Posts Tagged ‘Political Correctness’

Die Moral der Linken und die Moral der Rechten

2. Januar 2017

Die Moral der politischen Korrektheit ist eine Schicht von sozialem Panzer, die sich in den 60er Jahren spontan aus der Charakterstruktur der linken Intellektuellen heraus entwickelt hat. Ihre Funktion war die Zerstörung der alten autoritären Ordnung und die Verteidigung der destruktiven sozialen Konsequenzen, die sich aus der antiautoritären Transformation der Gesellschaft ergaben.

Um die gleiche Zeit kam bei der politischen Rechten spontan die Moral des Konservatismus und der Conservative Party auf. Ihre rationale Funktion bestand darin, das zu erhalten, was in den Institutionen der alten autoritären Ordnung von Wert war, und die Stabilität im Gesellschaftsleben zurückzugewinnen, indem sie sich der Zerstörungskraft des linken Progressivismus politisch entgegenstellte.

Aber wegen der Transformation der Gesellschaft in den Anti-Autoritarismus war der böse Geist der Gesellschaftszerstörung (die Emotionelle Pest) aus der Flasche und es gab nichts, was irgendein Politiker, einschließlich derjenigen auf der rechten Seite, hätte tun können, um die unvermeidliche Erosion im sozialen, politischen und ökonomischen Leben umzukehren, die von den Kräften der Linken herbeigeführt worden war. Es wurde auf unzweideutige Weise deutlich, daß Politik nicht die Antwort auf die Probleme der Menschheit und ihre soziale Pathologie darstellt.

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Die Nachwahl-Belastungsstörung

11. November 2016

Die landesweiten Proteste und die Gewalt von Linken auf allen sozialen Ebenen, darunter Studierende, als Reaktion auf die Wahl von Donald Trump zum Präsidenten der Vereinigten Staaten sind ein Beispiel für Menschen mit Post-Election Stress Disorder (PESD), das neueste Symptom der anti-autoritären Transformation der amerikanischen Gesellschaft.

Neben der Beteiligung an öffentlichen Demonstrationen, besteht das Syndrom aus Menschen, die sich zu „Selbsthilfegruppen“ zusammentun, um ihr Schicksal zu beklagen und sich untereinander auszusprechen.

Für diese Demonstranten umfaßt Trumps Persona alle Charakteristika autoritärer Figuren, die von Linken geschmäht und gefürchtet werden.

Doch was diese Demonstranten eigentlich fürchten, ist Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen und erfolgreich zu sein. Sie fürchten die Chancen, die ihnen das freie Leben in Amerika bietet.

Ein Symptom für die Notwendigkeit, daß sie imgrunde mehr, nicht weniger persönliche und soziale Freiheit haben müssen, ist, daß diese Demonstranten die schrecklichen emotionalen Kräften in keinster Weise ahnen, die in ihnen wirken und die ihren Protesten zugrundeliegen.

Viele haben eine ernsthafte Arbeitsstörung. Sie stecken voll Verachtung für andere, die wissen, was sie wollen, und die dafür arbeiten, und sie fordern das genaue Gegenteil von Freiheit: größere Sicherheit. Kaum verhüllt ist der Wunsch von der Gesellschaft versorgt zu werden, weil sie emotional zu verkrüppelt sind und ihnen das Verantwortungsgefühl fehlt, für sich selbst zu sorgen. Ein Zeichen für ihre Arbeitsstörung ist, daß ihnen selten der Gedanke kommt. für das, was sie wollen, zu arbeiten, weil sie zu viel damit beschäftigt sind zu protestieren.

Voller Verachtung für die Polizei, die ihr Leben riskiert, um sie und andere zu schützen, und von den Medien dazu angestachelt, sich in sozial destruktiven Demonstrationen auszuleben, brechen sie häufig das Gesetz und stellen sich auf die Seite von Verbrechern. Sie rechtfertigen ihre Handlungen mit der Moral der politischen Korrektheit als „moralisches Recht“ und beschuldigen die verhaßten Autoritätsfiguren des Rassismus und noch schlimmerem. Sie stecken ihre Energie lieber in das Protestieren für gesellschaftliche Fragen und lassen sich willenlos von linken Ideologen beeinflussen, statt sich auf das zu konzentrieren, was sie tun können, um ihr Leben zu verbessern – ein Zeichen für eine schwerwiegende Augenpanzerung.

Was ist der Ursprung der politischen Korrektheit?

30. November 2015

Die Moral der politischen Korrektheit trat spontan nach der Umwandlung der Gesellschaft von autoritär zu antiautoritär auf, die etwa um 1960 herum ihren Anfang nahm. Das war die Zeit, als sich der Durchbruch der menschlichen Destruktivität auf allen Ebenen des gesellschaftlichen Lebens erstmals intensivierte. Mit der Schwächung der autoritären Familie und der individuellen Autorität auf lokaler Ebene wurde die absolute Moral von Recht und Unrecht durch die relative Moral der politischen Korrektheit und der kollektiven Autorität des „Großen Bruders“ ersetzt. Die Autorität der Eltern und des Einzelnen wurde von der Autorität der Peer-Gruppen und vom Big Government übernommen.

Daß es bei der Moral der politischen Korrektheit so aussieht, als käme sie „aus dem Nichts“, weist darauf hin, daß die Menschen in der einen oder anderen Form sozialen Panzer brauchen (absolute oder relative Moral), um die zerstörerischen Kräfte, die in ihnen ringen, zu bändigen und um persönlich und sozial überleben zu können.

Jedoch gibt es qualitative und quantitative Unterschiede zwischen den beiden Moralen. Die politische Korrektheit ist schädlicher als die absolute Moral der vergangenen autoritären Ära, weil sie sich auf die oberflächlichen und destruktiven Schichten des menschlichen Lebens beschränkt und deshalb keine Ahnung von der Existenz von gut und böse hat.

Die neue Moral

24. Oktober 2015

Die alte Moral der vergangenen autoritären Ära basierte auf der absoluten Unterscheidung zwischen richtig und falsch. Was richtig und was falsch war, galt gleichermaßen für alle. Heute ist diese Moral tot.

In unserer anti-autoritären Gesellschaft trifft das, was für die eine Person richtig oder falsch ist, nicht unbedingt auf eine andere zu. Dies ist die neue, relative Moral und sie gilt vor allem in der politischen Arena. Aufgrund der daraus resultierenden Verschiebung des politischen Mainstream nach links von der Mitte wird die Öffentlichkeit von den Medien glauben gemacht, daß das, was für jemanden auf der politischen Linken richtig oder falsch ist, nicht für jemanden auf der politischen Rechten gilt. Dementsprechend werden politische Persönlichkeiten auf der linken Seite, wie Barack Obama oder Hillary Clinton, als die „guten Anti-Autoritären“ hingestellt. Sie können nichts falsch machen. Umgekehrt werden die auf der Rechten als die „bösen Autoritären“ gezeichnet. Sie können nichts richtig machen.

Ein Beispiel dafür ist die günstige Reaktion der Öffentlichkeit auf Clintons Ausflüchte und Lügen, wenn sie durch den Congress über ihre E-Mails als Außenministerin im Anschluß an den Angriff auf das amerikanische Konsulat in Bengasi befragt wird. Vier Amerikaner, darunter der Botschafter in Libyen, werden von arabischen Terroristen ermordet, aber ihre Umfragen gehen nach oben.

Die Exposition des amerikanischen Volks gegenüber der kommunistischen Pest

16. Februar 2013

Aus epidemiologischer Sicht ist der Kommunismus eine hochansteckende und invasive bio-soziale Krankheit. Er funktioniert wie ein Virus (Antigen), der die Bevölkerung einer Nation durch Angriffe auf das emotionale Leben der Menschen und ihre Fähigkeit, frei ohne äußere Zwänge zu arbeiten, von innen heraus zerstört. Die Amerikaner befinden sich heute in der großen Gefahr, daß ihr Land durch die kommunistische Bedrohung, organisiert von den Ideologen der Obama-Administration, zerstört wird, weil sie sich nicht bewußt sind, daß eine reale Bedrohung vorliegt. Die Lage ist mit einer Infektion vergleichbar, bei welcher der Organismus nicht in der Lage ist, mittels Bildung von Antikörpern durch sein Immunsystem auf die Bedrohung seines Lebens zu reagieren. Damit diese Reaktion im gesellschaftlichen Bereich auftreten kann, muß sich die Öffentlichkeit in einem Alarmzustand befinden und Angst haben. Aus biophysischer Sicht entspräche dies einem Zustand der generellen emotionalen Kontraktion in der Bevölkerung.

Aber dieser Zustand ist nirgends zu finden! Ganz im Gegenteil befindet sich die amerikanische Bevölkerung heute allgemein in einem Zustand der chronischen Überexpansion. Die Leute sind selbstgefällig, in unterschiedlichem Maße abgelenkt und interessieren sich für alle möglichen anderen Dinge, statt die wirkliche Gefahr für Amerika zu sehen, die sich direkt vor ihren Augen abspielt. Diese Ablenkungen werden für die Profitinteressen der linksinfiltrierten Medien und Unterhaltungsindustrie ausgebeutet. Sie sollen den Anschein erwecken, daß alles so bleibt, wie es ist, auf daß die kommunistische Pest weiter unbemerkt bleibt.

Dieser rasante Abstieg in den Sozialismus wird für absehbare Zeit anhalten. Er läßt sich nur dann teilweise rückgängig machen, wenn eine große Kontraktion die gesamte Gesellschaft erfaßt, begleitet von einem Gefühl von Angst und Terror. Eine Schockwelle dieser Größenordnung ist notwendig, um die einschläfernde Wirkung der Medien auf die Menschen außer Kraft zu setzen und die Massen zur Besinnung zu bringen, sie aus ihrem chronischen Zustand der Selbstvergessenheit zu befreien. Man kann nur hoffen, daß an diesem Punkt der Immunisierungsprozeß gegen die kommunistische Pest Fuß faßt, bevor Amerika völlig zerstört worden ist.

Der biologische Ursprung der Political Correctness

25. September 2012

Aus soziologischer Sicht wird Political Correctness als ein verzerrter Ausdruck Marxistischer Ideen definiert, die von der Wirtschaft in den Bereich der Kultur übertragen wurden. Da Marxisten und andere Linke fast ausschließlich aus der zerstörerischen sekundären Schicht und der oberflächlichen Schicht ihrer bio-psychischen Struktur heraus leben, folgt daraus, daß aus biologischer Sicht Political Correctness ein Ausdruck der Impulse und Ideen ist, die aus der zerstörerischen zweite Schicht stammen und die gesellschaftlich akzeptabel gemacht werden, indem sie die oberflächliche Schicht passieren (die Nutzung des Intellekts als Abwehr.)

Ein Beispiel für Political Correctness wird in dem Artikel „Muslims, Mormons and Liberals” von Bret Stephens vorgestellt (Wall Street Journal, 18. September 2012). Er beschreibt, wie das Publikum mit schallendem Gelächter reagiert, wenn die Mormonen in dem Broadway-Musical The Book of Mormons verspottet und in obszönen Szenen der Lächerlichkeit preisgegeben werden. Er vergleicht diese Reaktion mit der des empörten liberalen Establishments auf einen Video-Clip des Films Innocence of Muslims, der Beleidigungen gegen die moslemische Religion darstellt. Linke in ganz Amerika bezeichneten das Video als „verwerflich und ekelhaft“ und gaben ihm die alleinige Schuld für die Unruhen in weiten Teilen der moslemischen Welt. Stephens kommt zu dem Schluß, daß es Konsens des amerikanischen Liberalismus sei, das Verspotten der Mormonen und des Mormonismus urkomisch zu finden, aber mit Empörung zu reagieren, wenn man sich über Moslems und den Islam lustig macht. Er stellt die berechtigte Frage in den Raum, ob das nicht damit zu erklären sei, daß „niemand jemals von den Mormonen Schaden zugefügt, geschweige denn getötet wurde, wenn er sich über die Mormonen lustig gemacht hat“.

Ohne, daß er von der sozio-politischen Charakterologie Kenntnis hat, trifft Stephens Frage den Kern der Charakterstruktur aller Linken: Da sie aus ihrer oberflächlichen Schicht (dem Intellekt) heraus agieren, sind sie kaum oder gar nicht in der Lage körperliche Aggression, die aus ihrem biologischen Kern (der auch die willkürliche Muskulatur umfaßt) stammt, zu ertragen und daher sind sie angesichts der von rechts kommenden faschistischen Aufstände der Moslems vor Angst gelähmt und außerstande sich ihnen entschlossen entgegenzustellen. Stattdessen reagieren sie passiv mit Beschwichtigung und Besänftigung, während sie gleichzeitig ihren unbewußten Haß gegen die Autoritäten des Westens auf gutartige Institutionen der Rechten übertragen, wie etwa die Mormonen, die keine Bedrohung darstellen und daher ohne Risiko angegriffen werden können.

Dieses Beispiel soll zeigen, daß, um sozio-politisches Verhalten und Einstellungen und das, was in unserer kranken Welt wirklich los ist, zu verstehen, eine eingehende Kenntnis der sozio-politischen Charakterologie, ihrer biologischen Grundlagen und ihrer Verwurzelung in den Emotionen unerläßlich ist.

Clint Eastwoods Parodie bei der Republican National Convention

3. September 2012

Wenn wegen des individuellen oder des sozialen Panzers die Wahrheit nicht auf ernsthafte Art zum Ausdruck gebracht werden kann, kann sie dennoch auf humorvolle Weise ausgedrückt werden, vor allem in der Politik. Clint Eastwoods Sketch auf der Republican National Convention letzte Woche war ein schlagendes Beispiel. Sie durchbrach die Barriere der Political Correctness. Eastwood führte ein imaginäres Interview mit Barack Obama. Darin forderte Eastwood Obama auf, einige strittige Themen, die seine Politik als Präsident betreffen, zu kommentieren. Was Obama gesagt hat, wissen wir nur von Eastwoods Reaktion darauf, bei der er in seinem charakteristischen ruhigen, nüchternen Stil wiederholt sagt: „Ich kann das nicht mit mir selbst machen.“ [Als Antwort auf: „Fuck you!“]

Die Reaktion des Publikums zeigte, daß es die Bedeutung des Wortwechsels verstand. Er bot nicht nur ein klares Bild von Obamas vollständiger Verachtung für alle, die seine Politik in Frage stellen, sondern auch von seiner unerbittlichen Entschlossenheit sie einseitig durchzupeitschen.

