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Die politischen Vorteile der Linken

5. September 2016

Hier einige der Vorteile der politischen Linken in der heutigen Welt:

  1. Alle öffentlichen Interaktionen finden auf der sozialen Oberfläche statt und Linke operieren in erster Linie aus dieser Schicht ihres bio-psychischen Apparats heraus.
  2. Da die heutige Gesellschaft anti-autoritär ist, hat sich der politische Mainstream weit nach links verschoben. Gesellschaftspolitische Auseinandersetzungen werden oft zwischen politischen Gegnern ausgetragen, die in unterschiedlichem Ausmaß der politischen Linken angehören und von daher verschieden ausgeprägte Ausformungen ein und derselben imgrunde sozialistischen Ideen vertreten.
  3. Die Verschiebung des politischen Mainstream nach ganz links hat der radikalen Linken politische Legitimation verschafft. Jetzt als „Progressive“ oder „Sozialisten“ bezeichnet, sind diese Radikalen in voller Sicht einer ahnungslosen Öffentlichkeit in der Lage als Kandidaten der Democratic Party in den Wahlen 2016 für das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten anzutreten. Dies schließt auch den aktuellen Präsidenten selbst mit ein.
  4. Kollektive Entscheidungsfindung sagt Linken zu. Sie sind in erster Linie Herdentiere und verhalten sich in Krisenzeiten als Kollektiv. Beispielsweise wenn sie zu Wahlzeiten politische Entscheidungen treffen müssen. Solange sie sich kollektiv von ihren Führern gehätschelt fühlen, ist wenig Aufwand damit verbunden, sich vom Strom des wohlfahrtsstaatlichen Denkens des Mainstream mitreißen zu lassen. Durch ihre politische Geistlosigkeit und sie es sich leichtmachen, können sie sich ihre Selbstgefälligkeit bewahren, sie vermeiden es, sich des Zerfalls der Welt gewahr zu werden und glauben weiterhin an ihr Politgewäsch.
  5. Aus dem gleichen Grund können Linke nichts aus der Vergangenheit lernen. In der September 2016-Ausgabe des New Criterion schreibt Gary Saul Morson:

    Unser Wissen über die bolschewistischen Schrecken wuchs dramatisch an, als nach dem Fall der Sowjetunion ihre Archive geöffnet wurden. Jonathan Brent und die Yale University Press brachten Band auf Band erschreckender Dokumente heraus, aber die öffentliche Meinung änderte sich nicht merklich. Wie viele Leser der New York Times wissen von ihrer Rolle beim Verschleiern der schlimmsten Verbrechen Stalins und daß sie dafür einen Pulitzer-Preis erhielt (der noch immer nicht zurückgegeben worden ist)?
    Ich verstehe, daß man von kommunistischen Idealen so mitgerissen wird, daß man Millionen von Toten leugnet oder rechtfertigt. Was mich erstaunt ist, daß die Menschen und Publikationen, die so gehandelt haben, sich berechtigt fühlen, andere aus einer Position der moralischen Überlegenheit heraus zu kritisieren.

Daß der Autor dieses Artikels erstaunt ist über das von moralischer Überlegenheit geprägte Verhalten der Linken, liegt daran, daß er nichts von Dr. Elsworth Bakers Entdeckung der sozio-politischen Charakterologie weiß.

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Das Rätsel der fehlenden Linksradikalen

17. Dezember 2015

Immer wenn in den Medien von Radikalisierung die Rede ist, geht es durchgehend um Rechtsextremisten. Gibt es nicht auch auf der Linken Radikale und wenn es welche gibt, wo sind sie? Die Antwort lautet, daß es sie gibt, daß sie heute vor aller Augen sind und sich oft in hohen Machtpositionen finden, etwa als Kandidaten der Democratic Party im Rennen um das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten; der gegenwärtige Präsident selbst gehört zu ihnen. Anstatt sie als das zu bezeichnen, was sie sind, werden die Linksradikalen heutzutage als „Progressive“ oder „Sozialisten“ bezeichnet.

Weil es zu einer Verschiebung des politischen Mainstream weg von der Mitte und hin zur extremen Linken gekommen ist, werden Linksradikale nicht als das erkannt, was sie sind. Politisch fügen sich diese Radikalen harmonisch in den heutigen gesellschaftlichen Mainstream ein. Die stetige Drift der Gesellschaft nach links wird von einer neuen von Linken eingebrachten Form des sozialen Panzers flankiert, die Moral der politischen Korrektheit.

Blogeinträge Juli 2012

28. Juli 2012

Warum wollen manche einfach nicht wahrhaben, daß Barack Obama eine Bedrohung für Amerika darstellt?

Die Antwort ist einfach: sie können buchstäblich nicht sehen, was direkt vor ihren Augen liegt. Als wenn dies nicht schlimm genug wäre, nehmen sie nicht wahr, daß sie nicht sehen können. Statt ihre Augen zu benutzen, um die Außenwelt so zu sehen, wie sie wirklich ist, vertrauen sie als Ersatz auf ihre inneren Emotionen und Sensationen und ersetzen die Realität durch persönliche Überzeugungen über Obama. Auf der anderen Seite ist Obama, typisch für jeden pseudo-liberalen/kommunistischen Ideologen, darin sehr bewandert, sich als loyaler Amerikaner auszugeben, als jemanden, der er nicht ist.

In meiner klinischen Arbeit als medizinischer und sozialer Orgonom habe ich gefunden, daß diese innerlich erzeugten positiven Ersatzgefühle über Barack Obama aus zwei Quellen stammen:

Sie entspringen entweder der Furcht davor, den Haß und die Rachegefühle wahrzunehmen, die Obama für Amerika und den American Way of Life hegt, oder sie sind Ergebnis eines Wunsches oder einer Hoffnung, daß ihnen eine Art Almosen von seiten der Regierung zukommen werde. (Man denke daran, wie Obama mit der Sehnsucht der Menschen nach „Freiheit“ und „Hoffnung“ spielt.) Dies sind Abwehrhaltungen seitens der Menschen, die sie selbstgefällig macht und die ihnen ein falsches Gefühl der Sicherheit hinsichtlich der sozialen Bedingungen verleiht. Schließlich gibt es eine dritte Gruppe von Menschen, meist schwarze Amerikaner, die sich mit Obamas „Schwarzheit“ identifizieren und ihn gedankenlos nur wegen seiner Hautfarbe unterstützen.

Der Grund dafür, daß Menschen das Böse nicht sehen können, wenn es direkt vor ihren Augen liegt, liegt darin begründet, daß ihre Augen nicht so funktionieren, wie die Natur es vorgesehen hat. Sehr früh sind bei den meisten Menschen infolge ihrer Erziehung die Augen in der einen oder anderen Weise traumatisiert worden, entweder durch emotionale oder durch körperliche Übergriffe. Ihre Augen panzerten sich und dies ist der Grund, warum sie die Dinge in der Welt nicht so sehen können, wie sie sind, und warum sie die Realität verzerren müssen.

Die Folgen dieser frühen okularen Verletzungen für sowohl das Individuum als auch die Gesellschaft können verheerend sein. Dies war einmal mehr der Fall 2008 hinsichtlich der Beziehung zwischen Barack Obama und dem Wahlvolk und wird sich wohl im November 2012 wiederholen.

Okularer Panzer ist eine schlecht verstandene, weitverbreitete Erkrankung, die verursacht wird durch schädliche Praktiken, die die Umwelt auf Kinder ausübt. Etwa schlechten emotionalen Kontakt zwischen Mutter und Kind, schädliche Chemikalien, die bei der Geburt in die Augen des Säuglings geträufelt werden, harsche mechanische Reize, die die Sinne des Säuglings bombardieren, und so weiter. Neben den zerstörerischen Auswirkungen auf die einzelnen persönlichen Leben hat okularer Panzer schwerwiegende Folgen auf das Umfeld. Die weitverbreitete soziale und politische Irrationalität, der wir ständig ausgesetzt sind, ist nur ein Beispiel des okularen Panzers der Menschen.

 

Ist Obama wirklich ein Sozialist?

In seinem Artikel „Obama the Socialist? Not Even Close“ (New York Times, 12. Juli 2012) vergleicht Oscar-Gewinner Milos Forman die politische Agenda Barack Obamas mit dem sozialistischen System der Sowjetunion und kommt zu dem Schluß, daß der Präsident kein Sozialist sein könne, da seine Politik nichts mit der in den ehemaligen kommunistischen Staaten verbindet.

Forman sieht nicht, daß Sozialismus ein gesellschaftlicher Zerfallsprozeß ist. Er vergleicht Amerika mit dem Sowjetsozialismus. Diese gesellschaftlichen Systeme repräsentieren zwei unterschiedliche Phasen in diesem Zerfallsprozeß und scheinen deshalb unterschiedlich zu sein: Amerika befindet sich in der frühen Phase der Degeneration, das Sowjetsystem in der Endphase. Er hört, wie das Wort „Sozialist“ von Leuten wie Rick Perry, Newt Gingrich, Rick Santorum, Sean Hannity, Rush Limbaugh u.a. verbreitet wird. Wenn diese Leute diese Unterscheidung zwischen verschiedenen Phasen des gesellschaftlichen Zerfalls machten, wäre ihre Beschreibung Obama als Sozialist überzeugender.

Um eine musikalische Analogie in Formans Artikel weiterzuverfolgen, wäre es genauer, Obama als Rattenfänger zu beschreiben, der seine Melodie spielt und ein leichtgläubiges Amerika auf dem Weg der sozialen Degeneration hinab in den Sozialismus führt.

 

Der Ursprung der gepanzerten Moral

Natürliche Moral stammt aus dem biologischen Kern und wird direkt durch die Oberfläche hindurch unverfälscht ausgedrückt, unverzerrt vom Panzer der destruktiven mittleren Schicht.

Die Unterschiede in der gepanzerten Moral der politischen Rechten und der politischen Linken hat damit zu tun, wie die jeweilige Gruppe mit ihrer zerstörerischen mittleren Schicht und auch mit der anti-autoritären Transformation der westlichen Gesellschaft umgeht. Zu Zeiten der autoritären Ära (vor 1960) war die vorherrschende Form der Moral autoritär: vom biophysischen Standpunkt aus betrachtet, kamen Impulse aus dem biologischen Kern der Menschen, durchdrangen die zerstörerische mittlere Schicht und wurden durch die oberflächliche Schicht ausgedrückt. Die Menge an destruktiver mittlerer Schicht, die im moralischen Impuls enthalten war, war proportional dazu, wie weit der Einzelne im sozio-politischen Spektrum rechts zu verorten war. Da Impulse aus dem Kern ihren Weg durch die zerstörerische mittlere Schicht nahmen, waren die meisten Menschen in jenen Tagen mit beiden Schichten in Kontakt, und infolgedessen konnten sie den Unterschied zwischen gut und böse leicht durchschauen; gut und böse, richtig und falsch waren moralische „Absolutheiten“. Amerikaner waren sich darin einiger, das Gute und die Größe ihres Landes zu sehen. Sie sahen die Boshaftigkeit sowohl des roten als auch des schwarzen Faschismus und sahen es als Notwendigkeit, wenn nötig zu kämpfen, um ihre Freiheit zu bewahren. In der heutigen anti-autoritären Zeit gehören diese Menschen irgendwo auf die rechte Flanke des politischen Spektrums.

Mit der anti-autoritären Transformation der Gesellschaft hat sich eine ganz andere Art von Moral entwickelt. Politische Korrektheit genannt, ist diese Moral das Ergebnis einer Änderung in der funktionellen Beziehung zwischen der oberflächlichen Schicht und der destruktiven mittleren Schicht der bio-psychischen Struktur der Menschen. Nunmehr dient die oberflächliche Schicht, einschließlich des Intellekts, nicht mehr dem Ausdruck von Impulsen aus dem Kern und aus der mittleren Schicht, wie im Fall der autoritären Moral, sondern der Abwehr gegen die Wahrnehmung der Impulse aus dem Kern und aus der zerstörerischen mittleren Schicht.

Diese Änderung in der bio-psychischen Struktur der gepanzerten Menschen erklärt die Moral der politischen Korrektheit. Es ist die Moral derjenigen, die der politischen Linken angehören: Für sie stammt alles moralische Denken aus der sozialen Oberfläche, da der Kontakt mit dem Kern und der destruktiven mittleren Schicht verlorengegangen ist. Sie distanzieren sich vom Kontakt mit den tieferen Schichten, indem sie den Intellektualismus als Abwehr nutzen und indem sie Verachtung für Kerngefühle zeigen. Moral, die aus der oberflächlichen Schicht stammt, wird zu einem relativistischen Prinzip. Zum Beispiel sind die Absichten einer Person, die der oberflächlichen Schicht entstammen, der ständig wechselnde Maßstab, der herangezogen wird, um zu messen, was als gut oder als schlecht betrachtet wird. Moralischer Relativismus bedeutet, daß nichts in sich gut ist und nichts in sich schlecht. So sind beispielsweise im Falle der grünen „Rettet die Erde“-Bewegung, die Menschen, die daran beteiligt sind, die „moralisch überlegenen“ Guten. Sie sind die Progressiven, die auf der Welle der Zukunft reiten, im Gegensatz zu den anderen, die nicht an dieser noblen Aufgabe beteiligt sind.

Eine neue Art der kollektiven Moral wird an die Stelle der alten gesetzt, die auf Individuen beruhte und autoritär war. Diese neue Moral stellt den Versuch dar, das Problem der destruktiven sekundären Schicht zu beseitigen, indem Energie in den Kopf hochgezogen wird und damit Kontakt nicht nur mit der sekundären Schicht, sondern auch mit dem biologischen Kern abgeschnitten wird. Auf diese Weise wird das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Indem der biologische Kern beseitigt wird, aus dem die Emotionen stammen, trägt diese neue Moral zur Entmenschung der menschlichen Rasse bei.

 

Warum Liberals 2012 für Obama stimmen müssen

Die wichtigsten Determinanten von politischen Überzeugungen und Handlungen leiten sich aus der sozio-politischen Charakterstruktur des Einzelnen ab. Da er bei der politischen Linken einzuordnen ist, funktioniert der liberale Charakter vor allem aus seiner oberflächlichen Schicht bzw. Fassade heraus. Moral und Ideologie der politischen Linken stammen aus dieser Schicht. Sie hat die Aufgabe, den Liberalen gegen die Wahrnehmung von Impulse zu schützen, die aus seinem Kern und seiner destruktiven mittleren Schichten kommen. Aufgrund dieser Wahrnehmungsverzerrung kann der Liberale nicht entschieden handeln, wenn körperliche Aggression erforderlich ist, und deshalb, wegen seiner Schuldgefühle, ist er schnell dabei, sich mit den Feinden Amerikas zu identifizieren, wenn es einen internationalen Konflikt gibt. Trotz seines Mangels an Aggression und seiner frei flottierenden Schuld ist der echte Liberale jedoch immer ein loyaler Amerikaner geblieben und eine Stütze der demokratischen Ideale Amerikas.

Dann, um 2007 herum, wurde das amerikanische Volk Opfer eines kolossalen Betrugs. Scheinbar aus dem Nichts kommend und fast ohne Vergangenheit wurde der amerikanischen Öffentlichkeit Barack Obama als Mitglied des politischen Mainstream, als nüchternes, waschechtes, legitimes liberales Mitglied der Demokratischen Partei präsentiert; jemand, der in Wirklichkeit eine ganz andere (pseudo-liberale/kommunistische) Charakterstruktur hatte. Dies war ein brillanter Coup, der erfolgreich war teilweise durch die effektive Verschleierung seiner Verbindungen mit Linksradikalen in der Vergangenheit und teilweise durch die tatkräftige Verbreitung von Fehlinformationen über ihn durch die Mainstream-Medien

Die meisten liberalen Charaktere waren nicht in der Lage diesen Coup zu durchschauen, weil sie fast vollständig aus ihrer oberflächlichen Schicht heraus leben. Das Leben aus ihrem Intellekt heraus hinderte sie zu sehen und zu fühlen, was sich vor ihren Augen und in ihren Tiefen zutrug. Deshalb war es für Obama ein Leichtes, als einer von ihnen durchzugehen. Alles, was er zu tun hatte, war, sie mit den idealistischen Parolen, wie sie die Liberalen so lieben, zu füttern. Sie klingen für sie überzeugend, wenn sie sie nur oft genug hören („Wir sind die, auf die wir gewartet haben“, etc.). Das hat er 2008 erfolgreich in seinem Präsidentschaftswahlkampf getan.

Allerdings ist die Ähnlichkeit zwischen dem echten Liberalen und Barack Obama trügerisch. Im Gegensatz zu Liberalen gibt Obama nur vor, daß er den Ausdruck seiner zerstörerischen mittleren Schicht abwehrt. Abgeschnitten von seinem biologischen Kern dient Obamas oberflächliche Schicht vollständig dem Ausdruck seiner zerstörerischen mittleren Schicht gegen Amerika. Wenn möglich drückt er seine Verachtung und seinen Haß auf die Tradition von Unabhängigkeit, Erfindungsgabe und Eigenverantwortung aus, die für die Amerikaner charakteristisch ist. Das ist etwas, was der Liberale einfach nicht wahrhaben will. Kein anderer demokratischer US-Präsident, egal wie liberal, von Roosevelt bis Clinton, hat so viel Verachtung gegenüber Amerika und den Amerikanern gezeigt wie Obama. Wegen der scheinbaren Ähnlichkeit in ihren Strukturen müssen Liberale für Obama stimmen, auch wenn Obamas Wirtschafts-und Sozialpolitik tatsächlich ihren eigenen Interessen widerspricht.

 

Das Massaker in Colorado hätte verhindert werden können, wenn…

Das Massaker, das am 20. Juli 2012 in Aurora, Colorado stattfand, hätte verhindert werden können, wenn die Bedeutung von scheinbar isolierten Ereignissen, die ihm vorangegangen sind, erkannt und vorher in einem Gesamtbild integriert worden wären.

Erstens hätte man aus einer allgemeinen Beschreibung des Schützen als schüchternem introvertiertem Einzelgänger schließen können, daß es sich möglicherweise bei ihm um irgendeine Art von schizophrenem Charakter handelt. Zweitens hätte man aufgrund der Tatsache, daß er kurz nach Beginn seines Universitätsstudiums dieses ohne ersichtlichen Grund abbrach, auf einen zu dieser Zeit erfolgten psychotischen Zusammenbruch schließen können. Obwohl diese Beobachtungen immerhin mutmaßen ließen, daß dieser Mensch einen psychotischen Zusammenbruch hatte, gaben sie keine Hinweise darauf, daß er gemeingefährlich war. Eine dritte Beobachtung, die seine Nachbarn machten, war jedoch ein starker Hinweis darauf, daß er tatsächlich potentiell ein gemeingefährlicher paranoid Schizophrener war: kurz vor dem Massaker bedeckte er die Fenster seiner Wohnung mit Zeitungen. Für einen ausgebildeten Psychiater war die emotionale Bedeutung dieser Handlung ein sicheres Anzeichen dafür, daß er sich in einem akuten psychotischen Panikzustand befand und infolgedessen an Verfolgungswahn litt. In seiner Sichtweise befand er sich für mindestens zwei Monate vor dem Massaker in Lebensgefahr und deshalb mußte er sich in jeder Hinsicht bis auf die Zähne offensiv und defensiv bewaffnen, um Schaden von sich abzuwenden. Aus dieser Perspektive heraus war es irrelevant, ob er tausend oder zehntausend Patronen gekauft hat. Dadurch, daß er den Joker spielte, stellten die Morde einen psychotischen Versuch dar, sich gegen seinen inneren Terror zu wappnen, indem er die Quelle der Gefahr für sein Leben auf die Außenwelt projizierte.

Wenn die emotionale Bedeutung des plötzlichen Abdeckens seiner Fenster von Menschen um ihn herum als bizarrer psychotischer Akt richtig verstanden worden wäre, wäre es möglich gewesen, dieses Ereignis, und andere ähnlich gelagerte tragische Vorkommnisse, zu verhindern. (Es sei daran erinnert, daß der Massenmörder von Oslo ebenfalls seine Fenster unmittelbar vor den Morden abgedeckt hatte.) Es ist mit den derzeit zugänglichen Kenntnissen möglich, die Öffentlichkeit darin zu schulen, daß sie auf die Anzeichen im Verhalten und Symptome bei Menschen achtet, die auf derartige Gewalttaten hindeuten.

 

Was haben die Unterstützer Obamas gemeinsam?

