Posts Tagged ‘politisches Spektrum’

Warum sind die Republicans über Trump verwirrt?

4. März 2016

Um die Verwirrung um die Legitimität von Trumps Kandidatur aufzulösen, ist Kenntnis seiner individuellen und sozio-politischen Charakterstruktur essentiell. Zwei Fragen müssen definitiv beantwortet werden:

  1. Im Hinblick auf sein Urteilsvermögen: ist Trump ein phallisch-narzißtischer Charakter mit einem oralen unbefriedigten Block, kein manisch-depressiver („bi-polarer“) Charakter? (Siehe meinen Blogeintrag Und was Donald Trump betrifft.) Die Antwort lautet wahrscheinlich ja.
  2. In Bezug auf seine politische Haltung: ist Trump irgendwo auf der konservativen rechten Seite des politischen Spektrums angesiedelt? Die Antwort lautet eindeutig ja.

Eine zufriedenstellende Beantwortung dieser Fragen ist wichtig, um mit der politischen Destruktivität der Emotionellen Pest fertigzuwerden, die die Verwirrung der Menschen um Trumps Kandidatur ausnutzen und ein Chaos anrichten kann. Auf jeden Fall sollte die Wahl offensichtlich sein, wenn man bedenkt, daß die Alternative zu Trump entweder eine Kriminelle oder ein Sozialist ist.

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Die Jungen und die Ahnungslosen

22. Februar 2016

Angesichts der überwältigenden politischen Unterstützung junger Menschen für Bernie Sanders frägt Daniel Arbess in „The Young and the Economically Clueless“ (Wall Street Journal, 20.-21. Februar 2016): „Warum stimmen junge Menschen gegen ihre eigenen Interessen?“

Der Autor kann den Widerspruch, der in seiner Frage aufgeworfen wird, nicht lösen, weil die Antwort außerhalb des Bereichs der Ökonomie liegt. Ihm sind zwei wichtige soziologische Tatsachen nicht bekannt, die in meinem letzten Buch Neither Left Nor Right diskutiert werden:

  1. Der wichtigste Bestimmungsfaktor des sozialen und politischen Denkens und Handelns eines Menschen ist seine sozio-politische Charakterstruktur.
  2. Die anti-autoritäre Transformation der westlichen Zivilisation, die um 1960 herum auftrat.

Diese Transformation, das Ergebnis der sogenannten „sexuellen Revolution“, war begleitet von der fast vollständigen Zerstörung der autoritären Familie und damit in Zusammenhang stehend von einer dramatischen Verschiebung nach links im politischen Denken des amerikanischen Mainstream. Dies gipfelte im Jahr 2008 in der Wahl eines vollwertigen pseudo-liberalen Kommunisten zum Präsidenten, Barack Obama.

Die ahnungslosen Jungen hatten keine Chance etwas über die Zerstörungskraft von Obamas oder Bernie Sanders Sozialismus zu lernen, weil, wie der Autor feststellt, die ältesten unter diesen jungen Leuten in der Grundschule waren, als die Sowjetunion zusammenbrach. Darüber hinaus sind sie generell ahnungslos, was die Bedeutung von historischen Ereignissen betrifft.

Noch wichtiger ist, daß diese Kinder das Produkt der Generation der Babyboomer sind, die in den 1960er Jahren aufwuchsen. Viele von ihnen sind das Produkt zerrütteter Familien und hatten von daher wenig oder keine elterliche, mit Autorität ausgestattete Orientierung in ihrer Entwicklung. Viele dieser Sprößlinge erfuhren von Seiten ihrer vorlauten und aufsässigen Eltern eher das genaue Gegenteil.

Bernie Sanders, der sich selbst als Sozialist bezeichnet, ist die ideale Besetzung als Anführer für diese hilflosen, ahnungslosen jungen Menschen. Unfähig wie sie sind für sich selbst zu sorgen, wird Sanders zum Vater, der alles umsonst gibt; der, in ihren ahnungslosen Augen, sich um sie kümmern wird. Die wirtschaftlichen Belastungen, die diesen jungen Menschen in der heutigen Zeit widerfahren, verstärken nur ihre Ängste vor der Zukunft, rechtfertigen ihre Wut auf die Welt und verstärken Sanders Attraktivität für sie.

Der Ursprung der gepanzerten Moral

14. Juli 2012

Natürliche Moral stammt aus dem biologischen Kern und wird direkt durch die Oberfläche hindurch unverfälscht ausgedrückt, unverzerrt vom Panzer der destruktiven mittleren Schicht.

Die Unterschiede in der gepanzerten Moral der politischen Rechten und der politischen Linken hat damit zu tun, wie die jeweilige Gruppe mit ihrer zerstörerischen mittleren Schicht und auch mit der anti-autoritären Transformation der westlichen Gesellschaft umgeht. Zu Zeiten der autoritären Ära (vor 1960) war die vorherrschende Form der Moral autoritär: vom biophysischen Standpunkt aus betrachtet, kamen Impulse aus dem biologischen Kern der Menschen, durchdrangen die zerstörerische mittlere Schicht und wurden durch die oberflächliche Schicht ausgedrückt. Die Menge an destruktiver mittlerer Schicht, die im moralischen Impuls enthalten war, war proportional dazu, wie weit der Einzelne im sozio-politischen Spektrum rechts zu verorten war. Da Impulse aus dem Kern ihren Weg durch die zerstörerische mittlere Schicht nahmen, waren die meisten Menschen in jenen Tagen mit beiden Schichten in Kontakt, und infolgedessen konnten sie den Unterschied zwischen gut und böse leicht durchschauen; gut und böse, richtig und falsch waren moralische „Absolutheiten“. Amerikaner waren sich darin einiger, das Gute und die Größe ihres Landes zu sehen. Sie sahen die Boshaftigkeit sowohl des roten als auch des schwarzen Faschismus und sahen es als Notwendigkeit, wenn nötig zu kämpfen, um ihre Freiheit zu bewahren. In der heutigen anti-autoritären Zeit gehören diese Menschen irgendwo auf die rechte Flanke des politischen Spektrums.

Mit der anti-autoritären Transformation der Gesellschaft hat sich eine ganz andere Art von Moral entwickelt. Politische Korrektheit genannt, ist diese Moral das Ergebnis einer Änderung in der funktionellen Beziehung zwischen der oberflächlichen Schicht und der destruktiven mittleren Schicht der bio-psychischen Struktur der Menschen. Nunmehr dient die oberflächliche Schicht, einschließlich des Intellekts, nicht mehr dem Ausdruck von Impulsen aus dem Kern und aus der mittleren Schicht, wie im Fall der autoritären Moral, sondern der Abwehr gegen die Wahrnehmung der Impulse aus dem Kern und aus der zerstörerischen mittleren Schicht.

Diese Änderung in der bio-psychischen Struktur der gepanzerten Menschen erklärt die Moral der politischen Korrektheit. Es ist die Moral derjenigen, die der politischen Linken angehören: Für sie stammt alles moralische Denken aus der sozialen Oberfläche, da der Kontakt mit dem Kern und der destruktiven mittleren Schicht verlorengegangen ist. Sie distanzieren sich vom Kontakt mit den tieferen Schichten, indem sie den Intellektualismus als Abwehr nutzen und indem sie Verachtung für Kerngefühle zeigen. Moral, die aus der oberflächlichen Schicht stammt, wird zu einem relativistischen Prinzip. Zum Beispiel sind die Absichten einer Person, die der oberflächlichen Schicht entstammen, der ständig wechselnde Maßstab, der herangezogen wird, um zu messen, was als gut oder als schlecht betrachtet wird. Moralischer Relativismus bedeutet, daß nichts in sich gut ist und nichts in sich schlecht. So sind beispielsweise im Falle der grünen „Rettet die Erde“-Bewegung, die Menschen, die daran beteiligt sind, die „moralisch überlegenen“ Guten. Sie sind die Progressiven, die auf der Welle der Zukunft reiten, im Gegensatz zu den anderen, die nicht an dieser noblen Aufgabe beteiligt sind.

Eine neue Art der kollektiven Moral wird an die Stelle der alten gesetzt, die auf Individuen beruhte und autoritär war. Diese neue Moral stellt den Versuch dar, das Problem der destruktiven sekundären Schicht zu beseitigen, indem Energie in den Kopf hochgezogen wird und damit Kontakt nicht nur mit den sekundären Schichten, sondern auch mit dem biologischen Kern abgeschnitten wird. Auf diese Weise wird das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Indem der biologische Kern beseitigt wird, aus dem die Emotionen stammen, trägt diese neue Moral zur Entmenschung der menschlichen Rasse bei.

Blogeinträge Oktober-Dezember 2011

8. Dezember 2011

Die weltweite Desillusionierung mit den Politikern und der Politik

Überall auf der Welt haben die Menschen die Nase voll von den Politikern auf beiden Seiten des politischen Spektrums. Die Linke wirft der Rechten vor, für die reichen, gierigen Kapitalisten zu sein und die Rechte beschuldigt die Linke sozialistischer Umtriebe. Beide werfen einander Verdorbenheit vor. Aus Frustration verlieren viele alle Illusionen und geben dem demokratischen Prozeß selbst die Schuld, da er nicht praktikabel sei. In Amerika entstand die Bewegung der Tea Party als Antwort auf diese politische Desillusionierung. Ein Artikel in der New York Times (28. September 2011), mit der Überschrift „Die Verachtung für Wahlen nimmt zu. Aufflammen von Protesten rund um den Globus“, beschreibt eine entsprechende Desillusionierung mit der Politik in der ganzen Welt.

