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Sonntags in der Stadt: damals und heute

29. Juni 2020

Das Leben in Manhattan, New York City während der autoritären Ära (die 30er, 40er und 50er Jahre) war ganz anders als heute. Während der Woche gab es in der Stadt ein hohes Maß an wirtschaftlicher und sozialer Aktivität, aber sonntags wurde alles ruhig. Der Sonntag war ein Tag der Ruhe. Mit Ausnahme einiger Lebensmittelmärkte und Restaurants waren alle Geschäfte geschlossen, und das Geschäftsleben nahm sich einen Tag frei. Die einzigen Aktivitäten, die stattfanden, waren soziale Aktivitäten, wie Kirchenbesuche und Familienzusammenkünfte, Zeichen der Unversehrtheit einer traditionellen Gesellschaftsordnung.

Dann änderten sich die Dinge. Damals noch unerkannt, war dies der Beginn einer monumentalen Veränderung der Gesellschaftsordnung. Es war der Beginn der Transformation der Gesellschaft vom Autoritären zum Antiautoritären, einer Zeit, in der alle Formen der gesellschaftlichen Organisation und Traditionen auf allen Ebenen allmählich zu zerbrechen begannen.

In dieser Zeit verband sich die Vorstellung von linker Politik als Lösung der Menschheitsprobleme mit den emotionalen Kräften, die von jungen Menschen zum Ausdruck gebracht wurden. Treibende Kraft des Wandels war der Durchbruch an die Oberfläche von mächtigen Kräfte, die in der Sehnsucht der jungen Menschen nach sexuellem Glück enthalten waren. Der Begriff „sexuelle Revolution“, der von kommunistischen Ideologen verwendet wurde, förderte die Bewegung. Die Menschen der älteren Generation reagierten darauf geschockt und verwirrt. Noch nie zuvor hatten sie in Amerika so etwas wie diese Art von sozialer Umwälzung erlebt.

Für die meisten Menschen noch unerkannt, war dies die Zeit des Durchbruchs der großen, zerstörerischen sekundären Schicht der gepanzerten Menschen, die wir als die Emotionelle Pest erkennen, und der Anfang vom Ende der Gesellschaftsordnung der Vergangenheit.