Posts Tagged ‘US-Wahlkampf’

Das Ende des Zweiparteiensystems in Amerika

7. März 2016

Der folgende Text ist ein Auszug aus meinem nächsten Buch Clueless.

Im Wall Street Journal vom 5./6. März („The Republican Party is Shattering“) schreibt Peggy Noonan über die Zerstörung der Republican Party. Würde sie aber einen Schritt zurück treten und sich das vollständige Bild anschauen, sähe sie, daß nicht nur die Republikanische Partei, sondern auch die Democratic Party und das gesamte Zweiparteiensystem in Amerika zusammengebrochen ist.

Die Funktion des Zweiparteiensystems bestand darin, der amerikanischen Politik in der vergangenen autoritären Ära eine Grundlage zu geben. Zu dieser Zeit gab es grob geschätzt eine gleiche Anzahl von Liberalen und Konservativen in der Demokratischen Partei und in der Republikanischen Partei und das System funktionierte so, daß ein Gleichgewicht zwischen den gegensätzlichen ideologischen Kräften der politisch linken und rechten Seite aufrechterhalten werden konnte. Die sich gegenüberstehenden Kräfte funktionierten nach dem Prinzip des sich gegenseitig anziehenden Gegensatzes (siehe Kapitel 5). Heute ist dieses System eine Sache der Vergangenheit geworden und die Menschen sind sich in der Regel nicht bewußt, was vor sich geht und warum.

Der Grund dafür liegt darin, daß sich in der heutigen anti-autoritären Gesellschaft die amerikanische Politik weit nach links von der Mitte verschoben hat und deshalb das Zweiparteiensystem nicht mehr als Ausgleich gegensätzlicher Ideen arbeitet, um die soziale und politische Stabilität aufrechtzuerhalten. Die amerikanische Politik ist unter dem ständigen Druck linker Progressiver destabilisiert worden. Sie hat keine rationale Funktion mehr.

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Blogeinträge September/Oktober 2012

21. Oktober 2012

Clint Eastwoods Parodie bei der Republican National Convention

Wenn wegen des individuellen oder des sozialen Panzers die Wahrheit nicht auf ernsthafte Art zum Ausdruck gebracht werden kann, kann sie dennoch auf humorvolle Weise ausgedrückt werden, vor allem in der Politik. Clint Eastwoods Sketch auf der Republican National Convention letzte Woche war ein schlagendes Beispiel. Sie durchbrach die Barriere der Political Correctness. Eastwood führte ein imaginäres Interview mit Barack Obama. Darin forderte Eastwood Obama auf, einige strittige Themen, die seine Politik als Präsident betreffen, zu kommentieren. Was Obama gesagt hat, wissen wir nur von Eastwoods Reaktion darauf, bei der er in seinem charakteristischen ruhigen, nüchternen Stil wiederholt sagt: „Ich kann das nicht mit mir selbst machen.“ [Als Antwort auf: „Fuck you!“]

Die Reaktion des Publikums zeigte, daß es die Bedeutung des Wortwechsels verstand. Er bot nicht nur ein klares Bild von Obamas vollständiger Verachtung für alle, die seine Politik in Frage stellen, sondern auch von seiner unerbittlichen Entschlossenheit sie einseitig durchzupeitschen.

In meinem Buch The Emotional Plague: The Root of Human Evil charakterisiere ich den Pseudo-Liberalen/Kommunisten als jemanden, der seine genitale Rache gegen die Gesellschaft mittels seines Intellekts zum Ausdruck bringt. Dieser zentrale Aspekt von Obamas Charakter und seine Abwehr gegen ihn, seine Rüpelhaftigkeit, wenn er herausgefordert wird, zeigte sich deutlich in Eastwoods humorvollem imaginärem Austausch.

 

Obama 2016: Eine Dokumentation über die Rache eines Mannes

Der bemerkenswerte Dokumentarfilm Obama 2016 ist für jeden, der sehen kann, eine zwingende Beschreibung von Barack Obamas zerstörerischer politischer Agenda für Amerika. Noch erschreckender als der Film selbst sind die vielen Menschen, die Obama nicht so sehen, wie er wirklich ist. Wir wissen, daß Selbstgefälligkeit angesichts drohender Gefahr Symptom eines schwerwiegenden Augenpanzers ist. Die typische Reaktion vieler okular gepanzerter Amerikaner auf Obamas Entwurf des Wechsels ist Leugnung, die hartnäckige Weigerung, die Belege zu sehen und die Sache als das zu erblicken, was sie ist. Viele, darunter auch die Medien, sind komplett zum Narren gehalten worden durch Obamas Darstellung als eines Schwarzen mit einem ansprechenden breiten und freundlichen Lächeln, der einer ahnungslosen, ihn vergötternden weißen amerikanischen Öffentlichkeit nichts zuleide tun kann. Diese trügerische Fassade von Gutartigkeit verdeckt seinen Rachedurst gegen jene Weißen, die von ihm als die „Unterdrücker“ (Kapitalisten, Unternehmer, usw. – der „Kolonialismus“ der Vergangenheit) der Underdogs der Welt eingestuft werden. Seine gesamte politische Agenda ist nichts anderes als ein Versuch, mit vergangenen und gegenwärtigen „Usurpatoren“ abzurechnen, indem er jedermann und jede Nation, ob arm oder reich, auf das gleiche wirtschaftliche Niveau bringt.

Der Film dokumentiert Obamas lebenslange Verbindung mit Kommunisten, angefangen bei seiner Mutter und dem Großvater mütterlicherseits, die Mitglieder der Partei waren, und endet mit seiner engen Beziehung zu Linksradikalen wie Jeremiah Wright unmittelbar vor seiner Präsidentschaftskandidatur. Er dokumentiert auch, daß mit kommunistischen Taktiken der Massenbeeinflussung zum frühestmöglichen Zeitpunkt in der Entwicklung des Kindes begonnen werden muß, will man effektiv sein.

Wie erkennen wir Obamas Destruktivität? Praktisch jede von Obamas innen- und außenpolitischen Initiativen hat letztendlich Amerikas Stärke sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene untergraben.

Da die Existenz der Emotionellen Pest nicht erkannt wird, ist das Element des Bösen nicht unbedingt Teil der Darstellung. Jedoch auch ohne dieses entscheidende Element leistet der Film eine ausgezeichnete Arbeit bei der sachlichen Aufdeckung der Emotionellen Pest, die von der Linkem ausgeht. Der Film ist „ein Muß“ für alle, die Zweifel an Obamas zerstörerischen Absichten haben. Der Film ist voller tiefer Sorge um unsere Ideale und die Zukunft unseres Landes.

 

Kommunismus der amerikanischen Art

Der Kommunismus ist die größte Gefährdung durch die Emotionelle Pest, die dem Westen von innen her droht. Der Islamismus ist für ihn die größte Bedrohung von außen.

Die heutigen Kommunisten haben die Fähigkeit entwickelt, sich ihrer Umgebung durch Imitation zu einem Gutteil anzupassen. Wie Tintenfische sind sie in der Lage das Erscheinungsbild ihrer Umgebungen zu übernehmen, um dadurch ihre wahre Identität zu verbergen. Wegen dieser Fähigkeit zur Mimikry treten sie nicht als die typischen, unheilvoll wirkenden Randelemente auf, mit denen sie noch vor einer Generation identifiziert wurden. Tatsächlich ist es so, daß, je unauffälliger sie sich machen können, je „amerikanisierter“ sie wirken, sie desto wirksamer sind bei der Zerstörung ihrer Opfer aus dem Inneren Amerikas heraus. Aus diesem Grund ist Tarnung eine ihrer zentralen Verteidigungsstrategien. Da sie das äußere Erscheinungsbild eines guten authentischen liberalen Amerikaners angenommen haben, und sie sich selbst als „Progressive“ bezeichnen, ist es angebracht, heutige Kommunisten als Pseudoliberale zu beschreiben.

Die heutigen Pseudoliberalen, die der Democratic Party Amerikas angehören, funktionieren auf genau dieselbe Weise, wie es die Mitglieder der Kommunistischen Partei in der Sowjetunion getan haben. Wie die einstigen Kommunisten besteht die politische Funktion der Pseudoliberalen darin, Kontrolle über die Regierung zu übernehmen, die bestehenden Freiheiten zu beseitigen und schließlich Amerika in eine Diktatur sowjetischen Stils zu verwandeln. Es ist für sie keine Sache der bewußten Wahl. Wie Tintenfische folgen Pseudoliberale in ihrem Verhalten einem strukturellen Zwang. Es liegt nicht in ihrer Macht anders zu funktionieren.

 

Man kann nicht beides haben

Entweder ist freie Meinungsäußerung ein Recht, das von der amerikanischen Verfassung garantiert wird, oder sie ist es nicht. Präsident Obama spricht sich für die Kriminalisierung von jedem aus, der etwas Negatives über den moslemischen Glauben sagt. Auf der anderen Seite sehen sich moslemische Fanatiker im Krieg und sind bereit, alle diejenigen, die nicht konvertieren und bedingungslos dem moslemischen Glauben folgen, zu ermorden.

Für jedermann sichtbar sind die Grenzen gezogen. Die Parallele zur Konfliktsituation, die zwischen der Nazi-Ideologie und der freien Welt in den 1930er Jahren existierte, und dem, was heute geschieht, ist von schmerzlicher Offensichtlichkeit, und doch wollen es nur wenige Menschen sehen. Das Beschwichtigen der Nazis durch die politische Linke veranlaßte Hitler zu dem Glauben, daß er mit seinen militärischen Ambitionen, Europa und die Welt zu erobern, davonkommen werde. Dies führte zu den Schrecken des Zweiten Weltkriegs. Mit dem linksstehenden Obama, der den rechtsstehenden islamischen Fanatikern dieselbe Botschaft vermittelt, ist ein weiteres Rezept für die soziale Katastrophe gegeben.

Da die Emotionelle Pest noch nicht ihren Tribut gefordert und Amerika zerstört hat, wurde der Zweite Weltkrieg gegen die Nazi-Ideologie erfolgreich beendet. Heute, wo die Pest das amerikanische Leben in seinen Grundfesten befallen hat, ist der Ausgang des Krieges gegen die islamistische Ideologie nicht sicher.

