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Warum die Menschen die Emotionelle Pest nicht „begreifen“ können

26. Juni 2020

In der heutigen antiautoritären Gesellschaft hat die Emotionelle Pest, wie das Coronavirus, die Dimensionen einer Pandemie angenommen. Aber im Gegensatz zum Coronavirus wirkt sie vor aller Augen, ohne gesehen zu werden. Bevor in unserer sich auflösenden Gesellschaft positive Veränderungen eintreten können, müssen sich die Menschen erst einmal bewußt werden, daß die Emotionelle Pest in jedem Menschen auftreten und wirken und daß sie sich in fast allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens ausbreiten kann.

Der Grund dafür, daß die Menschen es nicht „begreifen“ können, daß die Emotionelle Pest in ihnen und bei anderen vorhanden ist, liegt in der verzerrten Art und Weise, wie sie gewöhnlicherweise denken. Unabhängig davon, ob sie es wissen oder nicht, denken die Menschen in der Regel über sich selbst und andere in moralischen Begriffen – gut oder böse. Aufgrund der Wirkung der Panzerung auf die Denkprozesse der Menschen stellt diese verzerrte Denkweise eine Barriere dar, die sie daran hindert, persönliche und soziale Probleme von einem wissenschaftlichen, funktionellen Blickwinkel aus zu betrachten. Da die Emotionelle Pest dem moralischen Denken zufolge „böse“ ist, wie kann dann jeder, auch man selbst, ein Überträger sein? Die Emotionelle Pest ist jedoch eine Krankheit, ein bio-sozialer, medizinischer Zustand, ähnlich wie jeder andere pathologische Zustand des Menschen. Wie andere medizinische Krankheiten wird sie als solche begriffen und behandelt.

Nur wenn die Emotionelle Pest von einer ausreichenden Anzahl von Menschen genau als das erkannt wird, was sie tatsächlich ist und nicht als moralisches Versagen, sondern als ein wirklicher pathologischer Zustand im gesellschaftlichen Bereich, der in latenter Form vorhanden ist und sozial in allen gepanzerten Menschen einschließlich einem selbst auftreten kann, wird es möglich sein, ihre hochansteckenden und zerstörerischen sozialen Symptome richtig zu „behandeln“ Dies ist ein Gebiet, auf dem der Naturwissenschaftler, der sich in der funktionellen Wissenschaft der sozialen Orgonomie auskennt, von Nutzen sein wird.

Für diejenigen, die mit dem Begriff der Emotionellen Pest nicht vertraut sind, schlage ich vor, den Abschnitt über die soziopolitischen Charaktertypen in Der Mensch in der Falle von Elsworth Baker zu lesen.

Die Vorgehensweise der Emotionellen Pest bei der Coronavirus-Pandemie erkennen

16. Mai 2020

Bevor die Emotionelle Pest beseitigt werden kann, muß sie zunächst identifiziert werden. Die Wirkungsweise der Emotionellen Pest bei der aktuellen Coronavirus-Pandemie liegt in ihrer sinnlosen Zerstörungskraft auf die biologische Arbeitsfunktion der Menschen durch wohlmeinende mechanistische Wissenschaftler. Das pestkranke Individuum betrachtet die biologische Arbeitsfunktion als eine Art von Maschine, die wie ein Schalter bedenkenlos ein- und ausgeschaltet werden kann, ohne daß es irgendwelche Konsequenzen gibt.

Das wirkliche Problem ist ein funktionelles, nämlich die Coronavirus-Pandemie anzugehen, indem man parallel dazu Wege findet, nicht die Wirtschaft stillzulegen und die Arbeitsfunktion des Menschen zu zerstören. Wir wollen das Kind nicht mit dem Bade ausschütten. Dieser Ansatz erfordert Menschen, die in der Lage sind, funktionell und nicht mechanistisch zu denken. Dieses Problem ist keins, für dessen Lösung die gegenwärtigen mechanistisch ausgebildeten Epidemiologen qualifiziert wären.

Das Coronavirus und die Emotionelle Pest: Weitere Gedanken

13. April 2020

Die zerstörerischen sozialen Auswirkungen des Coronavirus und der Emotionellen Pest sind identisch. Beides sind Krankheiten, die hochinfektiös und invasiv sein können. Das Virus zerstört das Leben des Einzelnen, und die Seuche zerstört das Leben von Gruppen von Menschen, die Gesellschaft. Beide zerstören das Leben, indem sie bei ihren Opfern Verwirrung, Immobilisierung und Isolation hervorrufen.

Die Macht des Abstandhaltens

2. April 2020

Unsere Gesellschaft ist ein biosoziales System, das sich in einem chronischen Zustand der Überexpansion befindet. Das Abstandhalten der Bevölkerung ist ein Zeichen der bio-physischen Schrumpfung. Es handelt sich um einen Zustand der Abwehr, in dem die Menschen einander fernbleiben und mehr verinnerlicht funktionieren. Die Förderung des sozialen Abstandhaltens ist eine der Methoden, mit denen die Bedrohung durch das Coronavirus derzeit behandelt wird, um die Ausbreitung der Ansteckung von einer Person zur anderen zu verhindern.

In dem chronisch expandierten sozialen Zustand, der in Amerika vor der Coronavirus-Pandemie bestand, operierten die Menschen in erster Linie von ihrer sozialen Oberfläche her und waren so weit von sich selbst und ihrem biologischen Kern entfernt wie nie zuvor in der jüngeren Geschichte. Soziales Abstandhalten kann dazu führen, daß die Menschen besser mit sich selbst in Kontakt kommen. Es kann auch dazu führen, daß sie ihre täglichen Ablenkungen und die typischen Möglichkeiten Ersatzkontakt mit anderen aufrechtzuerhalten verlieren und dadurch die Angst und den Grad an Kontaktlosigkeit bei sich selbst erhöhen.

Die Neigung der Menschen, jede soziale Situation zu politisieren, ist allgegenwärtig. Einige stellen bereits die medizinische Notwendigkeit in Frage, ihr soziales Abstandhalten zu wahren. Die langfristigen wirtschaftlichen und bio-sozialen Auswirkungen des Abstandhaltens auf das Leben der Menschen und der durch sie verursachten bio-physischen Kontraktion in dieser Zeit der sozialen Krise bleiben abzuwarten.