Posts Tagged ‘Amerika’

Die Regeln des politischen Engagements der äußersten Linken

5. Juli 2019

Ohne die drei Schichten des biopsychischen Apparats des Menschen zu verstehen, ist es unmöglich, einen Sinn für das auszumachen, was heute in der Politik vor sich geht. Diese Schichten sind: 1) der biologische Kern, 2) die sekundäre destruktive bzw. mittlere Schicht und 3) die oberflächliche Schicht oder Fassade.

Die radikalen Linken operieren ausschließlich von ihrer sekundären destruktiven Schicht aus. Ihr vordringlichstes politisches Ziel ist es, die amerikanische Gesellschaft zu zerstören und durch eine totalitäre sozialistische Gesellschaft zu ersetzen, die von oben kontrolliert wird, ähnlich der früheren Sowjetunion. Wie bei den alten Kommunisten scheinen sie an einem ehrlichen politischen Dialog interessiert zu sein, aber das ist nur ein Vorwand. Der einzige wirkliche Unterschied zwischen ihnen besteht darin, daß die heutigen Sozialisten, wie Bernie Sanders und andere radikale Linke, ihr Erscheinungsbild perfektioniert haben, indem sie eine hochglanzpolierte Fassade entwickelt haben, die „normales Aussehen“ vortäuscht.

Die Gefahr für Amerika besteht darin, daß die Mainstream-Liberalen und viele ahnungslose Bürger der jüngeren Generation sich leicht von der emotionalen Anziehungskraft dieser emotionell pestkranken politischen Erlöserfiguren angezogen fühlen und überzeugt werden.

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Die Funktion der Zerstörung historischer Statuen

2. Juli 2019

Die jüngste auf gesellschaftlicher Ebene erfolgende Zerstörung öffentlicher historischer Statuen im amerikanischen Süden ist funktionell identisch mit der psychischen Verdrängung beim Individuum. Während die Zerstörung von Statuen dazu dient, die Erinnerung an die historische Vergangenheit Amerikas auszulöschen – ein Symptom des sozialen Panzers, dient Vergeßlichkeit dazu, die Vergangenheit einer Person zu beseitigen – ein Symptom des individuellen Panzers. Beiden gemeinsam ist die Beseitigung schmerzhafter oder unangenehmer Erfahrungen und Erinnerungen aus der Vergangenheit.

Beflügelt von ihrem persönlichen Haß auf Autoritäten und rationalisiert als die Freiheit des gesellschaftlichen Protests gegen Ungerechtigkeiten aus der Vergangenheit Amerikas, sind verwirrte junge Amerikaner, die in der heutigen antiautoritären Gesellschaftsordnung aufgewachsen sind, gezwungen, sich von schmerzhaften Erfahrungen aus ihrem individuellen Leben zu befreien, indem sie ihren persönlichen Haß auf unterschiedliche Weise auf den gesellschaftlichen Bereich verlagern, einschließlich der Zerstörung historischer Statuen.

Dieses Beispiel zeigt, wie die Anwendung des Wissens der sozialen Orgonomie auf das, was derzeit in Amerika geschieht, dazu beitragen kann, das Wirken der Emotionellen Pest zu beleuchten und ihre zerstörerischen Folgen in der heutigen Welt einzudämmen.

Das American College of Orgonomy bietet öffentlich zugängliche Vorträge zu Themen der medizinischen und sozialen Orgonomie an. Interessierte können die Website des College unter http://www.orgonomy.org für weitere Informationen kontaktieren.

Frei flottierende Schuldgefühle führen zu politischem Aktivismus

21. Juni 2019

Neurotische Schuldgefühle entstehen durch die Wahrnehmung biologischer Energie, die in gepanzerten Muskeln gebunden ist. Die Lösung des Christentums für das Problem der menschlichen Schuld wurde bereits früher erörtert. Wie sich diese Schuld nach außen hin zeigt, hängt vom Grad des Kontakts der Menschen mit ihrem biologischen Kern ab. Das hängt wiederum mit der Art der Gesellschaft zusammen, in der er oder sie lebt. In der autoritären Gesellschaftsordnung der Vergangenheit hatten Amerikaner im allgemeinen weniger Augenpanzer, dafür aber mehr muskulären Panzer als heute. Infolgedessen hatten die Menschen einen besseren Kontakt zu sich selbst und konnten Gefühle persönlicher Schuld als von innen kommend empfinden. Mit Hilfe der Religion wurden ihre Schuldgefühle größtenteils durch ihre Religion aufgelöst. Der Kontakt mit ihrem biologischen Kern sorgte für eine Beziehung zu Gott und ein behagliches Gefühl der Zugehörigkeit.

Menschen in der heutigen irreligiösen, antiautoritären Gesellschaft haben im allgemeinen weniger Muskelpanzer, verbunden mit mehr Augenpanzer und weniger Kontakt mit ihrem biologischen Kern, als in der Vergangenheit. Mit weniger Muskelpanzer und ohne Religion, die emotionalen Trost schenkt, flottieren die Schuldgefühle der Menschen frei. Da die Menschen heutzutage weniger in Kontakt sind mit ihrer biologischen Tiefe und der inneren Quelle ihrer persönlichen Probleme, und sie ein chronisches Gefühl der Schuld mit sich tragen, suchen sie nach äußeren Ursachen für ihre persönlichen Probleme und sehen die Quellen eher in der Gesellschaft. Chronisch unzufrieden mit ihrem persönlichen Leben, klagen sie Amerika an und wenden sich häufig politischen Maßnahmen zu, um Lösungen zu finden und emotionale Erleichterung.

Von der Pest befallene Politiker und die linksgerichteten Medien wirken zusammen, um die Aufmerksamkeit dieser jungen Menschen zu bündeln, indem sie sie zu politischem Handeln anregen, bei dem alles auf Amerika abzielt, das verantwortlich gemacht wird. Das befreit von frei flottierenden Schuldgefühlen und kommt gleichzeitig dem angestrebten linksradikalen Ziel näher, eine sozialistische Gesellschaft in Amerika zu errichten.

Die Emotionelle Pest an der Südgrenze

19. Mai 2019

Die Menschen auf der politischen Linken sind sich einig in ihren Bemühungen, sich allen Entscheidungen und Handlungen von Präsident Trump zu widersetzen. Für sie zählt vor allem der Ausdruck ihres unterschiedlichen Grades an Haß gegen den Präsidenten und gleichzeitig die Verteidigung der Quelle ihrer politischen Macht über die Menschen, nicht das, was für den Schutz der amerikanischen Nation wichtig ist.

In Bezug auf die Einwanderung besteht die Wirksamkeit der widerständigen Strategie der Linken darin, in der Öffentlichkeit Verwirrung darüber zu stiften, wie mit dem Problem der illegalen Einwanderung umgegangen werden soll, und die Bemühungen der Nation sich zu verteidigen durch Untergrabung und Beseitigung ihrer Grenzen zu lähmen. Eine typische Taktik der Emotionellen Pest gepanzerter Menschen bei der extremen politischen Linken, und eine Quelle ihrer Destruktivität, beruht auf der Fähigkeit, die Unterstützung der Massen wahrer Liberaler zu ihrer Rechten zu gewinnen.

Der wahre Liberale fungiert als Träger dieser Manifestation der Pest und liefert die Kraft hinter den links-ideologischen Pest-Charakteren zu seiner Linken. Die Quelle der politischen Ideologie des wahren Liberalen liegt in seiner enormen Menge an freiflottierenden Schuldgefühlen (Gewissensangst), die durch die Bindung an soziale Anliegen immer wieder gelindert werden müssen. Seine politische Ideologie beruht darauf, daß er keine Religion hat, um seine chronischen, allgegenwärtigen Schuldgefühle aufzufangen. Das von den Medien bereitgestellte Bild von armen, leidenden Einwanderern, die Einreise an unsere südliche Grenze fordern, ist genau das, was er braucht, um den Drang zu spüren, durch politisches Handeln „etwas zu tun“, damit sein Gewissen und seine Schuldgefühle gelindert werden können.

Das öffentliche Spektakel dieses moralischen Dramas bildet den Hintergrund, vor dem jedwede Überlegung darüber ignoriert wird, was im besten Interesse der Amerikaner und ihrer Nation liegt.

Über den Umgang mit dem Problem der Eindringlinge

31. Oktober 2018

Amerika muß bereit sein, dem Versuch einer Invasion der Südgrenze durch einen zügellosen Mob kraftvoll entgegenzutreten, an der ideologischen und an der militärischen Front. Die offensichtliche Strategie der Eindringlinge besteht darin, eine aggressive amerikanische Reaktion zu provozieren, um sich an der Grenze zu verteidigen, und diese Handlung mit Hilfe der linken Medien zu nutzen, um den Vorfall zu einem feindseligen Gewaltakt gegen Einwanderer umzumünzen. Ihre Taktik besteht darin, die Konfrontation in eine sadomasochistische Masseninteraktion zwischen dem „sadistischen“ amerikanischen Aggressor zu verwandeln, der die Armen ungerecht behandelt, und den „Opfern“, den „leidenden“ Einwanderern.

Dies ist eine typische revolutionäre Formel der Linken, die von den Bewegungen der Neuen Linken aus den 60er Jahren bis in die Gegenwart Dutzende Male, perfektioniert von Mitgliedern der Democratic Party, zur Anwendung gebracht wurde. Als Alinsky-Methode bezeichnet, hat sie die Funktion, das machthabende System zu unterminieren und dann zu sehen, was passiert. Sie wird durch ein einziges Prinzip bestimmt: die politische Kontrolle den Besitzenden zu entreißen und sie den Habenichts zu überantworten. Dies ist gleichbedeutend mit einem zerstörerischen Angriff auf die etablierte Ordnung im Namen des sozialen Fortschritts.