Die Fanatiker lassen keinerlei Zweifel hinsichtlich des unversöhnlichen Widerspruchs zwischen ihrem Glaubenssystem und dem des Westens, und hinsichtlich ihres Ziels, die westliche Lebensart zu zerstören. Der Führer der westlichen Welt, Barack Obama, scheint sich dessen nicht bewußt zu sein: Die von der Linken kommende Emotionelle Pest steht heute im Bunde mit der Emotionellen Pest von rechts, folglich konsolidiert sich die Pest auf internationaler Ebene. Ihre Funktion ist es, die Freiheit von Milliarden von Menschen in der westlichen Welt zu zerstören, indem dem menschlichen Leben sowohl von linker als auch von rechter Seite zunehmend die Luft abgedreht wird.

 

„Es breitet sich wie eine Seuche aus“

Die Menschen werden langsam der Existenz der Emotionellen Pest gewahr, auch wenn sie sie nur als Metapher begreifen. In einem Kommentar zu den Demonstrationen gegen die westliche Welt, die sich wie ein Lauffeuer über den Nahen und Mittleren Osten ausbreiten, der sogenannte arabische Frühling, bezeichnete ein Kommentator im Fernsehen (The O’Reilly Factor, 14. September 2012) sie tatsächlich als eine Pest. Dem Kommentator war es offensichtlich, daß die Demonstrationen einer Seuche im medizinischen Sinne ähneln, weil es das Element der Ansteckung von einem Land zum anderen gab.

Bevor eine rationale und effektive Antwort in Angriff genommen werden kann, um die Zerstörungskraft einer beliebigen Manifestation der Emotionellen Pest einzudämmen, muß sie zunächst als physische Krankheit erkannt und behandelt werden, und ihre Arbeitsweise muß klar verstanden werden. Leider sind die Menschen heute noch weit davon entfernt, diesen wichtigen Schritt in ihrem Denken zu vollziehen. Der arabische Frühling ist eine organisierte Attacke, genährt und getragen von einer Grundströmung aus materieller Bedürftigkeit und sexueller Frustration der von Armut betroffenen und sexuell ausgehungerten islamischen Massen. Ihr persönlicher Haß wird erfolgreich genutzt und gegen Amerika und den Westen kanalisiert von erfahrenen emotionell pestkranken Charakteren, die zu radikal-islamischen Organisationen wie al-Qaida gehören.

Diese Kanalisierung ihres Hasses gegen Amerika erfährt eine Verstärkung, wenn der Präsident der Vereinigten Staaten überflüssigerweise sich regelmäßig bei Ländern der Dritten Welt über Unzulänglichkeiten Amerikas entschuldigt. Dadurch zeigt er, daß er absolut kein Verständnis für die Dynamik der Kräfte hat, die zwischen Amerika und den moslemischen Nationen am Wirken ist. Amerika mit Schuld beladen erscheinen zu lassen, versetzt unsere Nation in eine Position der Schwäche (Masochismus) in Bezug auf andere Länder, so daß eine sadomasochistische Beziehung zwischen ihnen etabliert wird. Diese hochpathologische, brisante Beziehung zwischen Amerika und den moslemischen Nationen nährt die Flammen der Emotionellen Pest durch Anregen der unbewußten, sexuell frustrierten, sadistischen Impulse der jüngeren Anhänger des Islams, die dann gegen uns gerichtet werden. Es ist kein Wunder, daß die Moslems sich ermutigt fühlen, unsere Botschaften anzugreifen und die US-Regierung aufzufordern, sich für alle möglichen und unmöglichen Anschuldigungen zu verantworten. Dies ist ein Beispiel dafür, wie die von rechts kommende Emotionelle Pest durch scheinbar unschuldige politische Äußerungen von einem amerikanischen Präsidenten verschärft wird, der politisch deutlich links steht.

 

Willkommen in der Welt des Islam

Um zu verstehen, was sich zwischen der moslemischen Welt und dem Westen abspielt, ist eine Beschäftigung mit der sozio-politischen Charakterologie von entscheidender Bedeutung. Solange im Westen die autoritäre Gesellschaftsordnung intakt war, wurde der Schlaf der moslemischen Welt nicht gestört. Mit der anti-autoritären Umwandlung der westlichen Gesellschaft, die um 1960 herum begann, entwickelten sich langsam eine Polarisierung und ein Kulturkampf zwischen den beiden Welten. Das beruhte auf der anti-autoritären Umwandlung im Westen, die mit tätiger Unterstützung des pseudo-liberalen/kommunistischen Charakters in diesen Ländern zu einer deutlichen Verschiebung weit nach links im sozio-politischen Spektrum führte. Da die moslemische Welt weiterhin weit rechts von der Mitte verharrte, weitete diese Verschiebung die bereits bestehende kulturelle Kluft zwischen ihnen aus: Der Westen verschob sich zur extremen Linken, während die moslemische Welt weiter unverändert auf der extremen Rechten blieb.

Die Linksverschiebung in der westlichen Kultur führte zum Zerfall der sozialen Traditionen in allen Bereichen, insbesondere aber einer Lockerung der Sexualmoral und einem Rückgang der persönlichen Verantwortung. Die permissive Haltung öffnete die Schleusen für das Ausleben aller möglichen sekundären, destruktiven Impulse im Westen. Das umfaßte abfällige, anti-autoritäre Bemerkungen gegen jedwede Form von traditionellen sozialen Institutionen, einschließlich der islamischen Religion.

So wurden gesellschaftliche Bedingungen erzeugt, die den Ausbruch einer emotionell pestkranken Reaktion von globalen Ausmaßen begünstigten. Die moslemische Welt reagierte auf dieses Verhalten des von der Linken dominierten Westens in einer Weise, die von der Rechten zu erwarten ist: aus dem Bauch heraus. Die Moslems antworteten auf die Provokation desto heftiger, je weiter sie charakterologisch rechts standen. Diejenigen, die am weitesten rechts standen, die Schwarzen Faschisten und die Reaktionäre, reagierten explosionsartig auf die Provokation mit der Zerstörung von Gebäuden, die sie als Symbole des westlichen Einflusses betrachteten, während diejenigen, die weniger extremistisch waren, die Konservativen und die extrem Konservativen, weniger militant reagierten. Sie hielten einfach die moslemische Religion und Lebensweise mit friedlichen Mitteln aufrecht.

Mit dem globalen Aspekt der Emotionellen Pest konnten nunmehr die organisierten Elemente der moslemisch-faschistischen Gruppen, wie die extrem rechten Salafisten und al-Qaida, auf den Plan treten, die moslemische Empörung aufwiegeln und die Ausbrüche von einem Land ins andere tragen.

Der faschistische Moslem auf der rechten Seite bekämpft den sich auf der linken Seite befindlichen Pseudo-Liberalen/Kommunisten physisch, da er ihn als Rivalen für die Beherrschung der Welt, die sie beide anstreben, und als Bedrohung für seinen grundlegenden Mystizismus (verzerrter Kontakt zum Kern) betrachtet. Der Pseudo-Liberale/Kommunist strebt seine Lösung vollkommen anders an (durch seinen Intellekt), weil er eine grundlegend mechanistische Charakterstruktur hat (Mangel an Kernkontakt). Beide politischen Extreme haben jedoch das gleiche Ziel. Sie unterscheiden sich nur in den Mitteln zur Erreichung dieses Ziels.

 

Der biologische Ursprung der Political Correctness

Aus soziologischer Sicht wird Political Correctness als ein verzerrter Ausdruck Marxistischer Ideen definiert, die von der Wirtschaft in den Bereich der Kultur übertragen wurden. Da Marxisten und andere Linke fast ausschließlich aus der zerstörerischen sekundären Schicht und der oberflächlichen Schicht ihrer bio-psychischen Struktur heraus leben, folgt daraus, daß aus biologischer Sicht Political Correctness ein Ausdruck der Impulse und Ideen ist, die aus der zerstörerischen zweite Schicht stammen und die gesellschaftlich akzeptabel gemacht werden, indem sie die oberflächliche Schicht passieren (die Nutzung des Intellekts als Abwehr.)

Ein Beispiel für Political Correctness wird in dem Artikel „Muslims, Mormons and Liberals” von Bret Stephens vorgestellt (Wall Street Journal, 18. September 2012). Er beschreibt, wie das Publikum mit schallendem Gelächter reagiert, wenn die Mormonen in dem Broadway-Musical The Book of Mormons verspottet und in obszönen Szenen der Lächerlichkeit preisgegeben werden. Er vergleicht diese Reaktion mit der des empörten liberalen Establishments auf einen Video-Clip des Films Innocence of Muslims, der Beleidigungen gegen die moslemische Religion darstellt. Linke in ganz Amerika bezeichneten das Video als „verwerflich und ekelhaft“ und gaben ihm die alleinige Schuld für die Unruhen in weiten Teilen der moslemischen Welt. Stephens kommt zu dem Schluß, daß es Konsens des amerikanischen Liberalismus sei, das Verspotten der Mormonen und des Mormonismus urkomisch zu finden, aber mit Empörung zu reagieren, wenn man sich über Moslems und den Islam lustig macht. Er stellt die berechtigte Frage in den Raum, ob das nicht damit zu erklären sei, daß „niemand jemals von den Mormonen Schaden zugefügt, geschweige denn getötet wurde, wenn er sich über die Mormonen lustig gemacht hat“.

Ohne, daß er von der sozio-politischen Charakterologie Kenntnis hat, trifft Stephens Frage den Kern der Charakterstruktur aller Linken: Da sie aus ihrer oberflächlichen Schicht (dem Intellekt) heraus agieren, sind sie kaum oder gar nicht in der Lage körperliche Aggression, die aus ihrem biologischen Kern (der auch die willkürliche Muskulatur umfaßt) stammt, zu ertragen und daher sind sie angesichts der von rechts kommenden faschistischen Aufstände der Moslems vor Angst gelähmt und außerstande sich ihnen entschlossen entgegenzustellen. Stattdessen reagieren sie passiv mit Beschwichtigung und Besänftigung, während sie gleichzeitig ihren unbewußten Haß gegen die Autoritäten des Westens auf gutartige Institutionen der Rechten übertragen, wie etwa die Mormonen, die keine Bedrohung darstellen und daher ohne Risiko angegriffen werden können.

Dieses Beispiel soll zeigen, daß, um sozio-politisches Verhalten und Einstellungen und das, was in unserer kranken Welt wirklich los ist, zu verstehen, eine eingehende Kenntnis der sozio-politischen Charakterologie, ihrer biologischen Grundlagen und ihrer Verwurzelung in den Emotionen unerläßlich ist.