Dieser oder jener Gruppe die Schuld zu geben, ist ein wirksames Mittel, um zu vermeiden, einen Blick auf die Quelle dessen werfen zu müssen, was wirklich vor sich geht. Indem sie mit einer katastrophalen Sozialpolitik nach der anderen aufgewartet hat, weigert sich die Linke zu verstehen, daß Politik nie Lösungen für die sozialen Probleme der Menschheit bieten kann. Die Rechte hat ein Gefühl dafür, daß staatliche Eingriffe soziale Bedingungen nicht verbessern können, aber keine der beiden Gruppen versteht, daß die Quelle der gesellschaftlichen Schwierigkeiten im Menschen selbst zu suchen ist, im destruktiven Sozialverhalten aller gepanzerter Menschen, Politiker und Nicht-Politiker gleichermaßen. Wilhelm Reich identifizierte dieses Verhalten und nannte es die Emotionelle Pest der Menschheit. Die gegenseitigen Anschuldigungen der Linken und der Rechten sind wirklich symptomatisch für die destruktiven sozialen Manifestationen von emotional verkrüppelten Menschen, als da sind der Wunsch nach Macht über andere, soziale Abhängigkeit von anderen und so weiter. Die primäre Funktion der Vorwürfe ist Abwehr, sie sollen die Existenz der Pest verbergen. Diese dramatische Situation ist der Grund dafür, warum sich die sozialen Bedingungen weiterhin verschlechtern, trotz der besten Bemühungen und Wünsche der Menschheit.

 
Die Republicans können 2012 keinen starken Präsidentschaftskandidaten aufbieten

Das Problem, eine wirksame Opposition gegen Präsident Obama im Jahr 2012 zu finden, erfordert ein Verständnis der Dynamik der ideologischen Kräfte, die gegenwärtig wirksam werden. Die Kräfte auf der linken Seite sind proaktiv. Immer auf der Suche nach sozialistischen Lösungen für gesellschaftliche Probleme agitiert die Linke ständig im Namen des „Fortschritts“ für den sozialen Wandel. Hinter ihrem Hunger nach Veränderung liegen oft verschleierte Neid- und Haßgefühle gegenüber jenen, denen es besser geht als ihnen. Im Gegensatz dazu sind die Kräfte auf der Rechten reaktiv. Da sie keinerlei „neue Lösungen“ zu bieten haben, geht es ihnen hauptsächlich darum sich der destruktiven Gesellschaftspolitik der Linken zu widersetzen.

In der vergangenen autoritären Ära gab es auf der Linken und der Rechten die gleiche Anzahl von Menschen und die ideologischen Kräfte waren ausgeglichen. In der heutigen anti-autoritären Ära kam es jedoch zu einer Verschiebung des politischen Mainstream nach deutlich links von der Mitte. Diese Verschiebung umfaßt sowohl die breite Bevölkerung als auch die beiden politischen Parteien. Als Ergebnis dominieren gemeinhin politische Lösungen für soziale Fragen trotz der Tatsache, daß es keine gibt. Für einen Kandidaten auf der politischen Rechten ist es deshalb von Nachteil, keine neuen politischen Lösungen für gesellschaftliche Probleme vorweisen zu können. Alles, was ein verantwortungsvoller Kandidat tun kann, ist das Einstehen für eine Rückkehr zu den altbewährten Methoden der Vergangenheit.

 
Um die Werke Wilhelm Reichs verstehen zu können, muß man die Emotionelle Pest verstehen

Orgonomie ist die Wissenschaft von der Lebensenergie und die einzige Funktion der Emotionellen Pest ist es, alle Erscheinungsformen des natürlichen Lebens zu zerstören. Aus diesem Grunde können nur jene die Bedeutung der Beiträge Wilhelm Reichs wirklich einschätzen und in den orgonomischen Wissenschaften arbeiten, die die Arbeitsweise der Emotionellen Pest in der heutigen Welt verstehen. Diese Regel gilt nicht nur für die Menschen in der Bevölkerung im allgemeinen, die nur eine oberflächliche Kenntnis von Reichs Arbeit haben, sondern auch für diejenigen, die vermeintlich anerkannte Vertreter seiner Arbeit sind.

In einem von Dr. Elsworth F. Bakers technischen Seminaren für medizinische Orgonomen Mitte der 1960er Jahre berichtete ein Seminarteilnehmer von dem Kontakt, den er mit einem lokalen Radiosender hatte, und daß das uns vielleicht die Chance böte, über Reichs Werk im Radio zu sprechen. Die Themen, die in dem Radiogespräch angeschnitten werden sollten, wurden erwogen. Viele mögliche Themen wurden vorgeschlagen und im Raum herrschte einige Erregung. Als ich schließlich die Emotionelle Pest als eines der Themen des Radiogesprächs vorschlug, verschwand diese Erregung urplötzlich. Es herrschte Totenstille. Es war, als ob ich etwas Schreckliches von mir gegeben hätte, und die ganze Sache wurde fallengelassen. Seitdem sind viele Ärzte, die medizinische Orgonomie praktizierten, gekommen und wieder gegangen. Außer mir arbeitet jede noch lebende Person, die während dieses Seminars anwesend war, nicht mehr als medizinischer Orgonom.

Um diese Zeit herum begann Dr. Baker mit mir über die Notwendigkeit zu sprechen, ein Buch über die Geschichte der Emotionellen Pest zu schreiben.

 
Der Wirtschaftsplan der Obama-Administration

Um das gesellschaftliche Geschehen wirklich verstehen zu können, muß man die Auswirkungen bzw. die Folgen dieses Geschehens im Auge haben, d.h. man muß funktionell denken. Präsident Obamas Wirtschaftsstrategie ist für jeden einfach zu durchschauen, der sorgfältig die Folgen dieser Politik im Auge behält. Sich aus vier Teilen zusammensetzend, stammen die ersten drei aus seiner sekundären destruktiven Schicht, der vierte aus seiner oberflächlichen Schicht bzw. der Fassade.

  • Teil 1: Schwäche und kontrolliere den privaten Sektor, indem unnötige Hindernisse („Verordnungen“) dem freien Markt in den Weg gelegt werden. Fördere Abhängigkeit von der Regierung durch Erhöhung der Zahl der Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst und indem sie gewerkschaftlich organisiert werden. Die Verlagerung der Macht auf den öffentlichen Sektor hat den Effekt, die politische Macht seiner Präsidentschaft zu vergrößern.
  • Teil 2: Förderung des politischen Aktivismus. Rufe soziale Unruhen und Chaos hervor durch das Einrichten von unrealistischen, undurchführbar Sozialprogrammen, die unweigerlich zu steigender Arbeitslosigkeit und sozialen Unruhen führen. Mobilisiere durch politischen Aktivismus die Gesellschaft, indem du die Menschen gegeneinander und gegen den Kapitalismus aufbringst. Dies erinnert an die Klassenkampf-Taktik der Kommunisten der Vergangenheit. Die antikapitalistische Occupy Wall Street-Bewegung wurde vor kurzem durch eine Rede von Obama höchstpersönlich angestiftet, die er gegen die Finanzinstitute der Wall Street hielt. Das Zerbrechen der gesamten Grundlage von Amerikas wirtschaftlicher Stärke durch die Zerstörung seines Finanzsystems wird mit Verweis auf eine Handvoll von korrupten Geschäftsleuten gerechtfertigt. Machte es nicht mehr Sinn, die Missetäter zu bestrafen, statt das gesamte Finanzsystem des Landes zu zerstören? Soziale Unruhen zu nutzen, um der Regierung die totale Kontrolle zu ermöglichen, war eine weitere wohlbekannte Taktik der alten Kommunisten.
  • Teil 3: „Rette“ das Land aus dem wirtschaftlichen Chaos durch Einführung von noch mehr sozialistischen Programmen.
  • Teil 4: Der demokratische Prozeß selbst wird als Waffe genutzt. Die Obama-Administration gibt vor, daß sie sich aus loyalen Amerikanern zusammensetzt und daß sie all dies tun, weil es im besten Interesse des Landes liegt.

Einer der größten Tragödien in der jüngeren Geschichte ist, daß zwei Jahrzehnte nachdem der Kalte Krieg gegen ein mörderisches sozialistisches Reich gewonnen wurde, jetzt Amerika derselben schrecklichen Krankheit von innen heraus zum Opfer fallen könnte.

 
Protestbewegungen damals und heute

Historisch gesehen gibt es einen wichtigen Unterschied zwischen der Protestbewegung der 1960er Jahre und der aktuellen Protestbewegung Occupy Wall Street. Das kann auf die Transformation der Gesellschaft von autoritär zu anti-autoritär zurückgeführt werden, die sich um diese Zeit herum ereignete. Beide Protestbewegungen entstammen einer schweren Störung in den zwei grundlegenden Funktionen des menschlichen Lebens, Sexualität und Arbeit.