Die Bevölkerungsgruppe, die am wahrscheinlichsten durch diese List betrogen wird, sind wohlhabende amerikanische Liberale, einschließlich der linken Medien. Aufgrund ihrer frei flotierenden Schuldgefühle, einer Form von Lustangst, die dadurch verstärkt werden, daß sie wirtschaftlich gut gestellt sind und sie in einem freien Land leben, wie es ihnen beliebt, schauen diese Gruppen wohlwollend und voller Sympathie auf die von Armut gezeichneten ausländischen Invasoren. Wenn es an der Grenze zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kommt, werden sie den amerikanischen Verteidigern der Grenze die Schuld zuschieben und der Vorfall wird zu einem Sieg der Habenichts und Provokateure verdreht werden. Dieser Fehler in der Perspektive der echten Liberalen wird von anti-amerikanischen Pseudoliberalen/Kommunisten auf der extremen Linken für ihre eigenen zerstörerischen politischen Zwecke aggressiv ausgenutzt.

Politik ist ein Symptom, keine Krankheit

15. Oktober 2018

Die Politik ist ein Symptom für die Unfähigkeit der gepanzerten Menschen, die Welt angemessen zu sehen und entsprechend zu handeln. Dies ist ein okulares, biopsychiatrisches Problem und der zugrundeliegende Grund für die politisch begründete zunehmende Frustration und Feindseligkeit der Menschen untereinander.

In der heutigen antiautoritären Gesellschaft ist die Politik sehr von Feindseligkeit geprägt, ein Symptom dafür, daß sich gepanzerte Menschen in zwei gegensätzliche politische Gruppen polarisiert haben, die aus Liberalen in der Democratic Party und Konservativen in der Republican Party bestehen. Sie betrachten die gleiche Welt aus vollkommen unterschiedlichen, ideologisch motivierten Blickwinkeln.

In der autoritären Ära der Vergangenheit, vor 1960, gab es in beiden Parteien eine ziemlich gleiche Anzahl von Liberalen und Konservativen, und die politischen Kräfte in ihnen hielten sich in Schach. Die Infiltration linker Extremisten in die Democratic Party in den dazwischen liegenden Jahren und die Verlagerung nach links beim politischen Mainstream führten jedoch zu einer Polarisierung des Zwei-Parteien-Systems und zu der heutigen höchst unbeständigen politischen Lage.

Die Gefahr, mit der Amerika heute konfrontiert ist, besteht darin, daß die bewährten Lösungen der Vergangenheit, die von den Konservativen angeboten werden, nicht ausreichen, um der politischen Agenda der liberalen Extremisten entgegenzutreten, die die amerikanische Nation zerstören soll.

Ein funktionelles Verständnis dessen, was in unserer Welt geschieht, wie es die soziale Orgonomie bietet, wird dringend benötigt. Beispielsweise muß, bevor irgendeine Verbesserung in den sozialen Bedingungen eintreten kann, eine klare Unterscheidung zwischen dem wahren liberalen Charakter, einem politisch gutartigen Individuum, und dem pseudo-liberalen/kommunistischen Charakter getroffen werden, der überhaupt nicht liberal ist, sondern ein emotionell pestkranker Charakter, der die Democratic Party infiltriert und übernommen hat. Dieses lebenswichtige Wissen wird derzeit von Mitgliedern des Ausbildungsprogramms des American College of Orgonomy für soziale Orgonomie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Die Emotionelle Pest im täglichen Leben

29. August 2018

Der Titel dieses Blogeintrags ist der gleiche wie der einer regulären Kolumne im Journal of Orgonomy, beginnend mit Band 51, Nummer 1. Die Leser sind eingeladen, Berichte über die Pest aus ihrem eigenen Leben für die Kolumne einzureichen. Hier ein Beispiel, das enthalten sein wird:

Das wesentliche Merkmal der Emotionellen Pest ist, daß das Handeln und der dafür gegebene Grund niemals kongruent sind. Das zugrundeliegende Motiv wird immer verdeckt und durch ein scheinbares Motiv ersetzt. Ein Beispiel ist Trumps Null-Toleranz-Politik für illegale Grenzübertritte, die eine hysterische Reaktion von Seiten der politischen Linken ausgelöst hat. Das scheinbare Motiv für die Reaktion ist, daß das eine Trennung von Eltern und Kindern an der Grenze erfordern würde. Die Hysterie hinter ihrer Reaktion ist jedoch völlig unecht. Die Vorschrift, Kinder und Eltern voneinander zu trennen, ist nicht neu. Es war auch die Politik der vergangenen Regierungen. Darüber hinaus gab es nie eine Hysterie von links, wenn Kinder aufgrund von Verhaftung und Verurteilung wegen Verbrechen von ihren Eltern getrennt werden. Daher muß das wahre Motiv für die Hysterie darin bestehen, unter dem Deckmantel des Mitgefühls für Kinder offene Grenzen für die Nation zu erzwingen.

Die politische Rechte versucht, diese und ähnliche Ausbrüche der Pest in rationaler Weise anzugehen. Ohne diese Reaktion der politischen Linken als Ausdruck einer menschlichen Krankheit zu erkennen, werden destruktive emotionell pestkranke Reaktionen wie diese unerkannt und ohne Gegenwehr fortbestehen.

Warum wird Trump von der Linken so abgrundtief gehaßt?

23. März 2018

Als Hillary Clinton 2016 die Präsidentschaftswahl verlor, wurden ihre fassungslosen linken Anhänger in eine emotionale Schockstarre versetzt. Nach acht Jahren Obama-Administration war ihr Zeitplan für die Zukunft Amerikas fast Realität geworden und nun wurde diese Illusion zumindest vorübergehend zunichte gemacht. Sie erholten sich bald wieder, reorganisierten sich und richteten ihre Angriffe auf Donald Trump und das, wofür er steht: eine starke Autorität, die Amerika vor der zunehmend destruktiven Agenda der antiautoritären Linken schützen will.

Sind alle Menschen auf der politischen Linken antiautoritär?

Nein. Menschen, die unmittelbar links vom politischen Zentrum stehen, sind echte Liberale. Im Unterschied zu den weiter links stehenden Pseudo-Liberalen/Kommunisten steht der echte Liberale für individuelle Autorität, ist zu körperlicher Aggression in der Lage und ist proamerikanisch. Wegen des geringeren Kontakts zu seinem biologischen Kern ist der wahre Liberale jedoch blind für die Destruktivität der extremen Linken und wird zu ihrem Handlanger. Echte Liberale sind Lenins „nützliche Idioten“. Diese Unterscheidung zwischen dem echten Liberalen und dem Pseudo-Liberalen/Kommunisten erfordert ein Verständnis der soziopolitischen Charakterologie. Sie ist unabdingbar, soll Sinn in gesellschaftliche Prozesse und politische Ereignisse gebracht werden.

Die Politisierung aller

10. März 2018

In der heutigen zunehmend polarisierten Gesellschaft Amerikas durchläuft die Öffentlichkeit einen massiven Prozeß der Indoktrinierung durch linke Mainstream-Ideologen, um sie mit Hilfe der Medien zu politisieren. Dies nennt man Identitätspolitik, die künstliche Fragmentierung der Bevölkerung in antagonistische Gruppen, die entlang oft nur eingebildeter ethnischer, rassischer und sexueller Kategorien organisiert werden.

Oberflächlich betrachtet, scheint es bei den Handlungen der Menschen darum zu gehen, gesellschaftliche Probleme zu bewältigen, doch deren Wirkung ist tatsächlich gegenteilig. Sie dienen dem Ausweichen, um dem Gewahrwerden der ihnen zugrundeliegenden widerstreitenden Kräfte zu entgehen. Die in den Emotionen begründeten Probleme der Menschen – der Zusammenbruch von Familie und Gesellschaft, Rassismus, Abtreibung, Schießereien in der Schule, Drogen, Armut. etc. – werden auf allen gesellschaftlichen Ebenen in die politische Arena verlagert und dort ausagiert.

Gleichzeitig werden Funktionen systematisch ignoriert, für die die Politik tatsächlich zuständig ist. Dazu gehört die Aufrechterhaltung der militärischen Stärke Amerikas, die Grenzkontrolle und die Einwanderung. Als Ausdruck der Emotionellen Pest, reißt dieses politisch motivierte Tun bzw. Nichtstun linker Extremisten Amerika auseinander.

Die Funktion der US-Verfassung

19. Juni 2017

Der folgende Auszug stammt aus meinem Buch Clueless, das bald erscheinen wird:

Die US-Verfassung wurde 1787 von einigen der besten Köpfe geschrieben, die die Welt zu bieten hatte. Ihre Aufgabe war es, das Leben des amerikanischen Volkes gegen die in ihm enthaltenen zerstörerischen Kräfte zu schützen. So waren sich die Verfasser auch ohne Kenntnis des menschlichen Panzers der Existenz und der zerstörerischen Folgen der Emotionellen Pest bewußt. Man erwartete, daß künftige Generationen ihre grundlegenden Prinzipien beibehalten und weiterentwickeln würden, wenn ein neues Verständnis des menschlichen Lebens zur Verfügung steht.

Allerdings stand das erforderliche Wissen über biologische Funktionen erst fast 200 Jahre später mit den Wissenschaften der biologischen und sozialen Orgonomie bereit. Bis dorthin wirkte die Lücke, die die Verfassung im Verständnis des menschlichen Lebens aufweist, als Blockade. Ihre Interpretation und die Bedeutung ihrer Weisheit wurde der Öffentlichkeit anheimgegeben. Aufgrund der Unterschiede in der Charakterstruktur unterschieden sich die Perspektiven. Heute entzweien sich die Menschen immer noch über die Interpretation des Dokuments, wenn Probleme der Staatsführung aufkommen, die gelöst werden müssen. Auf der einen Seite finden sich die Orginalisten, die die Konstitution wörtlich aus der Zeit ihrer Verabschiedung und als unabänderlich interpretieren. Auf der anderen Seite finden sich diejenigen, die sie als ein flexibles Dokument betrachten, das nach Lust und Laune des Einzelnen und je nach den gesellschaftlichen Bedingungen interpretiert werden kann.