Obama-Unterstützer sind in unterschiedlicher Ausprägung irgendwo auf der linken Seite des sozio-politischen Spektrums zu verorten. Es gibt zwei Merkmale, die alle Obama-Unterstützer gemeinsam haben. Sie gehören in der Regel zu zwei Gruppen. Die erste Gruppe identifiziert sich mit Obama als Außenseiter. Diese Gruppe blickt auf Obama auf mystische Weise als auf einen modernen Erlöser und sie umfaßt die meisten Schwarzen, die Mehrheit der jüdischen Wähler, Feministinnen, Homosexuelle und all jene, die sich emotional als „benachteiligt“ empfinden. Die zweite Gruppe sympathisiert mit den Unterdrückten aus unbewußten Schuldgefühlen und aus Mitleid. Zu dieser Gruppe gehören die meisten gutmeinenden, gutbetuchten, weißen liberalen Intellektuellen. Sie sehen Obama als denjenigen, der am besten dazu qualifiziert ist, soziale und politische Gerechtigkeit jenen zukommen zu lassen, die als „unterprivilegiert“ eingestuft wurden.

Die Unterstützung Obamas durch die erste Gruppe stammt aus einer Abwehr von unausgesprochenen Gefühlen von Rache, Groll und Verachtung gegenüber Menschen, die von den linken Medien als besser situiert gebrandmarkt werden und denen es besser geht als ihnen selbst. Diese Gruppe betrachtet sich als den Underdog und Obama wird als Verbündeter im Kampf gegen die „privilegierte“ Klasse imaginiert. Aus ihrer neurotischen Hilflosigkeit und ihrem Anspruchsdenken heraus erwarten sie von Obama, daß er den Reichtum der „Besitzenden“ an die „Besitzlosen“ „verteilt“. Die Unterstützung Obamas durch die zweite Gruppe stammt aus Schuldgefühlen und Mitleid für Menschen, von denen sie sich vorstellen, daß sie weniger Glück hatten. Diese Gefühle werden aus ihrem persönlichen Leben auf den sozialen und politischen Schauplatz verlagert. Ihre Schuldgefühle und guten Absichten verbergen ihre auf Emotionen beruhende Intoleranz gegenüber Menschen, die sie als die Herrschenden betrachten, die autoritären Magnaten unserer Gesellschaft, die sie subversiv zum Sturz bringen.

Aus biophysischer Sicht sind beide Gruppen nicht in der Lage, Gefühle der Aggression und des Hasses, die aus ihrem Kern und ihrer destruktiven mittleren Schicht stammen, direkt und offen zum Ausdruck zu bringen. Infolgedessen sehen sie Obama durch die rosa Brille als die Person, die die Welt irgendwie zu einem besseren Ort für alle machen wird. Eine Rolle, die Obama nur allzu bereit ist zu übernehmen, um seine eigene zerstörerische politische Agenda voranzubringen. Beide Gruppen von Obama-Unterstützern spielen direkt in seine Hände, d.h. heimlich für den Klassenkampf zu agitieren, indem eine Gruppe von Amerikanern gegen die andere ausgespielt wird, um Amerika zu schwächen und letztendlich als einheitliche Nation zu zerstören.

Klassenkampf zu schüren, ist seit jeher ein typisches Werkzeug von Linksradikalen, die ein Land destabilisieren wollen. Es macht nicht den geringsten Unterschied, ob sich Obama und seine Anhänger dessen bewußt sind, was sie tun, oder nicht. Ihre bewußten Absichten sind ebenfalls belanglos. Was zählt, sind die Auswirkungen ihrer Handlungen, die die amerikanische Nation spalten und die sehr zerstörerisch sind.

Blogeinträge April 2012

30. April 2012

Es sind die Menschen

Über die gesamte Geschichte der Menschheit hinweg haben Menschen gezeigt, daß sie unfähig sind sich selbst zu regieren, sondern eine Autorität brauchen, etwa einen Monarchen oder einen Kleriker, die über sie wacht und für sie sorgt. Dies gilt mehr denn je bei der heutigen anti-autoritären Transformation der westlichen Gesellschaft mit dem gesellschaftlichen Zusammenbruch autoritärer demokratischer Regierungen.

Daß die Menschen nicht in der Lage sind sich selbst zu regieren, ohne einen Führer, der alles unter sich hat, ist tatsächlich darin begründet, daß sie emotional zu verkrüppelt (gepanzert) sind und daher zur Selbstregulierung nicht fähig sind. Dieses Bedürfnis nach Zwangsregulierung wurde stets davon begleitet, daß die Menschen immer außerhalb ihrer selbst die Quelle ihrer sozialen Probleme suchten und nie nach innen schauten. Diese Tendenz, ihre persönlichen Probleme zu externalisieren, ist jetzt in der stark politisierten anti-autoritären Gesellschaft, in der die Menschen für fast jedes soziale Problem nach politischen Lösungen suchen, ausgeprägter denn je. Wegen der Unterschiede in ihren sozio-politischen Charakterstrukturen (Unterschiede im Panzer) spalten sich die Menschen in zwei ideologische Lager: die politische Linke und die politische Rechte. Infolge geben sie sich gegenseitig die Schuld für die gesellschaftlichen Probleme.

Mit dem Zerfall der autoritären Gesellschaftsordnung und dem Verschwinden von Autoritäten, auf die sich die Menschen auf lokaler Ebene stützen können, können viele nicht mehr Verantwortung für ihr eigenes Leben tragen. Dies ist der Grund für den Durchbruch von sozial destruktiven Impulsen wie krimineller Impulsivität und Hilflosigkeit in der heutigen anti-autoritären Gesellschaftsordnung. Diese soziale Situation bedingt den Bedarf nach einem Führer, der von oben regiert, ein Auge auf die Menschen hat und sich um sie kümmert. Die Situation ist reif für das Auftreten eines säkularen „Erlösers“ auf dem sozialen Schauplatz. An dieser Stelle erscheint ein kluger Politiker auf der politischen Bühne, der als Legitimation nichts anderes vorzuweisen hat als ein unbeschriebenes Blatt, auf dem die verkrüppelten Massen ihre mystische Sehnsucht projizieren können, daß man sich um sie kümmere und ihnen „Hoffnung“ gäbe. Barack Obama verspricht genau das zu tun.

Es ist nicht nur der machthungrige Politiker, der für die Zerstörung unserer großen Nation verantwortlich zu machen ist. Ebenso wichtig sind die emotional kranken Massen, die unfähig sind produktiv zu arbeiten. Bewußt oder unbewußt übertragen diese Menschen die Macht an den Politiker. Die Gruppe der Verbrecher verleiht dem Politiker Macht, indem sie die Notwendigkeit für Regulierungen von Seiten der Zentralregierung schafft, die den Markt behindern, während die Gruppe der Hilflosen dies tut, indem sie auf mystische Weise an die wundertätige Güte des Erlösers und seine Fähigkeit glaubt, für sie alles zu richten und sie zu erlösen. Die verbrecherisch verantwortungslosen und hilflosen Massen der gepanzerten Menschheit, die zu rechtschaffener Arbeit nicht in der Lage sind, sind vor allem dafür verantwortlich zu machen, daß gegenwärtig vor unseren Augen eine ganze Gesellschaft versklavt und ein sozialistischer Staat geschaffen wird.

 

Wie die politische Rechte das Unmögliche verspricht

Aus Sicht der Orgonometrie bilden beide Seiten des sozio-politischen Spektrums, die Linke und die Rechte, das Symptom des sozialen Panzers. Die Ideologie der politischen Linken ist Ausdruck grenzenloser sozialer Freiheit, während die Ideologie der politischen Rechten Ausdruck der Abwehr dagegen ist. Mit der anti-autoritären Umgestaltung der Gesellschaft und der Verlagerung des politischen Mainstreams ganz nach links von der Mitte, ist die Ideologie der Linken die dominierende destruktive soziale Kraft in der heutigen westlichen Gesellschaft. Der Geist ist aus der Flasche und es bleibt sehr wenig, was die politische Rechte an Versprechungen zu bieten hat, um dem Prozeß des gesellschaftlichen Niedergangs Einhalt zu gebieten.

Was benötigt wird, um dem Niedergang Einhalt zu gewähren, ist eine ganz andere Sicht auf und Denkweise über die Dinge; eine Weise, die weder der Linken noch der Rechten entstammt, sondern welche die biologische Gegebenheit des menschlichen Panzers berücksichtigt, der die sozialen und politischen Probleme der Menschheit verursacht.

 

Hat der Mensch, insbesondere der Mann, ein tiefverwurzeltes Bedürfnis gewalttätig zu sein?

Es gibt kein tiefverwurzeltes, intrinsisches Bedürfnis des Menschen, ob Mann oder Frau, gewalttätig zu sein. Der Ursprung von gewalttätigem Verhalten findet sich in der frühen Entwicklung beim Säugling und Kind, wenn natürliche emotionale Bedürfnisse, die gutartig und nicht destruktiv sind, nicht befriedigt werden, sondern stattdessen chronisch frustriert, d.h. von den Menschen in der Umwelt durchkreuzt werden, insbesondere von den Eltern. Die Hinwendung zur Welt, die Emotionen des Säuglings und des Kindes, wandeln sich in Wut um, die als zügelloses Verhalten und Gewalt zum Ausdruck kommt. Obwohl die Form der Gewalt bei Männern und Frauen oft unterschiedlich ist (die Gewalt von Männern ist in der Regel körperlich, während die Gewalt von Frauen in der Regel emotional ist), ist der zerstörerische Effekt der gleiche.

Kinder, deren emotionale Bedürfnisse während ihrer Entwicklung, von der Geburt bis zum Jugendalter, befriedigt werden, entwickeln keine Gewaltbereitschaft, egal wieviel Gewalt sie in der Umwelt erleben. Umgekehrt werden Kinder, deren emotionale Bedürfnisse während ihrer Entwicklung frustriert wurden, immer anfällig für destruktives Verhalten in der einen oder anderen Form sein, auch wenn sie nie gewalttätigen Szenen in den Medien ausgesetzt gewesen waren. Ihr destruktives Verhalten werden sie an ihre eigenen Nachkommen weitergeben durch die gleiche Art von emotionaler Mißhandlung, die ihnen zuteil geworden ist. Auf diese Weise setzt sich die menschliche Destruktivität von Generation zu Generation fort.

Dieses Material wird im Detail in meinem Buch The Emotional Plague: The Root of Human Evil ausgebreitet.

 

Die politische Rechte ist für die Linke kein ernstzunehmender Gegner

In der Regel können diejenigen, die auf der rechten Seite stehen, nicht effektiv mit ihren radikalen Gegnern auf der linken Seite umgehen, denn sie haben keinen wissenschaftlichen Zugang, um die Vorgehensweise des emotionell pestkranken Charakters zu verstehen. Auch sind sie selbst zu anständig, um glauben zu können, daß Radikale tatsächlich die Absicht verfolgen, Amerika in einen sozialistischen Staat umzuwandeln.

Menschen auf der Rechten sind oft positiv eingenommen, wenn die Linke von Demokratie, Gleichheit, Gerechtigkeit usw. spricht, weil sie ihren eigenen Sinn für Anstand auf diese projizieren. Der radikalen Linken einen Vertrauensbonus zu einzuräumen, ist ein tödlicher Fehler. Es ist eine Wahrnehmungsverzerrung, eine Manifestation des Augenpanzers. Tatsächlich dienen die Ideen der Radikalen nur als Schutzschirm, der die Destruktivität ihrer zugrundeliegenden politischen Agenda verbergen soll. Ohne die Existenz der sekundären destruktiven Schicht der gepanzerten Menschen zu erkennen und ohne zu begreifen, daß emotionell pestkranke Charaktere vollständig vom Haß getrieben werden, der in dieser Schicht enthalten ist, ist es nicht möglich, die heimtückische Boshaftigkeit von radikalen Linken richtig einzuschätzen.

Pestkranke können die Freiheit und die Unzulänglichkeiten, die mit der amerikanischen Gesellschaft einhergehen, einfach nicht ertragen. Diese Unvollkommenheiten werden benutzt, um begründen zu können, warum sie das Leben der Amerikaner kontrollieren müssen, um diese Nation in eine „perfekte“ Welt umzuwandeln; eine Welt, die in Wirklichkeit so eingerichtet wird, daß sie zu ihren eigenen vorgezeichneten bösen Neigungen paßt.

 

Teile und herrsche: Die Emotionelle Pest am Werk

Der emotionell pestkranke Politiker wird alles und jedes versprechen, um politische Macht über Menschen zu erlangen. Einmal an der Macht, wird er seine Versprechen brechen und alles tun, was zur Durchführung seiner destruktiven gesellschaftlichen Agenda notwendig ist. Beispielsweise versprach Barack Obama den Amerikanern bevor er 2008 zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt wurde, daß er die verschiedenen Lager, die Amerika auseinanderreissen, wieder zusammenführen werde. Seit seiner Wahl hat Obama konsequent genau das Gegenteil getan. Er hat bewußt soziale Uneinigkeit hervorgerufen, Amerikaner gegeneinander aufgebracht und die politische Polarisierung in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens verschärft.

Oben auf seiner Liste der Gruppen, die auf diese Weise voneinander entfremdet werden, sind die „Besitzenden“ und die „Habenichtse“. Diese Art Uneinigkeit zwischen Menschen zu stiften, ist typisch für die Vorgehensweise der Emotionellen Pest. Sie ist darauf gerichtet, Verwirrung in den Köpfen zu erzeugen („Von welchen Gruppen reden wir?“) und des weiteren eine Rationalisierung zu bieten für das Recht der Regierung, mit Gesetzen in den freien Markt einzugreifen und Reichtum und Macht von einer Gruppe, die willkürlich als „die Reichen“ gekennzeichnet wird, zu einer anderen Gruppe zu verlagern, „die Armen“, die im übrigen auch diejenigen umfaßt, die derzeit an der politischen Macht sind. All dies wird verschleiert mit Verweis auf faire Steuern, soziale Gerechtigkeit und die Sorge um „das Volk“.

Diese Rationalisierungen sollen für die politische Unterstützung von Seiten der ahnungslosen Wählerschaft sorgen, von der ein Gutteil aufgrund ihrer bereits vorhandenen gepanzerten Wahrnehmungsstruktur ehrlich an die Wahrheit dieser hehren Ideale glaubt und gedankenlos folgt. Dadurch entsteht eine ideologische Allianz zwischen dem machthungrigen Politiker und der Masse von wohlmeinenden Menschen, die nicht ahnen, was vor sich geht.

 

Die Probleme, die Menschen beim Erkennen der Emotionellen Pest haben

Die Unfähigkeit der Menschen, die Existenz der Emotionellen Pest als medizinische sehr zerstörerische und ansteckende Krankheit zu erkennen, ist mit der Tatsache verbunden, daß derzeit die Wissenschaft nichts über die bio-emotionalen Kräfte weiß, die die menschliche Gesellschaft beherrschen.

Es muß zur Kenntnis genommen und verstanden werden, daß Unterschiede im menschlichen Panzer Unterschiede in der Art bedingen, wie die Emotionelle Pest wahrgenommen bzw. verkannt wird. Diese Unterschiede korrespondieren gemeinhin mit den Mustern des jeweiligen Panzers der Menschen auf der linken Seite und der rechten Seite des sozio-politischen Spektrums. Diejenigen auf der linken Seite (Liberale) leben hauptsächlich in der oberflächlichen Schicht oder Fassade. Für sie ist die Idee der Emotionellen Pest ohne Bedeutung, weil die Funktion der Fassade des Liberalen in der Abwehr der Wahrnehmung ihrer destruktiven, mittleren Schicht besteht (aus der die Emotionelle Pest stammt). Deshalb scheint es die Pest für sie nicht zu geben. (Die Blindheit des Liberalen gegenüber der Pest ist zum Teil der Grund dafür, warum die Liberalen ein wirksames Instrument sind, das radikale Linke in der Hand haben, um ihre destruktive gesellschaftliche Agenda durchzusetzen.) Die auf der rechten Seite (Konservative) haben einen besseren Kontakt zu ihrer mittleren Schicht und zu ihrem Kern. Für Konservative ist die Vorstellung von einer Emotionellen Pest real, aber sie wird in einer verzerrten Form wahrgenommen. Sie sehen die Pest nicht als echte medizinische Krankheit, sondern als ein moralisches Versagen des Menschen. Sie denken hier in Begriffen von „gutem“ und „bösem“ menschlichen Verhalten und daß die Krankheit durch rationale politische Dialoge bewältigt werden kann. Allerdings ist die Pest weder gut noch böse. Ihr kann mit politischen Mitteln nicht Einhalt geboten werden. Wie jede andere medizinische Erkrankung ist die Pest in die biophysische Struktur der emotionell pestkranken Menschen eingebettet. Je weiter sie rechts vom Zentrum angesiedelt sind, desto selbstgerechter und irrationaler sind ihre Gedanken über die Pest. Diese Betrachtungsweise der Pest ist aus therapeutischer Sicht wertlos, da ein moralistischer bzw. voreingenommener Ansatz bei der Bekämpfung einer ansteckenden Erkrankung vollkommen unbrauchbar ist. (Es erinnert an die fürchterlich irrationale Art und Weise, in der einige Infektionskrankheiten, wie etwa Lepra, Syphilis und die Beulenpest, vor der modernen Medizinära behandelt wurden.)

Die Menschheit kann die Emotionelle Pest unmöglich in den Griff bekommen und sie als eine tödliche Krankheit erkennen, da die Menschen ihr Panzer davon abhält, ohne Verzerrung Probleme in ihren individuellen und sozialen Leben zu sehen und über sie nachzudenken. Deshalb wird die Krankheit ein Geheimnis bleiben und weiterhin die Gesellschaft verwüsten, bis eine ausreichende Anzahl qualifizierter Sozialwissenschaftler auf der Bühne erscheinen, die einen unvoreingenommenen Blick auf sich selbst werfen und die Emotionelle Pest als eine echte medizinische Krankheit behandeln können.

 

Die Quelle der Popularität von Barack Obama

Die Menschen sind Quelle der Popularität eines Politikers. Eine Frage, die nicht gestellt wird, lautet, wie ein Individuum wie Barack Obama, der als Präsident der Vereinigten Staaten in fast allen Bereichen so schlecht abgeschnitten hat, eine derartig enorme Popularität genießen kann, die bis zu dem Punkt geht, daß er tatsächlich eine gute Chance hat, für eine zweite Amtszeit wiedergewählt zu werden.

Um diese Frage beantworten zu können, muß man zunächst wissen, aus welcher Schicht ihrer bio-psychischen Struktur heraus sich die Menschen zu Obama hingezogen fühlen: aus der oberflächlichen Schicht bzw. Fassade, aus der destruktiven mittleren Schicht oder aus dem biologischen Kern. Die meisten Schwarzen (98 %) haben 2008 für Obama gestimmt. Viele von ihnen taten dies, weil sie sich als Schwarze mit ihm identifizierten. Für sie war Obamas „Schwarzheit“, nicht seine politischen Vorstellungen, das ausschlaggebende Hauptunterscheidungsmerkmal. Diese Gruppe wurde aus der oberflächlichen Schicht ihrer bio-psychischen Struktur heraus von Obama angezogen.

Mit der anti-autoritären Transformation der Gesellschaft gab es einen Durchbruch der Emotionellen Pest und eine Verschiebung hin zur linken Seite des politischen Mainstream, als die linke Ideologie die dominierende Antriebskraft hinter gesellschaftspolitischen Aktivitäten im Westen wurde. Infolgedessen wurden viele unterschiedliche Gruppen aller Klassen, einschließlich weißer und schwarzer linker Ideologen, insbesondere aus den Medien, sowie weitere Menschen, die irgendwie den Glauben hegten, die Regierung habe sich um sie zu kümmern, in eine politische Bewegung unter der Führung des Erlöser-Kandidaten Obama zusammengeführt, die auf der vagen Plattform „Wandel“ beruhte. Eine Umfrage der Washington Post und von ABC zeigt mit einem Verhältnis von 2 zu 1, daß der Präsident „freundlicher und sympathischer“ als Mitt Romney sei. Diese Anziehungskraft, die Obama auf die Gruppen ausübt, stammt aus der oberflächlichen Schicht und aus der mächtigen destruktiven mittleren Schicht ihrer bio-psychischen Struktur.