In meinem Buch The Emotional Plague: The Root of Human Evil charakterisiere ich den Pseudo-Liberalen/Kommunisten als jemanden, der seine genitale Rache gegen die Gesellschaft mittels seines Intellekts zum Ausdruck bringt. Dieser zentrale Aspekt von Obamas Charakter und seine Abwehr gegen ihn, seine Rüpelhaftigkeit, wenn er herausgefordert wird, zeigte sich deutlich in Eastwoods humorvollem imaginärem Austausch.

Blogeinträge Juli 2012

28. Juli 2012

Warum wollen manche einfach nicht wahrhaben, daß Barack Obama eine Bedrohung für Amerika darstellt?

Die Antwort ist einfach: sie können buchstäblich nicht sehen, was direkt vor ihren Augen liegt. Als wenn dies nicht schlimm genug wäre, nehmen sie nicht wahr, daß sie nicht sehen können. Statt ihre Augen zu benutzen, um die Außenwelt so zu sehen, wie sie wirklich ist, vertrauen sie als Ersatz auf ihre inneren Emotionen und Sensationen und ersetzen die Realität durch persönliche Überzeugungen über Obama. Auf der anderen Seite ist Obama, typisch für jeden pseudo-liberalen/kommunistischen Ideologen, darin sehr bewandert, sich als loyaler Amerikaner auszugeben, als jemanden, der er nicht ist.

In meiner klinischen Arbeit als medizinischer und sozialer Orgonom habe ich gefunden, daß diese innerlich erzeugten positiven Ersatzgefühle über Barack Obama aus zwei Quellen stammen:

Sie entspringen entweder der Furcht davor, den Haß und die Rachegefühle wahrzunehmen, die Obama für Amerika und den American Way of Life hegt, oder sie sind Ergebnis eines Wunsches oder einer Hoffnung, daß ihnen eine Art Almosen von seiten der Regierung zukommen werde. (Man denke daran, wie Obama mit der Sehnsucht der Menschen nach „Freiheit“ und „Hoffnung“ spielt.) Dies sind Abwehrhaltungen seitens der Menschen, die sie selbstgefällig macht und die ihnen ein falsches Gefühl der Sicherheit hinsichtlich der sozialen Bedingungen verleiht. Schließlich gibt es eine dritte Gruppe von Menschen, meist schwarze Amerikaner, die sich mit Obamas „Schwarzheit“ identifizieren und ihn gedankenlos nur wegen seiner Hautfarbe unterstützen.

Der Grund dafür, daß Menschen das Böse nicht sehen können, wenn es direkt vor ihren Augen liegt, liegt darin begründet, daß ihre Augen nicht so funktionieren, wie die Natur es vorgesehen hat. Sehr früh sind bei den meisten Menschen infolge ihrer Erziehung die Augen in der einen oder anderen Weise traumatisiert worden, entweder durch emotionale oder durch körperliche Übergriffe. Ihre Augen panzerten sich und dies ist der Grund, warum sie die Dinge in der Welt nicht so sehen können, wie sie sind, und warum sie die Realität verzerren müssen.

Die Folgen dieser frühen okularen Verletzungen für sowohl das Individuum als auch die Gesellschaft können verheerend sein. Dies war einmal mehr der Fall 2008 hinsichtlich der Beziehung zwischen Barack Obama und dem Wahlvolk und wird sich wohl im November 2012 wiederholen.

Okularer Panzer ist eine schlecht verstandene, weitverbreitete Erkrankung, die verursacht wird durch schädliche Praktiken, die die Umwelt auf Kinder ausübt. Etwa schlechten emotionalen Kontakt zwischen Mutter und Kind, schädliche Chemikalien, die bei der Geburt in die Augen des Säuglings geträufelt werden, harsche mechanische Reize, die die Sinne des Säuglings bombardieren, und so weiter. Neben den zerstörerischen Auswirkungen auf die einzelnen persönlichen Leben hat okularer Panzer schwerwiegende Folgen auf das Umfeld. Die weitverbreitete soziale und politische Irrationalität, der wir ständig ausgesetzt sind, ist nur ein Beispiel des okularen Panzers der Menschen.

 

Ist Obama wirklich ein Sozialist?

In seinem Artikel „Obama the Socialist? Not Even Close“ (New York Times, 12. Juli 2012) vergleicht Oscar-Gewinner Milos Forman die politische Agenda Barack Obamas mit dem sozialistischen System der Sowjetunion und kommt zu dem Schluß, daß der Präsident kein Sozialist sein könne, da seine Politik nichts mit der in den ehemaligen kommunistischen Staaten verbindet.

Forman sieht nicht, daß Sozialismus ein gesellschaftlicher Zerfallsprozeß ist. Er vergleicht Amerika mit dem Sowjetsozialismus. Diese gesellschaftlichen Systeme repräsentieren zwei unterschiedliche Phasen in diesem Zerfallsprozeß und scheinen deshalb unterschiedlich zu sein: Amerika befindet sich in der frühen Phase der Degeneration, das Sowjetsystem in der Endphase. Er hört, wie das Wort „Sozialist“ von Leuten wie Rick Perry, Newt Gingrich, Rick Santorum, Sean Hannity, Rush Limbaugh u.a. verbreitet wird. Wenn diese Leute diese Unterscheidung zwischen verschiedenen Phasen des gesellschaftlichen Zerfalls machten, wäre ihre Beschreibung Obama als Sozialist überzeugender.

Um eine musikalische Analogie in Formans Artikel weiterzuverfolgen, wäre es genauer, Obama als Rattenfänger zu beschreiben, der seine Melodie spielt und ein leichtgläubiges Amerika auf dem Weg der sozialen Degeneration hinab in den Sozialismus führt.

 

Der Ursprung der gepanzerten Moral

Natürliche Moral stammt aus dem biologischen Kern und wird direkt durch die Oberfläche hindurch unverfälscht ausgedrückt, unverzerrt vom Panzer der destruktiven mittleren Schicht.

Die Unterschiede in der gepanzerten Moral der politischen Rechten und der politischen Linken hat damit zu tun, wie die jeweilige Gruppe mit ihrer zerstörerischen mittleren Schicht und auch mit der anti-autoritären Transformation der westlichen Gesellschaft umgeht. Zu Zeiten der autoritären Ära (vor 1960) war die vorherrschende Form der Moral autoritär: vom biophysischen Standpunkt aus betrachtet, kamen Impulse aus dem biologischen Kern der Menschen, durchdrangen die zerstörerische mittlere Schicht und wurden durch die oberflächliche Schicht ausgedrückt. Die Menge an destruktiver mittlerer Schicht, die im moralischen Impuls enthalten war, war proportional dazu, wie weit der Einzelne im sozio-politischen Spektrum rechts zu verorten war. Da Impulse aus dem Kern ihren Weg durch die zerstörerische mittlere Schicht nahmen, waren die meisten Menschen in jenen Tagen mit beiden Schichten in Kontakt, und infolgedessen konnten sie den Unterschied zwischen gut und böse leicht durchschauen; gut und böse, richtig und falsch waren moralische „Absolutheiten“. Amerikaner waren sich darin einiger, das Gute und die Größe ihres Landes zu sehen. Sie sahen die Boshaftigkeit sowohl des roten als auch des schwarzen Faschismus und sahen es als Notwendigkeit, wenn nötig zu kämpfen, um ihre Freiheit zu bewahren. In der heutigen anti-autoritären Zeit gehören diese Menschen irgendwo auf die rechte Flanke des politischen Spektrums.

Mit der anti-autoritären Transformation der Gesellschaft hat sich eine ganz andere Art von Moral entwickelt. Politische Korrektheit genannt, ist diese Moral das Ergebnis einer Änderung in der funktionellen Beziehung zwischen der oberflächlichen Schicht und der destruktiven mittleren Schicht der bio-psychischen Struktur der Menschen. Nunmehr dient die oberflächliche Schicht, einschließlich des Intellekts, nicht mehr dem Ausdruck von Impulsen aus dem Kern und aus der mittleren Schicht, wie im Fall der autoritären Moral, sondern der Abwehr gegen die Wahrnehmung der Impulse aus dem Kern und aus der zerstörerischen mittleren Schicht.

Diese Änderung in der bio-psychischen Struktur der gepanzerten Menschen erklärt die Moral der politischen Korrektheit. Es ist die Moral derjenigen, die der politischen Linken angehören: Für sie stammt alles moralische Denken aus der sozialen Oberfläche, da der Kontakt mit dem Kern und der destruktiven mittleren Schicht verlorengegangen ist. Sie distanzieren sich vom Kontakt mit den tieferen Schichten, indem sie den Intellektualismus als Abwehr nutzen und indem sie Verachtung für Kerngefühle zeigen. Moral, die aus der oberflächlichen Schicht stammt, wird zu einem relativistischen Prinzip. Zum Beispiel sind die Absichten einer Person, die der oberflächlichen Schicht entstammen, der ständig wechselnde Maßstab, der herangezogen wird, um zu messen, was als gut oder als schlecht betrachtet wird. Moralischer Relativismus bedeutet, daß nichts in sich gut ist und nichts in sich schlecht. So sind beispielsweise im Falle der grünen „Rettet die Erde“-Bewegung, die Menschen, die daran beteiligt sind, die „moralisch überlegenen“ Guten. Sie sind die Progressiven, die auf der Welle der Zukunft reiten, im Gegensatz zu den anderen, die nicht an dieser noblen Aufgabe beteiligt sind.

Eine neue Art der kollektiven Moral wird an die Stelle der alten gesetzt, die auf Individuen beruhte und autoritär war. Diese neue Moral stellt den Versuch dar, das Problem der destruktiven sekundären Schicht zu beseitigen, indem Energie in den Kopf hochgezogen wird und damit Kontakt nicht nur mit der sekundären Schicht, sondern auch mit dem biologischen Kern abgeschnitten wird. Auf diese Weise wird das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Indem der biologische Kern beseitigt wird, aus dem die Emotionen stammen, trägt diese neue Moral zur Entmenschung der menschlichen Rasse bei.

 

Warum Liberals 2012 für Obama stimmen müssen

Die wichtigsten Determinanten von politischen Überzeugungen und Handlungen leiten sich aus der sozio-politischen Charakterstruktur des Einzelnen ab. Da er bei der politischen Linken einzuordnen ist, funktioniert der liberale Charakter vor allem aus seiner oberflächlichen Schicht bzw. Fassade heraus. Moral und Ideologie der politischen Linken stammen aus dieser Schicht. Sie hat die Aufgabe, den Liberalen gegen die Wahrnehmung von Impulse zu schützen, die aus seinem Kern und seiner destruktiven mittleren Schichten kommen. Aufgrund dieser Wahrnehmungsverzerrung kann der Liberale nicht entschieden handeln, wenn körperliche Aggression erforderlich ist, und deshalb, wegen seiner Schuldgefühle, ist er schnell dabei, sich mit den Feinden Amerikas zu identifizieren, wenn es einen internationalen Konflikt gibt. Trotz seines Mangels an Aggression und seiner frei flottierenden Schuld ist der echte Liberale jedoch immer ein loyaler Amerikaner geblieben und eine Stütze der demokratischen Ideale Amerikas.

Dann, um 2007 herum, wurde das amerikanische Volk Opfer eines kolossalen Betrugs. Scheinbar aus dem Nichts kommend und fast ohne Vergangenheit wurde der amerikanischen Öffentlichkeit Barack Obama als Mitglied des politischen Mainstream, als nüchternes, waschechtes, legitimes liberales Mitglied der Demokratischen Partei präsentiert; jemand, der in Wirklichkeit eine ganz andere (pseudo-liberale/kommunistische) Charakterstruktur hatte. Dies war ein brillanter Coup, der erfolgreich war teilweise durch die effektive Verschleierung seiner Verbindungen mit Linksradikalen in der Vergangenheit und teilweise durch die tatkräftige Verbreitung von Fehlinformationen über ihn durch die Mainstream-Medien

Die meisten liberalen Charaktere waren nicht in der Lage diesen Coup zu durchschauen, weil sie fast vollständig aus ihrer oberflächlichen Schicht heraus leben. Das Leben aus ihrem Intellekt heraus hinderte sie zu sehen und zu fühlen, was sich vor ihren Augen und in ihren Tiefen zutrug. Deshalb war es für Obama ein Leichtes, als einer von ihnen durchzugehen. Alles, was er zu tun hatte, war, sie mit den idealistischen Parolen, wie sie die Liberalen so lieben, zu füttern. Sie klingen für sie überzeugend, wenn sie sie nur oft genug hören („Wir sind die, auf die wir gewartet haben“, etc.). Das hat er 2008 erfolgreich in seinem Präsidentschaftswahlkampf getan.

Allerdings ist die Ähnlichkeit zwischen dem echten Liberalen und Barack Obama trügerisch. Im Gegensatz zu Liberalen gibt Obama nur vor, daß er den Ausdruck seiner zerstörerischen mittleren Schicht abwehrt. Abgeschnitten von seinem biologischen Kern dient Obamas oberflächliche Schicht vollständig dem Ausdruck seiner zerstörerischen mittleren Schicht gegen Amerika. Wenn möglich drückt er seine Verachtung und seinen Haß auf die Tradition von Unabhängigkeit, Erfindungsgabe und Eigenverantwortung aus, die für die Amerikaner charakteristisch ist. Das ist etwas, was der Liberale einfach nicht wahrhaben will. Kein anderer demokratischer US-Präsident, egal wie liberal, von Roosevelt bis Clinton, hat so viel Verachtung gegenüber Amerika und den Amerikanern gezeigt wie Obama. Wegen der scheinbaren Ähnlichkeit in ihren Strukturen müssen Liberale für Obama stimmen, auch wenn Obamas Wirtschafts-und Sozialpolitik tatsächlich ihren eigenen Interessen widerspricht.

 

Das Massaker in Colorado hätte verhindert werden können, wenn…

Das Massaker, das am 20. Juli 2012 in Aurora, Colorado stattfand, hätte verhindert werden können, wenn die Bedeutung von scheinbar isolierten Ereignissen, die ihm vorangegangen sind, erkannt und vorher in einem Gesamtbild integriert worden wären.