Erstmals in der Geschichte können nunmehr die Verfassung und ihre Zusätze in den Bill of Rights funktionell aus der Perspektive der sozialen Orgonomie verstanden werden (siehe Kapitel 3). Die Anwendung dieses Wissens auf die Verfassung hilft, das Dokument mit einer einheitlichen, naturwissenschaftlichen Grundlage für die Staatsführung auszustatten.

Willkommen in der Welt des Islam

11. Juni 2017

Solange die autoritäre Gesellschaftsordnung in der westlichen Welt intakt war (vor etwa 1960), war die moslemische Welt im Mittleren Osten mit sich selbst in Frieden und lebte harmonisch mit der nicht-moslemischen Welt.

Die Invasion der Sowjetunion in Afghanistan im Jahr 1979 setzte dem ein Ende, als die gottlose Ideologie des Kommunismus auf die fromm-religiöse, streng autoritäre moslemische Welt stieß. Um das Land von den Sowjets zu befreien, traten die Führer Amerikas in eine quasi militärische Allianz mit den moslemischen Führern Afghanistans, wie beispielsweise Osama bin Laden, von dem man damals annahm, er sei Amerika freundlich gesonnen. Amerikas Invasion des Irak mit dem Ziel den Tyrannen Saddam Hussein zu beseitigen, war eine weitere militärische Operation, die die gesellschaftliche Unruhe in den Ländern des Mittleren Ostens verschärfte.

Wichtiger als diese militärischen Übergriffe war jedoch die kulturelle Invasion durch das westliche anti-autoritäre Leben und die Auswirkungen, die es auf das Leben der Menschen im Mittleren Osten hatte. Das heutige „alles ist erlaubt“ der westlichen Gesellschaft wirkt als chronische emotionale Reizung der sexuell unterdrückten Menschen der moslemischen Welt. Um die Sache noch schlimmer zu machen, sind die Menschen im Westen ahnungslos darüber, wie sich ihre uneingeschränkten „freien“ Lebensformen auf unterdrückte Kulturen weltweit auswirken. Deshalb kann man ohne Verständnis der Gründe für die Verwandlung der westlichen Gesellschaft unmöglich wissen, was derzeit im Mittleren Osten geschieht und warum es zu dem kulturellen Zusammenstoß zwischen den beiden Welten kommen mußte.

Im Westen führte die Verlagerung des soziopolitischen Spektrums nach links zum Zusammenbruch der gesellschaftlichen Ordnung und ihren traditionellen Lebensweisen, vor allem was die Lockerung der sexuellen Sitten betrifft. Diese Verschiebung nach links breitete sich allmählich aus und verursachte weltweit soziale Unruhen.

Die Mehrheit der Menschen in der moslemischen Welt gehört charakterologisch in unterschiedlichem Grade von der Mitte aus gesehen nach ganz rechts. Von daher war die permissive, anti-autoritäre Haltung der westlichen Menschen auf der politischen Linken für moslemische Menschen noch schwerer zu ertragen, noch provokanter und noch schockierender als sie es selbst für andere, konservative Westler war.

Die anti-autoritäre Transformation hatte auch eine mächtige destabilisierende Wirkung auf die Politik der islamischen Nationen. In einigen Ländern (Ägypten und Libyen) wurden dank des arabischen Frühlings starre autoritäre Regierungen dominoartig umgestoßen, nur um durch neue Regime derselben oder schlimmerer Art ersetzt zu werden, während in anderen (Syrien und Iran) die Staaten, die während der autoritären Kolonialzeit entstanden waren, weitgehend nach totalitären Leitlinien reorganisiert wurden.

Der weitverbreitete Zerfall moslemischer Gesellschaften im Mittleren Osten brachte eine Flut von arabischen Einwanderern nach Europa und Amerika, von denen viele aus zerrütteten Familien kamen. Der soziale Aufruhr und die Angst in den westlichen Ländern, die aus dieser Zwangsmigration resultierten, war nicht einfach „die Folge des Versagens einer Kultur, die Kräfte der Moderne zu überwinden oder zu verdauen“.

Der Schlüssel zum Begreifen dessen, was passiert ist, einschließlich des Problems des islamischen Terrorismus, ist zunächst ein Verständnis für die spezifischen sozio-politischen Charakterstrukturen der Betroffenen.

Linke Provokateure in den europäischen Ländern provozierten eine sehr labile Lage, indem sie moslemische Einwanderer und die islamische Lebensweise beleidigten. Als Reaktion auf die Bedrohung von links, reagierten die Moslems auf eine Weise, die für Menschen auf der politischen rechten Seite charakteristisch ist – aus dem Bauch heraus. Die Intensität dieser Reaktion hing davon ab, wie weit rechts die Moslems im soziopolitischen Spektrum verortet waren. Die konservativen Moslems unmittelbar rechts des Zentrums paßten sich an und lebten ruhig in getrennten Gemeinden gemäß ihrer Ethnie. Weiter rechts waren die reaktionären Moslems ängstlicher und durch das herausgefordert, was sich um sie herum abspielte. Sie hatten ihren Platz in den strengen Regeln des Islam gefunden und kämpften darum, ihre traditionellen Gepflogenheiten starr zu bewahren. Sie nahmen die nicht-moslemischen Menschen als Bedrohung für ihre Lebensweise wahr und isolierten sich, um sich besser dagegen verteidigen zu können. Viele reagierten mit einem verdeckten Haß auf die Westler. Ihre reaktionäre Struktur führte sie dazu islamische Extremisten passiv oder aktiv zu unterstützen.

Für den islamischen Faschisten auf der extremen Rechten ist das weltliche Gesetz des islamischen Staates untrennbar mit dem religiösen islamischen Recht verbunden. Die Gefühle des islamischen Faschisten werden durch seine Wahrnehmung der westlichen gesellschaftlichen Schwäche und Degeneration verstärkt. Entsprechend ihrer Ideologie befindet sich die moslemische Welt in einem Zustand des ewigen Krieges mit den Ungläubigen weltweit. Als erster Schritt in ihrem großen Plan wollen die Dschihadisten des Islamischen Staates Irak und Al-Sham (ISIS), der in „der islamische Staat“ umbenannt wurde, ihre Kontrolle über den sunnitischen Teil des Irak festigen. Sie fordern, daß dschihadistische Gruppen weltweit ISIS‘ harte Linie übernehmen und sich dem globalen Krieg gegen die Ungläubigen anschließen.

Das ultimative Ziel des islamischen Faschisten ist es, alle demokratischen Institutionen zu zerstören und die Moslems unter einem Kalifat zu vereinen, das von einem politischen und religiösen Führer geleitet wird, der in der Nachfolge von Mohammed selbst steht. Wenn dieses Kalifat jemals Wirklichkeit werden würde, wäre das Leben der Moslems unter der kompletten Kontrolle dieses faschistischen Führers.

Auf globaler Ebene haben die islamischen Faschisten der politischen extremen Rechten in der moslemischen Welt und die Pseudo-Liberalen/Kommunisten auf der äußersten Linken in der westlichen Welt als gemeinsames Ziel die Zerstörung des menschlichen Lebens. Beide sind emotionell pestkranke Charaktere an den Grenzen des soziopolitischen Spektrums. Obwohl sie das gleiche Ziel teilen, funktionieren sie unterschiedlich. Westliche Führer auf der linken Seite säen ihren Samen des Hasses und der Zerstörung verdeckt und handeln subversiv. Sie schwächen Amerikas militärische Macht und untergraben passiv seine Stellung als Führer der freien Welt. Ihr Ziel ist es Amerika im Inneren zu schwächen und gleichzeitig totalitäre Regime, die Amerika politisch feindlich gesonnen sind, durch diplomatische Aktivitäten zu unterstützen. Islamische faschistische Führer auf der rechten Seite sind aggressiv und ungeduldig. Ihre impulsiven Handlungen sind oft schädlich für das Erreichen ihres Ziels.

Die folgende Tabelle faßt die weitreichenden kulturellen Unterschiede und die Grundlagen für den ideologischen Zusammenstoß zwischen der westlichen und der islamischen Welt zusammen:

Westliche Welt Islamische Welt
starr anti-autoritär starr autoritär
Emanzipation der Frau Unterwerfung der Frau
der Mainstream liegt weit links vom Zentrum der Mainstream liegt weit rechts vom Zentrum
sexuell unbefriedigt sexuell unterdrückt
begrüßt Hemmungslosigkeit widersteht Wandel
das Individuum wird über den Staat gestellt der Islam wird über das Individuum gestellt
intellektueller Panzer überwiegt muskulärer Panzer überwiegt
agrarisch/industrielle Ökonomie Stammes- und agrarische Ökonomie
Emotionelle Pest von links Emotionelle Pest von rechts

Präsident Trump gegen die Emotionelle Pest: Runde eins

18. Februar 2017

Jeder hat einen Charakterpanzer, durch den der einzelne mit der Welt in Beziehung tritt. Es ist wichtig, die Charakterstruktur einer Person zu kennen, besonders wenn sie ein politischer Führer ist. Durch das Identifizieren des individuellen und soziopolitischen Charakters des Politikers wissen wir, wie gut er zu seiner Aufgabe paßt.

Was wir über den Charakter von Präsident Trump durch seine Eigenschaft als Vater, erfolgreicher Geschäftsmann, Präsidentschaftskandidat und durch die ersten Tage seiner Präsidentschaft wissen, sagt uns, daß er ein hochenergetischer, phallisch narzißtischer Charakter mit einem oralen, unbefriedigten Block ist. Aus soziopolitischer Sicht ist er ein Konservativer, der politisch rechts steht. Als solcher ist er autoritär und anders als sein Vorgänger kann er in der Öffentlichkeit aggressiv auftreten. Ein Produkt der alten autoritären Gesellschaftsordnung, hat Trump ein Gefühl für den absoluten Unterschied zwischen richtig und falsch. Darüber hinaus wissen wir, daß er sein Land liebt, was darauf hinweist, daß er ein gewisses Maß an Kontakt mit seinem biologischen Kern hat und daß er von daher sein „Herz am rechten Fleck“ hat, was seine Qualifikationen für die Tätigkeit als Präsident betrifft.

