese erstrebten Zustände, wenn nicht unrealistisch, so doch zumindest in der Praxis nicht erreichbar sind; jenseits von dem, was die Leute ohnehin schon haben.

Die liberale Ideologie war daher von jeher beliebter und attraktiver für die Massen und das erklärt, warum linksgerichtete Präsidenten der Vergangenheit, wie Wilson, Roosevelt und Kennedy, übermäßig viel Verehrung genossen haben. In der heutigen anti-autoritären Ära sind die sozialen Bedingungen sogar noch schlimmer als zuvor. Viele Menschen, darunter insbesondere auf der politischen Linken, befinden sich in einem Zustand der chronischen Überexpansion und Nichtbefriedigung. Ihre Erwartung, gespeist aus ihrer Hilflosigkeit und Hilfsbedürftigkeit, ständig gesichert und mit materiellen Gütern versorgt zu sein, scheint unauslöschlich. Dieser Bedarf paßt gut zu Präsident Obamas linksextremer Innenpolitik und erklärt seine anhaltende Popularität bei diesem Bevölkerungssegment, selbst wenn sich die sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen verschlechtern.

 
Der Massenmörder von Oslo: Eine Fallstudie über einen faschistischen Charakter

Am 22. Juli 2011 zündete ein 32 Jahre alter Norweger eine Bombe vor Regierungsgebäuden in Oslo und erschoß im Laufe des Tages Dutzende von Jugendlichen in einem Jugendcamp der Arbeiterpartei. Er ermordete insgesamt 76 Menschen.

Berichten zufolge war er durch seine Abneigung gegen die multikulturelle Politik motiviert, die seiner Ansicht nach sein Land auf den Weg zur Islamisierung führe. In seinem 1500-seitigen Manifest 2083: Eine europäische Unabhängigkeitserklärung spricht er von seinem Stolz auf sein „Wikinger-Erbe“ und besteht darauf, daß er „eine islamische Präsenz in Europa nicht akzeptieren“ werde. Er bezeichnet sich selbst als „Justiziar-Ritter und Kommandeur der Tempelritter Europas“, einer Gruppe, von der er behauptet, sie habe ca. 80 Mitglieder. Seine grandiose, mystische Weltsicht scheint von der Geschichte des Mittelalters geprägt zu sein.

Er scheint eine militärische Ausgehuniform entworfen zu haben und will sie zu seinem Gerichtsprozeß tragen. Auch sagte er, daß die Medien präsent sein müßten, um mehr öffentliches Interesse zu generieren. Offenbar war der Zweck des Massakers nicht einfach die Führer der Arbeitspartei zu töten, sondern vielmehr ein Spektakel zu inszenieren, um damit seinem Kreuzzug Leben einzuhauchen. Er nennt dies die Propaganda-Phase seiner Kampagne, in der ihm seiner Vorstellung zufolge „eine Bühne für die ganze Welt“ geboten werde. Durch Mobilisierung der rebellischen Jugend könne er „zig Millionen europäischer Sympathisanten“ für sich gewinnen, „die uns vorbehaltlos unterstützen und an unserer Seite zu kämpfen bereit sind“. Zwei Wochen vor dem Amoklauf hätte ein Nachbar beinahe die Polizei gerufen, als er bemerkte, daß die Fenster im Haus des Attentäters geschwärzt worden waren. Am Morgen vor dem Massaker schrieb er, sich an sich selbst wendend, daß „Du heute unsterblich werden wirst“. Bei seiner Festnahme rief er, seine Taten seien „grausam, aber notwendig“.

Um zu einer Diagnose dieses Individuums zu gelangen, ist es wichtig, zwischen der individuellen und der sozio-politischen Charakterstruktur eines Menschen zu unterscheiden. Als Individuum betrachtet ist dieser Mensch ein paranoid-schizophrener Charakter. Er hat wahnhafte Vorstellungen von Verfolgung und Großartigkeit. Aus sozio-politischer Perspektive ist er ein faschistischer Charakter.

In der sozio-politischen Charakterologie wird untersucht, wie Einzelpersonen es sich nicht nehmen lassen, die Auswirkungen ihrer emotionalen Krankheit anderen in ihrem Umfeld aufzuerlegen. Die Symptome des sozio-politischen Verhaltens des Individuums werden in erster Linie im gesellschaftlichen und politischen Leben ausgedrückt, indem sie dieses beschränken und reglementieren. Vom Betreffenden werden sie jedoch nicht als ich-fremd empfunden, so daß sie heftig und voll Emotionen verteidigt werden. Da es in der gesellschaftspolitischen Arena ausgedrückt wird, kann das Verhalten kategorisiert werden, je nachdem es nach links oder rechts des politischen Spektrums tendiert. Diejenigen, die dem äußersten rechten sozio-politischen Spektrum angehören, bezeichnet man als faschistische Charaktere. Faschisten kämpfen aktiv gegen Linke, da sie sie als Konkurrenz für die Hegemonie sehen, die sie beide anstreben. In diesem Fall waren die Moslems die Sündenböcke, um das mörderische Anliegen zu rechtfertigen.

Als Beispiel für einen faschistischen Charakter verkörpert dieser Killer die ultimative Rebellion mit reaktionären Ideen. Er ist der sprichwörtliche Kleine Mann, der für absoluten Autoritarismus steht. Er muß von seinem Vater so vollständig niedergeknüppelt worden sein, daß er die fantasierte Autorität der Vaterfigur (die Templer oder das Vaterland) benötigte, um sein Leben zu diktieren und ihm das Placet zum Ausleben seiner Brutalität und seines Hasses, die er nicht mehr länger in Zaun halten konnte, zu geben. Haß auf Moslems, Rassereinheit, Mystik und Automatismus sind alles Symptome, die der orgastischen Impotenz des Faschisten entstammen. Aus gesellschaftlicher Sicht verschärfte die Verwendung der Moslems als Sündenböcke eine sozial bereits angespannte Lage zwischen Moslems und Nicht-Moslems, die sogar noch mehr öffentliches Interesse für seinen Fall erzeugte.

Obwohl er stark gepanzert ist, besitzt der Faschist doch noch immer einen Sinn für das Leben in ihm selbst, kann es aber nur in einer mystischen, verzerrten Weise erleben. Erregt durch unerträgliche Sehnsuchtsempfindungen, die niemals Erfüllung finden können, schlägt er brutal und mörderisch gegen diejenigen zu, die er als lebendig und frei empfindet. Danach rationalisiert er seine Handlungen als mystische Sendung, die gerecht und notwendig sei, um die Reinheit seiner Rasse zu schützen und um die Vorherrschaft über andere weniger reine Rassen aufrechtzuerhalten. Bei der Erreichung seines Ziels läßt er sich durch nichts aufhalten, um diejenigen zu zerstören, die ihn bedrohen oder ihm im Wege stehen.