Erstens hätte man aus einer allgemeinen Beschreibung des Schützen als schüchternem introvertiertem Einzelgänger schließen können, daß es sich möglicherweise bei ihm um irgendeine Art von schizophrenem Charakter handelt. Zweitens hätte man aufgrund der Tatsache, daß er kurz nach Beginn seines Universitätsstudiums dieses ohne ersichtlichen Grund abbrach, auf einen zu dieser Zeit erfolgten psychotischen Zusammenbruch schließen können. Obwohl diese Beobachtungen immerhin mutmaßen ließen, daß dieser Mensch einen psychotischen Zusammenbruch hatte, gaben sie keine Hinweise darauf, daß er gemeingefährlich war. Eine dritte Beobachtung, die seine Nachbarn machten, war jedoch ein starker Hinweis darauf, daß er tatsächlich potentiell ein gemeingefährlicher paranoid Schizophrener war: kurz vor dem Massaker bedeckte er die Fenster seiner Wohnung mit Zeitungen. Für einen ausgebildeten Psychiater war die emotionale Bedeutung dieser Handlung ein sicheres Anzeichen dafür, daß er sich in einem akuten psychotischen Panikzustand befand und infolgedessen an Verfolgungswahn litt. In seiner Sichtweise befand er sich für mindestens zwei Monate vor dem Massaker in Lebensgefahr und deshalb mußte er sich in jeder Hinsicht bis auf die Zähne offensiv und defensiv bewaffnen, um Schaden von sich abzuwenden. Aus dieser Perspektive heraus war es irrelevant, ob er tausend oder zehntausend Patronen gekauft hat. Dadurch, daß er den Joker spielte, stellten die Morde einen psychotischen Versuch dar, sich gegen seinen inneren Terror zu wappnen, indem er die Quelle der Gefahr für sein Leben auf die Außenwelt projizierte.

Wenn die emotionale Bedeutung des plötzlichen Abdeckens seiner Fenster von Menschen um ihn herum als bizarrer psychotischer Akt richtig verstanden worden wäre, wäre es möglich gewesen, dieses Ereignis, und andere ähnlich gelagerte tragische Vorkommnisse, zu verhindern. (Es sei daran erinnert, daß der Massenmörder von Oslo ebenfalls seine Fenster unmittelbar vor den Morden abgedeckt hatte.) Es ist mit den derzeit zugänglichen Kenntnissen möglich, die Öffentlichkeit darin zu schulen, daß sie auf die Anzeichen im Verhalten und Symptome bei Menschen achtet, die auf derartige Gewalttaten hindeuten.

 

Was haben die Unterstützer Obamas gemeinsam?

Obama-Unterstützer sind in unterschiedlicher Ausprägung irgendwo auf der linken Seite des sozio-politischen Spektrums zu verorten. Es gibt zwei Merkmale, die alle Obama-Unterstützer gemeinsam haben. Sie gehören in der Regel zu zwei Gruppen. Die erste Gruppe identifiziert sich mit Obama als Außenseiter. Diese Gruppe blickt auf Obama auf mystische Weise als auf einen modernen Erlöser und sie umfaßt die meisten Schwarzen, die Mehrheit der jüdischen Wähler, Feministinnen, Homosexuelle und all jene, die sich emotional als „benachteiligt“ empfinden. Die zweite Gruppe sympathisiert mit den Unterdrückten aus unbewußten Schuldgefühlen und aus Mitleid. Zu dieser Gruppe gehören die meisten gutmeinenden, gutbetuchten, weißen liberalen Intellektuellen. Sie sehen Obama als denjenigen, der am besten dazu qualifiziert ist, soziale und politische Gerechtigkeit jenen zukommen zu lassen, die als „unterprivilegiert“ eingestuft wurden.

Die Unterstützung Obamas durch die erste Gruppe stammt aus einer Abwehr von unausgesprochenen Gefühlen von Rache, Groll und Verachtung gegenüber Menschen, die von den linken Medien als besser situiert gebrandmarkt werden und denen es besser geht als ihnen selbst. Diese Gruppe betrachtet sich als den Underdog und Obama wird als Verbündeter im Kampf gegen die „privilegierte“ Klasse imaginiert. Aus ihrer neurotischen Hilflosigkeit und ihrem Anspruchsdenken heraus erwarten sie von Obama, daß er den Reichtum der „Besitzenden“ an die „Besitzlosen“ „verteilt“. Die Unterstützung Obamas durch die zweite Gruppe stammt aus Schuldgefühlen und Mitleid für Menschen, von denen sie sich vorstellen, daß sie weniger Glück hatten. Diese Gefühle werden aus ihrem persönlichen Leben auf den sozialen und politischen Schauplatz verlagert. Ihre Schuldgefühle und guten Absichten verbergen ihre auf Emotionen beruhende Intoleranz gegenüber Menschen, die sie als die Herrschenden betrachten, die autoritären Magnaten unserer Gesellschaft, die sie subversiv zum Sturz bringen.

Aus biophysischer Sicht sind beide Gruppen nicht in der Lage, Gefühle der Aggression und des Hasses, die aus ihrem Kern und ihrer destruktiven mittleren Schicht stammen, direkt und offen zum Ausdruck zu bringen. Infolgedessen sehen sie Obama durch die rosa Brille als die Person, die die Welt irgendwie zu einem besseren Ort für alle machen wird. Eine Rolle, die Obama nur allzu bereit ist zu übernehmen, um seine eigene zerstörerische politische Agenda voranzubringen. Beide Gruppen von Obama-Unterstützern spielen direkt in seine Hände, d.h. heimlich für den Klassenkampf zu agitieren, indem eine Gruppe von Amerikanern gegen die andere ausgespielt wird, um Amerika zu schwächen und letztendlich als einheitliche Nation zu zerstören.

Klassenkampf zu schüren, ist seit jeher ein typisches Werkzeug von Linksradikalen, die ein Land destabilisieren wollen. Es macht nicht den geringsten Unterschied, ob sich Obama und seine Anhänger dessen bewußt sind, was sie tun, oder nicht. Ihre bewußten Absichten sind ebenfalls belanglos. Was zählt, sind die Auswirkungen ihrer Handlungen, die die amerikanische Nation spalten und die sehr zerstörerisch sind.

Blogeinträge Mai/Juni 2012

28. Juni 2012

Aus der Geschichte der Emotionellen Pest: Die Lösung des Christentums

Es gibt bei allen Religionen zweierlei Kernfunktionen: Erstens bieten sie die Möglichkeit, die Beziehung des Menschen zum Kosmos, aus dem er stammt, zu verstehen und zweitens bieten sie die Möglichkeit, den gepanzerten Zustand des Menschen und dessen gesellschaftlich zerstörerische Konsequenzen in den Griff zu bekommen, die Emotionelle Pest der Menschheit. Da der menschliche Panzer allgegenwärtig ist, ist praktisch die gesamte Menschheit in das weltumspannende Netz der Emotionellen Pest gefangen. Die religiösen Bewegungen selbst gehören zu dieser Falle.

Das Christentum hatte beim Versuch diese Funktionen anzugehen einen mächtigen Einfluß auf das westliche Leben, insbesondere im Verstehen und Bewältigen des Problems des Bösen beim Menschen. Auf diese Weise wird heute die Emotionelle Pest in einer verzerrten Form erkannt. Das Christentum fing um das vierte Jahrhundert herum an zu gedeihen, als das Römische Reich am Zerfallen war. Die sekundären destruktiven Triebe waren für diesen Zusammenbruch verantwortlich und die Hauptfunktion des Christentums war die Bewahrung dessen, was auch immer von der römischen Gesellschaftsordnung intakt geblieben war.

Um dies leisten zu können, verband das Christentum die zwei Grundfunktionen der Religion, das kosmische Element und das Element der Emotionellen Pest, in einem umfassenden mystischen Dogma: Christus, der Sohn Gottes, kam auf die Erde, um die Menschheit von ihren Sünden zu retten, indem er sein Leben für den Menschen opferte. Die Funktion dieses Glaubens war die Wiederherstellung der sozialen Ordnung durch Verankern christlicher Mystik in der Struktur der gepanzerten Bevölkerung.

Das Christentum versuchte, sich der Universalität des menschlichen Panzers und der Emotionellen Pest über die irrationale Vorstellung von der Erbsünde zu nähern: alle Männer und Frauen sind Sünder. Auch versuchte es gesellschaftlichen Zusammenhalt zu erzeugen, indem alle Ungläubigen zum Christentum bekehrt wurden, da nur der Glaube an Christus als dem wahren Retter der Seelen vor der ewigen Verdammnis bewahren konnte.

Man erwartete, daß der Akt des mystischen Glaubens an Christus, dem Erlöser, die Impulse aus der destruktiven sekundären Schicht des gepanzerten Menschen in Schach halten. Da Christus für die Sünden der Menschen gestorben ist, wird die Verantwortung für das Sündigen (menschliche soziale Destruktivität) und die Schuld, die mit ihm einhergeht, vom Leib Christi übernommen. Menschen können durch den Glauben an Christus vorübergehend vom Gefühl der Schuld erleichtert werden, die in den destruktiven Impulsen ihres Panzers enthalten ist.

Die katholische Kirche hat in ihrer Religion die Funktion der Erleichterung in der Praxis der Beichte integriert. Der Priester als Vertreter Christi auf Erden hat die Funktion des Beichtvaters. Was für den Erhalt der Befreiung von Schuld wichtig ist, ist die absolute Überzeugung des Sünders, daß Christus der wahre Erlöser ist.

 

Wieso „Konjunkturpakete“ nicht funktionieren

Um generell das Handeln von Menschen zu verstehen, ist ein Gefühl für die drei Ebenen der menschlichen bio-psychischen Struktur absolut notwendig: die oberflächliche Schicht, die destruktive mittlere Schicht und der biologische Kern. Ökonomische Aktivitäten sind keine Ausnahme. Wirtschaftliche Tätigkeit entstammt dem biologischen Kern und ergibt sich durchweg aus der produktiven Arbeitsfunktion, die zwischen Menschen wirksam wird.

Geld hat keinen inneren Wert. Der Wert des Geldes wird letztendlich abgeleitet und getragen von der Fähigkeit der Menschen produktiv zu arbeiten. Wenn sich die Qualität und Quantität der Arbeitsfunktion der Menschen in irgendeiner Weise verschlechtert, sinkt auch der Wert des Geldes und die Nation wird ein wenig ärmer. Anders ausgedrückt, muß man mehr Geld als zuvor aufwenden, damit die gleiche Arbeitsleistung erbracht wird. Eine häufig übersehene, aber ernstzunehmende Manifestation der allgemeinen Verschlechterung der Arbeitsfunktion in unserer heutigen Gesellschaft ist die Bereitschaft der Menschen Verschuldung in einer Höhe in Kauf zu nehmen, die das notwendige Maß an Verantwortung, die übernommen werden muß, um sich der finanziellen Verpflichtung durch Arbeit zu entledigen, bei weitem übersteigt. Entsprechend ist die wirtschaftliche Rezession, die derzeit bei uns herrscht, eine direkte Manifestation der Arbeitsstörung der Menschen am Arbeitsplatz. Es ist ein Beispiel für einen Ausdruck der sekundären destruktiven Schicht des gepanzerten Menschen.

Das Konjunkturpaket, auf Grundlage des 2009 von Präsident Obama unterzeichneten Gesetzes, dem American Recovery and Reinvestment Act (ABRA), hat als angeblich vorrangiges Ziel Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen. Tatsächlich versucht es dieses Ziel mittels Bereitstellung vorübergehender Linderungen (Sozialleistungen) für diejenigen zu erreichen, die durch die Rezession am meisten beeinträchtigt worden sind und mittels Investitionen in Infrastruktur, Bildung, Gesundheit und „grüne“ Energieprogramme. Das Grundprinzip des Konjunkturpakets stammt aus der Keynesianischen makroökonomischen Theorie, die argumentiert, daß die Regierung den Rückgang an privaten Ausgaben durch einen Anstieg der Staatsausgaben ausgleichen sollte, um den weiteren wirtschaftlichen Niedergang zu stoppen. Es ist ein Beispiel dafür, wie die Liberalen alle Probleme von der sozialen Oberfläche her sehen und sich mit sozialen und wirtschaftlichen Problemen ausschließlich aus ihrer oberflächlichen Schicht heraus befassen.

ABRA ist darüber hinaus ein klarer Ausdruck der Emotionellen Pest. Gegen das angebliche Ziel des Konjunkturpakets (Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen) kann kein rationaler Mensch etwas vorbringen. Die Art und Weise wie diese sehr idealistischen Ziele umgesetzt werden sollen, das wahre Motiv (höhere Staatsausgaben und damit verstärkte Abhängigkeit der Menschen von der Zentralregierung durch Wohlfahrts- und andere sozialistische Programme) ist jedoch geschickt in Gesetze gepreßt worden und wurde von fast jedermann übersehen. Die emotionale Bedürftigkeit der Menschen oder ihre Unfähigkeit, für das was sie wollen zu arbeiten, findet keinerlei Erwähnung. Das sind Haupterscheinungsformen der emotionalen Krankheit der Menschen, die aus ihrer sekundären destruktiven Schicht stammen und im gesellschaftlichen Bereich als Emotionelle Pest zum Ausdruck kommen.

Wird diese Tatsache ignoriert und die Ursache des Problems (die zugrundeliegende Arbeitsstörung der Menschen) nicht angegangen, wird das Konjunkturprogramm die aktuelle wirtschaftliche Situation wahrscheinlich verschlimmern. Die wirtschaftlichen Empfehlungen von Seiten der politischen Rechten, verantwortungsvolle Haushaltspolitik durch Ausgaben- und Steuerkürzungen und den Markt sich selbst regulieren lassen, kommt den aktuellen wirtschaftlichen Problemen der gepanzerten Menschheit näher als all die „Lösungen“ der heutigen linken Ideologen.

 

Kommunismus/Sozialismus ist der Krebs des Gesellschaftskörpers

In Artikeln des Journal of Orgonomy (Vol. 20, Nos. 1 & 2) mit dem Titel „Cancer and Communism“ zeige ich, daß aus einer funktionellen Perspektive heraus Individuen und Gesellschaften biologische Systeme sind und daß Krebs in einem einzelnen lebenden System funktionell identisch ist mit Kommunismus/Sozialismus in einem sozialen System. Diese von Identität geprägte Beziehung zwischen Krebs und Kommunismus (einschließlich Sozialismus) ist aus bioenergetischer Sicht stichhaltig, da beide Zustände Beispiele für kranke biologische Systeme sind, die sich in einem Prozeß des bioenergetischen Niedergangs und Zerfalls befinden. Kommunismus ist ein weiter fortgeschrittener Zerfallszustand als Sozialismus.