Diese Grundzüge reichen, um zu erklären, wie er als Präsident fungieren wird. Vor allem wegen seines hohen Energieniveaus und seiner geschäftlichen Erfahrungen versucht er, das gepanzerte Drumherum der Parteipolitik zu überwinden, indem er sie gewaltsam außer Kraft setzt. Wegen seiner Ungeduld und seinem oralen unbefriedigten Block – er prahlt, redet übermäßig gerne und neigt zu Übertreibungen – vermittelt er den Menschen leider den falschen Eindruck, daß es ihm an Stabilität mangelt und er gibt sich dem Spott preis.

Was seine linken Gegner jedoch wirklich in den Wahnsinn treibt, ist, daß er seine Aggression offen zeigt, bis hin zur Streitsucht, und schamlos autoritär auftritt. Beispielsweise geht er das Problem des Terrorismus an, indem er ein Verbot für alle Moslems erklärt, in die Vereinigten Staaten einzureisen, das Einwanderungsproblem mit der Ankündigung angeht, eine Mauer zwischen Amerika und Mexiko bauen zu wollen, ausgesprochen pro-amerikanisch ist, etc.

Ein zentrales Merkmal der linken Ideologie ist ihr Haß auf offene Aggression und ihre Angst vor echter Autorität. Bei Linken werden diese natürlichen menschlichen Funktionen durch eine neue Schicht von sozialem Panzer, die relative Moral der politischen Korrektheit, unterdrückt. Der nicht entladene Haß, der im Panzer des Linken gebunden ist, wird auf jeden umgeleitet, der mit dem Anspruch auftritt, eine wirkliche Autorität zu sein. Trump weiß nicht, daß dies die Emotionelle Pest ist, die ihn und die Autorität des Amtes, das er repräsentiert, zerstören will. Auch ohne Kenntnis der Pest scheint Trump jedoch ein Gefühl für die Pest zu haben. Das erkennt man an seiner kraftvollen Reaktion auf linke Angriffe der Medien.

Die Funktion der Parteipolitik (Politik wie gehabt)

11. Februar 2017

Der übliche Gebrauch der Begriffe Politik und politisches Handeln ruft Verwirrung hervor, weil er Elemente aus allen drei Schichten des menschlichen bio-psychischen Apparates enthält, des biologischen Kerns, der destruktiven mittleren Schicht und der Oberflächenschicht. Ohne Treffen dieser Unterscheidung werden Politik und politisches Handeln zur öffentlichen Nebensächlichkeit und zum Spektakel, bei dem rationale und irrationale Ideen und Verhaltensweisen durcheinandergeraten, was häufig dazu führt, daß die Emotionelle Pest aus der mittleren Schicht aktiviert wird.

Parteipolitik basiert auf der Idee, daß die sich feindlich gegenüberstehenden Kräfte der Linken und der Rechten notwendig sind, um zu politischen Entscheidungen zu kommen. Das Problem der Parteipolitik besteht darin, daß sie oft Impulse aus der mittleren Schicht des Politikers enthält. Wenn persönliche Rachegefühle eines neurotischen phallisch-narzißtischen Politikers in der politischen Arena als Parteipolitik ausgetragen werden, ist das ein deutliches Zeichen dafür, daß man es mit der Emotionellen Pest zu tun hat. In diesem Fall werden die gesellschaftlich destruktiven persönlichen und finanziellen Interessen des Politikers durch seine angeblichen politischen Überzeugungen verdeckt.

Die Parteipolitik funktionierte in der autoritären Gesellschaftsordnung der Vergangenheit recht gut, weil soziale Fragen noch nicht eine sozio-politische Schicht gesellschaftlichen Panzers entwickelt hatten, die wir heute als Sozio-Politik betrachten, und auch weil es in etwa gleich viele sozio-politische Charaktertypen (Liberale und Konservative) in den sich gegenüberstehenden Parteien der Democrats und der Republicans gab. Das Machtgleichgewicht zwischen Links und Rechts wurde von der autoritären Gesellschaftsordnung unterstützt. Politiker funktionierten nach ihrer vorgegebenen individuellen Charakterstruktur innerhalb ihrer Partei. Trotz ihrer ideologischen Unterschiede waren sich die Mitglieder beider Parteien in ihrem Respekt für und ihrer Liebe zu Amerika einig, was zeigte, daß ihr biologischer Kern in ihrem politischen Entscheidungsprozeß mehr oder weniger gegenwärtig war.

Dies ist in der heutigen anti-autoritären Gesellschaft nicht mehr der Fall. Mit der zementierten politischen Verschiebung nach links, wird es schwer politische Ideen und Aktivitäten aus dem biologischen Kern zu erkennen. Sie wurden durch politischen Extremismus ersetzt und die Menschen suchen in der Politik – der Sozio-Politik – nach Lösungen für persönliche Probleme, die aus ihren eigenen zerstörerischen, mittleren und oberflächlichen Schichten stammen. Heute wird diese Tendenz für die Menschen auf der politischen Rechten zur Regel, wie sie es in der Vergangenheit für die Menschen auf der politischen Linken war. Politik und politisches Handeln ersetzen die Religion als moderne „Lösung“ für jedes individuelle und gesellschaftliche Problem.

Mit der Beschleunigung der Polarisierung und des Niedergangs der westlichen Gesellschaft gerät die Unsinnigkeit mit der Politik wie gehabt weiterzumachen langsam ins öffentliche Bewußtsein, weil die Verwirrung, die die Emotionelle Pest verursacht, jeden Aspekt des politischen Lebens infiltriert hat.

Die politischen Auswirkungen des Niedergangs des Zweiparteiensystems

11. August 2016

Beim Verstehen und beim Verhindern von Destruktivität in der amerikanischen Politik ist die Kenntnis des sozio-politischen Charakters von zentraler Bedeutung.

In der autoritären Gesellschaftsordnung der Vergangenheit hatte das Zweiparteiensystem in Amerika die Funktion, eine Machtbalance zwischen den gegensätzlichen ideologischen Kräften der Linken und der Rechten aufrechtzuerhalten. Um 1960 herum begann dieses System im Zusammenhang mit der anti-autoritären Transformation der Gesellschaft zu zerfallen. Das führte dazu, daß sich der politische Mainstream der gesamten Nation nach links verschob. Zuerst wurde die Democratic Party von Politikern der extremen Linken infiltriert. Es waren pseudo-liberale/kommunistische Charaktere, die bald diese Partei übernahmen. Dies rief ein Ungleichgewicht zwischen den gegensätzlichen Kräften der Linken und der Rechten hervor; das Zweiparteiensystem wurde zu einer Sache der Vergangenheit.

Die Verschiebung des amerikanischen Mainstream nach links macht verständlich, wie ein vollwertiger Kommunist, getarnt als echter liberaler Charakter, in der Lage war, 2008 und 2012 die Wahlen in Amerika zu gewinnen. Es erklärt auch, wie zwei der am wenigsten qualifizierten Kandidaten durch die immer ahnungslosere Öffentlichkeit ausgewählt werden konnten, um ihr Präsident zu sein. Die eine ist ein Individuum mit psychopathischen, kriminellen Tendenzen, der andere ist ein Individuum mit schlechter Impulskontrolle und einem fragwürdigen Urteilsvermögen. Beide sind populistische Kandidaten, die sich nach den Launen „des Volkes“ richten.

Wieder einmal siegt die Emotionelle Pest, weil die amerikanische Politik jeden Anschein von Rationalität verloren hat. Amerikaner können sich jetzt bei zukünftigen Wahlen auf ein noch kränkeres politisches System, ein Mehrparteiensystem nach europäischem Vorbild einrichten.

Das Präsidentschafts-Rennen 2016

14. Mai 2016

Egal wie ohrenbetäubend das Hintergrundrauschen des Präsidentschafts-Rennens 2016 ist, der Unterton der laut und klar durch all den ablenkenden Lärm hindurch gehört werden muß, sind die emotional aufgeladenen Fragen der Moral. Es gibt eine tiefere und mächtigere politische Triebkraft hinter all dem politischen Geseiere, das derzeit auf der sozialen Oberfläche von den Politikern, den Experten und den Medien feilgeboten wird.

Ob sie sich dessen gewahr sind oder nicht, die wahrscheinlichen Kandidaten, Donald Trump und Hillary Clinton, sind bereits je nachdem aufgestellt, ob sie an die alte absolute Moral der vergangenen autoritären Welt glauben oder an die neue politisch korrekte, relative Moral der gegenwärtigen anti-autoritären Ära.

Diese beiden Moralen sind zwei grundverschiedene Sicht- auf und Herangehensweisen an die Welt. Sie erzeugen die ideologische Kluft, die unbewußt die politische Linke und Rechte gegeneinander antreten läßt. Diese aus den menschlichen Tiefen stammende soziale Kraft spaltet Amerika in zwei unversöhnliche, gegnerische Lager und stellt den letztendlichen Herrscher über die Ideen und das Verhalten der Menschen dar. Sie muß bewußt, verstanden und bewältigt werden, bevor sich die sozialen Bedingungen verbessern können.

Das Ende des Zweiparteiensystems in Amerika

7. März 2016

Der folgende Text ist ein Auszug aus meinem nächsten Buch Clueless.

Im Wall Street Journal vom 5./6. März („The Republican Party is Shattering“) schreibt Peggy Noonan über die Zerstörung der Republican Party. Würde sie aber einen Schritt zurück treten und sich das vollständige Bild anschauen, sähe sie, daß nicht nur die Republikanische Partei, sondern auch die Democratic Party und das gesamte Zweiparteiensystem in Amerika zusammengebrochen ist.