In diesem Fall zeigt sich, daß zwei Kräfte erforderlich waren: eine stammte aus seinem individuellen Charakter (paranoide Schizophrenie) und die andere aus seinem sozio-politischen (faschistischen) Charakter. Diese Kräfte wirkten zusammen, um dieses tragische Ereignis herbeizuführen.

 
Die Emotionelle Pest, die Quelle der gesellschaftlichen Pathologie, wird nicht erkannt

Der gegenwärtige Stand der Kenntnisse zur Sozialpathologie ähnelt dem Kenntnisstand der medizinischen Pathologie im 17. Jahrhundert, als es wenig oder gar keine wissenschaftlichen Kenntnisse über den Ursprung von Infektions- und anderen Krankheiten gab. Stellen Sie sich vor, Medizin oder Chirurgie auszuüben ohne Kenntnisse von Anatomie, Physiologie, Pathologie und all den anderen Zweigen der Medizin, die zur Diagnose und Behandlung von Erkrankungen notwendig sind. Doch genau das versuchen Soziologen, Ökonomen und Politiker heute zu tun, wenn sie daran gehen, soziale Probleme ohne eine korrekte wissenschaftliche Ausrichtung zu beheben, die unter anderem eine sorgfältige Erhebung der Geschichte des biologischen Ursprungs der gesellschaftlichen Pathologie erfordert. Von den heutigen Politikern zu erwarten, daß sie sich um soziale Probleme kümmern, ist wie einem Barbier Operationsinstrumente in die Hand zu drücken und ihn zu bitten eine Herzoperation durchzuführen.

Besonders zerstörerisch wirkt sich aus, daß die Funktion, die der individuelle und sozio-politische Charakter eines Politikers bei der Bestimmung seiner sozialen und politischen Strategie spielt, nicht verstanden wird. Die Charakterstruktur eines Politikers und nicht die politische Partei, der er angehört, ist der bestimmende Hauptfaktor in seinem politischen Denken und Handeln. Die Unkenntnis der Öffentlichkeit über diese wichtige Tatsache ist der Grund, daß hochrangige Politiker mit einer kommunistischen Charakterstruktur, die sich als echte Demokraten und Mitglieder der Democratic Party gerieren, in der Lage sind, enormen wirtschaftlichen Schaden anzurichten, indem sie der Öffentlichkeit beispielsweise Steuer- und sozialistische Programme aufzwingen. Obzwar es heute vor jedermanns Augen geschieht, durchschaut niemand wirklich diese Imitatoren und ihre Taten. Das ist so, weil die Funktion der sozio-politischen Charakterstruktur des Kommunisten nicht verstanden wird: Ein Kommunist ist ein emotionell pestkranker Charakter auf der extremen Linken. Er ist jemand, der alles Notwendige tun wird, um Amerika zu Fall zu bringen und so alle Formen des gesunden sozialen Lebens weltweit zu zerstören.

Ganz allgemein hat die Emotionelle Pest jeden Teil des gesellschaftlichen und politischen Lebens befallen. Dennoch wird die emotionale Pathologie der gepanzerten Menschenmassen, die zu jedem einzelnen unserer sozialen Probleme beiträgt, konsequent umgangen. Schwerwiegende Beispiele sind beispielsweise die wachsende Abhängigkeit und das Anspruchsdenken der gepanzerten hilflosen Massen und deren Auswirkung auf das produktive Segment der Gesellschaft; die eigennützigen allgegenwärtigen linken Politiker, die bereit sind, die Situation politisch auszunutzen; Politiker auf beiden Seiten des sozio-politischen Spektrums, die versuchen, wirtschaftliche Probleme durch Eingriffe und Kontrolle der Marktkräfte zu lösen und so weiter. Diese wie auch andere soziale Probleme werden weiter eskalieren, bis die Emotionelle Pest erkannt, sequestriert und behandelt worden ist, so wie jede andere ansteckende epidemische Krankheit, die das menschliche Leben befällt.

 
Europas Probleme mit dem Islam

Europas Probleme mit dem Islam sind ein weiteres sozialpathologisches Symptom, das unmöglich zu verstehen ist ohne Kenntnis der sozio-politischen Charakterologie (siehe meinen Blogeintrag Sind moslemische Gesellschaften mit Demokratie vereinbar?).

Die moslemische Gesellschaft ist rigide autoritär. Basierend auf der ausgeprägten sexuellen Unterdrückung von Kindern und Jugendlichen, die Unterwerfung von Frauen, einer stark mystischen Tendenz und Bindung an das moslemische Gesetzessystem (Scharia), das sie über das westliche Recht stellen, gehören die meisten moslemischen Einwanderer in Europa in unterschiedlichem Maße der rechten Seite des sozio-politischen Spektrums an. Von der politischen Mitte bis zur extremen Rechten reichend, umfaßt diese Gruppe Konservative, Erzkonservative, Reaktionäre und Faschisten. Daher ist der politische Mainstream in moslemischen Gesellschaften irgendwo rechts von der Mitte zu verorten.

Im Gegensatz dazu sind die westlichen Gesellschaften heute anti-autoritär. Basierend auf der Abschaffung der männlichen Autorität und der autoritären Familie, der weitverbreiteten Mißachtung jeglicher sozialer Tradition und des Rechts, dazu gehört auch das Vorherrschen sexueller Freizügigkeit und Drogenmißbrauch, verlagerte sich der politische Mainstream in der westlichen Gesellschaft weit nach links von der Mitte. Von der politischen Mitte bis zum Linksextremismus reichend, umfaßt die Linke Liberale, Sozialisten und Pseudo-Liberale/Kommunisten. Verkompliziert wird das ganze dadurch, daß diese Verschiebung nach links zwangläufig zur Polarisierung der europäischen Gesellschaft führte und viele nicht-moslemische Europäer zu den politischen Extremen von Links und Rechts tendieren. Dies sind die wichtigsten zugrundeliegenden bio-sozialen Kräfte, die im kulturellen Konflikt zwischen moslemischen und nicht-moslemischen Europäern wirksam werden.

Jene, die der politischen Rechten zuzurechnen sind, haben eine selektive Haltung gegenüber dem gesellschaftlichen Leben. In dem Maße, in dem Moslems politisch rechts stehen, haben sie Schwierigkeiten sich anzupassen und sind einer Gesellschaft gegenüber intolerant, die von linken Normen dominiert wird. Deshalb isolieren sie sich vom Rest der europäischen Gesellschaft und leben separat gemäß ihrer moslemischen Sitten.