Krebs ist eine systemische Erkrankung, die den gesamten Organismus betrifft. Der Krebstumor ist ein lokales Symptom der Erkrankung. Ebenso sind Kommunismus/Sozialismus eine Krankheit der Gesellschaft als ganzer. Die verschiedenen sozialen Manifestationen sind oberflächliche Symptome einer kranken Gesellschaft. Bei der Krebserkrankung entzieht der Krebstumor durch seine Blutversorgung dem noch immer lebendigen, gesunden Teil des Organismus ständig Energien und tötet schließlich den Wirt. Exakt der gleiche parasitäre Prozeß tritt im Fall des Kommunismus und des Sozialismus im heutigen Amerika auf, wo Menschen, die die Regierung für ihr Überleben brauchen, einschließlich des Großteils des öffentlichen Sektors, sich von der produktiven Arbeit derjenigen in der Privatwirtschaft ernähren, die die Lebensader der Ökonomie darstellen.

Es gehört zur Strategie der heutigen Pseudoliberalen/Kommunisten, die Unabhängigkeit der Menschen in jeder möglichen Weise zu untergraben und wirtschaftliche Abhängigkeit von der Regierung zu fördern. Beispielsweise hat jeder einzelne Punkt von Präsident Obamas sozialistischer Politik die Funktion, die bereits gestörte biologische Arbeitsfunktion der Menschen noch weiter zu verschlechtern: der Verzicht auf Rückzahlung der Darlehen für College-Studenten, das gewerkschaftliche Organisieren und die Erhöhung der Beschäftigtenzahl im öffentlichen Dienst, das Ermutigen von unzufriedenen Jugendlichen Krawall zu machen durch Unterstützung ihrer rebellischen sozialen „Sache“ (d.h. die Occupy Wall Street-Bewegung), eine Ausweitung der sozialstaatlichen Versorgung für arbeitsfähige Arbeitslose und so weiter.

Diese Strategie steht im Dienst der Schwächung der Arbeitskraft des Einzelnen und der zunehmenden Macht der Zentralregierung und soll letztendlich das gesunde amerikanische Gesellschaftssystem zerstören, von dem sich der „soziale Krebs“ nährt. Wenn dies geschieht, wird niemand nachvollziehen können, wie diese einst so große Nation zerstört wurde, so wie heute niemand die wahre Ursache der Krankheit Krebs versteht.

 

Aus der Geschichte der Emotionellen Pest: Die Lösung des Liberalismus

Weil die Existenz der Emotionellen Pest nicht anerkannt wird, verwandelt sich jeder neue Versuch, ihren verheerenden Auswirkungen zu begegnen, in eine andere sogar noch zerstörerische Ausdruckform der Pest als die vorhergehende. Die liberale Bewegung in Europa nahm um das beginnende 17. Jahrhundert ihren Anfang. Sie stellte den Versuch dar, die Ketten der christlichen Repression und Mystik zu brechen, die die Menschen seit über tausend Jahren in Knechtschaft gehalten hatten. Im 21. Jahrhundert hat sich diese liberale Bewegung auf der politischen Linken weit verschoben und sich zum Pseudo-Liberalismus/Kommunismus entwickelt, der eine anti-autoritäre Form säkularer Repression darstellt. Der Pseudo-Liberalismus/Kommunismus ist die Anwendung des mechano-mystischen Denkens auf das Alltagseben in Amerika. Er ist eine weitaus invasivere und tödlichere Manifestation der Emotionellen Pest als das autoritäre System, das er ersetzt hat.

Liberale funktionieren in erster Linie aus der obersten Schicht ihrer bio-psychischen Struktur heraus. Sie funktionieren durch Einsatz ihres Intellekts als Abwehr. Dies soll verhindern, daß sie die Destruktivität erleben, die in ihrer mittleren Schicht enthalten ist. Aus ihrer intellektualistischen Abwehr stammen die beiden anderen Merkmale des liberalen Syndroms: eine mechanistische Erklärung natürlicher Phänomene und eine kollektivistische Haltung gegenüber dem sozialen Leben.

Es sind mehrere wichtige sozio-politische Konsequenzen daraus zu ziehen, wie der Liberale in erster Linie aus seiner oberflächlichen Schicht heraus lebt, wahrnimmt und denkt.

  1. Da der Liberale keinen Kontakt mit seiner sekundären Schicht hat, hat er auch wenig Kontakt mit seinem biologischen Kern. Er hat daher kein tiefes emotionales Empfinden von der Existenz von Gut und Böse bzw. der Emotionellen Pest der Menschheit. Dies ist der Grund für seinen moralischen Relativismus und seinen Glauben, daß alle Menschen im Grunde gut sind und daß sogar Schwerverbrecher rehabilitiert werden können.
  2. Da er aus der oberflächlichen Schicht heraus lebt, nimmt der Liberale alles von der Oberfläche her wahr. Beispielsweise betrachtet der liberale Arzt Krankheiten ausschließlich aus der Perspektive des oberflächlichen Symptoms oder der unmittelbaren biochemischen Symptome der Krankheit. Er kann die tieferen biologischen Ursachen von Krankheit nicht verstehen und seine Therapie konzentriert sich auf die Beseitigung des störenden Symptoms. Der liberale Ökonom und Politiker macht das gleiche in den wirtschaftlichen und politischen Bereichen. Der liberale Soziologe hat keinen Sinn dafür, daß eine soziale Transformation von katastrophalen Ausmaßen von autoritär zu anti-autoritär, die um 1960 begann, rasch die Stabilität der westlichen Zivilisation untergräbt.
  3. Weil beim Liberalen die Abwehr gegen Gefühle aus seinem Intellekt und nicht aus seiner Muskulatur stammt, stützt sich der liberale politische Führer stark auf seine von seinem gut entwickelten Intellekt abgeleitete Verstandeskraft, um mit innenpolitischen Problemen und mit Gefahren für die nationale Sicherheit umzugehen. Seine Angst vor offener Aggression verhindert eine kraftvolle aggressive Haltung einzunehmen und, indem er unsere Feinde irrigerweise glauben läßt, Amerika sei schwach, bringt er es fertig, dieses Land und die ganze Welt in tödliche Gefahr zu bringen.

Political Correctness ist kultureller Marxismus. Es handelt sich um Marxismus, der von der Ökonomie in Begriffe der Kultur übersetzt wurde. Nachdem die Moral der Political Correctness fest in die oberflächliche Schicht der bio-psychischen Struktur des liberalen Individuums verankert ist, verhärtet sich der liberale sozio-politische Charakter und verwandelt sich in einen pseudo-liberalen/kommunistischen. Der Einzelne funktioniert als emotionell pestkranker Charakter. Mit der Wahl von Barack Obama zum Präsidenten der Vereinigten Staaten 2008 betrat der pseudo-liberale/kommunistische Charakter den Mainstream der amerikanischen Politik auf der linken Seite und gewann Legitimität.

 

Aus der Geschichte der Emotionellen Pest: Die Lösung des Konservatismus

Mit der Umwandlung der Gesellschaft von autoritär zu anti-autoritär, die um 1960 begann, wurden die Schleusen geöffnet, die die großen zerstörerischen Triebe der Menschheit, die der sekundären Schicht entstammen, seit Tausenden von Jahren zurückgehalten haben und die volle Kraft der Emotionellen Pest überschwemmte die westliche Welt wie ein Tsunami. Indem sich die Infektion in jeden Winkel des menschlichen Lebens, insbesondere des politischen Lebens in Amerika, ausbreitet, geht die Verwüstung weiter unbemerkt von fast jedermann.

Die reflexartige Reaktion der Politiker auf diesen Ausbruch hing vollständig von ihrer sozio-politischen Charakterstruktur ab. Die Kommunisten auf der extremen Linken sahen sofort die Chance, die politische Lage zu nutzen. Sie zogen wohlmeinende Liberale mit sich, taten so, als gehörten sie zu ihnen, und wurden Pseudo-Liberale. Sie ritten auf der Welle der gesellschaftlichen Zerstörung, die in den folgenden Jahren stattfand, fügten ihre linken „Lösungen“ der Verwüstung hinzu und verkauften diese Änderungen einem leichtgläubigen Publikum als „sozialen Fortschritt“. Auf der anderen Seite kämpften Konservative in beiden politischen Parteien (sowohl Democrats als auch Republicans) und traten der sozialen Destruktivität entgegen. Da sie jedoch keine Ahnung von der Natur des Übels hatten, das sie bekämpften, und weil politische Mittel ihre einzige Möglichkeit waren, sich gegen die Pest zu stellen, waren ihre Versuche vergebens.

Die Niederlage des Bannerträger der Democratic Party, Hubert Humphrey, gegen Richard Nixon 1968 markierte den „Anfang vom Ende“ für die konservative Fraktion der Partei, von denen viele schließlich „Neokonservative“ wurden. Unterdessen verblaßte schnell die traditionelle politische Rolle der Democratic Party, die sich aus echten Liberalen zusammensetzte, als sie unter die Kontrolle der pseudo-liberalen Fraktion geriet.

Als Reaktion auf die kommunistische Bedrohung in den 1950er Jahren und auf den globalen Ausbruch der Emotionellen Pest in den 1960er Jahren begann sich die konservative Bewegung in Amerika langsam aus unterschiedlichen Quellen zu organisieren, vor allem Angehörige der Republican Party, und wurde zur Conservative Party. Vor kurzem hat sich die Tea Party-Bewegung, die im Jahr 2009 gegründet wurde, als ein großes Ventil für den Konservatismus erwiesen. Ihre erklärten politischen Ziele umfassen Einhaltung der US-Verfassung, niedrigere Steuern und Opposition gegen das Vordringen der Bundesregierung in Bereiche, die sich außerhalb ihrer Domäne befinden, etwa die Gesundheitsversorgung.

Je nachdem, wo sie sich auf der rechten Seite des sozio-politischen Spektrums befinden, haben Konservative in unterschiedlichem Ausmaß unverfälschten Kontakt zum Kern. Weil sie sich nur auf einer oberflächlichen, politischen Ebene mit den mannigfaltigen Symptomen der Emotionellen Pest auseinandersetzen, ist die Durchschlagskraft der konservativen Bewegung beim Kampf gegen deren Ausbreitung jedoch beschränkt. Leider verwandelt die Fokussierung auf die Symptome und nicht auf die zugrundeliegende Krankheit selbst die rationale Anstrengung bei der Eindämmung der Pest unweigerlich in politics as usual, d.h. einen endlosen ideologischen Kampf zwischen den gegnerischen politischen Kräften der Linken und der Rechten. Das Ergebnis ist ein Sieg nach dem anderen für die Kräfte der Emotionellen Pest.

 

Der schwindende Kern-Kontakt bei den Menschen

Die anti-autoritäre Umgestaltung der amerikanischen Gesellschaft führte zu zutiefst zerstörerischen gesellschaftlichen Veränderungen, da sie die Wut, die bei gepanzerten Menschen in der sekundären Schicht enthalten ist, freisetzte. Ein Versuch der oberflächlichen Schicht bzw. Fassade, die Destruktivität einzudämmen, führte zur Hypertrophie des Intellekts als Abwehr gegen sie. Dies manifestierte sich in den letzten Jahren durch das Streben der Menschen nach oberflächlichen Ablenkungen jeder Art, einschließlich durch den Rückgriff auf alle möglichen Drogen, um ihre Schmerzen und ihr Leiden zu beseitigen, und durch Rückgriff auf die Moral der politischen Korrektheit, um mit oberflächlichen Symptomen der sekundären Schicht umzugehen, sowie einer Verschiebung im politischen Mainstream ganz nach links vom Zentrum: die sozio-politische Rotverschiebung.

Diese Verschiebung nach links wurde im Jahr 2008 mit der Wahl von Barack Obama zum Präsidenten der Vereinigten Staaten politisch legitimiert. Im Vergleich zum biophysischen Zustand des amerikanischen Volkes um 1960 herum, trat ein alarmierender Rückgang im Grad ihres Kern-Kontakts zutage. Dies manifestiert sich anschaulich in der Tatsache, daß heute, im Jahr 2012, Obama eine gute Chance hat vom amerikanischen Volk für eine zweite Amtszeit wiedergewählt zu werden. Hätte er für die Präsidentschaft im Jahr 1960 kandidiert, hätten alle Beteiligten, sowohl Democrats als auch Republicans, ihn leicht als unverhüllten Kommunisten erkannt und aus der Stadt gejagt.

Vom biophysischen Standpunkt betrachtet funktionieren Menschen, die Obama politisch unterstützen, vollständig aus ihrer oberflächlichen Schicht heraus und haben keinen Kontakt mit ihrem biologischen Kern. Sie sind liberale Charaktere, die durch den politischen Mainstream getäuscht wurden und glauben, daß er ein loyaler Amerikaner ist. Wie lange kann eine Gesellschaft überleben, in der die Menschen in einem derartigen Maße den Kontakt zu ihrem biologischen Kern verloren haben?

 

Das Robin-Hood-Syndrom

Das Robin-Hood-Syndrom besteht darin, „Geld von den Reichen zu nehmen und es den Armen zu geben“. Der Leitartikel der New York Times mit dem Titel „The crisis has ended nearly two decades of wealth“ (13. Juni 2012) vertritt genau das:

Was jetzt gebraucht wird, ist noch mehr Unterstützung, einschließlich Ausgaben der Zentralregierung für Bildung und öffentliche Bauvorhaben zur Schaffung von Arbeitsplätzen, gezielte Steuervergünstigungen für Einstellungen, Programme zur Förderung von Erleichterungen bei den Hypotheken-Belastungen, das Aufrechterhalten der Immobilienpreise, indem Amerikaner in ihren Häusern gehalten werden, als auch ein erneuertes Engagement für eine Finanzordnung, die sicherstellt, daß es im System nicht erneut zu einer Kernschmelze kommt.

Die Frage ist: Wo soll das Geld herkommen? Offensichtlich von Steuererhöhungen für „die Reichen“ und vom Aussaugen der produktiven Mitglieder der Wirtschaft, von der Arbeitskraft der Menschen. Die nächste Frage lautet: Wie lange wird es dauern und wieviel Geld ist notwendig, um die Wirtschaft zu verbessern? Die Antwort ist, daß, da Geld nicht auf Bäumen wächst, es eine endliche Menge an Geld gibt, das die Reichen und der produktive Sektor zur Verfügung stellen können und früher oder später wird sich diese Geldmenge erschöpfen. Zudem haben zurückliegende und gegenwärtige Erfahrungen gezeigt, daß diese Methode zur Lösung von wirtschaftlichen Problemen nicht funktioniert. Es ist, als würde man schlechtem Geld gutes hinterherwerfen.