Die Funktion des Zweiparteiensystems bestand darin, der amerikanischen Politik in der vergangenen autoritären Ära eine Grundlage zu geben. Zu dieser Zeit gab es grob geschätzt eine gleiche Anzahl von Liberalen und Konservativen in der Demokratischen Partei und in der Republikanischen Partei und das System funktionierte so, daß ein Gleichgewicht zwischen den gegensätzlichen ideologischen Kräften der politisch linken und rechten Seite aufrechterhalten werden konnte. Die sich gegenüberstehenden Kräfte funktionierten nach dem Prinzip des sich gegenseitig anziehenden Gegensatzes (siehe Kapitel 5). Heute ist dieses System eine Sache der Vergangenheit geworden und die Menschen sind sich in der Regel nicht bewußt, was vor sich geht und warum.

Der Grund dafür liegt darin, daß sich in der heutigen anti-autoritären Gesellschaft die amerikanische Politik weit nach links von der Mitte verschoben hat und deshalb das Zweiparteiensystem nicht mehr als Ausgleich gegensätzlicher Ideen arbeitet, um die soziale und politische Stabilität aufrechtzuerhalten. Die amerikanische Politik ist unter dem ständigen Druck linker Progressiver destabilisiert worden. Sie hat keine rationale Funktion mehr.

Die natürliche Funktion eines politischen Führers

28. Februar 2016

Ein politischer Führer, etwa der Präsident der Vereinigten Staaten, ist eine Person, deren natürliche Exekutivfunktion zunehmend unklar wird. Dies liegt daran, daß die rationale Kernaufgabe der Politik, die Wissenschaft vom Regieren, mit den irrationalen Erwartungen und Bedürfnisse einer ahnungslosen, emotional kranken Öffentlichkeit verwechselt wird.

Beispiele für rationale, zum Kern gehörige Funktionen der Exekutive umfassen den Schutz von Unabhängigkeit, Freiheit und Verantwortung der Bevölkerung. Beispiele für irrationale, zerstörerische Funktionen der Exekutive umfassen das Eingehen auf die pathologische Hilflosigkeit und die Abhängigkeitswünsche der Öffentlichkeit, was tatsächlich eine eigennützige, „politische“ Taktik darstellt. Die politische Linke hat die Kunst der Wohlfahrtspolitik perfektioniert. Da sie nichts Besseres zu bieten hat, lernt die Rechte schnell und versucht hier aufzuholen. Weil bei den Politikern die Suche nach politischen Lösungen im Mittelpunkt steht, verlieren die Menschen den Respekt vor ihnen.

Politik kann jedoch nie die Antwort sein. Die Kenntnis der zugrundeliegenden soziopolitischen Charakterstruktur der Menschen ist wichtig, weil sie bei der Unterscheidung hilft zwischen den primären, rationalen Funktionen, die die Menschen von ihren politischen Führern erwarten können, und ihren eigenen irrationalen, sekundären, zerstörerischen Trieben und ihrem Bedürfnis nach Wohlfahrt, das sie auf die Politiker projizieren. Dieser entscheidende Unterschied wird durch die endlosen ideologischen Kämpfe zwischen der politischen Linken und Rechten verdeckt. Dies ist Ausdruck des sozialen Panzers.

Ohne das Fällen dieser Unterscheidung verkommt Politik zur „Gesellschaftspolitik“, ein Schauspiel, das wir im gegenwärtigen Wahljahr erleben. Die Ahnungslosigkeit des Politikers hinsichtlich seiner natürlichen Funktion als politischer Führer ist ein Symptom für dieselbe Ahnungslosigkeit beim Publikum, das ihn wählt.

Bei der Wahl eines Präsidenten wird es zur Schlüsselfrage: Gibt es einen Kandidaten, der die Funktionen Unabhängigkeit, Freiheit und Verantwortung des amerikanischen Volkes schützt?

Und was Donald Trump betrifft

18. Februar 2016

Der individuelle und der sozio-politische Charakter stellen die wichtigsten Determinanten des individuellen Denkens und Verhaltens dar, auch bei Politikern. Ist beispielsweise Präsidentschaftskandidat Donald Trump einfach ein durchtriebener und manipulierender Rüpel, der sich im Griff hat, was seine präsidentiellen Ambitionen betrifft, oder ist er nur ein unberechenbarer Wichtigtuer? Diese Unterscheidung hängt davon ab, ob er einfach ein phallisch-narzißtischer Charakter mit einem oralen unbefriedigten Block ist oder ein manisch-depressiver („bipolarer“) Charakter.

Im ersten Fall wäre seine Urteilskraft intakt und würde sich nicht nachteilig auf seine Aufgaben als Präsident auswirken. Im zweiten Fall wäre er eine Katastrophe. Wir müssen mehr über seine Entscheidungsprozesse wissen, um seine Kapazität für ein gutes Urteilsvermögen bestimmen zu können.

Blogeinträge Januar-Juli 2014

14. Juli 2014

Eine weitere Möglichkeit die Emotionelle Pest einzudämmen

In seinem Artikel „What Mass Killers Want“ (Wall Street Journal, 9.-10. November 2013) beschreibt Ari N. Schulman das Persönlichkeitsprofil von massenmörderischen Todesschützen und zieht aus den von der Forschung zusammengetragenen Belegen, den Schluß, daß ihre Mordtaten eine Art Theater repräsentieren.

Phantasie, öffentlicher Ausdruck und Bekundung sind von zentraler Bedeutung für das, was einen Täter, der ein Massaker verübt, motiviert und was ihn ausmacht (…) Wie Terroristen, können die Todesschützen in einem begrenzten Sinne als rationale Akteure betrachtet werden, die wissen, daß, wenn sie den richtigen Schritten folgen, sie den gewünschten Effekt im öffentlichen Bewußtsein hervorrufen (…) Die Täter (…) folgen einer fertigen, freischwebenden Vorlage für junge Männer, die ihre Wut loswerden und ihrem Sinn für ihre persönliche Bedeutsamkeit Ausdruck verleihen wollen.

Er folgert richtig, daß, „wenn wir Massentötungen als eine Art Epidemie oder Ansteckung behandeln, uns dies weitgehend von der Notwendigkeit befreit, die jeweiligen Ursachen für jede Handlung zu verstehen. Stattdessen können wir uns darauf konzentrieren, die Ausbreitung zu unterbinden.“

Als eine Möglichkeit, zukünftige Amokläufe zu verhindern, schlägt Schulman vor, daß dem Killer ein Publikum vorenthalten werden müsse. Im Besonderen schlägt er vor, beispielsweise nie die Verlautbarungen eines Schützen zu veröffentlichen, ihre Gesichter unkenntlich zu machen, ihre Namen nicht zu veröffentlichen und so weiter. Was er vorschlägt, läuft darauf hinaus, der Motivation des Schützen, die hinter seiner destruktiven Handlung steckt, die Energie zu entziehen. Schulmans „Behandlung“ für das Problem der Massaker ist korrekt, da sie auf einem richtigen Verständnis der dynamischen Kräfte, die in den Köpfen dieser Mörder wirken, beruht. Sein Ansatz ist eine Anwendung des medizinisch-psychiatrischen Modells auf soziale „Krankheiten“. Um eine Krankheit zu behandeln, ist ein akkurates Verständnis ihres Ursprungs notwendig. Menschliche Destruktivität im gesellschaftlichen Bereich, wofür Massenerschießungen ein Beispiel sind, ist eine Manifestation der emotionalen Krankheit der Menschen. Sie ist das Ergebnis einer wirklichen bio-sozialen Krankheit, die als Emotionelle Pest bezeichnet wird. Ihre Behandlung erörtere ich in meinem Buch The Emotional Plague: The Root of Human Evil.

 

Die Menschen verlieren zunehmend die Orientierung

Um 1960 herum fand ein grundlegender Wandel in der westlichen Gesellschaft statt vom Autoritären zum Antiautoritären. Mit dieser Transformation trat eine Änderung im Panzermuster bei jungen Menschen auf. Okularer Panzer ersetzte weitgehend den Muskelpanzer und dies zeitigte zerstörerische Folgen für den Einzelnen und die Gesellschaft. Die emotionale Energie konnte nicht mehr im Muskelpanzer gebunden und zurückgehalten werden. Infolge der Schwächung des Muskelpanzers und der Zunahme des Augenpanzers wurden destruktive Emotionen durch intellektuelle Rationalisierungen, Haß und Verachtung der Autorität zum Ausdruck gebracht. Schuldzuweisungen und Ressentiments richteten sich gegen traditionelle Autoritäten in allen Bereichen der Gesellschaft.

Junge Menschen wurden irrationaler und verloren zunehmend den Kontakt mit sich selbst und mit der Welt. Sie wurden kontaktloser. Das Wort vom „keine Peilung haben“, das heute gängig ist, beschreibt diesen Geisteszustand genau.

Im Schlepptau der antiautoritären Transformation tauchte erstmals ein Syndrom von Symptomen auf, das durch Konzentrationsstörungen, Unruhe und Hyperaktivität gekennzeichnet war. Dieser Zustand wurde Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) genannt.

Heute hat sich die Zahl der jungen erwachsenen Amerikaner, die Medikamente gegen ADHS einnehmen, von 2008 auf 2012 fast verdoppelt. Jeder zehnte heranwachsende Junge nimmt ein Medikament gegen die Störung.

Die heutige Generation der erwachsenen Bevölkerung repräsentiert die Kinder der Baby-Boomer, die in den 1960er Jahren aufgewachsen sind. Aus bio-psychiatrischer Sicht sind die okularen Symptome der ADHS, die in dieser Zeit erstmals auftraten, eine primäre Manifestation dieser Störung. Es ist möglich, diese Erkrankung ohne den Einsatz von Medikamenten durch einen qualifizierten Therapeuten zu behandeln.

