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Blogeinträge Juni-November 2016

11. November 2016

Was ist emotionale Gesundheit?

Weil die Menschen im Wesentlichen ahnungslos sind, was emotionale Gesundheit ausmacht, ist eine Klarstellung erforderlich. Die folgende Charakterisierung von Emotionen und emotionaler Gesundheit erfolgt aus medizinisch-psychiatrischer Sicht:

Was sind Emotionen?

Emotionen sind die Wahrnehmung bioenergetischer Erregung, die sich radial (hinein und hinaus) im Organismus bewegt. Es gibt fünf Grundemotionen: Liebe, Angst, Wut, Traurigkeit und Sehnsucht.

Was ist emotionale Gesundheit?

Bei einem gesunden Menschen bewegt sich die emotionale Energie frei im Organismus. Der Energieanstieg über einen bestimmten Punkt hinaus (dem Erstrahlungspunkt) führt zu sexueller Erregung und dem Drang die überschüssige Energie im genitalen Orgasmus zu entladen. Dazu fähig zu sein, ist das Kriterium der emotionalen Gesundheit.

Was ist emotionale Krankheit?

Bei einer nicht gesunden Person wird die Bewegung der biologischen Energie durch emotionale Blockaden bzw. durch den Panzer behindert. Da die Kapazität für eine vollständige orgastische Entladung gestört ist, führt die Restenergie zu den Symptomen der emotionalen Krankheit.

Was sind emotionale Blockaden bzw. der Panzer?

Emotionale Blockaden sind eine Immobilisierung der biologischen Energie (Stauung) in verschiedenen Körperorganen. Sie wird größtenteils gehalten in der Muskulatur (Muskelpanzer) und im Charakter des Individuums (Charakterpanzer).

Wie werden die emotionalen Blockaden bzw. der Panzer erkannt?

Häufige Äußerungsformen sind Störungen im Denken und in den Emotionen und Symptome wie Depression, Angst, etc., die der Psychiatrie wohlbekannt sind.

Was sind die Auswirkungen dieser emotionalen Blockaden?

Emotionale Blockaden führen zu sexuellen Störungen und anderen psychiatrischen Symptomen sowie jeder Art von pathologischem sozialen Verhalten und Denken.

Sind diese emotionalen Blockaden verantwortlich für die politischen Konflikte zwischen der politischen Linken und der Rechten?

Ja. Sie sind sowohl für individuelle Probleme verantwortlich als auch für gesellschaftlich bedingte Probleme.

Was ist der Ursprung dieser emotionalen Blockaden?

Emotionale Blockaden bzw. der Panzer bilden sich während der Zeit, in der sich das Individuum entwickelt, d.h. zwischen der Geburt und etwa fünf Jahren oder später.

Wie kommt es zu emotionalen Blockaden?

Sie sind das Ergebnis von lebensverneinenden, sozial destruktiven Einflüssen auf die emotionale Entwicklung eines kleinen Kindes.

Können die emotionalen Blockaden der Menschen entfernt werden?

Dies kann durch medizinische Orgonomen durchgeführt werden, das sind Ärzte, die vom American College of Orgonomy geschult wurden. Es kann auch durch soziale Orgonomen durchgeführt werden, Fachkräfte im Sozialbereich, die in der sozialen Orgonomie geschult sind. Es bedarf vieler Jahre der Ausbildung durch das College, damit ein Arzt oder ein Sozialarbeiter qualifiziert ist in diesen Disziplinen verantwortungsvoll zu arbeiten.

Wie unterscheidet sich die medizinische und die soziale Orgonomie von anderen Therapien?

Sie basieren auf den drei psychiatrischen Entdeckungen von Dr.med. Wilhelm Reich: 1. die biologische Energie, die den Lebensfunktionen zugrundeliegt und die er Orgon nannte; 2. der Panzer, der ihre Bewegung stört; 3. die Orgasmusfunktion, die sie regelt. Zusätzlich basiert die Therapie auf der Fähigkeit des Therapeuten funktionell zu denken, nicht mechanistisch oder mystisch.