Warum halten dann liberale Politiker und Ökonomen standhaft an diesen zerstörerischen Vorstellungen fest? Sie tun das, weil sie nicht verstehen, daß Reichtum, Wohlstand und „Gutes tun“, um sie zu verwirklichen, nicht einfach mit Geld gleichgesetzt werden können. Die ideologischen Scheuklappen der Liberalen und anderer ist tief eingebettet in die oberflächliche Schicht des gepanzerten Charakters der Menschen und sie können deshalb nicht einfach in Frage gestellt werden. Es ist eine Abwehr gegen die Erkenntnis, daß der wahre Wert von Reichtum und von Geld von der Fähigkeit der Menschen stammt, produktiv zu arbeiten, von der rationalen Arbeitsfunktion der Menschen, die aus den Tiefen ihres biologischen Kerns stammt. Sie haben wenig oder keinen Kontakt mit ihrem biologischen Kern und können deshalb nicht wissen, daß Geld keinen Wert in sich selbst hat und daß sein Wert sich aus der Fähigkeit der Menschen ableitet, produktive Arbeit in einem freien Markt zu leisten. Siehe meinen Blogeintrag Wieso Konjunkturpakete nicht funktionieren.

Da die Ausgaben der Zentralregierung absolut nichts zur Verbesserung der Arbeitsfunktion der Menschen beitragen, können sie nichts zur Verbesserung der wirtschaftlicher Bedingungen in Amerika leisten, die Ergebnis der Hilflosigkeit und Unfähigkeit der Menschen sind, für das zu arbeiten, was sie wollen, oder von dem sie das Gefühl haben, daß sie es verdient haben. Das sind die wahren Gründe für die wirtschaftlichen Probleme, denen wir momentan gegenüberstehen.

 

Eines der Hauptsymptome eines emotionell pestkranken Charakters

Ein wichtiges Merkmal von Personen, die von der Emotionellen Pest befallen sind, ist, daß sie unfähig sind, einer ehrlichen Tagesarbeit nachzugehen. Obwohl sie nicht produktiv arbeiten können, sind sie jedoch sehr gewieft darin andere herumzukommandieren und ihnen zu sagen, was sie zu tun haben. Als Ersatz für Arbeit werden emotionell Pestkranke häufig Politiker, die anderen Menschen ihre politische Agenda aufzwingen. Die Ersatz-Aktivitäten von diesen Taugenichtsen sind in der Tat nichts anderes als nicht richtig erkannte Anzeichen für Emotionelle Pest.

In seinem jüngsten Buch Barack Obama: The Story präsentiert der Autor David Maraniss ein klares Bild der Arbeitsfunktion eines solchen Individuums. Obama haßte seine erste Anstellung, als er nach seinem Abschluß an der Columbia University bei Business International arbeitete. Er nannte es „Arbeiten für den Feind“, weil einige der Aufgaben, die er für das Unternehmen erledigte, mit Investitionen in Ländern der Dritten Welt zu tun hatten. Bei Business International fühlte er sich unwohl: „Wie ein Spion hinter den feindlichen Linien erschien ich jeden Tag in meinem Büro in der Mitte Manhattans.“ Er blieb nur ein Jahr, dann kündigte er. Danach wurde er ein geschickter Praktiker der politisch radikalen Methoden von Saul Alinsky. Obama wurde ein Aktivist, der die Commmunity von Chicagos South Side organisierte. Laut seiner Frau Michelle Obama ist „Barack in erster Linie kein Politiker. Er ist ein Gemeindeaktivist…” Obama betrachtete ihre Einschätzung als Kompliment. Anschließend besuchte Obama die Harvard Law School, praktizierte kurz Recht für gemeinnützige Interessen, war Lehrer einer College-Klasse und ging endlich in die Politik, wo er seine Berufung fand.

Die Geschichte von Obamas Arbeitsfunktion ist für den Biographen oder den Historiker, der nichts von der Emotionellen Pest weiß, ohne besonderen Belang. Für jemanden, der die Bedeutung der biologischen Arbeitsfunktion bei der Bestimmung der Qualität des menschlichen Lebens erkennt, spricht sie jedoch Bände. Verkürzt gesagt zeigt sie, daß Obama biophysisch nicht in der Lage war, irgendeine Art von rationaler, produktiver Arbeit aus seinem biologischen Kern heraus zu leisten. (Als Community Organizer tätig zu sein, ist weder rational noch produktiv. Es ist eine Tätigkeit, die aus der sekundären destruktiven Schicht eines Individuums stammt, dessen Arbeitsfunktion vollständig verkrüppelt ist, und ein weiteres Zeichen der Emotionellen Pest.)

Es ist folglich nicht verwunderlich, daß nach jedem Maßstab Obama in seiner Arbeit als Präsident der Vereinigten Staaten vollständig versagt hat und daß, sollte er in eine zweite Amtszeit gewählt werden, es nicht besser werden kann. Ob dieses Land weitere vier Jahre Destruktivität und Inkompetenz auf der Führungsebene überleben kann, bleibt abzuwarten.

 

Die Auswirkungen der sozio-politischen Rotverschiebung auf das Denken der Menschen

Die sozio-politische Rotverschiebung entspricht einem Schwenk des aktuellen Mainstream des sozio-politischen Denkens nach ganz links von der Mitte. Sie wurde durch die anti-autoritäre Umformung der amerikanischen Gesellschaft, welche etwa 1960 ihren Anfang nahm, herbeigeführt, und ist für die politische Polarisierung zwischen Links und Rechts und den generellen Kulturverfall in der Gesellschaft verantwortlich.

Zunächst einmal muß man die Existenz der sozio-politischen Rotverschiebung realisieren, bevor es überhaupt möglich ist, die wahre Identität und Arbeitsweise eines Politikers zu ergründen. Wegen der Rotverschiebung nach links vom Zentrum wird jeder gemäßigte Politiker, der nicht Teil des Mainstreams politischen Denkens ist, automatisch als Produkt der politischen extremen Rechten betrachtet, während jeder, der der politischen Linken angehört, egal wie weit links er steht, als politisch gemäßigt gilt. Deshalb wird Barack Obama, der extrem links vom Zentrum zu verorten ist, von vielen Amerikanern als gemäßigter Liberaler betrachtet, obwohl er tatsächlich als pseudo-liberaler/kommunistischer Charakter operiert. Dieser Teil der Bevölkerung ist völlig von seiner pseudoliberalen Fassade eingenommen.

Teil des Problems ist, daß die Leute nur darauf achten, zu welcher politischen Partei ein Politiker gehört und nicht auf dessen sozio-politische Charakterstruktur, die seine politischen Ideen bestimmt. Die Democratic Party in Amerika wurde in den 1960er Jahren, zu der Zeit, als sich die sozio-politische Rotverschiebung zutrug, von knallharten kommunistischen Charakteren unterwandert und erfolgreich übernommen. Dieses bedeutende Ereignis in der Geschichte der amerikanischen Politik war die Essenz der Rotverschiebung; ein Ereignis, von dem fast niemand etwas mitbekommen hat einschließlich insbesondere die heute lebende jüngere Generation, von denen die meisten nach der anti-autoritären Transformation aufwuchsen und die sich von daher nicht bewußt sind, daß sich in der Tat eine wichtige politische Verschiebung nach links vom Zentrum zugetragen hat. Sie glauben, daß der aktuelle sozio-politische Mainstream tatsächlich das wahre politische Zentrum darstellt. Mitglieder dieser Generation von verwirrten idealistischen jungen Menschen sind für eine Ansteckung durch die Pest anfällig. Sie können leicht von der politischen Rhetorik der extremen Linken des „Mainstream“ mitgerissen werden. Die breite Unterstützung der Öffentlichkeit für eine staatlich geförderte Gesundheitsvorsorge, Obama Care, ist ein Beispiel für die Abhängigkeit der Menschen vom Staat, der sich um sie kümmern soll, und ein Symptom der politischen Rotverschiebung.

Blogeinträge Januar/Februar 2011

26. Februar 2011

Antiquierter Liberalismus ist nicht die Antwort auf den arabischen Rassismus

In seinem Artikel „Egypt’s Prison of Hate” (Wall Street Journal, 4. Januar 2011) befaßt sich Bret Stephens mit dem Massaker an 20 koptischen Kirchgängern zu Silvester 2010/2011 in Alexandria, Ägypten. Die politische Reaktion vieler Anführer der Moslems sah so aus, daß sie einem von Israel unterstützten zionistischen Komplott die Schuld gaben. Stephens empfiehlt den Ägyptern den überkommenen Liberalismus, insbesondere die Verbreitung einer arabischen Übersetzung des Gesamtwerks des liberalen englischen Philosophen John Locke, beginnend mit seinem Brief über die Toleranz.

Leider ist der antiquierte Liberalismus gekommen und wieder gegangen. Diese Lösung ignoriert die entscheidende Rolle, die die sozio-politische Charakterstruktur der Menschen beim aktuellen sozialen Verhalten spielt. Ägypter, die rassistisch sind, und jene Führer, die Greueltaten wie dieses Massaker verteidigen, gehören der äußersten rechten Seite des sozio-politischen Spektrums an. Diese Ägypter dürfen nicht mit der Mehrheit der Menschen im Lande in einen Topf geworfen werden, die mehr zum politischen Zentrum hin tendieren und daher gewaltfrei sind.

Darüber hinaus führt die Förderung liberalen Denkens nicht zur Quelle der enormen Menge an Haß, der tief in der Charakterstruktur aller moslemischen Extremisten eingeschlossen ist. Dieser Haß ist ständig auf der Suche nach Freisetzung in der einen oder anderen Form. Die Quelle dieses Hasses ist der Wunsch nach Rache, die von ihrem persönlichen Leben auf den Dschihad verlagert wird. Die liberale Philosophie, die aus der oberflächlichsten Schicht der menschlichen Struktur entstammt, kann das Reservoir des Hasses dieser Extremisten nicht in Schach halten. Wenn sie nicht erkannt und vom Rest der Gesellschaft isoliert werden, bleibt diese Geißel des destruktiven menschlichen Verhaltens außer Kontrolle.

 
Das Massaker in Tucson

Das folgende ist ein Auszug aus einem Artikel, der in einer kommenden Ausgabe des Journal of Orgonomy erscheinen wird. Er wird hier mit freundlicher Genehmigung des Autors, Edward Chaska, M.D., veröffentlicht.

Unter Bezugnahme auf das Attentat vom 8. Januar 2011, bei dem Jared Lee Loughner auf 20 Menschen schoß, schreibt Dr. Chaska:

Bei der Debatte in den Medien über die Schüsse auf die Kongreßabgeordnete Giffords und neunzehn andere wird die tödliche Wechselwirkung zwischen Marijuana und Geisteskrankheiten übersehen. Als psychiatrischer Berater in einer Drogen- und Rehabilitationseinrichtung sehe ich Dutzende von jungen Männern und Frauen, bei denen sich psychotische und gewalttätige Zustände als Resultat des Gebrauchs von Marijuana und anderen Drogen zeigen. Nach drei oder vier Monaten Behandlung und Marijuana-Abstinenz sind sie oft vollkommen andere Menschen. Marijuana-Konsumenten entwickeln dreimal so häufig eine psychotische Episode und entwickeln doppelt so häufig offensichtliche Symptome von Schizophrenie, im Vergleich zu Menschen, die kein Marijuana rauchen. Sie leiden auch öfter an Angst und Depression. Marijuana hemmt die Entwicklung des Gehirns und stört die natürlichen empathischen Gefühle für andere Menschen.

In Pennsylvania können, dank der Verfechter von „Kinderrechten“, Kinder ab 14 eine psychiatrische bzw. Drogen-und Alkohol-Behandlung ablehnen, auch wenn ihre Eltern auf der Notwendigkeit bestehen. Wenn die Medien jemanden für diese Tragödie verantwortlich machen wollen, brauchen sie nur auf die Marijuana-Lobby und die Verfechter der „Kinderrechte“ blicken, die das Recht der Eltern auf eine Behandlung für ihre Kinder mit psychiatrischen und Drogenproblemen beschneiden wollen.

Mit seiner charakterologischen Ausbildung kann der medizinische Orgonom jene Jugendlichen genau identifizieren und effektiv behandeln, die mit einem Risiko für die Entwicklung psychotischer Symptome behaftet und anfällig für destruktives Verhalten sind, lange bevor sie gewalttätig werden. Loughner, der eine Drogenkarriere vorweist, hat vielleicht vor dem Angriff nicht unter klassischen schizophrenen Symptomen gelitten, aber dennoch wies sein Verhalten darauf hin, daß er die Charakterdiagnose „paranoide Schizophrenie mit impulsiven und mörderischen Tendenzen“ vorwies. Daß er über lange Zeit hinweg Marijuana konsumiert hatte, erhöhte das Risiko einer gewaltsamen psychotischen Reaktion. Die Fähigkeit des medizinischen Orgonomen, eine frühe therapeutische Intervention aufgrund einer genauen Charakterdiagnose durchzuführen, kann dazu beitragen, künftige Tragödien zu verhindern.

 
Das Problem Aggression

Um das Aggressionsproblem lösen zu können, muß zwischen natürlicher, gesunder Aggression (Energie, die vom biologischen Kern stammt und rational ohne Verzerrung ausgedrückt wird) und neurotischer Aggression (Energie, die verzerrt und irrational wird, wenn sie durch den Panzer hindurchgeht) unterschieden werden.

Die Verwirrung, die sich aus diesem Durcheinander ergibt, setzt die Emotionelle Pest in Bewegung. Aufgrund ihrer biophysischen Intoleranz für und Angst vor Aggression, die aus dem biologischen Kern stammt, sind die, die politisch der Linken zuzuordnen sind, schnell dabei, alle Formen von Aggression, ob gesund oder neurotisch, als pathologisch abzutun. Dies erlaubt ihnen, öffentliche Gewalttaten, wie vor kurzem das Massaker in Tucson, zu politisieren, um die politische Rechte zu diskreditieren. Sie setzen automatisch Aggression mit Gewalt gleich und ordnen sie der politischen Rechten zu. Obwohl diejenigen, die rechts stehen, Aggression tolerieren können, unterscheiden sie ebenfalls nicht zwischen ihren beiden Formen. Wenn sie angegriffen werden, geraten sie in die Defensive, bei der ihnen nur bleibt auf den politischen Charakter der Maßnahmen der Linken hinzuweisen. Ohne das Deutlichmachen der Existenz der beiden Formen von Aggression, der gesunden und der kranken, ist die Antwort der Rechten nur teilweise wirksam. Das erleichtert den Ausdruck der Emotionellen Pest und erhöht den politischen Einfluß der Linken.

 
Die politische Strategie der linken Ideologen

Um Sinn in das politische Verhalten der linken Ideologen in Amerika zu bringen, muß man die drei funktionellen Schichten der bio-physischen Struktur der Menschen verstehen. Dies sind: die oberflächliche Schicht bzw. Fassade, die tiefere, sozialschädliche mittlere Schicht und die tiefste Schicht, der biologische Kern.