 

Putins Landraub

Wenn ein akutes soziales Problem auftaucht, das sofortige Aufmerksamkeit verlangt, konzentrieren sich die Menschen immer auf die Symptome, nie auf die zugrundeliegende Erkrankung. Putins Griff nach der Krim ist ein Symptom. Die zugrundeliegende emotionale Krankheit der Menschen, die diesen Akt der Aggression möglich macht, ist die Erkrankung, die stets übersehen wird.

Das Symptom läßt sich wie folgt kurz umschreiben: Aufgrund der anti-autoritären Transformation stehen westliche Länder, einschließlich Rußland, vor dem sozialen Zusammenbruch. Mit diesem Problem konfrontiert, bewegt sich ein starker Führer wie Putin politisch nach rechts, um das soziale Chaos in seinem Land in den Griff zu bekommen. Gleichzeitig taxiert er Barack Obama, den Führer der westlichen Welt, als einen schwachen und politisch ineffektiven Führer. Er fühlt sich ermutigt international aggressiv aufzutreten und sich die Krim einzuverleiben, um seine Macht weiter zu festigen.

Ein Element der Grunderkrankung ist die soziale Desintegration der russischen Gesellschaft, die man in den Griff bekommen muß. Ein weiteres Element ist der gleiche Vorgang des gesellschaftlichen Zerfalls in Amerika, wo er sich in einem weit größeren Umfang abspielt. Amerikas soziale Krankheit wird dadurch verschlimmert, einen Präsidenten gewählt zu haben, der gezeigt hat, daß er nicht fähig ist, Amerikas Interessen aggressiv zu wahren, sei das nun im Inland oder im internationalen Bereich.

Die tiefste Ebene der Erkrankung der Menschheit zeigt sich daran, daß die amerikanische Öffentlichkeit nicht sieht, einen Mann gewählt zu haben, der zu einem großen Teil für das Zustandekommen dieser internationalen Krise die Verantwortung trägt und für die zerstörerischen Folgen, die sich anschließen werden. Die Ahnungslosigkeit der amerikanischen Öffentlichkeit ist das zentrale Problem.

 

Putins soziopolitische Charakterstruktur

Die politische Charakterstruktur eines Menschen ist primärer Bestimmungsfaktor gesellschaftlicher Vorgänge. Von daher sollte man die politische Charakterologie beherrschen, die Untersuchung des sozialen und politischen Verhaltens aus der Perspektive der sozio-politischen Charakterstruktur des Einzelnen.

Auch wenn Amerika weiter nach links abgleitet, sich in einen sozialistischen Staat verwandelt und es die Sowjetunion nicht mehr gibt, gärt die Emotionelle Pest in der russischen Politik weiter, reorganisiert sich und gewinnt an Dynamik. Die Emotionelle Pest in Rußland operiert nun von der politisch äußersten Rechten unter Leitung von Wladimir Putin. Der starre und autoritäre Putin, ein ehemaliger KGB-Offizier, ist aus charakterologischer Sicht ein Beispiel für einen reaktionären Politiker, der der politischen Rechten angehört.

Der reaktionäre Charakter sträubt sich gegen Veränderungen. Sexuell ist er sehr moralisch und eingeschränkt, was Grundlage seines Sadismus und seines Mystizismus ist. Er klammert sich an seine mystischen Überzeugungen, die weder der Vernunft unterliegen noch Beweise bedürfen.

Als Politiker hängt Putin dem mystischen Glauben an, daß für die russische Gesellschaft die sowjetische „Herrlichkeit“ wiederhergestellt gehört. In seiner Struktur hat er viel Brutalität, die häufig offen ausgedrückt wird bzw. kaum verborgen ist und stets als Notwendigkeit rationalisiert und gerechtfertigt wird. Gepaart mit seiner Brutalität ist sein Ruf liebenswürdig und gastfreundlich zu sein – eine Reaktionsbildung. Im Gegensatz zum Kommunisten auf der extremen Linken wird Putin nicht ausschließlich von seinem Intellekt bestimmt, sondern von seinen Emotionen, die in seinem Muskelpanzer erstarrt sind. Das macht sich besonders in seiner Nackenmuskulatur bemerkbar: er ist „halsstarrig“. Er stellt sich nicht gegen die Religion, sondern richtet sich emotional und politisch an der großrussischen Orthodoxen Kirche aus, deren Gottesdiensten er regelmäßig beiwohnt.

Putin ist ein militanter Nationalist, selbstgerecht in seinen politischen Überzeugungen und er reagiert äußerst verärgert auf politische Einflußnahme auf die russische Lebensweise von außen. Geschickt rationalisiert und rechtfertigt er seine aggressiven expansionistischen Impulse, die gegen andere Länder gerichtet sind, und er geht davon aus, daß diese Gefühle vom russischen Volk geteilt werden. Beispielsweise wurden seine Beweggründe für die Annexion der Krim durch seinen Appell an russische nationalistische Gefühle gerechtfertigt und durch aus der Luft gegriffene Mißstände in jenem Gebiet.

Putins Entscheidung, die Krim zu annektieren, basiert jedoch nicht nur auf mystischen Gefühlen. Als aggressiver Pestcharakter auf der Rechten erregt ihn die Angst vor Aggression und die Kraftlosigkeit, die er bei seinen vom Präsidenten der Vereinigten Staaten angeführten Gegnern spürt und daß er mit der Annektierung davonkommt, ohne einen Schuß abgefeuert zu haben.

 

Was passiert im Nahen Osten?

Wie ich in Neither Left Nor Right geschrieben habe, muß es zunächst ein Verständnis der arabischen Gesellschaften und ihrer Kultur geben, bevor auf eine vernünftige Art und Weise mit den politischen Schwierigkeiten umgegangen werden kann, die derzeit im Nahen Osten eskalieren. Dies erfordert ein Verständnis des Tribalismus und dessen Verhältnis zu den Staaten im Nahen Osten.

Aus historischer Perspektive existieren Stammesgesellschaften im Nahen Osten seit Jahrtausenden, lange bevor die Araber begannen im siebten Jahrhundert zum Islam zu konvertieren und lange bevor die modernen Staaten mit ihren genau definierten Grenzen entstanden sind. In vielerlei Hinsicht reichen diese Stammeswurzeln tiefer als die religiösen und politischen Überzeugungen der Araber und sie bestimmen ihr Verhalten in weit größerem Umfang. Im Nahen Osten reicht Stammestreue über die Landesgrenzen hinweg, die von England und Frankreich während des frühen 20. Jahrhunderts willkürlich gezogen wurden. Darüber hinaus gehören aus charakterologischer Sicht die Araber in verschiedenen Graden, vom politischen Zentrum aus gesehen, der extremen Rechten an. Dies sind wichtige aber häufig übersehene Überlegungen in einer Zeit, in der Amerika darum ringt, eine diplomatische Lösung der Konflikte in dieser Region auszuarbeiten.

Wie im Fall einer medizinischen Erkrankung muß zuerst ein Verständnis der zugrundeliegenden Krankheit vorliegen, bevor eine rationale Behandlung eingeleitet werden kann. Herumdoktern an den Symptomen ohne Kenntnis der zugrundeliegenden Pathologie, wird garantiert fehlschlagen.

 

Sind alle Araber gleich?

Derzeit herrscht eine weitverbreitete Verwirrung in Bezug darauf, wie Araber eingeschätzt werden sollten. Die einfache Antwort darauf lautet, daß es zwei Arten von Arabern gibt: diejenigen, die eine Haltung von leben und leben lassen haben und diejenigen, die sich als politische Moslems betrachten und deren Loyalität dem Islam gilt. Die erste Gruppe kennt die Unterscheidung zwischen Religion und Staat. Die zweite Gruppe setzt die moslemische Religion mit dem Staat gleich und glaubt, daß sie expandieren und die Welt erobern muß, indem sie, falls nötig, alle Ungläubigen töten.

Die Frage unterstreicht die Bedeutung der sozio-politischen Charakterologie, ohne die es nicht möglich ist, einen Sinn in dem auszumachen, was mit den Arabern im Nahen Osten und in Amerika geschieht. Wegen ihrer starken Stammeswurzeln und ihrer streng autoritären Erziehung gehören die meisten Araber in unterschiedlichem Maße auf die rechte Seite des sozio-politischen Spektrums. Beginnend mit dem konservativen Araber unmittelbar rechts neben der Mitte, gibt es den extrem Konservativen, gefolgt von dem Reaktionären und schließlich dem Islamo-Faschisten auf der extremen Rechten.

Wenn wir von rechts der Mitte zur extremen Rechten fortschreiten, verhärtet sich das gesellschaftliche Funktionieren der Araber und wird von jeglichem Kontakt mit korrumpierenden westlichen Einflüssen abgeschnitten. Die Trennung zwischen weltlichem und religiösem Gesetz verschwimmt zunehmend und das Funktionieren des Individuums in den Bereichen Arbeit und Sexualität ist stärker eingeschränkt. Seine Fähigkeit sich in die westliche Lebensart zu assimilieren, nimmt immer mehr ab, während sein Bedürfnis, daß Allah für sein Leben Verantwortung trägt, seine zugrundeliegende emotionale und ökonomische Hilflosigkeit enthüllt. Wenn der Islamo-Faschist sagt: „Ich liebe den Tod mehr als das Leben“, ist das seine Art, seine komplette emotionale Intoleranz gegenüber der Freiheit auszudrücken, die westliche demokratische Gesellschaften zur Verfügung stellen. Er betrachtet sie als degeneriert und ist deshalb voll Verständnis für andere Araber, die sie zerstören wollen. Für ihn sind weltliche Ideologie und religiöses moralisches Gesetz ein und dasselbe.