Obama und die meisten, wenn nicht alle seine Anhänger, haben daher Kontakt mit einander durch ihre oberflächliche und ihre mittlere Schicht. In der heutigen anti-autoritären Gesellschaft wurde der biologische Kern des Menschen beinahe vollständig aus dem sozialen Leben verband, so daß nur die oberflächliche Schicht und die destruktive mittlere Schicht übrigblieben, um die gesellschaftlichen Prozesse zu bestimmen. Wie lange kann eine Gesellschaft bestehenbleiben, die absolut keinen unverzerrten Kontakt mit den biologischen Kernfunktionen von Arbeit und Liebe hat, die sie erhalten?

 

Das übliche Verständnis von „Charakter“ reicht nicht aus

In dem jüngst im Wall Street Journal erschienenen Artikel „America’s Crisis of Character“ (21.-22. April 2012) zitiert die konservative Kolumnistin Peggy Noonan die Gallup-Umfrage dieser Woche, der zufolge nur 24% der Amerikaner das Gefühl haben, daß die Nation auf dem richtigen Weg sei. Sie führt die Unzufriedenheit auf den allgegenwärtigen kulturellen Niedergang zurück, der in allen Bereichen des amerikanischen Lebens evident wird. Sie ist „über den amerikanischen Charakter besorgt – wer wir sind und was für eine Art von Erwachsenen wir hervorbringen“.

Diese Verwendung des Begriffs „Charakter“ ist typisch für Konservative und leider auf diese Weise mit stark abwertenden und moralischen Untertönen überfrachtet (d.h. „guter“ gegen „böser“ Charakter) und daher nicht sehr hilfreich, wenn es darum geht, die Quelle der gesellschaftlichen Probleme auszumachen und zu handhaben.

Es gibt nunmehr eine wirkliche Wissenschaft vom Charakter. Zuerst von Wilhelm Reich entdeckt und von Elsworth Baker in den sozialen und politischen Bereich hinein erweitert, kann die Charakterologie auf dramatische Art und Weise den Menschen dabei helfen, die heutige soziale Destruktivität effektiv zu bewältigen. Reich hat den Charakter funktionell beschrieben als die stereotype Weise, in der das Individuum in allen Situationen (einschließlich sozialen und politischen) handelt und reagiert. Die primäre Funktion des Charakters (des Panzers) ist es, das Individuum von der Wahrnehmung unangenehmer und inakzeptabler Emotionen und Sensationen zu schützen. Ein funktionelles Verständnis des Charakters kann entscheidend sein, um sagen zu können, wie sich eine Person in einer bestimmten sozialen Situation verhalten wird.

Unsere anti-autoritäre Gesellschaft und die zahlreichen Arten von triebhaften und anti-sozialen Charaktertypen, die derzeit die soziale Landschaft übersäen, sind Ergebnis des Zerfalls der traditionellen autoritären Familie. Das heutige anti-soziale Verhalten, das Frau Noonan in ihrem Artikel beschreibt, ist direkte Folge dieses Zusammenbruchs. Ohne Verständnis der Funktion des Charakterpanzers und der anti-autoritären Transformation der Gesellschaft, in der wir leben, bleiben alle Versuche, das Geschehen in unserer Gesellschaft zu verstehen, zwangsläufig sinnlos. Das einzige, was die politische Rechte erreichen kann, ist es, den sozialen Niedergang in den Sozialismus zu verzögern. Sie kann nichts tun, um ihn aufzuhalten oder umzukehren.

 

Die Rolle des Panzers bei Sprechstörungen

Die mechanistische Neurologie führt die Sprachfunktion irrigerweise ausschließlich auf bestimmte lokale Bereiche im Gehirn zurück, die sogenannten Sprachzentren in der Großhirnrinde. Aus Perspektive des Funktionalismus verstehen wir es jedoch so, daß diese Sprachzentren nur die Funktion haben, jene Impulse zu integrieren, welche ins Gehirn gelangen und es umgekehrt wieder in Richtung Geweben und Organen verlassen, die im Brust-, im Hals- und im Mundsegment liegen und mit der Sprachfunktion verknüpft sind.

Sigmund Freud, der, bevor er die Psychoanalyse ins Leben rief, ein hochqualifizierter und angesehener Neurologe war, kam zu dem gleichen Schluß als Ergebnis seiner Untersuchungen der Pathophysiologie des Gehirns von Patienten mit Aphasie. Im Gegensatz zu dem, was damals bei Neurologen gängige Meinung war, zeigte er, daß einzelne Wörter nicht im Gehirn lokalisiert werden können. Am Ende seiner Monographie Zur Auffassung der Aphasien, die er 1891 geschrieben hatte, führt er aus:

Es scheint uns nun, daß hierbei die Bedeutung des Momentes der [Sprach-] Lokalisation für die Aphasie überschätzt worden ist, und daß wir recht daran tun werden, uns wiederum um die Funktionsbedingungen des Sprachapparates zu bekümmern.

Freud hatte sich zunächst wissenschaftlich vergewissern müssen, daß der mechanistische Ansatz hinsichtlich der Psychologie des Sprechens unzulänglich ist, bevor er der Welt die Psychoanalyse und das freie Assoziieren vorstellen konnte. Die Bedeutung dieses wichtigen Beitrags Freuds zur Geschichte der Wissenschaft wird von allen übersehen.

Der nächste wichtige Schritt im Verständnis von Störungen der Sprachfunktion kam aus dem Bereich der Pathologie. Die klinische Erfahrung mit Patienten in medizinischer Orgontherapie, die bestimmte Sprechstörungen wie beispielsweise spasmodische Dysphonie haben oder unter Stottern leiden, ergab, daß, wenn der muskuläre Panzer in den Segmenten, die beim Sprechen beteiligt sind, durch Ausdruck der Wut, die in diesen Muskeln gehalten wurde, während der Therapie beseitigt wird, die Sprechstörung dauerhaft verschwand. Somit wurde das Vorliegen eines Körperpanzers als ein wichtiger Faktor beim Hervorrufen dieser Symptome dingfest gemacht.

Deshalb muß die Integration im Gehirn von Organempfindungen des Sprechapparats, aus jeweils dem Brust- (Atmung), dem Hals- (Vokalisation), dem Mund- (Artikulation) und dem Augen- (Verständnis) Segment, die Quelle der Sprachfunktion sein. Der Panzer führt zu einer Störung in der Integration dieser Organempfindungen.

Man fühlt sich an den Film The King‘s Speech erinnert, welcher auf korrekte Weise einen Stotterer beschreibt, der eindeutig so dargestellt wird, als habe er einen starken oralen Panzer und einen starken Halspanzer. Wenn er zornig gemacht wird, verschwindet sein Stottern vorübergehend. Die Entladung der Gefühlsenergie, die den Ausdruck der Wut begleitet, die in den gepanzerten Artikulationsorganen gebunden ist (Stimmbänder, Gesichtsmuskeln, Zunge, etc.), beseitigt vorübergehend das Sprechproblem.

 

Um die Biologie zu verstehen, ist funktionelles Denken notwendig

Mechanistisches Denken in der Biologie erklärt stets einen sekundären oder tertiären biologischen Prozeß zum wichtigsten Faktor. Man betrachte nur die neueste „Entdeckung“ in der Biologie, derzufolge ein einzelnes Molekül, das Hormon Oxytocin, den Mittelpunkt unseres sittlichen Lebens darstellt. In seinem neuen Buch The Moral Molecule behauptet Paul J. Zak, daß das Vorhandensein oder das Fehlen dieses Moleküls im Blut der Grund dafür sei, daß einige Leute fürsorglich und großzügig sind, andere grausam und gierig. Typisch für die Denkweise der Mechanisten fährt er in mystischer Weise mit dem Vorschlag fort, daß diese neue Wissenschaft der Sittlichkeit angewandt werden könne, um eine tugendhafte Gesellschaft zu schaffen. Er schreibt:

Wenn Sie die Zutaten zu einer Endlosschleife finden, die durch Rückkoppelung etwas erzeugt, was als Kreislauf der Sittlichkeit – letztlich eine sittlichere Gesellschaft – bezeichnet werden könnte, bekommen sie eine Vorstellung. (Paul J. Zak: „The Truest Molecule“, The Wall Street Journal, 28.-29. April 2012)

Diese Art des Denkens über biologische Prozesse ist geradezu zerstörerisch, nicht nur, weil es nirgends hinführt, sondern auch, weil es mehr mystische Verzerrungen und Verwirrung in der Biologie hervorruft. Es ist eine weitere Manifestation der Emotionellen Pest in der Naturwissenschaft.

Aus funktionell-energetischer Sicht pulsieren alle lebenden Organismen. Ihre biologische Orgonenergie expandiert bei angenehmen Reizen zur Welt hin und sie zieht sich bei schmerzhaften oder schädlichen Reizen von der Welt zurück. Pulsation ist eine primäre biologische Funktion und ist strukturell im plasmatischen System verankert, das das vegetative Nervensystem, das Blutgefäßsystem, das endokrine System und das Immunsystem des Organismus umfaßt. Diese Systeme sind für die Aufrechterhaltung aller lebensnotwendigen Funktionen des Organismus verantwortlich. Es ist wahr, daß bei Funktionen, die expansive oder angenehme Aktivitäten des Organismus umfassen, das Hormon Oxytocin erhöht ist, allerdings ist die expansive Funktion der biologischen Orgonenergie das Primäre und bestimmt entsprechend den Oxytocin-Blutspiegel. Eine sekundäre Funktion wie Oxytocin zu nehmen und ihr eine primäre Bedeutung zuzuschreiben, soll verhindern, daß die primären orgonotischen Funktionen als Grundlage des Lebens anerkannt werden.

Blogeinträge Februar 2012

27. Februar 2012

Das Porträt eines politischen Halbgotts

Laut dem Random House Dictionary ist ein Halbgott mehr als ein bloßer Mensch. Er ist ein vergöttlichter Sterblicher. Viele Politiker scheinen Halbgötter zu sein, solange sie sich für ein öffentliches Amt bewerben, aber sobald die Wahl vorbei ist, hören sie auf sich so zu benehmen, egal ob sie gewonnen oder verloren haben. Hingegen findet sich beim echten politischen Halbgott eine Zusammenstellung dauerhafter Merkmale, die einzigartig ist:

  1. Es gibt bei ihm keine Geschichte einer stabilen und beständigen Arbeitsfunktion vor dem Eintritt in die Politik.
  2. Politik ist ein Ersatz für wirkliche Arbeit.
  3. Seine politische Mission ist vollkommen eigennützig auf seine bereits bestehende ideologische Weltsicht ausgerichtet.
  4. Vorrangig sind sein Haß auf die etablierte Weltordnung und sein Bedürfnis, sie mit grandiosen Plänen eines Himmels auf Erden zu ändern.
  5. Er ist von der Unfehlbarkeit seines Glaubenssystems überzeugt.
  6. Der Erfolg seiner Kampagne basiert darauf, daß er den Wählern alles und jedes verspricht, einzig und allein um Macht über sie auszuüben.

Diese Strategie wurde entworfen, um die starke Identifizierung des Halbgotts mit den Wählern zu zementieren. Nachdem er mit dieser Strategie Erfolg hat, erreicht der Halbgott einen gottähnlichen Status. In den Augen der Bevölkerung kann er nichts falsch machen. Halbgötter tauchen auf beiden Seiten des politischen Spektrums auf. In der heutigen anti-autoritären Gesellschaft mit der deutlichen Verschiebung des politischen Mainstreams nach links von der Mitte, ist es wahrscheinlicher, daß Halbgötter von der politischen Linken her erscheinen. Barack Obama ist ein aktuelles Beispiel für das Auftreten eines Halbgottes, der von der politischen Linken her kommt.

Bevor er in die Politik ging, wählte Obama eine Arbeit als politischer Aktivist. Laut seiner Frau Michelle war Obama ein Gemeindeaktivist, der erkundete, inwiefern Politik zur Durchsetzung von [sozialen] Veränderungen brauchbar sei. „Die Lösung für jedes Problem“, so ein Journalist, der Obamas Projekte untersuchte, „war die Verteilung staatlicher Mittel.“ Bis er 1996 Vollzeitparlamentarier wurde, lag Obamas Arbeitsschwerpunkt bei ACORN, der größten radikalen Organisation in den Vereinigten Staaten. Sein Glaubenssystem ist unfehlbar, da es vollständig aus seinem hochentwickelten Intellekt hervorgeht. Auf dem Höhepunkt seiner Wahlkampagne verkündete er: „Wir sind diejenigen, auf die wir gewartet haben.“ Kurz vor seinem Eintritt in das Weiße Haus sagte er in einem Augenblick des Freimuts: „Wir stehen fünf Tage vor einer grundlegenden Umwandelung der Vereinigten Staaten von Amerika.“ Während seiner Wahlkampagne appellierte er an die Wählerschaft in ihrer Gesamtheit und versprach, daß, werde er zum Präsidenten gewählt, er der politischen Spaltung, die Amerika zerreißt, endlich ein Ende setzen werde. Nachdem er gewählt war, tat er jedoch genau das Gegenteil. Sogleich ging er daran, dem amerikanischen Volk seine sozialistische Gesundheitsagenda (Obama Care) aufzuzwingen (die, wie er später sagte, nur zum Wohle aller sei) und die Macht und die Finanzkraft der Zentralregierung auf Kosten des Privatsektors dramatisch zu vergrößern.

Auf internationaler Ebene stellt er seine offene Verachtung für die amerikanische Politik und generell für das hart arbeitende, anständige amerikanische Volk zur Schau. Ergebnis dieser Haltung ist eine Zurechtweisung der Amerikaner. Als Taktik der Emotionellen Pest ist es ein Versuch, unbewußte Schuldgefühle und eine Lähmung hervorzurufen und den Amerikanern das Gefühl zu vermitteln, daß, was auch immer sie auch tun, es irgendwie falsch ist. Ihm zufolge haben die Amerikaner ihre Gepflogenheiten zu ändern. Wenn sie ihm doch nur folgen würden, denn Präsident Obama sei als einziger in der Lage die Amerikaner von den bösen Taten ihrer Vergangenheit zu erlösen. Er ist auch als einziger in der Lage, allen Amerikanern die Illusion wirtschaftlicher Sicherheit zu vermitteln, während er sie zur gleichen Zeit immer abhängiger macht und unter die Kontrolle der Zentralregierung stellt, der Leute wie er vorstehen.

Das Problem, dem wie gegenüberstehen, ist nicht der politische Halbgott. Es ist die Hilflosigkeit der gepanzerten Menschen, die es Halbgöttern ermöglicht, regelmäßig auf dem sozialen Schauplatz zu erscheinen. Das politische Zusammenwirken des Halbgottes mit hilflosen, sozial abhängigen Menschen, die emotional den Kontakt mit sich selbst verloren haben, ermöglicht es dem Halbgott zu existieren.

 

Was ist falsch an der Denkweise der Teenager?

In einem kürzlich im Wall Street Journal (28.-29. Jan., 2012) erschienenen Artikel mit dem Titel „What’s Wrong With The Teenage Mind?“ schreibt Alison Gopnik, Professor für Psychologie an der University of California, Berkeley, viele der Probleme, die heutige Jugendliche mit der Bewältigung der Welt haben, dem Gehirn der Jugendlichen zu. Frau Gopnik versucht das Verhalten von Teenagern mittels lokalisierter Nervenbahnen im Gehirn zu verstehen, etwa „Belohnungszentren“ und „Kontrolsystemen“, die bestimmten Verhaltensfunktionen zugrundeliegen.

Daß das Gehirn im Verhalten der Teenager eine Rolle spielt und die Interaktion zwischen dem Teenager und seiner Umwelt für die Art des zur Schau gestellten Verhaltens wichtig ist, ist selbstverständlich. Diese Aussagen über das Gehirn reichen jedoch nicht aus, um das erratische, dysfunktionale Verhalten von vielen Jugendlichen heute zu erklären.

Was unerwähnt bleibt, ist die Wirkung der dramatischen Veränderungen, die mit der Umwandlung der westlichen Gesellschaft von autoritär zu anti-autoritär einhergegangen sind, und die Wirkung des damit verbundenen mechano-mystischen Weltbildes auf das Leben der Menschen, insbesondere aber auf das der Jugendlichen. Der Zusammenbruch der alten autoritären Gesellschaftsordnung und ihrer Untermauerung, der auf Sexualunterdrückung beruhenden autoritären Familie, führte zu einer Gesellschaftsordnung, die sogar noch lebensfeindlicher ist als ihr Vorgänger. Verschlimmert wird die Sache dadurch, daß alles, was die Psychiatrie in der Vergangenheit mühsam zusammengetragen hatte, einschließlich der Erkenntnisse über die psycho-sexuelle Entwicklung des Menschen (deren Störung für einen Gutteil dessen verantwortlich ist, was Jugendliche heute bedrängt), komplett aus der Praxis der Psychiatrie eliminiert worden ist.

In der Tat ist die psychiatrische Praxis von heute zum Zustand von vor 100 Jahren regrediert, als die subjektive Funktionsweise des Geistes eins zu eins mit der objektiven Funktionsweise von bestimmten Hirnarealen gleichgesetzt wurde. Die moderne Psychiatrie ist weiter davon entfernt, die Probleme der Jugendlichen zu verstehen, als sie es damals war. Unterdessen hat sich, dank unserer anti-autoritären Gesellschaftsordnung, der Level an Sozialpathologie, der bei allen, auch bei den Jugendlichen, evident wird, mehr denn je zugespitzt. Diese gesellschaftlichen Entwicklungen können nur als eine direkte Folge des höheren Niveaus an emotionell pestkranker Aktivität in der Welt von heute verstanden werden.

 

Warum es notwendig ist, die Emotionelle Pest als medizinische Krankheit in den Griff zu bekommen

Die Emotionelle Pest wird als zerstörerisches menschliches Verhalten auf dem sozialen Schauplatz definiert. Oft begegne ich Leuten, die fragen, warum es notwendig sei, den Begriff „Emotionelle Pest“ zu benutzen, wenn wir destruktives Verhalten bei Menschen sehen. Da sich die Pest überall manifestiert, warum sie nicht „menschliche Destruktivität“ nennen und es dabei bewenden lassen? Meine Antwort lautet, daß anders als beim Verhalten von gewöhnlichen Neurotikern, das emotionell pestkranke Individuum den Ausdruck des Lebens in anderen nicht tolerieren kann. Wegen dieser Intoleranz ist sein Verhalten darauf ausgerichtet, das Leben anderer auf die eine oder andere Weise zu zerstören. Das Element der Ansteckungsgefahr versetzt die Emotionelle Pest direkt in den Bereich der Medizin als einer legitimen Infektionskrankheit. Daher muß die Pest wie jede andere Infektionskrankheit medizinisch verstanden und behandelt werden.

Stellen Sie sich als Analogie ein Gespräch mit jemandem aus dem 15. Jahrhundert vor, einer Zeit, als ein Drittel der europäischen Bevölkerung durch die Pest ausgerottet wurde, und Sie ihm mitteilen, daß die Krankheit durch einen unsichtbaren Organismus verursacht wird, der in einem Floh lebt, der auf einer Ratte lebt, und die einzige Möglichkeit, die Krankheit auszurotten, sei das Befolgen sanitärer Hygienemaßnahmen. Der Betreffende hätte nicht verstehen können, was da gesagt wird. Das ist die gleiche Situation, die heute gegeben ist, weil die Emotionelle Pest nicht erkannt wird. Wird sie als ernste Gefahr für Menschenleben genannt, begegnen einem Unverständnis und Unglauben. Die heutigen Menschen leben im gleichen Zustand der Unwissenheit und tappen hinsichtlich ihrer Lebensfunktionen, sowohl den gesunden als auch den pathologischen, einschließlich der Emotionellen Pest, genauso im Dunkeln wie im 18. Jahrhundert, als die medizinische Pathologie noch nicht die Quellen von Infektionskrankheiten entdeckt hatte.

 

Eine arbeitsdemokratische Organisation

In einer arbeitsdemokratischen Organisation regeln die natürlichen und systemimmanenten rationalen Beziehungen zwischen Menschen den Arbeitsprozeß. Seit seiner Gründung im Jahr 1968 hat das American College of Orgonomy als arbeitsdemokratische Organisation funktioniert. Im Gegensatz zu formalen Organisationen, die dem Prinzip der zwanghaften Arbeit unterliegen, ist die Beteiligung einer Person an einer arbeitsdemokratischen Organisation vollkommen freiwillig und wird getragen von der Kapazität eine Arbeit zu leisten, die für das Überleben der Unternehmung von vitaler Bedeutung ist.