Da sie keinen Kontakt mit ihrem Kern haben und je nachdem, ob sie politische Macht haben oder nicht, wechseln Ideologen der politischen Linken hin und her zwischen ihrer oberflächlichen Schicht (indem sie die Identität eines echten Liberalen annehmen) und ihrer zerstörerischen, mittleren Schicht und wieder zurück. Als sie politisch nicht an der Macht waren (vor 2008), agierten sie aus ihrer oberflächlichen Schicht heraus und taten so, als wären sie echte Liberale. Sobald sie 2008 an die Macht gelangt waren, zeigten diese fälschlich so genannten (Pseudo-) Liberalen ihre wahre Identität. Vor den Augen einer überraschten Öffentlichkeit ließen sie ihre liberale Fassade hinter sich und agierten unverhohlen vollständig aus ihrer zerstörerischen mittleren Schicht heraus. Sie verpackten ihre sozialistische Agenda als sozialen Fortschritt und zwangen sie der Öffentlichkeit auf, was beweist, daß ihr Ziel die Schwächung und schließliche Zerstörung Amerikas ist, sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene, weshalb sie in der Tat nichts anderes als altmodische Kommunisten sind. Jetzt (2011), wo es ihnen wieder an politischer Vorherrschaft ermangelt, machen sie sich erneut ihre scheinbar gutartige liberale Fassade zu eigen. Die Linke wird solange auf diese Weise auftreten, bis sie wieder die Regierung kontrolliert. Das bezeichnet man als Salamitaktik der Staatskunst; die scheibchenweise Übernahme eines Landes.

Der vorübergehende Rückzug der Linken soll den Anschein erwecken, daß sie dabei sind einzulenken, was Elemente ihrer destruktiven politischen Rhetorik und Ziele betrifft. Da die Öffentlichkeit nur erkennt, was auf der politischen Oberfläche vorgeht, wird das von einigen auf der Rechten als Sieg verbucht werden, aber das ist Wunschdenken. Die geringfügigen Veränderungen in der Fassade der Pseudo-Liberalen/Kommunisten sind nur Berechnung. Ihre Taktik steht immer im Dienst der Erhaltung und Stärkung der politischen Kontrolle über Menschen.

 
Die wahre Bedeutung von „Christus starb für unsere Sünden“

Als ein Eckpfeiler der christlichen Philosophie ist dieser Satz eine Manifestation oder ein Symptom des gepanzerten menschlichen Denkens. Jedes Symptom besteht aus zwei Komponenten, einem Impuls und einer Abwehr. In diesem Fall besteht der Impuls im Versuch des Menschen, sich von seiner Schuld (Sündenhaftigkeit) zu entlasten, indem die Last der Verantwortung auf Christus den Erlöser abgeschoben wird. Die Abwehr besteht im Verbergen des wahren Grundes für den Tod Christi durch mystische Verzerrung. Nach Beseitigen der Verzerrung wäre dieser Satz eindeutig und lautete: „Christus starb wegen der Sündenhaftigkeit des Menschen.“ Wilhelm Reich zeigte in seinem Buch Christusmord, daß Menschen Christus wegen ihrer Sündenhaftigkeit, d.h. aus ihrer Bosheit heraus, ermordet haben, die sich aus der Emotionellen Pest in ihnen ergibt.

 
Es ist die Wahl zwischen schlecht und schlechter

Jeder Versuch von Menschen soziale Probleme politisch zu lösen, führt stets dazu, daß aus einer bestehenden schlechten Situation eine noch schlechtere wird. Der Grund für diese tragische Wendung der Ereignisse ist die eingeschränkte Fähigkeit der Menschen Freiheit zu tolerieren. In ihren politischen Kämpfen wird die Sehnsucht der Menschen nach mehr Freiheit durch ihren eigenen Panzer vereitelt und das verhindert, daß sie tatsächlich in der Lage sind, die Freiheit, die sie sich ersehnen, zu erreichen. Diese Unfähigkeit auf Seiten der Menschen ermöglicht es den Kräften der organisierten Emotionellen Pest routinemäßig die politische Arena zu betreten, das Machtvakuum auszunutzen und ein noch totalitäreres Regime aufzurichten als das, das vorher existierte. Ein schlechter sozialer Zustand verschlimmert sich.

Erneut läuft diese zerstörerische Kette von Ereignissen ab; diesmal manifestiert durch die arabischen Unruhen in den Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas. Demokratie erfordert mehr als freie Wahlen. Nichts wurde aus den Erfahrungen der Vergangenheit gelernt. Zunächst einmal versteht man noch immer nichts von der biophysikalischen Intoleranz der Menschen für Freiheit und den Grund für ihr Gefangensein in der Falle, d.h. ihren gepanzerten Zustand. Das bringt die Kräfte der Emotionellen Pest an die Oberfläche, die in der Struktur von allen Menschen enthalten sind. Diese Kräfte können jede Hoffnung der Menschen, die für ein besseres Leben kämpfen, in noch mehr Verzweiflung verwandeln und sie tun es.

 
Die sozio-politische Dynamik einer Betrugsaktion

Ähnlich wie im Individuum kommt es auch bei einer Betrugsaktion in der sozio-politischen Arena zu einer dynamischen Wechselwirkung zweier Kräfte. Bei zwei Menschen gibt es auf der einen Seite die Person, die emotional oder materiell etwas benötigt, und auf der anderen Seite steht der Betrüger bereit, diesen Bedarf zu „decken“. Ein klassisches Beispiel ist die Beziehung zwischen den Investoren und Bernie Madoff mit seinem Pyramidenspiel.

Die gleiche Beziehung gibt es im sozio-politischen Bereich. Hier sind die beiden Kräfte die emotional verkrüppelten, hilflosen Bürger einerseits, die ein neurotisch begründetes materielles Bedürfnis haben, daß ihnen etwas gegeben wird, und die Freiheitskrämer in der Regierung andererseits, die in der Lage zu sein scheinen, dieses Bedürfnis zu befriedigen, beispielsweise durch Hypothekendarlehen mit niedrigen Zinsen oder durch eine „freie“ Gesundheitsversorgung. Dem einen zu nehmen (dem produktiven, steuerzahlenden Segment der Gesellschaft), um es dem anderen zu geben (das unproduktive, keine Steuern zahlende Segment), ist ein Beispiel für ein riesiges Pyramidenspiel, das von Politikern in der Zentralregierung vor jedermanns Augen betrieben wird. Der Betrug läuft meist unbemerkt ab, weil ein stetig wachsendes Segment der amerikanischen Öffentlichkeit glaubt, daß es versorgt werden muß und diese Verantwortung wird schnell von linksorientierten Politikern beider Parteien übernommen, um aus der Lage Kapital zu schlagen. Am wichtigsten ist dabei, daß diese Sachlage nichts dazu beiträgt die Lebensqualität der Menschen zu verbessern, denen angeblich geholfen wird. Es macht sie von der Regierung nur noch abhängiger, als sie es ohnehin schon waren. Es untergräbt auch weiter den freien Markt, während es den Betrügern, die in der Politik zum gemeinsamen Besten handeln, Geld bringt und ihre Macht steigert.

Man gebietet einem Betrug einhalt, indem man ihn als Betrug bloßstellt.

 
Die biologische Herkunft der politischen Korrektheit

In seinem Artikel „The Origins of Political Correctness“ der in Band 43, Nummer 2 des Journal of Orgonomy erschienen ist, beschreibt Bill Lind die politische Korrektheit als „Krankheit des Jahrhunderts“: der verzerrte Ausdruck Marxistischer Ideen, die von der Ökonomie in kulturelle Begriffe übersetzt wurden. Obwohl von einem historischen Standpunkt aus korrekt, ist sein Verständnis der Ursprünge der politischen Korrektheit auf den mehr oberflächlichen sozio-ökonomischen Bereich begrenzt. Es werden nicht die mächtigen biologischen Kräfte berücksichtigt, die in den Tiefen der Menschen angesiedelt sind und die die politische Korrektheit rasch zur vorherrschenden Form der Moral im Amerika des 21. Jahrhundert gemacht haben.

Die Transformation des sozialen Panzers von autoritär zu anti-autoritär, die um 1960 herum begann, wurde von einer entsprechenden Veränderung in der Struktur der individuellen Panzer begleitet. Vor dieser Zeit war bei den meisten Erwachsenen der Panzer in der Skelettmuskulatur enthalten. Mit der Umwandlung des sozialen Panzers erfolgte bei Jugendlichen eine Verschiebung in der Panzerungsstruktur von der Muskulatur hin zum Gehirn. Der Augenpanzer verstärkte sich auf Kosten des Muskelpanzers in einem großen Teil der erwachsenen Bevölkerung. Diese Verlagerung führte zu einer dramatischen Veränderung in der Art wie Moral erlebt und ausgedrückt wurde.

Die autoritäre Moral der Vergangenheit stammte zu einem Gutteil vom Muskelpanzer. Ihre Funktion war es, die autoritäre Lebensweise zu bewahren. Mit der Verschiebung der individuellen Panzer von der Muskulatur zum Gehirn in einer großen Anzahl von Jugendlichen kam es zu einer qualitativen Änderung der Moral. Autoritäre Moral, mit ihrer absoluten Unterscheidung zwischen Recht und Unrecht beruhend auf dem Fühlen von Emotionen, wurde durch politische Korrektheit ersetzt, dem Ausdruck einer qualitativ anderen Art von Moral, die ihren Ursprung ausschließlich im Gehirn hat.

Die Moral der politischen Korrektheit, deren Funktion es ist, die anti-autoritäre Gesellschaftsordnung über den Autoritarismus triumphieren zu lassen, ist eine hochansteckende und verderbliche Manifestation der Emotionellen Pest, weil sie an den Verstand der Menschen appelliert und gut rationalisiert ist: sie diene dem Gemeinwohl aller.

 
Der Triumph des mechanistischen Denkens in den Sozialwissenschaften

Bei jeder Wissenschaft gehört die Destruktivität des mechanistischen Denkens zu ihren Merkmalen:

  1. Sie ist in einer mechanistischen Art und Weise kausal. Beispielsweise ist alles, was für eine demokratische Gesellschaft getan werden müsse, das Beseitigen des repressiven Regimes. Nichts wird darüber gesagt, was die Bedingungen im sozialen Leben sein müssen, bevor diese Änderung von einer Diktatur zur Demokratie erfolgen kann oder warum überhaupt das repressive Regime an der Macht war.
  2. Die quantitativen Faktoren zum Erreichen einer Demokratie sind die einzigen, die als wichtig erachtet werden; qualitative Faktoren werden ignoriert. Beispielsweise sei es für eine erfolgreiche Revolution nötig, die Mehrheit der Menschen hinter sich zu haben, die gegen das Regime, das an der Macht ist, opponieren. Dabei spiele es keine Rolle, ob diese Personen die gleichen Vorstellungen darüber teilen, was die Ziele der Revolution sind. Diese qualitativen Unterschiede in der sozio-politischen Charakterstruktur der Menschen, die in Wirklichkeit unüberwindbar sein können, sind Dinge, die dann irgendwie später bewältigt werden könnten.
  3. Nur externe Faktoren der Umwelt seien wichtig bei der Bestimmung des menschlichen Verhaltens; interne Faktoren, wie die emotionale Abhängigkeit der Menschen von anderen und ihre Unfähigkeit produktive Arbeit zu leisten, zählen nicht. Dergestalt können die Auswirkungen des Charakterpanzers, die das Denken und Handeln des Menschen in der Gesellschaft beeinflussen, erfolgreich ignoriert werden und die Quelle der menschlichen Destruktivität bleibt fast jedermann verborgen.

Die Geschichte hat immer wieder gezeigt, daß, wenn Diktatoren zu Fall gebracht und Menschen vor der Aufgabe stehen, sich selbst regieren zu müssen, ihre politischen Differenzen, ihre Unfähigkeit rational zu organisieren und ihre persönlichen Probleme an die Oberfläche kommen. Dann verfestigt sich der soziale Panzer noch mehr und die sozialen Bedingungen verschlechtern sich im Vergleich zu vor der Revolution.

 
Warum es niemals zu einem Waffenstillstand zwischen der Linken und der Rechten kommen wird

Politische Ideologie stammt aus dem grundlegenden Widerspruch in der Struktur jedes gepanzerten Menschen: der Sehnsucht nach mehr Freiheit und Glück auf der einen Seite und dem Wunsch nach risikoloser Sicherheit auf der anderen. In Amerika wird die liberale Ideologie bestimmt durch und ist Ausdruck der zugrundeliegenden Hoffnung, die das Versprechen von Freiheit und umfassendem Glück mit sich bringt. Liberale Ideologen haben keinen Sinn für die biophysischen Beschränkungen der Menschen, die in deren gepanzertem Zustand begründet liegen. Die konservative Ideologie wird von der Überzeugung bestimmt, daß diese herbeigesehnten Zustände, wenn nicht unrealistisch, so doch zumindest praktisch nicht erreichbar sind, jenseits dessen, was die Menschen ohnehin schon haben. Deshalb sollten die Menschen sich in Amerika glücklich schätzen und dankbar für das sein, was sie haben.

Aus biophysischer Sicht ergeben sich die ideologischen Unterschiede aus Unterschieden in den Panzerstrukturen der Menschen. Im allgemeinen weisen liberale Charaktere eine größere Mengen an Augenpanzer im Verhältnis zum Muskelpanzer auf. Sie verlassen sich ausschließlich auf ihren Intellekt und sehen die Welt idealistisch, d.h. so, wie sie sie gerne hätten. Diese verzerrte und äußerst destruktive Betrachtungsweise bringt sie dazu, politische und soziale „Lösungen“ auszuhecken, von denen sie fälschlicherweise glauben, sie könnten soziale Probleme beheben. Konservative Charaktere haben eine gegenteilige Panzerstruktur. Im allgemeinen haben sie weniger Augenpanzer und mehr Muskelpanzer. Konservative sind in besserem Kontakt zur Realität und erkennen ihre Grenzen, was die Befähigung betrifft soziale Verbesserung herbeizuführen. Diese biologisch begründeten Unterschiede in der Panzerstruktur erklären die Ideologie der Linken und die der Rechten und sie sind der Grund dafür, warum sie über keine gegebene soziale oder politische Frage einer Meinung sein können.