Der Islamo-Faschist ist ein emotionell pestkranker Charakter auf der extremen Rechten. Hier einige der Hauptslogans, die diese Ideologen verwenden, um Amerika zu entwaffnen: „Islam ist seit jeher ein Teil Amerikas.“ „Der Islam ist nicht Teil des Problems, wenn es um die Bekämpfung des Extremismus geht – er ist ein wichtiger Bestandteil bei der Förderung des Friedens.“ „Im Laufe der Geschichte hat der Islam durch Worte und Taten die Möglichkeiten der religiösen Toleranz und Gleichberechtigung der Rassen aufgezeigt.“ Diese Aussagen zeigen Wirkung, weil sie alle ein Körnchen Wahrheit in sich haben, und das ist alles, dessen es bedarf, damit liberal gesinnte Amerikaner ihnen einen Vertrauensbonus geben.

Der Islamo-Faschist hat jedoch keinen Kontakt mit seinem biologischen Kern. Von seinen natürlichen sexuellen Gefühlen abgeschnitten, funktioniert er vollständig aus seiner sekundären destruktiven Schicht heraus und seine Ideologie stammt aus ihr. Im folgenden einige Beispiele: „Alle Menschen sind geborene Moslems und sind rein, wenn sie ins Leben treten, aber sie werden durch das Leben in der Welt der Ungläubigen korrumpiert. Es ist die Pflicht aller guten Moslems sie zum Pfad des Propheten zurückzuführen.“ „Die Welt, einschließlich der meisten moslemischen Gesellschaften, befindet sich in einem Zustand der rassischen Unreinheit und es ist unsere heilige Pflicht für eine Reinigung zu sorgen.“

Reich zufolge ist „die Weltanschauung von der … Reinheit … die Weltanschauung der Asexualität, der ‚sexuellen Reinheit‘, also im Grunde eine Erscheinung der durch die patriarchalische autoritäre Gesellschaft bedingten sexuellen Sexualverdrängung und Sexualscheu. … der Kern der faschistischen Rassetheorie (ist) Todesangst vor der natürlichen Sexualität und ihrer Orgasmusfunktion.“

Wir können hinzufügen, daß bei der islamischen Rassenideologie Ungläubige, einschließlich aller Westler, im Gegensatz zur Reinheit der Moslems mit rassisch unreinen, unkeuschen Menschen gleichgesetzt werden. Reich fährt fort: „Mit dem Eindruck der verzerrten, lüstern gewordenen menschlichen Sexualkulturen in sich und vor sich, wird der patriarchalische Mensch … in die Fesseln einer Ideologie gelegt, für die sexuell und unrein, sexuell und niedrig oder dämonisch untrennbare Vorstellungen werden.“

Während der emotionale Eifer der Islamisten immer revolutionärer wird, wird ihre Ideologie immer reaktionärer. Es gibt eine neue Welle von Extremisten, die glauben, daß ein reiner islamischer Staat nicht allmählich durch gesellschaftlichen Konsens, sondern zügig durch militärische Gewalt eingerichtet werden muß. Mit den sozialen Umwälzungen im Nahen Osten gibt es eine Flut von sexuell frustrierten, heimatvertriebenen und desillusionierten Jugendlichen, die bereit und willens sind Allahs Sache zu der ihren zu machen.

Die generelle bequeme Selbstzufriedenheit und Verwirrung des amerikanischen Volkes in Bezug auf Araber wird dadurch verschärft, daß der politische Mainstream sich weit links vom Zentrum befindet. Liberale und andere politisch Linksstehende haben eine starke Abwehr gegen die Wahrnehmung ihrer eigenen destruktiven sekundären Schicht. Daher existiert für sie das Böse in anderen nicht, selbst wenn es ihnen ins Gesicht starrt.

Blogeinträge März-November 2013

11. November 2013

Der Niedergang des Zweiparteiensystems in Amerika

Das Zweiparteiensystem in Amerika, das seit Beginn der amerikanischen Nation besteht, nähert sich seinem Zusammenbruch. Zum Wahldebakel der Republican Party vom November 2012 veröffentlichte das Republican National Committee (RNC) einen Bericht, dessen Schlußfolgerung zufolge drastische Änderungen vorgenommen werden müßten, ohne die „es für die Republicans in naher Zukunft immer schwieriger sein wird, noch eine Präsidentschaftswahl zu gewinnen“. Der Bericht beschreibt die Partei als „ideologisch erstarrt, sie klammert sich noch an die Zeit Ronald Reagans, ist unfähig eine größere Wählerschaft anzusprechen und wird von den Wählern zunehmend so eingeschätzt, daß sie gleichgültig gegenüber dem Daseinskampf der Durchschnittsbevölkerung ist“. Der Bericht kritisiert die Partei, weil diese nicht eine „umfassende Migrationsreform“ zu ihrer Sache gemacht hat, nicht mehr Hilfe für die wirtschaftlichen Bedürfnisse der Bevölkerung bereitgestellt hat und in sozialen Fragen gegenüber Minderheiten nicht „integrativ und einladend“ aufgetreten ist.

Der Bericht betrachtet das Geschehen vom November aus einer politischen und nicht aus einer bio-sozialen Perspektive. Er betrachtet es aus Sicht der sozialen Symptome und nicht aus der der zugrundeliegenden sozialen Bewegung, aus der heraus sich das oberflächliche Geschehen ergibt. Aus bio-sozialer Sicht gab es eine deutliche Verschiebung nach links im politischen Mainstream, die um 1960 herum ihren Anfang nahm. Teilweise äußerte sich dies durch einen Anstieg der Abhängigkeit der Menschen von der Regierung (Fürsorgementalität), Kollektivismus, mechanistisches Denken und die Nutzung des Intellekts als Abwehr gegen Gefühle. Das Ziel ist individuelle Autorität zu beseitigen und durch kollektive Autorität des „Großen Bruders“ zu ersetzen. Wie ein sozialer Tsunami zerstörte diese Welle linksextremer Politik in den 1960er Jahren zunächst die Democratic Party und bewegt sich jetzt weiter nach rechts und ist dabei das zu zerstören, was von der Republican Party noch annehmbar ist.

Um die Wählerschaft für sich zu gewinnen, empfiehlt die Arbeitsgruppe des RNC nichts weniger als eine Kapitulation vor der politischen Linken, indem sie bei der gleichen sozialistischen Agenda mitzieht, die derzeit von der Democratic Party verwirklicht wird. Diese Politik des „Wir auch!“ ist selbstsüchtig und politisch motiviert. Sie bedeutet, daß es keinen wirklichen Unterschied zwischen den beiden Parteien mehr gibt, da sie beide die gleichen sozialistischen Maßnahmen offerieren. Es bedeutet auch, daß es keinerlei echte Opposition in Gestalt von organisierten politischen Parteien mehr gibt, die eine brauchbare Alternative zum von der politischen Linken aktiv ausgebreiteten sozialistischen Ansturm anbieten.

 

Und was die weiblichen Autofahrer in Saudi-Arabien betrifft…

In dem Artikel „The Woman Who Dared to Drive“, der am 23.-24. März 2013 im Wall Street Journal erschien, beschreibt der Autor die harsche Reaktion der herrschenden Regierung der Dynastie der Saud auf eine Frau, Manal al-Sharif, die die übliche Praxis des Königreiches ignorierte, derzufolge Frauen nicht fahren dürfen. Frau al-Sharif wurde verhaftet, für über eine Woche ins Gefängnis gesperrt und erst entlassen, nachdem ihr Vater Saudi-Arabiens König Abdullah persönlich um eine Begnadigung ersuchte und versprach, seiner Tochter zu verbieten, jemals wieder im Königreich zu fahren.

Diese Ereignisse machen nur aus einer funktionellen energetischen Perspektive Sinn. Einerseits ist da eine Frau, die ihr Recht wahrnehmen will, ein Kraftfahrzeug zu fahren. Andererseits gibt es eine streng autoritäre Gesellschaftsordnung, die auf der Unterdrückung von Frauen im besonderen und sexueller Unterdrückung im allgemeinen basiert. Die streng autoritäre Ordnung hält ihre Kontrolle über die Menschen aufrecht, indem sie absolute moralische Regeln des sozialen Verhaltens auferlegt. Diese Regeln dienen der Kontrolle von Unmengen von destruktiver Energie, die im Charakter der Menschen und ihrem Muskelpanzer gebunden sind. Dieser Panzer hindert sie daran, ihre natürlichen Gefühle im Sozialleben zum Ausdruck zu bringen. Sobald diese Regeln liberalisiert sind, werden die Schleusen für destruktive menschliche Emotionen geöffnet, was etwas heraufbeschwören wird, das auf einen „arabischen Frühling“ für das Königreich hinausläuft; einer sehr destruktiven und chaotischen Situation, ähnlich der, die vor kurzem viele andere moslemische Nationen in dieser Weltgegend betroffen hat.

Weil die saudiarabische Gesellschaft sich sozio-politisch auf der extremen Rechten befindet, können schwarze Faschisten (emotionell pestkranke Charaktere) auf der rechten Seite das Königreich leicht unterwandern, Kontrolle über dessen Gesellschaftspolitik ausüben und so den Grad seiner sozialen Rigidität weiter erhöhen. Die Lösung für das Problem von Frau al-Sharif ist nicht die Liberalisierung der saudischen Sitten, sondern das Wahrnehmen und das Bewältigen der zugrundeliegenden Emotionellen Pest der saudischen Bevölkerung, die das Problem unvermeidlich macht.

 

Warum wird das Pucken immer beliebter?

In den letzten Jahrzehnten gab es eine Wiederbelebung der Praxis des Puckens von Babys. Ein Beispiel ist ein aktueller Artikel im Wall Street Journal, der die neuesten Informationen zum Pucken für künftige Eltern bereitstellt („A Better Night’s Sleep for All“, 14. Mai 2013). Das Thema Pucken wird dem Thema plötzlicher Kindstod (Sudden Infant Death Syndrome, SIDS) gegenübergestellt. Daraufhin erfolgt eine Korrelation zwischen SIDS-Fällen und einer unsicheren Schlaf-Umgebung. Von dem ausgehend erläutert der Artikel bessere Methoden des Puckens. Als Grund für das Pucken wird angegeben, daß es „einen besseren Schlaf für alle“ gewährleiste.