Gesunde Arbeit stammt aus dem biologischen Kern und wird, vom Panzer unverzerrt, durch die Peripherie ausgedrückt. Sie ist rational, konstruktiv und wird vom Arbeitenden als angenehm empfunden. Es war in der Geschichte des College typisch, daß sobald eine bestimmte Arbeitsfunktion eines Mitgliedes aus welchem Grund auch immer sich zu verschlechtern begann, es aus eigenem Antrieb den Kontakt mit der Organisation verlor. Die Verschlechterung erfolgt in der Regel in Form einer mechanistischen oder mystischen Verzerrung, die sich als Rigidität der ursprünglichen Arbeitsfunktion manifestiert. Dies ist ein deutliches Zeichen, daß die sekundäre destruktive Schicht (der Panzer) des Mitglieds die Fähigkeit zur Arbeit behindert. Später kommt häufig heraus, daß das Mitglied oder die Mitglieder, die gehen, persönliche Gründe hatten, mit denen sie ihr Weggehen rechtfertigen, etwa daß sie besser verstehen, wie sich das College entwickeln soll, oder daß sie eine höhere Vision haben, die sich die Organisation hätte zu eignen machen sollen. Der Grund für ihr Gehen kommt immer erst zum Vorschein, nachdem sie gegangen sind, nie vorher.

Oft fragen mich Leute, warum diese oder jene Person das College verlassen hat. Die Antwort ist in fast allen Fällen die gleiche. Es ist Ergebnis des Zusammenruchs der spezifischen Arbeitsfunktion des Betreffenden innerhalb des College. Es ist in erster Linie die rationale Arbeitsfunktion der Mitglieder des College, die ihre Fähigkeit stärkt, mit anderen zusammenzuarbeiten und produktiv tätig zu sein.

 

Zwei Möglichkeiten die Wissenschaft der Orgonomie zu zerstören

Gepanzerte Menschen verfügen über zwei Möglichkeiten der Selbsterkenntnis, die die Wissenschaft der Orgonomie bringen kann, zu entgehen. Die erste Methode, offene Unterdrückung, wurde normalerweise vor 1960 verwendet, als die autoritäre Gesellschaftsordnung noch intakt war. Diese Methode beinhaltete zum Teil direkte Angriffe auf Wilhelm Reich und seine Mitarbeiter durch das wissenschaftliche Establishment, die schließlich darin mündeten, daß der große Wissenschaftler im Gefängnis starb und seine Bücher öffentlich verbrannt wurden.

In der heutigen anti-autoritären Gesellschaftsordnung ist fast alles erlaubt. Offene Unterdrückung ist nun nicht mehr notwendig. Sie wurde ersetzt durch eine humanere, „aufgeklärte“ Methode. In Bezug auf psychiatrische Therapien ist jede denkbare Art von Behandlung zulässig und gleichberechtigt, unabhängig von ihrer Wirksamkeit. Das bedeutet, daß sogar die Wissenschaft der Orgonomie und die medizinische Orgontherapie jetzt erlaubt und neben alles mögliche andere gestellt werden können. Diese Betrachtungsweise führt zur Degradierung der Einzigartigkeit der Wissenschaft der Orgonomie und ihrer Therapie, der medizinischen Orgontherapie. Infolgedessen hinterläßt eine Präsentation über die medizinische Orgontherapie bei den meisten Menschen, die nichts von ihr wissen, zwangsläufig das Gefühl, daß sie nichts besonderes ist.

Die Einzigartigkeit der medizinischen Orgontherapie, verabreicht durch einen qualifizierten medizinischen Orgontherapeuten, hat mit ihren qualitativen Unterschieden zu allen anderen Therapieformen zu tun, sowohl was die Vorgehensweise als auch die Ergebnisse der Therapie betrifft. Diese Unterschiede können nicht ausreichend in Worte gefaßt werden. Sie müssen erfahren werden, um verstanden werden zu können.

 

Amerika und Rußland im 21. Jahrhundert

1991 wurde die Kommunistische Partei in Rußland verboten und die Sowjetunion hörte auf zu existieren. Seit dieser Zeit hat Rußland mit seiner kommunistischen Vergangenheit gerungen, um den Schrecken von 70 Jahren totalitärer Herrschaft hinter sich zu lassen. Mit der Wahl von Barack Obama zum Präsidenten der Vereinigten Staaten und zahlreicher hochrangiger sich als echte Liberale ausgebender linker Politiker in den Congress 2008 befindet sich Amerika gerade dabei, kopfüber in die Rolle eines kommunistischen Staates abzugleiten. Die Lage ist noch erschreckender, wenn man bedenkt, daß Amerika unter Ronald Reagan als Präsident das Land war, das nur zwei Jahrzehnte zuvor weitgehend die Verantwortung dafür trug, das sowjetische Regime zu Fall zu bringen. Heute ist Amerika nicht nur völlig wehrlos gegenüber der kommunistischen Bedrohung, sondern steht darüber hinaus in Gefahr selbst zu einem kommunistischen Staat zu werden, ähnlich der früheren Sowjetunion. Wie konnte das geschehen?

Das konventionelle Denken findet keinen Zugang zu der Frage, warum diese gegensätzlichen Strömungen in den beiden Ländern auftreten. Das Phänomen hat mit der hochansteckenden Natur der Emotionellen Pest zu tun: emotionell pestkranken Individuen auf der einen Seite und die emotionale Krankheit der Menschen, die die Pestkranken politisch ausnutzen können, auf der anderen Seite. Die emotionale Krankheit des Menschen umfaßt das Segment der amerikanischen Bevölkerung, das nicht in der Lage ist zu arbeiten und für das eigene wirtschaftliche Überleben Verantwortung zu tragen. Daß ihre Unfähigkeit zu arbeiten, eine echte Krankheit ist, zeigt die Tatsache, daß in Amerika die Möglichkeit zu arbeiten und Erfolg zu haben für jeden leicht zugänglich ist, der bereit ist, die erforderlichen Anstrengungen auf sich zu nehmen. Emotionell pestkranke Individuen, in der Person von linksgerichteten Politikern, versprechen, daß sie diejenigen sind, die sich um die Menschen kümmern. Mittels sozialistischer Gesetzgebung nehmen sie Reichtum von jenen, die produktiv in der Privatwirtschaft arbeiten können, und geben ihn denjenigen, die das nicht können. Nichts wird getan, um die emotional begründeten Arbeitsstörungen der Menschen anzugehen, während der Abstieg in einen sozialistischen Staat ungehindert voranschreitet.

 

Zwischen Sozialisten und Kommunisten besteht kein Unterschied mehr

In der vergangenen autoritären Ära, ungefähr vor 1960, wurde die Gesellschaft von Gesetzlichkeit bestimmt. Es war möglich zwischen Kommunisten und Sozialisten zu unterscheiden. Während Sozialisten ihre Absichten preisgaben und offen die Übernahme der Regierung favorisierten, verleugneten die Kommunisten ihre wahren Absichten und gingen dergestalt heimlich (subversiv) vor, um ihr angestrebtes Ziel einer sozialistischen Gesellschaft herbeizuführen. So war es in diesen Tagen relativ einfach, die soziale Gefahr, die von beiden Personentypen ausging, zu erkennen und geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

In der heutigen anti-autoritären Gesellschaft gibt es einen teilweisen Zusammenbruch der Herrschaft des Rechts und soziale Destruktivität aus der sekundären Schicht bricht zunehmend an die gesellschaftliche Oberfläche durch. Beispielsweise sind die meisten Menschen nicht mehr in der Lage, die Destruktivität der Kommunisten zu erkennen, weil diese in den politischen Mainstream vordringen konnten, der sozialen Oberfläche, indem sie sich der Welt als echte Liberale präsentierten. Sie wurden mit „Progressiven“ gleichgesetzt und können jetzt sozialistische Gesetze verabschieden, um die von ihnen erstrebten Ziele strikt innerhalb der Grenzen des Rechtsstaats zu verwirklichen. In der Praxis ist es deshalb nicht mehr notwendig, zwischen dem sozialistischen und dem kommunistischen Modus operandi zu unterscheiden. Sie sind ein und dasselbe.

Blogeinträge September 2011

22. September 2011

Was am schwersten zu sehen ist

Am schwierigsten ist es für Menschen, das zu sehen, was direkt vor ihren Augen geschieht. Weil die Art und Weise, wie Menschen sehen und denken, durch den Panzer verzerrt wird, können sie gesellschaftliche Vorgänge oft nicht so wahrnehmen, wie sie wirklich sind. Als Beispiel für die psychische Blindheit der Menschen betrachte man ihre Unfähigkeit, sich die Transformation der Gesellschaftsordnung des Westens von autoritär zu anti-autoritär zu realisieren, die um 1960 herum begann und nun droht die westliche Gesellschaft, wie wir sie kennen, auszuradieren. Die Menschen können diese historische Katastrophe und die daraus resultierenden zerstörerischen sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen, die sie fortwährend auf jedermanns Leben haben, nicht in ihrer Gesamtheit überblicken. Allenfalls können die Menschen es stückweise erkennen, wenn sie ihre Aufmerksamkeit auf diese oder jene bestimmte Manifestation des sozialen Niedergangs richten. Die meisten sind völlig blind für die Tatsache, daß etwas Außergewöhnliches vor sich geht. Darüber hinaus denken diejenigen, die erkennen, daß etwas Zerstörerisches geschieht, über die Transformation ausschließlich im Rahmen der sozialen Fassade nach. Sie verstehen nicht, daß aus funktioneller Perspektive eine gesellschaftliche Umwälzung zwar an der gesellschaftlichen Oberfläche ausbricht, jedoch ihre Ursprünge in den Tiefen der bio-psychischen Struktur des gepanzerten Menschen zu suchen sind, seiner destruktiven mittleren Schicht und seinem biologischen Kern.

Nicht zu erkennen, warum und wie ein grundlegender Wandel im gesellschaftlichen Leben stattfindet, läßt jeden völlig hilflos dastehen, unfähig etwas wirklich Konstruktives zu tun. Es kann mit absoluter Sicherheit vorausgesagt werden, daß, solange die dynamischen bio-sozialen Kräfte, die der Transformation zugrundeliegen, nicht verstanden und gehandhabt werden, sich die sozialen, wirtschaftlichen und politischen Bedingungen weiter verschlechtern. Das Eingeständnis, daß eine grundlegende Transformation der sozialen Verhältnisse tatsächlich stattfindet, wäre der erste Schritt, um etwas zu tun.

 
Die Ausbreitung der Emotionellen Pest in der heutigen Welt

Die Emotionelle Pest wurde von Wilhelm Reich um 1940 herum entdeckt, als die autoritäre gesellschaftliche Ordnung intakt war. Damals gab es noch Inseln des gesellschaftlichen Lebens, die nicht von ihr befallen waren. In der heutigen anti-autoritären Gesellschaftsordnung gibt es keinen einzigen gesellschaftlichen Bereich, in den die Pest nicht vorgedrungen wäre. Als Ergebnis wurde jede einzelne der Kernfunktionen des Lebens weitgehend ausgelöscht. An ihrer Stelle darf praktisch jede Art von Verhalten aus der sekundären destruktiven Schicht – die Emotionelle Pest – Platz greifen, oft unter dem Schutz des Gesetzes. Man betrachte beispielsweise den eklatanten Mißbrauch der Meinungsfreiheit.

Was ist die Quelle der Verschlimmerung der Emotionellen Pest in der heutigen anti-autoritären Gesellschaftsordnung? Die Antwort findet sich in der sozio-politischen Charakterologie. Echte liberale Charaktere leben fast ausschließlich aus der Oberflächenschicht oder Fassade ihrer bio-psychischen Struktur heraus. Mittels ihres Intellekts benutzen sie ihre Fassade als Abwehr gegen ihre destruktive mittlere Schicht. Sie sind daher sozial gutartige Menschen. Im Gegensatz dazu täuschen pseudo-liberale Charaktere vor, daß sie an die Ideale des Liberalismus glauben, indem sie sich beispielsweise zur amerikanischen Democratic Party bekennen. Diese bewußte Taktik dient dazu, sie in den Augen der Öffentlichkeit als legitime Liberale dastehen zu lassen und gestattet ihnen in ihrer Gesellschaftspolitik Impulse auszudrücken, die aus ihrer destruktiven mittleren Schicht stammen, d.h. die Emotionelle Pest.

Pseudo-liberale Charaktere sind Hauptträger der Emotionellen Pest in der heutigen anti-autoritären Gesellschaft. Sie unterscheiden sich in nichts von den Kommunisten vergangener Zeiten, sind bei der Erfüllung ihrer zerstörerischen gesellschaftlichen Agenda sehr intelligent und an die Gepflogenheiten der modernen Welt gut angepaßt. Sie tragen die Hauptverantwortung für den derzeit stattfindenden allgegenwärtigen gesellschaftlichen Niedergang, eben weil sie den politischen Mainstream der westlichen Gesellschaften erfolgreich infiltriert haben und Teil ihrer Institutionen und Regierungen geworden sind. Wie bei jeder anderen Infektionskrankheit muß man zuerst ihre Existenz und ihre Destruktivität erkennen, bevor Maßnahmen gegen sie ergriffen werden können.

 
Das Problem mit den heutigen psychiatrischen Therapien

Probleme mit allen psychiatrischen Therapien gründen im Mangel an einer funktionellen Auseinandersetzung mit einer ganzen Reihe von miteinander verbundenen, unbeantworteten Grundsatzfragen, angefangen bei der Frage was emotionale Gesundheit ist und was Krankheit ist. Aus dieser Frage ergeben sich logisch folgende Fragen: Was sind Emotionen? Was ist eine emotionale Störung? Wie können emotionale Störungen wissenschaftlich klassifiziert werden, um ein vernünftiges System der Diagnose und Behandlung zur Hand zu haben? Ohne zufriedenstellende Antworten auf all diese Fragen ist es nicht möglich, zu einer rationalen, kausalen Methode der psychiatrischen Therapie zu kommen.

Leider werden diese Fragen nicht ausreichend beantwortet, weil der gepanzerte Zustand der Menschen sie daran hindert funktionell zu denken. Stattdessen fallen die Therapieansätze der heutigen Psychiatrie in zwei allgemeine Kategorien: die mechanistische bzw. symptom-zentrierte und die mystische bzw. „ganzheitliche“ Behandlung. Symptom-zentrierte Ansätze der Diagnose und Behandlung, wie die medikamentöse Therapie oder die Verhaltenstherapie, bleiben an der Oberfläche und sind nur von begrenztem Wert. Aus ätiologischer Sicht kann jedes Symptom in jeder diagnostischen Kategorie auftauchen. Der ganzheitliche Ansatz räumt auf mit dem Problem der Symptome mittels Konzentration auf die „Wellness“ des Patienten und den „Patienten als Ganzheit“, aber er umgeht vollkommen das Problem der Diagnose.

Aus funktioneller Sicht entspricht die klinische Bedeutung jedweden Symptoms der Funktion, die es im Zusammenhang mit der individuellen Charakterdiagnose hat. Daher muß zuerst die Charakterstruktur des Patienten verstanden werden, bevor die Bedeutung des Symptoms begriffen werden kann. Deshalb ist es aus kurativer Sicht nicht möglich, eine psychiatrische Störung korrekt zu behandeln, ohne vorher zu einer korrekten Diagnose gekommen zu sein.

Anstatt, daß sie ihr klinisches Denken von ihren klinischen Beobachtungen ableiten, zwingen gepanzerte Therapeuten ihre Beobachtungen in ihre vorgefaßte mechano-mystische Denkweise. Damit tun sie ihren Patienten einen gewaltigen Bärendienst und zerstören darüber hinaus eine einst hochangesehene Profession.

 
Es gibt jetzt eine wahrhaftig funktionelle wissenschaftliche Soziologie

Als Auguste Comte 1838 die Soziologie erstmals als eine ernstzunehmende Studienrichtung etablierte, verstand niemand etwas von den biologischen Kräften, die in den sozialen Interaktionen zwischen und unter Menschen eine Rolle spielen. Zunächst mußten die biologischen Kräfte innerhalb der Menschen verstanden werden, bevor die Dynamik sozialer Interaktion verstanden werden konnte. Freuds Entdeckung des Unbewußten war ein notwendiger erster Schritt bei diesem Unterfangen. Wilhelm Reichs Aufdeckung der drei Schichten der bio-psychischen Struktur des gepanzerten Menschen, die oberste Schicht, die destruktive mittlere Schicht (das Freudsche Unbewußte) und der Kern (der Ursprungsort der primären biologischen Impulse) in Die Massenpsychologie des Faschismus, stellte den eigentlichen Beginn der wissenschaftlichen Soziologie dar.

Reich sah in den ethischen Idealen des Liberalismus die soziale Repräsentanz der obersten Schicht des individuellen Charakters. Die Ethik des Liberalen dient dazu, die destruktiven Impulse, die in der mittleren Ebene enthalten sind, in Schach zu halten. Der Liberale ist fähig, die Destruktivität des faschistischen Charakters auf der politischen Rechten (schwarze Faschisten) zu erkennen. Allerdings ist der Liberale aufgrund der Ähnlichkeiten in seiner Charakterstruktur nicht in der Lage, die gesellschaftliche Destruktivität des faschistischen Charakters auf der Linken (rote Faschisten/Pseudo-Liberale) zu erkennen. In der Tat hilft er ihnen und begünstigt sie.

Aufgrund seiner klinischen Erfahrung fand Reich, daß die Ideologie des schwarzen Faschisten Ausdruck der destruktiven mittleren Schicht ist. Im Gegensatz dazu soll die Ideologie des roten Faschisten vortäuschen, daß er den Ausdruck der destruktiven mittleren Schicht abwehrt. Diese Fähigkeit zur Verstellung macht es den Menschen so viel schwerer den roten Faschisten zu erkennen im Vergleich zum schwarzen Faschisten. Darüber hinaus waren die faschistischen Ideologien nicht nur in jenen anzutreffen, die faschistischen Parteien angehörten, sondern sie konnten in jedem Menschen, der in einer autoritären Gesellschaft lebt, auftreten. Reich entdeckte im Austausch zwischen normalen Individuen, wie die sekundäre destruktive Schicht des gepanzerten Menschen in Gestalt der Emotionellen Pest zum Ausdruck kommt. Kommunisten (die heutigen Pseudo-Liberalen) und Faschisten waren einfach Beispiele von emotionell pestkranken Charakteren an den Extremen der politischen Linken und Rechten.

Elsworth Bakers Entdeckung der sozio-politischen Charakterologie (Der Mensch in der Falle) setzte die Soziologie schließlich auf eine funktionelle, biologisch fundierte, wissenschaftliche Grundlage. Neben dem emotionell pestkranken Charakter identifizierte Baker zwei weitere Arten von sozio-politischen Charakteren. Der Linken und der Rechten des sozio-politischen Spektrums zugehörig, sind es die liberalen und die konservativen Charaktere. Da er in der sozialen Oberfläche lebt, befürwortet der Liberale soziale „Verbesserungen“, hat aber keine Ahnung von der Tiefe und der Ungeheuerlichkeit der emotionalen Krankheit der Menschen, die sie von einer Verbesserung abhält. Tatsächlich verschlimmert sich die schlechte gesellschaftliche Situation weiter. Der Konservative, der keine Lösungen für soziale Verbesserungen anbieten kann, kann sich nur den närrischen Vorhaben des Liberalen politisch widersetzen. Baker wies klinisch nach, daß die Unterschiede in den Ideologien der Menschen auf der Linken und Rechten aus den Unterschieden im Muster ihres Panzers stammen. Da Ideologien bio-soziale Kräfte in Form von festen Glaubenssystemen sind, funktionieren die Ideologien der Linken und Rechten als sozio-politische Kräfte, die in ständiger Opposition gegeneinander stehen.

Die sozio-politische Charakterologie erlaubt es einem, das aktuelle gesellschaftliche Geschehen zuverlässig zu beurteilen. Beispielsweise führt sie zu der Erkenntnis, daß beginnend um 1960 herum eine soziale Transformation von katastrophalen Ausmaßen von autoritär zu anti-autoritär stattgefunden hat. Eine Transformation, die gegenwärtig droht, die uns vertraute westliche Gesellschaft zu zerstören. Vor dieser Zeit war die soziale Ordnung autoritär. Es gab ungefähr gleich viele Liberale und Konservative in der allgemeinen Bevölkerung. Dieses Gleichgewicht der gesellschaftlichen Kräfte brachte eine gewisse soziale und politische Stabilität mit sich. Die anti-autoritäre Umgestaltung ergab eine Verschiebung nach ganz links von der politischen Mitte mit der Vorherrschaft linker Ideologen, die in hohe gesellschaftliche Positionen mittels demokratischer Prozesse gelangten. Daraus resultierten die Destabilisierung der Gesellschaft und der rasante Abstieg Amerikas in einen sozialistischen Staat. In der heutigen anti-autoritären westlichen Gesellschaft wird sozialistisches Denken als politisch korrekte Norm von der Öffentlichkeit zunehmend akzeptiert.