Auf der anderen Seite haben die nicht-moslemischen Europäer, die der politischen Rechten angehören, Schwierigkeiten mit der Lebensweise der Moslems in Europa und reagieren mit Intoleranz. Sie erwarten, daß sich Moslems über Nacht der westlichen Lebensweise anpassen.

Europäer, die der politischen Linken angehören, haben andererseits eine kollektivistische Einstellung zum gesellschaftlichen Leben. Diese Linken gehen sehr weit, um sich selbst anzupassen und die Lebensweise der Moslems in Europa zu tolerieren, einige unterstützen sogar die Scharia für die europäischen Moslems. Durch das Vorhandensein einer großen Zahl von Moslems in Europa verschärft das die Uneinigkeit einer bereits zerrissenen Gesellschaft. Das Massaker in Oslo vor kurzem ist das jüngste Beispiel dieser Polarisierung in der europäischen Gesellschaft.

Es ist unmöglich, das Geschehen, das Verhältnis von europäischen Moslems und nicht-moslemischen Europäern, zu begreifen, ohne zunächst die sozio-politische Charakterstruktur der Beteiligten zu verstehen.

 
Präsident Obamas Tag der Abrechnung

In seinem Artikel „What Happened to Obama? Absolutely Nothing“ (The Wall Street Journal, 13.-14. August 2011) beschreibt Norman Podhoretz Präsident Obama als

ein echtes Produkt der politischen Kultur, die aus einer linken Randgruppe in den frühen 1960er Jahren hervorging und sich bis Ende des Jahrzehnts metastatisch in den Universitäten, den Mainstream-Medien, den großen Kirchen und der Entertainment-Industrie ausgebreitet hatte. Wie ihre kommunistischen Vorfahren der 1930er Jahre waren die Linksradikalen der 60er Jahre davon überzeugt, daß die Vereinigten Staaten derart morsch seien, daß nur eine Revolution sie retten könne.

In der Schlußphase seiner Präsidentschaftskandidatur versprach Obama in einem seltenen Moment der Offenheit: „Wir stehen fünf Tage vor einer grundlegenden Umwandelung der Vereinigten Staaten von Amerika.“ Wieder mit Bezug auf Präsident Obama schließt Podhoretz:

Er ist immer noch der gleiche anti-amerikanische Linke, der er war, bevor er unser Präsident wurde, und das wohlverdiente Versagen einer Politik in In- und Ausland, die aus dieser verwerflichen Gesinnung stammt, ist darauf zurückzuführen, weniger auf seine Unerfahrenheit oder Inkompetenz oder Schwäche oder Dummheit.

Podhoretz versteht intuitiv, daß der Kommunismus ein sozialer Krebs ist, der metastasieren und alle gesellschaftlichen Organisationen zerstören kann. Wenn Podhoretz Kenntnis von der sozio-politischen Charakterologie hätte, würde er sofort erkennen, daß Obama ein pseudo-liberaler/kommunistischer Charakter ist. Es kann keinen Zweifel mehr geben hinsichtlich der sozio-politischen Agenda dieses pseudo-liberalen/kommunistischen Charakters. Sein erklärtes persönliches Ziel ist es, wie ein loyaler Amerikaner zu erscheinen und zu handeln. Seine unausgesprochene politische Agenda besteht darin, Amerika durch einen Prozeß der Sozialisierung in die Knie zu zwingen und gleichzeitig unter die Autorität der Vereinten Nationen zu stellen. Dieses Ziel ähnelt dem erklärten Ziel der untergegangenen Sowjetunion: der internationale Sozialismus.

Obamas Tag der Abrechnung ist der Wahltag 2012, wenn er die linken Ideologen, die ihn 2008 für die Präsidentschaft unterstützt haben, davon überzeugen muß, daß er noch immer der Umwandlung Amerikas in einen sozialistischen Staat verpflichtet ist, und gleichzeitig hat er erneut Millionen wohlmeinender, aber fehlgeleiteter amerikanischer Wähler dahingehend zu täuschen, er sei loyaler Amerikaner.

 
Die Unruhen in Großbritannien 2011 aus funktioneller Perspektive

Die Menschen sind nicht in der Lage, den Wald vor lauter Bäumen zu sehen. Aus einer funktionellen Perspektive sind die Plünderungen, der Vandalismus und das psychopathische Verhalten junger Menschen, das derzeit in ganz Großbritannien grassiert, einfach ein weiteres Symptom der Transformation und Degeneration der britischen Gesellschaft von autoritär zu anti-autoritär seit etwa 1960. Eine Hauptfolge der anti-autoritären Gesellschaftsordnung war die Zerstörung der autoritären Familie. Dies führte zu einem anderen zerstörerischen Ereignis, dem Verlust der Kontinuität mit den vergangenen Lebensweisen der Gesellschaft, die traditionell weitergereicht werden von Generation zu Generation. Die wichtigsten von ihnen sind Aufgaben, die mit Arbeitsfertigkeiten und dem Wissenserwerb zu tun haben. Diese Erosion ist der Grund für den allgemeinen Rückgang in den Lernleistungen auf allen Ebenen des Bildungssystems und der biologischen Arbeitsfunktion der Menschen. Zusätzlich zu ihrer bereits vorhandenen sexuellen Frustration führte die Zerstörung dieser beiden lebenswichtigen Funktionen bei diesen Jugendlichen zum Aufstau großer Mengen von emotionalem Druck, der zu den derzeitigen zerstörerischen Ausschreitungen in England geführt hat.

Weder die Politik der Linken, mit ihrer permissiven Haltung und ihren Sozialprogrammen, noch die der Rechten, mit ihrer altmodischen moralistischen Haltung und repressiven Polizeitaktiken, bieten Lösungen. In Wirklichkeit sind sie vergebliche mechanistische und mystische Versuche, den Aufständen als Symptom beizukommen. Leider denken die meisten Menschen in den Bahnen der mechanistisch ausgerichteten Politik der Linken und der mystisch ausgerichteten Politik der Rechten. Man muß fähig sein, aus einer funktionellen, Perspektive heraus gesellschaftliche Ereignisse zu betrachten, um an die Wurzel des Geschehens zu gelangen.

 
Die effektivsten Anti-Kommunisten sind Ex-Kommunisten
Kommunismus/Pseudo-Liberalismus ist eine hochansteckende, sozial übertragbare Krankheit, die sich als rücksichtslose Ideologie äußert. Indem sie sich selbst mit verschiedenen Labels wie „progressiv“, „Neue Linke“, „sozialistisch“ ausweist, kann sie sich extrem gut an sich verändernde gesellschaftliche Bedingungen anpassen und das gesellschaftliche Leben ins Chaos stürzen. Aufgrund der sehr verführerischen, idealistischen Fassade dieser Krankheit sind junge Menschen besonders anfällig für eine Infektion. Sobald die Ansteckung das Individuum ergriffen hat, bestimmt sie weitgehend den Lebenslauf und das Denken.