Warum können sie nicht „kapieren“?

Warum läuft die anti-autoritäre Transformation der westlichen Gesellschaft vor aller Augen ab, doch niemand will sie wahrhaben? Das gründet darin, daß die Menschen in ihrem eigenen politischen Kampf zwischen links und rechts gefangen sind und deshalb jede Seite ein begründetes Interesse hat, sie nicht wahrzunehmen.

Die Linke kann die Transformation nicht sehen, weil sie ganz wesentlich an vorderster Front jener steht, die sie gutheißen. Die Rechte kann die Transformation nicht sehen, weil ihre Charakterstruktur Produkt dessen ist, was von der autoritären Gesellschaftsordnung geblieben ist, die sie verzweifelt zu bewahren versucht.

Dies ist ein weiteres destruktives Beispiel unserer „Tagespolitik“.

Die Eckpfeiler der sozialen Orgonomie

Um zu begreifen, was in unserer chaotischen Welt vor sich geht, muß man die Eckpfeiler der sozialwissenschaftlichen Orgonomie kennen. Diese sind:

  1. Die drei Schichten des bio-psychischen Apparats.
  2. Die Emotionelle Pest.
  3. Die soziopolitische Charakterstruktur.
  4. Die anti-autoritäre Transformation unserer Gesellschaft.

Ein Kurs in sozialer Orgonomie wird in naher Zukunft vom American College of Orgonomy, teilweise auf Grundlage meines bald erscheinenden Buches Clueless, gegeben werden.

Betrachtungen zu Trumps Strategie für das Jahr 2016

Aus sozio-politischer Sicht ist Trump ein konservativer Charakter, der auch ein Populist ist. Um ein Gefühl für Trumps Strategie zur Erlangung der Präsidentschaft zu bekommen, müssen wir die sozio-politische Charakterologie und die anti-autoritäre Transformation der westlichen Gesellschaft verstehen.

In der autoritären Vergangenheit gab es ungefähr gleichviele Liberale und Konservative in beiden politischen Parteien. Dergestalt funktionierte das Zweiparteiensystem, um ein Gleichgewicht der Macht zwischen den sich gegenüberstehenden ideologischen Kräften der Linken und Rechten aufrechtzuerhalten.

Mit der anti-autoritären Transformation, die um 1960 herum in Amerika ihren Anfang genommen hat, begann die Democratic Party sich zur extremen politischen Linken hin zu verschieben, bald gefolgt von der Republican Party, die sich nach links bewegte. Die Bedeutung dieser sogenannten sozio-politischen Rotverschiebung lag darin, daß es keine ideologischen Unterschiede mehr zwischen den beiden Parteien gab. Die Politiker in der Democratic Party boten ihre überholten sozialistischen Programme an und gleichgesinnte Politiker der Republican Party versuchten bei dem Spiel mitzuhalten, indem sie ihre eigene Version von linksorientierter Politik vorantrieben.

Leute, die das alte tagespolitische System satt hatten, fingen an etwas Neues von ihren Politikern zu fordern. Sie suchten nach Außenseitern wie Donald Trump, der offenbar nicht an das zu glauben schien, was von den traditionellen Parteipolitikern angeboten wurde.

Die anti-autoritäre Transformation der Gesellschaft führte jedoch dazu, daß das Zweiparteiensystem zu einer Sache der Vergangenheit geworden ist und die Menschen heute ahnungsloser denn je hinsichtlich seines Niedergangs sind.

Im Gegensatz dazu hat Trump in diesem neuen Umfeld intuitiv verstanden, daß, um mit der Wählerschaft in Kontakt zu treten und sie für sich zu gewinnen, die Menschen nicht nach den herkömmlichen politischen Parteien eingeordnet werden dürfen, sondern auf einer tieferen, umfassenderen Ebene entsprechend ihrer individuellen, bereits vorher vorhandenen sozio-politischen Charakterstruktur.