Blogeinträge Januar/Februar 2011

26. Februar 2011

Antiquierter Liberalismus ist nicht die Antwort auf den arabischen Rassismus

In seinem Artikel „Egypt’s Prison of Hate” (Wall Street Journal, 4. Januar 2011) befaßt sich Bret Stephens mit dem Massaker an 20 koptischen Kirchgängern zu Silvester 2010/2011 in Alexandria, Ägypten. Die politische Reaktion vieler Anführer der Moslems sah so aus, daß sie einem von Israel unterstützten zionistischen Komplott die Schuld gaben. Stephens empfiehlt den Ägyptern den überkommenen Liberalismus, insbesondere die Verbreitung einer arabischen Übersetzung des Gesamtwerks des liberalen englischen Philosophen John Locke, beginnend mit seinem Brief über die Toleranz.

Leider ist der antiquierte Liberalismus gekommen und wieder gegangen. Diese Lösung ignoriert die entscheidende Rolle, die die sozio-politische Charakterstruktur der Menschen beim aktuellen sozialen Verhalten spielt. Ägypter, die rassistisch sind, und jene Führer, die Greueltaten wie dieses Massaker verteidigen, gehören der äußersten rechten Seite des sozio-politischen Spektrums an. Diese Ägypter dürfen nicht mit der Mehrheit der Menschen im Lande in einen Topf geworfen werden, die mehr zum politischen Zentrum hin tendieren und daher gewaltfrei sind.

Darüber hinaus führt die Förderung liberalen Denkens nicht zur Quelle der enormen Menge an Haß, der tief in der Charakterstruktur aller moslemischen Extremisten eingeschlossen ist. Dieser Haß ist ständig auf der Suche nach Freisetzung in der einen oder anderen Form. Die Quelle dieses Hasses ist der Wunsch nach Rache, die von ihrem persönlichen Leben auf den Dschihad verlagert wird. Die liberale Philosophie, die aus der oberflächlichsten Schicht der menschlichen Struktur entstammt, kann das Reservoir des Hasses dieser Extremisten nicht in Schach halten. Wenn sie nicht erkannt und vom Rest der Gesellschaft isoliert werden, bleibt diese Geißel des destruktiven menschlichen Verhaltens außer Kontrolle.

 
Das Massaker in Tucson

Das folgende ist ein Auszug aus einem Artikel, der in einer kommenden Ausgabe des Journal of Orgonomy erscheinen wird. Er wird hier mit freundlicher Genehmigung des Autors, Edward Chaska, M.D., veröffentlicht.

Unter Bezugnahme auf das Attentat vom 8. Januar 2011, bei dem Jared Lee Loughner auf 20 Menschen schoß, schreibt Dr. Chaska:

Bei der Debatte in den Medien über die Schüsse auf die Kongreßabgeordnete Giffords und neunzehn andere wird die tödliche Wechselwirkung zwischen Marijuana und Geisteskrankheiten übersehen. Als psychiatrischer Berater in einer Drogen- und Rehabilitationseinrichtung sehe ich Dutzende von jungen Männern und Frauen, bei denen sich psychotische und gewalttätige Zustände als Resultat des Gebrauchs von Marijuana und anderen Drogen zeigen. Nach drei oder vier Monaten Behandlung und Marijuana-Abstinenz sind sie oft vollkommen andere Menschen. Marijuana-Konsumenten entwickeln dreimal so häufig eine psychotische Episode und entwickeln doppelt so häufig offensichtliche Symptome von Schizophrenie, im Vergleich zu Menschen, die kein Marijuana rauchen. Sie leiden auch öfter an Angst und Depression. Marijuana hemmt die Entwicklung des Gehirns und stört die natürlichen empathischen Gefühle für andere Menschen.

In Pennsylvania können, dank der Verfechter von „Kinderrechten“, Kinder ab 14 eine psychiatrische bzw. Drogen-und Alkohol-Behandlung ablehnen, auch wenn ihre Eltern auf der Notwendigkeit bestehen. Wenn die Medien jemanden für diese Tragödie verantwortlich machen wollen, brauchen sie nur auf die Marijuana-Lobby und die Verfechter der „Kinderrechte“ blicken, die das Recht der Eltern auf eine Behandlung für ihre Kinder mit psychiatrischen und Drogenproblemen beschneiden wollen.

Mit seiner charakterologischen Ausbildung kann der medizinische Orgonom jene Jugendlichen genau identifizieren und effektiv behandeln, die mit einem Risiko für die Entwicklung psychotischer Symptome behaftet und anfällig für destruktives Verhalten sind, lange bevor sie gewalttätig werden. Loughner, der eine Drogenkarriere vorweist, hat vielleicht vor dem Angriff nicht unter klassischen schizophrenen Symptomen gelitten, aber dennoch wies sein Verhalten darauf hin, daß er die Charakterdiagnose „paranoide Schizophrenie mit impulsiven und mörderischen Tendenzen“ vorwies. Daß er über lange Zeit hinweg Marijuana konsumiert hatte, erhöhte das Risiko einer gewaltsamen psychotischen Reaktion. Die Fähigkeit des medizinischen Orgonomen, eine frühe therapeutische Intervention aufgrund einer genauen Charakterdiagnose durchzuführen, kann dazu beitragen, künftige Tragödien zu verhindern.

 
Das Problem Aggression

Um das Aggressionsproblem lösen zu können, muß zwischen natürlicher, gesunder Aggression (Energie, die vom biologischen Kern stammt und rational ohne Verzerrung ausgedrückt wird) und neurotischer Aggression (Energie, die verzerrt und irrational wird, wenn sie durch den Panzer hindurchgeht) unterschieden werden.

Die Verwirrung, die sich aus diesem Durcheinander ergibt, setzt die Emotionelle Pest in Bewegung. Aufgrund ihrer biophysischen Intoleranz für und Angst vor Aggression, die aus dem biologischen Kern stammt, sind die, die politisch der Linken zuzuordnen sind, schnell dabei, alle Formen von Aggression, ob gesund oder neurotisch, als pathologisch abzutun. Dies erlaubt ihnen, öffentliche Gewalttaten, wie vor kurzem das Massaker in Tucson, zu politisieren, um die politische Rechte zu diskreditieren. Sie setzen automatisch Aggression mit Gewalt gleich und ordnen sie der politischen Rechten zu. Obwohl diejenigen, die rechts stehen, Aggression tolerieren können, unterscheiden sie ebenfalls nicht zwischen ihren beiden Formen. Wenn sie angegriffen werden, geraten sie in die Defensive, bei der ihnen nur bleibt auf den politischen Charakter der Maßnahmen der Linken hinzuweisen. Ohne das Deutlichmachen der Existenz der beiden Formen von Aggression, der gesunden und der kranken, ist die Antwort der Rechten nur teilweise wirksam. Das erleichtert den Ausdruck der Emotionellen Pest und erhöht den politischen Einfluß der Linken.

 
Die politische Strategie der linken Ideologen

Um Sinn in das politische Verhalten der linken Ideologen in Amerika zu bringen, muß man die drei funktionellen Schichten der bio-physischen Struktur der Menschen verstehen. Dies sind: die oberflächliche Schicht bzw. Fassade, die tiefere, sozialschädliche mittlere Schicht und die tiefste Schicht, der biologische Kern.

Da sie keinen Kontakt mit ihrem Kern haben und je nachdem, ob sie politische Macht haben oder nicht, wechseln Ideologen der politischen Linken hin und her zwischen ihrer oberflächlichen Schicht (indem sie die Identität eines echten Liberalen annehmen) und ihrer zerstörerischen, mittleren Schicht und wieder zurück. Als sie politisch nicht an der Macht waren (vor 2008), agierten sie aus ihrer oberflächlichen Schicht heraus und taten so, als wären sie echte Liberale. Sobald sie 2008 an die Macht gelangt waren, zeigten diese fälschlich so genannten (Pseudo-) Liberalen ihre wahre Identität. Vor den Augen einer überraschten Öffentlichkeit ließen sie ihre liberale Fassade hinter sich und agierten unverhohlen vollständig aus ihrer zerstörerischen mittleren Schicht heraus. Sie verpackten ihre sozialistische Agenda als sozialen Fortschritt und zwangen sie der Öffentlichkeit auf, was beweist, daß ihr Ziel die Schwächung und schließliche Zerstörung Amerikas ist, sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene, weshalb sie in der Tat nichts anderes als altmodische Kommunisten sind. Jetzt (2011), wo es ihnen wieder an politischer Vorherrschaft ermangelt, machen sie sich erneut ihre scheinbar gutartige liberale Fassade zu eigen. Die Linke wird solange auf diese Weise auftreten, bis sie wieder die Regierung kontrolliert. Das bezeichnet man als Salamitaktik der Staatskunst; die scheibchenweise Übernahme eines Landes.

Der vorübergehende Rückzug der Linken soll den Anschein erwecken, daß sie dabei sind einzulenken, was Elemente ihrer destruktiven politischen Rhetorik und Ziele betrifft. Da die Öffentlichkeit nur erkennt, was auf der politischen Oberfläche vorgeht, wird das von einigen auf der Rechten als Sieg verbucht werden, aber das ist Wunschdenken. Die geringfügigen Veränderungen in der Fassade der Pseudo-Liberalen/Kommunisten sind nur Berechnung. Ihre Taktik steht immer im Dienst der Erhaltung und Stärkung der politischen Kontrolle über Menschen.

 
Die wahre Bedeutung von „Christus starb für unsere Sünden“

Als ein Eckpfeiler der christlichen Philosophie ist dieser Satz eine Manifestation oder ein Symptom des gepanzerten menschlichen Denkens. Jedes Symptom besteht aus zwei Komponenten, einem Impuls und einer Abwehr. In diesem Fall besteht der Impuls im Versuch des Menschen, sich von seiner Schuld (Sündenhaftigkeit) zu entlasten, indem die Last der Verantwortung auf Christus den Erlöser abgeschoben wird. Die Abwehr besteht im Verbergen des wahren Grundes für den Tod Christi durch mystische Verzerrung. Nach Beseitigen der Verzerrung wäre dieser Satz eindeutig und lautete: „Christus starb wegen der Sündenhaftigkeit des Menschen.“ Wilhelm Reich zeigte in seinem Buch Christusmord, daß Menschen Christus wegen ihrer Sündenhaftigkeit, d.h. aus ihrer Bosheit heraus, ermordet haben, die sich aus der Emotionellen Pest in ihnen ergibt.

 
Es ist die Wahl zwischen schlecht und schlechter

Jeder Versuch von Menschen soziale Probleme politisch zu lösen, führt stets dazu, daß aus einer bestehenden schlechten Situation eine noch schlechtere wird. Der Grund für diese tragische Wendung der Ereignisse ist die eingeschränkte Fähigkeit der Menschen Freiheit zu tolerieren. In ihren politischen Kämpfen wird die Sehnsucht der Menschen nach mehr Freiheit durch ihren eigenen Panzer vereitelt und das verhindert, daß sie tatsächlich in der Lage sind, die Freiheit, die sie sich ersehnen, zu erreichen. Diese Unfähigkeit auf Seiten der Menschen ermöglicht es den Kräften der organisierten Emotionellen Pest routinemäßig die politische Arena zu betreten, das Machtvakuum auszunutzen und ein noch totalitäreres Regime aufzurichten als das, das vorher existierte. Ein schlechter sozialer Zustand verschlimmert sich.

Erneut läuft diese zerstörerische Kette von Ereignissen ab; diesmal manifestiert durch die arabischen Unruhen in den Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas. Demokratie erfordert mehr als freie Wahlen. Nichts wurde aus den Erfahrungen der Vergangenheit gelernt. Zunächst einmal versteht man noch immer nichts von der biophysikalischen Intoleranz der Menschen für Freiheit und den Grund für ihr Gefangensein in der Falle, d.h. ihren gepanzerten Zustand. Das bringt die Kräfte der Emotionellen Pest an die Oberfläche, die in der Struktur von allen Menschen enthalten sind. Diese Kräfte können jede Hoffnung der Menschen, die für ein besseres Leben kämpfen, in noch mehr Verzweiflung verwandeln und sie tun es.

 
Die sozio-politische Dynamik einer Betrugsaktion

Ähnlich wie im Individuum kommt es auch bei einer Betrugsaktion in der sozio-politischen Arena zu einer dynamischen Wechselwirkung zweier Kräfte. Bei zwei Menschen gibt es auf der einen Seite die Person, die emotional oder materiell etwas benötigt, und auf der anderen Seite steht der Betrüger bereit, diesen Bedarf zu „decken“. Ein klassisches Beispiel ist die Beziehung zwischen den Investoren und Bernie Madoff mit seinem Pyramidenspiel.

Die gleiche Beziehung gibt es im sozio-politischen Bereich. Hier sind die beiden Kräfte die emotional verkrüppelten, hilflosen Bürger einerseits, die ein neurotisch begründetes materielles Bedürfnis haben, daß ihnen etwas gegeben wird, und die Freiheitskrämer in der Regierung andererseits, die in der Lage zu sein scheinen, dieses Bedürfnis zu befriedigen, beispielsweise durch Hypothekendarlehen mit niedrigen Zinsen oder durch eine „freie“ Gesundheitsversorgung. Dem einen zu nehmen (dem produktiven, steuerzahlenden Segment der Gesellschaft), um es dem anderen zu geben (das unproduktive, keine Steuern zahlende Segment), ist ein Beispiel für ein riesiges Pyramidenspiel, das von Politikern in der Zentralregierung vor jedermanns Augen betrieben wird. Der Betrug läuft meist unbemerkt ab, weil ein stetig wachsendes Segment der amerikanischen Öffentlichkeit glaubt, daß es versorgt werden muß und diese Verantwortung wird schnell von linksorientierten Politikern beider Parteien übernommen, um aus der Lage Kapital zu schlagen. Am wichtigsten ist dabei, daß diese Sachlage nichts dazu beiträgt die Lebensqualität der Menschen zu verbessern, denen angeblich geholfen wird. Es macht sie von der Regierung nur noch abhängiger, als sie es ohnehin schon waren. Es untergräbt auch weiter den freien Markt, während es den Betrügern, die in der Politik zum gemeinsamen Besten handeln, Geld bringt und ihre Macht steigert.

Man gebietet einem Betrug einhalt, indem man ihn als Betrug bloßstellt.

 
Die biologische Herkunft der politischen Korrektheit

In seinem Artikel „The Origins of Political Correctness“ der in Band 43, Nummer 2 des Journal of Orgonomy erschienen ist, beschreibt Bill Lind die politische Korrektheit als „Krankheit des Jahrhunderts“: der verzerrte Ausdruck Marxistischer Ideen, die von der Ökonomie in kulturelle Begriffe übersetzt wurden. Obwohl von einem historischen Standpunkt aus korrekt, ist sein Verständnis der Ursprünge der politischen Korrektheit auf den mehr oberflächlichen sozio-ökonomischen Bereich begrenzt. Es werden nicht die mächtigen biologischen Kräfte berücksichtigt, die in den Tiefen der Menschen angesiedelt sind und die die politische Korrektheit rasch zur vorherrschenden Form der Moral im Amerika des 21. Jahrhundert gemacht haben.

Die Transformation des sozialen Panzers von autoritär zu anti-autoritär, die um 1960 herum begann, wurde von einer entsprechenden Veränderung in der Struktur der individuellen Panzer begleitet. Vor dieser Zeit war bei den meisten Erwachsenen der Panzer in der Skelettmuskulatur enthalten. Mit der Umwandlung des sozialen Panzers erfolgte bei Jugendlichen eine Verschiebung in der Panzerungsstruktur von der Muskulatur hin zum Gehirn. Der Augenpanzer verstärkte sich auf Kosten des Muskelpanzers in einem großen Teil der erwachsenen Bevölkerung. Diese Verlagerung führte zu einer dramatischen Veränderung in der Art wie Moral erlebt und ausgedrückt wurde.

Die autoritäre Moral der Vergangenheit stammte zu einem Gutteil vom Muskelpanzer. Ihre Funktion war es, die autoritäre Lebensweise zu bewahren. Mit der Verschiebung der individuellen Panzer von der Muskulatur zum Gehirn in einer großen Anzahl von Jugendlichen kam es zu einer qualitativen Änderung der Moral. Autoritäre Moral, mit ihrer absoluten Unterscheidung zwischen Recht und Unrecht beruhend auf dem Fühlen von Emotionen, wurde durch politische Korrektheit ersetzt, dem Ausdruck einer qualitativ anderen Art von Moral, die ihren Ursprung ausschließlich im Gehirn hat.

Die Moral der politischen Korrektheit, deren Funktion es ist, die anti-autoritäre Gesellschaftsordnung über den Autoritarismus triumphieren zu lassen, ist eine hochansteckende und verderbliche Manifestation der Emotionellen Pest, weil sie an den Verstand der Menschen appelliert und gut rationalisiert ist: sie diene dem Gemeinwohl aller.

 
Der Triumph des mechanistischen Denkens in den Sozialwissenschaften

Bei jeder Wissenschaft gehört die Destruktivität des mechanistischen Denkens zu ihren Merkmalen:

  1. Sie ist in einer mechanistischen Art und Weise kausal. Beispielsweise ist alles, was für eine demokratische Gesellschaft getan werden müsse, das Beseitigen des repressiven Regimes. Nichts wird darüber gesagt, was die Bedingungen im sozialen Leben sein müssen, bevor diese Änderung von einer Diktatur zur Demokratie erfolgen kann oder warum überhaupt das repressive Regime an der Macht war.
  2. Die quantitativen Faktoren zum Erreichen einer Demokratie sind die einzigen, die als wichtig erachtet werden; qualitative Faktoren werden ignoriert. Beispielsweise sei es für eine erfolgreiche Revolution nötig, die Mehrheit der Menschen hinter sich zu haben, die gegen das Regime, das an der Macht ist, opponieren. Dabei spiele es keine Rolle, ob diese Personen die gleichen Vorstellungen darüber teilen, was die Ziele der Revolution sind. Diese qualitativen Unterschiede in der sozio-politischen Charakterstruktur der Menschen, die in Wirklichkeit unüberwindbar sein können, sind Dinge, die dann irgendwie später bewältigt werden könnten.
  3. Nur externe Faktoren der Umwelt seien wichtig bei der Bestimmung des menschlichen Verhaltens; interne Faktoren, wie die emotionale Abhängigkeit der Menschen von anderen und ihre Unfähigkeit produktive Arbeit zu leisten, zählen nicht. Dergestalt können die Auswirkungen des Charakterpanzers, die das Denken und Handeln des Menschen in der Gesellschaft beeinflussen, erfolgreich ignoriert werden und die Quelle der menschlichen Destruktivität bleibt fast jedermann verborgen.

Die Geschichte hat immer wieder gezeigt, daß, wenn Diktatoren zu Fall gebracht und Menschen vor der Aufgabe stehen, sich selbst regieren zu müssen, ihre politischen Differenzen, ihre Unfähigkeit rational zu organisieren und ihre persönlichen Probleme an die Oberfläche kommen. Dann verfestigt sich der soziale Panzer noch mehr und die sozialen Bedingungen verschlechtern sich im Vergleich zu vor der Revolution.

 
Warum es niemals zu einem Waffenstillstand zwischen der Linken und der Rechten kommen wird

Politische Ideologie stammt aus dem grundlegenden Widerspruch in der Struktur jedes gepanzerten Menschen: der Sehnsucht nach mehr Freiheit und Glück auf der einen Seite und dem Wunsch nach risikoloser Sicherheit auf der anderen. In Amerika wird die liberale Ideologie bestimmt durch und ist Ausdruck der zugrundeliegenden Hoffnung, die das Versprechen von Freiheit und umfassendem Glück mit sich bringt. Liberale Ideologen haben keinen Sinn für die biophysischen Beschränkungen der Menschen, die in deren gepanzertem Zustand begründet liegen. Die konservative Ideologie wird von der Überzeugung bestimmt, daß diese herbeigesehnten Zustände, wenn nicht unrealistisch, so doch zumindest praktisch nicht erreichbar sind, jenseits dessen, was die Menschen ohnehin schon haben. Deshalb sollten die Menschen sich in Amerika glücklich schätzen und dankbar für das sein, was sie haben.