Die Demonstranten der 60er Jahre waren ein Produkt der autoritären Gesellschaftsordnung. Anfangs waren sie eine sehr idealistische Gruppe junger Menschen, die sexuelle Freiheit (eine Kernfunktion) wollten und die die Fesseln der konventionellen Moral loswerden wollten. Tragischerweise endete die Bewegung in einer Katastrophe: individuell, weil die meisten dieser Jugendlichen emotional zu gestört waren, um sexuelles Glück zu finden, und sozial, weil die Bewegung von linken Ideologen übernommen und für politische Zwecke mißbraucht wurde. Dies waren die Gründe für das Scheitern der sogenannten sexuellen Revolution.

Im Gegensatz dazu sind die heutigen Demonstranten Produkt der anti-autoritären Gesellschaftsordnung nach den 60er Jahren. Unfähig die enorme Freiheit und den Chancenreichtum, die ihnen Amerika bietet, zu nutzen, streben sie das genaue Gegenteil an. Viele von ihnen weisen eine schwere Störung in ihrer Arbeitsfunktion auf, denn der Gedanke sich das, was sie haben wollen, zu erarbeiten, scheint ihnen nie zu kommen. Stattdessen wollen sie die Sicherheit einer Rundumversorgung durch die Regierung. In krassem Gegensatz zu den früheren Protestierenden ist Sicherheit für sie wichtiger als Freiheit. Aus diesem Grund sind eine große Mehrheit dieser Demonstranten linke Ideologen.

Die Wall-Street-Demonstranten sind ein emotional weit kränkerer Haufen als die Demonstranten der Vergangenheit. Da sie keinen Kontakt mit ihrem Kern haben, kommt die Energie hinter ihrem Protest ausschließlich aus ihrer mittleren Schicht in Gestalt von görenhafter Destruktivität. Das letzte, was diese Demonstranten benötigen, ist, sie in ihrem kindischen Verhalten zu ermutigen. Das ist genau das, was die Obama-Administration zu tun scheint. Wenn sich die wirtschaftlichen Bedingungen weiter verschlechtern, wie sie es höchstwahrscheinlich tun werden, wenn Obama 2012 wiedergewählt wird, hat diese Gruppe das Potential sogar noch mehr sozialen Schaden anzurichten, indem sie ihre Behinderung des öffentlichen Lebens eskaliert.

 
Die Beziehung zwischen dem echten liberalen und dem pseudo-liberalen Charakter

In der heutigen anti-autoritären Ära ist es besonders nützlich, die Dynamik der sozialen Beziehung zwischen dem echten liberalen und dem pseudo-liberalen/kommunistischen Charakter zu verstehen. Man glaubt gemeinhin, daß Liberale und Pseudo-Liberale identisch sind. Diejenigen, die links stehen, glauben ebenfalls, daß sie ehrlich das gleiche politische Ziel, eine bessere Welt herbeizuführen, teilen. Diese gefährlichen Fehleinschätzungen stammen aus oberflächlichen Ähnlichkeiten zwischen diesen beiden sehr unterschiedlichen sozio-politischen Charaktertypen. In der Tat instrumentalisiert der Pseudo-Liberale dieses verbreitete Mißverständnis und mißbraucht die idealistischen Vorstellungen des wahren Liberalen, um seine eigene sozialistische gesellschaftspolitische Agenda voranzubringen. Lenin verstand sehr gut die politische Rolle des liberalen Charakters bei der Erleichterung einer kommunistischen Machtübernahme in Europa. Er verwies auf die Liberalen als „nützliche Idioten“.

Diese Beziehung zwischen dem echten Liberalen und dem Pseudo-Liberalen/Kommunisten wird von der gegenwärtigen Occupy Wall Street-Bewegung illustriert. Der echte Liberale protestiert zu Recht gegen die kriminellen Praktiken von Leuten in der Finanz- und Geschäftswelt, die vor kurzem sichtbar wurden. In Gestalt des pseudo-liberalen Charakters, der so tut, als sei er ein echter Liberaler, verbreitet die Emotionelle Pest ihr Gift mit denselben abgenutzten Anti-Wall Street, antikapitalistischen Patentlösungen, mit denen der pseudo-liberale Charakter schon seit Ewigkeiten hausieren geht. Das Ergebnis ist, daß die rationalen Bedenken des echten Liberalen, hinsichtlich der Korruption in der Wirtschaft, wirkungslos verhallen. Die Emotionelle Pest lähmt das rationale Denken. Wenn sie nicht erkennt, daß Occupy Wall Street ein Ausbruch der Emotionellen Pest ist, kann die Öffentlichkeit deren gesellschaftlicher Destruktivität nicht effektiv Einhalt gebieten.

 
Die notwendigen Komponenten für einen Großausbruch der Emotionellen Pest

Es ist hilfreich, genau nachzuverfolgen wie Eruptionen der Emotionellen Pest (z.B. die Occupy Wall Street-Bewegung, die sich in unserem Land ausbreitet) anfangen und sich entwickeln. Es gibt drei Komponenten:

  1. Eine bestimmte Anzahl von Arbeitslosen und Nichtvermittelbaren, sowie einige gutwillige idealistische Liberale, sind erforderlich, um einen legitimen Beweggrund für den Ausbruch und die „kritische Energie“ für die Bewegung zu liefern.
  2. Knallharte linke Ideologen sind notwendig, um das Geschehen zu inszenieren: sie tragen die notwendige Anregung bei, um die Energie der Leute zu mobilisieren und so auszurichten, daß es nach einem spontanen Aufstand aussieht.
  3. Wie in allen ähnlichen Pest-Attacken ist ein geeignetes Angriffsziel bzw. Opfer erforderlich, so daß pestkranke Individuen ihren irrationalen Haß, der aus ihrer zerstörerischen mittleren Schicht stammt, konzentrieren und fokussieren können. In diesem Fall gehören zu den Opfern die reichen Kapitalisten der Wall Street und andere, die willkürlich als „die Reichen“ gebrandmarkt werden. Die Wahl von Wall Street als Angriffsziel stellt den Versuch seitens der Organisatoren dar, einen ideologischen Klassenkampf zwischen den „Besitzenden“ und den „Habenichtsen“ anzustoßen.

Die wahre Funktion der „Proteste“ ist persönliche Rache an denjenigen zum Ausdruck zu bringen, denen es besser geht als den Protestierenden und auch die wirtschaftliche Aktivität der Nation zu behindern und letztlich lahmzulegen. Stillschweigend zeigt Präsident Obama seine Zustimmung, indem er sie nicht öffentlich verurteilt. Er wird von der daraus resultierenden politischen Agitation für den Präsidentschaftswahlkampf 2012 profitieren, weil er eine angemessene Entfernung zu den Beteiligten aufrechterhält und er nicht mit ihnen identifiziert wird.

Die Occupy Wall Street-Bewegung ist kein isoliertes Ereignis. Die Täter planen bereits künftige Demonstrationen. Aus historischer Sicht kann es als die erste Welle in einem systematischen Prozeß betrachtet werden, die amerikanische Wirtschaft an vielen Fronten zu lähmen und zu zerstören.

 
Das Ende der persönlichen Autorität

Eine der wichtigsten zerstörerischen Folgen der anti-autoritären Transformation der Gesellschaft ist, daß es in allen Bereichen des Lebens keine echten Autoritäten mehr gibt. Individuelle Autorität wurde durch kollektive Autoritäten bzw. die Autorität von Gremien ersetzt. Da es für Jugendliche keine Autoritäten mehr gibt, denen sie vertrauen können und die ihnen Orientierung bieten, bleiben ihnen Gefühle wie Angst, Desillusionierung, Verwirrung und Wut. Erschwerend kommt hinzu, daß durch den gesellschaftlichen Prozeß der „politisch korrekten“ Indoktrination, wie auch dadurch, daß sie fast vollständig abhängig von computergenerierten Aktivitäten wie SMS, Twitter, Facebook, etc. sind, junge Menschen herangezogen werden, die so gut wie ganz in der sozialen Oberfläche leben und dadurch fast jeden emotionalen Kontakt verlieren, den sie mit dem Arbeits- und Geschlechtsleben noch haben. Indem sie nach politischen Lösungen für ihre persönlichen Probleme suchen, sind sie darüber hinaus der Fähigkeit beraubt rationale Entscheidungen zu fällen, um im Leben bestehen zu können, und der Möglichkeit verantwortungsvoll mit der riesigen Menge an Freiheit zu leben, die in Amerika noch immer vorhanden ist. Viele dieser Jugendlichen haben sich in geistlose Roboter verwandelt, die linke Ideologen nach Belieben manipulieren können. Mit Hilfe dieser jungen Menschen ist die Occupy-Bewegung, die ihre zerstörerische Wirkung über unsere Nation ausbreitet, die neuste organisierte Manifestation der Emotionellen Pest von Seiten der politischen Linken.