In seltenen Fällen erholt sich das Individuum von der Krankheit. Wenn dies geschieht, führt die Belastung durch den Kommunismus zu einer erhöhten Widerstandskraft und eine Art Immunität. Diese persönliche Erfahrung mit dem Kommunismus aus erster Hand vermittelt ein klareres Bewußtsein seiner Destruktivität und wie die Erkrankung abläuft, als es jene haben können, die nicht von ihm infiziert worden sind. Aus den Aufzeichnungen genesener Kommunisten gewinnt man den Eindruck, daß ihr Anti-Kommunismus aus dem Bauch heraus kommt und nicht nur von ihrem Intellekt, wie es oft bei Anti-Kommunisten der Fall ist, die nicht infiziert worden sind. Die Genesenen scheinen einen tieferen Sinn für die wahre Quelle der Krankheit zu haben. Aktuelle Beispiele für derartige Überlebende sind David Horowitz und Norman Podhoretz. Es gibt viele andere.

Zum Beispiel schreibt Podhoretz, der Obama mit den Kommunisten der Vergangenheit vergleicht:

… während die Kommunisten in ihrer wahnhaften Vision der Sowjetunion ein Modell für die Art von Gesellschaft vor sich hatten, die jene ersetzen würde, die sie zu zerstören beabsichtigten, wußten die Neuen Linken nur wogegen sie waren: America bzw. „AmeriKa“, wie sie es buchstabierten, um eine Verwandtschaft mit Nazi-Deutschland anzudeuten. Dank der Dekonstruktion der Sowjetunion als totalitärem Alptraum, wußten sie jedoch nicht, wofür sie einstanden. Doch sobald sie das unglaubliche Kunststück zustande gebracht hatten, die Democratic Party zu übernehmen … ließen sie die aussichtslose Hoffnung auf eine Revolution fahren, und fanden im sozialdemokratischen System, das in Schweden am weitesten entwickelt ist, eine Alternative zum amerikanischen Kapitalismus. Für diese bestand eine realistische Möglichkeit durch allmähliche politische Reformen erreicht zu werden … Erst mit dem Auftreten von Barack Obama gelang es den Linken endlich einen der ihren zu nominieren. (The Wall Street Journal, 13.-14. August 2011).

Was ist der Unterschied in der Herangehensweise bei Obamas anti-kommunistischen Kritikern zwischen den genesenen Antikommunisten und denjenigen, die nicht durch den „Immunisierungsprozeß“ gegangen sind? Die meisten Konservativen, die nicht genesene Antikommunisten sind, scheinen in der sozialen Fassade des Rationalismus gefangen zu sein. Ihre Opposition gegen Obamas Politik beruht ausschließlich auf ihrem Urteilsvermögen. Doch obwohl Obamas politische Agenda aus der oberflächlichen Schicht ausgedrückt wird, stammt sie fast ausschließlich aus der destruktiven mittleren Schicht seiner pseudo-liberalen Charakterstruktur. Deshalb kann die Vernunft allein sie nicht bewältigen. Auf der anderen Seite haben exkommunistische Kritiker Obamas, weil sie früher selbst von der Krankheit betroffen waren, ein besseres Gefühl für die destruktive Quelle seiner Politik. Diese Perspektive ist effektiver im Erkennen dessen, was Mr. Obama wirklich ausmacht, und bei seiner öffentlichen Bloßstellung.

Blogeinträge September-Dezember 2010

26. Dezember 2010

Wie ich das amerikanische Gesundheitssystem erlebt habe

Am 21. Juni 2010 hatte ich eine Operation, bei der beidseitig die Kniegelenke ersetzt wurden. Es hatte sich seit langer Zeit angekündigt, doch obwohl ich es mir bis zum Ende nicht eingestehen wollte, hatte ich schließlich keine andere Wahl mehr: laß es machen oder vergiß das Laufen.

Jene, die mit meinem Denken vertraut sind, wissen, daß ich generell kein Freund der mechanistischen Medizin bin, wenn sie an die Stelle der funktionellen Medizin tritt. Aber Chirurgie ist im Wesentlichen ein mechanisches Verfahren und von daher ist Mechanismus in diesem Bereich rational.

Die Anwendung mechanistischer Prinzipien hat in Amerika aus zwei Gründen zu bemerkenswerten Fortschritten in den medizinischen Fachgebieten geführt: 1. da sich die mechanistische Theorie und Praxis in Richtung einer stärkeren Spezialisierung entwickelt hat; und 2. weil eine relativ freie Marktwirtschaft wie die unsrige die Entfaltung von unbegrenztem technologischem Fortschritt ermöglicht.

Ich machte einen Termin aus, hatte die Operation und unternahm zwei Tage nach der OP meine ersten Gehversuche. Ich hatte das unglaubliche Glück, einen Chirurgen, Dr. Thomas Meade, zu haben, der die Operation den neusten Erkenntnissen gemäß durchführte. Die Haut über meinen Knien sah aus, als sei sie mit Reißverschlüssen versehen worden, weil die Klammern so dicht beieinanderlagen, daß sie wie die Zähne eines Reißverschlusses wirkten. Das schien eine Art Markenzeichen zu sein, denn jeder Arzt und jede Krankenschwester in der Rehaklinik, in die ich danach kam, sagte: „Oh, das ist Dr. Meades Arbeit!“ Ich hatte auch Glück in Krankenhäusern zu liegen, in denen es im höchsten Maße menschlich und zuvorkommend zuging, die Pflege nichts zu wünschen übrigließ.

Jeder fragte mich nach Schmerzen, – aber ich hatte keine. Vom ersten Tag an stammten meine einzigen Beschwerden von der Schwellung, die die Knie steif machten und die Bewegungsfreiheit einschränkten. Jetzt, zehn Wochen später, sind die Reißverschlüsse weg, die Schwellung ist fast verschwunden, und ich gehe mindestens eine Meile pro Tag mit einem ziemlich guten Schritt. Nach sechs Wochen wurde ich aus der Physiotherapie entlassen und bin nun wieder fast Vollzeit in der Praxis. Ich wurde 79 am 20. Juli und erzähle jedem, daß ich neue Knie zu meinem Geburtstag bekommen habe!