Aus biophysischer Sicht ergeben sich die ideologischen Unterschiede aus Unterschieden in den Panzerstrukturen der Menschen. Im allgemeinen weisen liberale Charaktere eine größere Mengen an Augenpanzer im Verhältnis zum Muskelpanzer auf. Sie verlassen sich ausschließlich auf ihren Intellekt und sehen die Welt idealistisch, d.h. so, wie sie sie gerne hätten. Diese verzerrte und äußerst destruktive Betrachtungsweise bringt sie dazu, politische und soziale „Lösungen“ auszuhecken, von denen sie fälschlicherweise glauben, sie könnten soziale Probleme beheben. Konservative Charaktere haben eine gegenteilige Panzerstruktur. Im allgemeinen haben sie weniger Augenpanzer und mehr Muskelpanzer. Konservative sind in besserem Kontakt zur Realität und erkennen ihre Grenzen, was die Befähigung betrifft soziale Verbesserung herbeizuführen. Diese biologisch begründeten Unterschiede in der Panzerstruktur erklären die Ideologie der Linken und die der Rechten und sie sind der Grund dafür, warum sie über keine gegebene soziale oder politische Frage einer Meinung sein können.

Blogeinträge September-Dezember 2010

26. Dezember 2010

Wie ich das amerikanische Gesundheitssystem erlebt habe

Am 21. Juni 2010 hatte ich eine Operation, bei der beidseitig die Kniegelenke ersetzt wurden. Es hatte sich seit langer Zeit angekündigt, doch obwohl ich es mir bis zum Ende nicht eingestehen wollte, hatte ich schließlich keine andere Wahl mehr: laß es machen oder vergiß das Laufen.

Jene, die mit meinem Denken vertraut sind, wissen, daß ich generell kein Freund der mechanistischen Medizin bin, wenn sie an die Stelle der funktionellen Medizin tritt. Aber Chirurgie ist im Wesentlichen ein mechanisches Verfahren und von daher ist Mechanismus in diesem Bereich rational.

Die Anwendung mechanistischer Prinzipien hat in Amerika aus zwei Gründen zu bemerkenswerten Fortschritten in den medizinischen Fachgebieten geführt: 1. da sich die mechanistische Theorie und Praxis in Richtung einer stärkeren Spezialisierung entwickelt hat; und 2. weil eine relativ freie Marktwirtschaft wie die unsrige die Entfaltung von unbegrenztem technologischem Fortschritt ermöglicht.

Ich machte einen Termin aus, hatte die Operation und unternahm zwei Tage nach der OP meine ersten Gehversuche. Ich hatte das unglaubliche Glück, einen Chirurgen, Dr. Thomas Meade, zu haben, der die Operation den neusten Erkenntnissen gemäß durchführte. Die Haut über meinen Knien sah aus, als sei sie mit Reißverschlüssen versehen worden, weil die Klammern so dicht beieinanderlagen, daß sie wie die Zähne eines Reißverschlusses wirkten. Das schien eine Art Markenzeichen zu sein, denn jeder Arzt und jede Krankenschwester in der Rehaklinik, in die ich danach kam, sagte: „Oh, das ist Dr. Meades Arbeit!“ Ich hatte auch Glück in Krankenhäusern zu liegen, in denen es im höchsten Maße menschlich und zuvorkommend zuging, die Pflege nichts zu wünschen übrigließ.

Jeder fragte mich nach Schmerzen, – aber ich hatte keine. Vom ersten Tag an stammten meine einzigen Beschwerden von der Schwellung, die die Knie steif machten und die Bewegungsfreiheit einschränkten. Jetzt, zehn Wochen später, sind die Reißverschlüsse weg, die Schwellung ist fast verschwunden, und ich gehe mindestens eine Meile pro Tag mit einem ziemlich guten Schritt. Nach sechs Wochen wurde ich aus der Physiotherapie entlassen und bin nun wieder fast Vollzeit in der Praxis. Ich wurde 79 am 20. Juli und erzähle jedem, daß ich neue Knie zu meinem Geburtstag bekommen habe!

Ich las von der Gesundheitsversorgung auf Kuba und ich frage mich, wie meine Geschichte dort ausgegangen wäre. Ich sah die Krankenhaus-Rechnung für meinen achttägigen Aufenthalt und fiel fast in Ohnmacht. Ich habe sie nicht direkt bezahlt – Medicare [die staatliche Krankenversorgung für Senioren] und meine Zusatzversicherung sind eingesprungen, aber ich habe meine Beiträge über viele, viele Jahre einbezahlt. (Und ich tue es immer noch, weil ich fortfahre zu arbeiten und sowohl den Höchstsatz in den Medicare-Fonds einzahle, als auch weiter für die private Zusatzversicherung zahle.) Ich bin allerdings so dankbar, dort zu leben, wo es die erdenklich beste Gesundheitsversorgung gibt. – Ich habe noch nie von jemandem gehört, der nach Kuba, Bulgarien oder auch nur Großbritannien ginge, um sich einer medizinischen bzw. chirurgischen Spezialbehandlung zu unterziehen.

Also, alles in allem, ich bin ziemlich glücklich – zu dieser Zeit zu leben, an diesem Ort – diesen großartigen Vereinigten Staaten von Amerika.
 

Die Tea-Party-Bewegung und die Emotionelle Pest

Da sich die Emotionelle Pest um Zentren der Macht konzentriert, ist die Politik ein Nährboden für die Pest. Pestkranke Menschen fühlen sich von der Politik angezogen, weil sie Macht über die Massen bekommen. Daher beschränkt sich die Emotionelle Pest nicht auf die Partei der Democrats oder die der Republicans, sondern umfaßt Personen aus den Parteiapparaten beider Parteien.

Bestehend aus Individuen, die gegen das Vordringen der Regierung in das Leben der Menschen eintreten, organisierte sich die Tea Party landesweit. Sie bildete sich spontan aus Menschen, die die Nase voll davon haben, daß eine immer größer werdende Regierung ihr Leben durch steigende Steuern kontrolliert. Sie opponieren gegen die Vorstellung, daß der Staat soziale und wirtschaftliche Probleme beheben kann.

Obwohl ihre Sichtweise richtig ist, bietet die Tea Party selbst eine offene Flanke gegenüber politischen Angriffen durch die Linke, weil die sozialen und wirtschaftlichen Probleme Amerikas, von denen die Liberalen wahrheitswidrig behaupten, sie könnten sie lösen, real sind und unsere Aufmerksamkeit erfordern. Deshalb werden die Menschen bei den Kandidaten der Tea Party, wenn sie gewählt werden, nach Antworten suchen. Jedoch kann keine politische Organisation oder Gruppe, ob sie nun links oder rechts steht, zufriedenstellende Lösungen liefern, da die Antworten außerhalb der politischen Sphäre liegen.

Sie gehören in den biologischen Bereich und hängen mit der emotionalen Krankheit der Menschen zusammen, die im sozialen Bereich zum Ausdruck kommt, wie Hilflosigkeit, Anspruchsdenken, Groll, Gier, der Wunsch nach Macht und so weiter. Leider werden die pathologischen Auswirkungen, die diese Symptome auf die Gesundheit der Gesellschaft haben, von jedermann vollständig übersehen. Auf jeden Fall wird es soweit kommen, daß die Plattform der Tea Party politisiert und von der Parteimaschinerie der Rechten politisch vereinnahmt werden wird. Dies ist der Todeskuß für jede lebenspositive soziale Bewegung. Wenn die Kandidaten der Tea Party die Erwartungen der Menschen nicht erfüllen, wird das Getriebe der Emotionellen Pest in Gang gesetzt werden, da jede Seite die andere für die Verschlechterung der Lage verantwortlich macht. Wie immer, wenn eine neue große soziale Bewegung scheitert, wird man nichts gelernt haben.
 

Der Bau des Cordoba House ist ein Beispiel für eine emotionell pestkranke Reaktion

In seinem Kapitel in der Charakteranalyse über die Emotionelle Pest schreibt Wilhelm Reich:

Ein wesentlicher Grundzug der emotionellen Pestreaktion ist, daß Handlung und Begründung der Handlung einander niemals decken. Das wirkliche Motiv ist verdeckt, und ein scheinbares Motiv ist der Handlung vorgeschoben.

Das eigentliche Motiv für den Bau des Cordoba House in der Nähe von Ground Zero ist es, der Welt zu zeigen, daß, indem genau hier eine Moschee gebaut wird, der Islam einen gewaltigen Schlag gegen Amerika ausgeführt hat. Diese Handlung ist eine grobe Provokation und eine Beleidigung für Amerika. Das scheinbare Motiv, das Moslems, die das Projekt fördern, angeben, ist „Religionsfreiheit“.

Diese Taktik der Islamisten ist sozial destruktiv und eine emotionell pestkranke Reaktion, weil sie konservative und liberale Amerikaner erfolgreich voneinander getrennt hat entlang charakterologisch bedingter Grenzen zwischen den Ideologien. Während Konservative die Destruktivität der islamistischen Taktik unmittelbar durchschauen, lassen sich die Liberalen gewaltig hinters Licht führen. Die Liberalen verwechseln das Streben der Islamisten, nämlich dem nach Vormacht über die westliche Lebensweise, mit religiösem Glauben. Damit ist es den Islamisten gelungen, Amerikaner dazu zu bringen sich gegenseitig zu bekämpfen, und so die Nation von innen heraus zu schwächen. Das bringt sie näher an ihr Ziel heran, die Weltherrschaft zu erlangen.
 

Sind moslemische Gesellschaften mit Demokratie vereinbar?

Diese wichtige Frage kann nicht ohne Kenntnisse der sozio-politischen Charakterologie beantwortet werden: die Art und Weise, in der Individuen ihre Umwelt durch ihre Ideen und Einstellungen formen, so daß sie ihren persönlichen Anforderungen entspricht.

Aufgrund ihrer strengen autoritären Erziehung gehören die meisten Moslems in unterschiedlichem Ausmaß zur rechten Seite des sozio-politischen Spektrums, angefangen mit dem konservativen Moslem unmittelbar rechts von der Mitte, gefolgt vom extrem Konservativen, dem Reaktionär und schließlich dem Islamo-Faschisten. Wenn wir von rechts von der Mitte zur extremen Rechten fortschreiten, wird das soziale Funktionieren des moslemischen Individuums zunehmend irrational. Sein Denken und Sozialverhalten wird rigider und destruktiver, Hilflosigkeit und Verantwortungslosigkeit nehmen zu und seine Arbeitsfähigkeit und sexuelle Funktionsfähigkeit wird immer gestörter. Als Ergebnis leidet seine Fähigkeit, sich in die westliche Gesellschaft zu assimilieren. Der Islamo-Faschist der extremen Rechten steht dem westlichen demokratischen Leben völlig intolerant gegenüber und fühlt sich deshalb dazu getrieben es zu zerstören.

Diese charakterlichen Unterschiede zwischen den verschiedenen sozio-politischen Typen von Moslems müssen berücksichtigt werden, bevor man daran geht die Frage zu beantworten. Dieses Thema wird in meinem Buch The Emotional Plague. The Root of Human Evil behandelt.
 

Ahmadinedschads Strategie

Als Antwort auf die anti-israelische, anti-amerikanische Rede des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad vor den Vereinten Nationen, hielt am 24. September der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu einen Vortrag vor der gleichen Organisation und verurteilte Ahmadinedschads antisemitische Tiraden. In jener Rede hatte Ahmadinedschad erklärt, die meisten Menschen glaubten, daß die US-Regierung für die Angriffe vom 11. September verantwortlich sei. Was kann aus seinen Tiraden geschlossen werden?

Sie sollten nicht als die Tiraden eines Spinners abgetan werden. Seine Kommentare müssen ernstgenommen werden als Teil einer wohlkalkulierten Strategie, die weltweite Opposition gegen die Legitimität der iranischen Regierung zu untergraben. Die Kommentare waren kalkuliert als Schlag gegen die freie Welt sowohl innerhalb als auch außerhalb des Iran und sie führten aus folgenden Gründen zu einem unmittelbaren Sieg für die Sache des militanten Islam:

  1. Aus der Reaktion der Mitglieder der Generalversammlung konnte er wertvolle Rückschlüsse auf die Stärke des weltweiten Widerstands gegen die Innenpolitik und den Expansionismus des iranischen Regimes ziehen. Aus der Generalversammlung, mit einer Gesamtmitgliedschaft von 192 Ländern, verließen während seiner Rede nur Diplomaten aus 30 Ländern den Saal (weniger als ein Sechstel). Im Endeffekt signalisierten die restlichen fünf Sechstel der Mitglieder durch ihr Verweilen, gleicher Meinung mit ihm zu sein.
  2. Er hatte ein Forum, um Millionen von Moslems auf der ganzen Welt, die keinen Zugang zu den Fakten haben, seine Sichtweise aufzudrängen.
  3. Er hatte die Gelegenheit, jene im Westen, die Angst vor Aggression haben, einzuschüchtern und ihnen zu zeigen, daß er in der Lage ist die mächtigste Nation der Welt zu verspotten, seine Verachtung für sie zu zeigen und dabei ungestraft davonzukommen. Vom ungestraften Aussprechen von Unverschämtheiten zu folgenlosen Untaten, wie Bau und Einsatz von Atomwaffen, ist nur ein Schritt. Darüber hinaus wird durch seine Taktik der Mythos verbreitet, daß die Eroberung der westlichen Welt durch den Islam unvermeidlich ist.
  4. Mit seiner respekteinflößenden Stellung als Präsident des Iran gelang es ihm, Zweifel über die wahre Täterschaft des Angriffs vom 11. September in die Köpfe jener zu streuen, die stets die Schuld bei Amerika suchen.
  5. Und schließlich ist das Hervorrufen von Zweifeln über die Täterschaft auch behilflich bei der Schwächung des Widerstands gegen den Bau einer Moschee nahe Ground Zero.

 

Zwei gegensätzliche Betrachtungsweisen des intrauterinen Lebens

Gefördert durch das American College of Orgonomy hielt die medizinische Orgonomin Dr. med. Theodota Chasapi am 2. Oktober 2010 in der Princeton Public Library einen Vortrag über „The Roots of Love and Hate. The Impact of Early Mother-Baby Bonding on Our Ability to Love“ (Die Wurzeln von Liebe und Haß. Die Auswirkungen der frühen Mutter-Kind-Bindung auf unsere Liebesfähigkeit). Sie präsentierte neue Erkenntnisse, die viele der Entdeckungen Dr. med. Wilhelm Reichs über Neugeborene und Säuglinge aus den 1940er und 50er Jahren bestätigt haben.

Im Rückgriff auf Reichs klinische Befunde bei Säuglingen diskutierte Dr. Chasapi den Lebensabschnitt von der intrauterinen bis zur neonatalen Periode. Sie zeigte, daß diese Zeit, die gekennzeichnet ist durch die emotionale Lebendigkeit des Fötus, das auf die Mutter intensiv reagiert, entscheidend ist für die zukünftige Entwicklung des menschlichen Organismus. Beispielsweise fanden sich die verschiedenen Gefühlszustände, die die Mutter täglich durchlebt, etwa Freude und Angst, häufig widergespiegelt in den entsprechenden Ausdrucksbewegungen (Expansion und Kontraktion) des Fötus. Sie berichtete, daß eine gesunde Geburt nicht einfach die mechanische Austreibung des Fötus aus dem Mutterleib ist, sondern ein aktiver Prozeß, an dem sowohl die Mutter als auch der Fötus beteiligt sind. Sie zeigte, daß das Neugeborene nicht hilflos ist, wie allgemein angenommen wird, sondern vielmehr in der Lage, den Bauch der Mutter empor zu kriechen und die Brustwarze zu finden. Sie betonte, wie wichtig die Aufrechterhaltung des emotionalen und körperlichen Kontakts zwischen Mutter und Neugeborenen („orgonotischer Kontakt“, Reich) während und nach der Geburt ist, und wie notwendig es ist, eine Störung dieses Kontakts von Seiten wohlmeinender Erwachsener zu verhindern, wie das Wegnehmen des Säuglings für medizinische Untersuchungen.

Es gibt eine andere Sichtweise des intrauterinen Lebens, die vor kurzem aufgekommen ist; eine, die oberflächlich identisch zu sein scheint, die aber bei näherer Betrachtung ziemlich das Gegenteil darstellt (siehe: „How the First Nine Months Shape the Rest of Your Life“, Time Magazine, 4. Oktober 2010). Genannt „fötaler Ursprung“ entspricht sie der Anwendung mechano-mystischer Prinzipien auf eine Erforschung des fötalen Lebens, in der nur physische, quantitative Faktoren wie Ernährung, Schadstoffe, Medikamente und Infektionen als wesentliche Einflüsse auf die gesunde Entwicklung des Fötus berücksichtigt werden. Da Emotionen von mechanistischen Wissenschaftlern nicht angemessen verstanden werden, finden die entsprechenden Faktoren nur am Rande Erwähnung. Obwohl die mechanischen Ursachen real sind, sind die unbeachteten emotionalen Störungen der Mutter die Hauptursache für intrauterine fötale Schäden. Das Augenmerk in erster Linie auf diese physischen Faktoren zu richten, dient dem Ausweichen vor der emotionalen Entwicklung des Kindes.
 

Die Gefahren des Multikulturalismus

Vorgeschobener Grund für den Multikulturalismus in Amerika ist „die Feier der kulturellen Vielfalt“. Bestrebungen Schwarzen, Hispanics und Moslems beizubringen, die Sprache der sie umgebenden Gesellschaft zu sprechen und sich entsprechend zu kleiden, werden von den Multikulturalisten als „kultureller Imperialismus“, wenn nicht gar als „Rassismus“, verurteilt. Allerdings liegt das wahre Motiv des Multikulturalismus darin, eine Gruppe von Menschen, die angeblich benachteiligt ist, effektiv in ein antagonistisches Verhältnis zur Gesamtgesellschaft zu setzen und damit Amerika zu fragmentieren. Es dient auch dazu, die ausgewählte Gruppe daran zu hindern, sozial und wirtschaftlich voranzukommen. Multikulturalismus spaltet die Gesellschaft und ist die Ideologie von verkappten Rassisten. Es ist ein politischer Trick, der sich auf die kulturellen Unterschiede zwischen den Menschen konzentriert und damit eine Gruppe gegen die andere ausspielt.

Vom Standpunkt der politischen Charakterologie aus betrachtet, gehören Menschen, die den Multikulturalismus unterstützen, zur extremen Linken oder zur extremen Rechten. Ihr gemeinsames Glaubenssystem kann die Vertreter beider Extreme vereinen und zu einer politischen Kraft der Emotionellen Pest machen.
 

Integrieren sich die Moslems oder „übernehmen sie das Ruder“?

Bevor diese Frage befriedigend beantwortet werden kann, muß die „Rollenbesetzung“ in diesem Drama charakterologisch verstanden werden. Dazu dient die Beschäftigung mit der sozio-politischen Charakterologie.

Auf der Seite der Moslems, gibt es zwei Gruppen. Da wären die Angehörigen der extremen Rechten des sozio-politischen Spektrums, die nichts mehr wünschen als die Länder des Westens im Namen Allahs zu unterwerfen. Es gibt auch andere Moslems, sie gehören der politischen Mitte an. Sie sind bereit und in der Lage, sich der westlichen Lebensweise anzupassen und die Gesetze ihrer Wahlheimat zu respektieren. Die erstere Gruppe glaubt, daß religiöse und weltliche Gesetze ein und dasselbe sind. Diese Moslems sind eine Bedrohung für die westliche Gesellschaft und sollten in ihr Herkunftsland zurückgeschickt werden. Die letztere Gruppe glaubt, daß Religion und Staat voneinander getrennt werden sollten. Sie anerkennen und respektieren den Rechtsstaat.

Auf der Seite des Westens gibt es ebenfalls zwei Gruppen. So glaubt eine Gruppe in England, die auf der äußersten Linken angesiedelt ist und auch Regierungsvertreter und Beamte der Strafverfolgungsbehörden umfaßt, daß das Recht der Scharia für Moslems angewendet werden sollte. Andere, Konservative, wollen, daß alle Menschen im Lande, sowohl Moslems als auch Einheimische, die Gesetze des Landes befolgen.

Auf beiden Seiten ist die zentrale Frage, ob religiöse und weltliche Gesetze voneinander getrennt gehalten werden sollten. Die Integration von Moslems wird zum gesellschaftlichen Problem, weil die westlichen Liberalen nicht bereit sind die Gesetze ihres Landes durchzusetzen. Für sie sind die Gesetze nichts Absolutes und können sich je nach sozialen Bedingungen ändern. Die Integration von Moslems wird solange umstritten bleiben, bis die charakterologischen Faktoren, die den Einstellungen von Menschen zugrundeliegenden, verstanden werden und entsprechend gehandelt wird.
 

