Über das Erkennen der Emotionellen Pest und die Lösung des Christentums

Wie kann die Emotionelle Pest als eine bösartige Krankheit des Menschen erkannt werden, die endemisch bei jedem zu finden ist, solange die Bedeutung der Emotionen für die Bestimmung des menschlichen Lebens nicht erkannt und verstanden wird? Die Anerkennung dieser sozialen Pathologie wird als Bedrohung empfunden, die sich gegen die narzißtische, auf Abwehr beruhende Integrität der gepanzerten Masse der Menschen richtet. Die Menschen leugnen die Existenz der Pest, weil sie es als Angriff auf sich selbst empfinden, wenn auf sie aufmerksam gemacht wird.

Das Problem, die Emotionelle Pest zu erkennen, wurde vom christlichen Dogma durch das mystische Konzept der Erbsünde teilweise gelöst. Um ein wahrer Christ zu sein, mußten die Menschen auf mystische Weise glauben, daß sie Sünder sind, „in Sünde geboren“ wurden, und daß ihr Leben durch den Glauben an Jesus Christus, ihren Erlöser, gerettet werden würde.

Diese Lösung war nur teilweise richtig. Durch funktionelles Denken wissen wir, daß Menschen nicht in Sünde geboren werden. Sie werden zu Sündern als Folge der Formierung des Panzers in der Kindheit. Die Emotionelle Pest ist eine echte körperliche Krankheit, keine mystische Abstraktion. Daher besteht die richtige Lösung für den kranken Zustand der Menschheit darin, das mystische Konzept der „Sünde“ durch den funktionellen Begriff der Emotionellen Pest zu ersetzen.


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