 
Der Zusammenbruch der biologischen Arbeitsfunktion führt zum gesellschaftlichen Zerfall

Arbeit ist eine wichtige biologische Funktion. Die Fähigkeit der Menschen zu arbeiten, ist wichtig für das Wohlbefinden sowohl des Einzelnen als auch der Gesellschaft. Die Fähigkeit, Freude aus ihrer Arbeit zu ziehen, hilft Menschen harmonisch mit anderen zusammenzuleben. In unterschiedlichem Ausmaß beeinträchtigt der Panzer der Menschen ihre Fähigkeit, produktiv zu arbeiten und in geordneter Weise zu leben. Energie, die nicht in Arbeit entladen wird, wird oft in Form von politischen Unruhen auf den sozialen Bereich verlagert. Wegen schwerer Panzerung können einige Menschen überhaupt nicht arbeiten. Stattdessen engagieren sie sich in sozialen Aktivitäten, die es ihnen ermöglichen, Kontrolle über andere auszuüben, indem sie ihnen erklären, worauf sie alles ein Anrecht haben und was ihnen zusteht. Sozialer Panzer in Form von staatlicher Bürokratie und von Gewerkschaften trägt zur lähmenden Wirkung des individuellen Panzers auf die Arbeitsfunktion der Menschen bei. Die Verantwortlichen dieser Institutionen sind nicht nur in der Lage individuelle Freiheit zu beschränken, sondern sie ermutigen auch Verantwortungslosigkeit, Hilflosigkeit und Abhängigkeit bei anderen.

Fürsorgliche Politiker stehen bereit und warten darauf, die Rolle des Betreuers zu übernehmen. Mit dem Geld der Steuerzahler, das dem produktiven Sektor entzogen wird, verteilen sie großzügig Wohltaten und andere Leistungen an den unproduktiven Sektor, also jenen, die von ihnen und den Medien willkürlich als „die Bedürftigen“ identifiziert werden. Eine pathologische Abhängigkeit entwickelt sich zwischen dem unproduktiven Sektor und den Politikern. Dies führt zu Anspruchsdenken und einem Gefühl des Ressentiments seitens der Empfänger, die zu glauben anfangen, daß sie eigentlich ein Recht auf das haben, was ihnen unentgeltlich gegeben wird.

Wenn es zu einem wirtschaftlichen Abschwung kommt und die Politiker nicht mehr in der Lage sind das zu verteilen, was den unproduktiven Massen versprochen worden war, entwickelt sich eine sehr explosive soziale Situation. Viele, die an der Occupy Wall Street-Bewegung teilgenommen haben, gehören dieser Gruppe an. Unterdessen bleiben die Politiker und Bürokraten, die verantwortlich für das Zustandekommen dieses wirtschaftlichen Debakels sind, straflos, ohne daß irgendjemand in der Lage wäre zu verstehen, was überhaupt passiert ist.

 
Funktionelles Denken ist weder links noch rechts

Der individuelle und der sozio-politische Charakterpanzer der Menschen ist die Hauptkraft, die destruktive menschliche Interaktionen bestimmt. Leider wird die Wirkung des menschlichen Panzers auf irrationales Denken und Verhalten nicht allgemein erkannt. Die schädlichen Auswirkungen des Panzers münden in zwei Arten des Denkens: mechanistisch oder mystisch. Sie entsprechen grob gesagt den politischen Ideologien der Linken und der Rechten. Politiker und andere, die ideologisch links von der Mitte des politischen Spektrums eingestellt sind, denken mechanistisch. Sie betrachten Mensch und Gesellschaft, als wären diese eine Art Maschine, die mittels abgenutzter sozialistischer Pläne von oben kontrolliert und manipuliert werden können. Sie können problemlos die Grenzen der politisch Rechten erkennen. Politiker und andere, die ideologisch rechts denken, haben einen mystischen Blick auf den Menschen. Sie gehen davon aus, daß es irgendeinen höheren, geheimnisvollen Zweck gibt, der das menschliche Leben bestimmt. Ohne Schwierigkeiten erkennen sie die zerstörerische sozialistische Politik, die von der Linken gefördert wird, und gehen gegen diese vor. Wenn sich diese konträren Ideologien wie heutzutage verhärten, wird die amerikanische Gesellschaft auseinandergerissen und steht in Gefahr zerstört zu werden.

Es ist nicht genug, die jeweiligen Mängel der Linken und der Rechten zu sehen. Funktionelles Denken erlaubt es, die Grenzen der beiden politischen Ideologien zu erkennen und zu sehen, daß sie Komponenten eines allen gepanzerten Menschen gemeinen Gedankensystems sind, das sich gegenseitig ausschließende Gegensätze beinhaltet und das als „Mechano-Mystizismus“ bezeichnet wird. Die linken und rechten Gedankensysteme funktionieren so, daß sie sich immer als Gegensätze gegenüberstehen, weshalb es niemals zu einer Versöhnung zwischen ihnen kommen kann.

Dem funktionellen Denken zufolge, und entgegen der landläufigen Meinung, ist das politische Zentrum nicht vollkommen unverrückbar. In Abhängigkeit von sozialen Bedingungen kann es sich nach links oder rechts verschieben. In unserer heutigen anti-autoritären Gesellschaft hat sich das politische Zentrum weit nach links verschoben. Daher gehören, aus funktioneller Sicht, viele von denen, die politisch rechts stehen mit ihrem politischen Denken und ihren Haltungen eigentlich zur wahren politischen Mitte. Deshalb ist das, was sie zur Politik sagen, oft rational, hat Hand und Fuß.

Funktionelles Denken erlaubt es einem aus der vorherrschenden, engen mechano-mystischen Weltsicht herauszutreten. Es bietet uns eine klare Perspektive der Welt, in der wir leben und wir verstehen die Art und Weise, wie bestimmte schwer gepanzerte Menschen das gegenwärtige soziale Chaos und die Zerstörung hervorrufen; die Wirkungsweise der Emotionellen Pest.

Blogeinträge Januar/Februar 2011

26. Februar 2011

Antiquierter Liberalismus ist nicht die Antwort auf den arabischen Rassismus

In seinem Artikel „Egypt’s Prison of Hate” (Wall Street Journal, 4. Januar 2011) befaßt sich Bret Stephens mit dem Massaker an 20 koptischen Kirchgängern zu Silvester 2010/2011 in Alexandria, Ägypten. Die politische Reaktion vieler Anführer der Moslems sah so aus, daß sie einem von Israel unterstützten zionistischen Komplott die Schuld gaben. Stephens empfiehlt den Ägyptern den überkommenen Liberalismus, insbesondere die Verbreitung einer arabischen Übersetzung des Gesamtwerks des liberalen englischen Philosophen John Locke, beginnend mit seinem Brief über die Toleranz.

Leider ist der antiquierte Liberalismus gekommen und wieder gegangen. Diese Lösung ignoriert die entscheidende Rolle, die die sozio-politische Charakterstruktur der Menschen beim aktuellen sozialen Verhalten spielt. Ägypter, die rassistisch sind, und jene Führer, die Greueltaten wie dieses Massaker verteidigen, gehören der äußersten rechten Seite des sozio-politischen Spektrums an. Diese Ägypter dürfen nicht mit der Mehrheit der Menschen im Lande in einen Topf geworfen werden, die mehr zum politischen Zentrum hin tendieren und daher gewaltfrei sind.

Darüber hinaus führt die Förderung liberalen Denkens nicht zur Quelle der enormen Menge an Haß, der tief in der Charakterstruktur aller moslemischen Extremisten eingeschlossen ist. Dieser Haß ist ständig auf der Suche nach Freisetzung in der einen oder anderen Form. Die Quelle dieses Hasses ist der Wunsch nach Rache, die von ihrem persönlichen Leben auf den Dschihad verlagert wird. Die liberale Philosophie, die aus der oberflächlichsten Schicht der menschlichen Struktur entstammt, kann das Reservoir des Hasses dieser Extremisten nicht in Schach halten. Wenn sie nicht erkannt und vom Rest der Gesellschaft isoliert werden, bleibt diese Geißel des destruktiven menschlichen Verhaltens außer Kontrolle.

 
Das Massaker in Tucson

Das folgende ist ein Auszug aus einem Artikel, der in einer kommenden Ausgabe des Journal of Orgonomy erscheinen wird. Er wird hier mit freundlicher Genehmigung des Autors, Edward Chaska, M.D., veröffentlicht.

Unter Bezugnahme auf das Attentat vom 8. Januar 2011, bei dem Jared Lee Loughner auf 20 Menschen schoß, schreibt Dr. Chaska:

Bei der Debatte in den Medien über die Schüsse auf die Kongreßabgeordnete Giffords und neunzehn andere wird die tödliche Wechselwirkung zwischen Marijuana und Geisteskrankheiten übersehen. Als psychiatrischer Berater in einer Drogen- und Rehabilitationseinrichtung sehe ich Dutzende von jungen Männern und Frauen, bei denen sich psychotische und gewalttätige Zustände als Resultat des Gebrauchs von Marijuana und anderen Drogen zeigen. Nach drei oder vier Monaten Behandlung und Marijuana-Abstinenz sind sie oft vollkommen andere Menschen. Marijuana-Konsumenten entwickeln dreimal so häufig eine psychotische Episode und entwickeln doppelt so häufig offensichtliche Symptome von Schizophrenie, im Vergleich zu Menschen, die kein Marijuana rauchen. Sie leiden auch öfter an Angst und Depression. Marijuana hemmt die Entwicklung des Gehirns und stört die natürlichen empathischen Gefühle für andere Menschen.