 

Die sozialistische Sehnsucht

In seinem am 26. September 2012 in der New York Times erschienenen Artikel „Backlash to the Backlash“ [die Gegenreaktion auf die Gegenreaktion] beschreibt der Kolumnist Thomas Friedman voll Begeisterung die Reaktion der gemäßigten Moslems in der islamischen Welt, die die jüngsten Angriffe von Seiten extremistischer Fanatiker auf den Westen lautstark verdammt haben. Er findet es ermutigend, daß Libyer Schilder hochhalten wie: „Wir wollen Gerechtigkeit für Chris [Stephens]“ (den ermordeten amerikanischen Botschafter in Libyen) oder: „Nie wieder al-Qaida“, und die verlangen, daß die bewaffneten Milizen aufgelöst werden.

Es ist schön und gut, daß der Autor seine hohe Meinung für die moslemische Gegenreaktion zum Ausdruck bringt, sie ist jedoch bei der Verhinderung künftiger Angriffe oder einer Eskalation der Gewalt von keinem Nutzen und erst recht bringt sie uns einem Verständnis dessen nicht näher, was tatsächlich innerhalb der islamischen Länder vorgeht. Friedman ist ein typisches Beispiel der aufrichtigen Sehnsucht des echten Liberalen und des Sozialisten nach einer besseren Welt. Eine Hoffnung, die auf der Illusion beruht, daß alle Menschen dadurch gebessert werden, indem man ein Auge zudrückt, was die sehr realen zerstörerischen Kräfte (die Emotionelle Pest) betrifft, die bei gepanzerten Menschen wirksam werden.

Die Sehnsucht und Hoffnung des Liberalen trägt nichts dazu bei, den Kräften der faschistischen Moslems auf der Rechten Einhalt zu gebieten und sie an der Verfolgung ihrer soziopolitischen Agenda, die Welt mit Gewalt zu unterwerfen, abzuhalten. Auf der Linken appelliert der machthungrige Pseudo-Liberale/Kommunist Barack Obama an diese brachliegenden Wünsche der Liberalen, indem er regelmäßig so tut, als böte er Hoffnung und die Verheißung einer veränderten, einer besseren Welt, die entstünde, wenn er mit seinen Friedensangeboten an die moslemischen Fanatiker erfolgreich sei. Wäre es doch nur so einfach.

 

Die Kultur der Political Correctness und Barack Obama

Politische Korrektheit ist eine Manifestation eines sozial induzierten Augenpanzers, das Ergebnis von Gehirnwäsche, der die Öffentlichkeit von Seiten der extremen Linken ausgesetzt ist. Es ist eine neue Art richtig und falsch, gut und böse zu definieren. Es ist der Ausdruck gleichsam Marxistischer Ideen, die vom Bereich der Ökonomie auf die Soziopolitik übertragen wurden. Die Moral der Political Correctness, die die alte Moral der autoritären Gesellschaftsordnung ersetzt hat, beruht auf der Annahme, daß alles, für das Amerika steht, böse und von Grund auf schlecht ist. Dies war das Glaubenssystem der untergegangenen Sowjetunion.

Ohne es direkt zum Ausdruck zu bringen, ist das auch das Moralsystem von Barack Obama. Wir wissen dies nicht durch das, was Obama sagt, sondern durch das, was er tut. Fast seine gesamte Politik, sowohl was das Inland als auch was das Ausland betrifft, zielt darauf ab, Amerikas Vormachtstellung in der Welt zu untergraben und zu zerstören. Tragischerweise sind die meisten Menschen auf seine Vortäuschung, ein loyaler Amerikaner zu sein, hereingefallen. Sie werden durch sein oberflächliches breites, freundliches Lächeln, seine leeren Worte und seine leicht daher gesagten Ideen hereingelegt. Seine politisch korrekte Fassade, die er ausdrückt, indem er vorgibt, sich um die Armen und Benachteiligten in Amerika zu kümmern, und durch seine Sympathie für alle Araber einschließlich der Fanatiker in der moslemischen Welt, kann kaum seinen zugrundeliegenden Haß gegen Amerika verbergen. Auf der anderen Seite, da die Öffentlichkeit weitgehend von der Moral der Political Correctness indoktriniert worden ist, glauben die Menschen an das Gute in Obama und dies ermöglicht es ihm, vor aller Augen mit seiner Spaltung der Gesellschaft und seiner Destruktivität durchzukommen. Was der Sowjetunion von außen nicht gelang, gelingt dem Pseudoliberalen/Kommunistem aus dem Inneren Amerikas heraus. Die Emotionelle Pest hat die höchsten Ebenen der Bundesregierung befallen.

 

Sozialwissenschaft gegen Soziopolitik

Das meiste, über das in der Soziologie geschrieben wird, ist tatsächlich Soziopolitik. Es geht nicht um genuine Sozialwissenschaft. Das ist so, weil die Soziologie nicht von einer soliden biologischen Grundlage her verstanden wird und weil aus diesem Grund häufig politische Ansätze in die Soziologie eingebracht und fälschlicherweise als Lösungen für soziale Probleme offeriert werden.

Heute geht die Linke noch immer mit den abgenutzten politischen Lösungsansätzen des Sozialismus hausieren, während die Rechte weiterhin dagegen opponiert. Die Öffentlichkeit ist den immer gleichen alten Auseinandersetzungen zwischen der Linken und der Rechten überdrüssig. Viele wollen konkrete Antworten auf die Frage, warum das gesellschaftliche Leben in allen Bereichen degeneriert und was getan werden muß, um die Lage bessern zu können.

In The Emotional Plague und meinem Buch Neither Left Nor Right zeige ich, warum politische Lösungen für soziale Probleme scheitern: weil sie nicht aus den Problemen selbst abgeleitet werden, sondern der Charakterstruktur der gepanzerten Menschen entstammen. Ich erkläre, daß die unterschiedlichen Ideologien der Linken und der Rechten in Wirklichkeit verzerrte Denkweisen von Menschen sind, die der linken und der rechten Seite des sozio-politischen Spektrums angehören.

Um soziale Probleme bewältigen zu können, muß man sich zunächst eine völlig neue Art des Denkens aneignen, die weder der Linken noch der Rechten angehört. Sie wird als funktionelles Denken bezeichnet: so zu denken, wie die Natur funktioniert.

 

Schließlich hat der Kaiser also doch keine Kleider?

Im Artikel „I Too Have Become Disillusioned” der Newsweek von Freitag, dem 12. Oktober 2012, äußern sich Matt Patterson und die Newsweek endlich zu Obama. Das kommt zur rechten Zeit und trifft den Nagel auf den Kopf. Wie viele von Ihnen wissen, hat die Newsweek den Ruf sehr liberal zu sein. Die Tatsache, daß ihr Herausgeber sich bereiterklärte, folgenden Artikel über Obama und jenen, der in der letzten Newsweek erschienen ist, zu drucken, macht dies zu einem wirklich bemerkenswerten Ereignis und selbst zu einer Nachricht. Endlich dringt die Wahrheit über unseren Präsidenten und seine Agenda durch den „Schutzwall“, der von den liberalen Medien um ihn herum aufgerichtet worden ist.

AUCH ICH BIN DESILLUSIONIERT

von Matt Patterson (Newsweek -Kolumnist – Kommentator)

In kommenden Jahren könnten Historiker die Wahl von Barack Obama im Jahre 2008 als unbegreifliches und beunruhigendes Phänomen betrachten; Ergebnis einer erstaunlichen Art von Massenhysterie, die vielleicht mit der Hexenverfolgung im Mittelalter vergleichbar ist. Wie, werden sie fragen, hat ein Mann, der keinerlei beruflichen Erfolge vorweisen kann, so viele betören und zu dem Glauben verleiten können, er könne die größte Volkswirtschaft der Welt lenken, das weltweit mächtigste Militär führen, die folgenreichste Position der Welt ausfüllen?

Stellen Sie sich einen zukünftigen Historiker vor, der Obamas Leben vor dessen Präsidentschaftskandidatur untersucht: in die Welt der Eliteuniversitäten ein- und hindurchgeführt trotz einem Bildungsweg mit mittelmäßigen Noten und Testergebnissen, eine bequeme Nicht-Arbeit als „Community Organizer“, eine kurze Karriere in einem Landesparlament ohne legislative Erfolge (und, angesichts seines häufigen Abstimmens mit „anwesend“, ohne wirklich involviert zu sein) und schließlich eine unbemerkenswerte einzige Amtsperiode im Senat der Vereinigten Staaten, die vollständig seinen präsidialen Ambitionen gewidmet war.

Er hinterließ in der Wissenschaft kein akademisches Vermächtnis, machte als Parlamentarier keinen Gesetzesvorschlag, der seinen Namen trägt. Und dann ist da die Sache mit seinen beunruhigenden Verbindungen: der Haßprediger, der Weiße und Amerika verdammte, aber Jahrzehnte als Obamas „spiritueller Mentor“ fungierte, und ein wahrhaftiger Terrorist, der Obamas Kollege war und als sein politischer Sponsor diente. Es ist leicht, sich vorzustellen, wie ein zukünftiger Historiker das alles überblickt und sich frägt: Wie um alles in der Welt konnte solch ein Mann zum Präsidenten gewählt werden?

Nicht auf die Historie wartend, wandte sich der unvergleichliche Norman Podhoretz vor kurzem dieser Frage im Wall Street Journal zu: Mit Sicherheit hätte kein weißer Kandidat, mit engen Verbindungen mit ausgesprochenen Amerikahassern wie Jeremiah Wright und einem Terroristen ohne Reue wie Bill Ayers, auch nur einen einzigen Tag bestanden. Da Obama jedoch schwarz und damit in den Augen des Liberalismus mit der Berechtigung ausgestattet war, mit Anklägern gegen diverse Ungerechtigkeiten Amerikas Zeit zu verbringen, auch wenn sie ein bißchen extrem waren, wurde bei ihm ein Auge zugedrückt. Lassen Sie das sacken: bei Obama wurde ein Auge zugedrückt – es wurde ein niedrigerer Standard angelegt – wegen der Farbe seiner Haut.