Ich las von der Gesundheitsversorgung auf Kuba und ich frage mich, wie meine Geschichte dort ausgegangen wäre. Ich sah die Krankenhaus-Rechnung für meinen achttägigen Aufenthalt und fiel fast in Ohnmacht. Ich habe sie nicht direkt bezahlt – Medicare [die staatliche Krankenversorgung für Senioren] und meine Zusatzversicherung sind eingesprungen, aber ich habe meine Beiträge über viele, viele Jahre einbezahlt. (Und ich tue es immer noch, weil ich fortfahre zu arbeiten und sowohl den Höchstsatz in den Medicare-Fonds einzahle, als auch weiter für die private Zusatzversicherung zahle.) Ich bin allerdings so dankbar, dort zu leben, wo es die erdenklich beste Gesundheitsversorgung gibt. – Ich habe noch nie von jemandem gehört, der nach Kuba, Bulgarien oder auch nur Großbritannien ginge, um sich einer medizinischen bzw. chirurgischen Spezialbehandlung zu unterziehen.

Also, alles in allem, ich bin ziemlich glücklich – zu dieser Zeit zu leben, an diesem Ort – diesen großartigen Vereinigten Staaten von Amerika.
 

Die Tea-Party-Bewegung und die Emotionelle Pest

Da sich die Emotionelle Pest um Zentren der Macht konzentriert, ist die Politik ein Nährboden für die Pest. Pestkranke Menschen fühlen sich von der Politik angezogen, weil sie Macht über die Massen bekommen. Daher beschränkt sich die Emotionelle Pest nicht auf die Partei der Democrats oder die der Republicans, sondern umfaßt Personen aus den Parteiapparaten beider Parteien.

Bestehend aus Individuen, die gegen das Vordringen der Regierung in das Leben der Menschen eintreten, organisierte sich die Tea Party landesweit. Sie bildete sich spontan aus Menschen, die die Nase voll davon haben, daß eine immer größer werdende Regierung ihr Leben durch steigende Steuern kontrolliert. Sie opponieren gegen die Vorstellung, daß der Staat soziale und wirtschaftliche Probleme beheben kann.

Obwohl ihre Sichtweise richtig ist, bietet die Tea Party selbst eine offene Flanke gegenüber politischen Angriffen durch die Linke, weil die sozialen und wirtschaftlichen Probleme Amerikas, von denen die Liberalen wahrheitswidrig behaupten, sie könnten sie lösen, real sind und unsere Aufmerksamkeit erfordern. Deshalb werden die Menschen bei den Kandidaten der Tea Party, wenn sie gewählt werden, nach Antworten suchen. Jedoch kann keine politische Organisation oder Gruppe, ob sie nun links oder rechts steht, zufriedenstellende Lösungen liefern, da die Antworten außerhalb der politischen Sphäre liegen.

Sie gehören in den biologischen Bereich und hängen mit der emotionalen Krankheit der Menschen zusammen, die im sozialen Bereich zum Ausdruck kommt, wie Hilflosigkeit, Anspruchsdenken, Groll, Gier, der Wunsch nach Macht und so weiter. Leider werden die pathologischen Auswirkungen, die diese Symptome auf die Gesundheit der Gesellschaft haben, von jedermann vollständig übersehen. Auf jeden Fall wird es soweit kommen, daß die Plattform der Tea Party politisiert und von der Parteimaschinerie der Rechten politisch vereinnahmt werden wird. Dies ist der Todeskuß für jede lebenspositive soziale Bewegung. Wenn die Kandidaten der Tea Party die Erwartungen der Menschen nicht erfüllen, wird das Getriebe der Emotionellen Pest in Gang gesetzt werden, da jede Seite die andere für die Verschlechterung der Lage verantwortlich macht. Wie immer, wenn eine neue große soziale Bewegung scheitert, wird man nichts gelernt haben.
 

Der Bau des Cordoba House ist ein Beispiel für eine emotionell pestkranke Reaktion

In seinem Kapitel in der Charakteranalyse über die Emotionelle Pest schreibt Wilhelm Reich:

Ein wesentlicher Grundzug der emotionellen Pestreaktion ist, daß Handlung und Begründung der Handlung einander niemals decken. Das wirkliche Motiv ist verdeckt, und ein scheinbares Motiv ist der Handlung vorgeschoben.

Das eigentliche Motiv für den Bau des Cordoba House in der Nähe von Ground Zero ist es, der Welt zu zeigen, daß, indem genau hier eine Moschee gebaut wird, der Islam einen gewaltigen Schlag gegen Amerika ausgeführt hat. Diese Handlung ist eine grobe Provokation und eine Beleidigung für Amerika. Das scheinbare Motiv, das Moslems, die das Projekt fördern, angeben, ist „Religionsfreiheit“.

Diese Taktik der Islamisten ist sozial destruktiv und eine emotionell pestkranke Reaktion, weil sie konservative und liberale Amerikaner erfolgreich voneinander getrennt hat entlang charakterologisch bedingter Grenzen zwischen den Ideologien. Während Konservative die Destruktivität der islamistischen Taktik unmittelbar durchschauen, lassen sich die Liberalen gewaltig hinters Licht führen. Die Liberalen verwechseln das Streben der Islamisten, nämlich dem nach Vormacht über die westliche Lebensweise, mit religiösem Glauben. Damit ist es den Islamisten gelungen, Amerikaner dazu zu bringen sich gegenseitig zu bekämpfen, und so die Nation von innen heraus zu schwächen. Das bringt sie näher an ihr Ziel heran, die Weltherrschaft zu erlangen.
 

Sind moslemische Gesellschaften mit Demokratie vereinbar?

Diese wichtige Frage kann nicht ohne Kenntnisse der sozio-politischen Charakterologie beantwortet werden: die Art und Weise, in der Individuen ihre Umwelt durch ihre Ideen und Einstellungen formen, so daß sie ihren persönlichen Anforderungen entspricht.

Aufgrund ihrer strengen autoritären Erziehung gehören die meisten Moslems in unterschiedlichem Ausmaß zur rechten Seite des sozio-politischen Spektrums, angefangen mit dem konservativen Moslem unmittelbar rechts von der Mitte, gefolgt vom extrem Konservativen, dem Reaktionär und schließlich dem Islamo-Faschisten. Wenn wir von rechts von der Mitte zur extremen Rechten fortschreiten, wird das soziale Funktionieren des moslemischen Individuums zunehmend irrational. Sein Denken und Sozialverhalten wird rigider und destruktiver, Hilflosigkeit und Verantwortungslosigkeit nehmen zu und seine Arbeitsfähigkeit und sexuelle Funktionsfähigkeit wird immer gestörter. Als Ergebnis leidet seine Fähigkeit, sich in die westliche Gesellschaft zu assimilieren. Der Islamo-Faschist der extremen Rechten steht dem westlichen demokratischen Leben völlig intolerant gegenüber und fühlt sich deshalb dazu getrieben es zu zerstören.