In Pennsylvania können, dank der Verfechter von „Kinderrechten“, Kinder ab 14 eine psychiatrische bzw. Drogen-und Alkohol-Behandlung ablehnen, auch wenn ihre Eltern auf der Notwendigkeit bestehen. Wenn die Medien jemanden für diese Tragödie verantwortlich machen wollen, brauchen sie nur auf die Marijuana-Lobby und die Verfechter der „Kinderrechte“ blicken, die das Recht der Eltern auf eine Behandlung für ihre Kinder mit psychiatrischen und Drogenproblemen beschneiden wollen.

Mit seiner charakterologischen Ausbildung kann der medizinische Orgonom jene Jugendlichen genau identifizieren und effektiv behandeln, die mit einem Risiko für die Entwicklung psychotischer Symptome behaftet und anfällig für destruktives Verhalten sind, lange bevor sie gewalttätig werden. Loughner, der eine Drogenkarriere vorweist, hat vielleicht vor dem Angriff nicht unter klassischen schizophrenen Symptomen gelitten, aber dennoch wies sein Verhalten darauf hin, daß er die Charakterdiagnose „paranoide Schizophrenie mit impulsiven und mörderischen Tendenzen“ vorwies. Daß er über lange Zeit hinweg Marijuana konsumiert hatte, erhöhte das Risiko einer gewaltsamen psychotischen Reaktion. Die Fähigkeit des medizinischen Orgonomen, eine frühe therapeutische Intervention aufgrund einer genauen Charakterdiagnose durchzuführen, kann dazu beitragen, künftige Tragödien zu verhindern.

 
Das Problem Aggression

Um das Aggressionsproblem lösen zu können, muß zwischen natürlicher, gesunder Aggression (Energie, die vom biologischen Kern stammt und rational ohne Verzerrung ausgedrückt wird) und neurotischer Aggression (Energie, die verzerrt und irrational wird, wenn sie durch den Panzer hindurchgeht) unterschieden werden.

Die Verwirrung, die sich aus diesem Durcheinander ergibt, setzt die Emotionelle Pest in Bewegung. Aufgrund ihrer biophysischen Intoleranz für und Angst vor Aggression, die aus dem biologischen Kern stammt, sind die, die politisch der Linken zuzuordnen sind, schnell dabei, alle Formen von Aggression, ob gesund oder neurotisch, als pathologisch abzutun. Dies erlaubt ihnen, öffentliche Gewalttaten, wie vor kurzem das Massaker in Tucson, zu politisieren, um die politische Rechte zu diskreditieren. Sie setzen automatisch Aggression mit Gewalt gleich und ordnen sie der politischen Rechten zu. Obwohl diejenigen, die rechts stehen, Aggression tolerieren können, unterscheiden sie ebenfalls nicht zwischen ihren beiden Formen. Wenn sie angegriffen werden, geraten sie in die Defensive, bei der ihnen nur bleibt auf den politischen Charakter der Maßnahmen der Linken hinzuweisen. Ohne das Deutlichmachen der Existenz der beiden Formen von Aggression, der gesunden und der kranken, ist die Antwort der Rechten nur teilweise wirksam. Das erleichtert den Ausdruck der Emotionellen Pest und erhöht den politischen Einfluß der Linken.

 
Die politische Strategie der linken Ideologen

Um Sinn in das politische Verhalten der linken Ideologen in Amerika zu bringen, muß man die drei funktionellen Schichten der bio-physischen Struktur der Menschen verstehen. Dies sind: die oberflächliche Schicht bzw. Fassade, die tiefere, sozialschädliche mittlere Schicht und die tiefste Schicht, der biologische Kern.

Da sie keinen Kontakt mit ihrem Kern haben und je nachdem, ob sie politische Macht haben oder nicht, wechseln Ideologen der politischen Linken hin und her zwischen ihrer oberflächlichen Schicht (indem sie die Identität eines echten Liberalen annehmen) und ihrer zerstörerischen, mittleren Schicht und wieder zurück. Als sie politisch nicht an der Macht waren (vor 2008), agierten sie aus ihrer oberflächlichen Schicht heraus und taten so, als wären sie echte Liberale. Sobald sie 2008 an die Macht gelangt waren, zeigten diese fälschlich so genannten (Pseudo-) Liberalen ihre wahre Identität. Vor den Augen einer überraschten Öffentlichkeit ließen sie ihre liberale Fassade hinter sich und agierten unverhohlen vollständig aus ihrer zerstörerischen mittleren Schicht heraus. Sie verpackten ihre sozialistische Agenda als sozialen Fortschritt und zwangen sie der Öffentlichkeit auf, was beweist, daß ihr Ziel die Schwächung und schließliche Zerstörung Amerikas ist, sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene, weshalb sie in der Tat nichts anderes als altmodische Kommunisten sind. Jetzt (2011), wo es ihnen wieder an politischer Vorherrschaft ermangelt, machen sie sich erneut ihre scheinbar gutartige liberale Fassade zu eigen. Die Linke wird solange auf diese Weise auftreten, bis sie wieder die Regierung kontrolliert. Das bezeichnet man als Salamitaktik der Staatskunst; die scheibchenweise Übernahme eines Landes.

Der vorübergehende Rückzug der Linken soll den Anschein erwecken, daß sie dabei sind einzulenken, was Elemente ihrer destruktiven politischen Rhetorik und Ziele betrifft. Da die Öffentlichkeit nur erkennt, was auf der politischen Oberfläche vorgeht, wird das von einigen auf der Rechten als Sieg verbucht werden, aber das ist Wunschdenken. Die geringfügigen Veränderungen in der Fassade der Pseudo-Liberalen/Kommunisten sind nur Berechnung. Ihre Taktik steht immer im Dienst der Erhaltung und Stärkung der politischen Kontrolle über Menschen.

 
Die wahre Bedeutung von „Christus starb für unsere Sünden“

Als ein Eckpfeiler der christlichen Philosophie ist dieser Satz eine Manifestation oder ein Symptom des gepanzerten menschlichen Denkens. Jedes Symptom besteht aus zwei Komponenten, einem Impuls und einer Abwehr. In diesem Fall besteht der Impuls im Versuch des Menschen, sich von seiner Schuld (Sündenhaftigkeit) zu entlasten, indem die Last der Verantwortung auf Christus den Erlöser abgeschoben wird. Die Abwehr besteht im Verbergen des wahren Grundes für den Tod Christi durch mystische Verzerrung. Nach Beseitigen der Verzerrung wäre dieser Satz eindeutig und lautete: „Christus starb wegen der Sündenhaftigkeit des Menschen.“ Wilhelm Reich zeigte in seinem Buch Christusmord, daß Menschen Christus wegen ihrer Sündenhaftigkeit, d.h. aus ihrer Bosheit heraus, ermordet haben, die sich aus der Emotionellen Pest in ihnen ergibt.

 
Es ist die Wahl zwischen schlecht und schlechter

Jeder Versuch von Menschen soziale Probleme politisch zu lösen, führt stets dazu, daß aus einer bestehenden schlechten Situation eine noch schlechtere wird. Der Grund für diese tragische Wendung der Ereignisse ist die eingeschränkte Fähigkeit der Menschen Freiheit zu tolerieren. In ihren politischen Kämpfen wird die Sehnsucht der Menschen nach mehr Freiheit durch ihren eigenen Panzer vereitelt und das verhindert, daß sie tatsächlich in der Lage sind, die Freiheit, die sie sich ersehnen, zu erreichen. Diese Unfähigkeit auf Seiten der Menschen ermöglicht es den Kräften der organisierten Emotionellen Pest routinemäßig die politische Arena zu betreten, das Machtvakuum auszunutzen und ein noch totalitäreres Regime aufzurichten als das, das vorher existierte. Ein schlechter sozialer Zustand verschlimmert sich.

Erneut läuft diese zerstörerische Kette von Ereignissen ab; diesmal manifestiert durch die arabischen Unruhen in den Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas. Demokratie erfordert mehr als freie Wahlen. Nichts wurde aus den Erfahrungen der Vergangenheit gelernt. Zunächst einmal versteht man noch immer nichts von der biophysikalischen Intoleranz der Menschen für Freiheit und den Grund für ihr Gefangensein in der Falle, d.h. ihren gepanzerten Zustand. Das bringt die Kräfte der Emotionellen Pest an die Oberfläche, die in der Struktur von allen Menschen enthalten sind. Diese Kräfte können jede Hoffnung der Menschen, die für ein besseres Leben kämpfen, in noch mehr Verzweiflung verwandeln und sie tun es.