Podhoretz fährt fort: Und überhaupt, was taten diese alten Geschichten zur Sache, wenn er doch so artikuliert und elegant und (wie er selbst gesagt hatte) „nicht bedrohlich“ war, was ihm insgesamt die Chance bot, erster schwarzer Präsident zu werden und damit dem Fluch des Rassismus ein Ende zu setzen?

Podhoretz legt seinen Finger auf das, wie ich denke, bewegende Momentum des Obama-Phänomens – die „Affirmative Action“. Natürlich nicht im juristischen Sinne, aber sicherlich was die stimmungsmäßigen Beweggründe hinter allen Gesetzen und Vorschriften der Affirmative Action betrifft. Sie wurden in erster Linie entwickelt, damit sich Weiße, insbesondere die weißen Liberalen, gut fühlen.

Leider haben Minderheiten häufig zu leiden, damit sich die Weißen selbst auf die Schulter klopfen können. Liberale gewähren routinemäßig Minderheiten Zugang zu Schulen, für die sie nicht qualifiziert sind, übernehmen dann jedoch keine Verantwortung für die unvermeidlichen schlechten Leistungen und hohen Abbruchraten, die daraus folgen. Liberalen ist es egal, ob diese aus Minderheiten stammende Studenten scheitern; Liberale sind nicht da, um Zeuge der emotionalen Verwüstung und des geminderten Selbstwertgefühls zu werden, das aus der rassistischen Politik resultiert, die die Affirmative Action darstellt. Ja, rassistisch. An jemanden einen separaten Standard anzulegen nur wegen der Farbe seiner Haut – das ist Affirmative Action in einer Nußschale. Wenn das kein Rassismus ist, dann ist nichts Rassismus.

Und das ist es, was Amerika Obama antat. Zwar war Obama selbst nie von seinem mangelnden Erfolgen beunruhigt, aber warum sollte er es sein? Wie viele angemerkt haben, wurde Obama gesagt, er sei gut genug für die Columbia University trotz mittelmäßiger Noten im Occidental College; ihm wurde gesagt, er sei gut genug für den US-Senat trotz einer mittelmäßigen Bilanz in Illinois; ihm wurde gesagt, er sei gut genug, um Präsident zu sein, obwohl er im Senat keinerlei Spuren hinterlassen hat. Sein ganzes Leben lang, bei jedem Schritt des Weges, wurde Obama gesagt, er sei gut genug für den nächsten Schritt, trotz jeder Menge Belege für das Gegenteil.

Was konnte daraus entstehen, wenn nicht diese Art von leerem Narzißmus, die jedesmal evident wird, wenn Obama spricht? Im Jahre 2008 schwärmten viele, die einräumten, daß es ihm an Qualifikationen für die Exekutive mangele, dennoch von Obamas rednerischen Fähigkeiten, seinem Intellekt und seinem coolen Charakter. Diese Leute – Konservative eingeschlossen – sollten nun zutiefst beschämt sein.

Dieser Mensch denkt und spricht in den denkbar verbrauchtesten Klischees, obwohl er seinen Teleprompter vor sich hat; wenn dieser Souffleur fehlt, kann er kaum denken oder überhaupt sprechen. Nicht ein origineller Gedanke hat jemals seinen Mund verlassen – es ist alles aufgewärmter Marxismus von der Art, die über 100 Jahre hinweg wieder und wieder gescheitert ist. (Ein Beispiel sind seine Reden während der Kampagne von 2012, die fast Wort für Wort seinen Reden von 2008 entsprechen.)

Und was ist mit seinem Charakter? Obama macht ständig alles und jedes für seine Probleme verantwortlich. Bush ist verantwortlich, es war Pech, ich habe diesen Schlamassel übernommen. Erinnern Sie sich daran, daß er den Job wollte, sich um die Aufgabe bewarb. Es ist peinlich, einen Präsidenten zu erleben, der derartig bedacht darauf ist, seine eigene Ohnmacht zur Schau zu stellen, derartig komfortabel mit seiner eigenen Inkompetenz umgeht. (Neulich trat er auf und sagte tatsächlich, niemand hätte irgendetwas tun können, um unsere Wirtschaft und das Land wieder auf Kurs zu bringen.) Aber ehrlich, was hatten wir erwartet? Der Mann war noch nie für irgendetwas verantwortlich, wie können wir also von ihm erwarten verantwortungsvoll zu handeln?

Zusammengefaßt: Unser Präsident ist ein kleingeistiger Mann, der weder das Temperament noch den Intellekt besitzt, um seiner Aufgabe gewachsen zu sein. Wenn Sie das verstehen, und nur, wenn Sie das verstehen, macht die aktuelle Erosion von Freiheit und Wohlstand Sinn. Es konnte nicht anders kommen, mit solch einem Mann im Oval Office.

Blogeinträge Juli/August 2011

26. August 2011

Die Wirkung des Panzers auf Denkprozesse

Bei gesunden Menschen sind Denkprozesse fließend und können sich Veränderungen der natürlichen (auch sozialen) Rahmenbedingungen anpassen. Dies nennt man funktionelles Denken: so zu denken, wie die Natur funktioniert. Die individuelle Befähigung funktionell zu denken, spiegelt das Fehlen eines Panzers wider, insbesondere im okularen Segment, das die Augen und deren Fortsetzung ins Gehirn umfaßt.

Panzer wirkt sich auf biologische Funktionen so aus, daß diese erstarren, einschließlich der Funktion des Denkens. Statt Denkprozesse der Art und Weise anzupassen, in der die Natur funktioniert, steht gepanzertes Denken im Dienste der Rationalisierung der vorgefaßten Weltsicht des Individuums. Beispiele für gepanzertes Denken in der Politik sind die politischen Ideologien der Linken und der Rechten. Jede dieser Ideologien basiert auf spezifischen Unterschieden bei der Verteilung des individuellen Panzers. In den Naturwissenschaften beherrscht die mechano-mystische Form der gepanzerten Weltsicht das wissenschaftliche Denken. Der mechanistischen Auffassung zufolge funktioniert die ganze Natur nach den mechanischen Gesetzen, die Maschinen bestimmen. Dort wo mechanistisches Denken keine Erklärungen liefert, rekurriert der Wissenschaftler auf mystische Vorstellungen, Ideen ohne sachliche Grundlage, um die Erklärung zu vervollständigen. Mechano-mystisches Denken verzerrt die Natur nicht nur gröblich, sondern, was noch wichtiger ist, dient es als mächtige Abwehr gegen jedweden Versuch, es mit einer funktionellen Sicht der natürlichen Welt zu ersetzen. Heute verteidigt sich das mechanistische Denken in den Naturwissenschaften auf die gleiche bösartige Weise gegen das funktionelle Denken, wie die mystischen Kirchendoktrinen dogmatisch gegen Naturwissenschaftler, „Häretiker“, im 16. und 17. Jahrhundert in Stellung gingen.

 
Unsere funktionsgestörte Ökonomie

Die Vitalität einer Nation hängt von ihrer Fähigkeit ab, sich wirtschaftlich selbst zu regulieren. Das Wohl der Wirtschaft spiegelt die Qualität und Quantität der biologischen Arbeitsfunktion der Menschen wider. Da gepanzerte Menschen in unterschiedlichen Arten und Graden eine Störung in ihrer Arbeitsfunktion aufweisen, muß die Fähigkeit zur Selbstregulierung der nationalen Ökonomie funktionsgestört sein. Ein Zeichen für die Verschlechterung ihrer emotionalen Gesundheit in unserer heutigen anti-autoritären Gesellschaft ist der Rückgang in der Qualität und Quantität der Arbeitskapazität der Menschen. Der Niedergang der amerikanischen Wirtschaft ist eine direkte Folge.

Einige der Anzeichen für die Verschlechterung der Arbeitsfunktion finden sich in den folgenden sozialpathologischen Manifestationen:

  1. Die Zunahme der wirtschaftlichen Hilflosigkeit der Menschen; denjenigen, die in ihrem Überleben von der Regierung abhängen. Dies geschieht entweder direkt mit dem Verteilen von Sozialhilfe oder indirekt durch die Beherrschung des öffentlichen Sektors durch die Gewerkschaften.
  2. Die zunehmende Macht, die Gewerkschaften über das Leben der Arbeitnehmer ausüben.
  3. Die Zunahmen des Anspruchsdenkens, der Erwartungshaltung gegenüber der Regierung in allen Segmenten der Gesellschaft von Privatpersonen bis zu riesigen Konzernen.
  4. Die Anwendung der Affirmative Action am Arbeitsplatz.
  5. Unverantwortliche und betrügerische Kreditpraktiken durch Unternehmen und Regierungschefs, was zur Erosion des öffentlichen Vertrauens in den Markt und in Finanzinstitutionen, wie Banken, führt.

Als Reaktion auf die wirtschaftlichen Schwierigkeiten greift die Regierung ein, um „etwas zu tun“. Gesetze werden erlassen, die neue Ausgaben mit sich bringen, einschließlich Bail-Outs und gesetzlichen Regularien, die überhaupt nichts mit der zugrundeliegenden Quelle der wirtschaftlichen Probleme zu tun haben. An die Stelle der Selbstregulierung in der Privatwirtschaft treten Zwangsverordnungen des öffentlichen Sektors. Diese Politiker sind unfähig zuzugeben, daß sie keine Lösung für die Verbesserung der sozialen Bedingungen haben. Andere, die realistischer sind, wissen, daß sie nichts Besseres anzubieten haben, als den Einfluß der Regierung zurückzudrängen, um die Ordnung wiederherzustellen. Das ist die einzige mögliche rationale Lösung, wenn man berücksichtigt, daß es gemeinhin an einem Verständnis für die biologische Arbeitsfunktion mangelt.

 
Der Ursprung der Ideologien der Linken und der Rechten

Um zu verstehen, was an politischen Ideologien falsch ist, muß man zunächst erkennen, wo sie aus biophysischer Sicht richtig liegen. In meinem Blog erklärte ich am 26. Februar 2011, daß die Politik der Linken und der Rechten aus dem grundlegenden Widerspruch in der Struktur aller gepanzerten Menschen entstammt: der Sehnsucht nach Freiheit auf der einen Seite und Angst vor der Freiheit auf der anderen.

Die Ideologie des wahren Liberalen ergibt sich aus und ist Ausdruck der zugrundeliegenden menschlichen Sehnsucht nach Freiheit, Glück und dem Wunsch nach sozialen Verbesserungen. Die Ideologie des wahren Konservativen wird von dem Gefühl bestimmt, daß diese erstrebten Zustände, wenn nicht unrealistisch, so doch zumindest in der Praxis nicht erreichbar sind; jenseits von dem, was die Leute ohnehin schon haben.