Diese charakterlichen Unterschiede zwischen den verschiedenen sozio-politischen Typen von Moslems müssen berücksichtigt werden, bevor man daran geht die Frage zu beantworten. Dieses Thema wird in meinem Buch The Emotional Plague. The Root of Human Evil behandelt.
 

Ahmadinedschads Strategie

Als Antwort auf die anti-israelische, anti-amerikanische Rede des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad vor den Vereinten Nationen, hielt am 24. September der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu einen Vortrag vor der gleichen Organisation und verurteilte Ahmadinedschads antisemitische Tiraden. In jener Rede hatte Ahmadinedschad erklärt, die meisten Menschen glaubten, daß die US-Regierung für die Angriffe vom 11. September verantwortlich sei. Was kann aus seinen Tiraden geschlossen werden?

Sie sollten nicht als die Tiraden eines Spinners abgetan werden. Seine Kommentare müssen ernstgenommen werden als Teil einer wohlkalkulierten Strategie, die weltweite Opposition gegen die Legitimität der iranischen Regierung zu untergraben. Die Kommentare waren kalkuliert als Schlag gegen die freie Welt sowohl innerhalb als auch außerhalb des Iran und sie führten aus folgenden Gründen zu einem unmittelbaren Sieg für die Sache des militanten Islam:

  1. Aus der Reaktion der Mitglieder der Generalversammlung konnte er wertvolle Rückschlüsse auf die Stärke des weltweiten Widerstands gegen die Innenpolitik und den Expansionismus des iranischen Regimes ziehen. Aus der Generalversammlung, mit einer Gesamtmitgliedschaft von 192 Ländern, verließen während seiner Rede nur Diplomaten aus 30 Ländern den Saal (weniger als ein Sechstel). Im Endeffekt signalisierten die restlichen fünf Sechstel der Mitglieder durch ihr Verweilen, gleicher Meinung mit ihm zu sein.
  2. Er hatte ein Forum, um Millionen von Moslems auf der ganzen Welt, die keinen Zugang zu den Fakten haben, seine Sichtweise aufzudrängen.
  3. Er hatte die Gelegenheit, jene im Westen, die Angst vor Aggression haben, einzuschüchtern und ihnen zu zeigen, daß er in der Lage ist die mächtigste Nation der Welt zu verspotten, seine Verachtung für sie zu zeigen und dabei ungestraft davonzukommen. Vom ungestraften Aussprechen von Unverschämtheiten zu folgenlosen Untaten, wie Bau und Einsatz von Atomwaffen, ist nur ein Schritt. Darüber hinaus wird durch seine Taktik der Mythos verbreitet, daß die Eroberung der westlichen Welt durch den Islam unvermeidlich ist.
  4. Mit seiner respekteinflößenden Stellung als Präsident des Iran gelang es ihm, Zweifel über die wahre Täterschaft des Angriffs vom 11. September in die Köpfe jener zu streuen, die stets die Schuld bei Amerika suchen.
  5. Und schließlich ist das Hervorrufen von Zweifeln über die Täterschaft auch behilflich bei der Schwächung des Widerstands gegen den Bau einer Moschee nahe Ground Zero.

 

Zwei gegensätzliche Betrachtungsweisen des intrauterinen Lebens

Gefördert durch das American College of Orgonomy hielt die medizinische Orgonomin Dr. med. Theodota Chasapi am 2. Oktober 2010 in der Princeton Public Library einen Vortrag über „The Roots of Love and Hate. The Impact of Early Mother-Baby Bonding on Our Ability to Love“ (Die Wurzeln von Liebe und Haß. Die Auswirkungen der frühen Mutter-Kind-Bindung auf unsere Liebesfähigkeit). Sie präsentierte neue Erkenntnisse, die viele der Entdeckungen Dr. med. Wilhelm Reichs über Neugeborene und Säuglinge aus den 1940er und 50er Jahren bestätigt haben.

Im Rückgriff auf Reichs klinische Befunde bei Säuglingen diskutierte Dr. Chasapi den Lebensabschnitt von der intrauterinen bis zur neonatalen Periode. Sie zeigte, daß diese Zeit, die gekennzeichnet ist durch die emotionale Lebendigkeit des Fötus, das auf die Mutter intensiv reagiert, entscheidend ist für die zukünftige Entwicklung des menschlichen Organismus. Beispielsweise fanden sich die verschiedenen Gefühlszustände, die die Mutter täglich durchlebt, etwa Freude und Angst, häufig widergespiegelt in den entsprechenden Ausdrucksbewegungen (Expansion und Kontraktion) des Fötus. Sie berichtete, daß eine gesunde Geburt nicht einfach die mechanische Austreibung des Fötus aus dem Mutterleib ist, sondern ein aktiver Prozeß, an dem sowohl die Mutter als auch der Fötus beteiligt sind. Sie zeigte, daß das Neugeborene nicht hilflos ist, wie allgemein angenommen wird, sondern vielmehr in der Lage, den Bauch der Mutter empor zu kriechen und die Brustwarze zu finden. Sie betonte, wie wichtig die Aufrechterhaltung des emotionalen und körperlichen Kontakts zwischen Mutter und Neugeborenen („orgonotischer Kontakt“, Reich) während und nach der Geburt ist, und wie notwendig es ist, eine Störung dieses Kontakts von Seiten wohlmeinender Erwachsener zu verhindern, wie das Wegnehmen des Säuglings für medizinische Untersuchungen.

Es gibt eine andere Sichtweise des intrauterinen Lebens, die vor kurzem aufgekommen ist; eine, die oberflächlich identisch zu sein scheint, die aber bei näherer Betrachtung ziemlich das Gegenteil darstellt (siehe: „How the First Nine Months Shape the Rest of Your Life“, Time Magazine, 4. Oktober 2010). Genannt „fötaler Ursprung“ entspricht sie der Anwendung mechano-mystischer Prinzipien auf eine Erforschung des fötalen Lebens, in der nur physische, quantitative Faktoren wie Ernährung, Schadstoffe, Medikamente und Infektionen als wesentliche Einflüsse auf die gesunde Entwicklung des Fötus berücksichtigt werden. Da Emotionen von mechanistischen Wissenschaftlern nicht angemessen verstanden werden, finden die entsprechenden Faktoren nur am Rande Erwähnung. Obwohl die mechanischen Ursachen real sind, sind die unbeachteten emotionalen Störungen der Mutter die Hauptursache für intrauterine fötale Schäden. Das Augenmerk in erster Linie auf diese physischen Faktoren zu richten, dient dem Ausweichen vor der emotionalen Entwicklung des Kindes.
 