Hier ist ein Verständnis der Charakterologie wesentlich. Auf Grundlage der sozio-politischen Charakterstruktur der Menschen haben Liberale und Konservative eine diametral entgegengesetzte Art und Weise die Welt zu sehen. Der Liberale bezieht sich in erster Linie mit seinem Intellekt auf seine Umwelt. Er ist ein Kollektivist und hatte in der vergangenen autoritären Ära eine mechanistische Sicht der Welt. Der Konservative bezieht sich auf seine Umwelt in erster Linie mit seinen Gefühlen. Er ist gegenüber anderen wählerisch und hat eine mystische Sicht auf die Welt.

Um zu gewinnen, muß Trump charakterologische Konservative, wie er selbst einer ist, davon überzeugen, daß er einer von ihnen ist. In dieser Hinsicht ist seine anti-intellektuelle, emotionale Art des aus der Hüfte Schießens und seine starke pro-amerikanische Voreingenommenheit ein Plus. Doch aus bio-psychiatrischer Perspektive ist Trump ein oral unbefriedigter phallisch-narzißtischer Charakter. Die wichtige Frage lautet: Ist er in der Lage, das zerstörerische Potential seines Rufes als politische Führerpersönlichkeit, die aus seiner Großmäuligkeit resultiert, unter Kontrolle zu bringen? Diese Frage zielt direkt auf den Kern seiner Befähigung mit gutem Menschenverstand zu urteilen, eine Voraussetzung für die Präsidentschaft.

Ein weiterer unbekannter Faktor ist, daß die Liberalen nicht mehr nur der mechanistischen Sicht der Welt anhängen. Als Teil ihres linken Rüstzeugs haben sie sich in den „grünen“ Umweltbewegungen, die „die Welt retten wollen“, den Mystizismus zu Eigen gemacht. Mit dem Niedergang der traditionellen religiösen Mystik hat die politische Linke eine stille, aber starke Kraft in der Ideologie des säkularen Mystizismus gewonnen, mit der sich Trump mit all seiner gewohnten Streitsucht auseinandersetzen muß.

Die politischen Auswirkungen des Niedergangs des Zweiparteiensystems

Um die Destruktivität in der amerikanischen Politik zu verstehen und zu verhindern, ist die Kenntnis des sozio-politischen Charakters von zentraler Bedeutung.

In der autoritären Gesellschaftsordnung der Vergangenheit hatte das Zweiparteiensystem in Amerika die Funktion, eine Machtbalance zwischen den gegensätzlichen ideologischen Kräften der Linken und der Rechten aufrechtzuerhalten. Um 1960 herum begann dieses System im Zusammenhang mit der anti-autoritären Transformation der Gesellschaft zu zerfallen. Das führte dazu, daß sich der politische Mainstream der gesamten Nation nach links verschob. Zuerst wurde die Democratic Party von Politikern der extremen Linken infiltriert. Es waren pseudo-liberale/kommunistische Charaktere, die bald diese Partei übernahmen. Dies rief ein Ungleichgewicht zwischen den gegensätzlichen Kräften der Linken und der Rechten hervor; das Zweiparteiensystem wurde zu einer Sache der Vergangenheit.

Die Verschiebung des amerikanischen Mainstream nach links macht verständlich, wie ein vollwertiger Kommunist, getarnt als echter liberaler Charakter, in der Lage war, 2008 und 2012 die Wahlen in Amerika zu gewinnen. Es erklärt auch, wie zwei der am wenigsten qualifizierten Kandidaten durch die immer ahnungslosere Öffentlichkeit ausgewählt werden konnten, um ihr Präsident zu sein. Die eine ist ein Individuum mit psychopathischen, kriminellen Tendenzen, der andere ist ein Individuum mit schlechter Impulskontrolle und einem fragwürdigen Urteilsvermögen. Beide sind populistische Kandidaten, die sich nach den Launen „des Volkes“ richten.