Blogeinträge September-Dezember 2010

26. Dezember 2010

Wie ich das amerikanische Gesundheitssystem erlebt habe

Am 21. Juni 2010 hatte ich eine Operation, bei der beidseitig die Kniegelenke ersetzt wurden. Es hatte sich seit langer Zeit angekündigt, doch obwohl ich es mir bis zum Ende nicht eingestehen wollte, hatte ich schließlich keine andere Wahl mehr: laß es machen oder vergiß das Laufen.

Jene, die mit meinem Denken vertraut sind, wissen, daß ich generell kein Freund der mechanistischen Medizin bin, wenn sie an die Stelle der funktionellen Medizin tritt. Aber Chirurgie ist im Wesentlichen ein mechanisches Verfahren und von daher ist Mechanismus in diesem Bereich rational.

Die Anwendung mechanistischer Prinzipien hat in Amerika aus zwei Gründen zu bemerkenswerten Fortschritten in den medizinischen Fachgebieten geführt: 1. da sich die mechanistische Theorie und Praxis in Richtung einer stärkeren Spezialisierung entwickelt hat; und 2. weil eine relativ freie Marktwirtschaft wie die unsrige die Entfaltung von unbegrenztem technologischem Fortschritt ermöglicht.

Ich machte einen Termin aus, hatte die Operation und unternahm zwei Tage nach der OP meine ersten Gehversuche. Ich hatte das unglaubliche Glück, einen Chirurgen, Dr. Thomas Meade, zu haben, der die Operation den neusten Erkenntnissen gemäß durchführte. Die Haut über meinen Knien sah aus, als sei sie mit Reißverschlüssen versehen worden, weil die Klammern so dicht beieinanderlagen, daß sie wie die Zähne eines Reißverschlusses wirkten. Das schien eine Art Markenzeichen zu sein, denn jeder Arzt und jede Krankenschwester in der Rehaklinik, in die ich danach kam, sagte: „Oh, das ist Dr. Meades Arbeit!“ Ich hatte auch Glück in Krankenhäusern zu liegen, in denen es im höchsten Maße menschlich und zuvorkommend zuging, die Pflege nichts zu wünschen übrigließ.

Jeder fragte mich nach Schmerzen, – aber ich hatte keine. Vom ersten Tag an stammten meine einzigen Beschwerden von der Schwellung, die die Knie steif machten und die Bewegungsfreiheit einschränkten. Jetzt, zehn Wochen später, sind die Reißverschlüsse weg, die Schwellung ist fast verschwunden, und ich gehe mindestens eine Meile pro Tag mit einem ziemlich guten Schritt. Nach sechs Wochen wurde ich aus der Physiotherapie entlassen und bin nun wieder fast Vollzeit in der Praxis. Ich wurde 79 am 20. Juli und erzähle jedem, daß ich neue Knie zu meinem Geburtstag bekommen habe!

Ich las von der Gesundheitsversorgung auf Kuba und ich frage mich, wie meine Geschichte dort ausgegangen wäre. Ich sah die Krankenhaus-Rechnung für meinen achttägigen Aufenthalt und fiel fast in Ohnmacht. Ich habe sie nicht direkt bezahlt – Medicare [die staatliche Krankenversorgung für Senioren] und meine Zusatzversicherung sind eingesprungen, aber ich habe meine Beiträge über viele, viele Jahre einbezahlt. (Und ich tue es immer noch, weil ich fortfahre zu arbeiten und sowohl den Höchstsatz in den Medicare-Fonds einzahle, als auch weiter für die private Zusatzversicherung zahle.) Ich bin allerdings so dankbar, dort zu leben, wo es die erdenklich beste Gesundheitsversorgung gibt. – Ich habe noch nie von jemandem gehört, der nach Kuba, Bulgarien oder auch nur Großbritannien ginge, um sich einer medizinischen bzw. chirurgischen Spezialbehandlung zu unterziehen.

Also, alles in allem, ich bin ziemlich glücklich – zu dieser Zeit zu leben, an diesem Ort – diesen großartigen Vereinigten Staaten von Amerika.
 

Die Tea-Party-Bewegung und die Emotionelle Pest

Da sich die Emotionelle Pest um Zentren der Macht konzentriert, ist die Politik ein Nährboden für die Pest. Pestkranke Menschen fühlen sich von der Politik angezogen, weil sie Macht über die Massen bekommen. Daher beschränkt sich die Emotionelle Pest nicht auf die Partei der Democrats oder die der Republicans, sondern umfaßt Personen aus den Parteiapparaten beider Parteien.

Bestehend aus Individuen, die gegen das Vordringen der Regierung in das Leben der Menschen eintreten, organisierte sich die Tea Party landesweit. Sie bildete sich spontan aus Menschen, die die Nase voll davon haben, daß eine immer größer werdende Regierung ihr Leben durch steigende Steuern kontrolliert. Sie opponieren gegen die Vorstellung, daß der Staat soziale und wirtschaftliche Probleme beheben kann.

Obwohl ihre Sichtweise richtig ist, bietet die Tea Party selbst eine offene Flanke gegenüber politischen Angriffen durch die Linke, weil die sozialen und wirtschaftlichen Probleme Amerikas, von denen die Liberalen wahrheitswidrig behaupten, sie könnten sie lösen, real sind und unsere Aufmerksamkeit erfordern. Deshalb werden die Menschen bei den Kandidaten der Tea Party, wenn sie gewählt werden, nach Antworten suchen. Jedoch kann keine politische Organisation oder Gruppe, ob sie nun links oder rechts steht, zufriedenstellende Lösungen liefern, da die Antworten außerhalb der politischen Sphäre liegen.

Sie gehören in den biologischen Bereich und hängen mit der emotionalen Krankheit der Menschen zusammen, die im sozialen Bereich zum Ausdruck kommt, wie Hilflosigkeit, Anspruchsdenken, Groll, Gier, der Wunsch nach Macht und so weiter. Leider werden die pathologischen Auswirkungen, die diese Symptome auf die Gesundheit der Gesellschaft haben, von jedermann vollständig übersehen. Auf jeden Fall wird es soweit kommen, daß die Plattform der Tea Party politisiert und von der Parteimaschinerie der Rechten politisch vereinnahmt werden wird. Dies ist der Todeskuß für jede lebenspositive soziale Bewegung. Wenn die Kandidaten der Tea Party die Erwartungen der Menschen nicht erfüllen, wird das Getriebe der Emotionellen Pest in Gang gesetzt werden, da jede Seite die andere für die Verschlechterung der Lage verantwortlich macht. Wie immer, wenn eine neue große soziale Bewegung scheitert, wird man nichts gelernt haben.
 

Der Bau des Cordoba House ist ein Beispiel für eine emotionell pestkranke Reaktion

In seinem Kapitel in der Charakteranalyse über die Emotionelle Pest schreibt Wilhelm Reich:

Ein wesentlicher Grundzug der emotionellen Pestreaktion ist, daß Handlung und Begründung der Handlung einander niemals decken. Das wirkliche Motiv ist verdeckt, und ein scheinbares Motiv ist der Handlung vorgeschoben.

Das eigentliche Motiv für den Bau des Cordoba House in der Nähe von Ground Zero ist es, der Welt zu zeigen, daß, indem genau hier eine Moschee gebaut wird, der Islam einen gewaltigen Schlag gegen Amerika ausgeführt hat. Diese Handlung ist eine grobe Provokation und eine Beleidigung für Amerika. Das scheinbare Motiv, das Moslems, die das Projekt fördern, angeben, ist „Religionsfreiheit“.

Diese Taktik der Islamisten ist sozial destruktiv und eine emotionell pestkranke Reaktion, weil sie konservative und liberale Amerikaner erfolgreich voneinander getrennt hat entlang charakterologisch bedingter Grenzen zwischen den Ideologien. Während Konservative die Destruktivität der islamistischen Taktik unmittelbar durchschauen, lassen sich die Liberalen gewaltig hinters Licht führen. Die Liberalen verwechseln das Streben der Islamisten, nämlich dem nach Vormacht über die westliche Lebensweise, mit religiösem Glauben. Damit ist es den Islamisten gelungen, Amerikaner dazu zu bringen sich gegenseitig zu bekämpfen, und so die Nation von innen heraus zu schwächen. Das bringt sie näher an ihr Ziel heran, die Weltherrschaft zu erlangen.
 

Sind moslemische Gesellschaften mit Demokratie vereinbar?

Diese wichtige Frage kann nicht ohne Kenntnisse der sozio-politischen Charakterologie beantwortet werden: die Art und Weise, in der Individuen ihre Umwelt durch ihre Ideen und Einstellungen formen, so daß sie ihren persönlichen Anforderungen entspricht.

Aufgrund ihrer strengen autoritären Erziehung gehören die meisten Moslems in unterschiedlichem Ausmaß zur rechten Seite des sozio-politischen Spektrums, angefangen mit dem konservativen Moslem unmittelbar rechts von der Mitte, gefolgt vom extrem Konservativen, dem Reaktionär und schließlich dem Islamo-Faschisten. Wenn wir von rechts von der Mitte zur extremen Rechten fortschreiten, wird das soziale Funktionieren des moslemischen Individuums zunehmend irrational. Sein Denken und Sozialverhalten wird rigider und destruktiver, Hilflosigkeit und Verantwortungslosigkeit nehmen zu und seine Arbeitsfähigkeit und sexuelle Funktionsfähigkeit wird immer gestörter. Als Ergebnis leidet seine Fähigkeit, sich in die westliche Gesellschaft zu assimilieren. Der Islamo-Faschist der extremen Rechten steht dem westlichen demokratischen Leben völlig intolerant gegenüber und fühlt sich deshalb dazu getrieben es zu zerstören.

Diese charakterlichen Unterschiede zwischen den verschiedenen sozio-politischen Typen von Moslems müssen berücksichtigt werden, bevor man daran geht die Frage zu beantworten. Dieses Thema wird in meinem Buch The Emotional Plague. The Root of Human Evil behandelt.
 

Ahmadinedschads Strategie

Als Antwort auf die anti-israelische, anti-amerikanische Rede des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad vor den Vereinten Nationen, hielt am 24. September der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu einen Vortrag vor der gleichen Organisation und verurteilte Ahmadinedschads antisemitische Tiraden. In jener Rede hatte Ahmadinedschad erklärt, die meisten Menschen glaubten, daß die US-Regierung für die Angriffe vom 11. September verantwortlich sei. Was kann aus seinen Tiraden geschlossen werden?

Sie sollten nicht als die Tiraden eines Spinners abgetan werden. Seine Kommentare müssen ernstgenommen werden als Teil einer wohlkalkulierten Strategie, die weltweite Opposition gegen die Legitimität der iranischen Regierung zu untergraben. Die Kommentare waren kalkuliert als Schlag gegen die freie Welt sowohl innerhalb als auch außerhalb des Iran und sie führten aus folgenden Gründen zu einem unmittelbaren Sieg für die Sache des militanten Islam:

  1. Aus der Reaktion der Mitglieder der Generalversammlung konnte er wertvolle Rückschlüsse auf die Stärke des weltweiten Widerstands gegen die Innenpolitik und den Expansionismus des iranischen Regimes ziehen. Aus der Generalversammlung, mit einer Gesamtmitgliedschaft von 192 Ländern, verließen während seiner Rede nur Diplomaten aus 30 Ländern den Saal (weniger als ein Sechstel). Im Endeffekt signalisierten die restlichen fünf Sechstel der Mitglieder durch ihr Verweilen, gleicher Meinung mit ihm zu sein.
  2. Er hatte ein Forum, um Millionen von Moslems auf der ganzen Welt, die keinen Zugang zu den Fakten haben, seine Sichtweise aufzudrängen.
  3. Er hatte die Gelegenheit, jene im Westen, die Angst vor Aggression haben, einzuschüchtern und ihnen zu zeigen, daß er in der Lage ist die mächtigste Nation der Welt zu verspotten, seine Verachtung für sie zu zeigen und dabei ungestraft davonzukommen. Vom ungestraften Aussprechen von Unverschämtheiten zu folgenlosen Untaten, wie Bau und Einsatz von Atomwaffen, ist nur ein Schritt. Darüber hinaus wird durch seine Taktik der Mythos verbreitet, daß die Eroberung der westlichen Welt durch den Islam unvermeidlich ist.
  4. Mit seiner respekteinflößenden Stellung als Präsident des Iran gelang es ihm, Zweifel über die wahre Täterschaft des Angriffs vom 11. September in die Köpfe jener zu streuen, die stets die Schuld bei Amerika suchen.
  5. Und schließlich ist das Hervorrufen von Zweifeln über die Täterschaft auch behilflich bei der Schwächung des Widerstands gegen den Bau einer Moschee nahe Ground Zero.

 

Zwei gegensätzliche Betrachtungsweisen des intrauterinen Lebens

Gefördert durch das American College of Orgonomy hielt die medizinische Orgonomin Dr. med. Theodota Chasapi am 2. Oktober 2010 in der Princeton Public Library einen Vortrag über „The Roots of Love and Hate. The Impact of Early Mother-Baby Bonding on Our Ability to Love“ (Die Wurzeln von Liebe und Haß. Die Auswirkungen der frühen Mutter-Kind-Bindung auf unsere Liebesfähigkeit). Sie präsentierte neue Erkenntnisse, die viele der Entdeckungen Dr. med. Wilhelm Reichs über Neugeborene und Säuglinge aus den 1940er und 50er Jahren bestätigt haben.

Im Rückgriff auf Reichs klinische Befunde bei Säuglingen diskutierte Dr. Chasapi den Lebensabschnitt von der intrauterinen bis zur neonatalen Periode. Sie zeigte, daß diese Zeit, die gekennzeichnet ist durch die emotionale Lebendigkeit des Fötus, das auf die Mutter intensiv reagiert, entscheidend ist für die zukünftige Entwicklung des menschlichen Organismus. Beispielsweise fanden sich die verschiedenen Gefühlszustände, die die Mutter täglich durchlebt, etwa Freude und Angst, häufig widergespiegelt in den entsprechenden Ausdrucksbewegungen (Expansion und Kontraktion) des Fötus. Sie berichtete, daß eine gesunde Geburt nicht einfach die mechanische Austreibung des Fötus aus dem Mutterleib ist, sondern ein aktiver Prozeß, an dem sowohl die Mutter als auch der Fötus beteiligt sind. Sie zeigte, daß das Neugeborene nicht hilflos ist, wie allgemein angenommen wird, sondern vielmehr in der Lage, den Bauch der Mutter empor zu kriechen und die Brustwarze zu finden. Sie betonte, wie wichtig die Aufrechterhaltung des emotionalen und körperlichen Kontakts zwischen Mutter und Neugeborenen („orgonotischer Kontakt“, Reich) während und nach der Geburt ist, und wie notwendig es ist, eine Störung dieses Kontakts von Seiten wohlmeinender Erwachsener zu verhindern, wie das Wegnehmen des Säuglings für medizinische Untersuchungen.