 
Die sozio-politische Dynamik einer Betrugsaktion

Ähnlich wie im Individuum kommt es auch bei einer Betrugsaktion in der sozio-politischen Arena zu einer dynamischen Wechselwirkung zweier Kräfte. Bei zwei Menschen gibt es auf der einen Seite die Person, die emotional oder materiell etwas benötigt, und auf der anderen Seite steht der Betrüger bereit, diesen Bedarf zu „decken“. Ein klassisches Beispiel ist die Beziehung zwischen den Investoren und Bernie Madoff mit seinem Pyramidenspiel.

Die gleiche Beziehung gibt es im sozio-politischen Bereich. Hier sind die beiden Kräfte die emotional verkrüppelten, hilflosen Bürger einerseits, die ein neurotisch begründetes materielles Bedürfnis haben, daß ihnen etwas gegeben wird, und die Freiheitskrämer in der Regierung andererseits, die in der Lage zu sein scheinen, dieses Bedürfnis zu befriedigen, beispielsweise durch Hypothekendarlehen mit niedrigen Zinsen oder durch eine „freie“ Gesundheitsversorgung. Dem einen zu nehmen (dem produktiven, steuerzahlenden Segment der Gesellschaft), um es dem anderen zu geben (das unproduktive, keine Steuern zahlende Segment), ist ein Beispiel für ein riesiges Pyramidenspiel, das von Politikern in der Zentralregierung vor jedermanns Augen betrieben wird. Der Betrug läuft meist unbemerkt ab, weil ein stetig wachsendes Segment der amerikanischen Öffentlichkeit glaubt, daß es versorgt werden muß und diese Verantwortung wird schnell von linksorientierten Politikern beider Parteien übernommen, um aus der Lage Kapital zu schlagen. Am wichtigsten ist dabei, daß diese Sachlage nichts dazu beiträgt die Lebensqualität der Menschen zu verbessern, denen angeblich geholfen wird. Es macht sie von der Regierung nur noch abhängiger, als sie es ohnehin schon waren. Es untergräbt auch weiter den freien Markt, während es den Betrügern, die in der Politik zum gemeinsamen Besten handeln, Geld bringt und ihre Macht steigert.

Man gebietet einem Betrug einhalt, indem man ihn als Betrug bloßstellt.

 
Die biologische Herkunft der politischen Korrektheit

In seinem Artikel „The Origins of Political Correctness“ der in Band 43, Nummer 2 des Journal of Orgonomy erschienen ist, beschreibt Bill Lind die politische Korrektheit als „Krankheit des Jahrhunderts“: der verzerrte Ausdruck Marxistischer Ideen, die von der Ökonomie in kulturelle Begriffe übersetzt wurden. Obwohl von einem historischen Standpunkt aus korrekt, ist sein Verständnis der Ursprünge der politischen Korrektheit auf den mehr oberflächlichen sozio-ökonomischen Bereich begrenzt. Es werden nicht die mächtigen biologischen Kräfte berücksichtigt, die in den Tiefen der Menschen angesiedelt sind und die die politische Korrektheit rasch zur vorherrschenden Form der Moral im Amerika des 21. Jahrhundert gemacht haben.

Die Transformation des sozialen Panzers von autoritär zu anti-autoritär, die um 1960 herum begann, wurde von einer entsprechenden Veränderung in der Struktur der individuellen Panzer begleitet. Vor dieser Zeit war bei den meisten Erwachsenen der Panzer in der Skelettmuskulatur enthalten. Mit der Umwandlung des sozialen Panzers erfolgte bei Jugendlichen eine Verschiebung in der Panzerungsstruktur von der Muskulatur hin zum Gehirn. Der Augenpanzer verstärkte sich auf Kosten des Muskelpanzers in einem großen Teil der erwachsenen Bevölkerung. Diese Verlagerung führte zu einer dramatischen Veränderung in der Art wie Moral erlebt und ausgedrückt wurde.

Die autoritäre Moral der Vergangenheit stammte zu einem Gutteil vom Muskelpanzer. Ihre Funktion war es, die autoritäre Lebensweise zu bewahren. Mit der Verschiebung der individuellen Panzer von der Muskulatur zum Gehirn in einer großen Anzahl von Jugendlichen kam es zu einer qualitativen Änderung der Moral. Autoritäre Moral, mit ihrer absoluten Unterscheidung zwischen Recht und Unrecht beruhend auf dem Fühlen von Emotionen, wurde durch politische Korrektheit ersetzt, dem Ausdruck einer qualitativ anderen Art von Moral, die ihren Ursprung ausschließlich im Gehirn hat.

Die Moral der politischen Korrektheit, deren Funktion es ist, die anti-autoritäre Gesellschaftsordnung über den Autoritarismus triumphieren zu lassen, ist eine hochansteckende und verderbliche Manifestation der Emotionellen Pest, weil sie an den Verstand der Menschen appelliert und gut rationalisiert ist: sie diene dem Gemeinwohl aller.

 
Der Triumph des mechanistischen Denkens in den Sozialwissenschaften

Bei jeder Wissenschaft gehört die Destruktivität des mechanistischen Denkens zu ihren Merkmalen:

  1. Sie ist in einer mechanistischen Art und Weise kausal. Beispielsweise ist alles, was für eine demokratische Gesellschaft getan werden müsse, das Beseitigen des repressiven Regimes. Nichts wird darüber gesagt, was die Bedingungen im sozialen Leben sein müssen, bevor diese Änderung von einer Diktatur zur Demokratie erfolgen kann oder warum überhaupt das repressive Regime an der Macht war.
  2. Die quantitativen Faktoren zum Erreichen einer Demokratie sind die einzigen, die als wichtig erachtet werden; qualitative Faktoren werden ignoriert. Beispielsweise sei es für eine erfolgreiche Revolution nötig, die Mehrheit der Menschen hinter sich zu haben, die gegen das Regime, das an der Macht ist, opponieren. Dabei spiele es keine Rolle, ob diese Personen die gleichen Vorstellungen darüber teilen, was die Ziele der Revolution sind. Diese qualitativen Unterschiede in der sozio-politischen Charakterstruktur der Menschen, die in Wirklichkeit unüberwindbar sein können, sind Dinge, die dann irgendwie später bewältigt werden könnten.
  3. Nur externe Faktoren der Umwelt seien wichtig bei der Bestimmung des menschlichen Verhaltens; interne Faktoren, wie die emotionale Abhängigkeit der Menschen von anderen und ihre Unfähigkeit produktive Arbeit zu leisten, zählen nicht. Dergestalt können die Auswirkungen des Charakterpanzers, die das Denken und Handeln des Menschen in der Gesellschaft beeinflussen, erfolgreich ignoriert werden und die Quelle der menschlichen Destruktivität bleibt fast jedermann verborgen.

Die Geschichte hat immer wieder gezeigt, daß, wenn Diktatoren zu Fall gebracht und Menschen vor der Aufgabe stehen, sich selbst regieren zu müssen, ihre politischen Differenzen, ihre Unfähigkeit rational zu organisieren und ihre persönlichen Probleme an die Oberfläche kommen. Dann verfestigt sich der soziale Panzer noch mehr und die sozialen Bedingungen verschlechtern sich im Vergleich zu vor der Revolution.

 
Warum es niemals zu einem Waffenstillstand zwischen der Linken und der Rechten kommen wird

Politische Ideologie stammt aus dem grundlegenden Widerspruch in der Struktur jedes gepanzerten Menschen: der Sehnsucht nach mehr Freiheit und Glück auf der einen Seite und dem Wunsch nach risikoloser Sicherheit auf der anderen. In Amerika wird die liberale Ideologie bestimmt durch und ist Ausdruck der zugrundeliegenden Hoffnung, die das Versprechen von Freiheit und umfassendem Glück mit sich bringt. Liberale Ideologen haben keinen Sinn für die biophysischen Beschränkungen der Menschen, die in deren gepanzertem Zustand begründet liegen. Die konservative Ideologie wird von der Überzeugung bestimmt, daß diese herbeigesehnten Zustände, wenn nicht unrealistisch, so doch zumindest praktisch nicht erreichbar sind, jenseits dessen, was die Menschen ohnehin schon haben. Deshalb sollten die Menschen sich in Amerika glücklich schätzen und dankbar für das sein, was sie haben.

Aus biophysischer Sicht ergeben sich die ideologischen Unterschiede aus Unterschieden in den Panzerstrukturen der Menschen. Im allgemeinen weisen liberale Charaktere eine größere Mengen an Augenpanzer im Verhältnis zum Muskelpanzer auf. Sie verlassen sich ausschließlich auf ihren Intellekt und sehen die Welt idealistisch, d.h. so, wie sie sie gerne hätten. Diese verzerrte und äußerst destruktive Betrachtungsweise bringt sie dazu, politische und soziale „Lösungen“ auszuhecken, von denen sie fälschlicherweise glauben, sie könnten soziale Probleme beheben. Konservative Charaktere haben eine gegenteilige Panzerstruktur. Im allgemeinen haben sie weniger Augenpanzer und mehr Muskelpanzer. Konservative sind in besserem Kontakt zur Realität und erkennen ihre Grenzen, was die Befähigung betrifft soziale Verbesserung herbeizuführen. Diese biologisch begründeten Unterschiede in der Panzerstruktur erklären die Ideologie der Linken und die der Rechten und sie sind der Grund dafür, warum sie über keine gegebene soziale oder politische Frage einer Meinung sein können.