Der Artikel ist eine typische Manifestation der Emotionellen Pest im Alltagsleben. Das Zusammenbringen von Pucken und SIDS bringt die in Unruhe versetzten Mütter dazu, ihre Kinder zu pucken. Das Pucken wird damit begründet, allen eine gute Nachtruhe zu gewährleisten, um dergestalt diese Praxis mit einer „guten Absicht“ zu rechtfertigen und den Eltern ein gutes Gewissen zu verschaffen. Nichts wird über die Bedeutung der spontanen Bewegungen des Kindes für seine emotionale Gesundheit und natürliche Entwicklung gesagt; nichts darüber, wie schädlich die Einschränkung dieser Bewegungen für den Säugling ist.

Der Grund für die Konjunktur des Puckens ist zweifach: Zunächst einmal sind heutzutage Mütter weniger im emotionalen Kontakt mit sich selbst und brauchen deshalb gute Ratschläge. (Immer mehr „Experten“ bieten sich auf dem Markt an, um sie zu geben.) Zweitens haben in der heutigen anti-autoritären, allzu freizügigen Gesellschaft Menschen weniger Muskelpanzer und sind daher in der Regel ängstlicher, als sie es früher waren. Für viele ist die Geburt eines Kindes mit Angst verbunden und werdende Eltern müssen ihre Ängste unter Kontrolle bringen. Ihre Babys durch Pucken zu panzern, verschafft den Eltern Erleichterung und ein Gefühl der Sicherheit.

Bevor nicht Mütter und Väter in besserem emotionalen Kontakt mit ihren eigenen emotionalen Bedürfnissen und denen ihrer Kinder sind, gibt es keine Hoffnung für eine echte Verbesserung in der Art und Weise, wie mit Neugeborenen und Babys umgegangen wird.

 

Das DSM-Diagnosesystem kann nicht funktionieren

Das Diagnosesystem (DSM-5), das von der American Psychiatric Association veröffentlicht wurde, ist ein symptom-basierter Ansatz zur Diagnose und Behandlung psychischer Störungen. Dieses System ist Resultat des Unvermögens der Psychiater, die Charakterstruktur des Patienten hinter dem Symptom zu erkennen. Aus klinischer Sicht kann jedes Symptom bei jedem Patienten auftreten, weshalb ein symptom-basiertes Diagnosesystem nicht gangbar ist. Die Gesamtheit des Charakters des Patienten bestimmt die Funktion jedweden Symptoms, deswegen ist ein charakter-basiertes Diagnosesystem für die Behandlung von zentraler Bedeutung.

 

Beschneidung: Ein Angriff auf das Neugeborene

Der Artikel „Do the Health Benefits of Neonatal Circumcision Outweigh the Risks?“ im Wall Street Journal vom 17. Juni 2013 erläutert die Vor- und Nachteile der neonatalen Beschneidung. Die Frage der Beschneidung zeigt einen entscheidenden Unterschied zwischen dem funktionellen und dem mechanistischen Ansatz im Umgang mit dem Lebendigen. Das funktionelle Denken sieht eine Handlung nicht in Bezug auf die Absicht des Individuums (Absichten sind subjektiv und häufig fragwürdig), sondern von der objektiven Wirkung her, die sie auf das Lebendige hat. Entsprechend wird eine gegebene Handlung nach ihren lebensfördernden bzw. lebenszerstörenden Gesichtspunkten betrachtet. Dies führt unmittelbar zu einer Einsicht in die Emotionelle Pest, die als das destruktive Verhalten des Menschen im gesellschaftlichen Bereich definiert werden kann.

Der mechanistische Wissenschaftler ist im Umgang mit der menschlichen Destruktivität machtlos. Weil er selbst in intellektuellen, rationalistischen Prozessen gefangen ist, kann er Argumente nicht als Rationalisierungen erkennen, die dazu verwendet werden, den Ausdruck einer sozial zerstörerischen Handlung zu ermöglichen. Der wesentliche Punkt, die barbarische Grausamkeit der Handlung, wird dadurch umgangen.

 

Schizophrenie und Marihuana-Konsum

Die klinische Erfahrung in der medizinischen Orgontherapie zeigt, daß Patienten, die eine schizophrene Charakterstruktur besitzen und Marihuana konsumieren, oft eine psychotische Reaktion entwickeln. Marihuana konsumierende Patienten mit einer nicht-schizophrenen Charakterstruktur werden nicht psychotisch, sondern stumpfen emotional ab und sind unfähig, auf den therapeutischen Prozeß zu reagieren.

In „Pot-Smoking And the Schizophrenia Connection“, ein Artikel im Wall Street Journal vom 2. Juli 2013, werden Belege für „eine deutliche und durchgängige Beziehung zwischen Marihuana-Konsum und der Entwicklung von Schizophrenie und verwandten Erkrankungen“ präsentiert. Der Artikel zitiert weitere Artikel aus der medizinischen Literatur, die die Verbindung zwischen Marihuana und Schizophrenie bestätigen.

Allerdings gibt es ein Segment der Bevölkerung, das Marihuana konsumiert, ohne Schizophrenie zu entwickeln. Um die unterschiedlichen Reaktionen der Menschen auf die gleiche Droge zu verstehen, bedarf es eines besseren Verständnisses des schizophrenen Charakters. Schizophrenie ist Ergebnis von Verdrängung im Augenbereich mit Panik und Spaltung (siehe Der Mensch in der Falle, Seite 212 von Elsworth Baker).

Es gibt jede Menge Abstufungen von Panik und Spaltung in der schizophrenen Bevölkerung. Viele Menschen mit einer schizophrenen Charakterstruktur, die ziemlich normal leben können, können zusammenbrechen und psychotisch werden, wenn die Umwelteinflüsse sie überwältigen. Bei diesen Personen kann Marihuana-Konsum als Stressor wirken und eine psychotische Reaktion auslösen.

 

Obama ist kein Führer, er ist ein Politiker

Als Präsident Obama davon erfuhr, daß die Syrer Giftgasangriffe auf ihr eigenes Volk verüben, hatte er zwei Möglichkeiten: entweder in irgendeiner Weise militärisch zu reagieren oder nichts zu tun und zu Verstehen zu geben, daß es nicht Amerikas Sache sei einzugreifen. Stattdessen gab er seiner Empörung über das zum Ausdruck, was die Syrer getan haben, und schob die Frage nach einer Reaktion auf den Congress ab. Gewisserweise ist das typisch für ihn: er sagte das eine und tat das andere.

Im Endeffekt sagt Obama jetzt, daß „das amerikanische Volk“ Amerika in der Frage führen solle, was zu tun sei, da er der Aufgabe als Führer seines Landes nicht gewachsen sei. Das Problem in die Hände des Congress zu legen, wird daraus eine politische Auseinandersetzung zwischen denjenigen machen, die für eine Reaktion sind und denjenigen, die gar nichts tun wollen. Dies ist ein Beispiel dafür, wie Soziopolitik die Politik vereinnahmt; es verdeckt das ursprüngliche Problem, das Barack Obama als Präsident der Vereinigten Staaten obliegt.

Es ist auch typisch für Obama, sich hinter der sozialen Verwirrung zu verbergen, die er selbst generiert, indem er das Problem politisiert.

 

Von der „Politikwissenschaft“ zu einer Wissenschaft der Politik

Politik besteht heute aus einer wirren Mischung aus irrationalen und rationalen menschlichen Ideen und Trieben. Dieses Sammelsurium wird fälschlicherweise als „Politikwissenschaft” bezeichnet. Mit unseren Einsichten in die Politik aus der orgonomischen Soziologie ist jedoch nunmehr eine echte Wissenschaft der Politik möglich. Es gibt zwei Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, um dies zu erreichen:

  1. Die Fähigkeit natürliche Prozesse funktionell zu erfassen, einschließlich der politischen.
  2. Eine eingehende Kenntnis der sozio-politischen Charakterologie, einschließlich Einblicke in die Emotionelle Pest der Menschheit und der Auswirkung, welche die unterschiedlichen sozio-politischen Charaktere des Menschen auf soziale Prozesse haben.

Diese Anforderungen sind zu erfüllen, um die rationale Funktion der Politik von der Irrationalität und der weitverbreiteten Destruktivität der Gesellschaftspolitik zu trennen.

 

Obamas Liebesaffäre mit den iranischen Islamo-Faschisten

Warum um alles in der Welt umwirbt Barack Obama den Iran, damit dieser über seine Pläne, nukleare Kapazitäten zu entwickeln, in Verhandlungen eingeht, gibt es doch nichts, was bei diesem Unterfangen Obamas für Amerika herausspringen könnte?

Oberflächlich scheint es sich hier einfach um einen narzißtischen Versuch Obamas zu handeln, auf der internationalen Bühne politisch eine gute Figur zu machen und um sein Umfragetief aufzufangen.

Auf einer tieferen, charakterologischen Ebene ist es Ausdruck der Anziehungskraft, die emotionell pestkranke Charaktere von der politischen Linken und der politischen Rechten aufeinander ausüben. Obama, auf der politischen Linken, und Personen auf der politischen Rechten innerhalb des faschistischen Regimes des Iran, haben das gleiche Ziel: Amerika zu Fall zu bringen und die Welt unter ihre Kontrolle zu bringen. Es ist für emotionell pestkranke Charaktere auf der politischen Linken und der Rechten zweckdienlich, sich vorübergehend zusammenzuschließen, um ihr gemeinsames Ziel zu erreichen. (Man erinnere sich des Nichtangriffspakts zwischen Hitler und Stalin 1939.) Sobald diese Zusammenarbeit von Erfolg gekrönt wird, gehen sie wieder ihrer eigenen Wege, um die gesamte freie Welt zu kontrollieren und zu zerstören.