Es gibt eine andere Sichtweise des intrauterinen Lebens, die vor kurzem aufgekommen ist; eine, die oberflächlich identisch zu sein scheint, die aber bei näherer Betrachtung ziemlich das Gegenteil darstellt (siehe: „How the First Nine Months Shape the Rest of Your Life“, Time Magazine, 4. Oktober 2010). Genannt „fötaler Ursprung“ entspricht sie der Anwendung mechano-mystischer Prinzipien auf eine Erforschung des fötalen Lebens, in der nur physische, quantitative Faktoren wie Ernährung, Schadstoffe, Medikamente und Infektionen als wesentliche Einflüsse auf die gesunde Entwicklung des Fötus berücksichtigt werden. Da Emotionen von mechanistischen Wissenschaftlern nicht angemessen verstanden werden, finden die entsprechenden Faktoren nur am Rande Erwähnung. Obwohl die mechanischen Ursachen real sind, sind die unbeachteten emotionalen Störungen der Mutter die Hauptursache für intrauterine fötale Schäden. Das Augenmerk in erster Linie auf diese physischen Faktoren zu richten, dient dem Ausweichen vor der emotionalen Entwicklung des Kindes.
 

Die Gefahren des Multikulturalismus

Vorgeschobener Grund für den Multikulturalismus in Amerika ist „die Feier der kulturellen Vielfalt“. Bestrebungen Schwarzen, Hispanics und Moslems beizubringen, die Sprache der sie umgebenden Gesellschaft zu sprechen und sich entsprechend zu kleiden, werden von den Multikulturalisten als „kultureller Imperialismus“, wenn nicht gar als „Rassismus“, verurteilt. Allerdings liegt das wahre Motiv des Multikulturalismus darin, eine Gruppe von Menschen, die angeblich benachteiligt ist, effektiv in ein antagonistisches Verhältnis zur Gesamtgesellschaft zu setzen und damit Amerika zu fragmentieren. Es dient auch dazu, die ausgewählte Gruppe daran zu hindern, sozial und wirtschaftlich voranzukommen. Multikulturalismus spaltet die Gesellschaft und ist die Ideologie von verkappten Rassisten. Es ist ein politischer Trick, der sich auf die kulturellen Unterschiede zwischen den Menschen konzentriert und damit eine Gruppe gegen die andere ausspielt.

Vom Standpunkt der politischen Charakterologie aus betrachtet, gehören Menschen, die den Multikulturalismus unterstützen, zur extremen Linken oder zur extremen Rechten. Ihr gemeinsames Glaubenssystem kann die Vertreter beider Extreme vereinen und zu einer politischen Kraft der Emotionellen Pest machen.
 

Integrieren sich die Moslems oder „übernehmen sie das Ruder“?

Bevor diese Frage befriedigend beantwortet werden kann, muß die „Rollenbesetzung“ in diesem Drama charakterologisch verstanden werden. Dazu dient die Beschäftigung mit der sozio-politischen Charakterologie.

Auf der Seite der Moslems, gibt es zwei Gruppen. Da wären die Angehörigen der extremen Rechten des sozio-politischen Spektrums, die nichts mehr wünschen als die Länder des Westens im Namen Allahs zu unterwerfen. Es gibt auch andere Moslems, sie gehören der politischen Mitte an. Sie sind bereit und in der Lage, sich der westlichen Lebensweise anzupassen und die Gesetze ihrer Wahlheimat zu respektieren. Die erstere Gruppe glaubt, daß religiöse und weltliche Gesetze ein und dasselbe sind. Diese Moslems sind eine Bedrohung für die westliche Gesellschaft und sollten in ihr Herkunftsland zurückgeschickt werden. Die letztere Gruppe glaubt, daß Religion und Staat voneinander getrennt werden sollten. Sie anerkennen und respektieren den Rechtsstaat.

Auf der Seite des Westens gibt es ebenfalls zwei Gruppen. So glaubt eine Gruppe in England, die auf der äußersten Linken angesiedelt ist und auch Regierungsvertreter und Beamte der Strafverfolgungsbehörden umfaßt, daß das Recht der Scharia für Moslems angewendet werden sollte. Andere, Konservative, wollen, daß alle Menschen im Lande, sowohl Moslems als auch Einheimische, die Gesetze des Landes befolgen.

Auf beiden Seiten ist die zentrale Frage, ob religiöse und weltliche Gesetze voneinander getrennt gehalten werden sollten. Die Integration von Moslems wird zum gesellschaftlichen Problem, weil die westlichen Liberalen nicht bereit sind die Gesetze ihres Landes durchzusetzen. Für sie sind die Gesetze nichts Absolutes und können sich je nach sozialen Bedingungen ändern. Die Integration von Moslems wird solange umstritten bleiben, bis die charakterologischen Faktoren, die den Einstellungen von Menschen zugrundeliegenden, verstanden werden und entsprechend gehandelt wird.
 

Sollte der Liberalismus tot sein, dann ist er ein sehr mächtiger Leichnam

In seinem Kommentar im Wall Street Journal („Liberalism: An Autopsy“, 4. Dezember 2010) stellt R. Emmett Tyrrell fest, daß es seit Ende des Zweiten Weltkriegs zu einem zwar langsamen, aber stetigen Niedergang des Liberalismus gekommen sei und daß der Liberalismus als politische Bewegung tot sei. Es ist wahr, daß sich die Nützlichkeit des Liberalismus als Sozialphilosophie verflüchtigt hat, nachdem er den mystischen Bann, den das Christentum auf das Leben der Menschen ausübte, nachhaltig zerstörte. Aber wie kann man verstehen, daß heute die politisch Linksstehenden stärker sind als je zuvor und daß Amerika ums Überleben kämpft, um nicht durch die Kräfte der politischen Linken zerstört zu werden?

Eine kurze Antwort auf diese Frage wurde in einem auf dieser Netzseite veröffentlichten Artikel gegeben: „Wo sind all die Kommunisten hin?“ Es hat mit der fast vollständigen Infiltration der Democratic Party durch charakterologische Kommunisten zu tun, die in den 1960er Jahren ihren Anfang nahm. Kommunisten gelang dieser Coup auf brillante Weise, indem sie sich als wahre Liberale gaben, ohne dabei in irgendeiner Weise ihr vollständiges Festhalten an der kommunistischen Ideologie preiszugeben: Vor aller Augen versuchen sie verzweifelt, durch politischen Aktivismus ihre linke Ideologie der amerikanische Öffentlichkeit aufzuzwingen und Amerika in einen sozialistischen Staat umzuwandeln.

Einsicht in den sozio-politischen Charakter erlaubt es, den im Titel dieses Eintrags ausgedrückten Widerspruch zu entschlüsseln: Echte Liberale mögen zwar auf dem Rückzug sein, aber mit Hilfe der linken Presse wurden pseudo-liberale/kommunistische Extremisten Teil des linken Mainstreams.

Was erklärt den Erfolg der extremen Linken? Aus charakterologischer Sicht behindert der natürliche Sinn für Fairneß, den das amerikanische Volk hinsichtlich der Überzeugungen anderer hegt, die Einsicht, daß es sich bei den linken Extremisten um Verbrecher handelt. Als Ergebnis dieser naiven und gefährlichen Haltung wurden die Pseudo-Liberalen/Kommunisten zu einem legitimen Teil der amerikanischen Politik, während die Kritiker der extremen Linken zunehmend marginalisiert werden.
 

Homosexualität bei Jugendlichen

Jugendsexualität ist eine der am meisten Angst erzeugenden und verwirrenden Situationen, denen Eltern heute gegenüberstehen. Die Kombination von stillem Elend, neurotischer Wut und Rebellion, die sich aus intensiven sexuellen Frustrationen des Jugendlichen ergeben, macht dies zu einer besonders schwierigen Zeit für Jugendliche als auch gleichermaßen für Eltern. Das Problem wird erschwert aufgrund der folgenden alles verkomplizierenden Faktoren:

  1. Unerkannte und ungelöste sexuelle und andere Probleme der Eltern selbst.
  2. Der Durchbruch von enormen Mengen von Angst in der jüngeren Generation durch den Zusammenbruch der autoritären Familie.
  3. Die sexuelle Überreizung und ungezügelte wirtschaftliche Ausbeutung einer bereits überreizten Jugend durch die Medien, darunter insbesondere die Unterhaltungsindustrie.
  4. Die Fülle an sexueller Desinformation, die als Evangelium verbreitet wird: Die allgemeine Akzeptanz von jeder Art von neurotischer (prägenitaler) sexueller Aktivität und das Umgehen jeder Diskussion über gesunde, genitale, heterosexuelle Aktivität.

Die Verwirrung, die durch diese hochaufgeladenen und explosiven sozialen Zustände hervorgerufen wird, kann leicht zum Ausbruch aller möglichen Formen der Emotionellen Pest führen. Im Fall von Homosexualität bei Jugendlichen verläuft die Grenze zwischen denjenigen, die eine Laissez-faire-Haltung bevorzugen und der jugendlichen Homosexualität Vorschub leisten, und denjenigen, die die jugendliche Homosexualität als Zeichen einer emotionalen Erkrankung betrachten und sie zu verhindern suchen.

Leider sehen beide Gruppen das Problem aus einer oberflächlichen, symptomatischen Perspektive. Auch in unserer Zeit der sexuellen Aufklärung erkennt keine der beiden Gruppen die besondere Bedeutung der sexuellen Funktion bei der Regulierung des Gefühlslebens des gesunden Heranwachsenden. Genau diese weitverbreitete Unkenntnis und das Umgehen des Wesentlichen ist direkt für die genannten unvereinbaren, einander gegensätzlichen Standpunkte verantwortlich.
 

Der Mut zum Auffinden eines Heilverfahrens für Krebs

Ein Artikel über eine Heilmethode für Krebs erschien vor kurzem im Wall Street Journal („A Geneticist’s Cancer Crusade“, 27.-28. November 2010). Darin erklärt der Genetiker James Watson, Mitentdecker der DNA, daß „wir den Mut aufbringen sollten, handlungsfähig zu sein“. Er fügt eine Warnung hinzu: „Wenn wir das nicht können, werden wir eine Atmosphäre erzeugen, in der wir die FDA [Food and Drug Administration] weiterhin mit ihren kläglichen Tests fortfahren lassen.“ Dr. Watson fährt fort: „Die FDA hat so viele Vorschriften … Sie möchten nicht, daß du etwas Neues ausprobierst, solange es eine alte Sache gibt, die funktionieren könnte.“

Es ist wahr, daß die FDA einen Würgegriff an jede Krebsforschung angesetzt hat, die sich außerhalb ihres mechanistischen Paradigmas bewegt. Diese mächtige Bundesbehörde ist eine unverhohlene Manifestation der Emotionellen Pest. Sie arbeitet in ihrer Machtsphäre autonom ohne jede Kontrolle. Es ist auch wahr, wie Dr. Watson sagt, daß Mut ein notwendiger Bestandteil für das Finden einer Heilmethode für Krebs ist. Aber Mut allein ist nicht genug. Die Erfolgsaussichten der modernen Genetik sind beschränkt, weil sie sich ausschließlich auf genetische Funktionen beschränkt und das nur in einer mechanistischen, nicht funktionellen Art und Weise. Was fehlt, ist eine Denkweise, die das Entstehen des Krebsprozesses begreiflich macht. Das ist ein Bereich, der sich außerhalb des Feldes der mechanistischen Biologie befindet.

In seiner Untersuchung des Krebs-Prozesses fand Dr. med. Wilhelm Reich, daß die Krankheit eine echte Biopathie ist, d.h. eine Pulsationsstörung des plasmatischen Systems (bestehend aus dem autonomen Nervensystem und dem Gefäßsystem), die aus dem Vorhandensein von Panzer hervorgeht. Der Krebs umfaßt eine besondere Art der Störung im Gefühlsleben des Betroffenen.

Es muß zunächst ganz allgemein ein korrektes, funktionelles Verständnis der Beziehung zwischen genetischen (genotypischen) und emotionalen (phänotypischen) Funktionen geben. Aber das kann es nicht geben, bevor nicht die Vorgehensweise der Emotionellen Pest beim Behindern echter Krebsforschung vollständig und couragiert entlarvt wurde. Die FDA stoppte Dr. Reichs Krebsforschung in den 1940er Jahren und sie behindert funktionelle Krebsforschung heute. Erst nachdem die Emotionelle Pest bloßgestellt worden ist, wird es möglich sein, das Krebsrätsel zu entwirren.
 

Das Marihuana-Problem

Ein sicherer Hinweis darauf, daß die Emotionelle Pest ihre Hände im Spiel hat, ist, daß du der Dumme bist, egal was immer du tust. Auf die Drogenproblematik übertragen bedeutet das, daß egal, ob Marihuana legalisiert wird oder nicht, die Entscheidung destruktive Folgen hat. Wenn die Droge nicht legalisiert wird, wird ein riesiger schwarzer Markt erzeugt mit all seinen potentiell verbrecherischen Auswirkungen. Wenn sie legalisiert wird, wird unserer Jugend die Botschaft vermittelt, daß es an dieser Droge nichts auszusetzen gibt. Im ersteren Fall funktioniert die Gesellschaft in autoritärer Weise und stachelt die Rebellion unserer Jugend an. Im letzteren Fall funktioniert die Gesellschaft in einer anti-autoritären Weise und bietet nicht die Orientierung, die junge Menschen dringend benötigen.

Um das Durcheinander komplett zu machen, gibt es keine allgemeine Übereinkunft hinsichtlich der ungemein schädlichen medizinischen Auswirkungen von Marihuana. In der Tat ist diese Schädlichkeit der Grund, warum die Droge so beliebt ist und warum sie das Medikament der Wahl für viele Benutzer darstellt. Alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die kein befriedigendes heterosexuelles Leben führen, fühlen sich in unterschiedlichem Maße elend und sind voller Zorn, weil sexuelle Energie, die nicht entladen wurde, regelmäßig zu diesen Gefühlen führt. Dies ist eine klinische Tatsache, die allen medizinischen Orgonomen bekannt ist. Marihuana ist hochwirksam bei der Abstumpfung des Gefühlslebens der Nutzer und befreit sie aus ihrer sexuellen Not. Die Nichtbeachtung dieser wesentlichen Tatsache verhindert, daß das Marihuana-Problem rational und effektiv angegangen werden kann.