Blogeinträge Juni/Juli 2010

19. Juli 2010

Der arabisch-israelische Konflikt und die Emotionelle Pest

Es gibt nur zwei mögliche Ergebnisse des arabisch-israelischen Konflikts. Entweder wird Israel als demokratischer Staat im Nahen Osten überleben. In diesem Fall werden die arabischen Staaten schließlich zu Demokratien westlichen Stils werden. Oder Israel wird zerstört werden. In diesen Fall werden die reaktionären arabischen Autokratien in unbestimmte Zukunft fortbestehen.

Die vom islamischen Dschihad angewandte emotionell pestkranke Gewalt zielt beständig auf die Vernichtung Israels. Es gehört zu den Merkmalen der Emotionellen Pest, daß unabhängig davon, welche Maßnahmen als Antwort auf einen pestilenten Angriff ergriffen werden, sich das Opfer ins Unrecht setzt. Das jüngste Beispiel für diese pestilente Taktik trug sich zu, als israelische Kommandoeinheiten an Bord eines Schiffes gingen, auf dem sich Waffen und pro-palästinensische Aktivisten, deren Ziel der abgeriegelte Gaza-Streifen war, befanden. Diese Maßnahme führte zu neun getöteten Palästinensern.

Als angeblicher Grund für die Flottille wurde eine „humanitäre“ Mission angegeben. Der wahre Grund war die Einfuhr von Rüstungsgütern, um die Hamas zu bewaffnen. Eine Terrororganisation, die sich der Auslöschung Israels verschrieben hat. Aus Israelischer Sicht brachte das Aufbringen der Flottille durch die Kommandoeinheiten eine Lage mit sich, die nicht zu gewinnen war. Eine sichere Passage der Schiffe und deren Fracht zu erlauben, hätte die Lieferung an die Hamas ermöglicht und einen Präzedenzfall für die künftige Versorgung der Hamas mit immer mehr Hightech-Waffen bedeutet. Auf der anderen Seite bringt das Verhindern der Schiffsankunft das Risiko internationaler Verurteilung mit sich. Dies ist genau das, was passiert ist. Das israelische Handeln führte zu harscher Kritik an Israel aus der ganzen Welt.

Dieser Vorfall ist ein klares Beispiel für die Emotionelle Pest in Aktion. Hier beim Vorgehen islamischer Terrororganisationen gegen Israel. Die freie Welt ist völlig hilflos, wenn es darum geht, diesen Kampf wirksam zu bestehen, weil die Existenz und die Vorgehensweise der Emotionellen Pest nicht erkannt wird. Wenn diese Situation anhält, gibt es nur zwei mögliche Ergebnisse: entweder wird Israel von den islamischen Fanatikern zerstört oder die Welt wird den Ausbruch eines weiteren großen Krieges gewärtigen müssen.
 

Der Rechtstrend der türkischen Politik und die Emotionelle Pest

Von all den Gründen, die für das Abgleiten der Politik in der Türkei vom Säkularismus in den Islamismus vorgebracht werden, finden die charakterlichen Kräfte nie Erwähnung, die sich über ihren Einfluß auf die türkische Bevölkerung auf die aktuelle Weltlage auswirken. Aus charakterologischer Sicht gehören Türken in der Regel der rechten Seite des sozio-politischen Spektrums an. Die meisten Türken sind konservative Charaktere unterschiedlicher Ausprägung. Aufgrund ihrer konservativen Struktur haben sie mit den gesellschaftlichen Bedingungen ein Problem, die sich in den westlichen Ländern aus der Verschiebung hin zur extremen Linken ergeben. Es ist für Menschen mit einer konservativen Struktur, auch jenen, die in den westlichen Ländern leben, nur natürlich, wenn sie sich unter diesen gesellschaftlichen Bedingungen zur politischen Rechten hin bewegen.

Leider bietet das der Emotionellen Pest Raum, diese Situation auszunutzen. Der Ministerpräsiden der Türkei, Tayyip Erdogan, ist sich der Möglichkeiten nur allzu bewußt, die diese Lage für den Ausbau seiner politischen Macht über die Nation und die Welt bietet, wenn er den Konflikt zwischen den islamischen Ländern und dem Westen schürt.
 

Das Ziel von Präsident Obamas Politik verstehen

Um den Zweck der Handlungen eines Menschen zu verstehen, muß man auf deren Folgen bzw. Auswirkungen achten. Die Innenpolitik Obamas zielt auf die Schwächung von Amerikas Wirtschaft. Seine Außenpolitik hat zur Folge, daß die Feinde Amerikas ermutigt werden, seine Verbündeten verunsichert werden und damit seine Vormachtstellung als Weltmacht geschwächt wird. Dies erhöht die Gefahr von internationalen Konflikten, die Amerikas Macht sogar noch mehr schwächten.

Ein geschwächtes Amerika wird Obama seinem letztendlich erträumten Ziel näher bringen, dieses Land auf das Maß jedes anderen Landes der Welt zu reduzieren und es unter die Kontrolle der Vereinten Nationen zu bringen. Dieses unausgesprochene Ziel Obamas ist identisch mit dem erklärten Ziel der Kommunisten der Vergangenheit: internationaler Kommunismus unter der Kontrolle der Sowjetunion. Das ist ein weiteres Beispiel dafür, daß Obama überhaupt kein Liberaler ist, sondern ein Pseudoliberaler, und daß er und die Kommunisten aus charakterlicher Sicht identisch sind. Sein Einzug in den Mainstream der amerikanischen Linken und seine Einordnung als ein echter Liberaler erlaubt ihm freie Hand bei der Durchführung seiner zerstörerischen sozio-politischen Agenda.
 

Die sozio-politische Charakterstruktur bestimmt das ideologische Denken

In seinem Artikel „Obama’s Foreign Policy Success“ (The Wall Street Journal, 14. Juni 2010) schreibt James Rubin, daß

die Obama-Administration angespannte Bündnisse und Freundschaften auf der ganzen Welt wiederhergestellt hat, während gleichzeitig Leute wie Mahmud Ahmadineschad im Iran und Hugo Chaves in Venezuela geschwächt wurden … [Obamas] Appell zur Partnerschaft, das Befolgen internationaler Regeln für Gefangene und die Akzeptanz der Verantwortung, die mit dem Klimawandel verbunden ist, wandelte Amerika von einer einsamen Supermacht, die oft als Bedrohung für die internationale Ordnung gesehen wurde, zurück in einen unverzichtbaren Führer in Europa, Asien und dem Nahen Osten.

Die Antworten auf Rubins Artikel in den Leserbriefen, unter der Überschrift „Wir können uns nicht allzu viele dieser Art von Erfolgen leisten“, widersprachen durchweg dessen Einschätzung von Präsident Obamas Leistung.

Warum wird ein und dieselbe Wirklichkeit von den Menschen auf der Linken und Rechten politisch so vollkommen unterschiedlich wahrgenommen? Ohne eine befriedigende Antwort auf diese Frage kann es keine Hoffnung auf eine Lösung der ewigen ideologischen Konflikte zwischen Links und Rechts geben. In meinem Buch Neither Left Nor Right lege ich klinische und experimentelle Belege dafür vor, daß, wenn man den Charakterpanzer eines Menschen versteht, eine Vorhersage möglich ist, wie dieses Individuum im sozialen und im politischen Leben funktionieren wird. Mit diesem Wissen gewappnet wäre es möglich gewesen, Obama als pseudo-liberalen Charakter zu erkennen und man wäre in der Lage gewesen, sein zerstörerisches ideologisches Denken vorherzusagen, lange bevor er in ein öffentliches Amt gewählt wurde.
 

Der Unterschied zwischen dem echten Liberalen und dem Pseudo-Liberalen

Der echte Liberale und der Pseudo-Liberale können voneinander unterschieden werden, wenn man beispielsweise den Senator von Connecticut, Joseph Lieberman, der ein echter Liberaler ist, mit Präsident Barack Obama vergleicht, der ein Pseudo-Liberaler ist. Beide gehören der gleichen Democratic Party an und beide bekennen sich zu liberalen Idealen, aber es besteht ein riesiger fundamentaler, charakterologisch begründeter Unterschied in den politischen Überzeugungen der beiden Männer. Wo Lieberman pro-amerikanisch ist, ist Obama Internationalist. Wo Lieberman Nationen unterstützt, die Amerika freundlich gesonnen sind, stellt sich Obama auf die Seite der Feinde Amerikas. Wo Lieberman traditionelle Autoritäten unterstützt, gibt sich Obama den Schein Autorität zu respektieren, in der Praxis verhält er sich jedoch destruktiv gegenüber Lokalbehörden, ist anti-autoritär in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens und begünstigt die Zentralisierung der Entscheidungsebene. Wo Lieberman egalitär ist, ist Herr Obama ein elitärer Intellektueller. Wo Lieberman demokratische Ideale unterstützt, ist Obama ein Kollektivist und unterstützt sozialistische Ideale. Wo Lieberman ein politischer Idealist ist, ist Herr Obama ein politischer Aktivist.