Die liberale Ideologie war daher von jeher beliebter und attraktiver für die Massen und das erklärt, warum linksgerichtete Präsidenten der Vergangenheit, wie Wilson, Roosevelt und Kennedy, übermäßig viel Verehrung genossen haben. In der heutigen anti-autoritären Ära sind die sozialen Bedingungen sogar noch schlimmer als zuvor. Viele Menschen, darunter insbesondere auf der politischen Linken, befinden sich in einem Zustand der chronischen Überexpansion und Nichtbefriedigung. Ihre Erwartung, gespeist aus ihrer Hilflosigkeit und Hilfsbedürftigkeit, ständig gesichert und mit materiellen Gütern versorgt zu sein, scheint unauslöschlich. Dieser Bedarf paßt gut zu Präsident Obamas linksextremer Innenpolitik und erklärt seine anhaltende Popularität bei diesem Bevölkerungssegment, selbst wenn sich die sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen verschlechtern.

 
Der Massenmörder von Oslo: Eine Fallstudie über einen faschistischen Charakter

Am 22. Juli 2011 zündete ein 32 Jahre alter Norweger eine Bombe vor Regierungsgebäuden in Oslo und erschoß im Laufe des Tages Dutzende von Jugendlichen in einem Jugendcamp der Arbeiterpartei. Er ermordete insgesamt 76 Menschen.

Berichten zufolge war er durch seine Abneigung gegen die multikulturelle Politik motiviert, die seiner Ansicht nach sein Land auf den Weg zur Islamisierung führe. In seinem 1500-seitigen Manifest 2083: Eine europäische Unabhängigkeitserklärung spricht er von seinem Stolz auf sein „Wikinger-Erbe“ und besteht darauf, daß er „eine islamische Präsenz in Europa nicht akzeptieren“ werde. Er bezeichnet sich selbst als „Justiziar-Ritter und Kommandeur der Tempelritter Europas“, einer Gruppe, von der er behauptet, sie habe ca. 80 Mitglieder. Seine grandiose, mystische Weltsicht scheint von der Geschichte des Mittelalters geprägt zu sein.

Er scheint eine militärische Ausgehuniform entworfen zu haben und will sie zu seinem Gerichtsprozeß tragen. Auch sagte er, daß die Medien präsent sein müßten, um mehr öffentliches Interesse zu generieren. Offenbar war der Zweck des Massakers nicht einfach die Führer der Arbeitspartei zu töten, sondern vielmehr ein Spektakel zu inszenieren, um damit seinem Kreuzzug Leben einzuhauchen. Er nennt dies die Propaganda-Phase seiner Kampagne, in der ihm seiner Vorstellung zufolge „eine Bühne für die ganze Welt“ geboten werde. Durch Mobilisierung der rebellischen Jugend könne er „zig Millionen europäischer Sympathisanten“ für sich gewinnen, „die uns vorbehaltlos unterstützen und an unserer Seite zu kämpfen bereit sind“. Zwei Wochen vor dem Amoklauf hätte ein Nachbar beinahe die Polizei gerufen, als er bemerkte, daß die Fenster im Haus des Attentäters geschwärzt worden waren. Am Morgen vor dem Massaker schrieb er, sich an sich selbst wendend, daß „Du heute unsterblich werden wirst“. Bei seiner Festnahme rief er, seine Taten seien „grausam, aber notwendig“.

Um zu einer Diagnose dieses Individuums zu gelangen, ist es wichtig, zwischen der individuellen und der sozio-politischen Charakterstruktur eines Menschen zu unterscheiden. Als Individuum betrachtet ist dieser Mensch ein paranoid-schizophrener Charakter. Er hat wahnhafte Vorstellungen von Verfolgung und Großartigkeit. Aus sozio-politischer Perspektive ist er ein faschistischer Charakter.

In der sozio-politischen Charakterologie wird untersucht, wie Einzelpersonen es sich nicht nehmen lassen, die Auswirkungen ihrer emotionalen Krankheit anderen in ihrem Umfeld aufzuerlegen. Die Symptome des sozio-politischen Verhaltens des Individuums werden in erster Linie im gesellschaftlichen und politischen Leben ausgedrückt, indem sie dieses beschränken und reglementieren. Vom Betreffenden werden sie jedoch nicht als ich-fremd empfunden, so daß sie heftig und voll Emotionen verteidigt werden. Da es in der gesellschaftspolitischen Arena ausgedrückt wird, kann das Verhalten kategorisiert werden, je nachdem es nach links oder rechts des politischen Spektrums tendiert. Diejenigen, die dem äußersten rechten sozio-politischen Spektrum angehören, bezeichnet man als faschistische Charaktere. Faschisten kämpfen aktiv gegen Linke, da sie sie als Konkurrenz für die Hegemonie sehen, die sie beide anstreben. In diesem Fall waren die Moslems die Sündenböcke, um das mörderische Anliegen zu rechtfertigen.

Als Beispiel für einen faschistischen Charakter verkörpert dieser Killer die ultimative Rebellion mit reaktionären Ideen. Er ist der sprichwörtliche Kleine Mann, der für absoluten Autoritarismus steht. Er muß von seinem Vater so vollständig niedergeknüppelt worden sein, daß er die fantasierte Autorität der Vaterfigur (die Templer oder das Vaterland) benötigte, um sein Leben zu diktieren und ihm das Placet zum Ausleben seiner Brutalität und seines Hasses, die er nicht mehr länger in Zaun halten konnte, zu geben. Haß auf Moslems, Rassereinheit, Mystik und Automatismus sind alles Symptome, die der orgastischen Impotenz des Faschisten entstammen. Aus gesellschaftlicher Sicht verschärfte die Verwendung der Moslems als Sündenböcke eine sozial bereits angespannte Lage zwischen Moslems und Nicht-Moslems, die sogar noch mehr öffentliches Interesse für seinen Fall erzeugte.

Obwohl er stark gepanzert ist, besitzt der Faschist doch noch immer einen Sinn für das Leben in ihm selbst, kann es aber nur in einer mystischen, verzerrten Weise erleben. Erregt durch unerträgliche Sehnsuchtsempfindungen, die niemals Erfüllung finden können, schlägt er brutal und mörderisch gegen diejenigen zu, die er als lebendig und frei empfindet. Danach rationalisiert er seine Handlungen als mystische Sendung, die gerecht und notwendig sei, um die Reinheit seiner Rasse zu schützen und um die Vorherrschaft über andere weniger reine Rassen aufrechtzuerhalten. Bei der Erreichung seines Ziels läßt er sich durch nichts aufhalten, um diejenigen zu zerstören, die ihn bedrohen oder ihm im Wege stehen.

In diesem Fall zeigt sich, daß zwei Kräfte erforderlich waren: eine stammte aus seinem individuellen Charakter (paranoide Schizophrenie) und die andere aus seinem sozio-politischen (faschistischen) Charakter. Diese Kräfte wirkten zusammen, um dieses tragische Ereignis herbeizuführen.

 
Die Emotionelle Pest, die Quelle der gesellschaftlichen Pathologie, wird nicht erkannt

Der gegenwärtige Stand der Kenntnisse zur Sozialpathologie ähnelt dem Kenntnisstand der medizinischen Pathologie im 17. Jahrhundert, als es wenig oder gar keine wissenschaftlichen Kenntnisse über den Ursprung von Infektions- und anderen Krankheiten gab. Stellen Sie sich vor, Medizin oder Chirurgie auszuüben ohne Kenntnisse von Anatomie, Physiologie, Pathologie und all den anderen Zweigen der Medizin, die zur Diagnose und Behandlung von Erkrankungen notwendig sind. Doch genau das versuchen Soziologen, Ökonomen und Politiker heute zu tun, wenn sie daran gehen, soziale Probleme ohne eine korrekte wissenschaftliche Ausrichtung zu beheben, die unter anderem eine sorgfältige Erhebung der Geschichte des biologischen Ursprungs der gesellschaftlichen Pathologie erfordert. Von den heutigen Politikern zu erwarten, daß sie sich um soziale Probleme kümmern, ist wie einem Barbier Operationsinstrumente in die Hand zu drücken und ihn zu bitten eine Herzoperation durchzuführen.

Besonders zerstörerisch wirkt sich aus, daß die Funktion, die der individuelle und sozio-politische Charakter eines Politikers bei der Bestimmung seiner sozialen und politischen Strategie spielt, nicht verstanden wird. Die Charakterstruktur eines Politikers und nicht die politische Partei, der er angehört, ist der bestimmende Hauptfaktor in seinem politischen Denken und Handeln. Die Unkenntnis der Öffentlichkeit über diese wichtige Tatsache ist der Grund, daß hochrangige Politiker mit einer kommunistischen Charakterstruktur, die sich als echte Demokraten und Mitglieder der Democratic Party gerieren, in der Lage sind, enormen wirtschaftlichen Schaden anzurichten, indem sie der Öffentlichkeit beispielsweise Steuer- und sozialistische Programme aufzwingen. Obzwar es heute vor jedermanns Augen geschieht, durchschaut niemand wirklich diese Imitatoren und ihre Taten. Das ist so, weil die Funktion der sozio-politischen Charakterstruktur des Kommunisten nicht verstanden wird: Ein Kommunist ist ein emotionell pestkranker Charakter auf der extremen Linken. Er ist jemand, der alles Notwendige tun wird, um Amerika zu Fall zu bringen und so alle Formen des gesunden sozialen Lebens weltweit zu zerstören.

Ganz allgemein hat die Emotionelle Pest jeden Teil des gesellschaftlichen und politischen Lebens befallen. Dennoch wird die emotionale Pathologie der gepanzerten Menschenmassen, die zu jedem einzelnen unserer sozialen Probleme beiträgt, konsequent umgangen. Schwerwiegende Beispiele sind beispielsweise die wachsende Abhängigkeit und das Anspruchsdenken der gepanzerten hilflosen Massen und deren Auswirkung auf das produktive Segment der Gesellschaft; die eigennützigen allgegenwärtigen linken Politiker, die bereit sind, die Situation politisch auszunutzen; Politiker auf beiden Seiten des sozio-politischen Spektrums, die versuchen, wirtschaftliche Probleme durch Eingriffe und Kontrolle der Marktkräfte zu lösen und so weiter. Diese wie auch andere soziale Probleme werden weiter eskalieren, bis die Emotionelle Pest erkannt, sequestriert und behandelt worden ist, so wie jede andere ansteckende epidemische Krankheit, die das menschliche Leben befällt.