Wieder einmal siegt die Emotionelle Pest, weil die amerikanische Politik jeden Anschein von Rationalität verloren hat. Amerikaner können sich jetzt bei zukünftigen Wahlen auf ein noch kränkeres politisches System, ein Mehrparteiensystem nach europäischem Vorbild einrichten.

Die politischen Vorteile der Linken

Hier einige der Vorteile der politischen Linken in der heutigen Welt:

  1. Alle öffentlichen Interaktionen finden auf der sozialen Oberfläche statt und Linke operieren in erster Linie aus dieser Schicht ihres bio-psychischen Apparats heraus.
  2. Da die heutige Gesellschaft anti-autoritär ist, hat sich der politische Mainstream weit nach links verschoben. Gesellschaftspolitische Auseinandersetzungen werden oft zwischen politischen Gegnern ausgetragen, die in unterschiedlichem Ausmaß der politischen Linken angehören und von daher verschieden ausgeprägte Ausformungen ein und derselben imgrunde sozialistischen Ideen vertreten.
  3. Die Verschiebung des politischen Mainstream nach ganz links hat der radikalen Linken politische Legitimation verschafft. Jetzt als „Progressive“ oder „Sozialisten“ bezeichnet, sind diese Radikalen in voller Sicht einer ahnungslosen Öffentlichkeit in der Lage als Kandidaten der Democratic Party in den Wahlen 2016 für das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten anzutreten. Dies schließt auch den aktuellen Präsidenten selbst mit ein.
  4. Kollektive Entscheidungsfindung sagt Linken zu. Sie sind in erster Linie Herdentiere und verhalten sich in Krisenzeiten als Kollektiv. Beispielsweise wenn sie zu Wahlzeiten politische Entscheidungen treffen müssen. Solange sie sich kollektiv von ihren Führern gehätschelt fühlen, ist wenig Aufwand damit verbunden, sich vom Strom des wohlfahrtsstaatlichen Denkens des Mainstream mitreißen zu lassen. Durch ihre politische Geistlosigkeit können sie es sich leichtmachen, sich ihre Selbstgefälligkeit bewahren und es vermeiden, sich des Zerfalls der Welt gewahr zu werden, stattdessen glauben sie weiterhin an ihr Politgewäsch.
  5. Aus dem gleichen Grund können Linke nichts aus der Vergangenheit lernen. In der September 2016-Ausgabe des New Criterion schreibt Gary Saul Morson:

Unser Wissen über die bolschewistischen Schrecken wuchs dramatisch an, als nach dem Fall der Sowjetunion ihre Archive geöffnet wurden. Jonathan Brent und die Yale University Press brachten Band auf Band erschreckender Dokumente heraus, aber die öffentliche Meinung änderte sich nicht merklich. Wie viele Leser der New York Times wissen von ihrer Rolle beim Verschleiern der schlimmsten Verbrechen Stalins und daß sie dafür einen Pulitzer-Preis erhielt (der noch immer nicht zurückgegeben worden ist)? Ich verstehe, daß man von kommunistischen Idealen so mitgerissen wird, daß man Millionen von Toten leugnet oder rechtfertigt. Was mich erstaunt, ist, daß die Menschen und Publikationen, die so gehandelt haben, sich berechtigt fühlen, andere aus einer Position der moralischen Überlegenheit heraus zu kritisieren.

Daß der Autor dieses Artikels erstaunt ist über das von moralischer Überlegenheit geprägte Verhalten der Linken, liegt daran, daß er nichts von Dr. Elsworth Bakers Entdeckung der sozio-politischen Charakterologie weiß.

Die Nachwahl-Belastungsstörung

Die landesweiten Proteste und die Gewalt von Linken auf allen sozialen Ebenen, darunter Studierende, als Reaktion auf die Wahl von Donald Trump zum Präsidenten der Vereinigten Staaten sind ein Beispiel für Menschen mit Post-Election Stress Disorder (PESD), das neueste Symptom der anti-autoritären Transformation der amerikanischen Gesellschaft.