Die Gefahren des Multikulturalismus

Vorgeschobener Grund für den Multikulturalismus in Amerika ist „die Feier der kulturellen Vielfalt“. Bestrebungen Schwarzen, Hispanics und Moslems beizubringen, die Sprache der sie umgebenden Gesellschaft zu sprechen und sich entsprechend zu kleiden, werden von den Multikulturalisten als „kultureller Imperialismus“, wenn nicht gar als „Rassismus“, verurteilt. Allerdings liegt das wahre Motiv des Multikulturalismus darin, eine Gruppe von Menschen, die angeblich benachteiligt ist, effektiv in ein antagonistisches Verhältnis zur Gesamtgesellschaft zu setzen und damit Amerika zu fragmentieren. Es dient auch dazu, die ausgewählte Gruppe daran zu hindern, sozial und wirtschaftlich voranzukommen. Multikulturalismus spaltet die Gesellschaft und ist die Ideologie von verkappten Rassisten. Es ist ein politischer Trick, der sich auf die kulturellen Unterschiede zwischen den Menschen konzentriert und damit eine Gruppe gegen die andere ausspielt.

Vom Standpunkt der politischen Charakterologie aus betrachtet, gehören Menschen, die den Multikulturalismus unterstützen, zur extremen Linken oder zur extremen Rechten. Ihr gemeinsames Glaubenssystem kann die Vertreter beider Extreme vereinen und zu einer politischen Kraft der Emotionellen Pest machen.
 

Integrieren sich die Moslems oder „übernehmen sie das Ruder“?

Bevor diese Frage befriedigend beantwortet werden kann, muß die „Rollenbesetzung“ in diesem Drama charakterologisch verstanden werden. Dazu dient die Beschäftigung mit der sozio-politischen Charakterologie.

Auf der Seite der Moslems, gibt es zwei Gruppen. Da wären die Angehörigen der extremen Rechten des sozio-politischen Spektrums, die nichts mehr wünschen als die Länder des Westens im Namen Allahs zu unterwerfen. Es gibt auch andere Moslems, sie gehören der politischen Mitte an. Sie sind bereit und in der Lage, sich der westlichen Lebensweise anzupassen und die Gesetze ihrer Wahlheimat zu respektieren. Die erstere Gruppe glaubt, daß religiöse und weltliche Gesetze ein und dasselbe sind. Diese Moslems sind eine Bedrohung für die westliche Gesellschaft und sollten in ihr Herkunftsland zurückgeschickt werden. Die letztere Gruppe glaubt, daß Religion und Staat voneinander getrennt werden sollten. Sie anerkennen und respektieren den Rechtsstaat.

Auf der Seite des Westens gibt es ebenfalls zwei Gruppen. So glaubt eine Gruppe in England, die auf der äußersten Linken angesiedelt ist und auch Regierungsvertreter und Beamte der Strafverfolgungsbehörden umfaßt, daß das Recht der Scharia für Moslems angewendet werden sollte. Andere, Konservative, wollen, daß alle Menschen im Lande, sowohl Moslems als auch Einheimische, die Gesetze des Landes befolgen.

Auf beiden Seiten ist die zentrale Frage, ob religiöse und weltliche Gesetze voneinander getrennt gehalten werden sollten. Die Integration von Moslems wird zum gesellschaftlichen Problem, weil die westlichen Liberalen nicht bereit sind die Gesetze ihres Landes durchzusetzen. Für sie sind die Gesetze nichts Absolutes und können sich je nach sozialen Bedingungen ändern. Die Integration von Moslems wird solange umstritten bleiben, bis die charakterologischen Faktoren, die den Einstellungen von Menschen zugrundeliegenden, verstanden werden und entsprechend gehandelt wird.
 

Sollte der Liberalismus tot sein, dann ist er ein sehr mächtiger Leichnam

In seinem Kommentar im Wall Street Journal („Liberalism: An Autopsy“, 4. Dezember 2010) stellt R. Emmett Tyrrell fest, daß es seit Ende des Zweiten Weltkriegs zu einem zwar langsamen, aber stetigen Niedergang des Liberalismus gekommen sei und daß der Liberalismus als politische Bewegung tot sei. Es ist wahr, daß sich die Nützlichkeit des Liberalismus als Sozialphilosophie verflüchtigt hat, nachdem er den mystischen Bann, den das Christentum auf das Leben der Menschen ausübte, nachhaltig zerstörte. Aber wie kann man verstehen, daß heute die politisch Linksstehenden stärker sind als je zuvor und daß Amerika ums Überleben kämpft, um nicht durch die Kräfte der politischen Linken zerstört zu werden?

Eine kurze Antwort auf diese Frage wurde in einem auf dieser Netzseite veröffentlichten Artikel gegeben: „Wo sind all die Kommunisten hin?“ Es hat mit der fast vollständigen Infiltration der Democratic Party durch charakterologische Kommunisten zu tun, die in den 1960er Jahren ihren Anfang nahm. Kommunisten gelang dieser Coup auf brillante Weise, indem sie sich als wahre Liberale gaben, ohne dabei in irgendeiner Weise ihr vollständiges Festhalten an der kommunistischen Ideologie preiszugeben: Vor aller Augen versuchen sie verzweifelt, durch politischen Aktivismus ihre linke Ideologie der amerikanische Öffentlichkeit aufzuzwingen und Amerika in einen sozialistischen Staat umzuwandeln.

Einsicht in den sozio-politischen Charakter erlaubt es, den im Titel dieses Eintrags ausgedrückten Widerspruch zu entschlüsseln: Echte Liberale mögen zwar auf dem Rückzug sein, aber mit Hilfe der linken Presse wurden pseudo-liberale/kommunistische Extremisten Teil des linken Mainstreams.

Was erklärt den Erfolg der extremen Linken? Aus charakterologischer Sicht behindert der natürliche Sinn für Fairneß, den das amerikanische Volk hinsichtlich der Überzeugungen anderer hegt, die Einsicht, daß es sich bei den linken Extremisten um Verbrecher handelt. Als Ergebnis dieser naiven und gefährlichen Haltung wurden die Pseudo-Liberalen/Kommunisten zu einem legitimen Teil der amerikanischen Politik, während die Kritiker der extremen Linken zunehmend marginalisiert werden.
 