 
Europas Probleme mit dem Islam

Europas Probleme mit dem Islam sind ein weiteres sozialpathologisches Symptom, das unmöglich zu verstehen ist ohne Kenntnis der sozio-politischen Charakterologie (siehe meinen Blogeintrag Sind moslemische Gesellschaften mit Demokratie vereinbar?).

Die moslemische Gesellschaft ist rigide autoritär. Basierend auf der ausgeprägten sexuellen Unterdrückung von Kindern und Jugendlichen, die Unterwerfung von Frauen, einer stark mystischen Tendenz und Bindung an das moslemische Gesetzessystem (Scharia), das sie über das westliche Recht stellen, gehören die meisten moslemischen Einwanderer in Europa in unterschiedlichem Maße der rechten Seite des sozio-politischen Spektrums an. Von der politischen Mitte bis zur extremen Rechten reichend, umfaßt diese Gruppe Konservative, Erzkonservative, Reaktionäre und Faschisten. Daher ist der politische Mainstream in moslemischen Gesellschaften irgendwo rechts von der Mitte zu verorten.

Im Gegensatz dazu sind die westlichen Gesellschaften heute anti-autoritär. Basierend auf der Abschaffung der männlichen Autorität und der autoritären Familie, der weitverbreiteten Mißachtung jeglicher sozialer Tradition und des Rechts, dazu gehört auch das Vorherrschen sexueller Freizügigkeit und Drogenmißbrauch, verlagerte sich der politische Mainstream in der westlichen Gesellschaft weit nach links von der Mitte. Von der politischen Mitte bis zum Linksextremismus reichend, umfaßt die Linke Liberale, Sozialisten und Pseudo-Liberale/Kommunisten. Verkompliziert wird das ganze dadurch, daß diese Verschiebung nach links zwangläufig zur Polarisierung der europäischen Gesellschaft führte und viele nicht-moslemische Europäer zu den politischen Extremen von Links und Rechts tendieren. Dies sind die wichtigsten zugrundeliegenden bio-sozialen Kräfte, die im kulturellen Konflikt zwischen moslemischen und nicht-moslemischen Europäern wirksam werden.

Jene, die der politischen Rechten zuzurechnen sind, haben eine selektive Haltung gegenüber dem gesellschaftlichen Leben. In dem Maße, in dem Moslems politisch rechts stehen, haben sie Schwierigkeiten sich anzupassen und sind einer Gesellschaft gegenüber intolerant, die von linken Normen dominiert wird. Deshalb isolieren sie sich vom Rest der europäischen Gesellschaft und leben separat gemäß ihrer moslemischen Sitten.

Auf der anderen Seite haben die nicht-moslemischen Europäer, die der politischen Rechten angehören, Schwierigkeiten mit der Lebensweise der Moslems in Europa und reagieren mit Intoleranz. Sie erwarten, daß sich Moslems über Nacht der westlichen Lebensweise anpassen.

Europäer, die der politischen Linken angehören, haben andererseits eine kollektivistische Einstellung zum gesellschaftlichen Leben. Diese Linken gehen sehr weit, um sich selbst anzupassen und die Lebensweise der Moslems in Europa zu tolerieren, einige unterstützen sogar die Scharia für die europäischen Moslems. Durch das Vorhandensein einer großen Zahl von Moslems in Europa verschärft das die Uneinigkeit einer bereits zerrissenen Gesellschaft. Das Massaker in Oslo vor kurzem ist das jüngste Beispiel dieser Polarisierung in der europäischen Gesellschaft.

Es ist unmöglich, das Geschehen, das Verhältnis von europäischen Moslems und nicht-moslemischen Europäern, zu begreifen, ohne zunächst die sozio-politische Charakterstruktur der Beteiligten zu verstehen.

 
Präsident Obamas Tag der Abrechnung

In seinem Artikel „What Happened to Obama? Absolutely Nothing“ (The Wall Street Journal, 13.-14. August 2011) beschreibt Norman Podhoretz Präsident Obama als

ein echtes Produkt der politischen Kultur, die aus einer linken Randgruppe in den frühen 1960er Jahren hervorging und sich bis Ende des Jahrzehnts metastatisch in den Universitäten, den Mainstream-Medien, den großen Kirchen und der Entertainment-Industrie ausgebreitet hatte. Wie ihre kommunistischen Vorfahren der 1930er Jahre waren die Linksradikalen der 60er Jahre davon überzeugt, daß die Vereinigten Staaten derart morsch seien, daß nur eine Revolution sie retten könne.

In der Schlußphase seiner Präsidentschaftskandidatur versprach Obama in einem seltenen Moment der Offenheit: „Wir stehen fünf Tage vor einer grundlegenden Umwandelung der Vereinigten Staaten von Amerika.“ Wieder mit Bezug auf Präsident Obama schließt Podhoretz:

Er ist immer noch der gleiche anti-amerikanische Linke, der er war, bevor er unser Präsident wurde, und das wohlverdiente Versagen einer Politik in In- und Ausland, die aus dieser verwerflichen Gesinnung stammt, ist darauf zurückzuführen, weniger auf seine Unerfahrenheit oder Inkompetenz oder Schwäche oder Dummheit.

Podhoretz versteht intuitiv, daß der Kommunismus ein sozialer Krebs ist, der metastasieren und alle gesellschaftlichen Organisationen zerstören kann. Wenn Podhoretz Kenntnis von der sozio-politischen Charakterologie hätte, würde er sofort erkennen, daß Obama ein pseudo-liberaler/kommunistischer Charakter ist. Es kann keinen Zweifel mehr geben hinsichtlich der sozio-politischen Agenda dieses pseudo-liberalen/kommunistischen Charakters. Sein erklärtes persönliches Ziel ist es, wie ein loyaler Amerikaner zu erscheinen und zu handeln. Seine unausgesprochene politische Agenda besteht darin, Amerika durch einen Prozeß der Sozialisierung in die Knie zu zwingen und gleichzeitig unter die Autorität der Vereinten Nationen zu stellen. Dieses Ziel ähnelt dem erklärten Ziel der untergegangenen Sowjetunion: der internationale Sozialismus.

Obamas Tag der Abrechnung ist der Wahltag 2012, wenn er die linken Ideologen, die ihn 2008 für die Präsidentschaft unterstützt haben, davon überzeugen muß, daß er noch immer der Umwandlung Amerikas in einen sozialistischen Staat verpflichtet ist, und gleichzeitig hat er erneut Millionen wohlmeinender, aber fehlgeleiteter amerikanischer Wähler dahingehend zu täuschen, er sei loyaler Amerikaner.

 
Die Unruhen in Großbritannien 2011 aus funktioneller Perspektive

Die Menschen sind nicht in der Lage, den Wald vor lauter Bäumen zu sehen. Aus einer funktionellen Perspektive sind die Plünderungen, der Vandalismus und das psychopathische Verhalten junger Menschen, das derzeit in ganz Großbritannien grassiert, einfach ein weiteres Symptom der Transformation und Degeneration der britischen Gesellschaft von autoritär zu anti-autoritär seit etwa 1960. Eine Hauptfolge der anti-autoritären Gesellschaftsordnung war die Zerstörung der autoritären Familie. Dies führte zu einem anderen zerstörerischen Ereignis, dem Verlust der Kontinuität mit den vergangenen Lebensweisen der Gesellschaft, die traditionell weitergereicht werden von Generation zu Generation. Die wichtigsten von ihnen sind Aufgaben, die mit Arbeitsfertigkeiten und dem Wissenserwerb zu tun haben. Diese Erosion ist der Grund für den allgemeinen Rückgang in den Lernleistungen auf allen Ebenen des Bildungssystems und der biologischen Arbeitsfunktion der Menschen. Zusätzlich zu ihrer bereits vorhandenen sexuellen Frustration führte die Zerstörung dieser beiden lebenswichtigen Funktionen bei diesen Jugendlichen zum Aufstau großer Mengen von emotionalem Druck, der zu den derzeitigen zerstörerischen Ausschreitungen in England geführt hat.

Weder die Politik der Linken, mit ihrer permissiven Haltung und ihren Sozialprogrammen, noch die der Rechten, mit ihrer altmodischen moralistischen Haltung und repressiven Polizeitaktiken, bieten Lösungen. In Wirklichkeit sind sie vergebliche mechanistische und mystische Versuche, den Aufständen als Symptom beizukommen. Leider denken die meisten Menschen in den Bahnen der mechanistisch ausgerichteten Politik der Linken und der mystisch ausgerichteten Politik der Rechten. Man muß fähig sein, aus einer funktionellen, Perspektive heraus gesellschaftliche Ereignisse zu betrachten, um an die Wurzel des Geschehens zu gelangen.

 
Die effektivsten Anti-Kommunisten sind Ex-Kommunisten
Kommunismus/Pseudo-Liberalismus ist eine hochansteckende, sozial übertragbare Krankheit, die sich als rücksichtslose Ideologie äußert. Indem sie sich selbst mit verschiedenen Labels wie „progressiv“, „Neue Linke“, „sozialistisch“ ausweist, kann sie sich extrem gut an sich verändernde gesellschaftliche Bedingungen anpassen und das gesellschaftliche Leben ins Chaos stürzen. Aufgrund der sehr verführerischen, idealistischen Fassade dieser Krankheit sind junge Menschen besonders anfällig für eine Infektion. Sobald die Ansteckung das Individuum ergriffen hat, bestimmt sie weitgehend den Lebenslauf und das Denken.

In seltenen Fällen erholt sich das Individuum von der Krankheit. Wenn dies geschieht, führt die Belastung durch den Kommunismus zu einer erhöhten Widerstandskraft und eine Art Immunität. Diese persönliche Erfahrung mit dem Kommunismus aus erster Hand vermittelt ein klareres Bewußtsein seiner Destruktivität und wie die Erkrankung abläuft, als es jene haben können, die nicht von ihm infiziert worden sind. Aus den Aufzeichnungen genesener Kommunisten gewinnt man den Eindruck, daß ihr Anti-Kommunismus aus dem Bauch heraus kommt und nicht nur von ihrem Intellekt, wie es oft bei Anti-Kommunisten der Fall ist, die nicht infiziert worden sind. Die Genesenen scheinen einen tieferen Sinn für die wahre Quelle der Krankheit zu haben. Aktuelle Beispiele für derartige Überlebende sind David Horowitz und Norman Podhoretz. Es gibt viele andere.