Neben der Beteiligung an öffentlichen Demonstrationen, besteht das Syndrom aus Menschen, die sich zu „Selbsthilfegruppen“ zusammentun, um ihr Schicksal zu beklagen und sich untereinander auszusprechen.

Für diese Demonstranten umfaßt Trumps Persona alle Charakteristika autoritärer Figuren, die von Linken geschmäht und gefürchtet werden.

Doch was diese Demonstranten eigentlich fürchten, ist Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen und erfolgreich zu sein. Sie fürchten die Chancen, die ihnen das freie Leben in Amerika bietet.

Ein Symptom für die Notwendigkeit, daß sie imgrunde mehr, nicht weniger persönliche und soziale Freiheit haben müssen, ist, daß diese Demonstranten die schrecklichen emotionalen Kräften in keinster Weise ahnen, die in ihnen wirken und die ihren Protesten zugrundeliegen.

Viele haben eine ernsthafte Arbeitsstörung. Sie stecken voll Verachtung für andere, die wissen, was sie wollen, und die dafür arbeiten, und sie fordern das genaue Gegenteil von Freiheit: größere Sicherheit. Kaum verhüllt ist der Wunsch von der Gesellschaft versorgt zu werden, weil sie emotional zu verkrüppelt sind und ihnen das Verantwortungsgefühl fehlt, für sich selbst zu sorgen. Ein Zeichen für ihre Arbeitsstörung ist, daß ihnen selten der Gedanke kommt, für das, was sie wollen, zu arbeiten, weil sie zu viel damit beschäftigt sind zu protestieren.

Voller Verachtung für die Polizei, die ihr Leben riskiert, um sie und andere zu schützen, und von den Medien dazu angestachelt, sich in sozial destruktiven Demonstrationen auszuleben, brechen sie häufig das Gesetz und stellen sich auf die Seite von Verbrechern. Sie rechtfertigen ihre Handlungen mit der Moral der politischen Korrektheit als „moralisches Recht“ und beschuldigen die verhaßten Autoritätsfiguren des Rassismus und noch schlimmerem. Sie stecken ihre Energie lieber in das Protestieren für gesellschaftliche Fragen und lassen sich willenlos von linken Ideologen beeinflussen, statt sich auf das zu konzentrieren, was sie tun können, um ihr Leben zu verbessern – ein Zeichen für eine schwerwiegende Augenpanzerung.

Blogeinträge Januar 2012

26. Januar 2012

Es muß mehr im Leben geben

Die Orgonomie zieht zwei Arten von Menschen an: diejenigen, die sich zu ihr hingezogen fühlen und bei ihr bleiben, und diejenigen, die sich zunächst hingezogen, dann aber von ihr abgestoßen fühlen. Diejenigen, die zur Orgonomie kommen und bei ihr bleiben, teilen ein wichtiges gemeinsames Merkmal. Sie haben ein tiefes Gefühl, daß es mehr im Leben geben müsse als das, was es gemeinhin bietet. Sie sehen dieses Etwas in der Wissenschaft der Orgonomie, einer Wissenschaft, die einen Zugang zur Lebensenergie ermöglicht, einer Wissenschaft, die eine einheitliche und zufriedenstellende Herangehensweise an die innere Welt und die äußere Welt bietet. Im Vergleich dazu haben diejenigen, die zur Orgonomie kommen und sie wieder verlassen, ebenfalls eine Sache gemein. Sie meinen, daß es etwas anderes gibt, das die Wissenschaft der Orgonomie ihnen nicht geboten hat. Für sie ist Orgonomie nur eine von vielen Disziplinen, die der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Sie bleiben über unterschiedlich lange Zeiträume mit der Orgonomie in Kontakt, wenden sich aber früher oder später anderen Aufgaben zu, wobei sie oft kleine Teile der Orgonomie mit sich nehmen.