Wie können zwei Menschen mit so unterschiedlichen Ideen der gleichen politischen Partei angehören? Diese wichtige Frage wird in meinem Buch Neither Left Nor Right diskutiert und beantwortet. Lesen Sie auch meinen Leitartikel im Journal of Orgonomy, Volume 43, Nummer 1, den ich auch auf meiner Netzseite veröffentlicht habe.
 

Die Islam-Nazi-Verbindung

In seinem jüngsten Buch The Flight of the Intellectuals argumentiert Paul Berman, daß der Islamismus nicht eine althergebrachte, sondern eine neuzeitliche politische Tendenz ist, die im Geist der brüderlichen Eintracht mit den Faschisten in Europa in den 1930er und 40er Jahren entstand, und daß diese nazistische Inspirationen sich bei den heutigen Islamisten sichtlich niedergeschlagen habe. Er stellt ferner fest, daß Analysen in Zeitschriften wie Foreign Affairs, National Interest und New Yorker durchweg abstritten, daß es eine Allianz zwischen radikalen moslemischen Gruppen und dem Nationalsozialismus gibt.

Bermans Auseinandersetzung mit der Beziehung zwischen Islamismus und Nationalsozialismus, sowie mit der harschen Ablehnung, die sein Buch durch die liberale Presse erfahren hat, wäre einfacher gewesen, wenn er Kenntnis von der soziopolitischen Charakterologie gehabt hätte, derzufolge der individuelle Charakter die primäre Determinante des Sozialverhaltens darstellt. Sowohl radikale Islamisten als auch Nazis sind emotionell pestkranke Charaktere, die der extremen Rechten des soziopolitischen Spektrums angehören. Aus diesem Grund fühlen sie sich politisch zueinander hingezogen. Liberale Kolumnisten und Schriftsteller funktionieren ausschließlich aus der oberflächlichen Schicht ihrer Charakterstruktur heraus. Sie sind unfähig das Verbindende zwischen Islamisten und Nazis zu sehen, weil sie nicht in Kontakt mit ihren eigenen biologischen Tiefen stehen. Alle Versuche, sie von dieser engen Verbindung zu überzeugen und der Destruktivität, die sich aus der Vereinigung der beiden Gruppen ergibt, muß deshalb auf taube Ohren stoßen. Diese Themen werden in meinem Buch The Emotional Plague. The Root of Human Evil behandelt.
 

Politik ist nicht die Lösung der sozialen Probleme

In ihrem Artikel „The Town Hall Revolt, One Year Later“ (The Wall Street Journal, 10.-11. Juli 2010) schreibt Peggy Noonan über den zunehmenden öffentlichen Widerstand gegen die Sozial- und Wirtschaftspolitik der Obama-Administration, wie sie in aufgebrachten Bürgerversammlungen (town hall revolts) überall im Land zum Ausdruck kommt. Sie stellt zu Recht fest, daß, nur weil die Öffentlichkeit mit der Politik der politischen Linken unzufrieden ist, das nicht bedeutet, daß die politische Rechte es verdiente am Wahltag im November 2010 einen Sieg davonzutragen.

Allerdings bewegt sich die von ihr gegebene Antwort immer noch im Rahmen politischer Lösungen, wenn sie fragt, ob die Republicans zu einer ernsthaften und offenen Debatte in der Lage seien? Wie alle, die politisch links oder rechts stehen, ist sie unfähig dieses rationalistische Paradigma zu verlassen. Was typischerweise bei diesem Ansatz fehlt, ist ein Zugang zu den zugrundeliegenden, biologisch bedingten Unterschieden im Denken der Menschen; ihrer Art und Weise des Denkens, das wirklich konstruktiven Antworten auf soziale und wirtschaftliche Probleme im Wege steht. Es fehlt auch ein Verständnis der Funktionsweise der Emotionellen Pest, die mit Sicherheit eingreift und die Destruktivität verschlimmert. Aus diesem Grunde ist das Versagen der politischen Rechten eine ausgemachte Sache, wenn sie im November 2010 mit einem Sieg an der Reihe ist.

Und so geht es von links nach rechts und wieder zurück. Nichts wird aus Fehlern der Vergangenheit gelernt und die amerikanische Gesellschaft ist in einem schlechteren Zustand als zuvor. Das ist der Gegenstand meines Buches Neither Left Nor Right.
 

Das große Ausweichen vor dem Wesentlichen in der Debatte um die Reform des Gesundheitswesens

Es ist charakteristisch für die Art und Weise, in der gepanzerte Menschen denken, daß sie stets das Wesentliche vermeiden. Die Debatte um das Gesundheitssystem ist ein gutes Beispiel. In dieser Debatte streiten die Menschen über alle Arten von nachrangigen Themen wie die hohen Kosten von Obamacare, die Sozialisierung der medizinischen Praxis und so weiter, während sie ignorieren, wie das Problem überhaupt entstanden ist: die Mechanisierung der medizinischen Praxis und damit die Zerstörung der Qualität der Arzt-Patient-Beziehung.

Mit den enormen technologischen Fortschritten in der medizinischen Praxis, die die mechanistische Wissenschaft mit sich gebracht hat, wurde die Praxis der Medizin selbst mechanisiert. Dieser Fortschritt ging damit einher, daß sich die medizinische Ausbildung von einer Naturwissenschaft zu einem Zweig der mechanistischen Wissenschaft entwickelt hat. Diese Entwicklung brachte schließlich die Zerstörung der traditionellen Arzt-Patient-Beziehung mit sich, die den Eckpfeiler der medizinischen Praxis darstellt. Wenn diese Tatsachen nicht erkannt und als das primäre Problem im heutigen Gesundheitswesen angesprochen werden, besteht keinerlei Hoffnung, jemals zu einer rationalen Lösung der Krise in der Medizin zu gelangen, die im Gegensatz zur unvermeidlichen mechanistisch-sozialistischen Lösung steht.

Abgesehen von ein paar Bereichen der medizinischen Praxis, wo mechanistische Eingriffe rational und indiziert sind, muß es grundlegende, qualitative Änderungen in der Art geben, wie Ärzte über das Leben und über Krankheitsvorgänge denken. Der menschliche Körper darf nicht weiter als eine Art Maschine betrachtet werden. Dieser neue Ansatz hat das Potential, viele Krankheiten unbekannten Ursprungs wie Krebs und Herzerkrankungen verständlich zu machen und auf diesem Wege das Leid und die Abgabenbelastung der Allgemeinbevölkerung zu senken. Um die Indoktrination angehender Ärzte im mechanistischen Paradigma zu verhindern, müssen diese Änderungen ganz am Anfang des medizinischen Lehrplans implementiert werden. Ein Beispiel eines solchen nicht-mechanistischen, funktionellen Ansatzes ist die Ausbildung in der medizinischen Orgontherapie für qualifizierte Ärzte, das vom American College of Orgonomy angeboten wird.
 

Die Zerfall der autoritären Gesellschaftsordnung

Einige der wichtigsten Ereignisse in der Geschichte haben sich zugetragen, ohne daß jemand Notiz von ihnen genommen hat. Ein solches Beispiel war der abrupte Wandel und der Zerfall der amerikanischen Gesellschaft vom Autoritären zum Antiautoritären um die Mitte des 20. Jahrhunderts herum; ein Ereignis, das katastrophale Auswirkungen auf die westliche Gesellschaft hatte.

Es gibt einen fundamentalen Unterschied in der Art, wie diese Umwandlung von Menschen wahrgenommen wird, die politisch der Linken bzw. der Rechten angehören. Während die auf der Linken überhaupt keinen Sinn dafür haben, was passiert ist, sind sich die auf der Rechten dessen zumindest bruchstückhaft bewußt, etwa des Zusammenbruchs der traditionellen Familie, der Zunahme der menschlichen Destruktivität in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens und so weiter, sie sind jedoch nicht in der Lage, ein umfassendes Bild des Geschehens und seiner Hintergründe zu entwerfen. Typischerweise reagieren sie, indem sie das Geschehene beklagen und sich nach der „guten alten Zeit“ sehnen, als es noch Autoritäten gab und die autoritäre Ordnung intakt war. Ein gutes Beispiel ist der Artikel „Youth Has Outlived Its Usefulness“ von Peggy Noonan (The Wall Street Journal, 17.-18. Juli 2010), in dem die Autorin die Tatsache beklagt, daß es in der heutigen Welt keine Elder Statesmen mehr gibt, um die unerfahrenen, jungen Politiker auf der heutigen politischen Bühne beim Regieren zu beraten und anzuleiten.

Frau Noonan erkennt nicht, daß wir in einer anti-autoritären sozialen Ordnung leben. Als Ergebnis ist die traditionelle Rolle der Männer, vor allem älterer Männer, als Autoritätspersonen, die Respekt, Vertrauen und Loyalität verdienen, restlos auf der Strecke geblieben. Sie ist ersetzt worden durch die Verherrlichung der Jugend und den blinden Glauben, diese vermöchten die Welt zu retten. Die in der Biologie gründenden psychologischen Ursprünge dieses sozialen Geschehens wird in meinem Buch Neither Left Nor Right diskutiert.