Zum Beispiel schreibt Podhoretz, der Obama mit den Kommunisten der Vergangenheit vergleicht:

… während die Kommunisten in ihrer wahnhaften Vision der Sowjetunion ein Modell für die Art von Gesellschaft vor sich hatten, die jene ersetzen würde, die sie zu zerstören beabsichtigten, wußten die Neuen Linken nur wogegen sie waren: America bzw. „AmeriKa“, wie sie es buchstabierten, um eine Verwandtschaft mit Nazi-Deutschland anzudeuten. Dank der Dekonstruktion der Sowjetunion als totalitärem Alptraum, wußten sie jedoch nicht, wofür sie einstanden. Doch sobald sie das unglaubliche Kunststück zustande gebracht hatten, die Democratic Party zu übernehmen … ließen sie die aussichtslose Hoffnung auf eine Revolution fahren, und fanden im sozialdemokratischen System, das in Schweden am weitesten entwickelt ist, eine Alternative zum amerikanischen Kapitalismus. Für diese bestand eine realistische Möglichkeit durch allmähliche politische Reformen erreicht zu werden … Erst mit dem Auftreten von Barack Obama gelang es den Linken endlich einen der ihren zu nominieren. (The Wall Street Journal, 13.-14. August 2011).

Was ist der Unterschied in der Herangehensweise bei Obamas anti-kommunistischen Kritikern zwischen den genesenen Antikommunisten und denjenigen, die nicht durch den „Immunisierungsprozeß“ gegangen sind? Die meisten Konservativen, die nicht genesene Antikommunisten sind, scheinen in der sozialen Fassade des Rationalismus gefangen zu sein. Ihre Opposition gegen Obamas Politik beruht ausschließlich auf ihrem Urteilsvermögen. Doch obwohl Obamas politische Agenda aus der oberflächlichen Schicht ausgedrückt wird, stammt sie fast ausschließlich aus der destruktiven mittleren Schicht seiner pseudo-liberalen Charakterstruktur. Deshalb kann die Vernunft allein sie nicht bewältigen. Auf der anderen Seite haben exkommunistische Kritiker Obamas, weil sie früher selbst von der Krankheit betroffen waren, ein besseres Gefühl für die destruktive Quelle seiner Politik. Diese Perspektive ist effektiver im Erkennen dessen, was Mr. Obama wirklich ausmacht, und bei seiner öffentlichen Bloßstellung.

Blogeinträge Juni/Juli 2010

19. Juli 2010

Der arabisch-israelische Konflikt und die Emotionelle Pest

Es gibt nur zwei mögliche Ergebnisse des arabisch-israelischen Konflikts. Entweder wird Israel als demokratischer Staat im Nahen Osten überleben. In diesem Fall werden die arabischen Staaten schließlich zu Demokratien westlichen Stils werden. Oder Israel wird zerstört werden. In diesen Fall werden die reaktionären arabischen Autokratien in unbestimmte Zukunft fortbestehen.

Die vom islamischen Dschihad angewandte emotionell pestkranke Gewalt zielt beständig auf die Vernichtung Israels. Es gehört zu den Merkmalen der Emotionellen Pest, daß unabhängig davon, welche Maßnahmen als Antwort auf einen pestilenten Angriff ergriffen werden, sich das Opfer ins Unrecht setzt. Das jüngste Beispiel für diese pestilente Taktik trug sich zu, als israelische Kommandoeinheiten an Bord eines Schiffes gingen, auf dem sich Waffen und pro-palästinensische Aktivisten, deren Ziel der abgeriegelte Gaza-Streifen war, befanden. Diese Maßnahme führte zu neun getöteten Palästinensern.

Als angeblicher Grund für die Flottille wurde eine „humanitäre“ Mission angegeben. Der wahre Grund war die Einfuhr von Rüstungsgütern, um die Hamas zu bewaffnen. Eine Terrororganisation, die sich der Auslöschung Israels verschrieben hat. Aus Israelischer Sicht brachte das Aufbringen der Flottille durch die Kommandoeinheiten eine Lage mit sich, die nicht zu gewinnen war. Eine sichere Passage der Schiffe und deren Fracht zu erlauben, hätte die Lieferung an die Hamas ermöglicht und einen Präzedenzfall für die künftige Versorgung der Hamas mit immer mehr Hightech-Waffen bedeutet. Auf der anderen Seite bringt das Verhindern der Schiffsankunft das Risiko internationaler Verurteilung mit sich. Dies ist genau das, was passiert ist. Das israelische Handeln führte zu harscher Kritik an Israel aus der ganzen Welt.

Dieser Vorfall ist ein klares Beispiel für die Emotionelle Pest in Aktion. Hier beim Vorgehen islamischer Terrororganisationen gegen Israel. Die freie Welt ist völlig hilflos, wenn es darum geht, diesen Kampf wirksam zu bestehen, weil die Existenz und die Vorgehensweise der Emotionellen Pest nicht erkannt wird. Wenn diese Situation anhält, gibt es nur zwei mögliche Ergebnisse: entweder wird Israel von den islamischen Fanatikern zerstört oder die Welt wird den Ausbruch eines weiteren großen Krieges gewärtigen müssen.
 

Der Rechtstrend der türkischen Politik und die Emotionelle Pest

Von all den Gründen, die für das Abgleiten der Politik in der Türkei vom Säkularismus in den Islamismus vorgebracht werden, finden die charakterlichen Kräfte nie Erwähnung, die sich über ihren Einfluß auf die türkische Bevölkerung auf die aktuelle Weltlage auswirken. Aus charakterologischer Sicht gehören Türken in der Regel der rechten Seite des sozio-politischen Spektrums an. Die meisten Türken sind konservative Charaktere unterschiedlicher Ausprägung. Aufgrund ihrer konservativen Struktur haben sie mit den gesellschaftlichen Bedingungen ein Problem, die sich in den westlichen Ländern aus der Verschiebung hin zur extremen Linken ergeben. Es ist für Menschen mit einer konservativen Struktur, auch jenen, die in den westlichen Ländern leben, nur natürlich, wenn sie sich unter diesen gesellschaftlichen Bedingungen zur politischen Rechten hin bewegen.

Leider bietet das der Emotionellen Pest Raum, diese Situation auszunutzen. Der Ministerpräsiden der Türkei, Tayyip Erdogan, ist sich der Möglichkeiten nur allzu bewußt, die diese Lage für den Ausbau seiner politischen Macht über die Nation und die Welt bietet, wenn er den Konflikt zwischen den islamischen Ländern und dem Westen schürt.
 

Das Ziel von Präsident Obamas Politik verstehen

Um den Zweck der Handlungen eines Menschen zu verstehen, muß man auf deren Folgen bzw. Auswirkungen achten. Die Innenpolitik Obamas zielt auf die Schwächung von Amerikas Wirtschaft. Seine Außenpolitik hat zur Folge, daß die Feinde Amerikas ermutigt werden, seine Verbündeten verunsichert werden und damit seine Vormachtstellung als Weltmacht geschwächt wird. Dies erhöht die Gefahr von internationalen Konflikten, die Amerikas Macht sogar noch mehr schwächten.

Ein geschwächtes Amerika wird Obama seinem letztendlich erträumten Ziel näher bringen, dieses Land auf das Maß jedes anderen Landes der Welt zu reduzieren und es unter die Kontrolle der Vereinten Nationen zu bringen. Dieses unausgesprochene Ziel Obamas ist identisch mit dem erklärten Ziel der Kommunisten der Vergangenheit: internationaler Kommunismus unter der Kontrolle der Sowjetunion. Das ist ein weiteres Beispiel dafür, daß Obama überhaupt kein Liberaler ist, sondern ein Pseudoliberaler, und daß er und die Kommunisten aus charakterlicher Sicht identisch sind. Sein Einzug in den Mainstream der amerikanischen Linken und seine Einordnung als ein echter Liberaler erlaubt ihm freie Hand bei der Durchführung seiner zerstörerischen sozio-politischen Agenda.
 

Die sozio-politische Charakterstruktur bestimmt das ideologische Denken

In seinem Artikel „Obama’s Foreign Policy Success“ (The Wall Street Journal, 14. Juni 2010) schreibt James Rubin, daß

die Obama-Administration angespannte Bündnisse und Freundschaften auf der ganzen Welt wiederhergestellt hat, während gleichzeitig Leute wie Mahmud Ahmadineschad im Iran und Hugo Chaves in Venezuela geschwächt wurden … [Obamas] Appell zur Partnerschaft, das Befolgen internationaler Regeln für Gefangene und die Akzeptanz der Verantwortung, die mit dem Klimawandel verbunden ist, wandelte Amerika von einer einsamen Supermacht, die oft als Bedrohung für die internationale Ordnung gesehen wurde, zurück in einen unverzichtbaren Führer in Europa, Asien und dem Nahen Osten.

Die Antworten auf Rubins Artikel in den Leserbriefen, unter der Überschrift „Wir können uns nicht allzu viele dieser Art von Erfolgen leisten“, widersprachen durchweg dessen Einschätzung von Präsident Obamas Leistung.

Warum wird ein und dieselbe Wirklichkeit von den Menschen auf der Linken und Rechten politisch so vollkommen unterschiedlich wahrgenommen? Ohne eine befriedigende Antwort auf diese Frage kann es keine Hoffnung auf eine Lösung der ewigen ideologischen Konflikte zwischen Links und Rechts geben. In meinem Buch Neither Left Nor Right lege ich klinische und experimentelle Belege dafür vor, daß, wenn man den Charakterpanzer eines Menschen versteht, eine Vorhersage möglich ist, wie dieses Individuum im sozialen und im politischen Leben funktionieren wird. Mit diesem Wissen gewappnet wäre es möglich gewesen, Obama als pseudo-liberalen Charakter zu erkennen und man wäre in der Lage gewesen, sein zerstörerisches ideologisches Denken vorherzusagen, lange bevor er in ein öffentliches Amt gewählt wurde.
 