Der Unterschied zwischen diesen beiden Gruppen ist, daß die erste einen weitgehend unverfälschten Sinn für die Bedeutung ihrer Arbeits- und ihrer Sexualfunktion in ihrem täglichen Leben bewahrt hat. Sie können Freude in der Arbeit und in ihrem persönlichen Leben genießen. Das wurde durch ihre Erfahrungen mit der Orgonomie möglich und sie hegen entsprechend ein Gefühl der Dankbarkeit für die Orgonomen, die ihnen das ermöglicht haben. Die zweite Gruppe hat eine verzerrte, oft mystische Wahrnehmung der Kernfunktionen in ihrem Leben und ihre Vertreter sind deshalb nicht in der Lage, das praktisch zu nutzen, was ihnen die Orgonomie gegeben hat. Da ihnen eine echte Wertschätzung dessen, was sie erhalten haben, abgeht, verlieren sie sich häufig in mystischen Lehren und Praktiken der einen oder anderen Art.

 
Der Kommunismus hat seinen üblen Beigeschmack verloren

Während der Zeit des Kalten Kriegs galt Kommunismus zusammen mit Faschismus als eines der großen Übel der Welt. Mit dem Fall der Sowjetunion und dem Wegfall der Bedrohung für die freie Welt scheint der Kommunismus als böse soziale Kraft bei einer wachsenden Zahl von Menschen an Bedeutung verloren zu haben, obwohl er noch immer aktiv daran arbeitet, die Freiheit in Amerika zu untergraben. Dieses soziale Paradoxon kann nur funktionell verstanden werden. Es resultiert daraus, daß die Menschen zunehmend in der sozialen Oberfläche leben und den Kontakt mit ihrem biologischen Kern verlieren. Infolgedessen können sie nicht im ganzen Umfang die Freiheit nutzen, die das Leben in Amerika noch immer bietet. Sie wissen die Segnungen der Freiheit nicht ganz zu schätzen, weil sie buchstäblich die enorme Menge an Freiheit, die sie tatsächlich haben, nicht ertragen. Anzeichen für diese Intoleranz für Freiheit sind überall zu sehen: von den sinnlosen Aktivitäten der Demonstranten von Occupy Wall Street, der zunehmenden Abhängigkeit aller Segmente der Gesellschaft, die von der Zentralregierung unterstützt werden wollen, die Zunahme der Kriminalität in der Geschäftswelt, welche staatliche Kontrolle der Wirtschaft erfordert, bis zum weitverbreiteten und zunehmenden Bestreben der Bevölkerung Ersatzbefriedigung im Leben zu finden etwa durch Drogen, passive Unterhaltung und so weiter.

Für eine Bevölkerung, die durch diese Anzeichen des gesellschaftlichen Niedergangs geprägt ist, scheinen die Übel des Kommunismus nicht weiter gravierend zu sein. Für diese Menschen ist die Freiheit nicht der kostbare Schatz, zu dem er wird, sobald er ihnen genommen wird.

 
Die Emotionelle Pest benutzt die Wahrheit als Trojanisches Pferd

Es steckt immer ein Körnchen Wahrheit in der Sicht des emotionell pestkranken Individuums und um die Pest begreifen und bekämpfen zu können, ist es wichtig sie so zu sehen, wie sie ist. Diese Wahrheit dient dazu, jedermann zu zeigen, daß die Absichten des pestilenten Individuums rein und über jeden Verdacht erhaben sind und daß das, was es sagt und verkündet, zum Wohle aller gereicht. Ein aktuelles Beispiel dieser Taktik der Pest ist die Erklärung Präsident Obamas gegenüber dem amerikanischen Volk, daß ObamaCare gut für alle sei. Da sie die Wahrheit in den Dienst der Pest stellen, bezeichnet Thomas Sowell linke Ideologen als „die Gesalbten“. Der Funken Wahrheit, der durch ihre Fassade zum Ausdruck kommt, funktioniert wie ein Trojanisches Pferd, um die aus ihrer mittleren Schicht stammende destruktive gesellschaftspolitische Agenda durchzusetzen.