Homosexualität bei Jugendlichen

Jugendsexualität ist eine der am meisten Angst erzeugenden und verwirrenden Situationen, denen Eltern heute gegenüberstehen. Die Kombination von stillem Elend, neurotischer Wut und Rebellion, die sich aus intensiven sexuellen Frustrationen des Jugendlichen ergeben, macht dies zu einer besonders schwierigen Zeit für Jugendliche als auch gleichermaßen für Eltern. Das Problem wird erschwert aufgrund der folgenden alles verkomplizierenden Faktoren:

  1. Unerkannte und ungelöste sexuelle und andere Probleme der Eltern selbst.
  2. Der Durchbruch von enormen Mengen von Angst in der jüngeren Generation durch den Zusammenbruch der autoritären Familie.
  3. Die sexuelle Überreizung und ungezügelte wirtschaftliche Ausbeutung einer bereits überreizten Jugend durch die Medien, darunter insbesondere die Unterhaltungsindustrie.
  4. Die Fülle an sexueller Desinformation, die als Evangelium verbreitet wird: Die allgemeine Akzeptanz von jeder Art von neurotischer (prägenitaler) sexueller Aktivität und das Umgehen jeder Diskussion über gesunde, genitale, heterosexuelle Aktivität.

Die Verwirrung, die durch diese hochaufgeladenen und explosiven sozialen Zustände hervorgerufen wird, kann leicht zum Ausbruch aller möglichen Formen der Emotionellen Pest führen. Im Fall von Homosexualität bei Jugendlichen verläuft die Grenze zwischen denjenigen, die eine Laissez-faire-Haltung bevorzugen und der jugendlichen Homosexualität Vorschub leisten, und denjenigen, die die jugendliche Homosexualität als Zeichen einer emotionalen Erkrankung betrachten und sie zu verhindern suchen.

Leider sehen beide Gruppen das Problem aus einer oberflächlichen, symptomatischen Perspektive. Auch in unserer Zeit der sexuellen Aufklärung erkennt keine der beiden Gruppen die besondere Bedeutung der sexuellen Funktion bei der Regulierung des Gefühlslebens des gesunden Heranwachsenden. Genau diese weitverbreitete Unkenntnis und das Umgehen des Wesentlichen ist direkt für die genannten unvereinbaren, einander gegensätzlichen Standpunkte verantwortlich.
 

Der Mut zum Auffinden eines Heilverfahrens für Krebs

Ein Artikel über eine Heilmethode für Krebs erschien vor kurzem im Wall Street Journal („A Geneticist’s Cancer Crusade“, 27.-28. November 2010). Darin erklärt der Genetiker James Watson, Mitentdecker der DNA, daß „wir den Mut aufbringen sollten, handlungsfähig zu sein“. Er fügt eine Warnung hinzu: „Wenn wir das nicht können, werden wir eine Atmosphäre erzeugen, in der wir die FDA [Food and Drug Administration] weiterhin mit ihren kläglichen Tests fortfahren lassen.“ Dr. Watson fährt fort: „Die FDA hat so viele Vorschriften … Sie möchten nicht, daß du etwas Neues ausprobierst, solange es eine alte Sache gibt, die funktionieren könnte.“

Es ist wahr, daß die FDA einen Würgegriff an jede Krebsforschung angesetzt hat, die sich außerhalb ihres mechanistischen Paradigmas bewegt. Diese mächtige Bundesbehörde ist eine unverhohlene Manifestation der Emotionellen Pest. Sie arbeitet in ihrer Machtsphäre autonom ohne jede Kontrolle. Es ist auch wahr, wie Dr. Watson sagt, daß Mut ein notwendiger Bestandteil für das Finden einer Heilmethode für Krebs ist. Aber Mut allein ist nicht genug. Die Erfolgsaussichten der modernen Genetik sind beschränkt, weil sie sich ausschließlich auf genetische Funktionen beschränkt und das nur in einer mechanistischen, nicht funktionellen Art und Weise. Was fehlt, ist eine Denkweise, die das Entstehen des Krebsprozesses begreiflich macht. Das ist ein Bereich, der sich außerhalb des Feldes der mechanistischen Biologie befindet.

In seiner Untersuchung des Krebs-Prozesses fand Dr. med. Wilhelm Reich, daß die Krankheit eine echte Biopathie ist, d.h. eine Pulsationsstörung des plasmatischen Systems (bestehend aus dem autonomen Nervensystem und dem Gefäßsystem), die aus dem Vorhandensein von Panzer hervorgeht. Der Krebs umfaßt eine besondere Art der Störung im Gefühlsleben des Betroffenen.

Es muß zunächst ganz allgemein ein korrektes, funktionelles Verständnis der Beziehung zwischen genetischen (genotypischen) und emotionalen (phänotypischen) Funktionen geben. Aber das kann es nicht geben, bevor nicht die Vorgehensweise der Emotionellen Pest beim Behindern echter Krebsforschung vollständig und couragiert entlarvt wurde. Die FDA stoppte Dr. Reichs Krebsforschung in den 1940er Jahren und sie behindert funktionelle Krebsforschung heute. Erst nachdem die Emotionelle Pest bloßgestellt worden ist, wird es möglich sein, das Krebsrätsel zu entwirren.
 

Das Marihuana-Problem

Ein sicherer Hinweis darauf, daß die Emotionelle Pest ihre Hände im Spiel hat, ist, daß du der Dumme bist, egal was immer du tust. Auf die Drogenproblematik übertragen bedeutet das, daß egal, ob Marihuana legalisiert wird oder nicht, die Entscheidung destruktive Folgen hat. Wenn die Droge nicht legalisiert wird, wird ein riesiger schwarzer Markt erzeugt mit all seinen potentiell verbrecherischen Auswirkungen. Wenn sie legalisiert wird, wird unserer Jugend die Botschaft vermittelt, daß es an dieser Droge nichts auszusetzen gibt. Im ersteren Fall funktioniert die Gesellschaft in autoritärer Weise und stachelt die Rebellion unserer Jugend an. Im letzteren Fall funktioniert die Gesellschaft in einer anti-autoritären Weise und bietet nicht die Orientierung, die junge Menschen dringend benötigen.

Um das Durcheinander komplett zu machen, gibt es keine allgemeine Übereinkunft hinsichtlich der ungemein schädlichen medizinischen Auswirkungen von Marihuana. In der Tat ist diese Schädlichkeit der Grund, warum die Droge so beliebt ist und warum sie das Medikament der Wahl für viele Benutzer darstellt. Alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die kein befriedigendes heterosexuelles Leben führen, fühlen sich in unterschiedlichem Maße elend und sind voller Zorn, weil sexuelle Energie, die nicht entladen wurde, regelmäßig zu diesen Gefühlen führt. Dies ist eine klinische Tatsache, die allen medizinischen Orgonomen bekannt ist. Marihuana ist hochwirksam bei der Abstumpfung des Gefühlslebens der Nutzer und befreit sie aus ihrer sexuellen Not. Die Nichtbeachtung dieser wesentlichen Tatsache verhindert, daß das Marihuana-Problem rational und effektiv angegangen werden kann.