Sollte der Liberalismus tot sein, dann ist er ein sehr mächtiger Leichnam

In seinem Kommentar im Wall Street Journal („Liberalism: An Autopsy“, 4. Dezember 2010) stellt R. Emmett Tyrrell fest, daß es seit Ende des Zweiten Weltkriegs zu einem zwar langsamen, aber stetigen Niedergang des Liberalismus gekommen sei und daß der Liberalismus als politische Bewegung tot sei. Es ist wahr, daß sich die Nützlichkeit des Liberalismus als Sozialphilosophie verflüchtigt hat, nachdem er den mystischen Bann, den das Christentum auf das Leben der Menschen ausübte, nachhaltig zerstörte. Aber wie kann man verstehen, daß heute die politisch Linksstehenden stärker sind als je zuvor und daß Amerika ums Überleben kämpft, um nicht durch die Kräfte der politischen Linken zerstört zu werden?

Eine kurze Antwort auf diese Frage wurde in einem auf dieser Netzseite veröffentlichten Artikel gegeben: „Wo sind all die Kommunisten hin?“ Es hat mit der fast vollständigen Infiltration der Democratic Party durch charakterologische Kommunisten zu tun, die in den 1960er Jahren ihren Anfang nahm. Kommunisten gelang dieser Coup auf brillante Weise, indem sie sich als wahre Liberale gaben, ohne dabei in irgendeiner Weise ihr vollständiges Festhalten an der kommunistischen Ideologie preiszugeben: Vor aller Augen versuchen sie verzweifelt, durch politischen Aktivismus ihre linke Ideologie der amerikanische Öffentlichkeit aufzuzwingen und Amerika in einen sozialistischen Staat umzuwandeln.

Einsicht in den sozio-politischen Charakter erlaubt es, den im Titel dieses Eintrags ausgedrückten Widerspruch zu entschlüsseln: Echte Liberale mögen zwar auf dem Rückzug sein, aber mit Hilfe der linken Presse wurden pseudo-liberale/kommunistische Extremisten Teil des linken Mainstreams.

Was erklärt den Erfolg der extremen Linken? Aus charakterologischer Sicht behindert der natürliche Sinn für Fairneß, den das amerikanische Volk hinsichtlich der Überzeugungen anderer hegt, die Einsicht, daß es sich bei den linken Extremisten um Verbrecher handelt. Als Ergebnis dieser naiven und gefährlichen Haltung wurden die Pseudo-Liberalen/Kommunisten zu einem legitimen Teil der amerikanischen Politik, während die Kritiker der extremen Linken zunehmend marginalisiert werden.
 

Homosexualität bei Jugendlichen

Jugendsexualität ist eine der am meisten Angst erzeugenden und verwirrenden Situationen, denen Eltern heute gegenüberstehen. Die Kombination von stillem Elend, neurotischer Wut und Rebellion, die sich aus intensiven sexuellen Frustrationen des Jugendlichen ergeben, macht dies zu einer besonders schwierigen Zeit für Jugendliche als auch gleichermaßen für Eltern. Das Problem wird erschwert aufgrund der folgenden alles verkomplizierenden Faktoren:

  1. Unerkannte und ungelöste sexuelle und andere Probleme der Eltern selbst.
  2. Der Durchbruch von enormen Mengen von Angst in der jüngeren Generation durch den Zusammenbruch der autoritären Familie.
  3. Die sexuelle Überreizung und ungezügelte wirtschaftliche Ausbeutung einer bereits überreizten Jugend durch die Medien, darunter insbesondere die Unterhaltungsindustrie.
  4. Die Fülle an sexueller Desinformation, die als Evangelium verbreitet wird: Die allgemeine Akzeptanz von jeder Art von neurotischer (prägenitaler) sexueller Aktivität und das Umgehen jeder Diskussion über gesunde, genitale, heterosexuelle Aktivität.

Die Verwirrung, die durch diese hochaufgeladenen und explosiven sozialen Zustände hervorgerufen wird, kann leicht zum Ausbruch aller möglichen Formen der Emotionellen Pest führen. Im Fall von Homosexualität bei Jugendlichen verläuft die Grenze zwischen denjenigen, die eine Laissez-faire-Haltung bevorzugen und der jugendlichen Homosexualität Vorschub leisten, und denjenigen, die die jugendliche Homosexualität als Zeichen einer emotionalen Erkrankung betrachten und sie zu verhindern suchen.

Leider sehen beide Gruppen das Problem aus einer oberflächlichen, symptomatischen Perspektive. Auch in unserer Zeit der sexuellen Aufklärung erkennt keine der beiden Gruppen die besondere Bedeutung der sexuellen Funktion bei der Regulierung des Gefühlslebens des gesunden Heranwachsenden. Genau diese weitverbreitete Unkenntnis und das Umgehen des Wesentlichen ist direkt für die genannten unvereinbaren, einander gegensätzlichen Standpunkte verantwortlich.
 

Der Mut zum Auffinden eines Heilverfahrens für Krebs

Ein Artikel über eine Heilmethode für Krebs erschien vor kurzem im Wall Street Journal („A Geneticist’s Cancer Crusade“, 27.-28. November 2010). Darin erklärt der Genetiker James Watson, Mitentdecker der DNA, daß „wir den Mut aufbringen sollten, handlungsfähig zu sein“. Er fügt eine Warnung hinzu: „Wenn wir das nicht können, werden wir eine Atmosphäre erzeugen, in der wir die FDA [Food and Drug Administration] weiterhin mit ihren kläglichen Tests fortfahren lassen.“ Dr. Watson fährt fort: „Die FDA hat so viele Vorschriften … Sie möchten nicht, daß du etwas Neues ausprobierst, solange es eine alte Sache gibt, die funktionieren könnte.“

Es ist wahr, daß die FDA einen Würgegriff an jede Krebsforschung angesetzt hat, die sich außerhalb ihres mechanistischen Paradigmas bewegt. Diese mächtige Bundesbehörde ist eine unverhohlene Manifestation der Emotionellen Pest. Sie arbeitet in ihrer Machtsphäre autonom ohne jede Kontrolle. Es ist auch wahr, wie Dr. Watson sagt, daß Mut ein notwendiger Bestandteil für das Finden einer Heilmethode für Krebs ist. Aber Mut allein ist nicht genug. Die Erfolgsaussichten der modernen Genetik sind beschränkt, weil sie sich ausschließlich auf genetische Funktionen beschränkt und das nur in einer mechanistischen, nicht funktionellen Art und Weise. Was fehlt, ist eine Denkweise, die das Entstehen des Krebsprozesses begreiflich macht. Das ist ein Bereich, der sich außerhalb des Feldes der mechanistischen Biologie befindet.

In seiner Untersuchung des Krebs-Prozesses fand Dr. med. Wilhelm Reich, daß die Krankheit eine echte Biopathie ist, d.h. eine Pulsationsstörung des plasmatischen Systems (bestehend aus dem autonomen Nervensystem und dem Gefäßsystem), die aus dem Vorhandensein von Panzer hervorgeht. Der Krebs umfaßt eine besondere Art der Störung im Gefühlsleben des Betroffenen.

Es muß zunächst ganz allgemein ein korrektes, funktionelles Verständnis der Beziehung zwischen genetischen (genotypischen) und emotionalen (phänotypischen) Funktionen geben. Aber das kann es nicht geben, bevor nicht die Vorgehensweise der Emotionellen Pest beim Behindern echter Krebsforschung vollständig und couragiert entlarvt wurde. Die FDA stoppte Dr. Reichs Krebsforschung in den 1940er Jahren und sie behindert funktionelle Krebsforschung heute. Erst nachdem die Emotionelle Pest bloßgestellt worden ist, wird es möglich sein, das Krebsrätsel zu entwirren.
 

Das Marihuana-Problem

Ein sicherer Hinweis darauf, daß die Emotionelle Pest ihre Hände im Spiel hat, ist, daß du der Dumme bist, egal was immer du tust. Auf die Drogenproblematik übertragen bedeutet das, daß egal, ob Marihuana legalisiert wird oder nicht, die Entscheidung destruktive Folgen hat. Wenn die Droge nicht legalisiert wird, wird ein riesiger schwarzer Markt erzeugt mit all seinen potentiell verbrecherischen Auswirkungen. Wenn sie legalisiert wird, wird unserer Jugend die Botschaft vermittelt, daß es an dieser Droge nichts auszusetzen gibt. Im ersteren Fall funktioniert die Gesellschaft in autoritärer Weise und stachelt die Rebellion unserer Jugend an. Im letzteren Fall funktioniert die Gesellschaft in einer anti-autoritären Weise und bietet nicht die Orientierung, die junge Menschen dringend benötigen.

Um das Durcheinander komplett zu machen, gibt es keine allgemeine Übereinkunft hinsichtlich der ungemein schädlichen medizinischen Auswirkungen von Marihuana. In der Tat ist diese Schädlichkeit der Grund, warum die Droge so beliebt ist und warum sie das Medikament der Wahl für viele Benutzer darstellt. Alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die kein befriedigendes heterosexuelles Leben führen, fühlen sich in unterschiedlichem Maße elend und sind voller Zorn, weil sexuelle Energie, die nicht entladen wurde, regelmäßig zu diesen Gefühlen führt. Dies ist eine klinische Tatsache, die allen medizinischen Orgonomen bekannt ist. Marihuana ist hochwirksam bei der Abstumpfung des Gefühlslebens der Nutzer und befreit sie aus ihrer sexuellen Not. Die Nichtbeachtung dieser wesentlichen Tatsache verhindert, daß das Marihuana-Problem rational und effektiv angegangen werden kann.

Blogeinträge August 2010

31. August 2010

Warum Pseudoliberale den Bau einer Moschee am Ground Zero erlauben müssen

Es ist leicht zu verstehen, warum die Islamisten eine Moschee nahe Ground Zero bauen wollen. Aber warum wollen amerikanische Linke eine Moschee? Um zu verstehen, wie Pseudoliberale es zulassen können, daß eine Moschee neben Ground Zero gebaut wird, muß man die Unterschiede in der bio-physischen Struktur zwischen islamischen Fanatikern und Pseudoliberalen kennen. Die Islamisten befinden sich in einem heiligen Krieg, der auf die Zerstörung der westlichen Welt zielt. Sie werden von verzerrten Impulsen aus ihrem biologischen Kern angetrieben, die die zerstörerische mittlere Schicht passieren und an der Oberfläche zum Ausdruck kommen.

Auf der anderen Seite leben Pseudoliberale, wie New Yorks Bürgermeister Bloomberg und Präsident Obama, ganz in der oberflächlichen Schicht und nutzen ihre intellektuellen Fähigkeiten, um die Wahrnehmung sowohl ihrer eigenen destruktiven Impulse als auch die anderer abzuwehren. Darüber hinaus sind sie vom biologischen Kern vollkommen abgeschlossen und können daher nicht erkennen, daß es sich um einen Religionskrieg handelt. Für sie sind islamistische Terroristen schlicht Kriminelle, nicht religiöse Fanatiker. Auch können sie nicht sehen, daß, wenn der Bau eine Moschee neben Ground Zero zugelassen wird, das einen großer Sieg für die Täter des Angriffs vom 11. September darstellte: eine Moschee wird auf amerikanischem Boden gebaut, der durch den Islam im heiligen Krieg zerstört worden ist.

Da es ihnen keinen meßbaren Vorteil verschafft, stellt sich die Frage, was die Liberalen an persönlicher Befriedigung aus dem Bau einer Moschee neben Ground Zero ziehen? Der Moscheebau an diesem Standort verschafft Liberalen ein pathologisches Selbstwertgefühl. Liberale haben enorme Mengen an unbewußter Schuld, die täglich nach Sühne ruft. Diese wird durch Beteiligung an der Politik erlangt. Den Terroristen für ihr Verbrechen vom 11. September 2001 durch eine politische Erklärung zugunsten der Moschee zu vergeben, spricht die Liberalen nicht nur von ihrer persönliche Schuld frei, sondern versetzt sie auch auf eine höhere moralische Ebene nicht nur in Bezug auf die Täter, sondern auch in Bezug auf all jene Amerikaner, die „gegen das Projekt sind, weil sie Vorurteile gegen Moslems hegen“.
 

Die weitreichenden Änderungen der Finanzvorschriften durch die US-Regierung

Als Antwort auf die Wirtschaftskrise von 2008 hat der Congress Schritte zur umfangreichsten Umgestaltung der Regulierung der Finanzmärkte seit den 1930er Jahren unternommen. Unter anderem gibt der Gesetzesentwurf den Aufsichtsbehörden die Macht, die Aktivitäten von Banken zu beschränken und wenn diese Puffer nicht ausreichen, hätte die Regierung die Macht eine strauchelnde Gesellschaft, die eine Bedrohung für die Gesamtwirtschaft darstellt, zu konfiszieren und zu liquidieren.

Diese reflexartige Reaktion der Politiker auf die aktuelle Wirtschaftskrise war vollkommen vorhersehbar. Ohne Kenntnis der zugrundeliegenden Ursachen bestand ihr symptomatischer Ansatz darin, eine weitere Schicht von Vorschriften einer bereits überregulierten Wirtschaft überzustülpen. Wenn die Selbstregulierung der freien Marktwirtschaft auf lokaler, privater Ebene zusammenbricht, müssen Zwangsmaßnahmen auf Bundesebene eingreifen und mit ihnen eine weitere Schicht wirtschaftlichen Panzers in Gestalt von mehr Regulierung entstehen.

Die eigentliche Ursache der Krise liegt außerhalb der Domäne der Politiker. Es hat mit dem pathologischen, destruktiven Verhalten der gepanzerten Durchschnittsmenschen zu tun: Gier, Verantwortungslosigkeit, Anspruchsdenken und korrupte Geschäftspraktiken, bis hin zur Wirtschaftskriminalität, die tagtäglich im Wirtschaftgeschehen zum Ausdruck kommen. Wenn diese Manifestation der Emotionellen Pest nicht erkannt und angegangen wird, wird der endlose Kreislauf von krankhaftem ökonomischen Verhalten des gepanzerten Menschen gefolgt von mehr staatlicher Kontrolle fortdauern und seinen Tribut im wirtschaftlichen und persönlichen Leben der Menschen fordern.
 

Der Panzer behindert den musikalischen Ausdruck

Bevor ich mich für die Medizin zu interessieren begann, war ich Geiger und versuchte die technischen Schwierigkeiten des Instruments zu meistern. Obwohl ich bei den besten Lehrern studierte, fehlte etwas; etwas, das einen stark negativen Einfluß auf mein Spiel hatte. Dieses Etwas war auch bei anderen Studenten, die ich kannte, präsent. Als ich auf Charakteranalyse von Wilhelm Reich stieß, wurde dieser fehlende Faktor sofort offensichtlich.

Reich schrieb:

Aus den plasmatischen Emotionen der Organe des Brustkorbs stammen auch die meisten emotionellen Ausdrucksbewegungen der Arme und Hände. Diese Glieder sind, biophysikalisch gesehen, Fortsetzungen des Brustsegments. Beim Künstler, der seine Sehnsüchte frei zu entfalten vermag, setzt sich die Emotion der Brustorgane direkt in völlig gleichgestimmte Emotionen und Ausdrucksbewegungen der Arme und Hände fort. Dies gilt für den Violinvirtuosen und den Klaviervirtuosen genauso wie für den Maler.

Ich verstand, daß bei Vorhandensein des Panzers emotionale Energie aus der Brust, die das Ausgreifen (hin zur Welt), insbesondere Sehnsucht, ermöglicht, sich nicht frei in die Arme und Hände hinein bewegen kann, um so ihren musikalischen Ausdruck zu finden. Das war es, was fehlte. Obwohl ich die korrekte Technik erlangt hatte, sah ich, daß, solange wie meine Brust gepanzert war, technisches Know-How allein den vollen Ausdruck des musikalischen Gefühls nicht gewährleistete.

Mit diesen Gedanken begab ich mich in Therapie bei einem medizinischen Orgonomen. Während der Panzer in der Therapie systematisch beseitigt wurde, verbesserte sich mein Spiel dramatisch und die medizinische Orgonomie beeindruckte mich mit ihrer Wirksamkeit dermaßen, daß ich das Interesse an einer musikalischen Karriere verlor. Ich beschloß Arzt zu werden, damit ich die Wissenschaft der medizinischen Orgonomie studieren und ausüben konnte.

Der Cellist Yo-Yo Ma ist sich der Auswirkung von Muskelverspannungen auf die Qualität seines Spiels bewußt. In einem Interview im Wall Street Journal vom 29. Juli 2010 sagte er:

Mit jedem Jahr des Spielens, will man einen Muskel mehr entspannen. Warum? Weil je angespannter man ist, man desto weniger hören kann. Je mehr man also diese Energie sammeln kann und nicht blockiert ist und völlig im Hier und Jetzt ist, desto mehr kann man sagen: „Ich bin hier, weil ich es wirklich will. Es gibt keinen anderen Ort, wo ich lieber wäre.“ Und wenn man das wirklich ernst meint, dann ist das schon mal nicht schlecht.

Ohne von der Existenz des Muskelpanzers zu wissen, ist sich Ma trotzdem der zerstörerischen Auswirkungen von Muskelverspannungen auf den musikalischen Ausdruck bewußt.
 

Ein neuer Teilchenbeschleuniger – eine unrealistische Erwartung

Mechanistische Wissenschaftler lieben es Dinge größer und größer zu bauen mit der Vorstellung, daß größer auch besser sei. Eines ihrer neuesten Projekte ist der Bau der größten wissenschaftlichen Maschine, die jemals gebaut wurde, dem Large Hadron Collider (LHC), ein gigantischer Donut mit einem Umfang von über 27 Kilometern zu einem Preis von 10 Milliarden Euro, der viele der Geheimnisse des Universums, einschließlich des Augenblicks seiner Geburt, und die fundamentalen Kräfte, die es regieren, enthüllen soll.

Es ist unwahrscheinlich, daß der LHC die Geheimnisse des Universums enthüllt, denn die Idee beruht auf einigen sehr fragwürdigen Annahmen. Zunächst, daß elementare Materie die letztendliche Einheit des Universums darstellt, und zweitens, daß alle elementare Materie im Universum in einem einzigen Ereignis erschaffen worden ist, dem Urknall.

Es gibt viele Hinweise darauf, daß das genaue Gegenteil der Fall ist: (1.) daß Materie nicht der Grundbestandteil des Universums ist; und (2.) daß Materie kontinuierlich im Zentrum von aktiven galaktischen Kernen und Quasaren erzeugt wird. Diese Hinweise werden regelmäßig von den etablierten Wissenschaftlern ignoriert, weil sie nicht mit ihrer mechanistisch-materialistischen Sicht des Universums übereinstimmt. Das Ignorieren dieser auf Beobachtung beruhenden Hinweise unterstützt auch ihre mystische Hoffnung, daß der LHC einige der tiefsten Fragen, denen sich Kosmologen gegenübersehen, beantworten und ihren Glauben an die mechano-mystische Sicht der Welt rechtfertigen wird. Er stellt eine starke Abwehr dar, die dazu dient, die Welt nicht so zu sehen, wie sie wirklich ist.
 

Eine gleichgeschlechtliche Beziehung ist eine Partnerschaft, keine Ehe

Homosexuelle Beziehungen können rechtlich als Partnerschaften stillschweigend anerkannt werden, ohne Verwendung des Begriffs „Ehe“, mit all dem, was er seit Tausenden von Jahren in der menschlichen Geschichte beinhaltet hat.

Die Ehe ist eine bio-soziale Institution, die auf verschiedenen biologischen Funktionen bei Männern und Frauen beruht. Die wichtigste unter ihnen ist die Fortpflanzung, die Fortführung der menschlichen Rasse. Im Vergleich zu einer Ehe ist eine Partnerschaft eine eher oberflächliche Beziehung, da sie nicht aus dem biologischen Bereich, sondern aus dem sozialen Bereich stammt. Es ist eine soziale Institution mit bereits bestehenden gesetzlichen Rechten, die zwischen zwei beliebigen Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht eingegangen werden kann. Die rechtlichen Vorteile, die heterosexuelle Beziehungen gegenwärtig mit der Institution der Ehe besitzen, kann auf alle Personen ausgeweitet werden, weshalb es keinen legitimen Grund zur Legalisierung der „Homosexuellenehe“ gibt. Maßnahmen zur Legalisierung gleichgeschlechtlicher Beziehungen dienen dazu, den entscheidenden Unterschied zwischen einer Partnerschaft und einer Ehe zu verschleiern. Sie können und werden von einigen Leuten benutzt, um sie zu einer Äußerungsform der Emotionellen Pest zu machen.
 