Der Grundgedanke der radikalen Linken ist, daß Amerika seiner Natur nach eine korrupte Nation ist, weil die „Besitzenden“ es von den „Habenichtsen“ genommen hätten und es daher zu einem Klassenkrieg zwischen ihnen kommen müsse, um diese Ungerechtigkeit aus der Welt zu schaffen. Dieser Krieg müsse, wenn notwendig, mit gewalttätigen Aktionen herbeigeführt werden, um die Ungleichheit zu beseitigen, auch wenn Amerika dabei zerstört werden sollte.

Es stimmt, daß es Korruption in Amerika gibt und daß einige Leute mehr Wohlstand als andere haben, wirtschaftliche Ungleichheiten bestehen. Diese Tatsachen, obwohl wahr, werden verdreht und benutzt, um das Herbeiführen von Amerikas Zerstörung zu rechtfertigen, indem jeder auf das gleiche Niveau reduziert wird. Was an all dem tatsächlich stimmt, ist nicht das, was die Linken Amerika vorwerfen, vielmehr entsprechen ihre Beschuldigungen gegen Amerika ihren eigenen in ihrer destruktiven mittleren Schicht enthaltenen bösen Impulsen. Diese Impulse werden auf die Gutsituierten in Amerika projiziert, um dessen Zerstörung herbeizuführen.

Warum wollen sie Amerika zerstören? Weil die Impulse des Hasses und der Rache, die aus ihrem Inneren stammen und zuerst gegen ihre eigenen Väter gerichtet waren, sich nun im weiteren Sinne gegen alle Autoritäten und maßgebliche Institutionen und auch gegen „die Reichen“ richten, auf daß es niemandem „besser gehe“ als ihnen selbst.

 
Die Occupy-Bewegung erhält sich selbst aufrecht

Die Proteste, die im Sommer 2011 als Occupy Wall Street-Bewegung begannen und sich über unsere Nation wie eine Infektion ausbreiteten, werden für eine längere Zeit anhalten und werden wahrscheinlich gewalttätiger werden. Und dies aus zwei Gründen: Erstens sind sie eine unverhohlene Manifestation der organisierten Emotionellen Pest und zweitens wird die Existenz der Pest und ihrer Arbeitsweise von der Öffentlichkeit noch lange nicht erkannt und verstanden.

Beim angeblichen ausüben ihres Rechts auf Meinungsfreiheit sind die Demonstranten auf eine Taktik gestoßen, die ihnen die Oberhand gegenüber den staatlichen Organen gibt und mit der sie so viel Schaden wie möglich an der amerikanischen Nation und ihrem Wirtschaftssystem anrichten wollen. Sie haben nichts Positives anzubieten und mit der stillschweigenden Unterstützung des amerikanischen Präsidenten ist diese Bewegung nichts anderes als der unverhüllte, sinnlose Ausdruck puren Hasses auf Amerika, der aus der zerstörerischen sekundären Schicht der Protestierenden stammt.

Der Grund dafür, daß diese Protestbewegungen sich selbst erhalten und sich wahrscheinlich intensivieren werden, liegt daran, daß die zuständigen Behörden durch ihre zweideutigen Reaktionen zu einem aktiven Partner geworden sind, der die Bewegung der Demonstranten unterstützt. Sollen die Behörden hart bleiben und eine Eskalation der Gewalt riskieren oder sollen sie Entgegenkommen zeigen und mit den Demonstranten verhandeln? Die hilflosen Ausflüchte der Autoritäten stacheln den Eifer die Protestierenden an und ermutigt sie immer frecher und gewalttätiger zu werden. Die ausführliche Berichterstattung über die Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und den Demonstranten in den Abendnachrichten, was zur Meinungsfreiheit der Medien gehört, erzeugt öffentliches Interesse und sorgt für mehr Verwirrung, was zur weiteren Unterstützung für „die Sache“ der Demonstranten beiträgt.