Der Unterschied zwischen dem echten Liberalen und dem Pseudo-Liberalen

Der echte Liberale und der Pseudo-Liberale können voneinander unterschieden werden, wenn man beispielsweise den Senator von Connecticut, Joseph Lieberman, der ein echter Liberaler ist, mit Präsident Barack Obama vergleicht, der ein Pseudo-Liberaler ist. Beide gehören der gleichen Democratic Party an und beide bekennen sich zu liberalen Idealen, aber es besteht ein riesiger fundamentaler, charakterologisch begründeter Unterschied in den politischen Überzeugungen der beiden Männer. Wo Lieberman pro-amerikanisch ist, ist Obama Internationalist. Wo Lieberman Nationen unterstützt, die Amerika freundlich gesonnen sind, stellt sich Obama auf die Seite der Feinde Amerikas. Wo Lieberman traditionelle Autoritäten unterstützt, gibt sich Obama den Schein Autorität zu respektieren, in der Praxis verhält er sich jedoch destruktiv gegenüber Lokalbehörden, ist anti-autoritär in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens und begünstigt die Zentralisierung der Entscheidungsebene. Wo Lieberman egalitär ist, ist Herr Obama ein elitärer Intellektueller. Wo Lieberman demokratische Ideale unterstützt, ist Obama ein Kollektivist und unterstützt sozialistische Ideale. Wo Lieberman ein politischer Idealist ist, ist Herr Obama ein politischer Aktivist.

Wie können zwei Menschen mit so unterschiedlichen Ideen der gleichen politischen Partei angehören? Diese wichtige Frage wird in meinem Buch Neither Left Nor Right diskutiert und beantwortet. Lesen Sie auch meinen Leitartikel im Journal of Orgonomy, Volume 43, Nummer 1, den ich auch auf meiner Netzseite veröffentlicht habe.
 

Die Islam-Nazi-Verbindung

In seinem jüngsten Buch The Flight of the Intellectuals argumentiert Paul Berman, daß der Islamismus nicht eine althergebrachte, sondern eine neuzeitliche politische Tendenz ist, die im Geist der brüderlichen Eintracht mit den Faschisten in Europa in den 1930er und 40er Jahren entstand, und daß diese nazistische Inspirationen sich bei den heutigen Islamisten sichtlich niedergeschlagen habe. Er stellt ferner fest, daß Analysen in Zeitschriften wie Foreign Affairs, National Interest und New Yorker durchweg abstritten, daß es eine Allianz zwischen radikalen moslemischen Gruppen und dem Nationalsozialismus gibt.

Bermans Auseinandersetzung mit der Beziehung zwischen Islamismus und Nationalsozialismus, sowie mit der harschen Ablehnung, die sein Buch durch die liberale Presse erfahren hat, wäre einfacher gewesen, wenn er Kenntnis von der soziopolitischen Charakterologie gehabt hätte, derzufolge der individuelle Charakter die primäre Determinante des Sozialverhaltens darstellt. Sowohl radikale Islamisten als auch Nazis sind emotionell pestkranke Charaktere, die der extremen Rechten des soziopolitischen Spektrums angehören. Aus diesem Grund fühlen sie sich politisch zueinander hingezogen. Liberale Kolumnisten und Schriftsteller funktionieren ausschließlich aus der oberflächlichen Schicht ihrer Charakterstruktur heraus. Sie sind unfähig das Verbindende zwischen Islamisten und Nazis zu sehen, weil sie nicht in Kontakt mit ihren eigenen biologischen Tiefen stehen. Alle Versuche, sie von dieser engen Verbindung zu überzeugen und der Destruktivität, die sich aus der Vereinigung der beiden Gruppen ergibt, muß deshalb auf taube Ohren stoßen. Diese Themen werden in meinem Buch The Emotional Plague. The Root of Human Evil behandelt.
 

Politik ist nicht die Lösung der sozialen Probleme

In ihrem Artikel „The Town Hall Revolt, One Year Later“ (The Wall Street Journal, 10.-11. Juli 2010) schreibt Peggy Noonan über den zunehmenden öffentlichen Widerstand gegen die Sozial- und Wirtschaftspolitik der Obama-Administration, wie sie in aufgebrachten Bürgerversammlungen (town hall revolts) überall im Land zum Ausdruck kommt. Sie stellt zu Recht fest, daß, nur weil die Öffentlichkeit mit der Politik der politischen Linken unzufrieden ist, das nicht bedeutet, daß die politische Rechte es verdiente am Wahltag im November 2010 einen Sieg davonzutragen.

Allerdings bewegt sich die von ihr gegebene Antwort immer noch im Rahmen politischer Lösungen, wenn sie fragt, ob die Republicans zu einer ernsthaften und offenen Debatte in der Lage seien? Wie alle, die politisch links oder rechts stehen, ist sie unfähig dieses rationalistische Paradigma zu verlassen. Was typischerweise bei diesem Ansatz fehlt, ist ein Zugang zu den zugrundeliegenden, biologisch bedingten Unterschieden im Denken der Menschen; ihrer Art und Weise des Denkens, das wirklich konstruktiven Antworten auf soziale und wirtschaftliche Probleme im Wege steht. Es fehlt auch ein Verständnis der Funktionsweise der Emotionellen Pest, die mit Sicherheit eingreift und die Destruktivität verschlimmert. Aus diesem Grunde ist das Versagen der politischen Rechten eine ausgemachte Sache, wenn sie im November 2010 mit einem Sieg an der Reihe ist.

Und so geht es von links nach rechts und wieder zurück. Nichts wird aus Fehlern der Vergangenheit gelernt und die amerikanische Gesellschaft ist in einem schlechteren Zustand als zuvor. Das ist der Gegenstand meines Buches Neither Left Nor Right.
 

Das große Ausweichen vor dem Wesentlichen in der Debatte um die Reform des Gesundheitswesens

Es ist charakteristisch für die Art und Weise, in der gepanzerte Menschen denken, daß sie stets das Wesentliche vermeiden. Die Debatte um das Gesundheitssystem ist ein gutes Beispiel. In dieser Debatte streiten die Menschen über alle Arten von nachrangigen Themen wie die hohen Kosten von Obamacare, die Sozialisierung der medizinischen Praxis und so weiter, während sie ignorieren, wie das Problem überhaupt entstanden ist: die Mechanisierung der medizinischen Praxis und damit die Zerstörung der Qualität der Arzt-Patient-Beziehung.

Mit den enormen technologischen Fortschritten in der medizinischen Praxis, die die mechanistische Wissenschaft mit sich gebracht hat, wurde die Praxis der Medizin selbst mechanisiert. Dieser Fortschritt ging damit einher, daß sich die medizinische Ausbildung von einer Naturwissenschaft zu einem Zweig der mechanistischen Wissenschaft entwickelt hat. Diese Entwicklung brachte schließlich die Zerstörung der traditionellen Arzt-Patient-Beziehung mit sich, die den Eckpfeiler der medizinischen Praxis darstellt. Wenn diese Tatsachen nicht erkannt und als das primäre Problem im heutigen Gesundheitswesen angesprochen werden, besteht keinerlei Hoffnung, jemals zu einer rationalen Lösung der Krise in der Medizin zu gelangen, die im Gegensatz zur unvermeidlichen mechanistisch-sozialistischen Lösung steht.

Abgesehen von ein paar Bereichen der medizinischen Praxis, wo mechanistische Eingriffe rational und indiziert sind, muß es grundlegende, qualitative Änderungen in der Art geben, wie Ärzte über das Leben und über Krankheitsvorgänge denken. Der menschliche Körper darf nicht weiter als eine Art Maschine betrachtet werden. Dieser neue Ansatz hat das Potential, viele Krankheiten unbekannten Ursprungs wie Krebs und Herzerkrankungen verständlich zu machen und auf diesem Wege das Leid und die Abgabenbelastung der Allgemeinbevölkerung zu senken. Um die Indoktrination angehender Ärzte im mechanistischen Paradigma zu verhindern, müssen diese Änderungen ganz am Anfang des medizinischen Lehrplans implementiert werden. Ein Beispiel eines solchen nicht-mechanistischen, funktionellen Ansatzes ist die Ausbildung in der medizinischen Orgontherapie für qualifizierte Ärzte, das vom American College of Orgonomy angeboten wird.
 

Die Zerfall der autoritären Gesellschaftsordnung

Einige der wichtigsten Ereignisse in der Geschichte haben sich zugetragen, ohne daß jemand Notiz von ihnen genommen hat. Ein solches Beispiel war der abrupte Wandel und der Zerfall der amerikanischen Gesellschaft vom Autoritären zum Antiautoritären um die Mitte des 20. Jahrhunderts herum; ein Ereignis, das katastrophale Auswirkungen auf die westliche Gesellschaft hatte.

Es gibt einen fundamentalen Unterschied in der Art, wie diese Umwandlung von Menschen wahrgenommen wird, die politisch der Linken bzw. der Rechten angehören. Während die auf der Linken überhaupt keinen Sinn dafür haben, was passiert ist, sind sich die auf der Rechten dessen zumindest bruchstückhaft bewußt, etwa des Zusammenbruchs der traditionellen Familie, der Zunahme der menschlichen Destruktivität in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens und so weiter, sie sind jedoch nicht in der Lage, ein umfassendes Bild des Geschehens und seiner Hintergründe zu entwerfen. Typischerweise reagieren sie, indem sie das Geschehene beklagen und sich nach der „guten alten Zeit“ sehnen, als es noch Autoritäten gab und die autoritäre Ordnung intakt war. Ein gutes Beispiel ist der Artikel „Youth Has Outlived Its Usefulness“ von Peggy Noonan (The Wall Street Journal, 17.-18. Juli 2010), in dem die Autorin die Tatsache beklagt, daß es in der heutigen Welt keine Elder Statesmen mehr gibt, um die unerfahrenen, jungen Politiker auf der heutigen politischen Bühne beim Regieren zu beraten und anzuleiten.

Frau Noonan erkennt nicht, daß wir in einer anti-autoritären sozialen Ordnung leben. Als Ergebnis ist die traditionelle Rolle der Männer, vor allem älterer Männer, als Autoritätspersonen, die Respekt, Vertrauen und Loyalität verdienen, restlos auf der Strecke geblieben. Sie ist ersetzt worden durch die Verherrlichung der Jugend und den blinden Glauben, diese vermöchten die Welt zu retten. Die in der Biologie gründenden psychologischen Ursprünge dieses sozialen Geschehens wird in meinem Buch Neither Left Nor Right diskutiert.