Das Problem ist nicht die Macht, es sind die Menschen

Die Menschen suchen nach politischen Lösungen für soziale Probleme, obwohl die Antworten nicht im politischen, sondern im biologischen Bereich liegen. Im Wall Street Journal vom 18. August 2010 lenkt Ralph Nader unsere Aufmerksamkeit auf die die amerikanische Gesellschaft bedrängende Machtkonzentration der Konzerne und den Mißbrauch dieser Macht, der durch die Macht des Staates ergänzt wird. Er erklärt, daß die Öffentlichkeit ihr Vertrauen in beide große Parteien verloren hat und glaubt, daß sich Amerika in die falsche Richtung bewegt. Er glaubt, es sei Zeit für eine politische Allianz zwischen Progressiven auf der linken und Libertären auf der rechten Seite, weil ihnen die gleiche tiefe Abneigung gegen geballte Macht aller Art gemeinsam sei.

Macht kann konstruktiv oder destruktiv eingesetzt werden. Daher ist nicht Macht selbst das Problem, sondern die Art und Weise wie Macht durch gepanzerte Menschen eingesetzt wird. Die Fokussierung auf Machtkonzentrationen, statt auf machthungrige Menschen, ist tatsächlich ein Ausweichen. Man will nicht sehen, daß es eine Manifestation der Emotionellen Pest ist, wie bestimmte gepanzerte Menschen Macht über andere ausüben. Eine hochrangige Position in Politik oder Wirtschaft anzustreben, bedeutet nicht, daß man ein Träger der Emotionellen Pest ist. Der kritische Faktor ist die Charakterstruktur des Individuums.

Mein Buch The Emotional Plague: The Root of Human Evil zeigt, daß, wegen seiner besonderen Art von Panzerstruktur (ein biologischer Zustand), der Pestbefallene das Leben anderer kontrollieren muß, indem er Macht über sie ausübt. Diese hochenergetischen aber emotional kranken Menschen sind weitgehend diejenigen, die all die wirtschaftlichen Probleme verursachen. Unfähig zu echter produktiver Arbeit, sind sie diejenigen, die den Antrieb verspüren, lukrative und strategische Positionen in großen Unternehmen, der Regierung oder in religiösen und gewerkschaftlichen Organisationen zu suchen. Es gelingt ihnen gewählt zu werden, wobei es ihnen einzig und allein darum geht, Macht und Kontrolle über andere Leben auszuüben.

Wenn die Emotionelle Pest nicht erkannt und als die wichtigste destruktive, endemische Krankheit des gepanzerten Menschen behandelt wird, werden sich die gesellschaftlichen Bedingungen weiter verschlechtern.
 

Die Stimmung im Volke lautet heutzutage: Weder links noch rechts!

Eine von der konservativen TV-Persönlichkeit Glenn Beck organisierte Massenversammlung konnte Hunderttausende mobilisieren als Reaktion auf die Enttäuschung, die viele Amerikaner hinsichtlich der aktuellen Obama-Administration empfinden. Viele Leute, die interviewt wurden, brachten nicht nur ihre Unzufriedenheit mit den Democrats zum Ausdruck, sondern auch mit ihrer althergebrachten Führung, so wie sie sich heute darstelle: die Kandidaten der Republicans sollten ihre Stimme nicht für selbstverständlich halten. Das dreistündige Programm umfaßte religiöse und patriotische Reden, bot jedoch kaum Details darüber, wie die Probleme des Landes zu beheben sind.

Die Menschen sind mit politischen Lösungen unzufrieden, wissen aber nicht, womit sie sie ersetzen sollen. Das ist so, weil es keine sozialen oder politischen Lösungen für die Probleme gibt, mit denen Amerika konfrontiert ist. Die Konflikte zwischen der Linken und der Rechten sind Ausdruck großer biologischer Unterschiede in der Art und Weise wie Menschen denken und handeln. Diese Unterschiede können daher nicht politisch angegangen werden. Da Politik nicht die Antwort ist, können wir höchstens hoffen, daß die Menschen ihre Stimme dem weniger destruktiven Kandidaten geben. Es ist nicht die Entscheidung zwischen einem „schlechten“ und einem „guten“ Kandidaten. Es geht um denjenigen Kandidaten, der den geringsten Schaden anrichtet, indem er gegen Gesetzgebungen stimmt, die politische Lösungen für soziale Probleme versprechen.

Amerika steht derzeit dem Dilemma gegenüber, daß, wegen der extrem linksgerichteten Infiltration aller Zweige der Bundesregierung, das politische Zentrum weit nach links verschoben wurde. Dem muß Einhalt geboten und die Entwicklung umgekehrt werden, wenn Amerika, so wie es seit 200 Jahren existiert, überleben soll. Die Bundesregierung muß durch das Wahlvolk dazu gebracht werden, sich des Versuchs zu enthalten soziale Probleme lösen zu wollen, da das nicht ihre Aufgabe ist. Aus dieser Sicht ist klar, welchen Kandidaten man in Zukunft am besten seine Stimme geben sollte. Er oder sie muß jemand sein, der gegen die linke Agenda jener verpeilten Politiker auftritt, die gegenwärtig Amerikas Abstieg in den Sozialismus orchestrieren. Das allein wäre eine monumentale Leistung für jede politische Partei. Mehr von den Menschen in der Regierung zu erwarten, wäre Phantasterei, die im endlosen Hin und Her zwischen politischen Alternativen mündet, so wie sie von der Linken und der Rechten vorgeschlagen werden. Die Linke kommt immer mit den gleichen überholten sozialistischen Patentrezepten und die Rechte hält stets dagegen mit ihren „altbewährten“ Programmen. Und so geht der Kreislauf weiter und weiter, was zu anhaltender öffentlicher Unzufriedenheit mit den Politikern führt.

Blogeinträge April 2010

28. April 2010

Was ist falsch daran, die gleichgeschlechtliche Ehe zu legalisieren?

Es ist nicht möglich, die Frage, so wie sie gestellt wird, angemessen zu beantworten. Tatsächlich kann diese Fragestellung nur zu endlosen Debatten „für“ oder „wider“ die Sache führen. Grundsätzlicher betrachtet ist die Frage selbst ein Hinweis auf gepanzertes Denken, das durch ein Vermischen unterschiedlicher Funktionsbereiche und -tiefen gekennzeichnet ist. In diesem Fall sind das Recht des Einzelnen und eine soziale Beziehung nicht nur unterschiedliche Funktionen, sondern eine der beiden, das „Recht“, ist in einem engeren, dem Sozialen zugehörigen Bereich beheimatet, während die andere, die „Ehe“, in einem tieferen Bereich verortet ist; ein Bereich, der sich aus einer biologischen Funktion entwickelt hat.

So gesehen, aus der Perspektive des funktionellen Denkens heraus, werden wir gewahr, daß jede Seite bei der „Frage“ „teilweise richtig“ liegt. Indem wir die Debatte aus ihrem üblichen moralischen Kontext lösen, können wir sagen, daß die gleichgeschlechtliche Ehe weder „richtig“ noch „falsch“ ist und daß homosexuelle Beziehungen rechtlich anerkannt werden können ohne Verwendung des Begriffs „Ehe“ mit all dessen, was er impliziert und seit Jahrtausenden impliziert hat. Auf diese Weise können die rechtlichen und wirtschaftlichen Vorteile, die heterosexuelle Verbindungen gegenwärtig mit sich bringen, rational ausgedehnt werden, während die tiefere biologische Funktion doch unangetastet bleibt.

Mit dieser Lösung wird jede Emotionelle Pest, kommt sie nun von der Rechten oder von der Linken, aus der Gleichung gestrichen. Auf diese Weise wird den Bemühungen der Pest, Verwirrung zu stiften und die zentrale biologische Rolle der heterosexuellen Sexualität im gesellschaftlichen Leben in Abrede zu stellen, ein Riegel vorgeschoben und die Rechte aller Bürger können gewahrt werden unabhängig von ihrer sexuellen Präferenz.

 

Was ist ein Psychopath und wie entsteht er?

Ein Psychopath oder Soziopath (die Begriffe können synonym verwendet werden) ist ein Mann oder eine Frau, der oder die sich impulsiv verhält mit wenig oder keinem Sinn dafür, was richtig und was falsch ist. Da der Psychopath leicht an seinem Verhalten identifiziert werden kann, sind diagnostische Tests in der Regel nicht notwendig. Der Ursprung des psychopathischen Charakters findet sich in der frühkindlichen Entwicklung. In solchen Fällen gibt es einen deutlichen Unterschied im Grad der Frustration, die das Kleinkind von Seite der Eltern erfährt. Ein Elternteil ist hart und grausam, während das andere permissiv und liebevoll ist. Diese widersprüchliche Erziehungsweise, elterliche Repression und gleichzeitige Nachsicht mit den Wünschen des Kindes, führt zu einem Kind mit schlechter Impulskontrolle und psychopathischem Verhalten im späteren Leben.

Vor etwa 1960 waren in Amerika die Erziehungspraktiken ziemlich konsistent. Die Familie war intakt und Menschen akzeptierten in der Regel die gesellschaftlichen Umgangsformen. Das gesellschaftliche Leben war in erster Linie um die Familie herum organisiert. Sexualunterdrückung war die Regel. Sexuelle Fragen wurden nie öffentlich diskutiert und in Übereinstimmung mit dem Althergebrachten waren sexuelle Aktivitäten auf die Ehe beschränkt. Es galt ein allgemeiner Konsens darüber, was richtig und was falsch ist. Soziale Destruktivität wurde von individuellen und gesellschaftlichen Fesseln, von anerkannten Verhaltensregeln und von den Gesetzen des Staates in Schach gehalten.

Dann plötzlich, in der Spanne von wenigen Jahren in den frühen 1960er Jahren, zum Teil als Folge der sogenannten „sexuellen Revolution“, brachen mit voller Kraft destruktive Impulse aus dem Inneren der Mitglieder der jüngeren Generation durch. Familientraditionen wurden untergraben und die amerikanische Gesellschaft als Ganzes erfuhr eine Wandlung vom Autoritären zum Antiautoritären. Mit den Ausbrüchen dieser destruktiven Kräfte ging einher, daß fast jede Art von sozialpathologischem Verhalten toleriert, wenn nicht rundheraus akzeptiert wurde. „Sex, Drugs and Rock’n Roll“ wurde zum Mantra der 1970er Jahre. Die Menschen waren völlig unvorbereitet, das Geschehen zu bewältigen, als die autoritäre Familienstruktur geschwächt wurde oder in einigen Fällen ganz aufhörte zu existieren. In der heutigen antiautoritären Gesellschaft hat die Nachgiebigkeit gegenüber jedem Wunsch des Kindes kombiniert mit der Abwesenheit elterlicher Anleitung die überkommene autoritäre Repression ersetzt. Dies hat zur Ziellosigkeit bei Kindern, die Unfähigkeit des jungen Menschen, Verantwortung für sein Leben selbst zu übernehmen, und ängstlichem, chaotischem Verhalten bei der jüngeren Generation geführt.

Erschreckenderweise verbreitet sich heute in unserer antiautoritären Gesellschaft psychopathisches Verhalten immer weiter. Einige aktuelle Beispiele von psychopathischem Verhalten: unehrliche, gierige Vorstände der großen Konzerne begehen Unternehmungsbetrug, Romantisierung und Verherrlichung von Kriminellen und psychopathischen Charakteren von Seiten der Entertainment-Industrie und deren Umdeutung in Helden, und das zunehmende Auftreten aller Arten von kriminellem Verhalten, insbesondere Drogenkonsum, in den letzten Jahrzehnten.

Es gibt keine Behandlung für den echten Psychopathen. Tatsächlich zeigt die klinische Erfahrung, daß konventionelle Formen der Behandlung, etwa Psychotherapie, in dessen geistigem und/oder körperlichem Verfall münden. Der Psychopath ist darin sehr geschickt, jede Form von therapeutischer Intervention in den Dienst seiner psychopathischen Tendenzen zu stellen.

 

Warum wird Amerika zunehmend gehaßt?

Der zunehmende Haß gegen Amerika fiel zeitlich mit der Transformation der Gesellschaft von autoritär zu antiautoritär zusammen, die sich in den späten 1950er und in den 1960er Jahren zutrug. Diese Umwandlung wurde durch die sogenannte „sexuelle Revolution“ verstärkt, als die jüngere Generation, biophysisch unvorbereitet auf ein wirklich gesundes Sexualleben, nach größerer sexueller Freiheit verlangte.

Amerikanische Pseudoliberale machten sich diese brisante gesellschaftliche Situation schnell zunutze, indem sie ihre linke politische Agenda (die auf ihrem Haß gegen Autoritäten beruht) mit dem sexuellen Verlangen der jungen Menschen gleichsetzten. Das politisierte die Bewegung, wodurch sie zu einer organisierten Form der Emotionellen Pest wurde. Frustration und Zorn der jüngeren Generation wurde in Amerika auf Autoritätsfiguren gerichtet, die als Hindernis für ihre sexuellen Forderungen wahrgenommen wurden. Jeder, der im gesellschaftlichen Mainstream Autorität verkörperte (Mitglieder der Strafverfolgungsbehörden, Universitätsprofessoren, Führungskräfte in der Wirtschaft und das Militär) wurden mit Feindseligkeit und Argwohn betrachtet, womit eine Verschiebung der politischen Mitte nach links einherging. Infolge wurden viele Leute in der Regierung, die in der Vergangenheit als liberal eingestellt betrachtet worden waren, als „Konservative“ oder „Rechte“ abgestempelt.

Mit dem Fall der Sowjetunion wurde Amerika die einzige Supermacht. Da in den Köpfen der leicht beeinflußbaren Massen Macht mit der verhaßten Autoritätsperson gleichgesetzt wird, wurde, angeheizt von den liberalen Medien und der Unterhaltungsindustrie, Amerika schnell das Ziel ihres Hasses. Dieser Haß auf Amerika durch Amerikaner hat viele Länder der freien Welt infiziert, vor allem in Westeuropa.

 

Haben Shows wie „Hannah Montana“ einen schlechten Einfluß auf Kinder?

Viele Mütter lassen nicht zu, daß sich ihre Kinder beispielsweise Hannah Montana oder High School Musical im Fernsehen und Spider Man oder Harry Potter im Kino ansehen. Sie haben das Gefühl, dort würden Gewalt bzw. die falschen Werte befürwortet (etwa Widerworte gegen die Eltern, Lügen, Betrügen, etc.). Kann das Ansehen dieser Shows und Filme einen schlechten Einfluß auf Kinder unter 10 ausüben, ihrer Entwicklung schädlich sein und eine Rolle dabei spielen, wie sie in der Gesellschaft heranwachsen?

Das Problem ist nicht diese Fernsehsendung oder jener Kinofilm. Kinder brauchen ein Vorbild und wenn die Eltern und andere wichtige Erwachsene in der Welt des Kindes (Großeltern, Tanten, Onkel, usw.) keinen echten emotionalen Kontakt mit dem Kind haben, wird es notwendigerweise beim Erlernen von Verhaltensweisen auf Ersatz zurückgreifen wie Fernsehprogramme, Filme, das Internet und Videospiele. Eine gesunde Beziehung zwischen dem Kind und seinen Eltern oder Elternersatz bietet Kindern jedoch die Möglichkeit das, was im Fernsehen und anderswo gezeigt wird, von dem zu unterscheiden, was als angemessenes Verhalten in der realen Welt betrachtet werden kann. Sicherlich ist das Betrachten grundloser Gewalt, falscher Werte und Obszönität nicht wünschenswert, aber in vielen Fällen können diese Darstellungen einen kontaktvollen Anlaß bieten, um Probleme, die das Kind beschäftigen, zu besprechen und sie geben den Eltern die Gelegenheit zu erklären, warum das antisoziale Verhalten nicht akzeptabel ist.

 

Ist es falsch Kindern einen Schnuller zu geben?

Ja. Schnuller bieten einen Ersatzkontakt und werden oft in einer kontaktlosen, mechanischen Weise (die aktuelle „Mode“) benutzt und/oder um die Kinder ruhigzustellen. Sie stören die Fähigkeit des Kindes beim Erlernen der Regulierung oraler Bedürfnisse, so daß ein chronisches Gefühl der oralen Unbefriedigung bleibt. Das kann entscheidend dazu beitragen, den Grundstein für Eßstörungen und möglicherweise Übergewicht im späteren Leben zu legen.

Oft setzt sich das Bereitstellen von Ersatzkontakt bei älteren Kindern fort. Fernsehen, Video- und Computerspiele werden, wie zuvor Schnuller, Ersatz für normales Spielen, d.h. Aktivitäten, die für die gesamte Entwicklung des Kindes, insbesondere die Arbeitsfunktion, notwendig sind.

Vielleicht wären Schnuller nicht notwendig, wenn Eltern mit ihren Kindern in besserem Kontakt wären.

 

Warum Hirnleistungstraining nicht funktioniert

Einem kürzlich in der Zeitschrift Nature erschienenen Artikel zufolge gibt es keine Beweise dafür, daß das Betreiben von Hirntraining die kognitive Leistung verbessert. Die entsprechenden Studien beruhen auf der falschen Prämisse, daß sich die Quellen für geistige Aktivität ausschließlich im Gehirn finden. Diese Prämisse berücksichtigt nicht die klinische Beobachtung, daß die Quelle für geistige Aktivitäten nicht nur aus dem Gehirn, sondern vom sensorischen und emotionalen Input aus dem gesamten Körper kommt. Deshalb bringt Hirntraining mit dem Computer keinen Erfolg. Vielmehr wurde klinisch der Nachweis erbracht, daß, wenn emotionale Blockaden (Panzer) durch medizinische Orgontherapie entfernt werden, sich die emotionalen und kognitiven Funktionen des Patienten oft dramatisch verbessern.

 

Der Ursprung des Konflikts zwischen Links und Rechts

Der Konflikt zwischen der Linken und der Rechten stammt aus dem grundlegenden Widerspruch in der Struktur aller gepanzerten Menschen: der Sehnsucht nach Freiheit auf der einen und der Angst vor der Freiheit auf der anderen Seite. Die Ideologie des echten Liberalen wird bestimmt durch und ist Ausdruck der zugrundeliegenden menschlichen Hoffnung auf die Verheißung von Freiheit, Glück und dem Wunsch nach sozialen Verbesserungen, während die Ideologie des echten Konservativen von der Überzeugung bestimmt wird, daß diese angestrebten Zustände, sofern sie denn überhaupt realistisch sind, praktisch nicht, vorsichtig ausgedrückt, über das hinaus zu verwirklichen sind, was die Menschen in Amerika ohnehin schon haben. Deshalb ist die Ideologie der Liberalen weit beliebter und anziehender für die Mehrheit der Menschen und deshalb haben Präsidenten links von der Mitte, wie Wilson, Kennedy und Obama, stets soviel Zustimmung erfahren. Der gepanzerte Zustand des Menschen ist die Quelle der menschlichen Probleme und keine Art von politischem Aktionismus kann Abhilfe schaffen.

 

Was Rush Limbaugh wissen sollte

Diese Woche hatte [der konservative Radiokommentator] Rush Limbaugh einen Artikel im Wall Street Journal, in dem er sich gegen Angriffe der politischen Linken, er fördere Gewalt, zur Wehr setzte. Die Linke spielt, gegen diejenigen, die sich ihrer sozialistischen Agenda widersetzen, die „Gewaltkarte“ und den „Rechtsextremismus“ aus. Dazu ist sie in der Lage, weil nicht zwischen natürlicher, gesunder Aggression und kranker, neurotischer Aggression unterschieden wird.

Überhaupt vermengen sie alle Formen des emotionalen Ausdrucks mit dem Pathologischen, um dann „die Vernunft“ über sie zu setzen, so daß sie auf diese Weise ihren Intellektualismus, der der Abwehr dient, beim Verfolgen ihrer politischen Ziele rechtfertigen können.

Jeder sollte wissen, daß das Hervorrufen von Verwirrung und das Schüren politischer Unruhe eine bevorzugte emotionell pestkranke Taktik der linken Ideologen ist. Zur Vertiefung dieses Themas siehe mein Buch The Emotional Plague: The Root of Human Evil.