Das Problem der Protestbewegung liegt außerhalb dieses beschränkten sozialen Rahmens. Bis es Allgemeingut geworden ist, daß das Ausleben persönlicher Probleme in der Politik und der Versuch Lösungen für die Hilflosigkeit und die Unzulänglichkeiten der Menschen in ihr zu finden, nicht die Antwort sind, wird sich nichts zum Besseren wenden.

 
Die eigentliche Ursache für Armut in Amerika

Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern ist die Freiheit und die Möglichkeit, sich Fähigkeiten anzueignen und zu arbeiten, in Amerika noch gegeben. Deshalb sind seit jeher Menschen aus aller Welt nach Amerika geströmt.

Traditionsgemäß arbeiten gesunde Amerikaner und sind unabhängig. Es gab jedoch einen Rückgang an Fleiß, was die Anzahl der in der Arbeitswelt tätigen körperlich gesunden Männer zeigt (siehe „The New American Divide“ von Charles Murray, The Wall Street Journal, 21.-22. Jan. 2012). Obwohl Murray bei seiner Einschätzung der Situation richtig liegt, berührt er nicht die Wurzel des Problems. Die Frage, warum viele Menschen heute nicht die sich bietenden Chancen zu lernen und zu arbeiten ergreifen, wird nie gestellt. Dies ist so, weil die Bedeutung, die die Arbeit bei der Regulierung des gesellschaftlichen Lebens hat, nicht von biologischer Warte gesehen wird und sich entsprechend außerhalb des Rahmens der üblichen Auffassungen befindet. Es fehlt das Verständnis dafür, daß Arbeit eine biologische Funktion ist, die bei einer zunehmenden Anzahl von Amerikanern in Gefahr steht, völlig zerstört zu werden. Die Armut, die es heute in Amerika gibt, ist Ergebnis der Zerstörung der biologische Arbeitsfunktion der Menschen. Das Problem der Armut in den USA ist nicht Ergebnis von wirtschaftlichen Faktoren, etwa Klassenunterschieden, die in der Regel tatsächlich das Ergebnis und nicht die Ursache der Armut sind.

Der Zerfall der Arbeitsfunktion bei den Amerikanern ist direktes Resultat zweier Kräfte:

  1. der Zusammenbruch der autoritären Gesellschaftsordnung führte zum Zerfall der autoritären Familie und
  2. das Einbringen von Drogen in die amerikanische Gesellschaft.

In der autoritären Ära vor 1960 mußten viele Männer mit einer schlechten Arbeitsfunktion auf eine zwanghafte Weise arbeiten, weil der entsprechende soziale Druck auf ihnen lastete. Mit der anti-autoritären Transformation der Gesellschaft ging die traditionelle Rolle der Männer in der Familie als Ehemann, Vater und Ernährer verloren. Es wurden von außen keine derartigen Erwartungen mehr an sie herangetragen, in diesen Rollen zu funktionieren.

Die derzeitige Administration, die allerlei Wohlfahrtsprogramme vorantreibt, verfolgt offensichtlich eine eigennützige Taktik zum Kauf von Wählerstimmen, so daß sie die politische und wirtschaftliche Kontrolle über deren Leben ausüben kann. Erschwerend kommt hinzu, daß Wohlfahrtsprogramme verheerende Auswirkungen auf die Empfänger haben, indem sie den Rest ihrer Selbstachtung und ihrer Arbeitsfähigkeit zerstören und auch durch die Förderung von Anspruchsdenken in jenen emotional abhängigen Menschen, die immer etwas von ihrer Regierung wollen. Als Manifestation der Emotionellen Pest dienen diese Programme dem Vertuschen, daß nichts gegen die eigentliche Ursache für Armut in Amerika (eine Störung in der biologischen Arbeitsfunktion) getan wird und um die Macht derer zu sichern, die davon profitieren.